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15.

Nr. 29.

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Samstag, den 7. April 1928.

ein Mangel der baulichen Beschaffenheit oder Instandhaltung innerhalb des örtlichen Anwendungsbereiches der Wohnungsauf­sicht vorliegt, also z. B. wenn die Größe der Fenster den An­forderungen an Luft- und Lichtzuführung nicht entspräche, oder Dach oder Außenwände undicht wären und dergl. Ein solcher baulicher Mangel steht aber hier nicht in Frage, er ist auch nicht mittelbar, etwa infolge von Durchfeuchtung der Wohn­räume durch den Baumwuchs, verursacht worden. Nach alle dem war das Wohnungsamt zu seinem Einschreiten nicht be­fugt.( Preuß. Oberverwalt.Ger. IV. A. 30. 26.)

Lokales.

Fest der Auferstehung.

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Ostern.- Ein Rauschen zieht durch die Lüfte, als würde eine heilige, stille Zaubermacht die Wege ebnen zum Einzug neuen Lebens, neuer Auferstehung. Der Schöpfungsodem sprengt der Erde eisige Winterhülle, weckt in Feld und Wald, auf Baum und Strauch das schlummernde Leben und gibt ihm den Sieg über den Tod.

So steigt die Sonne empor am Ostermorgen. Gebrochen ist des Todes finstere Macht und was des Menschen Geist kaum zu fassen vermag das Wunder ist vollbracht.

Das Fest der Auferstehung ist wieder da. In der Natur fiegt das Leben über den Tod. Glaubensstark durchleben wir auch im Geist wieder das Wunder nach Golgatha. Und schöpfen Kraft. Weil wir an das Leben glauben, an die Auferstehung.

Auch unser Volf geht noch immer einen schweren Weg. Es

ist noch nicht Ostern Auferstehung. Wir sind noch unfrei und

in Ketten. Am Rhein blinken noch gallische Waffen und hier und dort stößt man in der Welt noch immer die helfende deut­sche Hand zurück.

Ueber unser Vaterland wird trotzdem wieder die Sonne scheinen, wenn wir über dem Berg sind. Deutscher Frühling wird kommen, wenn wir unseren alten Herrgott nicht verges­sen, ihm glauben, ihn zum Führer nehmen.

Das deutsche Volk wird auferstehen, wenn reine Oster­feuer in allen deutschen Herzen wieder flammen. Ueber den Gräbern unseres nationalen Glückes werden einst Auferstehungs­gloden erklingen.

Das ist unsere deutsche Osterhoffnung.

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Straßensperrungen,

mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Kloppenheim- Bilbel, im Straßenzug Friedberg- Frankfurt, gesperrt vom 11. 4. bis auf weiteres; Umleitung über Fried­berg Bad Homburg.

Niederweisel Niedermörlen, im Straßenzug Gießen- Bad Nau­heim, gesperrt vom 16. 4. bis auf weiteres; Umleitung über Butzbach Griedel- Rodenberg- Steinfurth. Bilbel- Landesgrenze, im Straßenzug Friedberg- Frankfurt, gesperrt vom 16. 4. bis auf weiteres; Umleitung über Bad Homburg Frankfurt.

*

* Straßensperre. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten ist die Provinzialstraße Nonnenroth- Grünberg im Orte Röthges bis auf weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt worden.

* Verkehrsstrafen. In der Zeit vom 1. bis 31. März 1928 wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer, bezw. Kraft- und Radfahrer gegen verkehrs­polizeiliche Vorschriften erhoben: 19 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne, 12 Anzeigen wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 13 Anzeigen wegen Fahrens mit übermäßiger Geschwindigkeit, 13 Anzeigen wegen Fahrens, ohne die rechte Straßenseite einzuhalten, 14 Anzeigen wegen Fah­rens durch gesperrte Straßen, 72 Anzeigen wegen sonstiger Zu­widerhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht.

* Die Reichsbahn hat zur vorübergehenden Unterbringung hilfsbedürftiger Kinder auf dem Lande oder in Heimen ermä­Bigte Fahrpreise ab 1. April festgesetzt. Der Fahrpreis beträgt ein Viertel der vierten Klasse bei Benutzung der dritten Klasse.

* Sichtvermerke ins Ausland. Zu den Staaten, die keine Sichtvermerke mehr verlangen, gehört seit dem 1. April auch die Tschechoslowakei. Das Visum für Polen kostet 10 Mark, das Visum für Spanien je 25,50 Mark.

* Das Reichswehrministerium hat angeordnet, daß bei der Einstellung in die Reichswehr Söhne von Kriegsteilnehmern und Kriegerhinterbliebenen besonders berücksichtigt werden sol­len, wenn sie den gesetzlichen Voraussetzungen für die Einstel= lung in das Heer gerecht werden.

* Die Zeit der Wahlen naht. Da macht das Kreisamt im Amtsverkündigungsblatt wieder auf die gesetzlichen Bestim­mungen aufmerksam, die den Unfug, Wahlplakate auf Firmen­schilder, Schaufensterscheiben, überhaupt auf alle dafür nicht frei gegebenen Stellen unter strenge Strafe stellt.

* Die Stadtverordnetenversammlung beschloß in nichtöffent­licher Sitzung den Beitritt der Stadt zu der kürzlich gegründe­ten Hekoga. Die Stadt wird in dem Aufsichtsrat durch den Beigeordneten Dr. Hamm und den Stadtverordneten Ober­ingenieur Kurz vertreten sein.

* Vortragsarbeit. Der Rhein- Mainische Verband für Volks: bildung( Frankfurt a. M., Kettenhof 3) stellt soeben ein Vor­tragsverzeichnis zusammen, das der Vermittlung und dem Aus­tausch nicht allzu fostspieliger volksbildnerischer Vorträge dienen foll. Er ladet hierdurch jedermann ein, der zur Uebernahme solcher Vorträge aus seinem Fachgebiet bereit ist, ihm das Manu­stript( tunlichst in einer Kopie) für einige Tage zur Durch­icht zu überlassen; kommt es für die Aufnahme in das Ver­zeichnis in Frage, so erhält der Verfasser bei der Rücksendung einen Fragebogen zur Ausfüllung. Das erste Verzeichnis er­scheint Anfang Mai und wird allen interessierten Stellen zu­geleitet; Vorträge, die hierin Aufnahme finden sollen, müssen bis Mitte April in der Hand des Verbandes sein. Nachträge folgen nach Bedarf.

* Am 1. und 2. September halten die Freiwilligen Sani­tätskolonnen vom Roten Kreuz in Hessen ihren 10. hessischen Sanitätskolonnentag in Gießen ab. Mit dieser Tagung wird die Feier des 25jährigen Bestehens der Gießener Freiwilligen Sanitätsfolonne vom Roten Kreuz verbunden. Zu der Ver­anstaltung werden zahlreiche Mitglieder der Roten- Kreuz- Sani­

,, Gießener Zeitung"

tätskolonnen aus dem ganzen Hessenlande erwartet. Die Vor­bereitungen für die Tagung sind bereits in regem Gange.

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Steuernachrichten.

mitgeteilt von der Firma Hessische Treuhandgesellschaft Felix Graetz& Dr. jur. Michel, Darmstadt, Georgenstr. 9. Fernspr. 2895. Reichssteuertermine.

5. April: Steuerabzug vom Arbeitslohn für die Zeit vom 16. bis 31. März 1928, bezw. wenn die bis zum zum 15. 3. 1928 einbehaltenen Beträge 200 RM. nicht überstiegen haben, vom 1. bis 31. 3. 1928. Keine Schonfrist.

10. April: Anmeldung und Zahlung der Börsenumsatz­steuer für März 1928. Keine Schonfrist.

ausgenommen 10. April: Einkommensteuervorauszahlung, Landwirte, für das 1. Vierteljahr 1928 in Höhe von ½ der im letzten Steuerbescheid festgesetzten Steuerschuld. Keine Schonfrist. 10. April: Körperschaftssteuervorauszahlung für das 1. Vierteljahr 1928 in Höhe von einem Viertel der im letzten Steuerbescheid festgesetzten Steuer­schuld. Keine Schonfrist.

10. April: Umsatzsteueranmeldung und Umsatzsteuervoraus­zahlung der Monatszahler für den Monat März 1928, der Vierteljahrszahler für das 1. Viertel­jahr 1928. Schonfrist bis 16. 4. 1928.

20. April: Steuerabzug vom Arbeitslohn für die Zeit vom 1. bis 15. April 1928 für das Markenverfahren; für das Ueberweisungsverfahren, falls die vom 1. bis 15. 4. 1928 einbehaltenen Lohnbeträge 200 RM. übersteigen. Keine Schonfrist. Landessteuertermine für Hessen.

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5. April: Letter Tag für zuschlagsfreie Zahlung der am 25. 3. 1928 fällig gewesenen Gemeindesteuern: Grund, Gewerbe- und Sondergebäudesteuer. ( Teilweise andere Termine, deshalb siehe Be­scheid.)

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München

Ausstellung

,, Heim und Technik Juni- Oktober 1928

Aus Nab und Fern.

Oberhessen. Die oberhessischen Jungviehweiden der Land­wirtschaftskammer werden um den 1. Mai den Weidebetrieb eröffnen. Die Meldungen an Jungtieren sind so zahlreich ein­gelaufen, daß es wahrscheinlich nicht möglich sein wird, sämt= liche Tiere aufzunehmen. Es sind rund 170 Fohlen und 700 Rinder gemeldet für die fünf Jungviehweiden: Lauterbach, Zell­Romrod, Warthof bei Grünberg, Tiergarten bei Hungen und Wenigs bei Gedern. Die überaus starken Anmeldungen für die diesjährige Weidesaison sind in erster Linie auf die rege Propaganda für Schaffung von Weiden seitens des Grünland­vereins zurückzuführen, wahrscheinlich sind aber auch die guten Erfolge des Weideganges im Vorjahre mit die Veranlassung.

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Oberhessisches Vieh für Leipzig.

Die Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts- Ge­sellschaft, die vom 5. bis 10. Juli 1928 in Leipzig stattfindet, wird seitens der Provinz Oberhessen mit Vogelsberger Rindvich und Saanenziegen beschickt. Die Sammlung der Vogelsberger Rinderrasse besteht aus 2 Bullen, 3 jüngeren, 3 älteren Kühen und 2 Kalbinnen. Die Tiere sind je zur Hälfte aus den Kreisen Gießen und Schotten. Die Abteilung der Saanenziegen umfaßt 25 Tiere, davon 7 Böcke und 18 Ziegen. Der Zahl nach ver­teilen sich die Tiere auf folgende Kreisziegenzuchtvereine: Als­feld 9, Lauterbach 8, Gießen 6, Friedberg 2. Es darf mit be­rechtigter Hoffnung darauf gerechnet werden, daß die ober­hessischen Züchter wie bisher auf allen großen Schauen, so auch wieder auf der Deutschen Wanderausstellung in Leipzig mit Ehren bestehen werden.

Lauterbach. Eine Zuchtviehversteigerung für Hessisches Fleckvieh soll am 25. April hier seitens der Landwirtschafts­fammer stattfinden. Anmeldeschluß ist am 13. April.

Mainz. Anläßlich des im Juli in Wien stattfindenden Deutschen Sängerbundfestes hat die Stadt Mainz die größeren deutsch- amerikanischen Gesangvereine eingeladen, Mainz zu be=

suchen.

Mainz. Der frühere Oberbürgermeister von Mainz, Göttel­mann, ist gestorben. Er war nicht nur ein treu deutscher Mann, sondern auch eine tieffromme evangelische Persönlichkeit. Für das Dekanat Mainz war er weltlicher Abgeordneter in dem Landeskirchentag und gehörte der Gruppe der Freien Landes­kirchlichen Vereinigung an. Auch war er Leiter des evangeli­schen Kirchengesangvereins in Mainz. Als Kreisrat in Bens­heim war er befreundet mit dem dortigen frühverstorbenen Pfarrer Guyot und hat wohl auch von ihm seine Zuneigung zum freien Protestantismus erhalten. Als Kreisrat scheute er sich nicht, selbst durch seinen Sologesang bei Kirchenkonzerten in der evangelischen Kirche mitzuwirken, und so sich zu seinem Glauben zu bekennen. Mit dieser Treue gegen den eignen Glauben verband er eine aus wirklicher Frömmigkeit kommende Toleranz anderer Ueberzeugungen. So wurde es möglich, daß er Oberbürgermeister von Mainz wurde und sich der größten Achtung aller Bevölkerungskreise erfreute.

Dillenburg. Die Ermittlungen in der Mordsache Ortmann haben weiter ergeben, daß der Täter zur Beseitigung seines Opfers Blausäure angewandt hat. Obgleich der Verhaftete Jakob Schadt noch leugnet, das Verbrechen verübt zu haben,

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reichen die angestellten Ermittelungen doch zu seiner Ueber­führung aus.

Kassel. Der Regierungspräsident in Kassel hat der Ober­Hessischen Zeitung" in Marburg wegen ihrer Stellung gegen die Republik den Charakter als Amtsblatt entzogen.

Bad Kreuznach. Stadv. Beck erstattete in der Stadtver­ordnetensizung Bericht über den Fall Kudzinsky, der Rech nungsdirektor bei der Stadthauptkasse war und seine Zuständig­feit weit überschritten hat. Strafverfahren ist gegen ihn einge­leitet worden.

Mannheim. Jm Hafen sind die Kranführer, Maschinisten und Handwerker in den Streik getreten.

Nieder- Ramstadt. In Anlehnung an die Epileptische An­stalt zu Nieder- Ramstadt wird demnächst ein Krüppelheim ( Krüppellehrlingsheim) eröffnet, das zur Berufseinschulung schulentlassener junger Krüppel aller Konfessionen Gelegenheit geben will.

Die Straße von Gibraltar durchschwommen. Gibraltar. Mercedes Gleite ist es jetzt nach wiederhol­ten Versuchen gelungen, die Meerenge von Gibraltar zu durch­schwimmen. Fräulein Gleizze schwam am Donnerstagvormittag 8,50 Uhr von der Insel Palomas bei Tarifa ab und traf um 9,20 Uhr abends in Puenta Leona bei Ceuta in ausgezeichneter Verfassung ein.

Vermischtes.

Die Deutschen sind uns allen über". Ein amerikanischer Journalist, der zum Studium der euro­päischen Luftverkehrsverhältnisse auch als Fluggast der Deut­schen Lufthansa auf verschiedenen deutschen und ins Ausland führenden Strecken flog, faßt sein Urteil über die deutschen Ver­kehrsflugzeuge in einem in der Springfield Republican erschie nenen Bericht folgendermaßen zusammen:

Die Passagierflugzeuge der Deutschen Lufthansa sind an­erkanntermaßen die besten der Welt. Der Versailler Vertrag verbietet den Deutschen Flugzeuge für Kriegszwecke zu bauen;" sie haben sich deshalb auf einen reinen Handelstyp konzentriert, u. das unvermeidliche Resultat ist ihre unbestrittene Ueberlegen­heit auf diesem Gebiet. Diese Tatsache wurde mir auf dem Brüsseler Flughafen von einem Engländer, einem ehemaligen Kriegsflieger, der sich noch immer für die Fliegerei interessiert, unumwunden zugegeben. Eine große dreimotorige Handley­Page- Maschine der Imperial Airways war auf dem Flugfeld in Brüssel, als der dreimotorige Ganzmetall- Eindecker der Deutschen Lufthansa ankam. Beide werden für Passagier-, Post­und Eildienst verwendet und beide waren neue Modelle. Nach­dem er die deutsche Maschine besichtigt hatte, faßte der Eng­länder sein Urteil in die Worte zusammen: Diese Deutschen sind uns allen über!'

In bezug auf Sicherheit hat die Deutsche Lufthansa ihrem Publikum so offenkundige Beweise gegeben, daß die Befürch­tungen aller verständigen Leute besiegt sein müssen. Ich würde in Flugzeugen dieser Gesellschaft ebenso wenig Furcht vor Un fällen haben, wie in einem Auto in Sringfield Maß."

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Das größte deutsche Landflugzeug.

Die Vergrößerung der Reiseflugzeuge geht schrittweise vor sich, entsprechend der Entwicklung des Flugverkehrs. Vor zwei Jahren stellten die Junkerswerke ihre dreimotorige G 24 in den Dienst, die 11 Fluggästen Platz bot, und zwar in einem einzigen Raum. Einen gewaltigen Fortschritt auf diesem Ge­biet bedeutet ein neuer Junkerstyp, die G 31, die äußerlich ihrer Vorgängerin entspricht, deren Größenverhältnisse aber ganz andere sind. Die G 31, die vor einigen Tagen von der Deut­schen Lufthansa in den Dienst gestellt wurde, ist zurzeit das größte deutsche Landflugzeug. Es bietet 15 Fluggästen Raum, und zwar in drei nebeneinander liegenden Kabinen, denen der Frachtraum vorgelagert ist. Alle Räume sind unter sich durch Türen verbunden, auch ein Waschraum ist vorhanden. In bezug auf Bequemlichkeit übertrifft die Einrichtung der Kabinen selbst den komfortabelsten D- Zugwagen erster Klasse, so daß die Flug­gäste auch physisch in der Lage sind, lange Strecken ohne Unter­brechung im Tag- und Nachtflug zurückzulegen. Die G 31 ver­tehrt naturgemäß vorerst nur auf den großen internationalen Strecken. Sie ist mit drei luftgekühlten Motoren zu je 420 PS. ausgestattet, verfügt also mit 1260 PS. über eine ganz respek­table Maschinenleistung. Ihre Geschwindigkeit beträgt 170 Kilometer in der Stunde. Die bequemen Ledersessel sind an beiden Längsseiten angeordnet, und zwischen je zwei Sitzen sind Schiebefenster angebracht, die bequem geschlossen und ge= öffnet werden können.

Bücherecke.

Westermanns Monatshefte" sind in ihrer Aprilausgabe wieder von ungeahnter Vielseitigkeit. Farbensatte Bilder um= rahmen Plaudereien über die verschiedensten Themata. Prof. Dr. Hans Tieze beleuchtet das Verhältnis Albrecht Dürers zur deutschen Nachwelt und vieles weitere Schöne erfreut uns.

Die großen Ueberraschungen der Frühjahrsmode offenbart das neue Heft der ,, Eleganten Welt", das soeben erscheint.

Geschäftliches.

Die neuen Chevrolet- Modelle, die seit etwa einer Woche von den General- Motors- Händlern in allen Teilen des Reichs vorgeführt werden, haben beachtliche Erfolge zu verzeichnen, Die Cheprolet- Ausstellungsräume am Kurfürstendamm in Ber­lin z. B. allein hatten in drei Tagen über 14 000 interessierte Besucher zu verzeichnen. Im Montagewerk der General- Mo­tors in Berlin- Borsigwalde wird unter Hochdruck gearbeitet, um den einlaufenden Bestellungen nachzukommen. Die Erfolge der neuen Chevrolett- Modelle sind in erster Linie der durch zahl­reiche technische Verfeinerungen gesteigerten Leistungsfähigkeit des Wagens zuzuschreiben und deren Wert durch die bedeutenden Preisermäßigungen besonders betont wird.

Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen.