fwertung
Nr. 21
en Spareinlagen irfsiparfaife Gießen. 18%
dnis mit dem Herrn Minister des Befanntmachung„ Die Aufwertung er Bezirkssparkasse Gießen betr. v. i der unterzeichneten Spartasse die pareinlagen mit 18 Prozent des selben.
t der genannten Bekanntmachung Seite 91, wird besonders hinge
der alten Sparkonten hat stattge anunmehr auch die Sparbücher ind Eintrags des Goldmark: und Svorgelegt werden.
Warten der Spargläubiger zu ver sich, die Sparbücher möglichst in nfolge vorzulegen und zwar für Namen beginnen mit den Buch
it vom 18. Juli bis 23. Juli 1927
it vom 25. Juli bis 30. Juli 1927
it vom 1. Aug. bis 6. Aug. 1927
it vom 8. Aug. bis 13. Aug. 1927
it vom 15. Aug. bis 20. Aug. 1927
it vom 22. Aug. bis 27. Aug. 1927 Digen Bekanntmachung des Herrn en nach dem 14. Juni 1922 ausge auch der Aufwertung unterliegen, I angegebenen Zeiten die für der en auszustellenden neuen Spat Empfang genommen werden. Wir rücklich, daß die oben angegebenen chlußfristen sind, daß irgendwelche chtvorlage der Bücher nicht entAbholung der Bücher kann auch en Terminen erfolgen. Suli 1927.
er Bezirkssparkasse Gießen.
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prachtvolle rotbraune Dobermann: Sieger- Stammbaum, welche auf der ionalen Hunde- Ausstellung 1926 in m 1. Preis und Ehrenpreis ausge eht preiswert gegen Höchstgebot an um Verkauf offen. Nur ernste Interh melden unter ,, Schika" an die Expe ition dieses Blattes.
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den seit Jahrzehnten bewährten Heitmann's Farben beliebig neu en; also auch ursprünglich dunkel gefärbte der Entfärbung hell gefärbt werden; entfernt Farbflecken
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Gießener Zeitung
Erscheint: Samstags.
( Neueste Nachrichten)
Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
40. Jahrgang
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Die Weltarbeitslosigkeit.
Die Gesamtziffer der Erwerbslosen der Welt dürfte schätzungsweise in den Industriestaaten in der Gegen wart etwa 9 bis 11 Millionen betragen. Jm Durch schnitt entfallen auf Grund der zurzeit erreichbaren Unterlagen an ,, sichtbaren Erwerbslosen" etwa auf Deutschland 1 640 000 1375 000
England( einschl. Nordirland) Rußland
1 050 000
201 000 180 000
Polen
Vereinigte Staaten von Amerika
Desterreich
108 000
Italien
Tschechoslomatei
89 000 67 000
60 000
21.000
Dänemark
Ungarn
Schweden
Niederlande
Belgien
Schweiz( Stellungsuchende durch. schnittl.ch im Monat
Frankreich( amtlich etwa 27 000) schätzungsweise
Lettland
Estland
Finnland
20 000 18.000
10 000
15.000
80 000
1 400 1.000. 1000
Die wirkliche Arbeitslosigkeit ist weit größer als die sichtbare. Hinter den sichtbaren Erwerbslosen steht die ungeheure Zahl derjenigen, welche die unsichtbare Arbeitslosigkeit trifft, die sich darstellt als Kurzarbeit, geftredte Arbeit, verschämte Erwerbslosigkeit usw. E.D.
Die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat Juni 1927.
Bom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben:
Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Boftshedfonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M.
Sonnabend, den 9. Juli 1927
Baugewerbe war die Nachfrage nach Arbeitskräften groß. Stel lenweise ist bereits Mangel an Facharbeitern eingetreten, doch ist es bisher noch immer gelungen, diesen Mangel durch Heranziehung auswärtiger Arbeitskräfte wieder auszugleichen. Aus dem Kammerbezirk Arnsberg wird gemeldet, daß angesichts des erhöhten Auftragsbestandes die vorhandenen Arbeitskräfte qua litativ den Ansprüchen kaum noch genügen. Facharbeiter feien überall gesucht und wirklich gute Hilfskräfte kaum in der erfor derlichen Anzahl zu haben. Ueber die Qualität der verfügbaren Arbeitskräfte in diesem Bezirk klagen besonders Schlosser und Maler. Die Lohnfäße haben zum Teil eine weitere Steigerung erfahren.
Trotz der verminderten Arbeitslosigkeit ist die Schwarzarbeit noch nicht erheblich zurüdgegangen, wenn auch die Klagen darüber infolge der Mehrbeschäftigung des Handwerks etwas nachgelassen haben.
Die Rohstoff- und Materialbeschaffung war überwiegend ohne Schwierigkeiten möglich. Vereinzelt wird allerdings über Knappheit von Baumaterialien, insbesondere von Ziegeln und Holz geklagt. Die Preise weisen eine steigende Tendenz auf.
( Gießener Tageblatt)
Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.
Nummer
28
Soll die bäuerliche Produktion vernichtet werden?
Es ist gewiß kein Zufall, daß sich in den letzten Jahren die krisenhaften Erscheinungen gerade auf dem bäuerlichen Absahmarkt in geradezu beängstigender Weise wiederholen und vermehren. Im Jahre 1922 war die Schweinezucht infolge hoher Futtermittelpreise und niedriger Schweinepreise vollkommen unrentabel. Bald darauf gingen die Rindvichpreise unter den Vorfriegsstand, und hielten sich, wenn man die Inflations= zeit wegen der fehlenden Vergleichsmöglichkeit ausschaltet, bis in die jüngste Zeit unter den Preisen von 1913. Nach Abschluß der Handelsverträge, besonders mit Spanien, erfolgte der fast vollkommene Zusammenbruch des Deutschen Weinbaues, der in seinen Auswirfungen katastrophal war und die bis zur Siedehizze gesteigerte Erbitterung der Weinbauern zur Explosion brachte. Den Weinbauern folgten im Vorjahre die intensivsten bäuerlichen Betriebe: die Gärtner und Gemüsebauern. Der wirtschaftliche Niedergang dieser
tische Maßnahmen( vor allem auf den Handelsvertrag mit Italien) zurückzuführen und erfolgte ebensoschnell wie gründlich. Kleinbäuerliche Landwirte, die mit Vetriebsgrößen von 12 Morgen und ähnlich eine oftmals starke Familie ernährten, gerieten nicht nur in unüberwindliche Zahlungsschwierigkeiten, sondern hatten auch, infolge ihrer nicht abzusetzenden leicht verderb lichen Erzeugnisse, mit Ernährungssorgen sehr ernster Art zu kämpfen.
Einweihung des hessischen Artillerie- Denkmals. Das Denkmal der hessischen Artillerie ein handgranaten- Gruppe war ebenfalls in erster Linie auf handelspoliwerfender Feldgrauer im Stahlhelm wurde am 3. ds. Mis. in Darmstadt im Prinz- Emil- Garten eingeweiht. Die Gedächtnisrede für die Toten hielt Pfarrer Rüdert. Der Vorsitzende des Artillerievereins, Generalleutnant a. D. von Klein schmitt, gab in seiner Ansprache einen Rückblick auf die Ge schichte der hessischen Artillerie und der Garnison Darmstadt, dankte dem Schöpfer des Denkmals, Professor Cauer, und übergab das Denkmal der Obhut der Stadtverwaltung. Nachdem die Hülle gefallen war, legte als erster der ehemalige Großherzog, der in Uniform erschienen war, mit einigen Worten einen Kranz nieder. Weitere Kranzniederlegungen folgten. Am Nachmittag fand unter Musik ein Umzug von mehreren Tausend früheren Artilleristen statt; den einzelnen Gruppen gingen jugendliche Pfadfinder voran. Zusammensein der Teilnehmer bei Militärkonzerten im Restaurant des Orangeriegartens leiteten den Artilleristentag am Samstag ein und beschlossen auch den Sonntag.
Deutsch- englischer Kredit für Rumänien.
Die an Rumänien interessierten deutschen und englischen Bantinstitute planen eine gemeinsame Anleiheaktion zugunsten Rumäniens. In Deutschland ist an Rumänien insbesondere die Diskonto- Gesellschaft interessiert.
Wochenrückblick.
Für den Monat Juni läßt sich wohl überwiegend sagen, daß die bereits im Vormonat gemeldete Besserung der wirtschaftlichen Lage im Handwerk sich in einer Anzahl von Gruppen hat halten können und zum Teil langsam vorwärts geht; andererseits berichtet auch eine große Anzahl von Handwerkskammern, daß die gesamte Lage des Handwerks in ihrem Bezirk kaum als befriedigend zu bezeichnen ist, da gewisse Zweige, bei denen der Höhepunkt der Saison in der ersten Hälfte des Juni liegt, bereits ein merkliches Abflauen der Tätigkeit feststellen müssen. Die Lage wird beherrscht durch die verhältnismäßig günstige Konjunktur im Baugewerbe, das im großen und ganzen gut beschäftigt ist. Lediglich die Handwerkskammer Berlin berichtet, daß infolge der viel zu späten Verteilung der Hauszinssteuerhypotheken die Tä tigkeit im Bauhauptgewerbe stark gehemmt sei und nunmehr hierunter auch die Baunebengewerbe zu leiden haben. In den Handwerken, bei denen ein Einfluß des Baugewerbes nicht in Frage tommt, war die Beschäftigung uneinheitlich. Bis Pfing sten war im Bekleidungsgewerbe der Auftragsbestand noch größ tenteils zufriedenstellend, wenn auch das schlechte Wetter das Geschäft, namentlich in Betrieben mit Verkaufsläden, erheblich beeinträchtigt hat. In der zweiten Hälfte des Monats folgte dann eine stark rüdläufige Bewegung. Den gleichen Rüdgang zeigen auch einzelne holzverarbeitende Gruppen. Nach Meldung der Kammer Nürnberg ist ein starker Rüdgang wieder bei den Gewerbezweigen festzustellen, die in starkem Maße von der Industrie abhängen. Die Verminderung der Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Steigerung der Kauftraft der Bevölferung hat nur in geringem Maße zu einer gesteigerten Nachstand herrscht. Für unsere Wirtschaft ein bedenklicher frage geführt, da ein wesentlicher Teil der vorhandenen Mittel dafür gebraucht wird, Abzahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Die Landbezirke berichten weiterhin über schlechten Geschäftsgang. Hier ist es den Handwerkern nur dadurch möglich, die gegenwärtige Notlage zu überstehen, daß sie neben ihren Be trieben meist noch im Besitz eines kleinen Anwesens mit etwas Landwirtschaft sind, durch die sie sich ihren Lebensunterhalt verschaffen.
Von weittragender Bedeutung für die Entwicklung des Handwerks werden die Auswirkungen der neuen Arbeitszeitnotverordnung bezeichnet. Es ist eine starke Erregung über die neuen Bestimmungen festzustellen, weil durch sie den Organisationen, die bis jetzt noch keine Tarifverträge hatten, diese aufgezwungen werden. Die Mißstimmung richtet sich vor allem gegen die Ueberstundenzuschläge, die zum Teil eine für das Handwerk nicht trag bare Belastung bilden.
Ein besonderes Merkmal für die Lage in den letzten Wochen ist auch die sich stark bemerkbar machende Geldverknappung. Die Erhöhung des Reichsbantdiskonts macht sich für das Handwerk zum Teil in einer starken Erschwerung der Kreditbeschaffung bemerkbar. Der Wechsel spielt daher wieder eine verhängnisvolle Rolle. Eine ganze Anzahl Handwerker sind genötigt, ihren Einfauf nur mit Wechseln zu bezahlen, während sie andererseits ge= zwungen sind, ihren Kunden lange Abzahlungstermine zu ge= währen. Wenn auch der Zahlungseingang zum Teil etwas befser geworden ist, so bleibt diese Besserung doch noch wesentlich hinter dem wünschenswerten Umfang zurüd. Besonders in landlichen Gebieten ist infolge der Verluste der Landwirte in der Schweinemast der Zahlungsverkehr schlecht.
Der Arbeitsmarkt hat sich erheblich gebessert. Vor allem im
Der Außenminister Stresemann weilte in Oslo, um dort einen durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an ihn bedingten Vortrag zu halten. In trefflichster Weise hat er den Friedenswillen des deutschen Voltes in seinen Worten dokumentiert. An die rüstenDer Roya den Völker richtete er eine Warnung. listenführer Daudet, der aus dem Pariser Gefängnis durch einen Trick entfliehen konnte, ist nun nach mehr als 10 Tagen immer noch nicht durch die Polizei gefunden worden. Er schreibt in seine Zeitung weiter Leitartikel und macht sich dabei über die hilflose Pariser Polizei lustig. Das Handelsprovisorium zwischen Deutschland und Frankreich lief am 1. Juli ab, ohne daß es den Unterhändlern gelungen wäre, eine Verlängerung zu erzielen, sodaß 3. 3. ein vertragsloser 3u
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Zustand, da die Nachbarstaaten auf Warenaustausch angewiesen sind. Der amerikanische Flieger Byrd, der mit einem Drei- Motorenflugzeug und drei Begleitern über den Ozean flog, ist in der Nähe der französischen Küste ins Meer gestürzt, nachdem er wahrscheinlich vorher schon einige Stunden über Frankreich gekreuzt hatte und ganz in der Nähe von Paris gewesen sein soll. Die Besatzung ist gerettet, doch dürfte das Meer dem Flugzeug böse mitgespielt haben. Nachdem nun die Aufforderung an die beteiligten Mächte ergangen ist, Vertreter zur Kontrolle der Schleifungen der deutschen Ostfeftungen zu entsenden, stellt es sich heraus, daß nur Frankreich( Poincaré!) und Belgien daran Interesse haben. Wir sehen wieder einmal, wo die Triebfedern der Schwierigkeiten, die Deutschland bereitet werden, sitzen. Der deutsche Reichstag schaffte schwere Arbeit: er verlängerte das Mieterschutzgesetz, lehnte die Verlängerung des Fürstenabfindungsgesetzes ab, genau wie es der Reichsrat mit der geplanten 3ollerhöhung tat. Die Regierung kommt daher aus einer Zwidmühle in die andere. Derweilen prügelt man sich freuzvergnügt im preußischen Landtag, um die Würde des „ Hohen Hauses" und den geistigen Hochstand der Volksvertreter zu beweisen. Die Landtagswahlen in Medlenburg- Strelitz weisen einen Rud nach links auf. In Koblenz wurde eine Rheinausstellung eröffnet. In Hessen feierte die Stadt Alzen in Anwesenheit des Hessischen Staatspräsidenten, vieler Behörden und einer großen Zahl von Teilnehmern das Fest ihres 650jährigen Stadtjubiläums.
Durch diesen Vorgang wurden wiederum besonders die bäuerlichen Saatgutzüchter fühlbar in Mitleidenschaft gezogen, so daß die gesamte intensiv betriebene bäuerliche Landwirtschaft den schwersten Gefahren entgegensah und mehr als volkswirtschaftlich nützlich zur ertensiven Wirtschaftsweise übergehen mußte. Der Grad der wirtschaftlichen Schädigung dieser besten bäuerlichen Ackerwirtschaften wird durch das fast völlige Verschwinden der Kaufkraft angezeigt und von Industrie, Handel und Gewerbe auch zahlenmäßig nachzuweisen sein. Der wirtschaftlichen Abwärtsbe wegung, dieser gewiß zahlenmäßig nicht besonders hervortretenden Betriebe, ist nun aber seit Monaten in einem rasenden Tempo die Schweinezucht gefolgt. Nicht nur die rein viehzüchtenden Gebiete stehen vor dem Ruin, sondern auch solche Bauernwirtschaften, die nur im Nebenbetrieb Vieh-, besonders Schweinezucht betrieben. Die vollkommene Unrentabilität der Schweinezucht, die Unmöglichkeit einer Umstellung des Betriebes, führt der weitaus größten Mehrzahl aller bäuerlichen Betriebe, den Ausfall der letzten bis vor kurzem lohnenden Einnahmequelle in der grausamsten Deutlichkeit vor Augen. Es ist keine Phrase, wenn in diesem Zusammenhange von einer Gefährdung des Bauernstandes ernstester Art gesprochen und auf die unabsehbaren Folgen verwiesen wird. Die bäuerliche Landwirtschaft war trotz allem auf dem besten Wege, sich den wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften anzupassen und auf einen scharfen Konkurrenztampf vorzubereiten. Die Erziehungsarbeit der Behörden und Verbände begann Früchte zu zeitigen. Damit ist es, wahrscheinlich auf lange Zeit, vorbei. Ist schon an sich eine Erziehung ohne Unterstützung unmöglich, so trifft das in viel gröBerem Umfange bei dem völligen Fehlen auch nur in etwas gesicherter fester Einnahme zu. Es sind nicht etwa die niedrigen Preise, die in erster Linie katastrophale Wirkungen zur Folge haben, sondern die ungeheueren und unübersehbaren Schwankungen der Produktionspreise, oft bis zu 50 Prozent des Wertes, richten das größte Unheil an. Ist schon ein Kaufmann unter ähnlichen Verhältnissen nicht lebensfähig, so trifft das bei dem Landwirt, der nur einmal im Jahr verkauft, in viel stärkerem Maße zu.
Die bäuerliche Landwirtschaft hat deswegen aus Gründen der Selbsterhaltung das Recht, alle möglichen Maßnahmen zur Stabilisierung der Produktionspreise zu verlangen. Experimente handelspolitischer Art dür fen auf dem Rüden der Bauernschaft nicht unternommen werden. Die volkswirtschaftliche und bevölkerungspolitische Bedeutung des Bauernstandes darf nicht nur theoretisch anerkannt werden, sondern muß auch prat tisch Berücksichtigung finden. Staat und Regierung müssen, und zwar schleunigst, entschiedene, die Situa tion flärende Schritte bezüglich der politischen Handelsvertragsverhandlungen unternehmen, um damit den Angstverkäufen und dem damit verbundenen Massenauftrieb von Schweinen ein Ende zu bereiten. Die polnischen Vertragsverhandlungen dürfen nur unter dem Gesichtspunkte erfolgen, daß infolge der starken Hebung der deutschen Schweinezucht für die Fleischver: sorgung Deutschlands zu angemessenen Preisen gesorgt wird und eine polnische Schweineeinfuhr eine Vernichtung der deutschen Viehzucht zur Folge haben würde.


