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Nr. 30.

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Mittwoch, den 11. April 1928.

Fußball.

Karfreitag.

,, Gießener Zeitung"

Turnen, Sport und Spiel.

Hertha BSC. Berlin SpVg. Fürth 4: 1 Dresdener GC. 1. FC. Nürnberg 2: 3 1. FC. Neukölln

-

Union Niederrad 7: 1

Werden 08 SV. Saarbrücken 2: 2 Hamburger SV.-CS. Brügge 3: 1 SC. Apolda Tennis- Bor. Berlin 3: 5 Bor. M. Gladbach

Viktoria Leipzig Düsseldorf 99

-

SC. Weimar 10: 2 Norden- Nordwest Berlin 3: 3 Southbank FC.( England) 4: 1.

Oster- Sport.

Eine Fülle sportlicher Veranstaltungen hat die mit den Ostertagen beginnende Frühjahrssaison eingeleitet. Wie immer an solchen Feiertagen war der Sportbetrieb auf der ganzen Linie sehr lebhaft und dazu noch begünstigt durch das allgemein gute Frühjahrswetter. Besonders zahlreich war die Reihe der Veranstaltung im Fußball.

Süddeutsche Mannschaften empfingen entweder erstklassige in- und ausländische Gäste oder begaben sich auf Reisen. Die beiden prominenten Vertreter der Hochburg waren auswärts. Die SpVg. Fürth ließ sich am Karfreitag zwar mit 1: 4 von Hertha Berlin schlagen, fertigte dann aber den Hamburger SV. 5: 1 ab und spielte gegen Hannover 96 unentschieden 2: 2. Der 1. FC. Nürnberg holte sich zwei Siege in Beuthen und Breslau. Recht erfolgreich konnten Stuttgarter Kickers, Wormatia Worms und München 1860 in Westdeutschland abschneiden. Jm Süden selbst weilten Tennis Borussia Berlin( 2: 2 gegen Eintracht Frankfurt), Viktoria Hamburg( gegen SV. Wiesbaden 2: 1) und VfB. Leipzig( gegen VfR. Mannheim 3: 5), dann aber auch ausl. Mannschaften. Der belgische Meister CS. Brügge feierte Siege in Frankfurt( FSV. 3: 2) und München( DSV. 3: 1) und machte eine sehr gute Figur, aus Jugoslawien tam HASK. Agram, ge= wann 2: 1 gegen Bayern Hof und unterlag mit dem gleichen Re­sultat gegen Wacker München. Sehr enttäuscht wurde man vom DFC. Prag, der in Süddeutschland nichts zu bestellen hatte. Der Karlsruher FV. gab ihm mit 6: 1 das Nachsehen und der Frei­burger FC. schickte ihn sogar mit 10: 2 nach Hause.

Inzwischen hat auch die Saison der Bahnrennen im Rad­sport eingesetzt. Bahnrennen gab es auf der Berliner Olympia­bahn( Sieger Bréau und Ernst Kaufmann), Elberfeld( Erich Möller), Köln- Riehl( Verkeyn), Bonn( Böhrer), Leipzig ( Thollembeek), Frankfurt a. M.( Lejour und Schamberg), Forst ( Diekentman), Stettin( Fliegerrennen), Dresden( Thollembeek), Mainz( Fliegerrennen).

Westdeutsche Fußball- Endkämpfe.

Der Vertreter des hessisch- hannoverschen Bezirkes, Sportv. Kurhessen Kassel, eroberte im vorigen Spieljahre bei der Mei­sterschaftsrunde mit 3 Siegen( SC. 05 Hagen 3: 1), Fortuna Düsseldorf 2: 1, CFR. Köln 2: 1), 2 Niederlagen( Arminia Biele­feld 1: 2, Spielv. Duisburg 1: 4) und 1 Unentschieden( SV. Schalke 04 2: 2) bei 11:11 Toren und 7: 5 Punkten den dritten Platz der Tabelle neben Fortuna Düsseldorf, die im Entschei­dungsspiel 3: 2 gewann. Die Reihenfolge der Spiele war: 1 Sieg, 2 Niederlagen, 1 Sieg, 1 Unentschieden und 1 Sieg.

In diesem Jahre hatten die Kurhessen gleich die beiden Vereine zum Gegner, die man als die favorisierten Meister be= trachtet: Preußen Krefeld und SpVg. Köln- Sülz. Gegen den ersteren schlugen sie sich am 11. 3. mit 1: 2 sehr tapfer, zumal das Spiel in Krefeld selbst stattfand; dagegen versagten sie auf eigenem Plage am 18. 3. gegen Köln- Sülz ganz, indem sie sich mit 0: 5 abfertigen ließen. Besser waren dann die Leistungen wieder in Hagen am 25. 3. gegen SV. 72 Hagen, wo sie mit 3: 1 Sieger wurden. Wenn auch die Vertreter von Südwest­falen sich in den letzten Jahren immer als die spielschwächsten Teilnehmer der Runde erwiesen haben und ihre Niederlagen selbst gegen die Vertreter von Hessen- Hannover fast traditionell geworden sind, so wollen die Siege doch immer erst erkämpft sein, und daher bedeutet auch der diesjährige einen Erfolg für die Kurhessen. Wie im Vorjahre haben diese also nach drei Spielen 2 Niederlagen und 1 Sieg zu verzeichnen; wenn die Sache sich wieder so weiter entwickelt wie damals, können sie noch denselben Stand erreichen. Es liegt kein Grund zur Re­signation vor.

Ihr nächster Gegner ist SV. 04 Schalte. Das Zusammen­treffen findet am 15. 4. in Dortmund statt. Schalke hat bisher nicht die Form gezeigt, wie 1927, und wenn die Kurhessen an dem Tage im Schwung sind, können sie vielleicht das vorjährige Unentschieden jetzt in ein Plus für sich verbessern. Am 22. 4. folgt dann in Barmen das Spiel gegen Schwarz- Weiß Barmen. Dieser Verein hat sich zum Meister des Bergisch- Märkischen Be­aller= zirkes aufgeschwungen, indem er Fortuna Düsseldorf dings erst in einem dritten Spiel!- auf den zweiten Platz ver­wies. Er greift erst am 15. 4. in die Runde ein( gegen Köln­Sülz in Köln), so daß man noch keinen Anhaltspunkt für seine Spielstärke hat. Da aber 1927 die Kurhessen den damaligen Meister Fortuna Düsseldorf schlagen konnte, ist auch ein Erfolg gegen Schwarz- Weiß Barmen nicht aus dem Bereich der Mög­lichkeit zu weisen. Ein Nachteil für Kassel entsteht allerdings dadurch, daß als Austragungsort ausgerechnet Barmen angesetzt ist. Den Beschluß der Serie für Kassel macht das Treffen gegen Borussia Rheine, die wenigstens nach der einstweiligen An­ordnung am 6. 5. in Kassel antreten müssen. Die Borussen haben bisher gegen Köln und Schalke mit 2: 6 und 1: 5 verloren, dann gegen Hagen mit 3: 1( wie Kurhessen) gewonnen und schließlich am 1. 4. überraschend die Krefelder Preußen mit 3: 2 ( 0: 1) geschlagen. Im großen ganzen sind sie wohl nicht besser. aber auch nicht schlechter als die Kurhessen, und wenn diese den Vorteil des Heimatplatzes ausnützen und nicht wieder wie gegen Köln aus der Rolle fallen, könnte es wohl zu einem Siege für Kassel langen. Faßt man die Betrachtung kurz zusammen, so muß man zu dem Schluß kommen, daß die Aktien für den hessisch­hannoverschen Meister in den drei restlichen Spielen nicht schlecht

aussehen; allerdings muß die Mannschaft immer auf dem Damm sein und mit Eifer, von Siegeswillen beseelt und vom Ehrgeiz angestachelt, alles aus sich herausgegeben, um die Gegner niederzuringen.

Am 15. 4. werden also ausgetragen:

-

in Dortmund: SV. 04 Schalte Kurhessen Kassel, in Köln: Spielvg. Köln- Sülz- Schwarz- Weiß Barmen, in Düren: Preußen Krefeld SB. 72 Hagen. Bei den zwei letzten Spielen darf man wohl in Köln- Sülz und Preußen Krefeld die voraussichtlichen Sieger erblicken. Beim ersten hoffen und wünschen wir die Kurhessen in Front zu sehen.

Westdeutschland.

SS. Elberfeld South Bank FC.( England) 3: 0 Sport Kassel Kickers Offenbach( Samstag) 2: 1 Oberhausen- Styrum Altona 93 1: 2 Dortmund 95 VfB. Leipzig 3: 6 Borussia M. Gladbach SpVg. Köln- Sülz 07 Duisburger SpV. SSV. Barmen Kurhessen Kassel Turu Düsseldorf Sterkrader SC.

SS. Elberfeld

-

Cr.- Vikt. Magdeburg 3: 2 FC. Zürich 5: 2 South Bank FC.( England) 1: 2 Cechoslowan Prag 2: 1

Dulwich Hamlet London 0: 3 Rapid Prag 3: 2 SS. Weimar 4: 4

2. Feiertag.

Rapid Prag 7: 5

Altona 93 1: 4

Union Hamborn Turu Düsseldorf Schwarz- Weiß Barmen Duisburger Sp.

Cr. Vikt. Magdeburg 2: 6 Dulwich Hamlet 3: 3 Schalke 04 1: 3

Stadtm. Bonn FC. Zürich 3: 3

Süddeutsche Fußballerfolge in Westdeutschland. München 1860 trat in M. Gladbach gegen eine aus SC. M. Gladbach und Rheydter Spielverein fombinierte Elf an und gewann mit nicht weniger als 8: 1 Treffern.

Wormatia Worms spielte in Köln gegen den SV. Köln­Mühlheim. Die Rheinländer hielten sich in der ersten Halbzeit noch gut mit 1: 1. Dann tam aber Worms klar in Front und mit zwei weiteren Treffern wurde ein 3: 1- Sieg sichergestellt. VfB. Leipzig in Kassel siegreich.

Der vorjährige Mitteldeutsche Meister schlug in Kassel eine aus Tura und Hessen 09 kombinierte Mannschaft überlegen mit 7: 2( 2: 1) Treffern.

*

Süddeutsche Fußballmannschaften auf Reisen.

Die Osterreisen süddeutscher Mannschaften in die übrigen Landesverbände standen in diesem Jahre nicht so sehr im 3ei­chen einer süddeutschen Ueberlegenheit, wie man das von frühe­ren Jahren her gewohnt sein mochte. Es ist bezeichnend, daß mehrere süddeutsche Vertreter sich auswärts gar nicht durch­setzen konnten, was vielleicht zum Teil gegen sie, aber auch für die zunehmende Spielstärke im Reich spricht. Möglicherweise sind die Mannschaften des Südens auch durch die zahlreichen Verbandsspiele zu stark mitgenommen worden.

Nach Westdeutschland führte die Reise der Stuttgarter Riders, die relativ am besten abschnitten. Der gefährliche MBV. Linden wurde mit 2: 1 geschlagen, noch höher wiegen aber die 3: 1 und 2: 0 Siege über Preußen Krefeld und Schwarz- Weiß Essen, zwei der unbedingt besten Mannschaften Westdeutschlands, die auch beide in den Endspielen stehen. Westdeutschland war überhaupt bevorzugtes Reiseziel. Auch Wormatia Worms weilte im Rheinland und brachte Siege mit. Die Hessen be­vorzugten 3: 2 Siege, denn mit diesem Ergebnis wurden Rheyd= ter SpV. und eine Kombination BV. 04- VfB. Düsseldorf ge= schlagen. Recht eindrucksvoll verhielt sich auch München 1860, das die spielstarken Bielefelder Arminen 6: 0 abfertigte und im zweiten Spiel gegen den Kölner BC. 4: 3( 3: 1) siegte. Der VfL. Neckarau fertigte zwar die zweitklassige Mannschaft von SpVg. M. Gladbach- Waldhausen 5: 1( 3: 0) ab, ließ sich dann aber vom VfR. Köln 4: 0 schlagen. Wenig Glück hatte Hassia Bingen. Am Samstag spielten die Bingener gegen einen Auf­stiegskandidaten des Rheinbezirks, Alsdorfer SV. 3: 3, tags darauf gegen Bergheim( ebenfalls Aufstiegskandidat) 1: 1, als sie dann am Montag im Dürener SC. 03 auf einen wirklichen Bezirksligisten stießen, unterlagen sie 1: 6.

B. f. B. Gießen. Karfreitag.

Am Karfreitag spielte die Liga, sehr ersatzgeschwächt, in Langenselbold und verlor 6: 3. Am 20. Mai ist das Rückspiel in Gießen und da dürfte das Resultat wohl umgekehrt lauten. Ostersonntag.

Die Ligamannschaft trug am 1. Feiertag gegen die Ger= manen in Marburg ein Gesellschaftsspiel aus. Troydem Bingei und Kleinke fehlten und ein Ersatz- Tormann eingestellt war, konnten sie ein unentschiedenes Resultat( 4: 4) herausholen, konn­ten sogar bis 18 Minuten vor Schluß 4: 1 führen. Eine Schwäche­periode der VfB.er nutzten die Germanen geschickt aus und hol­ten 3 Tore, darunter ein glattes Abseitstor, auf. Die VfB.= Mannschaft muß als die unbedingt bessere angesprochen wer­den. Sie zeigte ein schönes Kombinationsspiel und hatt: weit mehr vom Spiel wie die Germanen. Bei den Germanen konnte der Mittelläufer und der Linksaußen gefallen, bei den VfB.ern fiel der Mittelstürmer angenehm auf durch seine Prachtschüsse, die leider oft ihr Ziel verfehlten. Nächsten Sonntag steigt auf dem Waldsportplah das Rückspiel. Die Ligamannschaft wird beweisen müssen, daß sie wieder im Kommen ist.

Die 1. Jugend gewann gegen VfR. Limburg 1. Jugend 2: 0 verdient.

Ostermontag.

Die 3. Mannschaft, verstärkt durch einige Spieler der 2., gewann gegen Wagenborn- Steinberg 1. 4: 3. Es war ein plan= loses Spiel seitens der VfB.- Mannschaft, die sich nicht zurecht­

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finden konnte. W.- Steinberg führte dank seines Eifers 3: 1. Nach der Halbzeit stellte W- Steinberg um und dadurch verloren sie das Spiel, das sie unbedingt dem Spielverlauf nach gewinnen mußten.

Die Liga hatte die Liga des Sportvereins Hofheim zu Gast. Sie spielte in der Aufstellung: Kreß III., Kreß II., Bingel, Post, Köhler, K. Schneider, Lehrmund, Kreß I., Böttiger, Hein­richs und Balser. In der 1. Halbzeit konnte der Halbrechte ein Tor und der Halblinke drei Tore einschießen, dem Hofheim nur eins entgegensetzen konnte. Das Spiel stand Halbzeit 4: 1 für VfB. Bei der zweiten Halbzeit trat bei den VfB.ern eine Schwächeperiode ein, die Hofheim ausnutzte und zwei Tore ein­sandte. VfB. unter Führung von Böttiger raffte sich zusam­men und schoß, noch zweimal ein, sodaß das Spiel beim Schluß­pfiff 6: 3 für VfB. stand. Die meisten Tore waren vom Rechts­außen eingeleitet. Die Gäste zeigten gute Leistungen, sie kämpf­ten bis zum Schluß mit Ausdauer und Ehrgeiz. VfB. zeigte zeitweise ein schönes Kombinationsspiel. Vor dem Spiel über­reichte der Vertreter des Sp. V. Hofheim dem Vertreter des VfB. auf dem Plaze ein schönes Blumengebinde als Zeichen der freundschaftlichen Beziehungen und richtete einige beher­zigende Worte an die Mannschaften, die mit einem kräftigen Sipp, Hipp, Hurra dankten. Ungefähr 400 bis 500 Zuschauer waren Zeuge eines selten schönen Kampfes.

Die 2. und 3. Jugend spielte gegen die gleichen Mann­schaften des VfB.- Kurhessen. VfB. 2. Jgd. verlor 1: 0, die 2. spielte unentschieden 1: 1.

1900-1. Jgd.

Remscheid 1. Jgd. 3: 2.

Die Gäste lieferten ein schönes Spiel. Durch besonders gute Leistungen fielen die beiden Verteidiger und der Halblinke auf. Bei 1900 zeigten eifriges Spiel der linke Verteidiger und der Rechtsaußen. In der zweiten Spielzeit hatten die R. mehr vom Spiel, da die Läuferreihe von 1900 abbaute.

FC. 26 Großen- Bused 1. SV. 20 Heuchelheim 1. und 2. comb. 3: 3( 1: 1) Edenverh. 6: 4. Obige Mannschaften trafen sich am 1. Osterfeiertag zu einem Gesellschaftsspiel in Großen- Buseck. Die Einheimischen traten komplett an, während die Gäste eine Kombination aus 6 Spie­lern von der 1. und 5 aus der 2. Mannschaft stellten. Bei Be­ginn des Spieles vermißte man den Gr.- Busecker Tormann Schneider, für welchen dann der linke Verteidiger eine Viertel­stunde das Tor hüten mußte, wodurch die Einheimischen das Spiel mit 10 Mann beginnen mußten. Bei den Gästen sah man vor allem im Sturm die beiden gefährlichen Halbstürmer Christ und Arnold, die aber von der einheimischen Hintermannschaft so aufmerksam bewacht wurden, daß sie nur 3 Treffer für ihre Farben anbringen konnten. Für die Einheimischen schoß alle 3 Tore der Halblinke Pfeiffer.

Das Spiel begann mit einem scharfen Tempo, welches auch bis zum Schluß beibehalten wurde. In den ersten 5 Minuten übernahmen die Gäste die Führung durch Kopfball von Christ, bis nach ungefähr 20 Minuten Spielzeit eine Ecke von Konrad zum Ausgleich eingeköpft wurde. Bei diesem Stande wurden bie Seiten gewechselt und die Gäste spielten nun mit der Sonne im Rücken. Nach Halbzeit ließen die Einheimischen im Tempo merklich nach, was die Gäste geschickt ausnutzten und durch Ar­nold wiederum die Führung übernahmen. Die Busecker rafften sich nun wieder zusammen und nach schönem Zusammenspiel schießt Pfeiffer abermals unhaltbar unter die Latte zum Aus­gleich ein. Das Spiel wird nun immer lebhafter und ist voll spannender Momente. Vor allem zeigen die beiden Torhüter wunderbare Leistungen, die ihnen mehrmals durch Beifall be= lohnt wurden. Die Gäste übernahmen durch scharfen Schuß von Arnold zum dritten Male die Führung, die ihnen aber nach 3 Minuten im Anschluß an einen Edball entrissen wurde. Bei dem Stande 3: 3 blieb es bis zum Schluß. Jm großen und ganzen bekamen die ca. 3-400 3uschauer einen spannenden Kampf zu sehen. Schiri Grote Lollar hatte das Spiel jederzeit in der Hand. Sein Amt wurde ihm auch durch beiderseitige faire Spiel­weise erleichtert. E. J.

Die Aufstiegspiele zur Bezirksliga, Das einzige Spiel, das Hessen Hersfeld und BB. 06 Kajjel in Hersfeld zusammengeführt hatte, endete mit einem Unent­schieden 2: 2. Die Mannschaften zeigten sich ziemlich gleichwertig und lieferten ein gutes, wechselvolles, durch schöne Kampfszenen und spannende Situationen ganz interessantes, fesselndes Spiel. Der unentschiedene Ausgang hat einerseits den Propheten nicht recht ergeben, welche nach den Leistungen vom 25. 3. gegen VfB. in Marburg die Hessen" nunmehr in dem Treffen auf eigenem Plazze als die voraussichtlichen Sieger hingestellt hatten; an­dererseits bestätigt das Resultat die Annahme, daß die Hers= felder daheim nicht über ein Unentschieden hinauszukommen scheinen, denn auch das erstemal, am 18. 3. gegen Northeim gab es nur ein 1: 1; auswärts ist ihnen das Glück anscheinend auch nicht hold: am 11. 3. unterlageh sie in Kassel mit 1: 3, nachdem sie bei Halbzeit mit 1: 0 geführt hatten, und in Marburg ging das Spiel am 25. 3. noch knapper, nämlich mit 0: 1( 0: 0) ver­loren.

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Da die Runde erst am 15. 4. durch die beiden Treffen Kas­Marburg und Northeim Hersfeld fortgesetzt wird, läßt sich inzwischen eine Tabelle veröffentlichen, die den derzeitigen Stand der Spiele kundgibt:

Stand der Aufstiegspiele am 9. April 1928:

Spiele gem. unentsch. verl. Tore Punkte

Marburg

3

3

0

0

10: 2

6: 0

30

1

1

1

8: 7

3: 3

4

1

1

2

9:15 3: 5

4

0

2

2

4: 7

2: 6

Northeim Kaffel Hersfeld

Marburg hat also die besten Aussichten, einer der beiden Aufsteigenden zu sein, wenn die Mannschaft nicht leichtsinnig wird, sondern den Ehrgeiz besitzt, bei den restlichen drei Spielen mit demselben Eifer und mit denselben technischen und taktischen