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ibant im Gegensatz zu diesem allgen Rundschreiben die Dinge jo darstellt, felhaftes Recht auf jofortige Zahlung 1925 zu. Nur völlig vereinzelt wird genteiliger Standpuntt eingenommen, auskunft der„ Frankfurter Zeitung". t zugleich erwähnt wird, daß im üb
ndpunkt vertreten wird, bei gelöschten dwirkend Zinsen zu zahlen.
Rechtslage rate ich den Schuldnern , die Zinsen für die Zeit vor der ypothet und insbesondere für das etenbant zu verweigern und es Rechtsstreit antommen zu lassen. aber ist die Androhung, der Schuldalsbald jene Zinsen zahle,„ in Zah er müsse alsdann ,, porzeitige Kündi egenüber muß darauf hingewiesen r nur in Verzug geraten kann, wenn
it zahlt. Von Schuld aber tann feine tlaut des Gesetzes wie die herrschende ingsliteratur dem Schuldner ein Reht Zahlungen als unberechtigt anzusehen sollte doch mit mehr Bedächtigkeit sie durch ein Rundschreiben Zweifel reise trägt, die Frage prüfen, ob ihr
iſt.
otales.
undantbare Menschen.
it wird gern geschenkt, denn es ist olichkeit, daß man anderen eine Freude das Echo, die Resonanz? Da gibt es bare Freude aus den Augen leuchtet, ie eben sichtlich undankbar sind. Mit
gern zu tun; von den letzteren fühlt ihrt. Es ist nicht so, als ob der fröh lauten, überschwenglichen Dantesaus t ja auch eine fast peinigende Dankes dige Undankbarkeit hat immer etwas
Dankbarkeit ist eine Charaktertugend, ttes. Undant, sagt man wohl, sei der er Sprichwörtlichkeit- das muß doch
eine bessere Stimme sagt, daß es überDie Erziehung tann viel tun. Man einem Kinde das Dantesagen tagaus, geschärft wird. Mag's angelernt er re Gewohnheit wirken, es hat doch seiSelbstverständlichkeit gewordene Höflich eferen, dem Innerlichen, dem Gesinund dienstbar sein.
einem tiesinnersten Erleben des Menesondere Stelle. Das Dankopfer spielt chieden seine Formen auch sein mögen. Hebbel ein sehr sinntiefes Gedicht, we Blumen und Früchte zum Festaltare froh, dann wird er still; o Herr, wie Benn ich den Dank dir bringen will, so Dir!" Wenn jemand eine große, underin hat er wohl das Gefühl, irgend etten zu müssen. Spendefreudigkeit stellt Glüd soll ein paar Strahlen für die Wo trasser Egoismus die eigentliche st, da wird man dieses freudige Dantten oder man wird es nur belächeln. e feine innere Verbindungslinie. UnDie dankbaren Menschen sind Menschen estaltens. Wir brauchen sie heute mehr
ererklärungen bis 8. April. Die bis zum nungsgemäß einzureichenden Steuereriner Anordnung des Reichsministers der Nichteinhaltung dieser Frist, dann nicht werden, wenn Sie noch spätestens bis werden. Die indirekte Fristverlängerung Steuerpflichtigen, welche zur Abgabe großen das Volk der alten Familiender Eheschließung auf Anordnung der willenlos zueinander bringt, ohne daß itstage gekannt, gesehen und gesprochen ten sich viele junge Männer und auch n auf und verlangen das Recht eigener
wichtigen Fragen ihres Lebens. Auch cht und fordern Achtung ihrer Freiheit, m Mann und Rechtsschutz in der Ehe und Im Jahre 1917 gab es bereits 47 265 liche Aerzte und viele Tausende anderer, Frauen, die sich nicht mehr hinein bgeschlossenheit der Häuser.
Sonnabend, den 27. März 1926.
von Steuererklärungen( Umsatz- und Einkommensteuererklärung) gesetzlich verpflichtet sind und bis jetzt noch nicht die hierfür vorgesehenen Bordrude zugesandt erhalten haben.
* Lustbarkeiten in der Karwoche. Auf Grund der Verfügung des Ministeriums des Innern vom 10. März 1924 und 5. April 1924 haben am Balmsonntag, und am Karfreitag, öffentliche Luftbarkeiten jeder Art( wie z. B. auch ernste Aufführungen im Theater, Vorführungen in Lichtspielhäusern, Fußballwettspielen usw.) zu unterbleiben. An den übrigen Tagen der Karwoche einschließlich des Ostersonntags find theatralische Aufführungen und Konzerte aller Art einschließlich der Begleitmufit bei Lichtspielen, zulässig, wenn sie ernsten, belehrenden Inhalts und der Bedeutung und Weihe dieser Tage angepakt find. Oeffentliche Tanzluftbarkeiten werden für diese Tage grundsätzlich nicht ge nehmigt.
* Einschränkung der Werkstättenbetriebe der Deutschen Reichsbahn- Gesellschaft. Die Deutsche Reichsbahn- Gesellschaft Dermag nach dem Ergebnis der nochmaligen Prüfung auf die Stillegung der Betriebsabteilung Gießen des Eisenbahnausbesserungswerts Frantfurt nicht zu verzichten. Im übrigen werde die Deutsche Reichsbahn- Gesellschaft bei Stillegung der Betriebsabteilung Gießen alles tun, um die mit der Durchführung einer solchen Maßnahme für die Arbeiterschaft verbundenen Härten soweit wie möglich zu mildern. Die freiwerdenden BeDiensteten würden voraussichtlich zum größten Teile für die nächsten Monate in der Bahnunterhaltung beschäftigt werden. Soweit in einzelnen Fällen dies nicht angängig sein sollte, werde den zur Entlassung tommenden Bediensteten durch Zahlung von erhöhten Uebergangsgeldern über die nächste Zeit hinweggeholfen werden.
Wer kann nicht ernst genommen werden? Wer trant ist und an Stelle des Arztes den Kurpfuscher zuzieht; Wer Arzneimittel anstatt in der Apotheke im Kramladen kauft; Wer seine Kleidung nicht durch den Schneider, sondern den Gelegenheitsarbeiter anfertigen läßt;
Wer beim Zuckerbäder den Bauplan für ein Haus bestellt; Wer in Gesundheitsfragen auf den Rat von ,, weisen" Frauen hört;
Wer sich auch in sonstigen Dingen an Leute wendet, die nicht sachverständig sind.
Aus Nah und Fern.
Bad Ems. Das staatliche Hotel Vier Türme" ist als Genesungsheim für Gelehrte und Künstler eingerichtet und gewährt Mitgliedern des Vereins Wohnung einschl. Verpflegung zu günstigen Preisen. Gleiche Vergünstigung hat die Ehefrau. Kinder werden nicht aufgenommen. Kurzeit vom 1. April bis 1. November. Anmeldung neuer Mitglieder und nähere Ausfunft beim Vorstand des Genesungsheim für Gelehrte und Künstler Bad Ems.
Darmstadt, 25. März. Goldhaltiges Erz wurde bei den Bohrungen des neuen Gruppenwasserwerkes in Gräfenhausen ( Kreis Darmstadt) gefunden. Vorläufig wird der Fund im Darmstädter Hof solange ausgestellt, bis sich die mineralogischen Instanzen mit dem positiven Wert des Erzstüdes befaßt haben.
Marburg, 25. März. Der außerordentliche Professor und Prorektor am Anatolischen Institut der Universität Leipzig Dr. med. Eduard Jakobshagen hat den Ruf als Abteilungsvorsteher an das anatomische Institut der hiesigen Universität
angenommen.
Einrichtung eines Meßpostamts für die 14. Frankfurter Internationale Messe.
Für die 14.. Frankfurter Internationale Messe( 10.- 14. 4.) wird vom 9. bis 15. April im östlichen Flügelbau der Festhalle eine Postanstalt mit Telegraphenbetriebsstelle, Fernsprech= vermittlungsstelle und 5 öffentlichen Sprechstellen eingerichtet. Sie erhält die Bezeichnung„ Frankfurt( Main) Meßpostamt". Bostsendungen für die Meßbesucher müssen, sofern sie bei dem Meßpostamt abgeholt werden sollen, in der Aufschrift die nähere Bezeichnung Frankfurt( Main) Meßpostamt, postlagernd" tragen, andernfalls müssen sie mit näheren Angaben versehen sein Nr. des Meßstandes usw.-, die ein Auffinden des Empfängers auf dem Meßgelände ermöglichen.
ildung entwickelt das Lebensgefühl der wie bei uns und verlegt den Schwergen in die einzelne Persönlichkeit. Das reißt die alten Familienverbände aus neuen Berufe, durch den modernen Verwicklung der Großstädte. So bleiben die hr wie früher im Hause der Eltern und je Frau nicht mehr Dienerin der Schwie aushalt, sondern auch die Familie indiI engeren, kleineren Gemeinschaft der Elern, die, herangewachsen, wieder eigene
ja heute darüber, daß die freigewordenen Jeit oft in Zügellosigkeit mißbrauchen und n, sich als freie Persönlichkeiten freiwillig Ordnungen in Familie, Gesellschaft und ein Wunder, daß in Japan die neue Frein kraß egoistischen und uferlosen Indivi
t. Jedes Jahr gibt es in Japan etwa
5000 Schülerstreits. Heute wollen gar nicht mehr alle gern für den Kaiser sterben, sondern suchen sich oft der Dienstpflicht zu entziehen. Die Alten können sich nicht mehr mit 50 Jahren als Haustyrannen, als Inkyo, von der Arbeit zurückziehen, sondern müssen sich sehr quälen und sind jetzt oft ganz hilflos, da eine staatliche Sozialversorgung noch fehlt.
Gießener Zeitung"
Besonders wird darauf hingewiesen, daß die Ausschrift„ Meßpostami", nicht etwa Mejamt", lauten muß.
Wie verbringen wir die Ostertage? Das werden sich die meisten Damen bereits überlegt haben und nunmehr hauptsächlich die Toilettenfrage erörtern. Wie die Entschei dung aber auch ausfallen mag: Vergessen Sie nicht, meine Damen, daß gepflegtes Haar der schönste Schmud und eine wichtige Bedingung für ein anziehendes, reizvolles Aeußere ist. Loderes, seidiges Haar erhalten Sie ohne Mühe durch eine Kopfwäsche mit Schaumpon mit dem schwarzen Kopf", dem seit Jahrzehnten bewährten, vielfach nachgeahmten, aber nie übertroffenen Haarpflegemittel.
5. Nicht die Mission zerstört die alte Religion, sondern die westliche Zivilisation und Kultur, das neue Leben erschüttert sie. Für dies neue Leben passen die alten Religionen nicht. Der Schintoismus mit seinem naiven Polytheismus ist auf die Dauer unhaltbar. Der Buddhismus aber mit seiner müden Lebensverneinung und Weltabkehr ist, so sagte mir ein hochgestellter Japaner, Vicomte Inoune, mit Recht, doch eigentlich nur eine Religion für den Tod und die Toten Das neue Japan muß vorwärts, muß dies Leben ausgestalten, muß um bessere Daseinsbedingungen kämpfen. Und für diesen Lebenskampf hat der Buddhismus faktisch kein Verständnis. Den Menschen zu sagen, alles Leben ist Trug und nur Leiden, das hilft den Menschen nichts, die doch nun einmal in diesem Leben drinstehen und ihm die besten Seiten abgewinnen wollen und nach Freude und nach Glück auch in diesem Leben suchen. In dieser Zeit der Umgestaltung aller Dinge braucht Japan doppelt stark den sittlichen Halt und die Kraft einer Religion, die für dies neue Leben paßt, ihm in dies neue Leben durch die Krisis hindurchhilft. Vicomte Inouye sagte mir:„ Das Wichtigste für Japan ist heute die Religion." Das sieht auch die japanische Regierung ein und bemüht sich sorgfältig um die religiösen Fragen. Nun ist ja fraglos die westliche Zivilisation und Kultur auf den Seelenkräften des Christentums aufgebaut. Das Christentum ist ihr Leben, ihre Seele. Ganz richtig äußerte Utschimura zu mir im Mai 1924: „ Ohne das Christentum ist die westliche Zivilisation u. Kultur ein größerer Schade und eine größere Gefahr für die Menschen als
Aus aller Welt.
104 Tote bei einem Schiffsunglück. London, 25. März. Der brasilianische Dampfer„ Paes de Carvalbo" ist an der Küste von Chile in Brand geraten und gefunten. Die ganze Besatzung und alle an Bord befindlichen Passagiere ertranten, insgesamt 104 Personen.
Dank der gerade in den letzten Jahrzehnten eingeführten Sicherheitsvorrichtungen find große Schiffsunfälle in der jüngsten Vergangenheit immer seltener geworden. So hat sich die Zahl der Katastrophen auf hoher See erfreulicherweise sehr vermindert. Nur einige Unglüdsfälle der letzten Jahre seien angeführt: 300 Personen sind im Januar 1924 mit dem Dampfer ,, Conchis" im Schwarzen Meere umgekommen. Viele Leser werden sich noch des Apriltages im Jahre 1912 erinnern, als die Kunde von der ,, Titanic" Katastrophe erscholl, bei der 1490 Menschen den Tod fanden.
1½ Millionen für einen Rembrandt. Das seit zweihundert Jahren im Besitz der schwedischen Familie Wachtmeister be= findliche Bildnis eines jungen Mannes" von Rembrandt ist, wie der„ Kunstwanderer" mitteilt, für den exorbitant hohen Preis von 410 000 Dollars nach Amerika verkauft worden. Der schon vor Monaten getätigte Verkauf ist erst nach Erledigung der Ausfuhrschwierigkeiten bekannt geworden.
Spiel und Sport.
Gau Lahn, Südbezirk B. D. R.
Auf dem gutbesuchten Bezirkstag unter Leitung des 1. Vorsitzenden Herrn Frig Kling im Hotel ,, Grünes Laub" in Wetzlar, wurden folgende sportliche Termine festgelegt. Die Saison wird am 25. April mit einem 60 Kilometerrennen eröffnet, welches vom Radfahrerverein 1891 Weilburg übernommen wurde. Start und Ziel befinden sich in Weilburg. Das Rennen rollt auf guter Straße durch das romantische Weiltal bis Neuweilnau. Hier befindet sich der Wendepunkt. Das zweite Rennen über 100 Kilometer am 16. Mai hat Gießen als Start und Ziel. Dieses Rennen läuft als Achterfahrt und berührt u. a. die Orte Krofdorf und Lollar. Am selben Tage findet eine Jugendwanderfahrt nach der herrlich gelegenen Ruine Gleiberg bei Gießen statt. Die Jugend soll sich hier für einige Stunden zu frohem Spiel vereinen. Bei der größten Veranstaltung des Bezirks, dem
Bezirkssommerfest am 6. Juni,
werden sich alle Radler in Großen- Linden bei Gießen treffen. An der am selben Tage festgelegten ersten Bezirkswanderfahrt nach Großen Linden wird kein Wanderfahrer fehlen. Ebenso ist eine große Beteiligung in den Wettbewerben im Korso, Reigen und Radball zu erwarten.
Die zweite Bezirkswanderfahrt am 22. August führt ins schöne Salzbödental bei Gießen. Gutes Wetter vorausgesetzt, soll hier im Walde gerastet werden. Zur dritten Bezirkswanderfahrt am 19. September laden die Dillenburger Kameraden ein. Dem Empfang mit Konzert im Kurhaus schließt sich eine Besichtigung der alten Stadt Dillenburg mit ihren geschichtlichen Sehenswürdigkeiten an. Hoffen wir, daß diese Veranstaltungen dem Radsport noch viele Anhänger zuführen.
Deutsche trinkt
deutschen Wein und deutsches Bier!
Nr. 13.
Auto und Motorradklub Gießen. Vergangenen Sonntag machte der neu gegründete AMCG. seine erste Anfahrt über Gladenbach nach Biedenkopf. Hier traf er mit dem Marburger Automobilklub zusammen. Nach einigen Stunden Raft ging es über Marburg nach Gießen zurüd.
irgendeine andere Lebensform." Darum ist die Frage für Japan so brennend und wichtig, daß sein Leben in der Gefahr steht, durch die westliche Zivilisation und Kultur innerlich aufgelöst zu werden, ohne eine neue, bessere und zu der neuen Daseinsform passende religiös- sittliche Grundlage zu finden. Diese neue religiös- sittliche Grundlage kann nur das Christentum sein. Darin liegt die hohe, verantwortungsvolle und wichtige Aufgabe der Missionsarbeit, die das Christentum in Japan bekannt macht und den Japanern anbietet. Auch wenn Japan gar nicht mit dem Westen in Berührung gekommen wäre, also heute noch ganz nach alter Art lebte, würde es das Christentum nötig haben. Wir verachten und unterschätzen die anderen Religionen gar nicht. Aber es ist eben so in der ganzen Welt, wie Utschimura von der christlichen Religion schreibt: ,, Sie ist das, wonach das Heidentum mit Tränen gesucht und getastet hat. Sie zeigt uns nicht nur das Gute, sondern sie macht uns gut, denn sie führt uns gleich zu dem ewigen Guten selbst. Sie gibt uns nicht nur den Weg, sondern auch das Leben, nicht nur die Schienen, sondern auch die Lokomotive. Die Religionsvergleichung hat mir noch keine andere Religion gezeigt, die das leistet."
Aber heute, wo alles Alte in Japan wantt, in dieser ungeheuren, folgenschweren Revolutionierung des Lebens, braucht Japan das Christentum doppelt dringend, es braucht das Evangelium schnell. Es eilt, damit es nicht ein morscher Neubau wird, sondern ein fester Bau auf ewigem Grund.
*
Sonntag, 28. März Anpaddeln
der Paddler- Gilde Gießen im D. K. V. Nachmittags 3% Uhr findet kommenden Sonntag vom Bootshaus des Ruderklubs„ Hassia" das Anpaddeln nach der Badenburg statt. Aufbau der Faltboote von 2 Uhr ab. Rüdfehr gegen 6 Uhr.
4. Das Leben in den alten Religionen. Die Japaner sind nach den Indern wohl das frommste Volk der Welt. Ihr ganzes Leben steht auf Schritt und Tritt unter dem Einfluß ihrer Religionen. Ihre Tempel sind voll Beter von früh bis spät, jeden Tag. In den großen Wallfahrtszeiten im Frühling und Herbst strömen ungezählte Tausende zu den
Spielvereinigung 1900 e. V.
Am Samstag, den 27. März, abends 8% Uhr, im Vereins. lokal( Gasthaus Boller)
außerordentliche Generalversammlung.
Mitteilungen. Sagungen. Berichte. Entlastungen. Verschiedenes
Tagesordnung:
Neue Bücher.
Der Borstand.
Das Auswertungsgesetz in der Pragis. Wohl noch niemals hat ein Gesetz solche Beunruhigung in den Kreisen der Juristen wie in Wirtschaft, Handel, Gewerbe hervorgerufen wie das Aufwertungsgesetz. Greift es doch tief in das Vermögen jedes ein zelnen Staatsbürgers ein. Von welcher Bedeutung das Gesetz ist, das zeigt, daß der große Kommentar zum Aufwertungsgeset von dem Vorkämpfer für die Aufwertung, der anerkannt ersten Autorität auf diesem Gebiete, Staatssekretär im Preußischen Justizministerium Dr. Mügel, innerhalb fünf Monaten bereits ein Erfolg, in 20 000 Exemplaren hat aufgelegt werden müssen wie er wohl noch niemals in der Literatur des Rechts- und Wirtschaftslebens zu verzeichnen war. Nachdem soeben wiederum ein unveränderter Neudrud erschienen ist( Verlag Otto Lieb mann, Berlin W 57, Potsdamer Straße 96), sei darauf aufmerksam gemacht, daß in diesem 576 Seiten starken Werke ein völlig erschöpfender Kommentar zum Aufwertungsgesetze und zugleich zu dem sonstigen Aufwertungsrechte wieder vorliegt. Angesichts der beispiellosen Verbreitung des Werkes konnte der Verlag den Preis von 18,50 Mark für den Neudruck jetzt auf nur 15 Mark gebunden herabsetzen. Abonnenten der Deutschen Juristen Zeitung oder des Deutschen Wohnungs- Archivs genießen noch einen Vorzugspreis von nur 12 Mark gebunden. Wer in irgendeiner Aufwertungsfrage maßgebenden Rat sucht, wird Mügels Kommentare stets mit Erfolg benutzen.
,, Des Deutschen Baterland", die illustrierte Bundeszeitschrift der Nationalen Einheitsfront e. V. beschäftigt sich in ihrem neusten Doppelheft im politischen Teil besonders mit allen mit dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund zusammenhängenden Fragen. Aus dem illustrierten Teil sind unter anderem folgende Aufsätze hervorzuheben:„ Unsere Kolonien unter Mandatsherrschaft" von Rudolf Wagner. Die Geschichte der deutschen Kriegsmarine von Admiral von Kühlwetter. Auch dieses Heft wird wieder der Aufgabe der Zeitschrift: Kampf gegen Versailles und Wiederherstellung des deutschen Ansehens durch geschichtliche und kulturgeschichtliche Darstellungen aller Art in vollem Umfange gerecht und bietet eine Fülle des Lesenswerten sowohl dem politischen Interessierten wie der Familie.
160 Millionen Kilowattstunden vermag das Walchenseewerk jährlich abzugeben, zu deren Erzeugung in einem Wärmekraftwert nicht weniger als 160 000 Tonnen Steinkohlen verfeuert werden müßten. Das Wert erspart also Bayern jährlich eine Steinkohlenmenge, zu deren Beförderung 15 000 Güterwagen nötig sein würden. Im Umformerhaus wandelt sich in mäch tigen Transformatoren der im Kraftwerk erzeugte Strom auf die hohe Spannung von 100 000 Volt und fließt dann in dünnen, auf hohen Gittermasten verspannten Drähten auf zwei verschie denen Wegen München zu, um hier Anschluß an die Leitungen des Bayernwertes zu gewinnen, dessen 100 000- Bolt- Netz und Umspannwerte bereits fertiggestellt sind. Sämtliche großen Wasserund Dampfkraftanlagen Bayerns werden das riesige Stromnet des Bayernwertes speisen, das seine Adern bis in die kleinsten Heiligtümern. Extrazüge bringen die großen Massen weithin durch das Land zu den berühmten Tempeln in Kyoto und Nara, Futami- Yamada, Tsinha, und wie sie alle heißen. Es ist ergrei= fend, das mit anzusehen, mit welcher hingebenden Andacht sie da auf ihren Knien liegen und Sorge und Sehnsucht vor den Göttern und Buddhas ausschütten, an die sie glauben als an ihre lebendigen Helfer und Erlöser. Noch hängt ja die große Volksmenge fest an den alten Religionen. Sie gehen viel öfter in ihre Heiligtümer, beten viel mehr und inbrünstiger und bringen viel größere Geldopfer für ihre Religionen, als die meisten Christen es in ihrem christlichen Leben tun. Das Traurige und Erschütternde ist eben das, daß die Religionen, die sie kennen, ihnen das nicht geben fönnen, was sie befriedigt, tröstet, stärkt und innerlich froh und reich macht. An drei Punkten sei das hier dargetan:
1. Sie find fromm, aber sie tommen nicht zum frohen, inneren Frieden. Die gebildeten Kreise, auch die Priester, glauben vielfach nicht wirklich an die vielen Götter, sondern deuten die Welt pantheistisch. Sie glauben an ein Geistiges, Göttliches als an den letzten Urgrund und das wahre Wesen des Seins. Aber dies Göttliche ist nach dem Pantheismus wie ein seiner selbst unbewußtes, flutendes, ruhendes Meer, teine Gottheit, die zum Menschen ,, Du" sagt und zu der wir ,, Du" sagen tönnten. So bleibt da der Mensch auf sich allein gestellt, ohne einen Halt, ohne eine Zuflucht zu haben, seinen Lebenstämpfen, Sorgen und Nöten gegenüber faktisch ohne einen Erbarmer und Vater. Die Seelenstimmung, die sich da ergibt, ist trotz aller Verhüllung dieses in Wahrheit hilflosen Zustandes durch mystische Versenkung die des Verzichts, nicht die des frohen Friedens und der Gottesgemeinschaft die so jubelnd aus dem Neuen Testament herausklingt und aus so vielen Zeugnissen christlicher Frommer. ( Fortsetzung folgt.)


