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dt- ein Führer zum Deutschtum. In Des ter Not entstanden ihm stets große Män solcher war Arndt, der im gleichen Jahre n wurde. Als Sohn einer einst noch leib ie der Insel Rügen, die damals not e er die nationalen Nöte seines Bolles en Veröffentlichungen brachten ihn an die
on Stein, mit dem er zusammen für das Seistes wirkte. Lehrer und Führer der ber auch in jahrelanger erzwungener 3 Jahr 1848 sah ihn wieder als umjubel Deutsche seid eins, wollet eins sein dur Bie anders klingen diese Worte des Bolts lutionsjahr 1848 als die Parteischlagworte I von 1918!- Ein lejenswertes Bush
rlag von Hermann Beyer in Langenfalja sser ist Prof. Schwarz. Preis 1,75.M.
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und Steppe, voll innerer Seelentämpje gt in all dem Bielerlei der täglichen Aner und Seele. R. d. H., der vielen be Mensch, der in den ersten Nachkriegsjahren ige hält für den um Hab und Gut getoms de Nieuwenhuizen, um Gelder für dessen in das Land seiner Väter, zu Weib und chdem er auf Deutschlands Seite gelampit mit eindrucksvollen Worten die täglichen se, plaudert unterhaltend von Land und Steppe und nicht zuletzt von den Maz s, dessen Wirken unheilvoll war. So
er Afrikaner fand, der dem deutschen Na
gab. Der Engländer hat diesen Reitern Der englische Major schreibt von diesen erde ich die Tatsache festnageln, daß Sie hr mannhafte Leute waren und daß alle
eile Ostafritas großen Respekt vor Ihnen nen ritterlichen Kampf bis zum Aeußer st überlegenen Kräften." Alles in allem: mit vortrefflichen Bildern ges- üdt, das reiten wird, vermittelt es doch mit nur nnte Kenntnisse unseres schönen afritas und der schweren Kämpfe unserer Helden szt auch einen Blick in die Seele deutscher - ihn so selten in Schilderungen des großzen 5-7
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Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. Jendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
40. Jahrgang
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Die 400- Jahrfeier
der Philipps- Universität in Marburg.
Am Sonnabend hatte in Marburg die Jubiläumsfeier der Universität begonnen. Zur Feier des 400jährigen Jubiläums der Philipps Universitäts prangte die ganze Stadt in Flaggen und Girlandenjchmud. Eingeleitet wurde die Feier am Sonn abend durch Festgottesdienste. Um 11 Uhr wurde dann in der Festhalle
der erste Festakt
eröffnet, bei dem der Reftor, Geheimrat Dr. Busch im Namen der Universität die Gäste herzlich begrüßte. Marburg sei, so betonte er, die erfte auf reformatorischem Boden erwachsene und von Beginn an evangelische Universität gewesen. Heute hätten wir einen paritätischen Staat und eine paritätische Uni versität. Die späteren Nachjahren des Gründers hätten seine Schöpfung teilweise bis an den Rand des Unterganges fommen lassen, bis das furhessische Marburg preußisch wurde. Das sei das Erwachen der Marburger Universität von langem Schlummer gewesen. Seitdem gehe es mit Marburg wieder bergauf. Marburg als preußische Universität sei zugleich eine deutsche Universität geworden.
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Kultusminister Dr. Beder überbrachte darauf die Grüße der preußischen Regierung und begrüßte sodann als Chef der Unterrichtsverwaltung die Ehrengäste. Was die Provinz Ses Jen- Nassau für Marburg getan habe, werde fortleben, als ruhm reiches Zeichen dafür, daß auch in schwerster Zeit Wissenschaft und Kunst ein unverlierbarer Besitz des deutschen Volkes geblieben ist.
Im Verlaufe der Begrüßungsreden teilte der Vorsitzende des Universitätsbundes, Geh. Oberregierungsrat Dr. Häusser Frankfurt a. M., mit, daß der Bund in der glücklichen Lage sei, als gemeinsame Gage der Kommunalverwaltungen, der Stadt und der Kreise der Provinz und von Walded der Jubilarin ein Kunstinstitut darzubringen, das dazu dienen möge, den Ruhm der alten Philipps- Universität zu mehren. Nach weiteren Reben, in denen Grüße des Deutschen Städtetages, Spen= den der hessischen und waldedschen Städte, sowie des hessischen Landtages, die Glückwünsche der deutschen Universitäten, Technischen Hochschulen, Wissenschaftlichen Gesellschaften und der schweizerischen Universitäten übermittelt wurden, fand die Feier
ihr Ende.
Bei dem Festakt anläßlich der 400- Jahrfeier der Universität Marburg verlas als Vertreter des Reichspräsidenten und der Reichsregierung, Vizekanzler und Reichsjustizminister Dr. Hergt ein Handschreiben des Reichspräsidenten.
Daran anschließend übermittelte Dr. Hergt die herzlichsten Glüdwünsche und Grüße auch der Reichsregierung und führte dann in einer Ansprache u. a. aus: Die Marburger alma mater solle und werde eine lebendige Keimzelle für deutsche Kraft im großen deutschen Boltsförper wie in den vergangenen Jahrhunderten so auch weiterhin sein und bleiben.
Abends trafen sich die Ehrengäste, die Professoren und die Vertreter der Studentenschaft in der Festhalle zu einem Feſt essen. Der Jubiläumsrektor, Geheimer Rat Busch, begrüßte
die Gäste mit einer kurzen Ansprache, auf die der preußische Finanzminister Dr. Höpfer Aschoff und General Reinhardt Kassel mit Worten des Dantes antworteten.
An den Reichspräsidenten wurde ein Huldigungstelegramm
geschickt.
Der dritte Festtag am Sonntag brachte in den frühen Morgenstunden bereits Tausend und aber Tausende von Besuchen nach der alten Universitätsstadt Marburg. Ständig liefen Sonderzüge aus der näheren und weiteren Umgebung ein. In den Straßen wimmelte es von Menschen. Schätzungsweise mögen etwa 30 000 Personen gekommen sein.
Eingeleitet wurde der offizielle zweite Festakius in der Festhalle durch einen Vortrag des Professors Dr. Rudolf Otto über das Thema:„ Sinn und Aufgabe der modernen Universi= tät." Rektor Professor Dr. Busch gab darauf die neuen Ehrensenatoren bekannt. Hierauf erfolgte die Verkündung der Ehrendoktoren der verschiedenen Fakultäten.
Den Abschluß der Marburger Universitätsfeier bildete ein historischer Festzug. Schon lange vor Beginn des Zuges waren die Straßen dicht mit Zuschauern besetzt. Der Festzug stellte den Einzug des Landgrafen Philipp zur Gründung der Universität im Jahre 1527 dar. Die Zünfte mit ihren Abzeichen marschierten ein, ihnen folgten Landsknechte aller Art, Reifige, Ritter und schließlich der Landgraf mit seiner Gemahlin. Auf dem Marktplatz ging ein fleines Festspiel vor sich, das von Ge= heimrat Dr. Birt verfaßt war und die Bekanntgabe der Gründung der Universität an den Marburger Bürgermeister darstellte. Abends sand der große Festfommers statt, mit dem die Feierlichkeiten ihren offiziellen Abschluß erhielten.
Höhere Auswertung der Sparkassenguthaben in Preußen.
Der Aufwertungssatz für die Spartassenguthaben in Preuzen, der bisher 12% v. 5. betrug, ist durch Verordnung des preußischen Innenministers auf 15 v. 5. herausgesetzt worden. Außerdem soll die Auszahlung der aufgewerteten Sparguthaben früher, als bisher vorgesehen war, erfolgen.
Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südaulage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostichedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M.
Sonnabend, den 6. August 1927
Wohin ging der Munitionstransport?
Nach einer Meldung aus Bordeaux ist der Viermastmotor
schoner Elin" aus Marstal, der sich auf einer Reise von Tu
nis nach Libau befand, und Geschüße, sowie etwa 100 Tonnen Munition an Bord hatte, in die Luft geflogen. Die Mann schaft des Schoners wurde gerettet.
Wochenrückblick.
Die Behandlung der Unruhen in Wien durch das österreichische Parlament hat die erwarteten agitatori schen Reden von jeder Seite aus gebracht. Wenn auch die deutsche Zentrumspresse von einem rückhaltlosen Sieg des Kabinetts Seipel( fie muß wohl ihrem Prälaten zuhalten) spricht, so ist dem nicht ganz so. In Wien ist eine durch Sozialdemokraten gebildete starte Gemeindewache unter den Waffen. Kabinett und Parlament brachten noch nicht den Mut auf, sie abzuschaf fen. Aeußerlich scheint Ruhe eingetreten zu sein, aber gewisse Berichte aus Wien sprechen von einer Gärung, die durch die linke Seite der Sozialdemokratie, mit dem Kommunismus liebäugelnd, unterstützt wird. Es wäre für die Sozialdemokratie in jeder Hinsicht besser, diesen Flügel abzustoßen, der ihr noch schwer zu schaffen machen wird. Nachdem durch den belgischen Kriegsminister mit seinen unwahren Behauptungen über die deutsche Reichswehr ein wilder Pressestreit zwischen den Ländern neben den amtlichen Noten entstanden war, bringt die Orchies- Rede Poincarés neuen Giftstoff Für den kommenden Monat hat Poincaré schon wieder drei Sonntagsreden angekündigt. Was wird wohl da wieder verspritzt werden? Die Reservistentundgebungen in Frankreich, die stellenweise zu Revolten führten, spiegeln wirklich nicht den kriegerischen Geist der Militärpartei Frankreichs wider. Poincaré möge sich in Acht nehmen, zu leicht nur ist der Bogen überspannt. Spanien und Partugal haben eine Militärfonvention abgeschlossen. In Rumänien ist es ruhig geworden, obwohl Prinz Carol eine recht zweideutige Erklärung vor Pressevertretern in Paris abgegeben hat, die deutlich erkennen läßt, daß er gewillt ist, zu einergewissen Zeit in die Geschide Rumäniens einzugreifen. Die Wirtschaftsverhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland sind nun endlich in ein ab= schließendes Stadium eingetreten. Für den gegenseitigen Handel ist es aber auch höchste Zeit. Hoffentlich wird ein Handelsvertrag binnen turzem unterzeichnet.
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Der Konflikt Zentrum- Reichsbanner ist noch nicht ganz beigelegt. Abwartend tastet man sich gegenseitig ab, polemisiert in den zur Verfügung stehenden Zei tungen, beruft Konferenzen und sucht Brücken zu schla= gen. Das Zentrum fühlt sich in seiner Rolle nicht ganz wohl, zum Vergnügen aller anderen Parteien. Das Alpengebiet wurde von mehreren Erdstößen heimgeſucht. In Hessen haben einige Verbände beim Staatsministerium Einspruch erhoben gegen die Beschlüsse des Landtages betr. Einschränkung des Landtagswahlrechts, wobei sie mit Recht die Beschlüsse als vollkommen undemokratisch und gegen die Verfassung Hessens und des Reiches verstoßend kennzeichnen.
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Nummer 32
Zum Inkrafttreten
des Arbeitsgerichtsgesetzes.
Schon vor der Staatsumwälzung machten sich Bestrebungen geltend, die eine allgemeine einheitliche Arbeitsgerichtsbarkeit für die Streitigkeiten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus dem Arbeitsverhältnis forderten. War bislang in der Recht sprechung das Arbeitsrecht mehr oder minder als ein Anhängsel der Eigentumsordnung aufgefaßt worden, so sah die Reichsver fassung in Artikel 157 nunmehr die Schaffung eines einheitlichen Arbeitsrechts vor. Die kommende Kodifizierung sollte auch ein Arbeitsgerichtsgesetz enthalten. Unabhängig von dem Werden des ganzen Gesetzbuches ist bekanntlich das Arbeitsgerichtsgesch bereits am 23. Dezember v. J. verkündet worden, das nunmehr zum 1. Juli d. J. in Kraft getreten ist. Es kann heute nicht
unsere Aufgabe sein, auf sämtliche Bestimmungen des Gesetzes,
die wohl zu einem guten Teil als bekannt vorausgesetzt werden dürfen, einzugehen, vielmehr müssen wir uns darauf beschrän fen, unter besonderer Berücksichtigung der erst fürzlich ergange nen Ausführungsbestimmungen das für das Handwerk Wichtigste
zusammenzufassen.
Nach den vorgesehenen Bestimmungen werden die Arbeitsgerichte als selbständige Gerichte durch die Landesjustizverwal tung im Einvernehmen mit der obersten Landesbehörde für die Sozialverwaltung nach Anhörung der wirtschaftlichen Vereini gungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer regelmäßig für den Bezirk eines Amtsgerichts errichtet und nur in Ausnahmefällen für den Bezirk mehrerer Amtsgerichte bezw. für ein einheitliches Wirtschaftsgebiet. Auch die Errichtung der Landesarbeitsgerichte erfolgt durch die Landesjustizverwaltung im Einvernehmen mit der obersten Landesbehörde für die Sozialverwaltung bei den Landgerichten gleichfalls nach Anhörung der wirtschaftlichen Vereinigungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Der preu bische Justizminister und der preußische Minister für Handel und Gewerbe haben unterm 10. Juni d. J. die Ausführungsverord nung über die Errichtung von Arbeitsgericien und Landess arbeitsgerichten erlassen. Danach werden in Preußen 227 Arbeitsgerichte und 33 Landesarbeitsgerichte errichtet. Ein der Berordnung beigefügtes Verzeichnis bestimmt den Bezirk der
einzelnen Gerichte.
Nach§ 17 des Reichsgesetzes vom 23. Dezember 1926 sind bei den einzelnen Arbeitsgerichten besondere Kammern zu bilden. Die Zahl der Kammern bestimmt die Landesjustizverwal tung wieder im Einvernehmen mit der obersten Landesbehörde für die Sozialverwaltung nach Anhörung der wirtschaftlichen Vereinigungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Getrennte Kammern sind für die Streitigkeiten der Arbeiter und für die Streitigkeiten der Angestellten zu bilden. Ferner können, soweit ein Bedürfnis vorliegt, Fachkammern für die Streitigkeiten bestimmter Berufe und Gewerbe und bestimmter Gruppen von Arbeitern oder Angestellten gebildet werden. Ueber die Bildung entscheidet die Landesjustizverwaltung im Einvernehmen mit der obersten Landesbehörde für die Sozialverwaltung wo zu wieder die Anhörung der wirtschaftlichen Vereinigungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer erfolgt. Für die Streitigkeiten des Handwerks müssen bekanntlich Fachlammern( Handwerks gerichte, errichtet werden. Nach den Ausführungsbestimmungen
werden nunmehr beim Arbeitsgericht Berlin 17 Fachkammern für Arbeiter und 13 Fachlammern für Angestellte errichtet, außerdem eine gemeinsame Kammer für Arbeiter und Angestellte in Gärtnerei Land- und Forstwirtschaft und schließlich eine Fachfammer für Streitigkeiten der Arbeiter und Angestellten der Deutschen Reichsbahngesellschaft für den Direktionsbezirk Ber lin. Diese besonderen Reichseisenbahnfachlammern sind überbies bei sämtlichen Arbeitsgerichten an den Eigen der Reichsbahndirektionen gebildet. Bei dem Arbeitsgericht Berlin find ferner noch 5 Fachlammern für Streitigkeiten des Handwerks zusammengetreten und zwar je eine Kammer für Bekleidung für Metall, für Bau und Holz, für Nahrungsmittel und Reinigung, sowie eine Kammer für Leder, Zellstoff, Graphit und Sonstiges. Die Handwerksgerichte finden wir bei fast allen Arbeitsgerichten. Nur im Kammergerichtsbezirke und im Bezirke des Oberlandesgerichts in Königsberg i. Pr. ist die Zuständigkeit der Fachlammern für Handwerk mehrfach gemäß§ 17 Abs. 4 des Reichsgesetzes auf die Bezirke anderer Arbeitsgerichte erstreďt worden. Sind für das Arbeitsgericht Berlin insgesamt 37 Kammern zusammengetreten, so finden wir bei den Arbeitsgerichten für Frankfurt a. M. 9 Kammern, für Köln 8 Rammern, für Breslau 7 Kammern, für Halle und Magdeburg je 5 Kammern, für Frankfurt a. d. Oder, Oppeln, Hannover, Elberfeld, Essen, Münster, Kassel, Altona, Königsberg i. Pr. und Stettin je 4 Kammern; 158 Arbeitsgerichte zeigen uns je 3 Kammern, 39 je 2 Kammern und schließlich bleiben 14 Arbeitsgerichte übrig, die nur aus einer Kammer bestehen. Das Landesarbeitsgericht Berlin zeigt wieder 6 Kammern, die Landesarbeitsgerichte zu Breslau, Frankfurt a. M. und Köln je 2, bei den übrigen 29 Landesarbeitsgerichten sind nur je eine Kammer gebildet. Das Reichsarbeitsgericht ist beim Reichsgericht in Leipzig errichtet.
Die Arbeitsgerichtsbeisiger sind unterdessen von der höheren Verwaltungsbehörde im Einvernehmen mit dem Präsidenten des Landesgerichts bereits auf die Dauer von 3 Jahren berufen worden. Von den in den Gerichtsbezirken bestehenden wirtschaftlichen Vereinigungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer waren


