Einzelbild herunterladen

Str. 36

terwegs, die den Verunglückten bewu er Zustand soll nicht besorgniserregend ein

Ruhr- und Typhus- Ertranfungen in veri

es Kreises Hersfeld find leider noch im 3 Besonders treten die Erfrantungen in de enen Ede" in den zum Kreise Hersfeld g Werratales auf.

Neue Bücher.

Gießener Zeitung

Erscheint: Samstags.

( Neueste Nachrichten)

Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus.

itschrift für Heim und Reise. Aus Beraz Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd.

Ausstellung Haus-, Herd und Garten

Berlangsanstalt, Leipzig, ein conderhe eben. Kleine Plauderartikel ergänzen oit itschrift.

der Mensch haben"- pflegte mein alter Man sieht es einem rechten Mann schon an

b die Freud zu ihm kommt oder nicht. J nenhell oder gallenbitter. Go bietet det ar Pfennige seine Freudenstündlein an erstehen? Der Lahrer Hinkende Bote".

gangs 1928 beträgt 50 Pig.

lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

40. Jahrgang

Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostschecktonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M.

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Big., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Play­vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.

Sonnabend, den 10. September 1927

Die DVP. Hessens zum Reichsschulgeset. Der Geschäftsführende Ausschuß des Landesverbandes Hes­fen der Deutschen Volkspartei beschloß mit der hessischen Land­tagsfraktion zum Entwurf eines Reichsschulgestes folgendes:

Cuenburg in Lahr( Baden) ist erschienen Birrnis, in der unter den Schatten des Versailler Diftates hnungen der tommende Mode gibt das ja sche Volfs nichts notwendiger, als die staatliche Förderung aller

1. In einer Zeit sozialer und politischer Spaltung und

e Heft der ,, Eleganten Welt". Reich ille

dern von den Modeneuheiten.

stehenden Epoche außenpolitischer Bedrängnis, ist für das deut­

zum Geiste der Volfsgemeinschaft und völkischer Geschlossenheit führenden Kräfte. Gerade die auf flarer chriftlicher Grundlage

zeigenaufträge irgendwelcher Art käuflich wäre, hätte das Recht

verwirkt, als Sachwalterin öffentlicher Interessen aufzutreten.

Die Maßregelung der Oberheſſiſchen Zeitung" stellt sich als Meinungsbildung der Redaktionen zu beeinflussen und zu be­

Versuch dar, durch Berhängung wirtschaftlicher Nachteile die freie

schränken. Hierin sieht die berufene Standesvertretung eine schwere Beeinträchtigung der Freiheit und Reinerhaltung der Bresse."

Die Landflucht.

Nummer 37 der

die raumverschiebende Auswirkung Neugliederung Neugliederung in Südwestdeutschland, dem rheinfränkischen Wirtschaftsgebiet.

Die Entfaltung der wirtschaftlichen und fulturellen Kraft­felder in den Einzellandschaften Südwestdeutschlands über die dynastisch macht politischen Grenzen hinweg, werden wesentlich durch die größeren Flußläufe mit dem sie begleitenden Straßen­und Eisenbahnnetz bestimmt, unter denen der Rhein mit dem

Tonatshefte beginnen mit dem September ruhende, nach Bekenntnissen nicht getrennte Gemeinschaftssce durch den Krieg nicht rückläufig geworden. Vielfach Main, als Hauptader des gesamtumfassenden rheinfränkischen

ang, das wiederum den Ruf dieser vorzüg rift bestätigt. Doch wir wollen dem Lejer erraschung nicht rauben, wenn er das Heft mt, wozu wir im gern raten. 3aul Christian klein in Gießen.

ten

hat sich als legensreich in der Ueberwindung konfessioneller Gegensätze und zur Heranziehung einer konfessionellem Haber entrüdten Jugend während mehrerer Generationen in Hessen er­wiesen. Es wäre gerade in der heutigen Zeit ein verhängnis voller Rüdschritt, wenn an Stelle dieser Gemeinschaftsschule die scharfe Trennung der beiden christlichen Konfessionen auch in der Schule durchgeführt würde. Die Bestrebungen nach einer völlig folgerichtig durchgeführten tonfessionellen Scheidung der deutschen Jugend können bei der Deutschen Volkspartei unmög­

Hypotheken- Kapita f. städt. Besitz u. Lan lich Unterstügung finden.

wirtschaft. 3. ca.

6

schnellst. z. ver geb. Auf Wunsch eventuell sofortige Ge

währung von Zwischenkrediten. F.W.Weber, Frankfur

a. Main, Nedarfir. Abtlg. f. Grundfred Fernspr. Hansa 1778

Wic

Gie

zur Set

Lohnende Stellung

erhalten. Stohlenzleler Heizer, Schiffsjunge und fast alle Ber

Auskunft erteilt Uebersee: Austun H.2, Hannover Postfach 403.

Bruch eilung

Lanmol

al mohl

bei Rheuma, Héretschul Genick, Kreas, Kopl Zahnedamerzen Carmel- Fabrik Rheinsberg( Mark) In Giessen erhältlich Kaiser- Drogerie, Ems Noll; Drogerie Winter hoff, Kreuzplatz; Kreuz- Drogerie, Aug. Noll; Germania- Drog: Carl Seibel; Hans Nol Ludwigsplatz- Droger. u. Neustadt- Drogerie

n Behörden bestätigt! Jeration, ohne Berufsstörung!

hermes

2. Bei aller Achtung vor dem natürlichen Recht der Eltern auf die Erziehung ihrer Kinder ist nicht zu verkennen, daß namentlich in Zeiten geistiger Zerrissenheit ein höheres Gesetz im Interesse der staatlichen Gemeinschaft dem Elternrecht ge­wisse Beschränkungen auferlegen muß. Darauf folgt, daß auch das Elternrecht, soweit es in Widerspruch mit der Förderung der Aufrechterhaltung der christlichen Gemeinschaftsschule sich befindet, sich nicht ohne Schranken auswirken darf.

3. Diesen Grundsäßen wollte die Reichsverfassung durch

Artifel 174 Satz 2 Ausdrud verleihen, indem sie verlangte, daß die ,, Gebiete des Reiches, in denen eine nach Bekenntnissen nicht getrennte Schule gesetzlich besteht, besonders zu berücksichtigen sind." Die Deutsche Volkspartei muß also einem Reichsschulgesetz die Zustimmung versagen, durch das die christliche Simultan­schule in Hessen indirekt beseitigt würde.

4. Die Rücksicht auf den geordneten Schulbetrieb und die schwere finanzielle Lage des Landes Hessen verbieten jede ge­jegliche Lösung durch die die Bildung von Zwergschulen geför bert und die finanziellen Lasten der Gemeinden und des Staa tes, also der Steuerzahler, wesentlich erhöht werden würden.

5. Von der hessischen Regierung muß erwartet werden, daß fie alles tut, um den religiösen Geist der gesamten Erziehung in der Gemeinschaftsschule in Hessen zu wahren, und alles ver meidet, was diesen Geist und damit die Simultanschule selbst in ihrer Existenzberechtigung gefährden könnte.

Die Besoldungsreform in Hessen.

Die volksparteilichen Abgeordneten Dr. Keller, Dingelden und Frl. Birnbaum beantragen im Hessischen Landtag, daß die neue Besoldungsordnung vom gleichen Zeitpunkt ab wie im Reiche in voll. Umfang, soweit es sich nicht um die Einzelgehälter handelt, auch für die hessischen Beamten in Kraft tritt. Gleiches hätte auch für eine Zwischenlösung zu gelten, die etwa vom 1. Oft. 1927 an prozent. Zuschläge zu den Gehalten usw. vorsieht.

Einnahmen der Reichsbahn.

Die schon früher beobachtete Landflucht ist auch ist die Abwanderung aus den ländlichen Gebieten so start, daß hier und da bereits ein empfindlicher Mangel an Arbeitskräften besteht. Nach Angaben der preußi­schen statistischen Landesamtes über die Binnenwan­derung wiesen alle Provinzen Preußens ohne Aus­nahme einen Wanderverlust der ländlichen Bevölke rung auf, Ostpreußen 226 000, Niederschlesien 149 000. Pommern 137 000, Sachsen 136 000 und Hannover 107 000. Singegen zeigen die Großstadtgebiete erheb liche Wanderungsgewinne. An der Spizze steht Groß­Berlin mit 648 000( nahezu die Hälfte des Wander­gewinnes!) Die Rheinprovinz folgt mit 276 000, West­falen mit 132 000. Die Presse erörtert die Frage nach dem Anteil der sozialen Verhältnisse der Landarbeiter schaft an dieser Erscheinung. Nach den Dresdener Nachrichten"( Nr. 341) sollen im sächsischen Kata­strophengebiet die landwirtschaftlichen Arbeiter in großen Mengen ihre Arbeitsstellen verlassen haben.

Die Einnahmen der Reichsbahn erreichten im Juli mit 453,1 Mill. R..Mt. den höchsten Stand seit dem Bestehen der Gesell schaft( Oktober 1924), nachdem bereits die Juni- Einnahme mit 450,7 Mill. R.-Mt. alle Vormonate übertroffen hatten. Die Steigerung der Einnahmen entspringt einem Anwachsen des Ber Jonen und Gepädverkehrs. Die Einnahmen aus dem Gütervers lehr zeigen gegen den Vormonat einen leichten Rüdgang von 271,7 auf 266,4 Millionen, der in der Hauptsache wohl auf die übliche Sommerruhe im Güteraustausch zurückzuführen ist.

Die Gesamteinnahmen im laufenden Geschäftsjahre sind auf

2801,8 mil. R.-Mt. gestiegen, so daß die des Vorjahres um 386,2 Mill. R..Mt. übertroffen werden. Sowohl im Personen­wie im Güterverkehr sind höhere Einnahmen erzielt worden.

Ein Protest der mitteldeutschen Zeitungsverleger.

t bestätigen, daß ich von meinem rechts gänzlich geheilt bin. Ich danke vielmals fe und tann jedermann diese Behandlung Josef Amer, Passau, 8. Oktober 1926. Da in, sage ich Ihnen nebst Gott meinen auf­Arzt, welcher mich heute nochmals unter­hr, er sagte, ich bin geheilt. Ich werde r Institut hinweisen. Johannes Schülein, 1927. Ich teile Ihnen zur geft. Kennt te aus Ihrer Behandlung ausgeschieden n hiesigen Vertreter gelungen ist, meinen Leistenbruch nach Ihrer bewährten Me­danke Ihnen verbindlichst dafür. J. W., 1927. laubigte Zeugnisse Geheilter liegen vor der eres approbierten, speziell ausgebildeten Dend, 10. Sept., vorm. von 8-1 Uhr, Saus"

b, 10. Gept., nachm. von 3%-7% Uhr,

titut Esplanade 6 täglich von 10-12 hr von 4-6 Uhr nachmittags, außer Sonn­gs und Sonntags

11. Gept., 9-2 Uhr vorm., Hotel A. Huf

titut für orthopädische Bruchbehandlung

urg, Esplanade 6( Dr. H. L. Meŋer.)

Wochenrückblick.

-

Kraftfeldes, die erste Stelle einnehmen.

Hier entfaltet sich im Zusammenlauf der beiden Ströme die Großsiedlung des Rhein- Mainischen Städtefranzes" in ihrer ganzen Weiträumigkeit um das Groß- Frankfurter Zentrum; das Kernstüd einer start ausgeprägten südwestdeutschen Kultur, Wirtschafts- und Verkehrseinheit.

Linkscheinisch bestimmen Mosel mit Saar, sowie die Rahe die einzelnen Kraftfelder mit ihren größeren Zentren in Trier, Saarbrüden, Koblenz, Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Neustadt a. d. H., sowie Mannheim Ludwigshafen.

Rechtsrheinisch und rechtsmainisch finden wir die Lahn, so wie die zur Weser abfließende Fulda als Kraftfeldadern vor, mit den größeren Zentren in Gießen, Fulda und Kassel, wozu im Anschluß an das Westerwaldgebiet sich noch das Siegerland mit Siegen dazu gefellt.

Diese Einzelkraftfelder des Wirtschafts- und Kulturlebens lassen nun ihrerseits alle ihre Kraftlinien in mehr oder weni­ger stark ausgeprägtem Maße von und zu dem großen Zentrum am Untermain, dem inneren Kern des Gesamtgebietes, in ihrer gesamten Mannigfaltigkeit ausstrahlen.

Die Zusammengehörigkeit kommt besonders in der Ver­fehrsverbundenheit zu Wasser, zu Lande und in der Luft, ficht­bar und überzeugend zum Ausdrud. Auf allen Gebieten neu­zeitlichen Verkehrs lassen die einzelnen strahlenförmigen Ver fehrsnetze mit ihren starken Verdichtungen nach den verschiede nen Einzelzentren, sowie nach dem Zentrum am Untermain bie vorhandene Verkehrseinheit erkennen. Die Bezeichnungen der

verschiedenen neuen Verkehrsgesellschaften wie: Südwestdeut­scher Rundfunk, Südwestdeutscher Luftverkehr, Südwestdeut­scher Verkehrsbund" u. a. m., ferner in fultureller Beziehung der Rhein- Mainische Verband für Volksbildung", die über das ganze Gebiet hinweg ihr Betätigungsfeld finden, geben dieser Berbundenheit gleichfalls eindeutigen Ausdrud.

Innerhalb des Verkehrsnetes am Untermain selbst erhalten die einzelnen Großsiedlungen der Trabanten- Städte des weit räumigen Städtefranzes ihr besonderes Gepräge natürlicher Eigenart durch ihre zentrale Bedeutung für das jeweilige Hin terland, das sich sektorenartig an den Städtefranz anschließt.

Aller Augen richten sich in diesen Tagen wieder einmal nach Genf, wo nach vorbereitenden Ratssitzungen am 5. September die 10. Genfer Ratstagung eröffnet wurde. Die Staatsmänner sind wieder in Unterhand­lungen getreten, übrigens eine charakteristische Tatsache in Genf, daß hinter den Kulissen meist wichtigere Sachen verhandelt werden als auf der öffentlichen Plattform. Eine Reihe Deutschland interessierender Punkte stehen auf der Tagesordnung. Von der Ratstagung weg­geholt wurde der belgische Außenminister Vandervelde, dem das Brüsseler Kabinett den Kopf zurechtsetzen will, weil er den Vorschlag gemacht hat, einen deutsch- belgi­schen Untersuchungsausschuß über die Franttireurfrage in Belgien während des Weltkrieges usw. einzusetzen. Man will die Wahrheit nicht ans Licht tommen lassen, will weiter das unschuldige Lämmlein martieren, über das der grimme deutsche Wolf hergefallen ist und es mächtig zerzauft hat. Die Sache darf nun ausgehen, wie sie will, Deutschland hat immer einen moralischen Vorteil, ob nun das Kabinett Belgiens den Vorschlag ablehnt, sich dadurch in ein schiefes Licht setzend, oder ob es ihn billigt.- Anscheinend hat Frankreich Belgien Gegensatz zu der derzeitigen politischen und unorganischen Glie­energisch daran erinnert, so teine Dummheiten zu derung, die ein zusammengehöriges, einheitliches Wirtschafts­machen. Dabei findet es selbst bei allen möglichen Ge­gebiet heute noch insgesamt fünf verschiedenen Ländern in gro test territorialer Zerflüftung verwaltungsmäßig unterstellt. Da legenheiten die vornehme Geste, der aber feine Taten folgen, wie die Schlußrede Briands bei der Tagung der die organische wirtschaftliche Gliederung aus dem pulsierenden Leben heraus erwachsen ist und mittlerweile, trotz aller parti Interparlamentarischen Jnion beweist. Seine Stel­lung wird, ganz ähnlich wie die Englands, Rußland fularen Hemmungen, sich durchzusetzen verstanden hat, stehen heute diese beiden Raumbildungen: die unorganisch machtpoliti gegenüber immer gespannter. Rußland veranstaltet als Auftaktschredschuß zur Genfer Tagung eine fleine Probe- sche und die organisch- wirtschaftliche in ihrer ganzen Gegensätz lichteit neben und gegeneinander.

Der Verein Deutscher Zeitungsverleger, Kreis Mitteldeutsch land, befaßte fich in einer außerordentlichen Hauptversammlung auf dem Kyffhäuser mit dem Vorgehen des Kasseler Regierungs­präsidenten gegen den Verlag der Oberhessischen Zeitung" in Marburg. Der Regierungspräsident hatet den Landrat des Kreis les Marburg angewiesen, die amtlichen Beziehungen zur Ober­hessischen Zeitung" mit sofortiger Wirkung zu lösen, weil er eine Kritik an der preußischen Regierung in der Form für unzulässig gehalten hatte. Der Verein deutscher Zeitungsverleger, Kreis Mitteldeutschland, sieht sich nun zu folgender Erklärung genötigt: Die Bevölkerung hat ein Recht, von den Behörden zu for dern, daß sie ihr die amtlichen Anordnungen und Verfügungen auf die zweckmäßigste und schnellste Weise zur Kennnis bringt. Die Behörden erfüllen mit der Veröffentlichung der Bekannt machungen eine selbstverständliche Pflicht. Ohne Zweifel find die Tageszeitungen hierzu das einzige zwedmäßige Mittel. Die Angehörigen aller politischen Richtungen haben das gleiche Recht, in den Zeitungen ihrer Richtung von den behördlichen Bekannt­machungen Kenntnis zu erhalten. Mit der Uebernahme dieser Aufgabe tritt die Presse in feinerlei Abhängigkeitsverhältnis zu der inserierenden Behörde. Eine gegenseitige Auffassung würde das gefährden, was wir für unser höchstes Gut halten: Die Reinheit der deutschen Presse. Eine Presse, die durch An­

mobilisation.

-

-

-

Diese kulturelle, wirtschaftliche und verkehrstechnische Ver­bundenheit sowohl in ihrer Zusammenfassung, als auch in ihrer organischen Gliederung, steht nun in bewußtem und grassestem

Jedoch sind, sowohl in der Dentweise, wie auch im Han deln des öffentlichen Lebens, die politischen Grenzen und Ein­engungen durch die sich durchsetzenden raumverschiebenden Kraft­

Erfreulich ist der neue deutsche Wahl­fieg im Memelland, den auch keine litauische Zensur und Bedrückung verhindern konnte. Litauen hatte einen fleinen Grenzhandel mit Polen, das waffenstrogend drohte, worauf Litauen umgehend nachgab. Die felder bereits vollkommen gesprengt und illuforisch gemacht. Ozeanflüge, die immer mehr zunehmen, haben bis jetzt nicht weniger als 25 Opfer gefordert, sodaß die ameri­tanische Regierung ein Startverbot erwägt. Welch schredliches Ende müssen doch die Flieger genommen haben, die tollfühn, nicht auf Berechnung, Wetterver­hältnisse usw. bauten, sondern auf ihr Glüd.- Der deutschen Regierung ist die Zurüdziehung von 10 000 Mann Besagungstruppen seitens der französischen Re­gierung mitgeteilt worden. Große Tagungen finden allenthalben in Deutschland statt. Die größte dürfte die 66. Generalversammlung der Katholiken in Dort­mund sein, bei der das kommende Reichsschulgesetz aus: giebig in öffentlichen und nichtöffentlichen Sigungen erörtert wurde. Den Gegnern Wirth, Röder, Weik­mantel will man energisch zu Leibe rüden. In Frank furt tagte der Reichsverband der Deutschen Industrie. Die Vorträge der Industriegrößen, sowie des Reichs­wirtschaftsministers zeigen einerseits die schwierige Lage der Industrie auf einer Reihe von Gebieten, anderer­seits den Willen, industriell Deutschland wieder seine alte Weltstellung erringen zu helfen. Jn Bad Dürk­heim haben sich die Vertreter des Weinbaus zum Deut­schen Weinbautongreß zusammengefunden. In Mainz fand das 75jährige Jubiläum des Römisch- Germanischen Zentralmuseums statt. Am 10. September wird eine große Ausstellung eröffnet mit den Leitworten Haus, Herd, Garten". Dazu unternimmt der deutsche Auto­mobilklub eine Huldigungsfahrt zum Rhein. Blumen­torso, Festzug usw. eröffnen die Festtage.

Dieses Ueberspringen der politischen Grenzen wird auch ein Uberwinden derselben im Gefolge haben und mit Naturnot­wendigkeit eine einheitliche Verwaltung zur Geltung gelangen laffen, welche die notwendige und in den Ländern allfeits ge plante Verwaltungs- und Behördenreform erft möglich machen wird. Ansätze zeigen fich bereits u. a. wirtschaftlich und ver fehrstechnisch in dem Landeseisenbahnrat Frankfurt a. M., in der Hefrag" und der Sefrig", sowie in der Haftaba", fulturell u. a. auch in dem bereits vorerwähnten Rhein- Mainischen Ver­band für Volksbildung".

-

-

-

Menschen, Gebiete und Länder, bie durch machtpolitischen Willen und machtpolitische Abgrenzungen in der Betätigung ihres natürlich empfundenen Gemeinschaftslebens Tünstlich und gewaltsam bisher behindert wurden, hat die Technit unserer Tage in der beispiellosen neuzeitlichen Ueberwindung von Raum und Zeit erblich wieder näher gebracht. Damit wurde eine Raumverschiebung größten Ausmaßes über ganz Deutsch lano hinweg ausgelöst. Diese Raumverschiebung erstredt sich hier in Düdwestdeutschland, dem theinfräntischen Gebiet, über eine Fläche von über 40 000 qkm bei einer Bevölkerungszahl von faft 6 bis 7 Millionen.

Bon Preußen bilden innerhalb dieser Raumverschiebung allein 4 Regierungsbezirle zweier verschiedenen Provinzen und zwar: Trier Koblenz- Wiesbaden und Rafel mit dem Sieger­land und dem Gaargebiet in ihrer Zusammenfaffung das Rüd­grat Südwestdeutschlands, die daher gleichfalls eine verwal tungsmäßige Zusammenfassung innerhalb der preußischen Ver­waltungs- und Behördenreform erfordern. Eingesprengt in dieses preußische Gebiet finden wir hier ben Freistaat Hessen,