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Mittwoch, den 8. August 1928.

Lokales.

Der Imfer im August.

Mit dem Juli läuft für den Imker das Immenjahr zu Ende; nur das des Spättrachtimkers läuft noch weiter.

Wenn die Honigräume abgenommen sind, wenn die Tracht­immen langsam dahinschwinden, die Drohnen abgebissen wer­den, beginnt die Königin diejenigen Eier zu legen, aus denen die Jmmen schlüpfen sollen, die den Winter überdauern und nächsten Frühling die erste Tracht hereinbringen sollen.

Wie der Feldherr nach gewonnener und erst nach verlore= ner Schlacht alle Hände voll zu tun hat, seine Scharen zu ord­nen, aufzufüllen, zu versorgen und zu neuen Schlachten vorzube reiten, so auch der Imker.

Nachdem er seine Honigwaben motten- und staubsicher ver­staut hat, untersucht er seine durch die Tracht mitgenommenen Völker auf Weiselrichtigkeit, Volksstärke, Wabenbau und Vor­räte.

Ist die Königin schon zu alt und unleistungsfähig, so ist sie durch eine junge aus eigener Zucht zu ersetzen. Fehlt sie überhaupt, so ist, wenn das Volk noch stark und jung genug ist, eine Stockmutter beizugeben.

Volksschwache Völker werden aufgehoben und mit starken vereinigt, denn was fümmerlich ist, vermag die Anstrengungen des Herbstes und die Unbilden des Winters nicht zu ertragen. Lücken auf dem Immenstand füllt man aus eigenen ,, Re­serven" oder durch zugekaufte Völker aus.

Um einen tüchtigen Stamm junger Jmmen zu erzeugen und in den Winter zu bekommen, reiz- oder triebfüttert der Imker mit kleinen Gaben( etwa ½ Liter auf einmal) lau­warmer, duftiger, dünnflüssiger Honig- und Zuckerlösung einen Abend um den andern. Nachdem er dies etwa 14 Tage fortge= setzt, also etwa 7 Gaben gegeben hat, macht er eine 14tägige Pause und damit kommt er schon eine Strecke in den Sep­tember hinein.

Straßensperrungen,

mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Km. 41-39,9 bei Zwesten, im Straßenzug Gießen- Kassel, für alle Fahrzeuge bis 18. Aug. gesperrt; Umleitung über Feld­weg rechtsseitig.

Km. 51-50,2 vor Jesberg, im Straßenzug Gießen- Kassel für alle Fahrzeuge vom 13. bis 23. Aug.; Umleitung über Schönau- Densberg.

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Gießener Zeitung'

Aus Nah und Fern.

Klein- Linden. Infolge Achsenbruches verlor der Führer eines Personenautos am Samstag die Gewalt über die Steue­rung, sodaß das Auto umschlug und die beiden Insassen unter sich begrub. Ein passierendes Auto brachte die Schwerverletz­ten in die Gießener Klinik.

Ortsdurchfahrt Schotten, Nidda- Schotten, für alle Fahrzeuge, ab 9. Aug. bis auf Weiteres; Umleitung über Einarts­hausen oder Wingershausen.

Winnerod. Dem Landwirt Heinrich Schmidt aus Bolln­bach gingen bei Winnerod die Pferde durch und wurde von einem Pferde zu Boden geschlagen und von dem mit Klee be= ladenen Wagen überfahren. Mit schweren Verletzungen mußte er in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

Niederscheld- Oberscheld, im Straßenzug Herborn- Laasphe für alle Fahrzeuge, vom 6. bis 21. Aug.; Umleitung über Dillenburg- Hirzenhain.

Stuttgart. Ein 43jähr. Wachtmeister wurde bei dem Ver­such, die Namen von Ruhestörern festzustellen, von einem der­selben erstochen. Der Täter konnte verhaftet werden.

Km. 5,4-1,-, im Straßenzug Herborn- Rennerod, für alle Fahrzeuge, vom 10. bis 17. Aug.; Umleitung über Homberg. Km. 1,5-1,-, im Straßenzug Henborn- Rennerod, für alle Fahrzeuge, vom 18.- 24. Aug.; Umleitung über Waigands­hain.

Hungen. Beim Baden im Städtischen Schwimmbad ertrank die 15jährige Elisabeth Müller. Die sehr gute Schwimmerin wurde wahrscheinlich von einem Herzschlag betroffen.

* Straßensperre. Wegen Vornahme von Bauarbeiten an dem Haus Marktstraße 4 ist der Burggraben zwischen dem Stu­dentenheim( früher Café Ebel) und der Marktstraße bis 10. Oktober ds. Js. für den Fußgänger- und Fahrverkehr polizeilich gesperrt.

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Ober- Roßbach. Am vergangenen Samstag brannte das

Nr. 62.

Dillenburg. Ein Motorradfahrer fuhr nachts auf der Land­straße von Niederscheld nach Dillenburg an der Kurve auf einen leeren Wagen. Der Motorradfahrer wurde so schwer verletzt, daß er noch in der gleichen Nacht seinen Verletzungen erlag. Der Beifahrer tam mit Hautabschürfungen davon.

Die verräterische Panne.

Nassau( Unterlahn). Jm benachbarten Obernhof mußte ein Auto wegen Reifenschadens halten. Die Insassen konnten sich nicht helfen und versuchten, den Wagen zu verkaufen. Dies erregte Verdacht und die sofort eingeleitete Untersuchung, wäh­rend der die Autler flüchteten und entkamen, ergab, daß es sich um einen in Köln gestohlenen Kraftwagen handelte.

Kassel. Aus Schwermut hat sich ein auswärtiger Bürger­meister auf einem hiesigen Friedhof erschossen.

Köln a. Rh. Drei Millionen Besucher kann die ,, Pressa"= Ausstellung seit der Eröffnung verzeichnen. Das sind durch­schnittlich 40 000 Besucher täglich.

hiesige Zechenhaus, in dem 16 Familien wohnten, nebst den Friedrich Ludwig Jahn zum 150. Geburtstag.

Personalnachricht. Studienrat Otto Midel, von der Oberrealschule und dem Progymnasium in Alzey, wurde zum Studienrat an der hiesigen Studienanstalt ernannt.

Möbeleinrichtungen bis auf das Mauerwerk ab.

* Vom Schlachthof. Zum Wiegemeister für den städtischen Schlachthof wurde Louis Valentin aus Gleiberg verpflichtet.

Vom Hoherodskopf. Ein neues Erholungsheim hat der Vogelsberger Höhenklub durch den Ankauf der Villa des Zahn­arztes Jäger aus Gießen erhalten. Die Uebergabe soll am 1. September erfolgen.

Bilbel. Jm Sitzungssaal des Vilbeler Rathauses fand die­ser Tage eine nichtöffentliche Gemeinderatssitzung statt ,, an der auch alle an der Niddaregulierung beteiligten hessischen Ge meinden durch ihre Bürgermeister vertreten waren. Es wurde eingehend über die vom Friedberger Kreisamt ausgearbeiteten Kostenvorschläge über die Regulierung des Flusses verhandelt.

* Wahlen zum hessischen Landeskirchentag. Nach Anord­nung des hessischen Landeskirchenamtes finden die Wahlen zum Landeskirchentag in der Zeit vom 9. bis 23. Dezember statt. Die Wahlen zu den Kirchengemeinde- Vertretungen haben in Der Zeit vom 23. September bis zum 7. Oktober zu erfolgen.

Der Kampf um die Marksburg.

Von H. Thomasius.

von

Offenbach. Der hessische Chordirigentenverband veranstal­tet mit Unterstützung der Zentralstelle zur Förderung Volksbildung und Jugendpflege am 22. und 23. September d. J. in Mainz einen Chordirigententag.

Auftakt zum Hessischen Sängerfest. Darmstadt. Am 26. August wird der Gau Darmstadt im Hessischen Sängerbund im Orangeriegarten sein diesjähriges Sommerfest abhalten. Einzel-, Gruppen- und Massenchöre wer­den dabei zum Vortrag kommen, an denen sich alle Vereine des Gaues Darmstadt beteiligen. Das Sommerfest ist auch als Auftakt für das große hessische Sängerfest in Darmstadt im kom­menden Jahr geplant, um schon heute weite Kreise für die Sache des Hessischen Sängerbundes zu interessieren.

Darmstadt. Bei gutem Wetter fand hier ein Großflugtag statt, bei dem 20 000 Zuschauer zugegen waren, die durch ganz hervorragende Kunstflüge im Bann gehalten wurden. Beson­dere Leistungen zeigte hier der König der Lüfte", der Kunst­flieger Fieseler. Auch die Fallschirmabsprünge und die Ballonrammen fanden allgemeine Anerkennung.

Darmstadt. Der älteste aktive Feuerwehrmann Hessens, Oberbrandmeister Ludwig Vogel, ist 84jährig gestorben.

Heppenheim a. Bergstr. Der Hessische Landesverband evan­gelischer Männervereinigungen hält am 12. August in Heppen­heim seine diesjährige Hauptversammlung ab.

Nicht nur am 11. August 1928 wird man in allen deutschen Landen Friedrich Ludwig Jahns gedenken, vielmehr werden Schulfeiern, vaterländische, turnerische und volkssportliche Feste und nicht zuletzt Verfassungsfeiern im Reich Gelegenheit geben, sich des deutschen Turnvaters zu erinnern. Da sei auf eine Gabe zum Jubiläumsjahr hingewiesen, die rechtzeitig in der Reihe, Denkmäler" der deutschen Dichter- Gedächtnis- Stif­tung, Hamburg- Großborstel( ,, Friedrich Ludwig Jahn", karto­niert 0,60 Rmk., fein in Ganzleinen gebunden 1,50 Rmk.; bei größeren Bezügen werden Staffelpreise gewährt) erscheint, umso mehr, als die darin enthaltenen Auszüge aus seinen Werken und Briefe so geordnet sind, daß sie das Ureigene und Viel­seitige seines Wesens und Werkes erkennen lassen. Hier redet Jahn selbst als Deutscher, als Vorkämpfer, als Mann ur> als Turnvater. Eigenartig und bei aller Umstrittenheit bezeichnend ist seine Gestalt für das deutsche Volk geworden, dem er Wort und Begriff Deutsches Volkstum" geschenkt und gedeutet hat, das ihm dafür den Ehrennamen des deutschen Turnvaters gab. Wie wenig dieses Wort sein eigentliches Wesen ausdrückt und erschöpft, zeigt sich beim Ueberblick über sein Lebenswerk, wie es aus der Zusammenstellung des genannten Bändchens leicht übersehbar hervortritt. Ganz besonders sei das Buch als Gabe für die Jugend empfohlen und für jeden, der weiteren Kreisen eine Einführung in Jahns Lebenswerk und Gedankenwelt mit seinen eigenen Worten geben will.

Launsbach Kr. Wetzlar. Die Maul- und Klauenseuche da­hier ist erloschen und die Schutzmaßnahmen sind aufgehoben. Wezlar. Am Samstag und Sonntag beging die hiesige Freiwillige Feuerwehr die Feier ihres 75jährigen Bestehens, die im Hessen- Nassauischen Feuerwehrverband mit zu den führend­sten Wehren gehört. Die Feier schloß mit einem von Tausenden besuchten Volksfest.

Unfall bei einer Brückensprengung. Dillenburg. Bei dem Versuch, einen Bogen der alten Obertorbrücke zu sprengen, hat sich am Montag ein schwerer Unfall ereignet. Als sich kurz nach dem Abgang des Spreng­schusses zwei Arbeiter von dessen Wirkung überzeugen wollten, stürzte der Brückenbogen in sich zusammen und begrub die bei­den unter sich. Glücklicherweise war sofort Hilfe zur Stelle, so daß die beiden Arbeiter aus ihrer gefährlichen Lage befreit wer­den konnten.

Das war ein heißes Ringen um die stolze, truhige Burg da droben auf der steilen Felsenhöhe. Wohl gesichert war der Berg­abhang mit allerlei Gruben, mit dichtem Flechtwerk und schar­fem Dornengesträuch. Aber stark war der Feind, der wilde, un­gerechte. Vom Norden her sandte er die wimmelnden Scharen seiner Bogenschüßen. Hei, wie die zischenden Pfeile durch die Lüfte emporsausten. Von unten her schlugen die steinernen Kugeln, von Wurfmaschinen geschleudert krachend in das Burg­gemäuer. Machtlos und müde fielen sie zurück, taum eine Spur von ihnen verblieb in dem wehrhaften Gestein. In den Boden bohrten sie sich mit schwerem Gewicht. Wohl manche Kugel auch tam ins Rollen und Springen, fuhr im Bogen und Zickzack durch die Lüfte und schlug ein in die eigenen Reihen der An­greifer. Unter ihnen wütete der Tod. Wohl legte sich auch auf der Burg manch tapferer Gesell zum allzu frühen, ewigen Schlummer. Denn der Feinde waren viel und ihre Pfeile wie Hagelschauer. Und doch ging es diesen übler in dem harten Strauße, als so manch anderes Mal, wenn sie Berge und Bur­gen beutegierig berannt hatten. Der heiße Tag verging, es er­blich das glühende Abendrot, die Nacht zog herauf. Da hielten die Feinde unter sich einen Rat. Und als der Morgen kam, siehe, da waren sie fort, die Unholde. Und von des Berges Höhe, weit über Tal und Strom blidte stolz und freudig ins Land hinaus die Marksburg, die unbezwungene. Ein heißes Ringen war es gewesen. Und lange noch von ihm sprach und sang das Volk.

Wann geschah solches? Ich weiß es nicht. Die Urkunden schweigen und die Chroniken; verstummt ist des Volkes Gage und Sang. Aber wenn auch Menschensinn das wilde Geschehnis vergessen hat, Menschensprache nichts mehr davon meldet, den­noch sind uns Zeugen verblieben. Beredt ist ihre stumme Sprache. Sehet die Menge der Bogen, der Pfeile, der stei­

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nernen Kugeln rings um die Burg herum wurden sie gefun­den, Ueberbleibsel jenes Kampfes, von dem wir nichts wüßten ohne sie.

Der derzeitige Abstand von Jahn ist dabei groß genug, um den Deutschen jeder politischen Richtung durch wohlgeordneten und sachlich gewählten Stoff in knapper Form Auskunft und Anregung zu geben. Und doch ragt unverkennbar die markige Gestalt des Alten im Bart, wegweisend und befreiend, bis in die Gegenwart hinein und über sie hinaus.

********* Neue Bücher.

Mittwoch, d

Der Anfa

Es schien, Reihe von Ve weitem nicht

Ernte, Un feine Mannid Bere Gaywievi auszumachen eine Reihe v fo aller Sorg

Deutsche Motor- Zeitschrift, 1928, Heft 8 Verlag Deutsche Motor- Zeitschrift G.m.b.H., Dresden- A 19.- Einzelheft 1 M. Auch dieses Heft der Deutschen Motor- Zeitschrift" stellt eine wirkungsvolle Repräsentation der der deutschen Automobil- und wirkungsvolle Repräsentation der deutschen Automobil- und des Automobilhandels wird besonders eine Arbeit über die Normung der Automobil- Bereifung sowie ferner eine tabellari­sche Zusammenstellung der Bereifung der deutschen Personen­wagen und Motorräder interessieren.

Dort um die Marksburg, zu Füßen der alten Mauern lagen sie, bis man sie fand, als die Außenwerte erbaut wur­den. Lange hatte die Saat des Tages geharrt, da sie auf­gehen und der Sonne Licht wieder erblicken würde. Er kam, dieser Tag. Herrlich leuchtete er über der alten Marksburg, der unvergänglich jungen, der unbezwungenen. Sie selbst dem Boden des deutschen Felsens entsprossen. Des Rheinlandes köstliche Blume und Frucht zugleich. Denn es gibt Wunder noch heute, vor unseren Augen geschehen sie. Wer ihrer achtet, der sieht und erlebt sie, und mag wohl tiefere Bedeutung ahnen. Es gibt der Burgen und Burgen reste zu tausenden in deut­schen Landen. Sie alle sind steinerne Urkunden unserer Ge­schichte, sie melden von fernem Leben unnd von Taten längst in Staub zerfallener Geschlechter. Sie wissen von Freund und Leid, von Recht und Unrecht. Aber nur eine kleine Zahl Aus­erlesener steht da als hohe Sinnbilder deutschen Geistes, als Mahner für Gegenwart und Zukunft.

So die Marksburg. Ueber der Zeiten und Menschen Ver­gänglichkeit ragt sie empor, sie verknüpft unsere Tage mit ur­ältester germanischer Vorzeit. Denn befestigt war diese Berg­höhe lange, ehe es eine geschriebene Geschichte gab. Aus dem urtümlichen Wallplate ward im Laufe der Jahrhunderte die starke, wehrhafte Burg. So ist auch das Deutsche Reich aus schlichten Anfängen zur höchsten weltlichen Macht herangewach sen. Standgehalten hat die Marksburg, dem Kampfe der Jahrhunderte trohend in Stürmen und Wettern.

Jedes menschliche Gut will erkämpft sein. Auch die Marks­burg mußte in fünfundzwanzigjährigem Kampfe dem Zorne der Zeit abgerungen werden. Am 20. März 1900 genehmigte Kaiser Wilhelm II, daß die Burg aus dem Besitze des preußischen Staates( dem sie seit 1866 angehörte) durch Kauf in die Hände der ,, Vereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen" überging.

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Alsbald schritt man dazu, die im Laufe der Zeit entstandenen Schäden auszubessern, die Burg wieder in ihren einstigen glanz­vollen Zustand zurückversehen zu lassen. Kein anderer Baufünst ler konnte für diese schwere Arbeit in Betracht kommen als der Berliner Architekt Professor Bodo Ebhardt, dessen Verdienste um die Herstellung stolzester deutscher Burgen schon damals allbekannt waren. Ein Vierteljahrhundert ist dahingegangen, über unser deutsches Vaterland kamen die schwersten Zeiten, die es jemals erleben mußte. Da wurde auch aus jener stillen frohen Arbeit ein Kampf um die Marksburg. Siegreich wurde er durchgefochten. Und nun prangt sie wieder in Würde, Kraft und Schönheit. Stolz erhebt sie ihr Haupt zu den Wo!- ken. Denn sie selbst hat gesiegt.

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Ein Sinnbild ist die Marksburg für uns Deutsche, der höchsten eines. Ein Sinnbild auch ist jeder Kampf um sie. Denn es ist ein Kampf um deutsches Wesen und um des Deutschtums edelste Güter. Ein Kampf zur Mahnung, zur Er­mutigang. zur Stärkung jeglicher Zuversicht.

Dort hoch über Braubach art Rheine thront se umschmei­chelt von Lüften des Renzes, umglüht von Sonn: des Som­ners, unrankt von des Herbstes bunten Farben, umtost ron Stürmen des Winters. Immer schön, immer anders. Immer gleich Wie der deutsche Strom zu ihren Füzen.

Lieder ertönen rheinaus r., cinab. Es funket der Wein. es klingen die Gläser Te Ehre Deutjalands get: ca Sang und Klang. Und die arksburg lauscht. Siz gedenkt ferner Zeiten, da in ihren Hallen Minnesanges Lieder und deutschen Weines Feuer Mannesmut stärkte und Frauenherzen höher schlagen ließ. Nein deutsches Wesen altert nicht.

Weithin schaut die Marksburg von ihrem steilen Felsberge, Sie wartet, wer als sommerlicher Wanderer ihre Mauern er­steigen will in fröhlichem Ansturm. Solcher Eroberung wird sie

sich freuen und ihren Besieger in ihre Arme schließen.

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