Einzelbild herunterladen

Nr. 28.

in Essen über olingen 95 ließ mit 8: 5( 4: 2) annschaft teine letzten Spiel zu haben. Im von Kurhessen nderen Mann­

Frankfurt. Sonntag bei

mitadt- Frant strag. Das Er

3 Std., 2. Heng­

Beiß Frankfurt, Weiß Frankfurt.

ver.

Opel) 12 Std., Nebe- Leipzig,

-Frankfurt. 11:24:21 Std., ver, 4. Siegel­

sheim.

rena.

r, guter Besuch

re der Berliner Erfolg. In den

nd Thollembed Rütt mit schö

14:33 Min., 2. Köln 75 m.

ed 40 m, 3. Le­preis): 1. Thol­Ciquel 180 m.­ängen zurück.- dlauf der Drit­n: 1. Mühlbach, orn. Deutsche Nin., 2. Reseger­

in in Gießen.

isieren

en mit ulation hneiden führung) ure und massage

Dosch

Friseurgeschäft

e Weidengasse

STO

alität

Preis

durch

p, Gießen

eg 83

ளி

Brot!

Gießener Zeitung

( Neueste Nachrichten)

Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd­fendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

41. Jahrg.

-

Bolitische Tagesschau.

Der Generalagent für die Reparationszahlungen, Parker Gilbert, hat die legten vier Tage in Paris geweilt und ist, nach­dem er vorher London einen Besuch abgestattet hatte, gestern abend nach Rom weitergereist.

*

Die sächsischen Metallindustriellen haben Donnerstag die Gesamtaussperrung aller sächsischen Metallarbeiter beschlossen. Von der Aussperrung werden rund 330 000 in der Metall: industrie beschäftigte Personen betroffen.

*

Die Grenzsperre zwischen Albanien und Jugoslawien ist gestern von Albanien wieder aufgehoben.

*

Die englischen, französischen, spanischen und italienischen Sachverständigen haben die Ausarbeitung der Maßnahmen ab­geschlossen, die in Ausführung des französisch- spanischen Tanger­abkommens zu ergreifen sein werden. Die Einigung erfolgte einstimmig.

*

Mussolini hat anläßlich des Osterfestes eine Amnestie für Antifaschisten erlassen, die von politischen Gerichten verurteilt worden waren. Im ganzen handelt es sich um über 500 Per­sonen, die der Amnestie teilhaftig werden.

Zu den kommenden Wahlen.

Der Reichswahlleiter.

Der Reichsminister des Innern hat zum Reichswahlleiter den Präsidenten des Statistischen Reichsamts, Geheimen Regie: rungsrat Prof. Dr. Wagemann, und zu seinem Stellver­treter den Direktor des Statistischen Reichsamts, Geheimen Re­gierungsrat Dr. Meisinger, ernannt.

Auflegung der Stimmlisten.

Der Reichsminister des Innern hat bestimmt, daß die Stimmlisten und Stimmfarteien für die Reichstagswahl vom 29. April bis einschl. 6. Mai 1928 aufzulegen sind.

Die demokratische Reichsliste.

Die demokratischen Blätter veröffentlichen die vom Partei­vorstand der Deutschen Demokratischen Partei aufgestellte Reichsliste, die im ganzen 20 Namen umfaßt und an erster Stelle auf einstimmigen Beschluß den Namen Frau Dr. Gertrud Bäumer trägt. Es folgen an zweiter bis fünfter Stelle An­ton Erkelenz, Dr. Hermann Fischer, Dr. Ludwig Haas, der An­gestelltenführer Gustav Schneider und Staatspräsident a. D. Prof. Dr. Willy Hellpach. Die gleichfalls aufgestellte preußische Landesliste enthält an erster Stelle den Namen des preußischen Handelsministers Dr. Schreiber und an dritter den des preußischen Finanzministers Dr. Höpker- Aschoff.

*

414 Gigungen und 350 Gefeße.

Die Leistung des letzten Reichstages.

Der 1924 gewählte Reichstag hat 414 Sigungen abgehalten. Rund 350 Gesetze und Gesetzesabänderungen sind von ihm an= genommen worden, davon sind etwa 90 Staats- und Handels­

Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M

Samstag, den 7. April 1928

den. Selbst im Falle einer Genehmigung eines Erhöhungs­antrages ist auf Grund der zweimonatigen Sperrfrist nicht mit einem Inkrafttreten erhöhter Tarife vor dem 1. Oktober zu rechnen.

Der Höchster Uebergriff.

Zu der von der Rheinlandkommission verfügten Aufhebung der Eingemeindungspläne der Stadt Frankfurt wird mitgeteilt, daß der Reichskommissar für die besetzten rheinischen Gebiete, der Rheinlandkommission einen Besuch abgestattet hat, um sich näher über die Gründe dieser Verfügung der Kommission zu unterrichten. Ihm ist mitgeteilt worden, daß die Rheinland­kommission erst dann zu den Eingemeindungsplänen endgültig Stellung nehme, wenn sie im Besitze aller Einzelheiten über die Ausführungsbestimmungen sei.

Reichsgerichtspräsident Dr. Simons über alte und neue Parteien.

Im Heft 3 der Deutschen Juristen- Zeitung" vom 1. Fe­bruar ds. Js. beschäftigt sich Dr. Simons in einem Artikel ,, Die Anklage gegen den Staatsgerichtshof" auch mit den neuen Par­teien. Er schreibt wörtlich: Geht man einmal von dem bei uns verfassungsmäßig festgelegten Grundsatz der Verhältnis­wahl aus, so würde die Einführung solcher Methoden zur Ver­hinderung vo von Splitterparteien, wie sie von verschiedenen deut­schen Ländern getroffen sind, noch verhängnisvoller sein als die jchige Rechtslage. Sie müßte zu einer völligen Verkalkung des parlamentarischen Lebens führen, von der wir ohnehin schon stark bedroht sind.. Wer gibt denn den jetzt bestehenden Par­teien den Anspruch darauf, in alle Ewigkeit fortzubestehen? Ich gehöre nicht zu ihren Verächtern, erkenne vielmehr ihre Ver­dienste um die Rettung Deutschlands aus dem Chaos der Nach­kriegszeit durchaus an; aber darüber wird man sich doch klar sein müssen, daß in ihnen zu wenig die Stimme des jungen Deutschlands zu Gehör kommt, desjenigen Deutschlands, das im Weltkrieg die größten Opfer an Gut und Leben gebracht hat und jetzt immer noch im wesentlichen von Männern geführt wird, die den Niederbruch Deutschlands seinerzeit nicht haben verhin­dern können." Wir hätten dem nur noch hinzuzufügen, daß in den sogenannten alten Parteien viel zu wenig, man kann schon sagen überhaupt nicht, die Stimme des Mittelstandes zu Gehör fommt.

Sirol bleibt deutsch!

Die südtiroler Jugend will deutsch bleiben.

Wie aus Wien berichtet wird, kam es in der Schule des südtiroler Städtchens Luttach zu lärmenden Szenen. Die Kin­der erklärten der italienischen Lehrerin, daß sie nicht mehr ita­lienisch, sondern ihre Muttersprache, deutsch, lernen wollten. Als die Lehrerin diesem Wunsche nicht nachkommen wollte, fie­len die Kinder über sie her und drohten sie zu verprügeln, wo­rauf sich die Lehrerin gezwungen sah, die Schule fluchtartig zu verlassen.

In der Nacht desselben Tages wurde von Unbekannten auf den beiden Kasernen der Stadt, sowie auf anderen Amtsgebäu­den die tiroler Fahne gehißt. Es kam zu einer wilden Hezjagd nach den Tätern, wobei 30 Personen verhaftet wurden.

verträge. Zu den Gesetzen find rund 3000 Anträge eingebracht Weltbund für internationale Freundschafts­

worden. Außerdem wurden 230 Interpellationen eingebracht. Die Hauptarbeit ist in 33 Ausschüssen geleistet worden. Von Diesen Ausschüssen hatte u. a. der Petitionsausschuß rund 30 000 Petitionen zu bewältigen. Im Verlauf der Sizungen wurden 421 Ordnungsrufe erteilt. Der Sprecher der Kommu­nisten, Höllein, wurde nicht weniger als 34 mal zur Ordnung ge­rufen.

Die Abgeordneten des letzten Reichstags.

Unter den 493 Abgeordneten befanden sich 33 Frauen, da­von 16 bei den Sozialdemokraten, 5 bei den Deutschnationalen. Nur die Wirtschaftliche Vereinigung und die Völkischen hatten fein weibliches Mitglied des Reichstages. Die jüngsten Reichs­tagsabgeordneten waren Lemmer( Dem.), Dietrich- Franken ( Nat.- Soz.), die beide im 30. Lebensjahr stehen und Ruth Fischer( Komm.), die 33 Jahre alt ist. Senior ist der 82jäh­rige Sozialdemokrat Bod. Zehn Abgeordnete waren über 70 Jahre alt, während das Hauptkontingeht mit 149 die 50- bis 60jährigen stellten. Unter 30 Jahre alt ist kein Reichstagsmit­glied. Schließlich sei noch erwähnt, daß der Konfession nach vorhanden waren: 206 evangelische, 120 Dissidenten, 115 katho­sche, 4 Juden, 1 Baptist, 2 Altkatholiken( 1 Soz. und 1 Dntl.), 1 Menonit und 1 Atheist, alles nach eigenen Angaben. 37 Ab­geordnete machten keine Angaben über ihre Konfession, und 6 Fommunisten haben sich überhaupt geweigert, ihre Personalien drucken zu lassen.

Um die Tariferhöhung der Reichsbahn.

Der offizielle Antrag auf Erhöhung der Reichsbahntarife it beim Reichsverkehrsministerium noch nicht eingereicht wor­

arbeit der Kirchen.

Erzbischof D. Söderblom und der Lord- Bischof von Winchester in Heidelberg.

Die Deutsche Vereinigung des Weltbundes für internatio­nale Freundschaftsarbeit der Kirchen hält vom 26. bis 29. April in Heidelberg ihre Jahresversammlung. Die Tagung steht unter drei, für die deutsche Oeffentlichkeit auch unter dem politischen Gesichtspunkt wichtigen Verhandlungsgegenständen: 1. der Ab­rüstungsfrage, 2. der Frage nach der Entwicklung der ökuma= nischen Bewegung, 3. der Frage der evangelischen Minoritäten in Polen und in der Tschechoslowakei. Zur ersten Frage wird Botschafter a. D. Graf Bernstorff und Geheimer Konsistorialrat D. Dr. Titius referieren, ersterer unter dem politischen, letzterer unter dem theologischen Gesichtspunkt. Zur zweiten Frage spricht der Lord- Bischof von Winchester und Prälat D. Dr. Schoell- Stuttgart. Ueber die Lage in Polen wird der General­superintendent D. Blau, Posen, berichten und über die Lage in der Tschechoslowakei der Kirchenpräsident D. Wehrenpfennig­Gablonz a. N. Es ist noch bedeutsam, daß hier zum erstenmal evangelisch- kirchliche Reise in die Regelung unserer internatio­nalen Beziehungen aktiv eingreifen.

Eine Rheinlandlotterie gegen die Winzernot. Nach langen Vorarbeiten ist es dem Reichsverband der Rheinländer gelungen, für eine Rheinland- Lotterie zugunsten des notleidenden Winzerstandes die Genehmigung der zuständi­gen Stellen zu erhalten. Die Gewtnne bestehen ausschließlich aus Wein. Der Reichsverband der Rheinländer erbittet die Unterstützung aller Kreise des deutschen Volkes. Die einkom­menden Mittel werden restlos dem Weinbau des besetzten Ge= bietes zukommen.

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.

Nummer 29

Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Deutschen Hausbefizzes.

Es ist nur sehr wenig bekannt, welchen Volkskreisen die Träger des deutschen Hausbesizes angehören. In dankenswer ter Weise hat der Zentralverband deutscher Haus- und Grund­besitzervereine in der anschaulichen Form einer graphischen Dar­stellung den Beweis erbracht, daß sich der deutsche Hausbesiz fast ausnahmslos aus den Kreisen des Mittelstandes zusam mensetzt. Vor dem Kriege betrug das angelegte Kapital des deutschen Hausbesizes nach Schähungen Helfferichs 120 Milliar den Mark, von denen etwa 84 Milliarden Mark frem des und etwa 36 Milliarden Mark eigenes Kapital darstellen. Nach den Berechnungen des Zentralverbandes deut scher Haus- und Grundbesizer- Vereine sind die Träger des deutschen Hausbesizes zu ungefähr 53 Prozent Beamte und Handwerker, zu je 16 Prozent Kleinrentner und Witwen und Waisen und nur zu 5,5 Prozent Großunternehmer.

Daß der deutsche Hausbesitz eine überaus große volkswirt­schaftliche Bedeutung hat, zeigt die graphische Gegenüberstel­lung des im Hausbesitz investierten Kapitals mit dem in Wirt­schaftsunternehmungen werbenden Kapital. Während das im Hausbesitz angelegte Kapital vor dem Kriege 120 Millarden Mark betrug, betrug das im Wirtschaftsunternehmen investierte Kapital nur 100 Milliarden Mark. Von diesen 100 Milliarden Mark entfielen ungefähr 25 Prozent auf werbende Staats- und Kommunalanſtalten, etwa 20 Prozent auf 3000 Sparkassen mit 5000 Nebenstellen, ca. 18,5 Prozent auf 13 000 Aktiengesellschaf­ten und 58 000 Gesellschaften mit beschränkter Haftung, 17 Pro­zent auf die deutschen Staatsbahnen, 9 Prozent auf Kreditan­stalten, 5 Prozent auf private und staatliche Bergwerke, 3 Pro­zent auf rund 52 000 Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, 2,5 Prozent auf deutsche Versicherungsanstalten und etwa 1 Pro­zent auf deutsche Binnen- und Seeschiffahrt.

Von dem jährlichen Mietertrag aus dem deutschen Haus­besitz von 6 Milliarden Mark fließt ungefähr die Hälfte den deutschen Steuerkassen zu, und eine weitere Milliarde wird füx Wiederinstandsetzung und Reparaturen verwendet. Mit diesem Betrage ist der deutsche Hausbesitz der größte Arbeitgeber der deutschen Wirtschaft. Im Interesse der gesamten deutschen Wirt­schaft und im Interesse der Allgemeinheit ist es daher von grök­ter Wichtigkeit, daß der deutsche Hausbesitz und damit der deut sche Mittelstand nicht durch die Auferlegung von neuen un­tragbaren Tributen und durch die Schaffung von neuen Aus­nahmegesehen weiter entkräftet, sondern durch den Abbau der Steuerlasten und des als Uebergangsmaßnahme gedachten Raumnotrechts gekräftigt wird.

Groß- Deutschland.

Eine Tragödie in Zahlen.

In folgende staatlich getrennte Gebiete ist das Deutschtum des geschlossenen mitteleuropäischen Siedlungsgebietes zerfetzt: Geviertfilometer Einwohner

Rumpfdeutschland Deutschösterreich

1. Memelland

2. Danzig

3. Posen

Westpreußen mit Goldau

und den annektierten Teilen Mittel­Schlesiens

4. Ost- Oberschlesien

5. Teschener Korridor mit Mährisch­Ostrau, Friedeck und Biala

6. Sudetendeutschland( Südschlesien mit Hultschin und Olmüz, Deutschböhmen, Böhmerwaldgau mit Budweis, Süd­mähren mit Brünn, Preßburg) 7. Dedenburg

470 390 59 859 000 84.000 6 527 000

2 660

141 000

1 910

331 000

42 910

2 961 000

3 270

890 000

2440

580 000

8. Untersteierisches Dreieck mit Miestal 6 800 9. Wochein

10. Tarvis 11. Südtirol

-

Pontafel

12. Elsaß- Lothringen

13. Arel( belgische Südostecke) 14. Eupen Malmedy- Monschau 15. Nordschleswig

Groß- Deutschland

8.000

253 000

27 700 390

3 829 000 37 000 500 000

1 200

9 000

330

7.720

15 520

1 874 000

500

25 000

1040

72.000

4000

168 000

672 780 78 064 000

Deutscher, sei ehrlich: warst du dir dieser ungeheuerlichen, allem göttlichen und mensch­lichen Recht widersprechenden zerreißung un­seres Volkes bewußt? Vergiß es nie mehr!

( Die obenstehende Aufstellung ist der ausgezeichneten Schrift Mit von Dr. M. Dachselt ,, Deutschtum u. Nationalitätenrecht den Beschlüssen der 3 Genfer Nationalitätenkongresse" entnom= men, die im Süd- Ost- Verlag, Adolf Dresler, München, Barer­straße 32, II, erschienen ist.)