Einzelbild herunterladen

Str. 43

der Kaffee

in soll?

dürftig, sondern klar und voll.

noch pechschwarz, sondem schimmernd.

nd bitter, sondern edelfein, ig.

eschmack!

Zutat von Weber's Carlsbader

e" hat Wert. Nachahmungen

Landreiende 180.- Wif

erzielen hohen Neben­

verdienſt d. Mitfüuren Monatsgehall meiner neuzeitlich. be liebten Messing Fuhr und 10% Brobilien

werksschilder f. Land: bietet beim Berkauf wirte u. Fuhrgeschäfte. Tabakwaren an Bri Hohe Provision. Meffingschilder- Fabrik( Baden) Rückp. erbe vate Bostiach 5 For

W. Bartolomey,

Welda in Westfalen Rhein. Seifenfabri ( Kreis Marburg) sucht bei hoher Bran

für hiesigen Bezirk

Kaffe Bertretung Bertreter

ev. mit Niederlage

für Selbstverbraucher

Herren, welche befin

eingeführt find, wollm

verg. Kaffee- Improt Ang. m. Refer. u. 157 J. Behrens, Hamburg 6 a.d.Exp.d.B.einreichen

hnlisten

nd monatliche Lohnauszahlung und mit den

en Steuerabzug- Vordruck,

se Lohndüten

Versicherungs- und Steuerabzug- Vordruck, rbeitszettel

d alle anderen Formulare stets vorrätig bei Klein in Giessen.

Gießener Zeitung

Erscheint: Samstags.

( Neueste Nachrichten)

Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. Jendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

40. Jahrgang

-

Politische Tagesschau.

Die Meldung, daß der Herr Reichspräsident einen Echlaganfall erlitten habe, ist glatt erfunden.

Bei der Auseinandersehung über Deutschlands Aus: landsverschuldung ist vergessen worden, zu den genann ten 8 bis 9 Milliarden Mart Anleihen, die kapitalisierte Das wesschuld von 40 Milliarden Mark und die Bassivität unserer Handelsbilanz, die in diesem Jahre bis Oftober 3 Milliarden beträgt, hinzuzurechnen. Der Reichswirtschaftsminister meint: Roch ist die Lage nicht kritisch geworden.

eHände

Reichsjustizminister Hergt ist gegen eine Abschaffung der Todesstrafe, für welche die Zeit noch nicht gekommen sei. Weiterhin hält er den Reichsschulgelegentwurf nicht für verfassungsändernd.

wollen Sie behalten, auch wenn nn Sie Schuhe Dann dürfen putzen. Sie nur Erdal verwen den. Die Erdal- Dose öffnet sich durch einfache Hebel- Drehung spielend: Ihre Hände bleiben cein.

Das Reichsfabinett tonnte gestern die Aussprache über die deutsch polnischen Handelsvertragsverhand Iungen nicht zum Abschluß bringen.

Das Reichslabnett hat einen Ausschuß eingesetzt, der die Frage der Verwaltungsreform behandeln soll. Beson­ders geprüft werden sollen die möglichen Ausgabenersparnisse und inwieweit Doppelarbeit von Reich und Ländern zu ver: meiden ist.

Der Anschluß Waldeds an Preußen scheint nach Besprechungen aus legten Tagen endgültig gesichert.

Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Poftshedkonto Nr. 8437 Ami Frankfurt a. M.

Samstag, den 29. Oktober 1927

Die Splitterparteien in den hessischen Wahlen. Darmstadt. Während es der Boltsrechtspartei gelungen ist, die vorgeschriebenen 7000 Unterschriften beizubringen und sogar um rund 4000 zu übersteigen, hat die Evangelische Bolfsgemein schaft, mit ihrem Führer Pfarrer Weidner an der Spize, die erforderlichen Unterschriften nicht aufbringen fönnen. Es fehlten an den 7000 Unterschriften noch 320, die allerdings am heutigen Tage beigebracht wurden. Für die Gültigkeit der Un terschriften ist es jedoch zu spät, so daß die Kandidatenliste der Evangelischen Volksgemeinschaft nicht genehmigt wurde. Die Evangelische Volksgemeinschaft wird sich dem Brotest der Wirt­schaftspartei gegen die Wahlrechtsbeschränkung anschließen.

Das gegen den Führer des Alldeutschen Verbandes, Justiz rat Claß, eingeleitete Hochverratsverfahren ist vom Reichs= gericht eingestellt worden.

Erdal

ke Rotfrosch

Bei der französischen Saarfohlenverwaltung ist man größe: ren Kohlenschiebungen durch Beamte auf die Spur ge

tommen.

In Sachsen sind 12 0000 3igarrenarbeiter ausgesperrt.

In Rumänien spigt sich die Lage immer mehr zu. Maniu, der Führer der nationalen Bauernpartei, der unter Bolizeikontrolle gestellt werden sollte, konnte fliehen. Sämtliche öffentliche Gebäude Bukarest's sind von Truppen besetzt.

verbessern, deshalb eine bessere Packung

In Lissabon ist die Polizei schon wieder auf die Spu ren einer Verschwörung gegen die Staatsbehörden gekommen.

Ing1 Hessische Wahlen.

Man schreibt uns dazu:

Die Besoldungsregelung in Hessen. Darmstadt. Den hessischen Staatsbeamten find laut Be schluß des Hessischen Landtages für den Monat Oftober nach Ge­haltsklassen abgestufte Vorschüsse auf die demnächst erfolgende Erhöhung der Beamtenbesoldung zur Auszahlung gebracht wor den. Die hessische Regierung hat nun die Anweisung ergehen lassen, die Vorschüsse in gleicher Höhe auch mit den November Gehaltszahlungen und bis zur endgültigen Gehaltsregelung weiterhin laufend zur Auszahlung zu bringen.

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. Lotal 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Platz­vorschriften ohne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.

Landesparteitag des hessischen Zentrums. Das hessische Zentrum hielt am letzten Sonntag seinen Landesparteitag in Frankfurt ab, auf dem die Stellung des Zentrum zu den wichtigsten Zeitproblemen: Einheitsstaat, Beamtenbesoldung und Reichsschulgesetz präzisiert wurde. Be­züglich des Reichsschulgesetzes macht sich das hessische Zentrum voll den Standpunkt des Reiches zu eigen. In der Beamten­besoldungsfrage ist man sich ebenfalls darüber einig, daß eine Erhöhung der Bezüge notwendig ist; die daraus entstehenden Mehrausgaben aber soll das Reich tragen.

Vor einigen Wochen wiesen wir schon einmal darauf hin, daß die kommenden Wahlen in Hessen von ganz besonderer Bes deutung sind. Und zwar nicht nur, daß wir in vierzehn Tagen durch unsere Stimmabgabe die Geschice unseres Landes für die nächsten Jahre festlegen, sondern daß am 13. November durch die Gleichgültigkeit der bürgerlichen Kreise ein Unheil ange richtet werden könnte, dessen Folgen sich dann die Saumseligen später selbst zuzuschreiben hätten. Gemeint ist damit, daß bei einem sozialdemokratischen Wahlsieg die Gefahr besteht, daß der Reichstag ein vorzeitiges, gewaltsames Ende findet. Da mit würde alle positive politische Arbeit bis zu den dann er folgten Neuwahlen unmöglich sein. Dies gilt es zu verhindern.

Lokales.

Nummer 44

Vom Willi Fix und Hannes Schlau. Willi, heute wollen wir mal nicht so viel nörgeln und schimpfen... da ist mir denn doch das Wetter zu schön. Ordent lich jung könnte man werden bei all dieser Bracht, die der gol­dene Herbst uns noch schenkt. Es ist, als wenn die sterbende Natur uns noch einmal zeigen will, was wir in ihr verlieren, als wenn sie uns jetzt schon wieder die Sehnsucht nach leuchten­den Frühlingstagen ins Blut hineinzaubern möchte...

Tut sie, tut sie, lieber Hannes. Aber was Dich dabei ab lenkt von dem Getriebe unserer lieben Vaterstadt Gießen, was Dich alles andere vergessen läßt, regt mich mur an. Diese lette Kraftentfaltung der Natur steigert meine Aufmerksamkeit und schärft mein Auge... dja....

Es gelangten schließlich zwei Resolutionen zur Annahme, und zwar fordert die eine die baldige Verabschiedung des Reichs­schulgesetzes, und die andere wendet sich gegen den zentralistischen Einheitsstaat, da er der Eigenart der deutschen Stämme nicht genügend Rechnung tragen fönne, und weil die Selbstverwaltung nicht genügend gesichert erscheine. Dagegen sieht der Parteitag in der Schaffung finanziell und wirtschaftlich leistungsfähiger großer Staatsgebilde unter Berüdsichtigung geschichtlicher, ful­tureller und wirtschaftlicher Zusammengehörigkeit der Bevölke rung einen geeigneten Weg, die deutsche Staatsgestaltung be friedigend zu lösen.

Der Bedeutung dieser Wahlen sind sich auch die Parteien flar, und wenn von einem langen Wahlkampf diesesmal auch faum die Rede sein fann, so wird er futz und heftig werden. Fraglich wird es sein, ob es selbst den Größten gelingen wird, den wahlmüden Bürger an die Wahlurne zu ziehen.

Die Kosten der Besoldungsreform aus eigenen Mitteln zu deden.

Komm, hör' auf, oder drück Dich ein wenig populärer aus. Na ja, zum Beispiel hat Gießen jekt ein modernes Lichtspiel­theater. Das ist gut so und der Optimismus des Unternehmers nur zu schätzen. Aber nun muß er meines Erachtens auch da nach trachten, daß man ohne Führung Vertrauter zu ihm hinein findet. Denn unter Garantie, wenn Du die Bahnhofstraße ent lang gehst, passierst du das Kino, ohne daß es sich Dir durch etwas in die Augen springendes präsentiert, so unscheinbar sind seine Eingänge, so unscheinbar ist seine Front.

Auf dem Parteitag der preußischen Demokraten hielt der preußische Finanzminister Höpfer- Aschoff eine Rede, in der er mitteilte, daß die Mittel für die Beamtenbesoldungsreform in Preußen infolge der guten( seiner!) Wirtschaft aus eigenen Kräften gededt werden fönnten. Aber auch die Gemeinden tönnten die Dedung infolge der höheren Ueberweisungen selbst bestreiten. Allerdings hält der Minister eine Senfung der Steuern jetzt für unmöglich.

Ein weiterer Gefahrenmoment für den Sieg der bürger­lichen Sache sind die Splitterparteien. Wie viele hat es da von schon in Hessen gegeben, die wie Kometen auftauchten und die am Tage nach den Wahlen meistens wieder geräuschlos der Schwanden. Mag man auch juristische Bedenken gegen das neue Gesetz, das die Bildung neuer Parteien in Hessen so sehr er schwert, hegen, so wird man zugeben müssen, daß es doch das Richtige will. Rufen wir uns stets ins Gedächtnis zurüd, daß dem Bürgertum bei den Wahlen zum hessischen Landtag im Jahre 1924 annähernd 40 000 Stimmen durch solche Splitterpar teien verloren gingen, denen es nicht gelang, auch nur einen Kandidaten in den Landtag zu bekommen.no alla

Komm, wenn Du nichts besseres zu erzählen hast, dann schweig' lieber still.

Prinz Karols Bote verhaftet. Montag wurde der aus Paris zurückommende ehemalige Staatssekretär Manoilescu an der rumänischen Grenze verhaf tet. Man vermutete und fand bei ihm einige Schreiben des Extronprinzen.

Aufträge der Sowjetunion 1926: 27.

Aber was hast Du denn! Warte Bürschchen, ich will Dich schnell aus Deiner Naturschwärmerei herausholen. Sag', hast Du gelesen, was eine hochwohllöbliche Stadtverwaltung über die Auswertung der alten Gießener Stadtanleihen geschrieben hat? Fein, was? Na, ich mein ja man... mich trifft's ja nicht.

-

Zum Donnerwetter... jetzt halt aber Dein lästerliches Mundwerk. Mußt Du denn ausgerechnet davon anfangen. Den ganzen Tag laufe ich schon herum und lache und tove... und stöhne und schimpfe. Oh, was war ich doch für ein Rindvich, als ich vor dem Kriege als alter Gießener Einwohner mein Geld gab... in dem Bewußtsein... dies Geld ist so sicher wie in Abrahams Schoß aufgehoben... haha, und jetzt sagt der Oberbürgermeister wart', ich fann's beinahe auswendig die Aufwertungsfrage tann niemals vom Standpunkt des Ge fühls, sondern nur vom Standpunkt der öffentlich wirtschaftlichen und privatwirtschaftlichen Möglichkeiten Mensch, paß auf! Möglichkeiten aus gelöst werden. Hast Du schon einmal mit derartigem Deinem Gläubiger tommen fönnen, weißt Du, was der getan hätte?... Er hätte Dich vor den Kadi geschleppt und hätte wie ich geschrien: wo bleibt mein Recht! Sich, in demselben Artikel steht etwas vom umfangreichen städtischen Ge­bäude, Grundstücks- und Waldbesitz, sich', es war doch unser Geld, was da verbaut und angelegt worden ist. Heute macht man neue Schulden drauf und hat uns, die alten Gläubiger, noch nicht bezahlt. Und trifft man jetzt endlich Anstalten dazu, dann ja nicht mehr als das Gesetz nicht das Rechtsempfin den es vorschreibt... ja nicht mehr. Na, ich denke und hoffe, unsere Stadtväter werden auch noch ein Wort dazu sprechen. Hannes, Hannes, was tannst Du schön sprechen. Wie freu ich mich, daß ich nie Dein Geld gehabt habe, so bleiben mir jetzt auch Deine Sorgen erspart. Du, aber d'es Aufwertungs­gebiet ist so heifler Natur so figelig, daß ich ordentlich gespannt bin, wie die verehrten Parteien sich da herauswin­

Die Metallindustrie der Sowjetunion vergab im Wirtschafts. jahr 1926-27 für 74 Millionen Rubel Aufträge nach dem Aus­land, davon 50 Millionen nach Deutschland auf Grund zwei- bis vierjähriger Kredite.

Als solche Splitterparteien find diesmal die Volfsrechts­partei, die Evangelische Voltsgemeinschaft und die Hessische Wirtschaftspartei zu bezeichnen. Die Vollsrechtspartei hat ja nun die erforderlichen 7000 Unterschriften und noch etliche mehr gefunden. Die beiden anderen Parteien haben es allem An­schein nach nicht so weit gebracht. Interessieren würde es auf alle Fälle, welche Verhaltungsmaßregeln diese neuen Parteien nunmehr ihren Anhängern geben werden. Wenn sie ehrlich des Landes Wohl im Sinne haben, werden sie ihre Mitglieder aufrufen, wenn auch nicht sie, so aber doch auf alle Fälle zu wählen, damit das Bürgertum in diesem Wahlkampfe nicht den Kürzeren zieht.

Also Bürger, weg mit der Wahlfaulheit!

Rheinländer, hört!

Eins der letzten Hefte des Kinderfreundes" brachte einen Artikel, Der Rhein". Darin stand u. a. folgendes zu lesen:

Auch der Rhein, um den in Deutschland so viel patrio­tischer Unfug getrieben wird, ist, wie die Elbe und die Do nau, ein internationaler Strom. Von Rüdesheim aus fuhr i mit einem Rheindampfer nach Köln. Der berühmte Fel sen der Loreley frat nahe an den Rhein, jener Felsen, über den der deutsche. Dichter Heinrich Heine ein wunderschönes Gedicht geschrieben hat, eines von den wenigen Gedichten und Liedern in dem verlogenen Chor der anderen Gefänge, ble den Rhein lobpreisen und die weiter nichts find als ab geleierte Gaffenhauer auf den Straßen patriotischer Dumm beit. Die meisten Rheinlieder find nämlich gar nicht von Rheinländern gedichtet worden, sondern von Leuten, die den Rhein niemals gesehen haben, die nicht wissen, daß der Rhein ein internationaler Strom ist und nicht eine Mauer gegen Frankreich."

Jezt hört: Der Kinderfreund" ist eine Beilage des so zialdemokratischen Vorwärts" und einer ganzen Reihe anderer sozialdemokratischer Parteiblätter.

Wird hier mit dem Namen Kinderfeund" nicht der ge meinfte Unfug getrieben?

-

der werden.

Willi, so ist das heute leider überall, wo einer Rörperschaft Geld anvertraut ist, sie nehmen und nehmen und geben nur

Nun werden es die genössischen Sprößlinge wohl in der Ordnung finden, daß dieser internationale" Strom auf deut schem Boden von französischen, belgischen und englischen Trup­pen bewacht wird. Und Poincaré darf sich eins ins Fäustchen lachen.

In n zwei Ernten

5242

zahlt der Landwirt

115

and unsere sofort ab- Werk

lieferbaren

Deutz- m Dieselmotoren

und

Diesel­Schlepper

MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederig. FRANKFURT M. Taunusstr.10