Nr. 81.
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Samstag, den 13. Oftober 1928.
Jubiläumstagung des Landeslehrervereins.
Darmstadt. Der Hessische Landeslehrerverein begann am Montag, den 8. Oktober, in der Landeshauptstadt die dreitägige Feier seines 60jährigen Bestehens mit einem Festakt im reich geschmückten, mit etwa 1500 Mitgliedern besetzten, großen Saal des Städtischen Saalbaus. Der Obmann des Hessischen Landeslehrervereins, Rektor Reiber, begrüßte die erschienenen Ehtengäste, darunter den Staatspräsidenten, die anwesenden Miniter. Hierauf ergriff Staatspräsident Adelung, zugleich als Minister für Kultur und Bildungswesen, das Wort und führte u. a. folgendes aus: ,, Die gegenwärtige Regierung steht in der ersten Reihe unter denen, die am heutigen Tage Ihrer Organisation aus vollem Herzen Glück und Gedeihen wünschen. Sie erkennt dankbar das Wirken des Landeslehrervereins an, das darauf gerichtet ist, den Ausbau des Volksschulwesens zu fördern und die Stellung des Lehrers zu heben. Wenn wir auf unser deutsches Schulwesen trotz aller Mängel stolz sein dürfen, so verdanken wir das in erster Linie der ernsten Arbeit unserer Lehrerschaft an sich selbst und am Bildungswerk. Die Schule ist der wichtigste Aktivposten in unserem Volkstum. Nur die Schule kann uns kulturell und wirtschaftlich vorwärtsbrin gen. Der Lehrer, dem Jugend anvertraut ist schmiedet das Schick= fal des Volkes"
Es folgten weitere Begrüßungsansprachen, so vom Landtagspräsidenten Delp, des Prälaten Dr. Diehl, für die Gießener Universität und die Darmstädter Technische Hochschule Prof. Berger. In eindrudsvoller Weise gedachte dann Herr Reiber der toten Vorkämpfer, Gründer und Mitglieder des Vereins. Er begrüßte alsdann die Jubilare des Vereins, von denen mehr als 100 dem Verein 50 Jahre und länger angehören. Hierauf nahm Herr Reiber das Wort zu seiner Festrede, in der er u. a. folgendes ausführte: Ueber 3606 Lehrer aller Gattungen gehören dem Verein ais Mitglieder an, darunter Schulver: waltungsbeamte und Schulfreunde. Er steht jetzt als starker festgegründeter Baum im hessischen Leben. Stel, ziemt uns nicht, weil es nicht unsere Leistungen, sondern die Leistungen derer sind, di. vor uns gewirkt und die Entwicklung des Vereins geschaffen haben Eine der Aufgaben des Landesscreins ist die Ueberbrückung der Differenz zwischen Schule und Leben, sowie der Fortschritt mit dem jungen Geschlecht. Und bleibt es, unserer Jugend, unserem Volke die bestmöglichste Erziehung zu vermitteln und die Volksgemeinschaft zu pflegen, wie es z. B. in der Simultanschule geschieht. Der Redner wob in seine mit stürmischem Beifall aufgenommene Rede ein packendes Bild vom Lebensgang des großen Vorfämpfers der hessischen Lehrerschaft, Johann Schmitt, hinein.
Nach der ernsten und würdigen Feier am Vormittag vereinigten sich die im Hessischen Landeslehrerverein zusammenge= schlossenen Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Ehrengästen, Angehörigen und Freunden der Schule zu einem Feſtabend im Städtischen Saalbau.
Aus den Verhandlungen.
Der Obmann des Hessischen Landeslehrervereins, Rektor Reiber, erstattete auf der Vertreterversammlung nach einem herzlichen Willkommengruß an die Gäste und Vertreter den Jahresbericht, worin er zunächst den verschiedenen Ausschüssen des Vereins für die von ihnen geleistete Arbeit dankte. Er verweist ferner auf den Kampf um ein erträgliches Reichsschulgesetz und hebt dabei das tatkräftige Eintreten des Herrn Ministerialdirektors Urst adt und des Prälaten der evangelischen Landeskirche, Herrn D. Dr. Diehl, im Kampfe um die Erhaltung der Simultanschule in Hessen hervor. Des weiteren wandte sich der Redner unter dem lebhaften Beifall der Versammlung ge= gen einen wieder drohenden Abbau an der Schule. Vielmehr ist eine Erhöhung der Stellenzahl mit Rücksicht auf die wieder ansteigende Kinderzahl und die dadurch in einzelnen Landesteilen stark überfüllten Klassen unbedingt erforderlich, wenn auch nur den dringendsten Forderungen der neuen Pädagogik entsprochen werden soll. Auch die Besoldungslage der hessischen Lehrerschaft
,, Gießener Zeitung"
spielt in dem Geschäftsbericht eine Rolle. Große Unzufriedenheit bestehe bei der hessischen Lehrerschaft über die unzulänglichen Be soldungsergebnisse, und gespannteste Erwartung herrsche im Hinblick auf den bald zur Erörterung stehenden Stellenplan, der manche Mißstimmung, die nach Verabschiedung des Besoldungsgesetzes auftrat, beseitigen könnte. Eine Mahnung zur Einigfeit im weiteren Kampfe für Schule und Lehrerstand sindet die begeisterte Zustimmung der Versammlung.
In der Aussprache
wird lebhaft gefordert: Festhalten an den seitherigen kulturpolitischen. Wünschen des Hessischen Lehrerlandesvereins. Mit einem herzlichen Dank an den Obmann für die zielbewußte Füh rung des Vereins, an den Vorstand und den Besoldungsausschuß für die opferreiche Arbeit schließt die Aussprache. Dem Hauptrechner, Herrn Wirthwein aus Offenbach, wird für seine sorgfältige Rechnungsführung Entlastung erteilt. Nach furzer Mittagspause wird die Beratung der Anträge über Be rufsschule und das Verhalten des neugegründeten Berufsschulvereins und dem Hessischen Lehrerverein fortgesetzt. Die Versammlung bedauert Absplitterungen vom Hauptverein, mißbi!- ligt daher die Gründung des Berufsschulvereins, macht aber ihre Stellungnahme gegenüber dem neuen Verein von dessen zukünftigen Haltung zum Landeslehrerverein abhängig. Schwerfriegsbeschädigte Lehrer, die infolge ihrer Beschädigung vor= zeitig in den Ruhestand treten müssen, sollen mit der Höchstpension bedacht werden. Das Versorgungsdienstalter der Schwerfriegsbeschädigten soll nicht nur verbessert werden können, wie es im Gesetz vorgesehen ist, sondern verbessert werden müssen.
Mit einer herzlichen Mahnung, zur vereinstreuen Weiterarbeit im kommenden Jahr und mit der Bitte, viel von dem guten Geist, der über den schönen Fest- und Arbeitstagen lag, mit hinauszunehmen und ihn auch auf alle diejenigen zu übertragen, die aus irend welchen Gründen nicht an der Tagung teilnehmen konnten, schloß Herr Reiber die vom Geiste wahrer Freundschaft und echter Berufsgesinnung getragene Vertreterversammlung mit dem Abschiedsgruß: Auf Wiedersehen auf der Vertreterversammlung 1929 in Gießen!
Die Vertreterversammlung faßte einstimmig folgende Entschließung:„ Der Hessische Landeslehrerverein erkennt die durch die Zeitumstände gebotene Notwendigkeit größter Sparsamkeit für die hessische Staatsverwaltung an. Er vertritt jedoch die Ansicht, daß diese Sparmaßnahmen vor dem Gebiete der Kultuspolitik Halt machen müssen. Die Hessische Volts- und Fortbil= dungsschule hat Opser in außergewöhnlichem Ausmaß gebracht und erträgt weitere Eingriffe dieser Art nicht mehr. Die in den Jahren 1930-33 einsetzende stärkere Zunahme der Gesamtschülerzahl und der unbedingt notwendige Ausbau der Fortbildungsschule erfordert eine wesentliche Vermehrung der Klassenund Stellenzahl, wenn nicht die Leistungsfähigkeit des hessischen Schulwesens herabgesetzt werden soll. Der Hessische Landeslehrerverein läßt darum feinen Zweifel darüber bestehen, daß er jeden Abbau auf kulturellem Gebiet mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln Widerstand entgegensetzen wird."
Verbandsjubiläum
der Hess. Verwaltungsamtmänner.
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25 Jahre sind vergangen, daß sich die mittleren Verwaltungsbeamten in Hessen zu einem Verband zusammengeschlossen haben. Mit der heute und morgen in Oppenheim stattfindenden diesjährigen Jahresversammlung soll die Feier des 25jährigen Bestehens des Verbandes verbunden werden. Die Regie rung, der Landtag und sonstige Behörden sind zu dieser Feier eingeladen. Allseits hofft man auf eine starke Beteiligung der Verbandsmitglieder. In allen Zweigen der Verwaltung sind die mittleren Verwaltungsbeamten als Mitarbeiter berufen. Wenn auch ihre verantwortungsvolle Tätigkeit weniger nach außen hin bekannt ist, so steht doch fest, daß die von ihnen zu verrichtenden Arbeiten keine wie vielfach irrtümlich ange= nommen wir sogenannte Bureauarbeiten, sondern Arbeiten sind, die eine gute Vor-, Aus- und Fortbildung des Beamten im Hinblick auf die außerordentlich umfangreiche, stets der Aenderung unterworfene Gesetzgebung erfordern. Die Stadt Oppenheim rüstet schon emsig für ihre Gäste. Möge die Verbandstagung und die damit verbundene Feier einen recht guten Verlauf nehmen.
Mündlich erteilte Rechtsauskünfte eines Finanzbeamten
sind nicht rechtsbindend.
Der Reichsfinanzhof stellte in einem nicht veröffentlichten Beschluß vom 11. August 1926 fest, daß es sich bei Auskünften von Finanzbeamten dem Publikum gegenüber lediglic um eine die Behörde nicht bindende Auskunft des Beamten han= delt, in der dieser seine persönliche Meinung zum Ausdrud gibt. Eine solche Auskunft stellt weder einen für die Bemessung tünftiger Steueransprüche bindenden Feststellungsbescheid noch cine Anerkennung dar. Die Finanzämter sind daher befugt, abweichend von der Auskunft ihrer Beamten Entscheidungen den gesetzlichen Vorschriften entsprechend zu treffen. In einer späteren Entscheidung hat der Reichsfinanzhof diese Ansicht auch in dem Falle aufrechterhalten, in dem eine abweichende mündliche Auskunft von dem Vorsteher des Finanzamts getroffen wurde.
Eine Rechtsverbindlichkeit kommt nur zu den Steuerbescheiden, wonach die bezeichneten Beträge ausdrücklich als Steuern gefordert werden, ferner den förmlichen Auskünften über die Steuerpflichtigkeit von Geschäften u. vollzogenen Urkunden und letzten Endes den Frei- u. Feststellungsbescheiden, die für die Bemessung fünftiger Steueransprüche bindend sind. Aber auch die bindenden Steuerbescheide und förmlichen Auskünfte können unter besonderen Umständen von dem Vorsteher des Finanzamts abgeändert, bezw. angefochten werden.
Aus diesen Gründen werden die Pflichtigen gut tun, die mündlichen Auskünfte der Finanzbeamten lediglich' informa
Sagung der Finanzreferenten der Deutschen torisch zu werten. Evangelischen Landeseirchen.
Darmstadt. Die Tagung von Vertretern der deutschen Landeskirchen zu Anfang dieser Woche in Darmstadt sand nach ihrem ersten Teile ernster Beratungen einen würdigen Ausklang: Am Dienstag fand eine Fahrt zur Besichtigung von firchlichen Stätten nach Rheinhessen statt. Zunächst führte der Weg zu einer Feierstunde nach der Schwedensäule, wo Herr D. Dr. Diehl in meisterhaften Worien eine Ansprache hielt, in der er auf die weltgechichtliche Bedeutung von Gustav Adolfs Ercheinen in Deutschland hinwies, dessen 300jährige Wiederkehr im Jahre 1931 voraussichtlich besonders begangen werde. Die Fahrt ging über Oppenheim, Nierstein, Dexheim nach Undenheim, das in reichem Flaggenschmud prangte. Hier begrüßte Herr Pfarrer Schneider an der Spitze des Kirchenvorstandes vor dem Pfarrhaus den hohen Besuch. Hier wurde eine eindrucksvolle Feier abgehalten, dann erfolgte die Rückfahrt über Mainz.
Steuernachrichten.
Steuerkalender für Monat Oktober 1928. mitgeteilt von der Firma Hessische Treuhandgesellschaft Felix Graetz& Dr. jur. Michel. Darmstadt, Georgenstr. 9. Fernspr. 2895 Reichssteuertermine.
20. Oktober: Abführung des Lohnsteuerabzugs für die in der Zeit vom 1. bis 15. Oktober 1928 erfolgten Lohnzahlungen für das Markenverfahren; für das Ueberweisungsverfahren, falls die vom 1. bis 15. 10. 1928 einbehaltenen Lohnsteuerbeträge 200 M übersteigen. Keine Schonfrist. Landessteuertermine für Hessen.
25. Oftober: Landessteuern. Zahlung der 4. Rate. frist bis 5. 11. 1928.
Schon
Warum Sorge wegen des Herzens?
Der Mandatsverwalter von Südwestafrika in Deutschland.
Trinken Sie Kaffee Hag
Der Zeitschrift ,, Des Deutschen Vaterland", Bundesorgan Der Nationalen Einheitsfront, wird von ihrem südwestafrikaniichen Mitarbeiter geschrieben:
Windhut, Anfang August 1928.
Der Administrator von Südwestafrita, Herr Werth, hat Windhuk verlassen, um sich nach Europa zu begeben. Seine Reise gilt in erster Linie dem Völkerbund, dem er über die Mandatsverwaltung und die Zustände im Mandatslande berichten wird. Er wird aber auch bei dieser Gelegenheit Deutschland aufsuchen.
Wer ist Herr Werth? Herr Werth ist Sohn deutscher Eltern, die aber schon in ganz früheren Jahren in Südwestafrika einwanderten. Politischer Aerger, der aus den Gegensätzen der achtundvierziger Jahre herrührt, hat die Familie Werth nach Afrika geführt. Daher mag es gekommen sein, daß sich die Werths noch schneller, als es leider so oft wir Deutschen tun, und Land und Leute anschlossen und in dem Volkstum aufgingen. Im Hause wurde nicht mehr deutsch gesprochen. Herr Werth weist darauf hin, daß er kaum ein deutsches Wort in ainer Jugend gehört habe.„ Sie sagen, ich habe deutsches Blut. Ja, das ich richtig; das weiß ich, aber das ist eigentlich das Einzige, was ich aus meiner Familie von Deutschland weiß." Salt, nod, etwas wird ihn an seine Vorfahren erinnern: Auf seinem Schreibtisch liegt eine deutsche Bibel, auf deren erster Ecite in fast verlöschten Zügen der Name Werth steht; in dem Buch werden die Werths einst gelesen haben. Werths Umwelt ar enge; er stammt aus kleinen Verhältnissen. Begabt und rebsam kam der junge Werth gut vorwärts. Er studierte in
Stellenbosch und wurde Lehrer. Damals war er noch englisch eingestellt, nannte sich„ Wörß", wurde dann aber entschiedener Nationalist im Sinne der Buren und in deren Partei auch politisch tätig, als ein Freund des Generals Herzog. So wurde er für den bedeutsamen Posten des Landpflegers unserer alten Kolonie ausersehen. Bevor er ins Land kam, arbeitete er tüchtig an der besseren Erlernung der deutschen Sprache. Man kann heute feststellen, daß er Afrikaans( die offizielle Burensprache) perfekt und ebenso englisch spricht und sich auch im Deutschen gut, wenn auch nicht ohne Fehler, ausdrücken kann. Da auch seine Frau stramm nationalistischen Kreisen entstammt, wird im Hause Afrikaans gesprochen. Bei seinen gesellschaftlichen Verpflichtungen bedient sich Werth der drei Sprachen. je nach der nationalen Zugehörigkeit seiner Gäste.
Es wird soviel wird jeder aus meinen Zeilen schon ersehen also gänzlich verkehrt sein, in Herrn Werth einen Deutschen zu sehen. Er fühlt nicht deutsch und kann vielleicht auch auf Grund seines eigenartigen Lebensganges gar nicht mehr deutsch fühlen. In dieser Beziehung darf und kann man nichts von ihm erwarten. Es würde aber auch verkehrt sein, ihn deswegen anzuklagen und in ihm einen abtrünnigen Sohn unseres Volkes zu sehen. Liegt hier eine ,, nationale Sünde" vor, so ist sie vor Werths Zeit zu suchen. Es muß aber diese im deutschen Vaterlande, bevor er das Land betritt, klar erkannt wer den. Man geht dann nicht von falschen Voraussetzungen aus und wird sich nicht erst mit einem Appell an das Deutsche in ihm befassen. Vielmehr sollte man sich sine ira et studio klarmachen: In Herrn Werth kommt nicht ein Deutscher, sondern ein Vollbur ins Land, der zur Zeit der höchste Beamte des Mandatslandes ist und der Deutschland einen Höflichkeitsbesuch abstattet, der wie bei jedem prominenten Ausländer- höflich
und sachlich von offiziellen und inoffiziellen Stellen aufzu= nehmen ist.
Weite Kreise der alten Heimat wird es nun wohl zweifellos interessieren, zu erfahren, wie unter der Administration des Herrn Werth sich das Deutschtum im Lande entwickelt hat, und wie er sich zu dem deutschen Element Südwestafrikas stellt.
Jeder, der unser Land kennen lernt, wird sagen, daß das Deutschtum im Mandatslande noch immer der wichtigste Fattor ist. Aber man kann ruhig hinzusehen, daß hiermit Werths Verwaltung nichts zu tun hat. Die Deutschen hier wissen selber, worum es geht, sie haben eine starke Liebe zu ihrem Volkstum, und bisher ist keiner von ihnen im fremden Element aufgegangen. Besonders im wirtschaftlichen Leben ist der Deutsche vorbildlich und für das ganze Land wegweisend. In Kirchen, Schulen und Vereinen wird das Deutsche sorgfältig gepflegt und erhalten. Es ist das freilich auch dringend nötig, denn die Bureneinwanderung aus der Union ist dauernd stärker, als von Deutschland. Reuerdings werden aus Angola etwa 3000 Burenköpfe erwartet, so daß bei späteren Wahlen die Deutschen nicht mehr siegen können. Es ist sicher, daß der Administrator diese Bureneinwanderung gern sieht, hat er sich doch besonders warm für die Angolaburen ins Zeug gelegt( obwohl diese durchweg gänzlich mittellos sind. Die Schriftleitung.), was ihm sowohl von den Deutschen, als auch den Engländern Südwests, schwer verdacht wird. Die Leistungen der Deutschen hat Werth wiederholt auch öffentlich anerkannt und sie seinen burischen Landsleuter vorgehalten. Auch verschiedene Vorteile haben die Deutschen unter seiner Verwaltung nach und nach erreicht. Man fann jetzt wenigstens deutsch vor Gericht sprechen und bekommt einen Brief an die Regierung deutsch be= antwortet. Auch sind den deutschen Privatschulen gewisse Unter


