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1 Dienst dieser Stellen und gibt auf Grun
ber alle Fragen Austunit. Eine weitere K
Sonnabend, den 6. August 1927.
die praktisch wichtigen Forschungsergebnis erhalten, über die reichsrechtlich vorgesehenen Befreiungsmög
zu gießen und als Merkblätter, aufklärente her, Lichtbilder und Filme und in Gestalt ellungen mit eindrucksvollen bildlichen um
Borschriften über den Umfang der Steuerpflicht im wesentlichen unverändert geblieben, die Länder haben aber die Befugnis Cichteiten noch hinauszugehen. Die Konstruktion der Steuer ist grundsätzlich dieselbe wie im ersten Entwurf. Es wird zwar tm neuen§ 7 bemerkt, daß die Höhe der Grundsteuer von den
ungen der Boltsbelehrung mugbar zu magen gändern fraft eigenen Rechts und von den Gemeinden nach gsdispositionen beschließen die unerschöpfli gasgabe der landesrechtlichen Vorschriften" bestimmt wird. ehrenden Arbeitsmethoden, mit Hilfe dere aber materiell bleibt es doch bei der Berechnung der Steuer ter zum Mittelpunkt im Kampf gegen die einem Vielfachen der Steuereinheit. Der Hauptsteuersag bes Sozialbeamter, Pflegerin, Hebamme, Für auf Grund eines Hauptsteuersatzes und bei der Erhebung in verden kann, einem Kampfe, der von ben rägt 9 vom Tausend( in der ursprünglichen Vorlage 8 vom ragen ist, sich für das gesunde Aufwadjen Tausend) des auf volle Hunderte nach unten abgerundeten EinBeeinflussung eines gefunden Nachwucjes heitswertes. Wichtig ist, daß nach dem§ 9 zwar eine Abstufung
einsetzen zu können.
Postkarten- Mappe beträgt 1,-M.
le bei zum deutschen Kinderschuh!
pell, den die Reichsanstalt zur Bekämpfung taffen ist. Für landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche und gärt it heute an das deutsche Handwert richtet. nerische Betriebsgrundstüde fann nur der gleiche Umlagesat be Bekämpfung der Säuglings: und Klein andere Grundstüde. Aber die Umlagefäße, die für beide Grup
bes Umlagesatzes nach Wert oder Größe des Steuergegenstan bes ausgeschlossen, im Gegensatz zur ursprünglichen Vorlage aber eine Abstufung nach der Art der Grundstüde ausdrüdlich zuge
blichkeit, Berlin- Charlottenburg.
Reichsschulgeles.
ren Vorverhandlungen ist nunmehr
hsschulgesezentwurf veröffentlicht wor
timmt werden, ebenso für gewerbliche Betriebsgrundstücke und
pen bestimmt werden, tönnen voneinander abweichen, es tönnen also z. B. der städtische Hausbesitz und die Betriebsgrundtüde mit einem höheren Umlagesatz bedacht werden als die landwirtschaftlichen Grundstüde.
von der Frage der Regelung, die in Steuerbefreiung vorschreiben tönnen. Was die Grundlagen und ulländern getroffen werden soll, hat die Berechnung der Steuer betrifft, so wird wie bei der GrundEntwurf einmütig gebilligt. Da ber fteuer erflärt, daß die Höhe der Gewerbesteuer von den Län Bresse eingehend gewürdigt worden bern fraft eigenen Rechts und von den Gemeinden nach Maßim Wortlaut zum Abdrud gekommen gabe der landesrechtlichen Vorschriften" bestimmt wird. Besteue
Im Gewerbesteuerrahmengejek ist ebenfalls vorgesehen, daß Die Länder über die reichsrechtlichen Möglichkeiten hinaus
rungsgrundlagen find wie im ursprünglichen Entwurf grundäglich nebeneinander der Gewerbeertrag, das Gewerbekapital and die Lohnfumme.
vir uns heute auf eine Herausstellung hsten Bestimmungen. Entsprechend man möglichst allen Geistesrichtungen eutschen Boltes gerecht werden müsse. chule Gemeinschaftsschule), die Be
Entwurf die nach Bekenntnissen nicht ieselben Bestimmungen wie im ersten Entwurf. Die Kürzung
Für die Berechnung des Gewerbeertrages auf Grund der Reineinfünfte aus dem Gewerbebetrieb gelten im wesentlichen
Bestimmungen des Gesetzes freie Ent
d die bekenntnisfreie Schule.( Welt: wird jedoch zu ungunsten des Steuerschuldners insofern geändert, nschauungsschule.) Diese drei Schul als nur noch eine 4prozentige Verzinsung( im ursprünglichen Seschadet des Art. 146 Abs. 1 der RV. Entwurf 5 Prozent) abgesetzt werden darf. Während im urit haben. Grundsätzlich wird den alle drei Besteuerungsgrundlagen die Regel war, gibt es nach recht auf Einrichtung einer der drei sie Gewerbeertragssteuer und für die Gewerbetapital und
Der Reineinfünfte um die Verzinsung der Betriebsgrundstüde
gten von im allgemeinen 40 Kin
geräumt, zur Umwandlung einer andere ist die Zustimmung der Er
n von mindeſtens 2% der die Schule
r erforderlich. Die Genehmigung der zu einem gewissen Grade durch die s geordneten Schulbetriebes bedingt. reten des Gesetzes bestehenden Schulen Schulform als beantragt, falls nicht Eräge auf Abänderung gestellt werden. multanschulgebiete Baden und Hessen, emalige Herzogtum Nassau ficht das frist von fünf Jahren vor, innerhall erung des bestehenden Standes der ässig ist. Betreffs Erteilung des Rees hält sich der Gesetzentwurf an die
prünglichen Entwurf ein einheitlicher Hauptsteuerbetrag für
$ 8 15 und 16 der neuen Vorlage zwei Hauptsteuerbeträge: für
Lohnjummensteuer. Beim Gewerbeertrag ist die Freigrenze von 1000 Mart beibehalten, wenn der Ertrag im ganzen 10 000 Rmf.
101 überschreitet. Der Hauptſteuersatz bei der Gewerbeertrags
euer beträgt:
son den ersten angefangenen oder vollen 1500 Rmt.
son den weiteren 1500 Rmf. pon den weiteren Beträgen
2 v. H., 3½ v. 5., 5 v. H.
Die Progression ist also gegenüber dem früheren Entwurf, ber nur bis 4 v. H. ging, verschärft.
Mart vorgesehen, wenn das Kapital 20000 Mart nicht überBeim Gewerbefapital ist ein steuerfreier Betrag von 3000 schreitet. Der Hauptsteuersatz bei der Gewerbekapitalsteuer iſt gegenüber der früheren Vorlage von% auf 0,4 v. 5. erhöht
worden.
Bei der Lohnsummensteuer bleiben, wenn die Lohnsumme sellschaften von der Reichsverfassung 50 000 Mart nicht übersteigt, 10 000 Mart steuerfrei. Der Hauptte. Zur Einsichtnahme in den Reliteuersatz beträgt für die Lohnsummensteuer ½ Prozent, ist also estellt der Staat im Schulwesen er ebenfalls gegenüber dem früheren Entwurf( 2,75 pro Mille)
gte auf Vorschlag der Religionsgesell erhöht worden.
stimmung entspricht dem Prinzip, da
über das Volksschulwesen dem Staate
Sgültige Gesezentwurf
E. D.
eitlichung des Steuerrechts
ter Zeitung" wie nachstehend veröffentlicht: ealsteuer- Rahmengeseze.
Grundsteuer- und des Gewerbesteuerrahmen rücklich festgestellt, daß die beiden Steuern erhoben werden. Inwieweit sie für Rech n erhoben werden sollen, soll sich ausschließ ht bestimmen.
dsteuer im besonderen betrifft, so sind die
solche sieghafte Kraft, wie kaum in einer
uf der Westfront während des Bewegungs
ndeten Feinde wurden auf der ganzen Front
ihrer Kampfkraft empfindlich geschwächt.
mußte der französische Generalissimus, Ge Kriegsminister in Paris das völlige Sche gelegten Offensive melden.„ Der 23. Auguf heißt es in seinem Bericht, die„ französische
( Schluß folgt.)
Lokales. Sonntagsgedanken.
Bor 13 Jahren!
Es war in heißer Erntezeit
Im Sommer- Sonnenbrand,
Da rief uns auf zum heiligen Streit
Das Vaterland.
,, Evangelische Warte"
Wolken, aus denen jeurige Blige zudten, bis sich das unheilbringende schlagende Wetter über dieser Erde entlud. Wir ahnten damals die Gewitterschäden noch nicht, sondern standen in heller Begeisterung als ein geeintes Volf auf, als der Sturm losbrach. Und zogen nach dem Rhein und nach dem Often, um die deutsche Heimat zu verteidigen. Für ein freies Deutschland, für einen freien deutschen Rhein zu fämpfen, mar unsere Losung.
Für diese deutsche Hoffnung haben Millionen gekämpft und geblutet. Die einen ruhen in ferner fremder Erde, in Flandern und in den Argonnen, bei Arras und Verdun, im Bergwald der Vogesen oder in den weiten Steppen Rußlands, in den Bergen Tirols oder im fremden Lande des Balkan. Und die anderen find als Krüppel oder Kranke lebende Zeugen jener Zeit des Weltenbrandes. Auch Witwen und Waisen und alte Eltern flagen heute noch um ihre Gatten, Väter und Söhne.
Wißt ihr noch jene Augusttage des Jahres 1914?- Wo man die Trommeln rührte, Fahnen schwenkte, Lieder sang und einer den anderen Bruder nannte?
Das Erlebnis war zu groß, als daß es heute schon vergessen sein könnte. Ueber Europa lagen damals tiefschwarze
operative Ueberholung oder Einwirkung auf die feindliche Flanke
entscheidende Erfolge zu erzielen.
Daher war die Zahl der Gefangenen und eroberten Ge
Schütze im Verhältnis zur Größe der Schlachtfelder gering. Den
geschlagenen Verbündeten war es fast überall geglückt, auf den gefährdeten Flanken durch geschicte Nachhuttämpfe unter Einjag starter Artillerie die Verfolgung zum Stehen zu bringen and sich der Umfassung zu entziehen.
13 Jahre sind es her, als wir um die Freiheit ins Feld zogen. Wir haben tapfer gekämpft aber die Macht war zu groß. Wenn wir auch das Schwert weglegten, wir fämpfen immer noch um unsere Freiheit. Jeder Tag und jede Stunde erinnert uns daran, daß wir in Unfreiheit, Not und Elend leben müssen. So war noch kein Bolt dieser Erde jemals gedemütigt, so wurde noch kein Volf. gequält, tiefer feines in seinen Lebensnerven getroffen, fester keinem Volke je die Sklaven tetten gebunden, als diesem deutschen Volke.
en zum Stehen gebracht. Die Befürchtungen den! Das Vaterland konnte mit Dant und Stolz auf seine
Den letzten Tagen hinsichtlich des Wertes der
en für den Angriff im offenen Gelände ge
Großes war trotz allem bereits geleistet und erreicht wor wehrhaften Söhne blicken. Die Gefahr, daß deutsches Land der Schauplatz der friegerischen Ereignisse werden könnte, war im
Toch zum Jahrtag an diese Zeit wollen wir nicht lagen. Daran wollen wir denten, wie groß und start uns jene Einheit machte in diesen Augusttagen vor 13 Jahren. In diesem Volfe stedt noch, Gott sei Dant, so viel Urkraft, daß es wieder hoch tommt.
Und die Fesseln werden wir eines Tages sprengen. Nicht Waffen brauchen die Ketten zerreißen, sondern der leben dige deutsche Geist, der in Tatkraft und Energie sich auf die Dauer nicht bändigen läßt. Für unsere Kinder soll durch unse rer Hände Fleiß wieder ein freies Deutschland erarbeitet wer den, damit unser Väter Gut den Enteln gegeben wird, wie es geschaffen war.
Ueber der deutschen Erde wölbt sich noch immer der blaue Himmel. Unser Herrgott wird, wenn er die Zeit gekommen sieht, auch für uns wieder die Sonne scheinen lassen. Wir wollen den Mut nicht verlieren; ein einiges deutsches Bolt kann nicht untergehen. Waldfried.
Des Sommers bessere Hälfte.
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mis all der Wochenendzeiten sich ins Gedächtnis ruft, von denen immer wieder die nach Wochentagslaften aufatmungsbedürftige große Menge besonders der großen Städte ihre Erholungshoffnungen zerstört oder doch schwer beeinträchtigt sah, dann kann einem wohl der Gedanke kommen, daß die Elemente nicht nur das Gebild von Menschenhand hassen, sondern den Menschen selbst. Und dennoch bringt dieser geplagte Gaft der dunklen Erde die moralische Kraft auf, anstatt zu verzweifeln, immer noch die Hoffnung auf günstigere Zeiten, auf besseres Wetter, auf einen erfreulichen Austlang des Sommers hochzuhalten.
,, Es war ein Sonntag hell und klar, ein wunderschöner Tag im Jahr..., alle anderen Sonntage und auch die meisten Wochentage taugten nichts in diesem Katastrophen- Sommer, wie man ihn angesichts der Hiobsposten über zerstörende Wettergewalten in allen deutschen Landen getauft hat. Von dem, was wir in unserer Zone Sommer nennen dürfen, ist nun mit dem Juli die Hälfte dahin. Wenn der Sommer eine Ehepaar wäre, dann würde man sagen: die bessere Hälfte war es gewiß nicht! Und da denn die schlechtere Hälfte eines Ehepaares immer der Mann sein soll, galanterweise, so müßten wir der besseren Hälfte einer so ungebärdigen„ Sommermännlichkeit" mit den schönsten Erwartungen entgegensehen. Denn zu einem launischen Polterer bildet erfahrungsgemäß eine reizend- liebenswürdige, immer freundlich und voll föniglichen Humors lächelnde Gattin die Ergänzung. Selbst die Leute, die die Dinge des Daseins nüch terner ansehen, argumentieren in einer Weise, daß sie zu dem selben Schluß kommen: wenn die eine Hälfte des Sommers so naß, stürmisch und unzuverlässig dahingegangen ist, um wieviel mehr besteht da Aussicht darauf, daß die andere Hälfte um so trodener, friedsamer und beständiger verläuft. So treten die Menschen von den eingeschworenen Pessimisten abgesehen mit der zuversichtlichen Hoffnung in den August, in die zweite Hälfte des Sommers ein, daß sie wieder gutmachen werde, was die erste an Schaden und zerstörten Hoffnungen angerichtet hat. Freilich wird man trotzdem einem Sommer gram sein, der die Jugend um die hellen Freuden ihrer großen Ferien betrogen hat; wird einem Sommer grollen, der die Hauptzeit des Ferien- und Urlaubsreisenbetriebs mit Wetterunbilden be= lastet hat, die man nicht so leicht vergessen fann, weil sie mit ihren unberechenbaren Wiederholungen eine Stimmung der Unsicherheit des ganzen Dasains hervorgerufen haben, die lebhaft an die Bedrüdtheit in Kriegszeiten erinnert. Und wenn man an den einen, den einzigen wirklich schönen Sonntag denkt, der seit April, seit Beginn des Sommerhalbjahres uns beschieden war, wenn man die Gewitter, die Wolfenbrüche, die Trüb
* Beim Baden ertrunten. Vor einigen Tagen ertrank beim Baden die Frau des Formers Werth von hier mit ihrem Kinde. Erst am Dienstag gelang es, die Leichen in der Nähe der Militär Schwimmanstalt aus der Lahn zu länden. Die Leichen wurden nach dem Friedhof gebracht.
meen hielt General v. Moltke den Augenblid für gekommen, namhafte deutsche Streitkräfte vom Westen nach dem Osten zu befördern. Er bestimmte hierfür das 5., 11. und Garde- Reserveforps. Während die letzten beiden nach dem Osten befördert wurden, wurde das 5. Armeekorps auf dringendes Ersuchen des Armee Oberkommandos 5 angehalten und verblieb auf der Westfront.
In einer Aufzeichnung vom Sommer 1915 bezeichnet General v. Moltke die Abbeförderung der beiden Armeekorps als einen Fehler, der sich an der Marne rächte.
Das 9. Reserveforps, welches zunächst zum Schutz von Schleswig- Holstein und des Kaiser- Wilhelmskanal Verwendung
rch die Tatsachen bestätigt worden. Unser Besten zunächst gebannt. Dank der opfermütigen Hingabe des fand, wurde von dort auf den rechten Flügel herangezogen. Die Angriffstraft gezeigt, die wir von ihnen lebenswichtigen wirtschaftlichen Kraftquellen von den Schred
trok der zahlenmäßigen Ueberlegenheit
tapjeren Heeres war die Grenzmark des Westens mit ihren
* Von der Universität. Die Juristische Fakultät unserer Landes- Universität hat den Oberbürgermeister der Stadt Gie Ben, Karl Keller, ehrenhalber zum Dottor ernannt. Dem Lic. Peter Brunner wurde die venia legendi bei der Theologischen Fakultät für das Fach der systematischen Theolo gie erteilt.
Am 27. August gab die Oberste Heeresleitung der 1. bis 7. Armee neue Anweisungen für den Fortgang der Operationen.
folgen hätten erwarten können. Wir sind missen des Krieges verschont geblieben; trotz der nicht unerheb= In ihnen hieß es: ,, Es tommt darauf an, durch baldigen Vormarsch
lichen zahlenmäßigen Ueberlegenheit der feindlichen Heere war Der Krieg in Feindesland getragen worden, und dabei dem Feinde ein überaus wichtiges Wirtschaftsgebiet entzogen worden.
sive gezwungen." Bestheer hatte einen unbestreitbaren Sieg und an Zahl überlegenen Gegner errungen. ng und Truppe hatten Großes geleistet, ihre durch die Erfolge aufs höchſte_geſteigert wor Feinde seelische Miedergeschlagenheit Plas llem, die erstrebte große Feldzugsentscheidung cht gefallen.
öglich gewesen, daß der große Sieg sich nicht
ungsschlage für den Gegner auswirkte?
ein:
Das Westheer trat jetzt in einen neuen Operationsabschnitt Die in den Grenzschlachten erstrebte, aber nicht gefallene Entscheidung des Feldzuges im Westen stand bevor.
Während die Leitung der Operationen im Westen die geistige Spannkraft des Generalobersten v. Moltke voll in An= pruch nahm, lastete eine schwere Sorge auf seiner Seele. Jm immer bedrohlicher. Zunächst wurde der Oberbefehlshaber,
nn darin erblickt werden, daß in den Schlach Osten wurde die Lage infolge des Zurückweichens der 8. Armee lediglich taktische Siege errungen wurden, General D. Prittwiz durch General v. Hindenburg ersetzt. In
nin Lothringen, bei Neufchateau- Longroy
des deutschen Heeres auf Paris die französische Armee nicht zur Ruhe tommen zu lassen, Neubildungen zu verhindern und dem Lande möglichst viele Streitmittel zu entziehen."
Es sollten vorgehen die 1. Armee westlich der Dife gegen die untere Seine, die 2. Armee auf Paris, die 3., 4. 5. Armee gegen die Marne von Chateau- Thierry bis Vitry le François. Eine die Entscheidung suchende Umfassungsbewegung in südwestlicher Richtung war eingeleitet.
* Neue städtische Verkehrsbestimmungen. Am Mittwoch, den 3. ds. Mts. trat die Polizeiverordnung zur Regelung des Verkehrs innerhalb der Stadt Gießen in Kraft. In ihren wesentlichsten Punkten bestimmt die Polizeiverordnung folgen des:§ 1. Sämtlicher Fahrverkehr( mit Kraftfahrzeugen jeder Art, sonstigen Fahrzeugen jeder Art, einschließlich Fahrrädern, Handwagen) durch den Seltersweg darf nur in der Richtung Kreuzplay Frankfurterstraße erfolgen. Auch Fahrräder, die geführt werden, fallen hierunter. Die rechte Straßenseite ist hierbei einzuhalten. Im Verkehr zwischen Goethestraße und Löwengasse( und umgekehrt) darf der Seltersweg gefreuzt werden.§ 2. Die Bestimmung in§ 1 findet feine Anwen dung auf die Wagen der Polizei, der Straßenbahn, der Feuerwehr, des Krankentransportdienstes, der städtischen Straßenreinigung und der Müllabfuhr, auf Kinderwagen und Krankenfahrstühle, sofern sie ihrer eigentlichen Bestimmung dienen, auf Wagen der Reichspost und der Telegraphenverwaltung, mit der Maßgabe, daß schwere Paketwagen nur in der in§ 1 porgeschriebenen Richtung fahren dürfen.§ 3. Kraftfahrzeuge jeder Art dürfen im Seltersweg sich nicht überholen.§ 4. Das Radfahren auf der Mäusburg ist verboten.§ 5. Das Radfahren auf dem Marktplag ist verboten, ausgenommen zwischen Kir chenplatz und Schulstraße.§ 6. Zuwiderhandlungen werden, soweit nicht nach anderen Bestimmungen höhere Strafen ver wirkt sind, mit Geldstrafe bis zu 150 Rmt, oder mit Haft im Rahmen des§ 366, Ziffer 10, R. St. G. B. bezw. des§ 21 des genannten Gesetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen, bezw. des§ 44 der genannten Verordnung über Kraftfahrzeugver fehr bestraft.
Die 6. und 7. Armee hatten den Feind vor Nancy- Epinal weiter durch Angriff zu fesseln; ging er zurüd, sollte die 6. Armee zwischen Toul und Epinal in Richtung Neufschateau durchstoßen, die 7. Armee hatte ein Vorbrechen des Feindes zwischen Epinal und der Schweizer Grenze zu verhindern.
Durch den völlig unerwarte: gekommenen Angriff der
war, fie operativ auszunuzen. Es waren Folge der günstigen Nachrichten über die Fortschritte aller Ar Franzojen am 29. August gegen die 2. Armee bei St. Quentin
alfämpfe, in denen es nicht gelang, durch
Straßensperrungen,
mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Rodenberg Griedel, im Straßenzug Butzbach Münzenberg, für Lastkraftwagen, für Fuhrwerke und Personenkraftwagen wird eine Notbrüde geschlagen, vom 8. August 8 Wochen; Umleitung: Münzenberg- Oberhörgern. Weglar Hermannstein, im Straßenzug Wetzlar Herborn, für alle Fahrzeuge, vom 8. August 8 Wochen; Umleitung: Ehringshausen- Leun, bezw. Niedergirmes.
Das Wintersemester 1927-28 der Universität Köln beginnt am 15. Oktober. Vorlesungsbeginn 2. November. Das Vorlesungsverzeichnis fann vom Universitäts- Sekretariat gegen Einsendung von 0,40 M und 0,10 M Porto bezogen werden.
* Reichstagung des Bundes„ Haus und Schule". Der Ver lauf der Hauptversammlung, wozu Mitglieder Zutritt haben., Vertreter und Führertagung am Montag, den 3. Oktober, 9-1 Uhr und 4-6 Uhr und Dienstag, den 4. Oktober, 9-11 Uhr, wird voraussichtlich fogender sein: 1. Morgenandacht; 2. Er öffnung durch den Bundespräsidenten; 3. Bericht aus der Arbeit für die Arbeit, Direktor Winkler; 4. Nochmalige Besprechung unserer Frankfurter Thesen über Evangelium und Staat; 5. Was fordern wir vom Reichsschulgesetz, Dr. Mumm; 6. Evangelischer Charakter höherer Schulen, Oberstudiendirektor Glage, Insterburg; 7. Ein neues Frauenideal, Studienrätin Giese, Kottbus; 8. Die Schule in Hessen einst und jetzt, Stadtverordnetenvorsteher Ged, Kassel; 9. Die Mitarbeiterfrage; 10. Wahlen; 11. Finanzielles; 12. Verschiedenes.
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hatte sich die Lage auf dem rechten Heeresflügel von Grund aus verschoben. Es war fragli geworden, ob jetzt die Verfolgung in südwestlicher Richtung fortgesetzt werden dürfe. Die Generale p. Klud und v. Bülow stimmten darüber überein, daß es jetzt darauf anfäme, den mit schweren Opfern ertämpften Sieg bei St. Quentin es fämpften 6% deutsche Divisionen gegen 13 französische durch Einschwenken der 1. Armee gegen die Dise operativ auszunuzen und bis zur Vernichtung des Geg ners zu steigern. Während Bülow vorschlug, mit dem Drehpunkt Chaunn gegen La Fère- Laon umzuschwenten, glaubte Klud weiter füdlich ausholen zu müssen, um den Feind noch fassen zu lönnen. Er entschied sich daher für die Richtung über Compiègne- Noyon auf Soissons. Nachdem die ursprünglich nach Südwesten zielende Verfolgungsoperation des Schwenkungsflügels seit dem 30. August eine füdliche Richtung erhalten hatte und in dieser zwei Tage lang hinter dem auf der ganzen Front zurüdweichenden Gegner durchgeführt war, faßte der Chef des Generalstabs einen neuen Entschluß.
Am 2. September abends erging an die 1. und 2. Armee der gleichlautende Funkspruch:„ Absicht Oberster Heeresleitung, Franzosen in südöstlicher Richtung von Paris abzudrängen. 1. Armee folgt gestaffelt der 2. Armee und übernimmt weiter hin den Flantenschutz des Heeres.
Kurz nach Erlaß dieser entscheidenden Wendung trafen Fliegermeldungen ein über Truppeneinladungen bei Chalons a d. M. und regen Bahntransport von dort in südwest.icher Richtung. Das konnte als erstes warnendes Anzeichen dafür gelten, daß dem Feinde trotz seines Rüdzugs nicht die Möglichfeit von Truppenverschiebungen mit Hilfe seines reich gestalteten Eisenbahnnetzes genommen war.
( Fortsetzung folgt.)


