Samstag, den 29. Oftober 1927.
schwer wieder etwas heraus. Gud' die Ortstrantentasse, sie baut sich für Hunderttausende ein neues Berwaltungsgebäude, das Geld knöpfen sie vorher dem fleinen Mann und dem Unternehmer ab, wozu nehmen sie so viel, daß derartige Bauten dabei über find... dafür zahlen wir doch keine Beiträge... oder schau Dir den Balaft an, den das Finanzamt sich an der Goethestraße hinbaut und laẞ Dir erzählen, unsere Stadt, die nicht mehr als 12% Prozent aufwerten tann, schenkt dem Fiskus den Grund und Boden für dieje Prachtbauten.
Hannes, bitte, nun werde wieder ruhiger, was hat das Aufregen denn für'nen 3wed. Es dauert nicht mehr lange, dann sind wir unter der Erde und dann lag andere sich mit diesen sinnlosen Berhältnissen abärgern... Run find wir schon ganz bis zum Lutherberg heraufgelaufen, tomm, wir sehen uns hier noch ein wenig hin, dies Prachtwetter ladet ja geradewegs dazu ein. Komm', auch wird es Deiner Erregung nur gut tun. Es ist dies doch eines der schönsten Fledchen, die wir in Gießen haben. Sieh', wenn dies Jungholz erit ausgewachsen ist, dann wird es hier nocheinmal so schön sein. Weißt Du, was ich hier noch sehen möchte... wenigstens noch bevor ich sterbe Gießen auch noch einmal das Geld aufbringen kann, hier für jeine im Kriege gefallenen Söhne ein würdiges Erinnerungsmal zu errichten. Fast jeder Ort ist dieser selbstverständlichen Anstandspflicht schon nachgekommen, vor allem die kleineren Orte haben in dieser Frage viel schneller und geschlossener gehandelt.
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Willi, red' nicht davon, Du weißt, mit Gefühl wird hier heute nicht mehr operiert. Erst tommt's Geschäft und dann fommt lange nichts und erst ganz zuletzt tommt das, was man Pietät nennt. Noch ein anderes Beispiel hast Du darin, daß so schön und lobenswert der Weltspartag auch ist, doch viel von der Reklametrommel hindurch zu hören ist und ausgerechnet muß man diesen Tag auf den Jahrestag der Reformation legen. Ich meine nötig hätte das auch nicht gerade getan. Ja, Hannes, ich hab's schon oft gesagt, wir kommen nicht mehr mit. Aber nun fomm', laß uns gemütlich nach Hause bummeln... und auf dem Heimweg wollen wir beide nun mal wirklich schweigen, gelt?
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Gut, Willi, ich fang an, denn ich bleibe doch immer Dein getreuer Schlau.
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* Das Kreisamt macht nochmals darauf aufmerksam, daß Amtstage nur Dienstag und Freitag Vormittag sind, während der übrigen Zeit sind die Dienstzimmer des Kreisamts für das Publikum geschlossen.
* Am Mittwoch Morgen tam es durch einen Mauereinsturz beim Eisenbahnbrüdenumbau an der Neustadt zum Bruch eines darunter hindurchlaufenden Hauptwasserrohres. Dadurch versagte die Wasserzuführung nach jenseits der Lahn. In einigen Stunden war der Schaden behoben.
* Wegen Ausführung von Kanalanschlußarbeiten wird die Steinstraße zwischen Nordanlage und Dammstraße von Mittwoch, den 26. Ottober 1927 ab für den Fahrverkehr auf etwa 10 Tage gesperrt.
* Wegen Bornahme von Asphaltierungsarbeiten wird die Kleine Mühlgasse vom 27. Ottober 1927 ab bis auf weiteres für allen Fahrverkehr gesperrt.
* Wegen Fortsetzung der Bauarbeiten wird die Bahnunterführung von Oswaldsgarten nach nach der Lahnbrüde für allen Verkehr bis auf weiteres gesperrt.
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Straßensperrungen,
mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Ofarben Kloppenheim, im Straßenzug Friedberg- Vilbel, für alle Fahrzeuge, vom 24. Oktober ab; Umleitung über Niederwöllstadt- Jlbenstadt- Burg- Gräfenrode- Groß- Karben
und umgekehrt.
Die Sperrung der Straße Niederwöllstadt- Rodheim ist ab 24. Oftober 1927 wieder aufgehoben.
Weltspartag.
Als im Jahre 1924 sich in Mailand die Vertreter von Spartassen aus allen Teilen der Welt versammelten, um das hundertjährige Bestehen der Mailänder Sparkasse zu feiern und bei dieser Gelegenheit über ihre gemeinsamen Aufgaben zu sprechen, da ahnte niemand, daß diese Tagung die Geburtsstunde einer Jdee werden sollte, die in weniger als drei Jahren ihren Siegeszug durch die ganze Welt machte: die Jdee des Weltspar tags! Mehrere Tage lang hatte man in Mailand über die neuzeitlichen Aufgaben und Probleme der Sparkassen beraten, und immer deutlicher hatte sich dabei herausgestellt, daß das eine große Problem doch überall für die Sparkaffen das gleiche ist: nämlich mit allen ihren Kräften innerhalb ihres Wirkungsfreises an der Erziehung zur Sparsamkeit oder unter einem weiteren Gesichtspunkt gesehen an der Erziehung zur Wirtschaftlichkeit zu arbeiten.
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Amerifas Stärke liegt in seiner Wirtschaftlichkeit- Deutschlands Hoffnung ist das Tempo, in dem auch unse Wirtschaftsführung rationeller ausgestaltet wird und das Schicksal vieler anderer Länder ist, daß sie noch nicht die Mittel haben, an die Durchführung eines ähnlichen Programms zu denken: überall dreht es sich um das gleiche Problem. Aber deutlich tritt auch die Erkenntnis hervor, daß es mit einer Rationalisierung der Wirtschaft allein nicht getan ist, daß diese vielmehr erfolglos bleiben muß, wenn sie nicht getragen wird von dem Verständ nis aller persönlich in der Wirtschaft Tätigen, wenn also nicht für jeden einzelnen die wirtschaftliche Verwaltung des ihm anvertrauten Produktionsgutes Selbstverständlichkeit ist. Ueberall wird deshalb die Erziehung der gesamten Bevölkerung zu wirtschaftlicher Denkungs- und Handlungsweise immer stärker das eigentliche Grundproblem der wirtschaftlichen Zukunft: fein Reichtum fann sich erhalten, wenn er nicht sinnvoll verwaltet wird kein Wohlstand sich entwickeln, wenn nicht systematisch von kleinsten Anfängen an auf seine Erreichung hingearbeitet wird. Das gilt für das Taschengeld des Schulkindes und für das Wirtschaftsgeld der Hausfrau in gleichem Maße, wie für die Gesamtproduktionsmittel einer Wirtschaft: Haushalten mit den vorhandenen Kräften, richtige Verwendung der gegebenen Mit
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Gießener Zeitung"
Fahrpreisermäßigung zu Gunsten der Jugendpflege. Alle Vereinigungen für Jugendpflege und Jugendbewegung werden hierdurch darauf aufmerksam gemacht, daß die blauen Ausweis: farten zur Jnanspruchnahme der Fahrpreisermäßigung am 31. Dezember ds. Js. ihre Gültigkeit verlieren. Für das Jahr 1928 sind neue Bescheinigungen erforderlich. Anträge sind bis spätestens zum 1. Dezember 1927 an die Zentralstelle zur För derung der Volksbildung und Jugendpflege in Hessen, Darmstadt, Wilhelminenstraße 3, einzureichen.
* Heute abend beginnen die Kurse der Boltshochschule im Singsaal des Realgymnasiums mit einem Vortrag, verbunden mit Darbietungen aus Mujit und Dichtung.
* Der neue Intendant. Bon 200 Bewerbern wurden 6 in die engere Wahl gestellt, zwei von diesen wurden am Montag der Stadtverordnetenfihung zum Vorschlag gebracht. Gewählt wurde der Oberspielleiter Dr. Rolf Brajch aus Stuttgart. Dr. R. Prasch, 1883 als Sohn des damaligen Intendanten des Mannheimer Nationaltheaters geboren, studierte nach der Absolvierung des„ Grauen Kloster" zu Berlin in Freiburg und Berlin Jura. Nach Ablegung des Referendar- Examens wandte er sich der Bühnenlaufbahn zu. 1908 promovierte er in Heidelberg. Eine ganze Reihe von Bühnen mit ihrer stets wechseln= den Bildungsmöglichkeit machten dann im Laufe der Jahre aus dem jungen Schauspieler den Spielleiter, Dramaturgen und jetzigen Intendanten.
* Der Kriegervereinsbezirk Gießen hielt am Sonntag im „ Postkeller" seinen Bezirtstag ab, der sehr gut besucht war. Der Borsitzende, Professor Dr. Kraemer, berichtete über den Hassiatag in Schlitz, über die Hassia- Jugendtage, Verband- Scheibenschießen und über den Hessischen Kamerad", der jetzt in den nahezu 800 Kriegervereinen des Hessenlandes eingeführt iſt. Ueber das Fürsorgewesen berichtete der schwerkriegsbeschädigte Lehrer Döhn zu Lollar, er teilte mit, daß am 6. November in Darmstadt eine Landestagung der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen der Kriegerkameradschaft Hassia stattfindet. Im Bezirk Gießen hat die Hassia den Reichsbund der Kriegsbeschädigten bedeutend überflügelt. Ueber das Versicherungswesen referierten Proturist Ortlieb und Direktor Kretschmar. Das Bezirks- Kriegerfest 1928 wurde dem Kriegerverein Großen- Linden übertragen.
* Die Unternehmerin der Biebertalbahn, die von hier aus den südlichen Teil des Kreises Biedenkopf erschließt, will ihren Betrieb von der jetzigen Endstation Bieber nach Fellingshausen erweitern. Dabei soll eine bereits bestehende Gleisanlage nach dem Verladewerk der Grube ,, Königsberg"( Kreis Biedenkopf) Verwendung finden.
* Der hiesige Gewerbeverein, sowie die Handwerkskammernebenstelle hatten am Dienstag im kaufm. Vereinshaus eine Versammlung einberufen, deren Hauptpunkt der Tagesordnung die Fürsorgeeinrichtungen des Handwerks und Gewerbe war. Herr Alfred Goos aus Frankfurt a. M. als Referent gab in treffenden Ausführungen ein flares Bild über die Entstehung, Entwidlung, Zwecke und Ziele der Fürsorgeeinrichtungen für den Handwerker und Gewerbetreibenden, die in der Südwestdeutschen Versicherungsanstalt verkörpert sind. Die Ausführungen des Referenten fanden lebhaften Beifall. Im Anschluß wurde von der Diskussion reger Gebrauch gemacht. Die Fürsorgeeinrichtungen, die rein gemeinnützig arbeiten, wie auch die Verwaltung und Struktur derselben, dürften manchen Handwerksmeister veranlassen, trotz der wirtschaftlich schweren Lage von dieser Fürsorgeeinrichtung Gebrauch zu machen.
* Eine neue studentische Verbindung beabsichtigt sich hier niederzulassen, es handelt sich um die Landsmannschaft Franfonia, die seither an der landwirtschaftlichen Akademie Hohenheim in Württemberg bestand. Dieser Tage weilten Vertreter der Landsmannschaft hier, um mit maßgebenden Kreisen zu verhandeln. Die Mitglieder der Frankonia würden ihr Studium am hiesigen landwirtschaftlichen Institut der Landesuniversität fortsetzen.
Nr. 44.
* Auf dem heutigen Wochenmarkt wurden folgende Preise gefordert:
Aepfel 10-20, Birnen 10-20, Weintrauben 40-90, Kartoffeln 4,50-5,-, Weißtraut 7-8, Wirsing 15. Rosenkohl 50, Rotfraut 10, Kohlrabi 8, Endivien 10 u. 15, Gelbe Rüben 12, Blumenkohl 50-1,50, Spinat 25, 3wiebel 15, Tomaten 50, Eier 17, Landbutter 2,-, Hasen 1,-, Hühner 90-1,-, Gänse 1,00-1,20, Shellfisch 30 Pig.
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Samstag, den 29. Oktober
Darmstadt. In Gegenwart und des Ministers des Innern u fand in der Otto- Berndt- Halle di torats durch den Prorektor Prof. Heftor Dr. ing. Rammer statt.
Darmstadt. Der Heftige Ga desvereine mit faft 28 000 Mitglie fadt seinen diesjährigen Bundes
origende, Ministerialrat Dr. Gie ansprache. Des weiteren sprach fing Schulrat Hassinger, Professo Seltor Bauer. Durch Ueberreichung rungen wurden geehrt 29 Dirig Borstandsmitglieder, die mehr a hm Vorstandsmitglieder in Gefan ner eine ganze Anzahl von Gänger atine Sänger tätig sind. Der nächst na Gießen verlegt.
Wenn man Hühner kauft, so beachte man folgendes: 1. Man taufe nur Hennen mit geschloffenen Fußringen. Nur so fann man das Alter dokumentieren. 2. Zu Legezweden kaufe man nur schlanke, zu Brutzweden mehr bauschige Hennen. 3. Das Gefieder muß glatt anliegen, es darf nicht beschmutzt sein, no mentlich in der Nähe des Afters. 4. Legetätige Hennen müssen feurige Kämme haben. Blasse Kämme deuten auf Blutarmut hin. 5. Ständig im Gefieder piepernde Hühner haben Unge ziefer. 6. Verdidte, grau- weiße Füße deuten auf Fußkräte hin
Aus Nah und Fern.
Großen Linden. Hier wurde eine junge Landstreicherin auf gegriffen, die, selbst Waise, ihrer Großmutter in Berlin ent laufen war und sich mit einem jungen Zigeuner planlos und mittellos herumtrieb. Das junge Mädchen wurde in Schuh haft genommen.
Sarmitadt. Morgen, 30. Ofto er 80jährigen Wiederkehr des Grün hehen Trainbataillons statt, mit Wiederfchensfeier verbunden ist. Nieder- Ramstadt. Donnerstagal he Zelluloidfabrik zum großen Teil o te das Feuer. Der Materialschaden ein Wunder ist kein Menschenleben Groß- Gerau. Am Sonntag fand das erste Reit- und Fahrturnier des Kreis Groß- Gerau statt. Der Wand gruppe Nauheim. Die meisten Pre grappe Süttelborn, weiterhin auch tadt und Trebur.
Steinfurth. Die Rosenzucht und der Versand der Rosensträucher hat schon wieder einen derartigen Umfang angenom men, daß die Vorkriegszahlen bald erreicht sein werden.
Friedberg. Sein 75jähriges Jubiläum feiert der Gesang Derein Frohsinn" am 29. Oftober bezw. 12. November. 3u der Hauptfeier, die am 12. November im Hotel Trapp stattfin den wird, werden auch Vertreter der Hessischen Regierung, der Stadt und der Vereine eingeladen. Der Hessische Sängerbund wird durch seinen Vorsitzenden, Ministerialrat Dr. Siegert Darmstadt, vertreten sein.
Alsfeld. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurde in erregter Debatte die Auswahl der Gastspiele des Gießener Stadt theaters bemängelt. Außerordentlich wenig Anklang hat z. B. auch das letztgespielte Mädel von heute" gefunden. Die Als felder Verwaltung will in diesem Sinne in Gießen vorstellig werden.
Schlitz. In dem Nachbarorte Qued wurde für das Elisa bethenstift in Darmstadt ein Eisenbahnwagen mit Obst, Kartof feln und Gemüse verladen. Alle Einwohner beteiligten sich an der Sammlung, zumal das Elisabethenstift für die Pfarrei eine Krankenschwester jenden will.
Neu- Isenburg. Ein 6jähriger Junge, der sich in der Waldstraße an ein Fuhrwerk angehängt hatte, wurde von dem zweiten Wagen, der an den ersten angetoppelt war, so unglüdlich über fahren, daß er an den Folgen der erlittenen Verletzungen detstarb.
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Auch Du musst sparen!
Bezirkssparkasse Giessen
tel, planmäßige Einteilung der verfügbaren Zeit sind einige der| eines zwölfjährigen Schülers, das die Verfassung der modernen
hierfür wesentlichen Grundelemente. Alles tommt darauf an, daß es gelingt, diese Auffassung zum Gesamtgut einer Nation zu machen.
Der Erfolg dieser Erziehungsarbeit bestimmt letzten Endes das wirtschaftliche Schicksal der Nation. Besonders dazu ge= eignet, Träger dieser Arbeit zu werden, sind die Sparkassen. Sie haben in ihrem über das ganze Land verzweigten Apparat ein Mittel in der Hand, die gesamte Bevölkerung zu erfassen. Sie gehen in die Schulen, um dort in verantwortungsbewußter Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft die ersten Fundamente für die Erziehung der Jugend zu wirtschaftlichem Denken zu legen; und sie versuchen durch Beratung jedes einzelnen, der zu ihnen tommt, das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge immer mehr zu vertiefen. Aus den Möglichkeiten, diese Aufgabe zu erfüllen, folgt aber auch die Pflicht, mit allen Kräften hieran zu arbeiten und aus der Erkenntnis dieser Pflicht ergibt sich die Begeisterung und der Schwung, mit denen in allen Ländern die Sparkassen sich dieser Aufgabe widmen.
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aber auch die
Diese Begeisterung war es auch, die in Mailand anläßlich der erwähnten Tagung ein so startes Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen allen Anwesenden schuf, daß aus diesem Gefühl heraus der Gedanke auftauchte, die Jdee dieses Tages, dieses Gemeinsamkeitsgefühl dadurch in allen Ländern ständig wach zu erhalten, daß man diesen Tag in aller Welt in jedem Jahr als einen Tag besonders intensiver Werbung verwenden würde. Man fand den Namen„ Weltspartag" für ihn und setzte ihn ein für alle Mal auf den 31. Oktober, den Schlußtag jener Mailänder Tagung, fest.
Weltspartag! Er bedeutet für jeden einzelnen, der Mahnung der Sparkassen an diesem Tag zu entsprechen. Der Weltspartag ist ein Tag der Arbeit für die Sparkassen und soll ein Tag der Besinnung für alle sein. Weltspartag ist die Mahnung, daß überall in der Welt nur durch sparsame, also wirtschaftliche Lebensführung ein Aufstieg möglich ist für den einzelnen und für ein Volt.
Seltsames von Rußlands Jugend.
Die Moskauer ,, Rote Zeitung" veröffentlicht das Tagebuch
russischen Jugend in eigenartigem Lichte erscheinen läßt. Der Schüler schreibt u. a. folgendes:„ Heute erschien bei uns zum erstenmal unsere neue Naturgeschichtslehrerin, Genossin Jelene Kaurowa. Als sie ihren Lehrplan auseinandersetzte, nannte sie uns mehrere Male Kinder. Da stand ich auf und erklärte ihr, daß wir teine Kinder seien. Natürlich seid ihr Kinder, was denn sonst," sagte die Lehrerin. Wenn Sie nicht höflicher sein tönnen", sagte ich zur Lehrerin ,,, dann gehen Sie hinaus. Wir find junge Sowjetbürger und feine Kinder. Wir verbitten uns diese bourgeoise Bezeichnung." Darauf wurde die Lehrerin sehr böse und befahl mir, die Klasse zu verlassen.„ Erstens ist dies feine Klasse," erwiderte ich, sondern ein Laboratorium, und zweitens haben Sie fein Recht, mich wegzuschiden."„ Sie sind ein ungezogener Bengel," sagte da die Lehrerin, Sie sind." gab ich zur Antwort, eine Lehrerin der alten Schule und ver stehen nicht den Charakter der modernen Jugend." Wie man aus den Tagebuchaufzeichnungen weiter erfährt, halten die Schüler regelrecht Gerichtsverhandlungen über ihre Lehrer ab und geben ihnen Roten. Den Kindern wird nichts verboten; fie sollen sich im Gegenteil vollständig ausleben" und ihre Ent wicklung selbst bestimmen. Der Begriff Autorität wird von der heutigen ruffischen Jugend faum geduldet, so fommt es, daß die Lehrer vor ihren Schülern zittern. Die Schüler haben ihr eige nes Theater. Dort werden Märchenspiele in moderner Bear beitung aufgeführt. Für die untersten Klassen gibt es eine Bor stellung von Rotkäppchen; man muß sich behelfen, da es noch teine geeigneten neuen Märchen gibt. Rotfäppchen ist übrigens, dank ihrer zoten Müge, zu einer die Revolution symbolisieren den Persönlichkeit erhoben. Statt des Wolfes erscheint ein böser Bourgeois in 3ylinder und Pelzmantel, der das revolutionäre Mädchen verschlingen will. Auch die Märchen von Schneewitt chen und Aschenbrödel sind in der Weise modernisiert. Schneewittchen ist das arbeitende Bolt, das lange geschlafen hat, der Prinz ist ein aufgeklärter Intellektueller, der das Volk zur bol schewistischen Staatsform erwedt. Aschenbrödel wird von einem Prinzen verfolgt. Dieser wird von einem Kommissar verjagt, der Aschenbrödel zu seiner Frau macht und dem Auditorium einen fleinen Vortrag über die politisch wirtschaftliche Struktur des Sowjetstaates hält.
Königstädten. In der legten Go bisher ungeklärten Gründen ein Gr Hände zum Opfer fielen. Der beträd Teil durch Versicherungen gedeckt.
Die ängstliche Bejaz Mainz. Das von der hiesigen legten Sonntag angesetzte GeflügelBefehungsbehörde in letzter Stunde nahmen die hiesigen Schüben mehrere furt a. M. und schossen dort ihre Gef Worms. Ein scheuendes Pferd Enjen, bis es mit einem Lieferwag janmenities. Der Wagen stürzte um wurde auf die Straße geschleudert. Weglar. In Oberkleen kam mobile mit der Startstromleitung Dunkelheit nicht bemerkt wurde. Bremse der Lokomobile faßte, wu Strom erfaßt und konnte sich ni Hinzueilenden Leuten gelang es, i bat schwere Brandwunden an beide
Sinn. Auf ihr 500jähriges J Deutschland und im Ausland beta in Sinn zurüdbliden. Die Rint auf der Internationalen Mujitau die Goldene Medaille.
Frankfurt a. M. Bei den s trag von 850 000 M entstanden. Linie durch Gagen bedingt sein Koften für Dekorationen bedeu Etat vorgesehen.( Weshalb?)
Frankfurt a. M. Ein Bä tragens von Brötchen vor 7 U trafe belegt. Heidelberg. Hier wurden f
Sport un
Solange es Radfahrer gibt, Einwirkung des Radfahrens auf Beschäftigung mit radsportlichen vor rund dreißig Jahren. Die A Radfahrens waren geteilt. Ein T übung des Radsports eine willt derer Teil der Aerzteschaft hatt Rennfahren und auf das Radeln
waren fich indeffen darüber einig das Herz schädigen müsse, und es der Ausübung des Radsportes dur Den Rennfahrern prophezeite ma durch Erweiterung der Herzmust Die Herzerweiterung haben sich in in der nach dem Kriege einfegend Bon den vielen Abhandlung Sports auf das Herz ist ein Artit Dr. Köhler bemerkenswert, da de Die Behandlung des Themas ge cine aus langjährigen Erfahrunge Sports und seines Einflusses auf Köhler schreibt in seinem inter Das Herz liefert in Verbindun
Den Bege der Durchblutung die E ata and ist an der Abfuhr des r Jebe mergischere Leibesübung ü gung hin eine Rüdwirtung entscheidender Wichtigkeit, of bungsmäßig hervorgerufene Leif Sinne oder als Abnugung in ges Hellt Bon dieser grundsäglichen des Organs von Dauer find die vor unterscheiden, welche in oder no treten, fich im Ruhezustand aber n nun night etwa eine für alle Mens Brge, Jondern die Norm der Herzwe ten Körpermaß, von Länge, Gewi Grund diejer Beziehungswerte find


