Str. St.
ohnte Ehrlichkeit.
mal ein armer Mann, der sich nur mühsam m durchs Leben schlagen konnte. Er hatte ind zwei Kinder m Alter von 4 und 5 Sabr ten Haufe des Dorfes in einer einfachen Ste urz nach 6 Uhr ning er mit seiner Subar adem reichen Bauer, der auch ein: große 7 dern Ende des Dries wohnte. Dort mußte e hlfäcke zu den andern Bau: rn im Dorje fabr Das war eine leichte Arbeit, denn die eas s Lohn bekam er eine Kleinigkeit Geld etwas Miehl und Kartoffeln für lich und sehr wenig und er mußte oft nicht, wie e Rinder stillen sollte. Und dazu war eine Fra lich und hatte gutte Kolt und Blege fehr nig drückten ihn sehr und er mußte brinen
zu helfen. Oft war er nahe daran, Mehl t
9 in der Mühle und auf dem Bauernhofe in gab, zu stehlen und heimlich zu verkau en, um tmas nebenber noch au verdienen. Aber imme eine Stimme in thm, die jagte, daß er eh Belohnung dafür würde nicht ausbleiben. U
te er der Stimme und er blieb ehrlich.
, es war an einem Sonnabend im Winter
it mit seiner Schubkarre nach Hause gehen. E
en Umweg, um an einem Gehölz vo bei uom
lag viel dürres Hola, das er auflejen und
chmen wollte, um das 3immer etwas zu ermit Rarre gut vollgeladen hatte, mußte er e
er fegte sich auf einen Grenzstein und fügte ten
e. Er dachte an die Seinen und daß fie wieder Den zu Bette gehen müssen. Sein Herz krampfi Leid zusammen und gar mancher Seusser ent
rust. So in Grübeln versunken hatte er midt dem hinter ihm liegenden Balde ein kleines ekommen war. Es trat an die Karre und ri
e. Erschrocken drehte sich der arme Mann un
= Gestalt. Das Männlein fah, daß der Mann
:
nicht bange vor mir zu sein; ich tue dir nichts
e dein Seufzen gehört und bin dem Klang
ist es denn, das dir soviel Rummer bereitet? T!"
Rann sah die kleine Gestalt erst mistrauiss in seine treuherzigen Augen blickte, faßte ttete ihm sein forgenbeladenes Herz aus. Des her herbeigekommen und hörte der Schilderung nd zu mit dem Kopfe nickend. Als der Mani nme feine traurige Lage erzählt hatte, fagte
Denn hier auf deiner Schubkarre?"
ntwortete, daß er Holz für die Feuerung ge außerdem seinen Wochenlohn darauf habe, nam Säckchen mit Mehl und einen etwas größera In."
in besah das Mehlsäckchen und sagte:„ De
so viel Mehl, daß er es doch nicht merken
dir jedes Mal noch etwas mehr mitnehme
wies der arme Maun das Anfinn: n des Männ agte, daß er lieber mit den Seinen verhungern werden!"
n aber lächelte verschmitt und sagte:
t gleich fo böse! 3d wollte nur einmal fehe Ehrlichkeit beitellt ist. Ich will versuchen, dr damit verschwand er.
ann machte sich an den Heimweg und war Eindrucke dieser Begegnung. 3u Hause ang er unter dem Abladen seiner Frau sein Eli en sie aber, als sie die Kartoffel ausschüt.eten befanden sich fünf blanke Taler; die konnten ännlein stammen. Froh und dankbar ging und kaufte Brot, Fleisch und Butter jür nten fie fid tidstig satt effen. Um nadien feder fünf Taler bei den Kar.off.In, und fg ng hindurch. Die Frau wurde zusehend, kraj Der gediehen auch gut. Außerdem aber sparten eine nette Sumine sodaß sie sich später einen kaufen und zwei Kühe und Schweine halten Ehrlichkeit, trop der großen Not, die in dem Des Dorfes herrschte, reich belohnt worden 6. Füllkrag
Monogramme.
Umrandungen können als Monogramm- Rände
ne Blumenkorb fit fehr apart und geeignet i darin von drei Buchstaben neben einander werden dicht über die Blumen gelegt. Nachde auf den Stoff abgezeichnet hat, muß man all
Gamstag, den 17. Dezember 1927.
Bücherbesprechung.
Georg Ginile,„ Omu- Sai". Die Königin non Afrika. Der Roman eines Schwarzen Zeitalters. Band 4 der Mi- Romane( Romane der Münchener Illustrierten). Geh. 2,- RM., geb. 3,- RM. Verlag Knorr& Sirth, 6. m. b. 5., Mün chen, Sendlingerstraße 80. Afrifa ist der unerwachte Erbfell. An feinen Rändern ist der weiße Mann gelandet. Spannend schildert er, wie die Regerfönigin, ausgerüftet mit den geiftigen Waffen Europas, aufruft gegen die morfgewordene weiße Welt und diefe an den Rand des Verderbens und Unterganges führt.
Die Ritterbürtigen. Roman von Levin Süding, mit Einleitung von Julius Lothar Shüding, bringt der Ver lag Ferd. Theiffing in Münster in Westf. foeben neu heraus( 440 6. geb. 6,-). 3weifellos das berühmteste, fesselndfte und boch seinem Inhalt nach am wenigsten bekannte Wert Südings. Ein Mädchen reift ins Glüd. Roman von Friedrich refla. 376 S. Preis geb. 5,50 M. Gieben- Stäbe- Berlags. und Drudereigesellschaft m. b. 5. Berlin- Zehlendorf. Ein Buch für das deutsche Herz. Der schwäbischen Erde sind die Hauptträger dieser Erzählung entsproffen. Heimatsgefühl des Schwa ben und feine Sehnsucht in die Ferne leben im Bulsschlage die ses Buches, das aus Weil durchs Nedartal rheinab nach Holland ben Leser leitet, ja selbst Abenteuer aus Jndien flingen an.
Mi.Romane( Romane der Münchener Jllustrierten). Mit Bildern. Geheftet RM. 2-, geb. RM. 3,-. Verlag Knorr & Sirth. G. m. b. 5., München, Sendlingerstr. 80. Stets span nend, glänzend geschrieben, im besten Sinne unterhaltend. Bisher find erschienen: von 5. Bossendorf:„ Klettermarl" und Die drei Tobgeweihten: und von A. Martin, Sanatorium Dr. Bräuser".
mit englischer Stikerei versehen. Die M en dürfen nicht ausgefüllt werden. Die es Me ehr gut in die Ecke eines Tofhentuches ode beiden Kränze sind für Teetücher, Kissenbezi fehr geeignet. Man braucht in die Mitte Buchstaben zu sticken. Auch hier wird engi et und die B'umanhien bleiben.
Paul Chrißian Klein in Gieße
Blodigs Alpenkalender, Dritter Jahrgang 1928, 111 Bilber mit beschr. Texten, 6 Kunstbrudblätter, 4 Anstiegsblätter. Preis nur RM. 2.80.( Verlag des Blodischen Alpenkalenders, Paul Müller, München, Hirtenstr. 15.) Dieser Alpenkalender hat sich mit seinen zwei vorhergehenden Jahrgängen sehr schnell eine große Gemeinde von Bergsteigern und Bergfreunden er worben. Der dritte Jahrgang liegt nun wieder vor und weist neben der schon früher erwähnten hervorragenden Ausstattung eine weitere Bereicherung auf. Sowohl die Gliederung des Stoffes ist souverän gehandhabt, wie auch die Photos mehr sehen laffen als photographische Reize. Jedem Bilde ist ein lehr. zeicher, interessanter Tegt aus der Feder des bekannten Be amingers aller Biertausender Dr, Karl Blodig beigegeben. Dez Preis ist für das Gebotene ein fabelhaft billiger.
Meisterwerfe der Malerei. Vierfarbige Runstblätter. Jedes Blatt 2,50 RM. Unter diesem Titel gibt der Verlag Anorr & Sirth 6. m. b. 5. München eine Sammlung von Reprobul tionen im Bierfarbendrud heraus, die bereits auf 126 Bilder angewachsen ist. Neben einer Reihe von Werken alter Künst ler wurde eine große Anzahl Meisterschöpfungen unserer Maler poeten Anselm Feuerbach, Morig von Schwind und Karl Spitzmeg aufgenommen. Für das bevorstehende Weihnachtsfest sind biese Kunstblätter überaus passende und sicher freudig aufge nommene Geschenke. Der niedrige Preis von 2,50 RM. für das Blatt ermöglicht jedem Kunstfreund, sich mit den edelsten Wer. fen der Malerei zu umgeben. Der illustrierte Ratalog mit verKleinerten Wiebergaben sämtlicher Bilder wird für 1,50 RM. Dom Verlage Knorr& Sirth an alle Interessenten abgegeben.
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Weihnachtsbitte der Nieder- Ramstädter Anstalten. Weil wir wissen, daß es die schönste und edelste Freude ist, anderen Freude zu bereiten, so haben wir auch dieses Jahr ben Mut, unsere Freunde in Stadt und Land und überhaupt allen, benen es ein Bedürfnis ist. am Feste der Liebe andere Menschen zu beglüden, und vor allem, leibenden Mitmenschen ihre Liebe fühlen zu laffen, wieder daran zu erinnern, daß ich in Nieder- Ramstadt jetzt wieder 300 Epileptische und Krüppel auf Weihnachten freuen und auch gern Anteil haben möchten an der Festesfreude der Gesunden und Frohen draußen in bet Welt. Wir bitten herzlich, füllt uns die Hände, daß mir allen geben fönnen und niemand zu enttäuschen brauchen und fen. Für jede Gabe, auch die fleinste, find wir herzlich dank groß und fein ein fröhliches und gefegnetes Fest bereiten bit bar. Wir bitten fie, auf unser Boftshedfonto Frankfurt a. M. Nr. 4992( Anstalt für Epileptische) einzuzahlen. Nieder Ramstadt, im Dezember 1927.
Schneider, Pfarrer, Direktor.
Weihnachten in Bethel,
In Leid und Dunkelheit der Erde hinein scheint das Licht des Kindes pon Bethlehem. Auf dieses Licht, das Weihnachten aufs neue bringen foll, marien viele in unferen Säufern des Elends und der Liebe. Fast 5000 afflüchtige, Gemütefranfe und Heimatlofe aller Art und aus allen Teilen Deutschlands beherbergen wir bei uns. Ihnen allen möchten wir gerne eine fleine Freude bereiten.
Wer hilft uns dabei mit? Jebe fleinste Gabe ist uns willfommen besonders Lebensmittel, Kleidungsstüde, vor allem folche für Männer, Jobann Spielzeug. Bücher und Bilder. Auch Geldgeschenke, durch die wir Gaben der Liebe faufen fönnen, nehmen wir dankbar an. Je eber die Gaben in unsere Hände gelangen, befto willfommener find fie uns!
Allen Freunden von Bethel wünscht einen helfen Strahl des ewigen Weihnachtslichtes. F. v. Bodelschwingh, P. Bethel bei Bielefeld, im Advent 1927.
Vermischtes.
Mr. 51.
Sorgen des Reichstags. Verschiedenen Reichstagsabgeord neten paßt die Luft im Reichstagsgebäude nicht mehr; einigen ist sie zu trođen, anderen zu feucht. In den Wandelgängen wird Tage unterhielt sich der fleine demokratische Abgeordnete Zieg daher verschiedentlich über dieses Problem gesprochen. Dieser ler mit seiner lang aufgeschossenen Fraktionsfreundin Frau Dr. Lüders ebenfalls über diese bedeutsame Angelegenheit und rich tete schließlich, freundlich zu ihr emporblidend, die Frage an fie: Wie ist denn die Luft bei Ihnen dort oben?"
Der Sarg des Sultans foll gepfändet werden. Der letzte Sul. tan der Türkei, Mohamed, war fein glüdlicher Mensch, ständig Don Mördern bedroht, ewig non Gläubigern verfolgt. Seine Gläubiger führen seit seinem Tode einen Prozeß gegen seine Erben, die aber nichts geerbt haben und wollen nun den Sarg des Sultans pfänden lassen, weil sie darin Juwelen vermuten, die einen Wert non 200 000 Lire haben sollen. Die Erben be haupten jedoch, der Sultan sei arm gestorben. Wenn das Gericht die Pfändbarkeit des Garges bestätigen wird, wird man ihn öffnen müffen.
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