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Samstag, den 22. Oftober 1927.

Na, das fommt ja wohl für dich nicht mehr in Frage, alter Günder du, he?

Ach was, da würde ich bei meiner Frau schön anlaufen. erit heute morgen zuft sie mir nach: Du alter Faulpelz, solltest dich auch mal lieber darum fümmern, daß wir Kartoffeln und Feuerung in den Keller bekommen. Na Kohlen hab' ich schnell noch bestellt, die werden wahrscheinlich in den nächsten Wochen doch teurer, denk nur an die Lohnfämpfe im Bergbau. Aber mit den Kartoffeln... ba will ich doch man noch mal warten, 5 Mart 20 Mensch, fünf Mart 20, wo die Kartoffeln letz­tes Jahr nur vier Mart gefoftet haben und alle Zeitungen voll davon stehen, daß die Kartoffelernte so gut ausgefallen sei.

Ja, lieber Willi, da wirst du wohl lange warten müssen. Und dann lag dir jagen, rauch ein, zwei Bädchen Tabad weni­ger, verzichte ein paar mal auf den Dämmerschoppen, sieh', dann bist du um gar nichts ärmer und der Landmann, mit dem du in diesem Jahr der Ratastrophen sicher nicht tauschen möchtest, hat ein paar Groschen mehr.

Ich geb' dir recht, Hannes, aber tomm' bitte mit, und et zähl's meiner Frau und hör', was die sagt, wie sie mit jedem Pfennig rechnen muß.

Ja, ja, es sieht traurig aus im lieben Baterland, die Not ist groß und feiner sieht ein Ende. Leb' wohl, Willi, wir wollen essen gehen!

Auf Wiedersehn, Hannes, grüß' zu Hause von deinem Fiz.

* Einreichung der Steuerabzugsbelege durch die Arbeitgeber für 1927. Die Vordrude für die vereinfachte Einreichung der Be­lege über den Steuerabzug vom Arbeitslohn für das Kalender­jahr 1927 find den Finanzämtern zugegangen und können dort abgeholt werden. Die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten über die im Kalenderjahr 1927 einbehaltenen Steuerabzugsbeträge find nur einzureichen für die Arbeitnehmer, die im Kalenderjahr 1927 während der ganzen Dauer der Beschäftigung oder während eines Teiles desselben in einer anderen Gemeinde als in der Beschäftigungsgemeinde einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten.

* Das Kreisamt Gießen teilt im Amtsverkündigungsblatt mit: Die Besizer von Bäumen zu Seiten solcher Provinzial-, Kommunal- und Ortsstraßen, an denen Telegraphenleitungen entlang laufen, werden aufgefordert, gelegentlich der im Herbst dieses und im Frühjahr kommenden Jahres stattfindenden Aus­ästungen die betr. Bäume so weit zurückzuschneiden, daß Be­rührungen der Telegraphenleitungen mit den Baumzweigen ( auch beim raschen Wachsen der Bäume) für den nächsten Som­mer ausgeschlossen sind.

* Gesperrt ist ab 17. Ottober wegen Vornahme von Asphalt­arbeiten die Schillerstraße zwischen Nordanlage und Stein­straße bis auf weiteres für jeden Fahrverkehr.

Straßensperrungen,

mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Krautgartenstraße in Burgsolms, im Straßenzug Oberndorf­Burgjolms- Oberbiel für alle Fahrzeuge, bis 5. Nov.; Um­leitung über Alshausen.

Frizlar- Werkel, im Straßenzug Gießen- Marburg- Kassel, für alle Fahrzeuge, bis 6. November; Umleitung: über Hadda­

mar.

Die Straßensperrung der Strede Alsfeld Romrod ist wie= der aufgehoben.

Die Sperrung der Straßenstrede Schlih- Hutdorf ist ab 21. Oftober 1927 aufgehoben.

* Das Direktorwohnhaus des Elektrizitätswerks ist in weni­gen Wochen schon so weit fertiggestellt, daß am letzten Mittwoch das Richtfest gefeiert werden konnte. Bezugsfertig wird das Haus erst im nächsten Jahre.

* Auf dem heutigen Wochenmarkt wurden folgende Preise gefordert:

Aepfel bis 12 Pig., Birnen bis 15 Pfg., Zwetschen 15 Pfg., Weintrauben 35-40 Pig., Kastanien 50 Pfg., Kartoffeln, pfund­weise bis 6 Pfg., im Zentner von 5,20 Man, Weißkraut 7 Pfg., Wirsing 15 Pfg., Rosentohl 50-60 Pfig., Rotfraut 10 Pig., Kohlrabi 8-10 Pig, Endivien 15-20 Pfg., Gelbe Rüben bis 15 Pig., Blumenkohl 80 Pig. bis 1,40 M, Spinat 30 Pfg., Zwie­

Streiflichter

11

Gießener Zeitung"

bel 15 Pfg., Tomaten 50 Pig., Eier 16 Pfg., Landbutter 2,10 M, Scheiben- und Schleuderhonig 2,-M, Hühner 1,-M, Gänse 1,20 M, Schellfisch 40 Pfg., Goldbarsch 40 Pig. Es wurde im allgemeinen wenig gekauft.

* Militärversorgungsgebührniffe. Mit der Auszahlung der Militärversorgungsgebührnisse für den Monat November 1927 wird durch die Postanstalten ausnahmsweise bereits am 27. Ot­tober begonnen.

* Der Verwaltungsausschuß des Gaues Rhein- Main- Lahn­Fulda des Verbands für deutsche Jugendherbergen hielt auf dem Hoherodstopf eine Sigung ab, in der u. a. auch ein Bericht über den gegenwärtigen Stand der Jugendherbergsbewegung in Ober­hessen erstattet wurde. Hierbei wurde mitgeteilt, daß in Ober­hefsen jett 13 Jugendherbergen vorhanden sind, die im Berichts: jahr 1927 insgesamt zu über 6000 Uebernachtungen aufgesucht

wurden.

* Bom Bogelsberger Höhenclub. Der Gesamtvorstand des V. H. C. tagte hier im Eisenbahnhotel. Die Klubhäuser auf dem Hoherodstopf sollen eine Zentralbeheizung bekommen. Der Gießener Schiflub erbaut einen zweiten sportgerechten Sprung­hügel auf dem Hoherodskopf. Die Universität Gießen stellt hierzu erhebliche Mittel zur Verfügung. Der V. H. C. wird den Keller im neuen Klubhaus für Massenquartiere zur Ber­fügung stellen. Der Verein Musik- und Wanderfreunde Kessel: bach, der 60 Mitglieder hat, wird als neuer Zweigverein auf: genommen. Eine Anregung des Gießener Schiflubs, unterstützt durch den V. 5. C. Gießen, geht dahin, den Sommerfahrplan Schotten auch für den Wintersport durchzuführen. Die An­regung soll an die Eisenbahndirektion weitergegeben werden. Der Landgrafenborn, die Quelle der Nidda, gibt schon einige Zeit kein Wasser mehr. Ein Kostenzuschuß zur Wiederinstand­setzung wird bewilligt.

* Aus der D. T. Der Turngau Hessen veranstaltete am 16. Oktober anläßlich des 75. Todestages des Turnoaters Jahn eine Sigung des Gauturnausschusses in Gießen, an die sich eine Gau­turnstunde anschloß. Es wurde das turnerische Programm für das neue Arbeitsjahr aufgestellt. Zugleich wurde ein Kursus fstr Kampfrichterausbildung abgehalten. Nachmittags 1 Uhr tagten die Vorsitzenden der über 100 Turnvereine des Gaues Hessen im Café Leib.

*

Vortrag über das Lahntal. Am Sonntag, den 23. Ot­tober, nachmittags 6-7 Uhr, findet im Sender Frankfurt a. M. in der Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbil dung ein Vortrag über das Lahntal statt. Leo Sternberg hat es in dankenswerter Weise übernommen, in einem Vortrag das ihm sehr vertraute Lahntal zu besprechen und aus der Hei­matliteratur, die er besonders gut kennt, vorzulesen.

Aus Nah und Fern.

Klein- Linden. Am Sonntag, den 30. Oktober, wird die gründlich renovierte Kirche feierlich eingeweiht. Zu gleicher Zeit findet das alljährliche Kirchweihfest statt.

Grünberg. Für ihre im Weltkriege gefallenen Söhne hat die Nachbargemeinde Merlau ein Ehrenmal errichtet. Die Weiherede hielt Pfarrer Dr. Stumpf, die Gedächtnisrede Lehrer Dönges.

Buzbach. Lobenswerte Einigkeit.

Die Deutsche Volts: partei, die Demokratische Partei, der Gewerbeverein und der Bürgerverein haben für die Stadtverordnetenwahl eine vin heitsliste" aufgestellt.

31. X

Auch die Industrie verständigt sich bei Meinungsverschieden­heiten, wenn solche Summen Streitwert sind.

Es ist dem Rechts- Anwalt auch unbenommen, mit seinem

über die Kosten eines Prozesses. Auftraggeber die Höhe seiner Bergütung zu bereinbaren, alſo

( Schluß.)

Neben diesen Gebühren hat er Anspruch auf Ersag seiner Auslagen. An Reisekosten erhält er pro Tag 10,- Mart. Vergütung( für nur vier Stunden 5,- Mark) und die Fahrt zweiter Klasse, daneben einen festen Betrag von 10,- Matt, der sich ebenfalls evtl. auf 5,- Mark ermäßigt. Horrend sind diese Säße nicht, wenn man bedenkt, daß dem R.-A. seine Abwesenheit von seiner Amtsstube oft mehr wie 20 Mt. Schaden bringt an einem Tag, d Ueber die Höhe der Anwalts- Gebühren gibt nachstehende Tabelle Aufschluß. Es beträgt eine Gebühr bei einem Streit­wert von

20 Mart

60 Mart

100 Mart

300 Mart

500 Mart

1000 Mart

2000 Mart

5000 Mart

10000 Mart

20000 Mart

50000 Mart

100 000 Mart

300 000 Mark

500 000 Marf

1000 000 Mark

||||||||||||||||||||

2, Mart

4,- Mart

6,- Mark

15,- Mart

25,- Mark

45,-

Mart

75,-

Mart 145,- Mart

205,-

Mart 255,- Mart

405,- Mark

655, Mark

1155 Marf

1655 Mark

-

2 905 Mart

Es sind Prozesse über solch' hohe Objekte eine äußerste Seltenheit. Ich habe einen solchen über 1 Million Mart in mei nen 30 Dienst Jahren meines Wissens nur einmal erlebt.

Durch die Inflation sind Vermögenswerte in solcher Höhe bei gewöhnlichen Sterblichen überhaupt nicht mehr vorhanden.

-

die geseglichen Gebührensäge zu umgehen. Erfolghonorare sind als standeswidrig nicht zu billigen. In der zweiten Instanz also z. B. bei Berufungen gegen Amts­Gerichts- Urteile erhöht sich die Einzel- Gebühr um drei Zehnfel. Auch in zweiter Instanz am O.-L.-G. sind ein und drei Zehntel Gebühren fällig.

In Armenfachen erhält der R.-A. seine Gebühren aus der Staatskasse. Dies aber nur dann, wenn ihn das Gericht als Armen- Anwalt beiordnet. nur, wenn das Ge= richt die Sache

fteller hält the nicht

ht für unbedingt aussichtslos für den Antrag­Armut allein also gibt noch teinen Anspruch auf einen Armen- Anwalt. In Amtsgerichts- Streitigkeiten wird in der Regel ein Armen- Anwalt nicht beigegeben. Das Armen­Recht wird auf Vorlage eines ortsgerichtlichen Armuts- Zeug­nisses und damit die zunächstige Befreiung von Gerichts- und Anwaltskosten für die arme Partei bewilligt. Ihr Gegner tann aber von der armen Partei troydem Kosten verlangen, wenn fie im Prozesse unterliegt. Auch kann das Gericht, wenn sich die Verhältnisse der armen Partei bessern, die Nachzahlung ihrer gestundeten Kostenschulden später anordnen. Das ist vielfach noch unbekannt. Die Gebühren, die der Armen- Anwalt aus der Staatskasse erhält, sind auch recht gering.

Die Einzel- Gebühr beträgt bei

200 bis 500 Mart

500 bis 1000 Mart über 1000 Mark

= 12,- Mart

= 20,- Mart

-

35,- Mart

Ausländer erhalten Armen- Recht in der Regel nicht.

Es müssen auch diese geringen Säße für die oft große Mühe der Armen- Anwälte einmal bekannt werden. Allerdings er­halten sie ihre Auslagen vergütet, aber nur sehr schwer Reisen aus der Staatskaffe, die sie für die arme Partei machen.

Von einer Partei, die Armen- Recht nicht hat, kann

an

Nr. 43.

Samstag, den 22. Oktober

Ein hochb

CDE

SCHIEL

von jang and alt Oetke

Mit Milch zubereitet und schmeckt er delikat and s kasse na dieses Abendbrot doppelt a Viele Sorlen ermöglich In dem neuen farb.illustrie

sind n

weitere

speisen

für 15 wenn nicht vorr Dr. Augus Ladenverkaufspre Pfg., 3 Stück 25 P Pfg., Vanillin- Zuc Gala- Schokoladen­Puddingpulver 20 Mandeln 25 Pfg., K 225 g 35 F

gallernhausen. Ein reich tragen Landwirt brach an einem Baum 36 große Rörbe voll und erntet Jentner Schüttelobit. Darmstadt. Die Stadt beabsichtig en Bauprogramms. Die fina dem Jahre erscheinen so hoch, daß chwohnungsbauten mit einem Roft 70 mit einem Aufwand von 350 00 follen.

Hessischer Handwerkertag in Bad Nauheim. Das hessische Handwerk und Gewerbe hielt am letzten Sams tag und Sonntag in Bad Nauheim seinen zweiten Verbandstag ab. Sonntag vormittag fand die erste öffentliche Versammlung statt, die der Verbandsvorsitzende J. Nohl- Darmstadt mit einer Begrüßung einleitete. Der Bericht legte Rechenschaft ab über die Arbeiten der einzelnen Unterausschüsse innerhalb des Lan desverbandes. In der Frage der Regiebetriebe von Reich, Län dern und Kommunen, die das Handwerk schwer schädigten, zeig ten die Behörden noch immer fein Verständnis für die Be lange der Handwerker. Den Kartellen und Syndikaten von Handel und Industrie könne vom Handwerk nur durch Zu jammenschluß der Kreditgenossenschaften erfolgreich begegnet werden. Landtagsabgeordneter Haurn verbreitete sich über die Arbeiten des Steuerausschusses, Donat- Groß- Gerau, erklärte, das man sich mit allen Parteien in Verbindung gescht habe, um Vertreter des Handwerks bei den kommenden Landtagswahlen aussichtsreiche Stelle zu bringen. Es könne heute schon festgestellt werden, daß die früheren Kandidaten aus dem Handwerk wieder alle nominiert wären. Schmud- Worms ver breitete sich über Bildungs-, Nachwuchs- und Lebensfragen im Handwerk. Landtagsabgeordneter Leuchtgens Friedberg( Baus ernbund) sprach über die enge Verbindung zwischen Landwirt schaft und Handwerk. Er forderte, daß das Fortbildungsschul wesen nicht länger in den Händen des Staates bleiben dürfe, sondern daß es den Berufsständen bei Zuschußleistungen des Staates übertragen werden müßte. Landtagsabgeordneter Lau tenbacher Dieburg sprach über die Bedeutung des Mittelstandes im Staatsleben. Erst wenn sich Handwerker und Gewerbetrei bende volkswirtschaftlich als eine große Einheit fühlten, würde eine Besserung der schwerbedrängten Mittelstandsberufe ein treten. Nach bemerkenswerten Ausführungen des Architekten Mertes Mainz über die Einwirkung neuzeitlicher Bestrebungen im Wohnungsbau auf das Handwerk wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der die hessische Regierung er sucht wird, darauf hinzuwirken, daß bei Wohnungsbauten nur heimatliches Material verwandt wird, ausländische Kontrakte unberücksichtigt bleiben und den Handwerkern und Privatarchi tekten in allen Wohnungsfragen Gelegenheit gegeben wird, im Sinne eines gesunden Fortschritts mitzuarbeiten. Es wurde weiter beschlossen, im Jahre 1929 eine Landesgewerbeausstellung abzuhalten. Nach dem gemeinsamen Essen folgte eine Besich tigung der technischen Anlagen der Kurverwaltung.

*

Darmstadt. Laut Anordnung des as Bildungswejen heißt die Landesbo rian Höhere Landesbauschule". Gl werlichule in Bingen in Hessische S Darmstadt. Vor kurzem fand man als deffen Eigentümer nunmehr der 24 Eret ermittelt wurde. Specht hatte und war angetrunken in den Woog gefa Darmstadt. Das Landestheater gewende" in der Uebersetzung von R fführung für diese Spielzeit erwo Blofeld. Bei Ausschachtungsarbeite The gut erhaltene Teile eines Mamm Närjelden. Auf dem hiesigen Fu in Borfall, der im ersten Augenb angelchen wurde. Der Spieler Klein, d nengehört, erhielt einen Tritt in die bungslos darnieder. Der Täter, as itiden, ist in den Verdacht geko den ihm unbequemen Rivalen fampfun rine Brijung des Falles herbeizufüh Staatsanwaltschaft erstattet worden. Genjingen. Ein Mädchen von 17 Kantenhause wegen eines Magenleid in den Magen 1% Pfund Eisennägel, annliche Gegenstände gefunden.

Friedberg.. Zu dem Friedberger Herbstpferdemarkt mit Pferde- Prämiierung sind die Anmeldungen in großer Zahl ein gegangen, so daß der Markt sehr stattlich zu werden verspricht. Zur Prämiierung stehen 1200 Mart als Geldpreise und eine stattliche Zahl Ehrenpreise zur Verfügung. Außerdem werden von dem ,, Verband der Warmblutzüchter Hessens" mehrere gol dene und silberne Züchterplatetten verliehen werden.

Alsfeld. Am Dienstag wurde vom Stadtvorstand in nicht öffentlicher Sigung Bürgermeister Dr. Bölsing, auf weitere 9 Jahre wiedergewählt. Seine Amtszeit begann im Jahre 1909. Durch die Vertrauenskundgebung der Vertreter der Bür gerschaft wurde er somit zum dritten Male an die Spitze der städtischen Verwaltung berufen.

Schotten. Nachdem man im südlichen Vogelsberg seit Jah ren keine Wildschweine mehr beobachtet hat, bemerkte vor eini gen Tagen der Jagdpächter Georg Schepp im Walde zwischen Wolfenborn, Kefenrod und Hizkirchen ein starkes Rudel von etwa fünfzehn Stüd.

Schlitz. Die Bautätigkeit war in diesem Jahre ziemlich bedeutend. Die Baugenossenschaft errichtete acht Wohnungen, die Heimstätten- Baugesellschaft vier, weitere zwei sind geplant. Um das altertümliche Städtebild weiter zu ergänzen, besteht der Plan, den alten Marktbrunnen in seiner mittelalterlichen Form zu renovieren und einen Torbogen am Stadtberg neu zu er richten.

Weiterstadt. Bei der am letzten Sonntag stattgefundenen Bürgermeisterwahl erhielt der Kandidat der Sozialdemokraten 411 Stimmen und der seitherige Bürgermeister August Mein hardt 892 Stimmen. 10

der R.-A. Vorschuß auf seine Gebühren verlangen. In der Regel die dreifache Gebühr. Das ist auch nicht unbillig, wenn beachtet wird, daß Prozesse oft lange dauern und Berücksichtigung findet, daß die R.-A. auch sofort Auslagen für den Auftraggeber haben.

Es tostet nach diesen Ausführungen ein normaler Brozes bis zu der Urteilsfällung diese eingeschlossen bei dem R.-A. bei einem Streitwert von

500 Mart

1000 Mart

1500 Mart

2000 Mart

5.000 Mart

10 000 Mart

20 000 Marf

50.000 Mart

100 000 Mart 300 000 Mart

500 000 Marf

in erster Justanz.

FREE ITE

75 Mart

135 Mart Mart

180

225 Marl

435 Mart

615 Mart

765 Mart

1215 Mart

1965 Mart 3465 Rarf

4965 Mart

Die meisten Prozesse schweben am Amtsgericht, erst bei über 500 Mart geht die Sache an das Landgericht( in Hessen drei Darmstadt, Mainz und Gießen). In fleinen Sachen verdient ein R.-A. bei einem Streitwert von

10 Mart

30 Mart

50 Mart

100 Mart

150 Mart

300 Mart

zus.=

6 Mart

12 Mart

=

12 Mart

18 Mart 24 Mart

für die Führung des normalen Brozesses.

In der zweiten Instanz erhält er bei

600 Mart

1.000 art

1500 Mart

45 Mart

113,10 Mart

175,50 Matt

234,00 Mart

Sagen getommen sind, kann si mern, sicher hat es diese Gegenstän nommen".

Olthofen. Ein Schmiedemeister fängnis, wohin er verbracht worden Tochter fittlich vergangen hatte, m hängt.

Marburg. An der preußischen G delhausen werden jetzt zur Erzielun sonders bei Hochwasser, Erdbewe Wasserbaubehörde vorgenommen.

Limburg. Ein Mord in Ha gen 12 Uhr wurde in Hadamar d ihrem Mann geschiedene Frau iberströmt tot aufgefunden. Frau durch mehrere Messerstich Satacht richtete sich gegen den K mit der Ermordeten zusammengele iftigt jah, ergriff er die Flucht Eisenbahnzug überfahren lassen. festgenommen und dem Hadamare den, wo er ein Geständnis ablegt

2000 Mart 5000 Mart

10 000 Mart

20 000 Mart

SH

Es müssen aber, wenn die

in diefer zweiten Instanz noch gen vernommen oder durch das worden sein. Auch die Beiziehu loft eine Gebühr die sogenann Mehr wie drei volle Gebühre dem R.. nicht geschuldet ein eine vierte Gebühr aus. Wird c treitigen Berhandlungen gesch Sebühren geschuldet. Aus 100,- Jaftanz 12 Mart, in zweiter Jn wei Gebühren bei 300 Mark in weiter Instanz= 39,- Mart; bet 30 Mt., in zweiter Instanz fter Instanz= 210 Mart, in 5000 Mart in erster Instanz= =-Mart und bei 10 000 Ma

==

Rund in zweiter Instanz= 5 Danach ist ein Bergleich d

ten Gegner hat, von dem ma

-

times ju betommen und gere Gebühren stehen dem R.- A

wenn

Für einen erteilten Rat erhäl mihtigte bestellte R.-A. eine drei der nach Beratung seines Auftra erhält für seine Beratung von di 3n Straffachen erhält der R.-A. Shallengericht 40 Mart, am Schw

biet der R.-A. oft Vereinbarunge treffen, da er z. B. fich für 40,- fann leben.