Nr. 39
Sonnabend, den 24. September 1927.
Der richtige Nachtisch
ch des Herrn Prof. Dr. Krausmüller D Ovom Ortsgewerbeverein Gießen galt nebe en vor allem den Jubilaren, denen er zutie auf das bereits Erreichte zurüdbliden ton wünschte, daß ihnen das nach weiteren z al möglich sei. Den Jungen stellte er als der Selbstverleugnung, der Treue und ba seren greisen Reichspräsidenten, Herrn o em es gelte stets nachzuleben. Herr Son dberg begrüßte die jungen Meister in ihre gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Jugen n des Handwerks viel zuwege bringen möge Shr- Gießen, übermittelte die besten Wün
es verhinderten 1. Vorsitzenden der Hand stelle in Gießen. Er rief den jungen Me nen bevorstehenden Aufgaben nicht leicht sei e aber der Hilfe der Berufsvertretungen, ber die ihnen in allen Fällen treu zur Seite
s sei nicht nur deren Aufgabe, sondern ihre Dafür verlange er aber auch rege Teil ationsleben. Im Namen der Jubilate sprad Schreinermeister Weigel aus Butzbach den Ehrungen aus. Als sie vor 25 Jahren bi egten, waren sie sich flar, daß eine neu nd wenn es auch in den verflossenen 25 Jab
Dr Oetker's
Ist und bleibt ein Oetker- Pudding. Er ist eine Freude für die Jugend und ein köstliches Labsal für die Erwachsenen. Nahrhaft, wohlschmeckend, leicht verdaulich and preiswert sind die Merkmale der Oetker- Puddings
die jetzt la noch besserer Qualität hergestellt werdes als bisher und zwar durch Verstärkung des Aromas und durch Zusatz von feinstem Reispuder. Auch enthaltes Dr. Oetker's Puddingpulver die für den Körperaufbau und die Blutbil dung notwendigen mineralischen Salze, Infolge großen Umsatzes sind Dr. Oetker's Paddingpalyer stets überall in frischer Ware zu haben, 1 Stück 10 Pg. Verlangen Sie in den einschlägigen Geschäften auch Dr. Oetker's neues farbig lustriertes Rezeptbuck, Ausgabe F für 15 Pfg., wenn nicht vorrätig, gegen Einsendung von Marken von
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hier in dieser Straße oder in jener Straße werden einfach 50 Prozent vom Verkehr verboten. Da dürfen überhaupt nur noch Fuhrwerke in einer Richtung fahren. Auf dem Selters weg z. B., da fannst Du diese Einrichtung zum Wohle der Bürger, hauptsächlich der Bürger, die an dieser Straße wohnen, wir ten sehen.
teiten gegeben hätte und manche Verspred tersweg? Da sind doch früher nicht mehr Unfälle passiert als
nicht wahr geworden wären, so hoffe er dod
nschluß eines Tages zum Ziele führen werde en auch weiterhin für das geliebte Handwer Schloß Herr Weigel.- Und damit die Reib
in weiterer Vortrag des Gesangvereinshei en Austlang der würdigen Feier. Festesen elt die Teilnehmer noch eine Reihe von sto ammen. Man gestatte zum Schluß der Re zerordentlich beschränkten Garderobenverhält eib hinzuweisen, die unserer Meinung na d für den verspäteten Anfang der Festlic
*
Billi Fix und Hannes Schlau.
8.
Was willst Du damit sagen, Willy. Du sagst das so, als ob das ironisch sei, wie Du das meinst. Wieso, auf dem Selanderswo auch. Und dann, das ist doch eine von unsern Hauptgeschäftsstraßen, da darf man doch den Verkehr nicht so behindern.
O, schlauer Hannes, Du führst nicht umsonst den Namen Schlau. Du merkit auch alles. Natürlich weil Gießen so' ne Großstadt ist, mit so' nem Riefenverkehr und weil die Geschäfts leute, auch die an dem Geltersweg, hier feine Steuern zu be zahlen brauchen, die sie erst sauer verdienen müssen. Sieh mal, so' ne Hauptverkehrsstraße ist doch eigentlich erst dadurch eine, daß in ihr, die an günstigster Stelle im Ort liegt, das Geschäftsleben ungehindert pulfiert und pulsieren kann. Die armen GeSchäftsleute, die so hohe Steuern aufbringen sollen, tönnen einem wahrhaftig leid tun... Na,.... vielleicht wird dieser ., überlegte" Beschluß noch mal aufgehoben, erst muß mal unser
ber Fix, wir haben uns ja die ganze Wode Oberbürgermeister von seinen Ferien heim fommen. Sollst mal
chte schon, Du bist auch nicht mehr unter
, nun mache man nicht so große Augen und
s wenn das nicht möglich wäre- Du mußt Gießen ist alles möglich.
, erstmal ,, Tag auch", aber nun sage mai doch nicht irgendwelche Seuchen hier in -Großstädte sie haben, Kinderlähmung. ix, das tut hier Hessen garnicht mér ganz gesund sein, und doch- hast Du nit Du mal lebendig gewesen. Kannst Dir des
wodurch das kommen mag?
cht in letzter Zeit hier in Oberhessen von den Infälle gelesen? Ja, siehst Du.. jetzt merfst will.
cht Hannes, das stimmt. Es ist furchtbar. Zeit in Gießen und in der Umgegend für
erkehrsunfälle getötet und verlegt worden n bald garnicht mehr in die Zeitung guden bar!
schon mal versucht, Dir zu erklären wie das Wenn ich nicht so ein alter Mann wäre, wetten, daß ich einen Weg, den einzigen em abzuhelfen sei. Sieh mal, erstens würde wenn ihre Unschuld an einem Unglüd niet Hand liegt, ja, die würde ich ganz streng be ann zweitens, dann würde ich die Prüfung so schwer machen, daß ich eine Garantie Mensch mal einen Führerschein, dann ist das in vernünftiger Fahrer... ein anstin
icht wie das letzthin in Nauheim passiert t einen Mensch zum Krüppel fuhr, den Ver liegen ließ, und selbst feige ausriß.
st ja immer ein schlauer Kerl gewesen, abe damit in den Straßen unserer Stadt die ohle der Bürger zu erhöhen, dann ist di hörden, überhaupt überflüssig. Die sind dob Die machen das hier einfach so, daß sie sager, sse ihn haben, nahm auch, mit der bekannten aßenräuber gegen Formalitäten, sogleich vor
sehen, dann wird das wieder anders.
Ja, Fix, da hast Du Recht, hoffentlich ändert sich dieser Beschluß noch. Du siehst, mein Vorschlag. Führerscheine nur nach strenger Prüfung zu erteilen, und unvorsichtigen Fahrern, wenn nötig, sofort entziehen, das dürfte doch das Beste sein, um die ewigen Verkehrsunfälle auf ein Minimum einzuschränken. Komm, laß uns aufhören davon, wir wollen noch schnell vor dem Abendeffen zum Dämmerschoppen. Vom 1. Oktober an triegst Du ihn nicht mehr so billig, da hat die Stadt doch eine Steuer aufs Bier gelegt.
Na, dann man zu, Hannes, man muß die Feste feiern, wie fie fallen. Gehn wir jetzt noch billiges Bier trinken, dort laẞ uns überlegen, wie man nach einem Fadelzug einen offenen mit einem Goldfuchs beladenen Handkarren vom ,, Elges" recht schnell zum Schoppeschmidt fahren kann, ohne wie die Krebse rückwärts zu drücken. Lös mir das Rätsel, mein lieber Fir, dann bleib ich bis zum nächsten Mal Dein getreuer Schlau.
* Einen neuen Pfarrer. Durch die Kirchenverwaltung wurde dem Pfarrer Otto Lenz in Lich die neu errichtete zweite evangelische Pfarrstelle der Johannesgemeinde unserer Stadt übertragen.
* Straßensperre. Die Provinzialstraße im Straßenzug Gießen Gelnhausen ist in der Ortsdurchfahrt Lich bis auf weiteres gesperrt. Die Umleitung erfolgt innerhalb der Stadt Lich. Im übrigen sind Warnungstafeln aufgestellt.
Straßensperrungen,
mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Niederwöllstadt- Rodheim v. d. H. In dem Straßenzug Friedberg Frankfurt, bezw. Bad Homburg für Wagen- und Autoverkehr, gesperrt vom 22. Sept. bis 1. Nov. Umleitung über Betterweil. Niedermörlen bis Abzweig nach Steinfurth. In dem Straßenzug Bad Nauheim- Gießen bezw. Usingen für Wagen und Autoverkehr, gesperrt vom 26. Sept. bis auf Weiteres. Umleitung über Rödgen- Steinfurth- Mün zenberg.
Bad Nauheim
Bilbel
-
Kloppenheim. In dem Straßenzug Frankfurt a. M. rüdgegeben war. Vielleicht hätte er nun den Rubin gern daran Kadi unmöglich, er mußte fich also darauf beschränken, dem
Besitz und begab sich auf die Flucht. 36 gesetzt, um ihn zu retten, doch das war bei der Gemütsart des ng heiligen Stunde möglich war, ihn wieder Scheidenden freundlich seine letzte Bitte zu bewilligen.
mir bei der Last meines Bauches und in
e ich selbst nicht, die Angit muß dem Men
Je Kräfte verleihen."
langer, hagerer Mann, mit einem Gesicht
seiner Gerichtsstube stand, die Inschrift der
Angelangt vor dem Tore, zog Assad den Rubin, den er bis dahin auf seinem Herzen bewahrt hatte, hervor, hielt ihn gegen die Sonne, in deren Strahlen er blinkte, wie das Auge eines Menschen, drückte ihn wehmütig an den Mund und machte
furchtbar getreu widerspiegelte, war einmal Anstalt, ihn dem Juwelier zurüdzugeben. Bevor er aber dies den und sprach seitdem gegen Diebe nur nod noch auszuführen vermochte, trat ein Greis von sehr würdigem Er fragte Assad freundlich, ob er das ihn Ansehen, dem alles Volt Platz machte, auf ihn zu, maß ihn
gehen leugne. Wie könnt' ich!" gab der
ur Antwort.„ Es wäre auch gleichgültig"
mit einem strengen Blid und sagte:
,, Assad, du bist ein Dieb!" Glühendes Rot überströmte die
mit jenem dem Teufel abgeborgten Lächeln Wangen des Jünglings, aber fest und unverwirrt schaute er zu
onen in allen Ländern der zerquetschten Unglücklichen so gern den Gnadenstoß geben r die Stadt hinaus und tue, was Rechtens vorgängige nachdrüdliche Bastonade!" sekte nach der Pfeife, die ein Sklave ihm darbot
bgeführt; auf der Straße wandte er sich an
in seiner Entrüftung noch gar nicht daran
dem Greise auf und antwortete:„ Ja, und wie du gleich sehen wirst, ich leide den Tod dafür!" ,, Jst dir dein Diebstahl nicht leid?" fragte der Greis.„ Nein," versetzte Assad schnell und bestimmt ,,, ich weiß nicht, was mich an diesen Stein fettet, aber es mag gut sein, daß ich sterben muß, denn ich fühl's, ehe ich ihn in den Händen eines anderen ließe, könnte ich mich mit Raub und Mord beflecken, obgleich meine Seele vor einem
den Rubin zurüdgeben zu lassen, und sagte Mord zurüdschaudert wie vor dem eigenen Tode."- ,, Ei, wunbitte Euch um einen letzten Gefallen. Laßt derbar!" entgegnete der Greis, gib mir doch deine Hand." zum Tode. Begleitet mich hinaus bis vor Assad reichte ihm die Hand.
ihn dort noch einmal anschaue und in Eure
Plötzlich befand er sich auf einer unbekannten Landstraße.
Gießener Zeitung".
Nr. 39.
-Friedberg für Wagen- und Autoverfehr, gesperrt vom 26.| hat, daß die Stadt Frankfurt stets für ihre Messe, die die Krise September bis auf Weiteres. Umleitung über Nieder-, Ober- Erlenbach.
Alsfeld Leusel. In dem Straßenzug Alsfeld- Marburg für Wagen und Autoverkehr, gesperrt vom 28. September bis auf Weiteres. Umleitung über Reibertenrod- RuhlkirchenAngenrod oder Renzendorf- Vadenrod- Romrod.
-
Die Straßensperrungen Büches Büdingen und Alsfeld Eifa find aufgehoben.
Heffisches Zentrum. Der Landesausschus tritt am 28. ds. Mts. in Mainz zusammen. Der Landesparteitag wird am 16. Oftober in Frankfurt a. M. stattfinden.
Der Lotteriehauptgewinn der Bensheimer Woche" fiel an einen finderreichen Schwanheimer Landmann, dessen Frau schon seit einiger Zeit im Krankenhaus liegt. Diesmal ist ein Hauptgewinn zur rechten Zeit einmal an den Rechten gekommen.
Die hessische Landwirtschaftliche Landesausstellung ist be endet, nachdem am letzten Tage die Ausstellung besonders der Darmstädter Jugend zugänglich gemacht war. In der Abteilung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte ist am besten verkauft worden. Im übrigen wird auch das Gesamtergebnis der Ausstellung von maßgebenden Kreisen als voller Erfolg bezeichnet. Besonders unsere oberhessischen Rinderzüchter dürfen stolz sein. Ihnen fiel bei dem Provinzialwettbewerb in der hessischen Rinderzucht der erste und Ehrenpreis des Staatspräsidenten zu.
Der deutsche Gartenbau auf der Ausstellung„ Blumen und Früchte“ in Frankfurt a. M. Die starke Beteiligung des Gartenbaues an der Ausstellung„ Blumen und Früchte" zeigt durch Selbsthilfe die heimischen Erzeugnisse mit ausländischen im Wettbewerb. Diesem Gedanken soll auch die vom Reichs verband des deutschen Gartenbaues, Landwirtschaftskammern, Landesverbänden für Obst- und Gartenbau und Gemüsebauverbänden am Sonntag, den 25. September, 9,30 Uhr vormit tags im Festsaal veranstaltete Tagung dienen.
Aus Nah und Fern.
Frohnhausen. Wegen Amtsunterschlagung, es handelt sich um etwa 2000 M, hatte sich der hiesige Gemeinde rechner vor dem Schöffengericht zu verantworten. Er wurde zu 9 Monaten Ge= fängnis verurteilt und ihm die Fähigkeit, öffentliche Aemter zu bekleiden, auf 3 Jahre abgesprochen.
Friedberg. Gestern abend wurden im Predigerseminar zu Friedberg die Pfarrkandidaten, die das Seminarjahr zurüdgelegt hatten, feierlich entlassen. Besondere Bedeutung gewann die Veranstaltung dadurch, daß sich gleichzeitig der Direktor, Herr Kirchenrat Dr. Velte, der in den Ruhestand tritt, verabschiedete.
Ober- Schmitten. Der verregnete Sommer hat die Pachtpreise für die Gemeindegrundstücke sehr gedrückt. Der Mietzins beträgt pro Morgen 20 bis 30 M.
Schotten. Für Lehrzwecke ist es dem Kreisschulamt unter Mithilfe des Kreises gelungen, einen Kinoapparat zu beschaffen. Rüsselsheim. Ein Darmstädter Privatflugzeug mußte am Dienstag hier in der Nähe eine Notlandung vornehmen, wobei es so start beschädigt wurde, daß es abmontiert werden mußte. Der Flugzeugführer Hesselbach tam unverletzt davon. Der Begleiter wurde leicht verletzt.
Buchenau. Dem Bäder J. Grebe brannten am 19. ds. Mts. Wohnhaus und Scheune vollständig mit Erntevorräten und dem größten Teil des Mobilars nieder.
Limburg. Bei einem erschossenen Hunde wurde Tollwut festgestellt. Ueber Limburg und 27 Nachbargemeinden wurde aus diesem Grunde Maulforbzwang angeordnet.
Die Messe ist über den Berg.
Frankfurt a. M., 23. September. Die Frankfurter Messe ist gestern zu Ende gegangen, und hat, wie ja aus den Zeitungen zu ersehen war, einen befriedigenden Verlauf genommen. Die allgemeine Stimmung in Einfäufer- und Ausstellerkreisen war günstig und innerhalb der Meßhäuser, sowie allgemein in der Stadt hat man hören können: Die Messe ist über den Berg, die Messe ist gesund. Das liegt nicht nur allein an der aufsteigenden Konjunktur und dem gesteigerten Bedarf der Einkäuferkreise, sondern ist auch zum großen Teil der außerordentlich zeitbewußten und mühevollen Werbearbeit des Meßamtes zu danken. Und wenn Oberbürgermeister Dr. Landmann am Sonntag bei der feierlichen Eröffnung der Messe das Bekenntnis erneut abgegeben
haben würde, wenn Leichtsinn oder schnöde Habsucht dich zum Raub an fremdem Eigentum verleitet hätten. Mir stehen große Kräfte zu Gebote, aber ich mißbrauche sie nie, wie so manche Genossen meiner Gewalt. Die Natur hat jene Macht, die den gewöhnlichen Lauf der Dinge aufhalten und verändern fann, vertrauensvoll in unsere Hände gelegt, damit wir ihr in irgendeinem außerordentlichen Falle, wenn die allgemeine Regel, das einfache Gesetz, nicht ausreicht, zu Hilfe kommen möge. Solch ein Fall ist der deinige, denn der Rubin, den du dort in der Hand hälft, ist das Grab einer wunderschönen ver zauberten Prinzessin. Aus ihrem Blut hat er das dunkle wunderbare Rot in sich gesogen, in das er getaucht ist. Das Feuer ihres Auges sprüht dir entgegen aus den blizenden Strahlen, die er so verschwenderisch versendet. Ihr schlummerndes Leben schauerte dich an, als du den Stein im Sonnenschein glänzen sahst, da wurde deine Seele bis in die innersten Tiefen mit jüzer Ahnung getränkt, und deine Hand mußte vollbringen, was Herz und Sinn geboten."„ Kann die Prinzessin durch mich erlöst werden?" fragte Assad tief aufatmend. Das weiß nur sie selbst!" versetzte der Greis ,,, und du kannst, wenn du willst, sie einmal sehen und mit ihr reden. Sobald du um Mitternacht alle deine Gedanken in den einzigen an sie zusammendrängst und auf den Rubin drei Küsse drücst, so weicht der Zauber auf einen Augenblid, und sie tritt in voller Glorie der Schönheit aus ihrem Gefängnis hervor. Aber wage nicht dein Glüd und deinen Frieden an einen ungewissen Moment; mit dem Dämon ist schwer zu kämpfen, dich aber würde die herrlichste der Jungfrauen mit unwiderstehlicher Gewalt in deinem tieflänge, ihren Bann zu brechen, so wärest du elend auf ewig. Und nun leb wohl, fein Sterblicher sieht mich zum zweitenmal!"
Nicht wahr, Ihr werdet es mir nicht ab Der Greis stand neben ihm. Mehr verwundert und überrascht a nur noch eine kurze Zeit." In dem Jume als erfreut, schaute der Jüngling seinen Retter mit einem fra= eid, ihn dauerte der schöne gefaßte Jüngling genden Blid an. ,, Du bist jetzt über hundert Stunden von Bagdad sten Sein gefangennehmen, und, wenn es dir dann nicht ge= oller Kraft und Glut des Lebens vor ihm entfernt," begann der Greis, der seinen Blid wohl verstanden
on in wenigen Augenbliden der Natur vor gen Verwendung für einen neuen 3wed zu
batte ,,, und sie können dort, wenn sie wollen, ein Lamm strangulieren, das ich zum Zeichen deiner Unschuld an deiner Stelle zurüdgelassen habe. Glaube jedoch nicht, daß ich dich gerettet
Der Greis war verschwunden, sowie er ausgeredet hatte. Assad bemerkte es kaum, denn jede seiner Empfindungen, jeder
überstanden habe, und sich im Gesundungsprozeß befinde, eintreten wird, so ist das nur der Ausdruck der Meinung des größ= ten Teiles der Bürgerschaft. Im Uebrigen wollen wir darauf aufmerksam machen, daß, wenn auch die Messe beendet ist, die vier Ausstellungen Blumen und Früchte“,„ Der Herr vom Morgen bis zum Abend",„ Büro und Reklamemesse" und„ Die Blume im Heim" täglich bis zum 2. Oktober, abends 8 Uhr, geöffnet sind.
Lehar und Tauber in Frankfurt a. Main.
Alle Freunde und Liebhaber der leichten Muse, der Operette dürfen nicht versäumen diese Tage das Operettentheater in Frankfurt zu besuchen, wo der berühmte Tauber in der von Lehar, dem noch berühmteren Musiker, komponierten und dirigierten Zarewitsch" Operette die Titelrolle fingen wird. Meister Lehar bekannt durch seine Operetten mit den vielen volkstümlichen Liedern, man dente nur an..3igeunerliebe",., Graf von Luxemburg,., Die lustige Witwe", Frasquita" und„ Paga nini", bleibt nur drei Tage in Frankfurt, während der außer ordentlich gefeierte Tenor, Schallplattenkönig und Frauenliebling Tauber 2 Wochen lang feinen Freunden den„ Zarewitsch" in Frankfurt fingen wird.
Rödelheim. Der hiesige Weißbinder E. wurde wegen Blutschande vom Schöffengericht zu 1 Jahr und drei Monaten Zuchthaus verurteilt.
Bad Wildungen. Ein verwegener Gauner. Während der Bahnhofsbeamte spät abends zur Abfertigung eines Zuges auf den Bahnsteig gegangen war, drückte ein Einbrecher das Schalterfenster ein und eignete sich die Kasse mit annähernd 500. an. Noch bevor er verschwinden konnte, wurde er von dem zu rückkommenden Beamten gestellt und festgenommen. In der Gefängniszelle des Rathauses, in die man ihn gesteckt hatte, arbeitete er sich ein Loch in den Fußboden und verschwand un bemerkt durch den Kohlenkeller. Es handelt sich um den schon mit Zuchthaus vorbestraften 33jährigen Tischler Nessel aus Darmstadt.
Rüdesheim. Vor 50 Jahren wurde der Grundstein zum Nationaldenkmal auf dem Niederwald in Anwesenheit des alten Kaisers Wilhelm gelegt. Diesen Jubiläumstag beging die dortige Krieger- und Militärkameradschaft mit einer fleinen Feier und Kranzniederlegung am Denkmal. Die Stadtbehörden Rüdesheims hatten es nicht nötig, von diesem Tage Kenntnis zu nehmen und glänzten durch Abwesenheit.
Oberstein. Die Schmach am Rhein! Das französische Kriegsgericht verurteilte einen französischen Alpenjäger zu 2(!) Jahren Gefängnis wegen eines Sittlichkeitsverbrechen, begangen an einer jungen deutschen Frau auf dem Wege nach Sollmers bach.
Bebra. Bei einem Hotelbesitzer und einem Fahrradhändler in Rothenburg an der Fulda sind große Diebeslager entdeckt. Die in dem Hotel zum Ausschant gelangten Weine und Spiri tuosen sind seit längerer Zeit gestohlenes Gut. Ebenso waren in der Fahrradhandlung Räder, Gestelle, Autoreifen und anderes Zubehör ausschließlich zusammengestohlen.- Noch ein Diebeslager wurde in einem Gasthaus in Sontra ausgehoben. Sämtliche gestohlenen Sachen rühren von den in letzter Zeit bekannt gewordenen Güterzugsberaubungen her.
Weißenfels. Ein älterer Arbeiter der Leuna- Werte warf im Scherz einem Arbeitskollegen während der Arbeitspause eine Eierschale ins Gesicht, worauf dieser, der als Rohling bekannt ist, dem Arbeiter eine Bierflasche mit solcher Wucht an den Kopf warf, daß diesem die Stirnschale zertrümmert wurde. Es be steht wenig Aussicht, den Verletzten am Leben zu erhalten.
Berlin. Gegen Ludendorff! Die Großmeister der deutschen Großlogen nehmen gegen die von Ludendorff herausgegebene Schrift Vernichtung der Freimaurerei" außerordentlich scharf Stellung. Ludendorffs Schrift wird von ihnen als Pamphlet bezeichnet.
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Verantwortlich: Christian Klein in Gießen. seiner Gedanken war an das Wunder, das er in seiner Hand hielt, gebunden. Wie freute er sich, daß die Sonne sich schon zum Untergang neigte, daß die Schatten sich verlängerten, wie sehnte er sich nach der Mitternacht, die er sonst als unheimliche Freistunde der Toten und Gespenster gescheut, vor der er sich ängstlich in die schützenden Arme des frommen Schlafs hineingeflüchtet hatte. Sie erschien ihm jetzt wie ein Gefäß, aus dem seinen durftenden Lippen der holbeste Inbegriff alles Lebens entgegenschäumte, und daß sie über die ganze übrige Welt Angst, Grauen und Entsetzen ausgoß, gab ihr für ihn eben noch einen letzten schauerlich- zauberischen Reiz. Unterdes eilte er, da es schon dunkel wurde, raftlos fort, um noch vor völligem Einbruch der Finsternis die Stadt, die er in nicht gar weiter Ferne vor sich liegen sah, zu erreichen. Dies gelang ihm, auch war das Glüd ihm günstig, daß er bald bei einer alten Frau ein Unterfommen für die Nacht fand. Er zog sich sogleich, große Müdigkeit vorschüßend, in das ihm bestimmte Schlafgemach zu= rüd, legte den Rubin vor sich auf den Tisch und zählte nun bei brennender Lampe und verhängten Fenstern die Minuten, die langjam, langsam, als wollte jede ihm den Inhalt der Ewigfeit vorrechnen, vorübertrochen. Endlich war es zwölf. Mit unsäglicher Jnbrunft drüdte er jetzt den Rubin an seinen Mund und tüßte ihn dreimal.
Da war es, als ob sich der Edelstein in seiner Hand in leichten, gefärbten Duft aufloderte, der zu einer morgenroten Wolfe, die das ganze Zimmer erfüllte, anschwoll. Aus der Wolfe schimmerte eine weibliche Gestalt hervor, anfangs blaẞ und im schwachen Umriß kaum erkennbar, aber schnell aufblühend zu frischem, glühendem Dasein. Die holde Jungfrau, in ein blaues Gewand gekleidet, das Haupt in kindlicher Anmut ein wenig vorwärts neigend, warf einen schüchternen Blic auf ihre Umgebung und rief:„ Wo bin ich?" ( Schluß folgt.)


