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die Landwirtschaft.

Str. 22.

Worte sind ausgesprochen worden

Sonnabend, den 29. Mai 1926.

Gießener citung"

Nr. 22.

Deutschen Landwirtschaftsrates in bleibt eben die bange Frage, ob nun bei den zuständigen teilnehmen. war ja vorauszusehen. Troß der Behörden entsprechend den mündlichen und schriftlichen feiten, die gerade in diesen Tagen Erklärungen in der praktischen Agrarpolitik ein Wandel

Das sind Versprechungen von größter Tragweite, zusammengejezt, jodaß wir hervorragender Leiſtungen ſicher sein| Freiherrn Heyl zu Herrnsheim trat hier der Evange fönnen, zumal einige der bedeutendsten deutschen Flieger daran hoffentlich läßt die Tat nicht auf sich warten. Das

Die seitens der Gesellschaft im vorigen Jahre veranstalteten Flugtage haben Massenbesuche gezeitigt und die Bevölkerung

im Zusammenhang mit der Flag: eintritt, ob sich die zukünftige Wirtschafts- und Handels- hat damit ihr großes Interesse am Aufwärtsstreben unseres

ertungsproblem und der Fürstenab­

Dr. Haslinde der Tagung von

ind, hat nicht nur der Reichser den in Darmstadt abgegebenen Erklärungen richten beigewohnt, sondern am zweiten der Tagung und nicht zuletzt den verantwortlichen

politik im Reich und in den Ländern auch wirklich nach

ichskanzler Dr. Luther

r erschienen,

tische Erklärung über die agrar­

wird. Der Ernst der Stunde ist wohl allen Teilnehmern Ministern zum Bewußtsein gekommen; nun ist es aber

deutschen Flugwesens bewiesen.

Hoffen wir, daß auch seitens unserer Stadt und Umgebung ein Massenbesuch zu verzeichnen ist.( Siche heutige Anzeige.) Junimiete in Hessen. Die gesetzliche Miete für den Mo­nat Juni wird in gleicher Höhe wie für den Vormonat Mai

lische Landeskirchentag zu seiner 14. Tagung zusammen. Der Voranschlag enthält infolge des Fehlens eines Fehlbetrag von 14 Million Mark, der zum Teil durch ein Darlehen, zum Teil durch eine Sonderumlage der Kirchengemeinden gededt werden soll. In der heutigen Sigung wurden die Ausgaben mit 4671 000 Mart be­willigt, ebenso die Position Kirchensteuer in Höhe von 24 Millionen Mart, schließlich auch die Gesamtsumme der Einnahmen in Höhe von 3 400 000 Mart. Nach dem noch der Gesamthaushalt 1926/27 genehmigt und ein Antrag angenommen worden war, 5 Pfg. Zuschlag wurde die Tagung geschlossen.

an der Zeit, daß den Worten auch die Taten folgen. Ist festgesetzt. Sie beträgt hiernach 95 Prozent der Friedensmiete. auf 100 Mart Steuerwert des Grundbesitzes zu erheben, es schon in der Politik und im Parlamentarismus ein

fts- und Handelspolitik zu geben. Fehler, sich von den Wogen des Zufalls tragen zu lassen,

der Reichsregierung im Rahmen ichsministerien und die Regierun die anderen Berufsstände hatten

so ist das bei wirtschaftlichen Fragen das Ende jeder sachlichen Arbeit. Ganz besonders gilt das für die

länner vertreten lassen. Die An Landwirtschaft, wo unter dem Zwange der Not der Ab­bantpräsidenten Dr. Schacht neben bau der Intensität, der Uebergang zur extensiven Be­id den Vorstandsmitgliedern der triebsführung sehr schnell vor sich gehen kann, um nicht eßlich auch eine Anerkennung der mit der Rentabilität auch den Grund und Boden zu der Tagung und des Landwirt. verlieren, wo aber die Umstellung von ertensiver zu in­

er Landwirtschaft überhaupt. den äußeren Verlauf der Tagung,

s den Wortlaut der Erklärungen der Reichsbank und der anderen en Vertreter ins Gedächtnis zu nen, daß die Landwirtschaft voll für sie aufs beste gesorgt würde

sche Volkswirtschaft nun wirklich besteht, daß der größte in sich ge­

e Berufsstand, die Landwirtschaft, n Zusammenbruch steht.

tensiver Wirtschaft, der Aufbau der Betriebe im Sinne der Steigerung der Produktivität und Rentabilität nur in einem langsamen organischen Tempo im Verlauf einer Reihe von Jahren vor sich gehen kann.

Lokales.

Ein Flugtag in Gießen.

Diese Worte enthalten für denn Leser eine Welt von Emp­findungen. Er erinnert sich der ersten fühnen Versuche, sich mit einem Fahrzeug, schwerer als die Luft, vom Boden zu erheben; er gebentt lächelnd der meterhohen Sprünge, die ihn nach

it die Bereitschaft der Regierung, großen Ankündigungen für sein langes Ausharren auf dem Flug­

, natürlich gewisse Grenzen, und

die Grenzen liegen. Der Reichs deutschen Fliegerei vorüber eutet und der Reichsbantpräsident gerleistungen, unvergeßlich durch heldenhafte Männer, wie Jm­

play belohnten. An seinem Geiste zieht der rasche Aufstieg der Zeiten höchster deutscher Flie=

r herausgesagt: Ich bedauere ein äsidenten ganz besonders, daß er

melmann, Boelte und Richthofen. Diesem Höhepunkt folgte unmittelbar der Niederbruch. Die höchste Anerkennung unserer

pielt hat, der Landwirt müsse sich Gegner sind die Fesselungsparagraphen des Versailler Ver­er produziere, sondern, daß er sich trages, welche unser Flugwesen zum großen Teil vernichteten.

Ich halte das für ein außer

es Wort und bedauere es auf das

twa so aufgefaßt werden sollte, als

Aber den Worten getreu:

Allen Gewalten zum Troß sich erhalten

haben deutsche Flieger und Konstrukteure in zäher Arbeit dafür jesorgt, daß das deutsche Flugwesen einen neuen machtvollen Aufstieg erlebt, denn der Luftfahrt gehört die Zukunft.

ft nicht in erster Linie auf die ge­ät hinarbeiten sollte. Die Reichs­reditnehmer ganz genau darauf an­tedit lediglich zur Erhaltung ihres lug um den B.- 3. Preis der Lüfte im vergangenen Jahre sind

Die Fahrt des 3. R. 8 nach Amerika und der deutsche Rund­

inschen. Es liegt mir daran, meine it zu haben, die Sie sehr oft außer in Anspruch genommenen Kredite erden müssen. Wenn Sie glauben, auszukommen, dann bitte ich Sie, ein, daß Sie dann auch ohne die en müssen. Wenn Sie glauben, uszukommen, dann bitte ich Sie, ein, daß Sie dann auch ohne die en müssen."- Diese eindeutigen Erstaunen und eine gewisse Er­ufen. Anderseits aber hat die 1 Willen, da zu helfen, wo unbe: f dem Spiel steht. Dr. Schacht schaft werde zur Zeit dadurch be­tlichen Kredite der Landwirtschaft, ber herum fällig sind, alle bezahlt von sei gar keine Rede; das Geld he wieder nach Anlage. Wirklich ten nur die 290 Millionen der Bezüglich der Rentenbankkredite reit, für die neue Ernte eine Reihe zu geben.

Flammeris, zena für Puddings ftmehl und Gebäck

Sport, die rationelle Ertüchtigung des ngen in der gesunden Luft des Kurortes eutschen Volk die Kräfte wiederzugeben, eiten der Not eingebüßt hat.

Marksteine in der Weiterentwickelung des deutschen Flugwesens. Die ungeheure Anteilnahme und Begeisterung, die sie im ganzen deutschen Volke gefunden haben, zeugen von dem großen Inter­Flugzeugindustrie verfolgt wird. esse, mit dem das emsige Vorwärtsstreben unserer deutschen

iel zu wenig bekannt, wie mannigfache chen Bädern, den Heilbädern, den Luft­idern zur Ausübung gelangen können. daß es keinen einzigen Kurort gibt, der leinerem Stil die Möglichkeit zur Sport­

Schon spannt sich ein großes Netz von start benutzten Luft­perkehrslinien über das Deutsche Reich, und die zahlreichen neu­erstandenen Fliegerschulen zeugen von dem Wiedererwachsen des Fluggedankens der seit Jahrtausenden von der Menschheit gepflegt durch die Folgen des Weltkrieges starken Abbruch erlitten hatte.

Aber viel bleibt noch zu tun übrig, um alle Teile unseres Voltes über den derzeitigen Stand unserer Flugtechnik aufzu­tären und für die deutsche Luftfahrt zu werben.

Ein Flugtag ist die Brücke zwischen der Industrie und der breiten Masse unseres Volkes, da nur hier sich die Gelegenheit bietet, jedem Einzelnen die modernsten flugtechnischen Errungen­schaften praktisch vor Augen zu führen.

Die Gesellschaft für deutsches Flugwesen m. b. H., Berlin, hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch Veranstaltung von Flug­lagen mit einem eigenen Maschinenpark modernster Typen in

Zusammenarbeit mit Behörden und Vereinen die Volkstümlich­

Hessische Kirchensteuer 1926. Die Veranlagung für die Kirchensteuer des neu begonnenen Steuerjahres ist zur Zeit im Gang. Es ist insofern gegen das Vorjahr eine Besserung ein­getreten, als der Landeszuschlag für die evangelische Kirche nicht mehr 15, sondern nur noc) 7 Prozent beträgt. Arbeits­lose erhalten auf die Dauer der Arbeitslosigkeit Steuerfreiheit zugebilligt.

leit des deutschen Flugwesens in dem deutschen Volke zu fördern. Von dieser Gesellschaft wird

ist der Wintersport in zahlreichen deut­ur die internationalen Wintersportpläge, kannte kleinere Luftkurorte bieten den rch entsprechende Anlagen die Möglich­Rodeln und Schlittschuhlaufen, von Kurorte in Deutſchland unterhalten gut it allen nur denkbaren Einrichtungen. en der minderbemittelten Volksschichten

Sonntag, den 6. Juni,

ein großer Flugtag in engster Zusammenarbeit mit der Luft­verkehr A.-G., Oberhessen- Lahngau, Gießen,

auf dem Flughafen Gießen veranstaltet. Das Programm ist nach sportlichen Erfahrungen

*

Gesundheitsschädliches Ausstellen von Wurst, Fleisch, Fett- und Fischwaren. Das Polizeiamt schreibt uns: Die warme Jahreszeit veranlaßt uns, darauf hinzuweisen, daß vielfach in Lebensmittelgeschäften die daselbst ausliegenden Fleisch, Wurst,

Fett, Käse und Fischwaren, sowie auch andere leicht verderb liche Nahrungsmittel nicht genügend vor der Verunreinigung durch Fliegen geschützt werden. Abgesehen von dem ekeler­regenden Eindrud ist die Gefahr der Krankheitsübertragung bei der Hitze und dem hierdurch sehr geförderten Verderb der genannten Waren sehr groß. Das Polizeiamt wird gegen die­jenigen Ladeninhaber vorgehen, welche sich diesen einfachen hy­gienischen Forderungen und dieser selbstverständlichen Rücksicht­nahme gegenüber der Bevölkerung entziehen.

Die Rasensportspiele erfreuen sich in allen Ländern einer besonderen Beliebtheit. Der Tennissport gehört heute schon all­gemein zu jedem Bade, Golf und Hoden finden immer mehr Interesse in den Kurorten. All diese modernen Sportarten haben den guten Reitsport nicht aus den Kurorten verdrängt. in denen der Tattersall noch ein unentbehrliches Requisit sein sollte. Jagd und Angelsport besonders die eigenartige Form der Seehund- und Möwenjago, haben auch in unseren Seebädern eine angenehme Heimstätte.

मे

Amtsgericht. In dem Konkursverfahren der Firma Nowag G. m. b. H. Gießen ist die Gläubigerversammlung auf Montag, den 14. Juni 1926, vormittags 9 Uhr, anberaumt worden.

* Der Verband ev. weibl. Jugend in Hessen hat die ehe­malige Gartenbauschule auf der Orbishöhe bei Zwingenberg gekauft, um in ihr ein Erholungs- und Freizeitheim für Mäd­chen, insbesondere für seine Mitglieder einzurichten. Die Ein­weihung des neuen Heimes wird voraussichtlich am 6. Juni stattfinden.

* An der Wassertante. In die Berge ziehts die einen, an die See die anderen. Diesen anderen wird die Nachricht von erfreuender Bedeutung sein, daß der Hessische Landesausschuß des Deutschen Seevereines( Darmstadt, Heinrichstraße 99) seine Ge­sellschaftsfahrten wieder aufnimmt, Fahrten, die in der Erinne­rung vieler Hunderter sehnsuchterwedend fortleben. Vom 19. bis 25. Juli führt der altbewährte Reiseleiter Major a. D. Vollmar seine Scharen in die alten Hansestädte Hamburg und Lübeck( mit Travemünde), nach Kiel. Programme liegen versandfertig. Frühe Anmeldung sichert auch Nichtmitgliedern einen Plaz. ( Siehe Anzeige.)

Ein großes Verdienst um die Förderung aller Sportarten haben unsere Kurorte sich dadurch erworben, daß sie durch be= sondere Turniere auf allen Gebieten des Sportes das Interesse für ihn fördern. Die großen sportlichen Veranstaltungen in den deutschen Kurorten haben stets eine besondere Beachtung durch das Publikum gefunden und üben eine starke Anziehungskraft auf viele Gesellschaftskreise aus. Sie haben sich ein großes und jeftes Stammpublikum von internationalem Ruf geschaffen und ugleich der Einbürgerung des Sportgedankens unendliche Dienste geleistet. Pferderennen, Reit- und Fahrturniere, Auto­mobil- und Motorradrennen oder Stredenfahrten und Kontur­renzen, die Segel- und Ruder- Regattenturniere sind charakteri stische Merkmale für diesen und jenen Kurort geworden. Der neueste Sport, der Flugsport wird in den Bädern besonders ge= pflegt durch Einrichtung von Flugplägen und Veranstaltungen von Schau- und Rundflügen.

Kurorten Gelegenheit zu billigeren t, aber geſunder und kräftiger Verpfle e Anstellung von Sportlehrern ist es in möglich, sich die Anfänge des Winter­the Wandern tritt im Frühjahr, Sommer Gebirgen an die Stelle des Wintersportes. zeit, namentlich in den Kurorten, durch bergen und Unterkunftsräumen, die zum leben erinnern, fördernd gewirkt. Das Sportbetätigung an, denn die Ruhe am de, so angenehm sie innerhalb gewisser der Uebertreibung doch zur Erschlaffung

Sie ist nur dann wertvoll für die Ge­

, wenn sie mit angemessener förperlicher

it.

* 70 Jahre Verein deutscher Ingenieure. Die 65. Hauptver­sammlung des VDJ. findet am 12. bis 14. Juni in Hamburg statt. Am 12. Mai waren 70 Jahre vergangen, seit der VDJ. ins Leben gerufen worden war. Näheres und Anmeldung zur Hauptversammlung durch VDJ. Geschäftsstelle, Berlin NW 7, Ingenieurhaus.

Es ist erfreulich, daß die Kurverwaltungen sich sehr gern in den Dienst der Förderung des Sportes stellen und sich mit den großen Sportverbänden zu gemeinsamer Arbeit zusammenfinden, wodurch sie dem Kurpublikum eine angenehme Unterhaltung bieten und zugleich für den Sportgedanken werbend wirken. Auch den Leibesübungen, wie sie von ärztlicher und hygienischer Seite gefordert werden, wird in den Kurorten weitgehende Rechnung getragen und manche Förderung zuteil. Rirgends kann auch der Sport besser seine Eigenschaft als Beschäftigungstherapie ent­

Ans Nah und Fern.

Quedborn. Hier ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt und Sperrgebiet für die Gemarkung gebildet worden.

Friedberg. Der Friedberger Schützenverein, Mitglied des Mitteldeutschen Kleinkaliber- Schützenverbandes, hält am 5., 6. und 7. Juni auf der Seewiese in Friedberg sein Hauptschießen 1926, verbunden mit 20jährigem Jubiläumsschießen, ab. Er ver­bindet hiermit ein Volksfest.

-

Frankfurt a. M. Die Bergwacht, deren Mitglieder ehren­amtlich den Waldschutz im Taunus übernommen haben, hielten in der Nacht vom Pfingstsonnabend auf-Sonntag vom Feldberg turm Feuerumschau über die Taunuswaldungen ab. Sie ge­wahrten dabei nicht weniger als 50 von Wandergruppen ver lassene und nicht ausgelöschte Lagerfeuer. Mit Spaten und an­deren Löschwerkzeugen griffen die Bergwachtleute rasch ein und erstidten die auflodernden Flammen, die sonst die dürren Zweige der Tannen in Brand gesetzt hätten.

Friedberg. Mit dem Bau des neuen Polytechnikums und dem Maschinenlaboratorium wurde begonnen. Die der zeitige Zahl der Studierenden beträgt etwa 650. An der Anstalt wirken außer dem Direktor 9 Dozenten im Hauptamt sowie einige Hilfslehrkräfte.

Bad Kreuznach. Die 66. Tagung mittelrheinischer Aerzte findet in diesem Jahre Sonntag, den 30. Mai, in Bad Kreuz­nach statt.

Evangelischer Landeskirchentag. Darmstadt. Unter dem Vorsitz des Präsidenten falten als im Kurort, nirgends kann er auch so vorzüglich Zer­streuung und Erholung bieten, wie im Kurort, nicht so sehr als Sport im Sinne des Refords und des Schauspiels, wie gerade als Leibesübung im Sinne einer Kräftigung des Körpers, der Nerven und des Geistes.

Es gibt nur ein Oberreichenbach!

Bücherbesprechung.

,, Sonnige Frühlingstage am Oetscher!" Von Walter Büttner. Im Selbstverlag des Verfassers: Altenburg Thür., Schüßenstraße 12. Wir müssen die sorgfältig ausgear­beitete und reichillustrierte Kunstdrud Broschüre als eine der schönsten Werbeschriften bezeichnen; sie ist in erzählender Form geschrieben und wird jedem Freude machen. Die Illustrationen werden jedes schönheitsliebende Auge erfreuen; sie gestatten einen tiefen Einblic in die unvergleichlichen Schönheiten der Bergwelt des n. ö. Voralpengebietes. Stimmungsvolle Land schaftsmalereien und fröhliche scherzhafte Erlebnisse. Die 56seitige Werbeschrift wird gegen Mr, 0,50 franko zugesandt. Postscheckkonto Frankfurt a. M. 142 770. Mögen durch dieselbe recht viele neue Freunde für unsere deutschen Berge gewonnen werden, die sonst ihre Frühlingstage" in den Welschen Ländern verleben.

Rationalisierung der öffentlichen Wirtschaft. 1. Teil. Die reichsrechtlichen Vorschriften. Von Ministerialrat a. D. Dr. Moll. Von Verwaltungsreformen wird zwar schon lange gesprochen. Aber erst die wirtschaftliche Notlage und die ungeheuerliche Steigerung der öffentlichen Lasten hat das Problem akut werden lassen. In immer steigendem Maße werden in der Oeffentlichkeit die mit Spar- und Vereinfachungsmaßnahmen unserer Verwal tung zusammenhängenden Fragen erörtert. Das Kuratorium für Spar- und Vereinfachungsmaßnahmen, das sich in dieser Be­ziehung lebhaft bemüht, hat in der Reihe seiner Veröffent­lichungen die obige Broschüre herausgebracht. Der Verfasser gibt einen auch dem Laien verständlichen Ueberblick über das Gesamt­problem.

Was Heimatliebe ist, mag uns folgende rührende Geschichte erzählen. Das ehemals isenburgische Dörfchen Oberreichenbach am Südostabhang unsres Vogelsberges, wollte einen Gemeinde­bau aufführen und sich hierzu von seinem Landesherrn, dem Fürsten Karl I. von Jjenburg- Birstein, freies Holz aus dessen Waldungen erbitten und schidte zu dem Zwed einen Bauer K. nach Paris, wo der Fürst als Vasall Napoleons I. damals grade weilte. Es war etwa das Jahr 1810. Ruhig und sorglos auf Schusters Rappen wanderte dieser dahin, unbekümmert um die vielen Krieger, die in jener Zeiten die Landstraße bevölkerten, und um dies Raubgesindel, das Weg und Steg unsicher machte. Glüdlich erreichte er nach vielen Tagen das Ziel seiner Wan­derung und fand auch bald den Palast, den sein Fürst bewohnte, der freudigst seinen wadren Landsmann und treuen Untertan begrüßte und reichlich mit Speise und Trant versah. Nachdem der Fürst das Anliegen der Gemeinde bewilligt, sagte er zu ihm: ,, Nun müssen Sie sich aber auch einmal Paris ansehen." Das tat er denn auch, wobei ihn ein fürstlicher Kammerdiener den Weg zeigte. Es ging durch all die langen endlosen Straßen, vorbei an prächtigen Palästen, hochragenden Denkmälern, herrlichen Luftgärten, vorbei an Tausenden und Abertausenden von frem­den Menschen, die eine fremde Sprache sprachen, fremde Sitten zeigten und unsren Wandrer sofremd, so talt und teilnahmslos anschauten, daß es ihm weh ums Herz wurde. Es ergreift ihn plöglich eine heiße Sehnsucht nach seinem fernen Oberreichen­bach, er hält es nicht mehr aus, will zum Schloß zurüd, ergreift Schloß zurüð,

,, Bolt entscheide!" In einer Schrift dieses Titels werden auf nur 16 Seiten alle Fragen behandelt, die mit der Fürsten­enteignung zusammenhängen. Der Verfasser lehnt den Volksent­scheid ab. Und wer seine Begründung liest, wird am entschei denden Tag zu Hause bleiben. Deutscher Schriftverlag, Berlin SW. 11, Dessauer Str. 6. Preis 20 Pfg.( franto).

Geschäftliches.

Pauline, laß das Reiben sein! Pauline mit den starken Armen Die reibt die Wäsche zum Erbarmen, Sie reibt bis in die Nacht hinein! Und kriegt sie schließlich noch nicht rein! Dagegen Klärchen, die ist schlau, Dies Mädchen weiß es ganz genau: Man reibt die Wäsche nicht erst viel, Man tocht sie einfach mit Persil! Verantwortlich: Christian klein in Gießen.

seinen Wanderstab, um die Rückreise anzutreten. Doch zuvor will er seinem Fürsten noch Lebewohl sagen. Und als ihm dieser die Hand zum Abschied reicht und ihn zuletzt noch fragte: Nun, lieber K., wie hat Ihnen Paris gefallen?" Da traten dem biederen Bauer die Tränen in die Augen und turz und bestimmt lautet seine Antwort: Ja, Durchlaucht, Paris ist ganz schön, aber es gibt doch nur ein Oberreichenbach." Wolf- Ranstadt. Sieben Schäden des öffentlichen Lebens.

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Politik ohne Grundsätze,

Reichtum ohne Arbeit,

Vergnügen ohne Gewissen,

Wissen ohne Charakter,

Handel und Industrie ohne Moral, Wissenschaft ohne Humanität, Gottesdienst ohne Opfer.

Ein Aufruf

des Regierungspräsidenten von Oberbayern

der allen Weintrinfern dringend ans Herz legt, nur beutschen Wein zu trinten.

Ehrt der deutschen Rebe Wunder,

Pfeift auf welsche Panscherei'n,

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Auf Chianti und Burgunder! Deutsche, trinkt nur deutschen Wein! Trinkt den Wein der Pfalz, der Franken, Den von Mosel, Saar und Rhein! Brave Winzer werden's danten! Deutsche, trinkt nur deutschen Wein! Duftend winkt er zum Genusse, Golden schimmernd lädt er ein Darum noch einmal zum Schlusse: Deutsche, trinkt nur deutschen Wein!