WOL NWK
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zum Sticken u Häkeln
gateste Sephiawolle
Die Taube bürgt für Güte.
Taubenwolle
Taunusstr.13/ Tel.Römer 1175 Kontor Frankfurt a. M
2 Kammgarnspinnerel
Norddeutsche Wollkammerel
3. 48.
genjoven werben foffte, fonnte man ihn froh der Kerbe des fract meijt: rs nimmer finden. Es hat aljo in Karlsstadt jemand Aussicht, noch einmal recht reich zu werden.
St. Nepomuk als Dieb.
Auf der Aschaffenburger Mainbrüde steht ein Steinbild des Prager Brüdenheiligen Et. Nepomut. Das ist viele Jahre lang unbejchol ten geweien und hat mit mildem Blid auf die vielen forgen beladenen Menschenfinder herabgeschaut, die vor seinen Füßen vorfiberwimmelten. Eines Tages aber tam es in den Verdacht eines schweren Verbrechens.
Ein Junge aus der Fischergasse, dessen Seim tagsüber die Straße war, weil seine Angehörigen auswärts arbeiteten und das Haus verschlossen, hatte in bebentlicher Weise die schiefe Bahn des Lasters beschritten und war in der Berachtung des siebenten Gebotes fdjon ziemlich weit gefommen. An einem Morgen entriß er einem Schulmädchen das Beutelchen, in dem es sein Besperbrot verwahrt hatte und lief mit dem Raube davon. In einem verschwiegenen Winkel verzehrte er das Brot, und da er in der Ede des fleinen Beuteldhens auch eine fleine Münze fand, lief er sogleich zu einem Kaufladen, um sich etwas zu faufen. Das Beutelchen aber stedte er in die Hosentasche.
ans der Hand der Bigue. Er prifte ben Inhalt und wunderte nich nicht wenig, daß soviel Geld in dem Eädchen war. Ein Sch.. hätte vielleicht das Geld für sich behalten und sein Gewissen mit der Einrede beschwichtigt, der Heilige habe ihm ein 3ehrgeld reichen wollen. Der Handwerksburiche aber war ein ehrlicher Menich, ahnte auch gleich den richtigen Zusammenhang, trug das Geld auf die Polizei und jagte, wo er es gefunden habe.
Die Polizei wußte ichon von der Sache. Der Kaufmann hatte feinen Schaden alsbald bemerkt und ungefäumt Anzeige gemacht. Er fonnte zwar über den Dieb nichts ausjagen, wußte aber die ent wendete Gumme, und daß darunter ein Taler war, der in einer Westentasche bei einer schweren Arbeit gewesen sein mußte, weil er Don Schweiß ganz gefchwärzt war. Der Echwarze fand sich in dem Beutelchen vor und auch die Eumme stimmte und so war es gewiß daß der Handwerksbursche das Geld gefunden hatte, das dem Rauj mann gestohlen worden war.
Nun forichte die Polizei nach der Eva, deren Name auf dem Beutelchen stand, und auch diese war bald gefunden, weil das be raubte Mädchen auch seinerseits in der Echule den Ueberfall ange zeigt hatte. Der Fischergässer Junge war einmal auf einer Det wegenen Flucht von einem Holztaufen gestürzt und hatte sich eine tiefe Edramme in die Stirn geschlagen. Diese Echramme hatte das
Er fand die Tür des Raufladens offen und trat ein. 3m Mädchen wohl bemerkt und sie war auch der Polizei nicht unbekannt Laben war niemand zu
sehen, weshalb sich in dem Jungen auch sogleich der Gauner regte. Er tat einen Griff in die Ladenlasse und verschwand wis ber. Hinter einem Holzhaufen besichtigte er das Geld, widelte es dann in bas Beutelchen des Schulmädchens und verbarg das frembe Gut wieder in der Taiche. Dieses Verstedt schien ihm aber nicht Sidher genug. Er war schon bfter ausvifitiert worden und traute deshalb dem Landfrieden nicht.
Er ließ seine Gedanken umb Blide suchen gehen, fing dann plöglich an zu laufen, eilte auf die Main brücke, stieg zu St. Nepomut empor und legte ihm das Beutelchen in die offene Hand. Abends, wenn seine Angehöri gen zu Hause wären, wollte er
wieder
Mainfabra.
holen und daheim versteden. Er fam auch am Abend wieder, fand aber zu seinem Erstaunen die Hand des Heiligen leer. 3n feiner Ueberraschung entfuhr ihm die frevelhafte Antinge: Eo bu filebijt auch!" 3ornig gab er dem Bilde einen Stoß, sprang zu Boden und eilte davon.
Die Sache war aber natürlich zugegangen. Ein Hondwerks. buriche war am frühen Nachmittage über die Brüde gekommen und hatte sich ermüdet am Fuße der Bildfäule niedergelaffen. Er blinzelte Don ungefähr einmal an Et. Nepomuk hinauf und da war es ihm, als ob aus der Hand des Heiligen etwas herausrage, was nicht zu dent Bilde gehörte. Weil er einer von den Leuten war, die nicht gern Zweifel mit sich herumtragen und lieber den Dingen led auf Den Grund geben, flieg er binauf und nahm das bekannte Beutelchen
Frankaland, ich muß dirsch fog: C. was wöricht du schöä,
Wenn der Harbst mit Farm') und Licht roftelat do der Höäb:
Wenn vor lauter Farm und Licht alles när fou tropft
und die Eunn vor lauter Fräb auf'n Mee) cumbopft.
( Aus Mel Frankn. Gebiete in fränt
*) Farben,*) Main.) Beben.) Wenieße.
Rudolf iefti
und nun saß der Dieb bald in einem strengea Kreuzverhör, in dem er nach einigem Leugnen jeine Tat eingestand. Wie jolche Geschichten ausgeben, ist bekannt, weshalb icon hier der Bunft gesetzt wer den fann. Der aufmeri same Leser wird selbst be merft haben, daß sich aus diesen Begebenheiten mandymal effeben läkt, insbesondere, daß auch der Unschuldigste durch einen Epizzbuben in schweren Verdacht gebracht werden fann.
Die armen Einder von Sulzfeld.
TH
Nach einem Bauern aufruhr erging über die rebellijchen Bauern, welche gefangen waren, ein furcht bares Strafgericht fast in allen bennebergischen Cr ten. Viele wurden Dreißigader oder zu Masfeld hingerichtet. Jm Dorf Eulzfeld blieb n von der gesamten Bauernschaft nur zwei Männer am Leben. Als dicie beiden zur Richtstatt geführt wurden, sah man den einen weinen und den andern lachen. Beide waren Ziegelbrenner und da man den Wei nenden nach der Ursache fragte, weshalb er weine, so jagte er:„ Nicht um meinen Tod weine ich, sondern um der Gebäude der hohen Herrichaft, die ich allezeit mit dauerhaften und guten Ziegeln ver fehen habe. Reiner wird sie wieder so gut versorgen. wurde ihm das Leben geschenkt und nun befragte man den andern, der ein fleiner, dider Mann war, was er denn lache? Der ant wortete fedlich: Es lächelt mich, daß mir soll der Ropf obgeschlen werden; wo foll ich denn hernach meinen Hut hinsehen?"- Und mit diesen Bossen hatte auch er Gnade erlangt.
Frank'n.
D. was it des för a Fräd,
for a lufti's Laam³),
wenn die Depfl aid war'n brauß'n ve der Bam
Wenn die neua Schöpp bäh in die Köpf nelfteing
und vo lauter Llab und Fräd foaga Liader geing
-
O, i ho mei Land sou garn: Traubt, Gunn und Farm, Wengert, Mee und Tal und 5bab: bo euch garn gun Slarm! Kilolaus Jep
D. was it des för a Fråd, wenn die Wellas) hummt und die Baßgeig abeds laut för die Mädi brummt; Mundart, Philippus Berlag, Lohr a WJ
Darauf
Jahrg. 1921
Qummer 1
Die deutsche Glocke
Durch ihren Mund
von deutschem Land und Volke tut sie kund!
Eltern- und Schüler- Zeitung
Druck und Verlag von Albin Klein& So., Sießen, Sudanlage 21.
Deuffchland, ich muß dich lieben; die weißen Vögel llieben vom Meer ins graue Land, Was hab ich dich verlloßen. Ein Dag von wilden Rosen
ill rol um dich entbrannl.
Deutsche Heimat.
Die Füße muß ich spreifen, ich frag in Dänden beiden ein Herz voll Not und Weh; die spitzen Dornen flechen; wo find die blauen Flächen von Alb und Bodensee?
( Hatter Ged". Deutsche Beringsanftall Saligast w. Veelin 1917.)
Deutschland!...
Ein Geleitwort von Hans Reyhing.
Deufchland, du hofdfeliger Name! Ein Ton des Echmerzes zitteri in mir nach, wenn ich dich ausipreche, und ein Alp quält mich, wenn du mir in nächt. lichen Träumen durch die Eccle ziekst.
Deutschland, wie wun. derbar und groß warst du mir, so frisch und jchon wie der lachende Frühling, so weit und hoch und glüdjelig wie der blaue unendliche Him mel am Sonntagmorgen, wenn die Kirchengloden. lieder von den Türmen durch die Heimat reisen! Wie der junge, helle, Strahlende Morgen, der erig dauern müßte, der wohl in den Glanz und Edhimmer eines immer. währenden Mittags, nie, nie aber in den Schatten des sterbenden Abends eintauchen fönnte standest du da, als dein Bild groß vor mir auf. Bing.
Deutschland!
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Mit einem Kinderlied auj den Lippen
und
Der deutfche Danderer.
aus
Wiärchenjeligkeit im Herzen ging ich den ersten Weg zur Edule, und unter den einfachen Wortflängen von Dach und Docht, Damm und Dobel ichlug wie weiten Fernen aber holdjelig wie ein Ton vom Himmel der Name Deutic land an mein Ohr. Der Lehrer hatte auf einmal andere Augen und ein ganz anderes Gesicht, wenn er diejen Namen fagte, und der Pater, der zwei Jahre als einfacher Soldat in Straßburg gedient, brachte es nur mit scheuer Achtung über die Zunge.
Deutschland!
Als ich dann aus den engen Dorfgaflen hinausfam und trunken von dem Duft und Glanz der engeren Heimat, voll vom Klang und
Slekt ich in fremdem Schwarme,
Deutschland reck die Arme, nimm mich an deine Brull. Daß ich die Wurzeln habe in meines Vaters Grabe, das hab ich nicht gewonẞl.
Suwig Finckh.
Ton feiner Laute und Lieder blnauschaufe über bie Grenzen diefer Heimat, wudhjen mir deine Berge entgegen, Deniidhland, rauidien
Deutschland!
mir beine Ströme, unb in unendlichem Glang gebreitet lagen bein Gaue vor mir ba. An tausend Bildern beiner Echönheit und Größe nährte fich mein Geist, und an tauiend Liedern und Rlängen beiner cele labte fich das Herz. Und wenn ich mit den ieligen Engeln an der Jakobs. leiter hätte zum Himmel steigen dürfen, nur dich hätte ich gefehen, hätte bein Bilb getrunken, bis mir die Augen überge gangen wären. 3ch batte ... is gegen die andern und gegen das andere, bas nidit Deutschland hieß, so voll war ich von bir, und io war ich ganz bei bir. Du warst mein Herzichlag und meine Wenne, Dentichland, und mein junges Blut floß bir zu Lob und Preis fröh lich durch die Abern.
Und in jenen Echidialstagen 1914 fühlte ich glüdielig ben HerzSchlag von Willionen und aber Millionen mit meinem Herzichlag geben. Echweigt mir beim Gedanken daran, wie man es bamals oder vorher oder nachher hätte anders oder beffer machen follen. Schweiget und verweilet bei jenem heiligen Anblid, der unfer aller Herzen unter Zittern und Beben zusammengab und uns in wellenweiten Bendel chlägen von den bunten Gründen der Furcht zu den freundlichen Gestaben der Hoffnung trug. Berweilet babei! Dieies 3ern und Beben war da, und es war groß und ichön. Und das, um deffentwillen wir gezittert und gebebt, es muß etwas
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