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Nr. 52.

Str. 52.

in diesem Buche steht, durfte man fich handlungen zusammenfuchen.

Linus

Donnerstag, den 22. Dezember 1927.

Lokales.

Sonntagsfahrtarien gelten zu Weihnachten vom 23. 12. ( Freitag) mittags 12 Uhr ab. Die Rüdreise mug bis zum 3. Feiertag( Dienstag) morgens 9 Uhr angetreten worden sein. Die Amisräume des Hauptzollamis Siehen sind am 25. ds. Mis., dem ersten Weihnachtsfeiertage, Don Dormittags 10-11 Uhr, zur Abfertigung von aus dem Auslande eingehen. ben Weihnachtspoftpateten geöffnet.

Buche Das Jugendalter und sein 7,50 M) gleich zu Spezialaufgaben über, nsstufe: der Pubertätszeit. Er ist ver fann ein berufenes Urteil über folgen gen abgeben. er"( geb. in Leinw. 30 M) ist mit eins interifone unserer Zeit, ein rechtes Sans 3wei Nachschlagwerte: toffen, Akademiker oder Arbeiter. Gröste 000 Artitel, 5000 Abbildungen) und bo Ein Univerfalletiton für alle Stände das Staatslegiton( Band 1. geb. Halbfranz 38 M, Band 2( etwa 35 M Spätherbst). Mehr als 450 Mitarbeiter entalwert. Es beschränkt sich nicht auf it im engeren Sinne. Das Staatspoli Wirtschaftliche, Rechtliche usw. steht im

mit der allgemeinen Geiftesauffaffung te Auswahl vermittelt nur eine unvoll Der langen Reihe erlesener Werte aus Sieten unferes Shrifttums, die Herbers

d) 1927. Wie alljährlich, bringt au hem in Köln wieder eine Reihe neuer markt. Auf tunsthistorischem Gebiet ist

as Laacher Münster" von P. Dr. Adal B.( Maria Laach) zu erwähnen Breis ene Bauwerk am stillen blauen Eifelsee Schrift eine Monographie erhalten. haltender Art: Zunächst das spannende früheren Offiziers der Fremdenlegion, genen Erlebnissen erzählt: Durh benteuerliche Streifzü-" von Frik Oble.

hier neben freundlichen Bildern, prächtig gegnungen mit wilden Tieren geschildert. ung: Aus allen Zeiten und Ländern. derner Roman, das Wert eines jungen sjungen Rohmer Theumar" von Chri Hinter dem Roman steht als Rern

It das Wissen um den Kampf zweier

alle heute irgendwie mitkämpfen.

legt der Verlag drei Werke vor: hard von Spielmann", Erzählung aus 4,50); Schulze, Marie von ,,, Im Lande Erzählung aus Ungarns Vergangenheit. Wirz, Ludwig ,,, Am Grenzwall". Histo

gen Bobachs Handarbeitsbücher und Einzelhefte find wieder eine Reihe Neu­nen, die berufen sein werden, der Frau, Ilkommene Bereicherung der Kenntnisse der Herstellung von Handarbeiten zu zu begrüßen sind die neuen Bände. Teine Handarbeiten zum Spaßbereiten" Slidfasten der Bölfer"( M 1,50), Nr. er und Westen für Herren"( M 0,75), Wolle und Seide"( M 0,75), Nr. 41: 50), Nr. 125: ,, Smot- Näherei"( M 0,75). irschnerei im Hause", eine kurze Anlei 1,20). An den Aufgaben im Einzelheft ntunst"( 3ahlenwunder, rechnerische Pro enfunststüdchen( M 1,-) kann man seine en. Die Reichhaltigkeit und gute Aus Sefte veranlaßt uns, sie besonders auch Breises nachdrücklichst zu empfehlen. Ed er Buchhandlung.

idkalender 1928. Ein Abreiß- und Notiz schwarzen Bildern bekannter Künstler. en von 7-14 Jahren. RM. 1,50. tuttgart.

I Chrißian Klein in Gießen.

Wieber eröffnet. Am 1. Januar 1928 wird der links ber Bahnstrede Herborn( Dillfreis)-Nieberwalgern zwischen den Stationen Eisemroth und Bischoffen gelegene, bisher geschlos fene Bahnhof Uebernthal für den Berfonen, Gepäd, Expre gutverkehr und Güterverkehr wieber eröffnet werden.

Mit der Auszahlung der Militärversorgungsgebührnisse für Monat Januar wird bei den Postanstalten bereits am 28. Dezember begonnen werben.

* Neueinrichtung im polizeilichen Melbewesen. Ab 1. Ja­nuar 1928 ift fülz polizeiliche Melbeswede ein Einheitsformular eingeführt, bas zur Ans, Ab- und Ummelbung verwendet wer ben kann. Die Formulare sind in hiesigen Papier- und Schreib marenhandlungen, auch in unserer Expedition, gegen 3 Rpfg. bas Stüd, erhältlich. Ein Verkauf von Meldeformularen bei bem Einwohnermeldeamt und bei den Melbestellen an die Ver braucher im Einzeln findet ab 1. Januar 1928 nicht mehr statt.

,, Gießener Zeitung"

Die hiesige Bezirkssparfalle zeigt nach dem vorliegenden Geschäftsbericht eine recht günstige Entwidlung und eine geftel gerte Spartätigkeit. Es wurden 3183 neue Sparfonien errichtet, beren Zahl damit auf 8300 tieg. Der Rechnungsabschluß zeigt eine Gesamteinnahme von 42 820 634 R und eine Ausgabe Don 42 674 470 RM, Jodaß ein Reingeminn von 46 684 M. ver bleibt. Darlehen, Bürgschaften ufm. ftiegen auf 5,5 Millionen Mart

Das Betreten zugefrorener Flüsse, Teiche ufw. ist unters fagt. Nach Artikel 297 des Sessischen Polizeistrafgesetzbuches bürfen zugefrorene Flüsse, Teiche und tiefe Bäche bei Meibung gerichtlicher Bestrafung nicht betreten oder mit Schlittschuhen, Wagen, oder Schlitten befahren werden, solange bies durch po= lizeiliche Anordnung ausdrüdlich untersagt ist. Eltern, Er­zieher und Lehrer werden ersucht, ihre Kinder und Schüler auf bas Verbot und die Gefahren des verbotenen Betretens von zugefrorenen Flüssen, Teichen und tiefen Bächen aufmerjam zu machen.

Aus Nah und Fern.

Krofdorf. Wir haben hier ein Ortsgerichtskollegium, das wegen seines hohen Alters wohl weithin als eine Seltenheit anzusprechen ist. Es besteht aus dem 85 Jahre alten Landwirt Karl Balentin, bem 83 Jahre alten Landwirt Philipp Pfeiffer und bem 82 Jahre alten Gemeindevorsteher a. D. Karl Pfeiffer. Alle brei zusammen verförpern alfo 250 Lebensjahre, versehen aber ihr Amt noch mit großer Frische und seltener Sorgfalt.

Friedberg. Ein schweres Autounglüd ereignete sich Sonn tag abend auf der Straße zwischen Rendel und Niederdorfelden. Ein mit Fußballspielern aus Kilianstädten befektes Lastauto tannie furz vor der Nieberbrüde gegen einen Telegraphenmaft. Durch die Wucht des Anpralls wurden die Insassen herausge schleudert und bei dem Aufschlagen auf das harigefrorene Ader­

Das Telegraphenamt weist barauf hin, daß vielfach um bie Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von Rund­funkempfangsanlagen erst dann nachgefucht wird, wenn diese bereits errichtet worden sind oder gar schon betrieben werden. Nach der Verordnung zum Schutze des Funfverfehrs vom 8. 8. 1824 betarf auch die Errichtung einer Funkempfangsonlage bez Genehmigung der Reichs- Telegraphen- Berwaltung. Perso nen, die vorfäglich entgegen den Bestimmungen diefer Verord nung Funlanlagen errichten, werden mit hohen Strafen belegt, a. U. sogar mit Gefängnis. Wer Rundfuntieilnehmer werden will, ist verpflichtet, bei dem für Gießen zuständigen Tele­graphenamt vor der Errichtung der Anlage um die Genehmi gung nachzusuchen. Anmeldungen werden durch Fernsprecher ( 610), an den Bostschaltern und bei den Briefzustellern ents gegengenommen. Wohnungsänderungen sind von den bereits vorhandenen Rundfunkteilnehmern dem Zustell postamt( für Gießen dem Telegraphenami) unverzüglich schriftlich mitzuteilen.

* Folgende Straßen sind nach Mitteilung der Provinzial­Straßenverwaltung durch Schneeverwehungen für den Verkehr unbenugbar:

land erheblich verlegt. Bei zweien der Verunglüdten scheinen

die Verlegungen besonders schwerer Art zu sein.

Weihnachten geschehen würde. Die Bevölferung aller Schichten habe ich eine Lebenshaltung angewöhnt, die mit ihrem Einkom. men in feinem Berhältnis stehe

Schotten.& uriose Jagdbeute. Der Befiger des Kur hauses Luginsland schoß dieser Tage einen Rehbod, dessen Schä bel völlig verkrüppelt war. Der Unterfiefer war gerade gewach Jen, die Spitze des Oberkiefers stand etwa 6 Zentimeter seitlich, die Zähne find einseitig abgenutzt. Eine alte Schußwunde war nicht festzustellen, so daß anzunehmen ist, daß es sich bei dem Bod um eine ganz feltene Mißbildung von Geburt an handelt.

1. Michelbach- Busenborn; 2. Breungeshain- Sichenhausen; 3. Rigenbügel- Altenhain; 4. Petershainerhof- Wohnfeld; 5. Wie­fenhof- Feldfrüden; 6. Poppeftruth- Gößen; 7. Stumpertenrob­Unter- Seibertenrod; 8. Roddingen- Meiches; 9. Helpersheim­Engelrod; 10. Ulrichstein- Bobenhausen, Abfahrt nach Ober Seibertenrob. Die gesperrten Streden sind am Anfang und Ende burch Tafeln fenntlich gemacht.

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Eht Aepfel!

Eine unfaubere Wohnungsbaugeschichte. Offenbach a. M. Gegen die Leiter der Mieter- Bauge nossenschaft e. G. m. b. 5. Offenbach a. M., ist wegen Betruges von der Staatsanwaltschaft die Voruntersuchung eingeleitet worden. Die Gesellschaft baute ohne jeglichen petuniären Räd halt und machte Schulden. Nach den bestehenden Vorschriften hätten von den Mitgliedern, für die Häufer gebaut würden, zehn Prozent der Baufumme, die vorher eingezahlt wurden, hergestellt werden müssen. Dies soll nicht geschehen sein. Die Bauhandwerker drängten auf Bezahlung. Da ihre Forderungen nicht erfüllt werden fonnte, wurde vor einiger Zeit das Kon­fursverfahren eingeleitet. In diese Sache ist auch der städtische Baurat Julius Klingelhöfer vermidelt, der seinerseits der Stadt­Derwaltung mitgeteilt haben soll, daß die Finanzierung der Bauten der Genossenschaft in Ordnung fel. Er ist vorläufig feines Amies enthoben und unter Vorbehalt weiterer Maß nahmen in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden.

Dillenburg. Durch ein Großfeuer in dem Orte Arborn im Dillfreis ist das Wohnhaus nebst Wirtschaftsgebäude des Land­wirts Ernst Otto Theis bis auf die Grundmauern niederge brannt. Das gesamte Mobilar und alle Futtervorräte sind vernichtet, hingegen fonnte das Bieh im lehten Augenblid in Sicherheit gebracht werden.

Hanau. In einer Pressebesprechung hat der Hanauer Ober­bürgermeister u. a. die Beamtengehaltsregelung gestreift und babei erwähnt, daß in diesem Jahre die Stadtverwaltung davon Abstand genommen habe, die Januargehälter schon vor Weih nachten auszuzahlen, weil die Geschäftswelt über eine große Ber Schuldung Alage führe. 3war würde viel gekauft, doch erstrede sich die Bezahlung auf eine sehr lange Zeit. Dieser Zustand dürfe nicht gefördert werden, wie es durch Zahlung der Gehälter vor

Das gefunbefte und billigste Obst, das wir haben, ist der Apfel. Abgesehen davon, daß er gut schmedi, hat er- und das ist vielen unbekannt eine ganze Reihe von Eigenschaften, bie dem Organismus des Menschen äußerst dienlich find. Seine Fruchtsäure desinfiziert Mund- und Rachenhöhle, forrigiert zu schwache Magensäure und fördert so die Verdauung, fie ver hindert weiterhin auch Nierenerkrankungen; durch seinen bes deutenden Phosphorgehalt belebt der Apfel die Nerven und ist allen, bie an Schlaflosigkeit leiden, zu regelmäßigem Genuß zu empfehlen. Darum des morgens, nach dem Essen und des abends vor dem Schlafengehen ein Apfel!

Wieviel Ochsen...?

Der Vertreter des Landbundes, Herr von Bonin, hat un

längst ein Bonmot geprägt, das seiner Köstlichkeit wegen feft­gehalten zu werden verdient. Er sprach in einer Versammlung über die Aufhebung der Zwangswirtschaft für die Landwirt. schaft und stellte fest, damals hätten Sachkundige" immer wie der betont, daß der Fleischmangel nach Aufhebung der Zwangs wirtschaft in Deutschland fatastrophal werden müßte, und als der 3mang fiel, war genügend Fleisch da. Jegt merkte man erft, wie viele Ochsen es in Deutschland gibt.

Möchte der Historiker, der dereinst topfschüttelnd den un geheuren wirtschaftlichen Unsinn unserer Tage fommenden Ge schlechtern zur warnenden Erinnerung erzählt, an diesem präch tigen Wort nicht vorübergehen. Es tönnte als Leitmotiv auf die erste Seite des Werkes gesetzt werden.

F. W.

Der mißverstandene Sänger. ,, Singe, wem Gesang gegeben!" sagt der Dichter Mr. Char les King in Chicago war der Ansicht, daß ihm die Macht des Gesages gegeben sei, und er sah sich schon als umjubelten Star einer Chicagoer Opernbühne. Zunächst mußte er aber, um die Jes Ziel zu erreichen, dem Herrn Direktor etwas vorsingen. Er begab sich also in das Büro des Allmächtigen und fing an, seinem Kehlkopf die Flut seiner Töne entströmen zu lassen.

Soweit war alles gut und der Herr Direktor war auch sehr freundlich. Aber leider, sagte er, sei zur Zeit alles besetzt. ,, Was, alles besetzt?" meinte Mr. Charles King. Dem Pub lifum foll meine Stimme vorenthalten werden, weil ein heife tez Jdiot meinen Platz auf der Bühne besett hält? Dieses Wunder von einer Stimme soll nicht öffentlich gehört werden? Das fönnen Sie nicht verantworten, Serr Direttor."

Mr. Charles King wurde lebhaft und forderte den Herrn Direktor immer bringender auf, Rich seine Stimme noch einmal genau anzuhören. Und der Herr Direktor wurde auch immer liebenswürdiger. Gewiß, ja, sagte et, die Stimme sei sehr Schön, und gewiß, ja, es würde sich sicher ein besonderes Arrange ment treffen lassen! Serr King möchte so liebenswürdig sein, mit in bas Nebenzimmer zu fommen, da fönne man ja noch ein mal über die Sache sprechen.

Natürlich leistete Herr King Hoffnungsvolle Folge. Aber er sah sich gräßlich getäuscht. Der Herr Direktor warf mit einem Rud die Tür hinter seinem Besucher zu und drehte den Schlüssel um. Der zukünftige Liebling des Publfums war ein Gefangener.

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Ein paar fräftig und entschlossen aussehende Herren famen balb darauf und nötigten ben sich heftig sträubenden Sänger, in ein Auto zu steigen, das ihn in rascher Fahrt in eine be fannte Jrrenanstalt brachte. Sier hatte Herr King erst einmal 3eit, sich zu beruhigen, und dann verursachte es ihm viel Arbeit und Schwierigkeiten, seine Entlassung zu erreichen. Der Herr

Herr Keith A. Woob, der neue Generaldirektor der Gene ral Motors G. m. b. S., Berlin- Borsigwalde, ist einer der füh renden Automobil- Sachverständigen Europas. Herr Wood ist jetzt an die Spitze der Berliner General Motors G. m. b. 5.| Theaterdieftor hatte nämlich angegeben, Mr. Ring habe ihm berufen. Es ist dies ein deutlicher Hinweis auf die Wichtigkeit des deutschen Matties und die Tragweite der Pläne, die der General Motors- Konzern bezüglich des Ausbaues und der Ver größerung seiner deutschen Anlagen hat.

ben Einbrud eines Geistesgestörten gemacht, ber schauerliche Töne ausgestoßen und sinnlose Reben geführt habe. Um den Dermeintlichen Wahnsinnigen nicht zu reizen, sei er scheinbar auf seine Forderungen eingegangen.

ndlung

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