31.8
3( 13)
annover Seljenten auf d , ohne da
te über G
nicht ancen han
ein Diln
t nach Sa
führt hat jjel in Re 3: 1 Sieg
in der ne che Me Der Gi ngen Welt für 15 A
deutsche Min. In
er fürzli Einer- Ru rich mit
el auf. die deuti itel Bejal
Debr Stol
Veloclub
chmadspil Feien folge Schönes h uft man
f.
in Gießen
hall'
ereit!
und mit dem
ick,
en
g- Vordruck
1.
r nur
Gießener Zeitung
( Neueste Nachrichten)
Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
41. Jahrg.
Bolitische Tagesschau.
Das Reichskabinett setzte am Donnerstag seine Beratungen über die Handelsvertragsverhandlungen mit Polen fort. Außerdem hat sich das Kabinett mit dem Entwurf eines Geseges über die Ausführung der Empfehlungen der Weltwirtschaftskonferenz beschäftigt.
Reichsfinanzminister Dr. Hilferding kündigte Freitag bei einer Kundgebung der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels die Einführung neuer Steuern an. Denn soweit sich nicht aus den laufenden Einnahmen Ueberschüsse erzielen ließen, müsse der Fehlbetrag von 600 Millionen durch neue steuerliche Belastungen aufgebracht werden.
H
Das Reichsministerium des Innern hat sich im Einvernehmen mit der Mehrzahl aller Frontkämpferverbände für die Errichtung des Ehrenmals in Berta entschlossen. Eine entsprechende Borlage wird in absehbarer Zeit das Reichskabinett beschäftigen.
Die deutschen Gesellschaften in Amerika forderten die NewYorker Bevölkerung auf, bei der Ankunft des Zeppelins die amerikanische und die deutsche Flagge zu zeigen.
H
Ungarn hat zur Bedingung zum Beitritt zum Kellogpakt gemacht, daß in eine Erörterung der Revision der Friedensverträge eingetreten wird.
Bom südslawischen Außenminister Schumentovitsch und Benizelos wurden Donnerstag die Aktenstücke unterzeichnet, die vorläufig an Stelle des griechisch- südstawischen Freundschaftsvertrages Geltung haben.
Luftschiff„ Graf Zeppelin" auf der Amerikafahrt.
Das Luftschiff„ Graf Zeppelin" ist Donnerstag früh 7,50 Uhr bei wolkigem, aber windstillem Wetter zur Fahrt nach Amerika aufgestiegen. Das Luftschiff nahm seinen Kurs auf Basel und wurde 8,10 Uhr über Konstanz, 8,50 Uhr über Schaffhausen und 9,07 Uhr über Waldshut gesichtet. Ueberall läuteten ihm die Glocken.
Ueber Frankreich und Spanien fliegend, passierte das Luftschiff Gibraltar und gestern abend um 10 Uhr die Azoren bei regnerischem aber ruhigem Wetter. Westlich der Azoren wird Graf Zeppelin" gutes Flugwetter finden.
Der Umweg nach Süden, mit dem die Fahrtleitung schon bei Antritt der Reise gerechnet hatte, bringt eine nennenswerte Berlängerung des Reiseweges mit sich. Der Weg, den das Luftschiff auf dieser stark südlichen Route zurücklegen muß, wird 10-11 000 Kilometer betragen. Bei normalen Wetterverhältnissen hätte der Reiseweg Friedrichshafen- Lakehurst auf der südlichen Dampferlinie nur etwa 7000-7500 Kilometer betragen. Auch dann, wenn„ Graf Zeppelin" westlich der Azoren auf sehr gutes Wetter und guten Rückenwind trifft, ist mit einer Landung in Lakehurst vor Sonntagabend nicht zu rechnen.
Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Bostschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M
Samstag, den 13. Oftober 1928
Um das Konkordat.
Die Frage eines Reichskonkordats, die vor zwei Jahren die Gemüter auf das lebhafteste bewegt hatte, war, wie es schien, durch den energischen Widerstand weiter evangelischer und auch bedeutender katholischer Kreise zur Ruhe gekommen. Nunmehr taucht plötzlich durch die Veröffentlichung des„ Vorwärts" die Nachricht auf, daß der Entwurf für ein preußisches Konkordat in Verhandlungen zwischen dem Nuntius und dem preußischen Kultusminister festgestellt worden sei und demnächst der Regierung vorliegt. Die greußisiche Regierungserlärung läßt einen Zweifel darüber, daß auch die Schulfrage berührt werden wird. Auch scheint in Bezug auf die Ernennung der Bischöfe die Aufgabe eines Teiles der staatlichen Hoheitsrechte vorgesehen zu sein. Es erscheint nach wie vor untragbar, daß die Schulfrage Gegenstand außenpolitischer Verhandlungen wird. Auch sei darauf hingewiesen, daß in der Vergangenheit noch niemals ein preußisches Konkordat bestanden hat. Die Grundlage des seitherigen Zustandes waren die Verhandlungen von 1923, bei denen ausdrücklich vermieden wurde, ein Konkordat abzuschließen, weil man durch die Erfahrungen anderer Länder mißtrauisch geworden war. Auch jetzt dürfte es durchaus genügen, wenn die notwendige Regelung zwischen Staat und Kirche auf dem Vertragswege erfolgt.
Wieder ein Dummerjungenstreich.
Zweibrücken. In der Nacht zum Freitag wurde die Trikolore des französischen Offizierskasinos herabgerissen. Der Fahnenschaft, der auf einem Balkon befestigt war, wurde zur Hälfte abgebrochen und mit der Fahne verschleppt. Seit den frühesten Morgenstunden ist die Staatsanwaltschaft mit der Aufklärung des Tatbestandes beschäftigt. Die Fahne ist noch nicht aufge= funden worden.
Die Prager Katastrophe.
Prag. Die Zahl der Toten des Bauunglücks hat sich auf 40 erhöht. Es wurden grauenhaft verstümmelte Leichen geborgen. Im Krankenhause sind ihren Verletzungen im Laufe des heutigen Tages zwei Schwerverletzte erlegen. Die Zahl der Opfer, die noch unter den Betontrümmern begraben sind, ist immer noch unbestimmt. Mit der Abtragung des Schuttes ist man nunmehr dem Erdboden gleichgekommen. Es gilt nur noch, die zwei Stock tiefen Keller auszugraben. Lebenszeichen werden zur Zeit keine mehr vernommen.
*
Die Duplizität des Unheils.
Prag. Am Donnerstag, einige Minuten vor Mitternacht, kam es zu einem neuen Hauseinsturz in Prag, und zwar in Alt- Lieben. Es handelt sich um ein großes Eckhaus, das aus Ziegeln ausgeführt war und bereits im Rohbau fertig stand. Ein großer Teil dieses Hauses, in der Länge von etwa 60 Meter und in der ganzen Höhe von vier Stockwerken stürzte um Mitternacht plötzlich zusammen. Auf dem Bau war um diese Zeit niemand beschäftigt; da auch die Straße vollkommen menschenleer war, scheint niemand zu Schaden gekommen zu sein, während der Einsturz bei Tage zweifellos Opfer gefordert hätte.
Wie„ Graf Zeppelin" empfangen werden soll. Die Ursache des Unglücks wird auf schlechtes Ziegelmaterial
Newyork, 11. Oktober. Das Luftschiff„ Los Angeles" ist zurückgeführt.
in Lakehurst gelandet. Sobald„ Graf Zeppelin" die neuengländische Küste erreicht, wird die ,, Los Angeles" zusammen mit wei halbstarren Marineluftschiffen aufsteigen, um dem deutschen Luftschiff bis nach Lakehurst das Geleit zu geben.
Das ganze Flugfeld wird polizeilich abgesperrt werden, da man mit mehr als 100 000 Zuschauern rechnet. Ueberall herrscht fieberhafte Spannung. Große Empfänge für die Teilnehmer am Fluge sind vorgesehen. Vertreter der Stadt Newyork werden die Zeppelinmannschaft von Lakehurst nach Newyork begleiten. Von Battery aus wird ein großer Festzug den unteren Broadway bis zur City- Hall marschieren, wo ein festlicher Empfang durch Oberbürgermeister Walker stattfindet. Weitere Festlichkeiten werden sich anschließen, an denen neben Oberbürgermeister Walker u. a. Senator Wagner, General Allen, Prof. Soetsch und General Haskell als Vertreter des Gouverneurs Smiths, der zurzeit in anderen Teilen Amerikas Wahlreden hält, teilnehmen.
Die Meldung vom erfolgten Start des„ Graf Zeppelin" wird pon allen großen Newyorker Zeitungen in Extraausgaben auf den Straßen verbreitet. Den Zeitungsverkäufern werden die Extrablätter buchstäblich aus der Hand gerissen.
aben,
roma
of dem
Janen
Kaffee
nt und
e Hag
slust
Bb.
weller
ost.
meinen
fohlen
leder
mann,
Senub
seiner
ser.
Ten
Verfassungsausschuß der Länder am 22. Oktober.
Am 22. Oktober wird in Berlin der Verfassungsausschuß der Länderkonferenz zusammentreten, um die Referate entgegenzunehmen, die die von ihm bestimmten Sachverständigen über die Schwierigkeiten im Verfassungsleben ausgearbeitet haben. Es werden sich drei Referenten über das erwähnte Thema äußern, und zwar, Ministerialdirektor Dr. Brecht( PreuBern), Ministerialdirektor Dr. Poetsch- Heffter( Sachsen) und der bayerische Ministerpräsident Dr. Held.
Deuts
2 PS
DEUTZ
Motoren
liegend und stehend ortfest und fahrbar für
alle Brennstoffe und Anwendungsgebiete
ferner
Diesel- Lokomotiven
Motor- Triebwagen
Motor- Verschiebebock
Diesel- Lokomobilen
Motor- Walzen
Gaserzeugungsanlagen
Heizgasanlagen Diesel- Schlepper
insbesondere
Kompressorlose Dieselmotoren
für
Industrie, Gewerbe. Landwirtschaft und Schiffahrt
5
DEUTZ
1000 PS
5032
MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Taunusstr.10
( Gießener Tageblatt)
Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Plak vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.
Nummer 81
Ausstellungen und Heimatgeitung.
Unsere Stellungnahme zu einer bedeutsamen Entschließung des Hessischen Industrie- und Handelstages. Man muß Heimat: ausstellungen gelten lassen.
Der Hess. Industrie- und Handelskammertag hat in seiner letzten Vertreterbesprechung zur Frage der Abhaltung von Ausstellungen durch die Städte folgende Entschließung gefaßt:
,, Der Hessische Industrie- und Handelskammertag ist der Auffassung, daß aus Gründen der wirtschaftlichen Sparsamkeit die Art der Werbung, wie sie durch Ausstellungen und Messen betrieben wird, auf das Aeußerste eingeschränkt und von einer sachverständigen Stelle, dem Deutschen Ausstel= lungs- und Messeamt, aus rationalisiert werden muß.
Er mißbilligt das Bestreben der Städte, durch das Mittel von Messen und Ausstellungen, lokaler, wirtschaftlich nicht gerechtfertigter Art Massenbesuch in ihre Mauern zu ziehen. Solche Veranstaltungen nutzen der allgemeinen Volkswirtschaft nichts, schaden ihr vielmehr nur, indem sie zu unnützen Ausgaben verleiten und der so notwendigen Kapitalneubildung unheilvoll entgegenwirken."
Man tann nicht umhin, in einer derartigen Auffassung den starken Willen nach Zentralisation zugunsten großer Organisationen zu erkennen. Eine strikte Befolgung des Wunsches der Industrie- und Handelskammer würde ohne weiteres der zentralen Organisation auch die Bestimmung, wo Ausstellungen stattfinden sollen, in die Hand geben. Selbstverständlich wird eben der Zentralisation wegen immer die Großstadt den Borzug vor der kleineren erhalten. Dabei wird aber jedenfalls verkannt, daß die Veranstaltung von Ausstellungen gerade für die Provinzstädte von Nuzen sind, wenn sie vor allem der Zurschaustellung der eigenen Erzeugnisse des Landes dienen. Welch belebende Wirkung für das deutsche Wirtschaftsleben einer kleinen Stadt eine Ausstellung haben kann, wird offenbar an maßgebenden Stellen nicht genügend beachtet. Es wird daher gewiß von den kleineren Städten begrüßt, daß die Entschließung des Hessischen Industrie- und Handelskammertages nicht mehr als eben eine Auffassung darstellt, neben der man die gegenteilige gelten lassen muß, denn diese hat ihre Hintergründe, die nicht nur darin beruhen, was eine Ausstellung für einen kaufmännischen Nutzen bringt, sondern darin, daß sich in einer guten Ausstellung ein Städ Voltstum offenbart. Man kann sich außerdem darüber streiten, ob der durch eine Ausstellung veranlaßte lebhaftere Geldumsatz wirklich ein volkswirtschaftlicher Nachteil ist. Irgendwe setzt sich das Geld doch fest.
Die schon lange angekündigte Hessische Landes- und Gewerbeausstellung, um deren Lokalisierung bekanntlich heftig und lange gekämpft wurde, dürfte erstmalig wieder das Erwerbsleben unserer Heimat darstellen. Dabei fönnte aber ge= rade durch die Selbstdarstellung des Erwerbslebens einem so prefär gelagerten Gebiet, wie es z. B. Hessen in wirtschaftlicher Beziehung ohne Zweifel ist, geholfen werden. Selbst wenn man nicht einmal eine unmittelbare Wirkung einer Ausstellung feststellen tönnie, wäre der moralische Erfolg als Nugen zu buchen.
Selbstbesinnung des Unternehmertum!
Eine Entschließung des Hansa- Bund- Präsidiums gegen die
Wirtschaftsdemokratie.
Das Präsidium des Hansa bundes für Gewerbe, Handel und Industrie hat einstimmig auf seiner am Sonnabend, den 6. Oktober, in Berlin stattgefundenen Sigung die folgende Entschließung angenommen:
,, Das Präsidium des Hansabundes für Gewerbe, Handel und Industrie ist überzeugt, daß der Kampf um die Arbeitszeit und Arbeitslohn, nur bei weitestgehendem wirtschaftlichen und sozialen Verständnis aller Beteiligten ohne Schaden für Staat und Volkswirtschaft ertragen werden tann. Die unmittelbaren und mittelbaren Kriegsfolgen, insbesondere aber die überhohe Belastung des Arbeitsproduktes durch öffentliche Abgaben aller Art haben eine Enge aller wirtschaftlichen Möglichkeiten herbeigeführt, der sich kein Erwerbsstand entziehen kann. Das Präsidium des Hansabundes fühlt sich verpflichtet, vor aller Deffentlichkeit dringend davor zu warnen, die sozialen Auseinandersetzungen durch das Hineintragen einer nur in der politischen Gedankenwelt wurzelnden, auf die Beseitigung der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung hinzielenden Schlagwortpropaganda unnötig zu verschärfen. Der auf dem Hamburger Gewerkschaftskongreß vertretene Gedanke der Wirtschaftsdemokratie stellt sich als das Verlangen nach einem mit keinerlei Risikobeteiligung verbundenen Mitbestimmungsrecht der staatlichen und Verbandsbürokratie dar, das für alle produktiv tätigen Wirtschaftskreise nicht nur wertlos, sondern gefährlich ist. Das Präsidium des Hansabundes bedauert besonders, daß diese, der wirtschaftsund sozialpolitischen Sachlichkeit schädliche Propaganda sich auf Aeußerungen führender Mitglieder der gegenwärtigen Reichsregierung stützen kann, die keine positive Zielsetzung enthalten und gerade geeignet erscheinen, die Lösung der unsere Zeit erfüllenden ernsten sozialen Probleme zu verwirren."


