Einzelbild herunterladen

Gamstag, ben 3. Dezember 1927.

Verirrt.

Rosie war ein kleines, blondes Mädchen von angefähr fieben Jahren und der Liebling igrer Mutter. Sie war aber auch ein besonders artiges Rind, nie brauchte die Mutter zu tabeln, benn immer gehorchte fie und half der Mutter schon gar fleißig im Haushalt

Sie ging das erste Jahr zur Schule. Fast jeden Tag holte die Mutter sie ab und dann erzählte sie ihr alles, was sie in der Schule Neues gelernt halte. Lustig springend ging fie neben ihr her und ihr blondes, Loies Haar flatterte vom Rop­fe und ihre Bäcklein roteten sich noch mehr.

Eommer und Herbst waren dahin und der Winter hielt jeinen Einzug. In der Schule hotte Rosie von dem Rnecht Rup recht gehört, der im Austrage des Christkindchens id on Wo hen to Weihnachten von Haus zu Haus geht, um zu sehen, ob bie Kinder auch artig gewesen find. Diesen bringt er dann auch Uepfel. Nüsse und B, efferkuchen.

Da war jie kürzlich bei einer kleinen Freundin gewesen und hatte Lo: 1 gehört, daß der Knecht Ruprecht im Sommer in einem fernen Lande wojne, aber im Winter beziehe er ein prachtvolles Schloß in dem großen Walde, der nicht weit von der Stadt ent fernt liege

Roffe hatte einen Fehler, nimlich den, daß sie sehr neu gierig war. Das über Knecht Ruprecht Gehörte ging ihr jehr in ihrem kleinen Röpfchen herum und fe faßte den Enischlu dorthin zu gehen und den Balast zu suchen; der konnte doch nicht is ichwer au finden fein. 3njolge ihrer Neugierde tat fie etmas, was ihr selbst, aber auch ihrer geliebten Mutter jehr viel Rummer bereiten sollte. Eines Morgens verließ sie das Haus und ihre Mutter dachte nicht anders, als daß sie wie

gewöhnlich zur Schule gehen würde. Aber dies tat sie nicht, ondern lief schnell zur Stadt hinaus und in der Richtung des g.ogen Waldes. Am Abend vorher hatte es tüchtig geshnet und eine dicke Schneedecke bedeckte Wege und Felder. Rosis kleine Füße sanken tief in den Schnee und gar bald wurde sie von dem Waten im Schnee müde. Über ihre Neugierde trieb fie immer von neuem an, weiter дu gehen, bis sie endlich im Walde ang kommen war." So," dahle se, nun bin ich endlich im Walde und der Palast von Knecht Ruprecht kann nicht mehr meit sein." Aber wie sie auch juchte, sie ko inte ihn nicht fin­den. Endlich enttäuscht und müde, entsch'o; fie sich. wieder um­zukehren und nach Hause au gehen Jetoh se konnte den Weg nicht wieder finden, den sie geko nmen war; denn es hatte aufs neue angefangen zu schnelen und der frische Schnee hatte ihre Fußspuren zugedeckt

Unterdessen war es pier Uhr geworden, und Rojies Mut­ter war nach der Schule gegangen, um dort ihren Liebling abzuholen Die Kinder hamen scherzend aus dem Schulg.bäu­de, aber Rosie war nicht dabei. Sie ging hinein und suchte Ro­fies Lehrerin auf, um zu fragen, wo ihr Töchterchen bleibe. Diese fah, als jene eintrat, verwundert auf und sagte: Ist Rosie krank, daß sie heute nicht zur Schule kam?"

-

Nun war es an der Mutter, verwundert aufzusehen. Krank?" sagte sie. Rolie krank? Nein! Sie ist nicht krank. Heute morgen ist sie od) aur Schule gegangen? Wo mag fie nun sein? Man kann es verschen, daß die arme Mutter in ihrer Angst in Weinen ausbrach, als sie hörte, daß ihr Kind den ganzen Tag noh nic, t in der Schule gewesen war. Sie ging fort und suchte alle Eltern von Rojies Freundinnen auf, um zu hören. ob sie vielleicht da wäre. Aber niemand hatte von Ro­fie etwas gesehen und gehört. Bei einer Familie aber hörte ie, daß bei Rojies lettem Besuche von einem Palaste des Knecht Ruprecht im Walde erzählt worden sei, und da ahnte fie, was geschehen war. Wahrscheinlich ist sie aus Neug.erde bahin gegangen, um diesen Palaft zu suchen," dachte die Frau. Aber wie kann ich sie in dem grozen Walde wiederfinden?" Kurs entschlossen machte sie sich nach dem Walde aut. Als ste dort ankam, war es schon dunkel geworden. Sie ging nach rechts und nach links und immer rief sie mit zit.ernder Stim

Gießener Zeitung"

HOTEL KÖHLER

WESTANLAOD

Besitzer Heinr. Köhler

TELEPHON NR. 280

Gut bürg.Speisehaus ff. Biere und Weine Fremdenzimmer

Als passende

Weihnachtsgeschenke

empfiehlt in großer Auswahl

Uhren Schmuck Bestecke der Württembergischen Metallwarenfabrik. Geislingen. Feine Bleikristalle

Besondere Abteilung u. Verkaufsstelle der ,, Grammophon" A.-G. u., Electrola". Vorführung ohne Kaufzwang. Auf Wunsch Teilzahlung gestattet

D. Kaminka, Giessen

MARKTPLATZ 11

Steuer Ersparnis

bringt das

Reichssteuer Kassebuch

RIECK

Reichssteuer­Kassebuch

D.R.G.M.

mit Spezialeindruck für jedes Gewerbe, für jedes Geschäft, für freie Berufe, Agenturen, für Vereine, Verbände etc. Zu beziehen vom Herausgeber:

ALBIN KLEIN GIESSEN

Fernsprecher Nr.2525, Súdanlage 21

me: Rojiet Rofiel" Nachdem fie ungefähr eine Stunde lang SPEZIALHAUS

gesucht hatte, fand sie ihr Kind unter einer Tanne schlafend Lie gen und steif vor Kälte.

Wie war Rosie froh, als sie die Augen aufschlug und thre Mutter vor sich stehen sah. Schluchzend vor Angst und Freude, daß sie ihre Mutter nun wieder hatte, fiel sie ihr um den Hals, und so schnell als es nur mög ich war, mahien sie sich auf den Heimweg. Zu Hause angekommen wurde sie sofort ins Bett gesteckt; sie hatte hohes Fieber und am nächsten Tage stellte der Arzt Lungenentzündung fest.

Lange mußte sie das Bett hüten; Knecht Ruprecht hatte auch nichts von sich hören lassen; et mar sicherlich böje, daß Rosie infolge ihrer Neugierde die Schule versäumt hatte.

Als sie wieder gesund war, gelobte sie, daß fie nie wieder etwas Derartiges tun würde. Auch ihre Neugierde hat sie ab gelegt. Als nun Weihnachten kam, da sandte ihr das Christ­kind doch noch schöne Sachen, über die sie sich sehr gefreut hat.

Eo seht Ihr, wohin Neugierde führen kann, daß das Böse bestraft und das Gute belohnt wird. Laßt die Erlebnisse Rosies Euch allen zur Warnung und Lehre dienen.

Restauration

Zum Schüßenhaus

Empfehle mich für die Fest tage mit Speisen u. Getränken

Inh. H. Beck

für Kleiderstoffe, Seidenstoffe, Samte Damen- und Kinderkonfektion

Vielseitige Auswahl in anerkannt guten Qualitäten Billigste Preise.

Meyerhoff& Goslar, Giessen

Telephon 758

Kreuzplatz 13

DIREKTIONS- OBERBEAMTER

zur Pflege der

UNFALL- u. HAFTPFLICHT- BRANCHEN durch Fruktifizierung der vorhandenen großen Organisation

und durch Auswertung der bestehenden umfangreichen

Die schaukelnden Jungen.

Nr. 49.

Zuerst müht Ihr das Ganze aut nicht zu dicken Karton auf­kleben. Wenn dies geschehen ist und alles gut t: oken ist, synei det Shr die verschiedenen Figuren aus, natürlich das kleine Schattenbild nicht mit; denn es gibt nur an, wie die W.ppe oder Schauk: mit den Jungen und dem Hunde aussehen müf­fen, wenn alles fertig ist. Dann nehmt Shr die mittelte Figur, faltet das Stück langs der punktierten Linie um und schn.idet die 3ange A aus,

Samstag, den 3. Dezember

Alus alle

Nachstehende, in einer amer Annonce, ist wohl selbst in dem f feitigkeit taum mehr zu übertreff titjefter Form zehn verschieden J erfülle hiermit die traurige Sefannten mitzuteilen, daß meine Augenblid gestorben ist, als fie den ich nun eine Pflegerin fuche, jährlin finde, jung, schön und im lat, um mir bei der Leitung meine behilflich zu sein, das ich meinen A in Erinnerung bringe, zumal ich Gelegenheitspreisen veranstalte, ber haus übertrage, das ich jest in der und in dem noch einige Appart Dollar vermieten will und für fit fudhe."

aber, so. daß sie an der punktierten Linie feit bleibt, und blegt fie nach oben. An diese 3unge klebt Ihr nun den Querbaum, auf dem die Jungen figen und zwar so, daß der Mittelpunkt an der Junge sigt. Nachdem dies gefchehen lit, klebt Ihr den Hund mit der daran befestigten 3unge an den Querbaum, eben falls bei A, fodaß die 3unge an der Borderseite nicht zu fe hen ist.

Dann ist die Wippe fertig, und dadurch, daß Ihr den mittelsten Teil der Wippe, die abgerundeten Flächen etwas aus­einander biegt. steht dief: lbe still. Wenn Ihr dirle ben aber einen kleinen Etoj gebt, fangen die Jungen an zu schauk In. Ihr folt mal sehen, wie nett das geht, wenn Ihr alles gut und o: dentlich gemacht habt.

Die Raupe und die Mauer.

Es war einmal eine Raupe, ore in einem Garten in der Stadt lebte. Abends koh fle immer wieder nach ihr m ficheren Blage auf dem ersten Ast eines großen Maulbeerbaumes, tags­über aber, wenn die Eo ine warn schien, unternahm je ot tien Streifzug über die go pintar un mi ihrer Freundin im Nachbargarten ein wenig sidh zu unterhalten. Die auf einem Baume auf der anderen Zeite der Mauer monte.

Nun waren in die Mauer große Risse gekommen, weil eit langem nicht mehr nach der Mauer gefehen worden war. Eines Tages kamen Handwerksleute mit allerlei jobe.baren Gerätschaften in den Garten, welche die Raupe nicht hannte. Nach einigen Tagen war die weiße Mauer v: rshwunden und an ihrer Stelle stand eine rote aus 3: epelite.nen, mit einer Menge weißer Striche dazwischen. Sie fand, daß diese Mauer schon

I

F

aussah und als eines Morgens die Sonne fo herrlich warın schien entsch oj sie sich, wieder einmal die Reise über die Mau er anzutreten, um mit ihrer Freundin drüben diese Neuigkeit zu besprechen.

Sie war aber so an die frühere, weiße Mauer gewöhnt, day fie die meißen Fugen zwifchen den Steinen als eg benutte. Sie wunderte sich aber sehr, daß fie den oberen Rand der Maus er nicht erreichte, obwohl te doch otel länger gekletter wor als früher. Sie kam nicht vorwärts. Wie kam das? Sie hote es nicht begreifen und endlich gab fie die Reife aut. Am näch Sten Tage aber versuchte sie es von neuem, dann wolle sie ihre Freundin erst recht besuchen, um mit ihr diese sonderbare Er icheinung zu b for chen. Jedoch, es gelang ihr nicht, oben aus die Mauer zu kommen.

Biele Tage verfuchte fie es immer wieder neue Wege judite sie auf und endlich war sie da: Das hatte viel Mühe ge kostet und sie war froh, daß fie nun endlich den: g geunden hatte. Wollt Ihr nun auch einmal versuchen, diesen Weg zu finden?

Ihr müßt natürlich versuchen, den Weg zu finden, den die Raupe gegangen ist, sodas ie endlich oben auf die Mauer go langte. Und das ist noch lange nich. so einfach, wie Ihr bald merken werdet.

VERTRAGS- u. SONSTIGEN BEZIEHUNGEN Herzliche Weihnachtsbitte

.

gesucht.

Angenehme, hochbezahlte Dauerstellung m. Pen­sionberechtigung. Hervorragend günstige Chance L bereits bewährten Fachmann d. Außendienstes. Deutscher Phönix u. Providentla in Frankf./M.

Zweigniederlassung der ALLIANZ

Versicherungs- Aktien- Gesellschaft in Berlin.

für das Waisenhaus zu Hof Rechtenbach, Kreis Beglar.

Wir bitten auch in diesem Jahre für die uns anvertrates vielen Beglinge herzlich um Gaben der Siebe. Die melfiem unferer Bflenlinne haben nicht Boter noch Mutter und find ohne die Bilfe der warm und barmhertigen Chriftenliebe an Brise nachten ohne Freude und ohne Licht. Gaben der Piebe nimmt bankbar enthearn: Die vorstehende Diakoniffe.( Boftiched Hof Rechtenbach 28 988 Frankfurt am Main.)

Die organisierte La In Deutschland zählt man geg landwirtschaftliche Genossenschaften, fenfchaften, 20 683 Spar- und Dar und Absagenossenschaften, 4058 M 10 665 sonstige Genossenschaften.

Er zahlt 273 Mal im Ein Möbelfabrikant in Bochu Blatte, daß er rund 24 verschiedene zahlen habe, die in 193 3ahltermin lebigen sind. Sinzu kommen für Mietwohnungen, dem Haushalt mi handen 17 verschiedene Steuern m Er hat also 41 Steuerarten mit 26 beachten.

+4

Funter.

Eine Tragödie erschüttert die Principessa Mafalda" ist gejunten fanden den Tod. Ertranfen, eritid wurden von Haifischen zerrissen. S ben, werden ausgelöscht aus der g wie sie starben, man ahnt nur ihre Bon einem aber wissen wir es der Funkkabine, als ihm der Kap Silferufe durch den Aether zu send in Amt. Sandte seine ,, G. O. G Schiffes, den jeweiligen Stand. W ben der Matrosen und Passagiere Welt, in seinem Hörer sammelten dem Aether, und die, die ste san die, die hinter der doppelten M und schrien.

Da lam der genblid, da brüde anrief, um sei: Meldung

Im Luftschiff

Die zehnjährige Wiederkehr des schiffes 59 unter Rapi

vom 21. bis 25.

Von Korv.- Kpt. a 1914-18 Marinelu

Diefe, im Kriege ausgeführ bie je ein Luftschiff vollführt h querung des Ozeans mit R. 33 mit 3. R. 3 im Jahre 1924 fön werden. Bei diesen beiden Fahr ganzen Welt zur Verfügung. Si ihre Wetterprognosen bekannte diese Fahrten. Nur der von ih 3. R. 3 empfing, ermöglichte es metterzone richtig umfuhr und geriet, wodurch es dann um 11 ohne fremde Hilfe die amerikani

Bon dieser Afrikafahrt ha nach dem Kriege etwas erfahre fündete diese Fahrt. Sie mußte im Ariege, von feindlichen Fli graphische Richtungsempfangsst geführt werden, das meteorolog lagen feine Erfahrungen vor ü Gaszellen und Besatzung in die

rere verschiedene Klimazonen faum erforscht waren. An der S zigkeiten hielt man diese Fahr Tatsachen stellten an die Schi

enorme Anforderungen.

Und was erlebte 2. 59 au

wolfen mußten durchfahren wer vollständig von Wolfen eingehi es und drehten es im Kreise her 3idzadlinien zwischen 300 und 20 Böen trachte das Schiff in allen fer Schräglage gefahren werden, triebe in diesen Tropentempera Beanspruchungen ausgelegt wurd sagt durch Sonnenerwärm In with das Schiff herauf eigentümliche Funkeln der Ster lehtes Better, ein 3eiden für monjums, bet dann auch mit fannten atmosphärischen Störung auf, werden flärter und äußern sid techts und lints vom jahren des Gewitters oder Umf Luftschiff

night in Frage. Es heißt also hindurchfahren. Dann fegt starf Siff zeigen fich die bekannten G tallteile ein bläulich- violettes Li aus, als brenne das Schiff. Lan