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1 Generalplan des Reiches durchgeführ Bauprogramme müssen nach den Geboten Bevölkerungspolitik orientiert sein.
nach ausreichenden Geldbeschaffungsmög auch die Heranziehung von Erwerbslojen en ist, muß anerkannt werden, daß die ( Geldentwertungsausgleichssteuer) einst finanzierungsquelle für den Kleinwoh wird.
nd Wohnungswesen wesentliche Fattoren serhaltenden Politit sind, sind bei der be valtungsreform in Preußen alle Hem en, die der Verwirklichung der Wohnungs edlungswesens entgegenstehen. Siedlern darf nur in einer Weise er Existenzmöglichkeit sicherstellt. Dieses erreichen sein, wenn die landwirtschaftliche Erleichterungen auf dem Gebiete des
Tarif, Verkehrs- und Zollpolitik unter jalb muß vor allen Dingen auch die Geld ichssteuer in tragbaren Grenzen gehalten lung soll in erster Linie auf fultiviertem Großgrundbesiz darf nur, soweit es schle erschlagen werden.
Lokales. nntagsgedanken!
vieler Menschen nur eine Jagd nach dem erhaschen es nicht und suchen und suchen ihrer Tage ihnen sagt: dein Leben war s! Im hastenden Alltag, im Wirtware castlosen Tagen der Arbeit, da findest du idk dieser Erde, denn es meidet den Lärm
t die Vergnügungsstätten der Menschen, und geht dem Strom der Massen aus dem
Arbeit der Woche die Sonntagsgloden n und Ruhe und Stille den Lärm der theiliger Friede und Glück aus himm Erde. Wenn zum Kirchlein die Beter geschmückt mit Blumen und Bändern die n und Greisen zum Hause Gottes zieht, ich zu ihnen und zieht weiter all überall De und Ruhe den Lärm verdrängte. Es
s zieht auf das Land, es grüßt den Ein
t in die Stuben der Armen, in die Paläste
den Kindern im sonnigen Hag und läßt eidensdunklen Stuben der Kranken. Und
erhellt, wo nicht lärmende Menschen den ierstille und Glockenklang die Weihe der igt es und singt es durchs feiernde Land:
ist's, ein heil'ger Friede
Erden weit und breit,
I's in allen Herzen,
' s für alle Schmerzen, onntag weit und breit."
das der Himmel gesandt und das am e zieht. Jetzt, wo Wald und Fluren in dastehen, wenn hell und rein durch den oden rufen, wenn Gottes Friede auf die bird deine Seele besser das Glück schauen hören: Sonntag ist's.
en will, muß Sonntags die Natur schauen. Waldfried.
zena
Säuglinge
für Kinder hrmehl Kranke
nickte zu dieser Rede, und weil sie eine aftige Seele war, empfand sie die Wahrglaubte dem Bewerber; ihr Mann aber bte, sehr weise zu sein, indm er bei sich noch weiter von Holzhausen als der Sein Hofgut kann gerade so gut dort iegen."
te er: ,, Das mag ja alles sein, aber es enn ihr kommt zu spät. Der Gerichtsch hat mein Wort, dessen Aeltester wird baſta!"
Margarete auf und schaute mit raschem e hin, doch in der Gegenwart Hans Hee eigen auf.
In war um die Lippen des Gesellen, als Bort werdet ihr wohl nicht einlösen kön are Tochter zuvor besser einmal gefragt. ne und die Erde auseinander, als meine m überlegt euch die Sache noch einmal, eden in euer Haus bringt."
ein mißtönendes Lachen:„ Seit wann e Kinder und gar die Weibsleute gefragt Regiment, und wie ich kommandiere, so mit wären wir zwei wohl fertig mit
auf. Das war eine grobe Verlegung der am einer Aufforderung, zu gehen, gleich. sich:„ Ihr seid im Irrtum, Schultheiß. Sache wäre alleweil fertig; sie fängt erſt imen."
ſtand Sybille; sie brauchte den Geliebten Antwort er bekommen, an ſeinem Gesicht
er Stunde zu meinem Pätter, Hans, bleibe
uf mich!" sagte sie leise, drückte ihm die
in die Stube.
ine harte Schlacht geschlagen.
den Burschen so sadgrob abzuweisen! Das
Sonnabend, den 26. Juni 1926.
,, Land und Wald."
Auch einen Bismard überfam es manchmal von ſtiller, heißer Sehnsucht, nach schlichten Menschen und Verhältnissen, nach frischer, grüner Natur und nach einem inneren Ausgleich gegenüber dem lauten Geheul und Gedudel des Tages. Dann seufzte er noch ,, Land und Wald".... Andere Zeiten, anderes Deutschland Aber so mancher geplagte Stadtmensch emp findet auch dieses Sehnen. Es ist ein Erholungsverlangen nach Körper und Seele zugleich:„ Mal heraus!"
Und man denkt an ein Ausruhen, dem eine neue Erträf tigung des äußeren und inneren Menschen folgen soll. Es gilt der Erholung. Es tommt darauf an, eine Luftveränderung zu haben. Es muß der Rhythmus des Wechsels seinen belebenden Zauber entfalten
Was solchen Zug zur Gesundung hatach, es braucht nicht Tausende zu tosten bas schleppe aber nicht das Gepäck der Alltagssorge mit!
Da grüßt Wald und Bergredier. Die ist das Landleben mit jeinen Feldern und Bauernhöhen. Da sind andere Menschen ihrer Gitte und ihrem Brauch. Dort suche man zu lernen, nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit der Seele! Wieder. und wieder übe man sich in einer, gerade in fremder Umgebung so sehr nötigen Lebenskunst! Wer dies tat, der merkie wohl bald den persönlichen Lebensgewinn.
r
* Wegesperre. Anläßlich der am 3. und 4. Juli 1926 stattfinbenden Ruderregatta wird der Feldweg am Bahndamm vom Bootshause der Gießener Rudergesellschaft bis an den Durchgang nach der Ederstraße( Bahnüberführung) am 3. 7. 1926 Don 5-7 Uhr nachmittags und am 4. 7. 1926 von vormitags 8 bis mittags 12 Uhr und von nachmittags 2 bis abends 7 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt. Ferner wird wegen Vornahme von Aufbruchsarbeiten das Drillergäßchen zwischen Neuenweg und Neuen Bäu vom 17. Juni 1926 ab bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerksverkehr ebenfalls gesperrt.
* Kreis- Obst- und Gartenbauverein Gießen. Am Sonntag, den 4. Juli, nachmittags 2% Uhr, findet in Lich( Steins Gaalbau) eine Hauptversammlung, verbunden mit einem Besich tigungsrundgang von Obstanlagen statt. Auch für Nichtmitglieder ist die Beteiligung offen.
** Bon der Universität. Der ordentliche Professor für praktische Theologie Lic. Dr. phil. Leopold Cordier, ist von der Universität Bonn ehrenhalber zum Doktor der Theologie ernannt worden.
* Bertreterversammlung der hessischen Industrie- und Handelskammer. Die hess. Industrie- und Handelskammern hielten letzten Dienstag in Bad Nauheim unter dem Vorsitz des Landtagsabgeordneten Christian Scholz- Mainz eine VertreterverJammlung ab. Die Beratungen erstredten sich in der Hauptsache auf Gewerbebesteuerung in Hessen, Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz, Prüfung industrieller Lehrlinge, Entwurf eines Gesetzes über den Vergleich zur Abwendung des Konkurses, hessische Gebühren für Gewerbelegitimationsfarten.
* Gleibergverein. Samstag, den 3. Juli, nachmittags 3½ Uhr, findet auf der Burg Gleiberg eine Generalversammlung mit reichhaltiger Tagesordnung statt.
* Deutscher Landgemeindetag. Der Deutsche Landgemeindetag hält seine nächste Mitgliederversammlung am 29. August in Mainz ab. Zur Verhandlung stehen der kommende Finanzausgleich und die Erhaltung der Selbständigkeit der Gemeinden.
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Die Jahresversammlung der Hessischen Missionskonferenz in Darmstadt am 14. Juni befriedigte die Teilnehmer in hohem Maße. Denn es wurden dort brennende religions- und missions= wissenschaftliche Fragen tiefgehend behandelt. Beginnend vormittags 11 Uhr wurde die Tagung im Saale des Landeskirchenamtes durch eine Ansprache von Herrn Pfarrer Knodt von Bad Nauheim über 2 Kor. 4, 3 f. eingeleitet und dann mit einer Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Professor Werner von Friedberg, eröffnet. Hierbei gedachte er ehrend und dankbar zweier Männer, die auch für unser hessisches Missionsleben von
mit hast du nicht ihn, sondern dich verschimpfiert. Daß er von ordentlichen Leuten da ist und nur tüchtig ist, das kannst du doch mit Händen greifen. Und wenn du nicht glaubst, daß er auch wohlhabend ist, dann konntest du ja eine Wartezeit ausbedingen."
In diesem Augenblick betrat Sybille die Stube.
,, Denke dir, Sybille, dein Vater will dich mit Feuerbachs Aeltestem verheiraten! So, so du meinst, meine Enkelkinder sollen mal römisch sein, und die Bibel soll aus dem Haus verschwinden. Von wem stammt denn das Haus, von dir oder von mir? Was du bei uns zweien nicht fertig gebrachst hast, daß wir konvertieren, das soll jetzt so hintenherum gemacht werden. Das gerät dir nicht. Da habe ich auch noch ein Wörtchen mitzureden."
Da trat der Schußtheiß mit voller Gewalt auf den Boden, daß es dröhnte:„ Das Haus hier wird katholisch, und die ganze Gemeinde wird katholisch!"
Da erhob sich die Frau vom Stuhl und trat auf ihren Mann zu; die kleine, verkrümmte Gestalt redte sich in die Höhe:„ Bist du vielleicht katholisch, Peter? Nichts bist du! Einen ordent lichen katholischen Christen, der auf seinen Glauben etwas hält, lasse ich gelten. Du aber handelst nach dem abscheulichen Wort: .., Weß Brot ich eß, deß Lied ich sing." Wird der Freiherr von Ingelheim morgen lutherisch, so wirst du's auch, und wird er übermorgen reformiert, so springst du mit. Deine Konfession ist dein Vorteil, und da willst du meinen Glauben und den Glauben meines Kindes antasten, wo uns der Glaube das Heiligste und Höchste ist für Leben und für Sterben. Hier in dieses Haus kommt, so lange ich atme, kein katholischer Eidam. Das sollst du ein für allemal wissen."
,, Und ich, Vater," sagte Sybille mit starker Betonung, ,, nehme den jungen Feuerbach nie und nimmer. Der Hans Heeger wird mein Ehemann und sonst keiner."
,, Das ist ja eine schöne Welt", schrie der Schultheiß,., die Weibsleute ziehen die Hosen an, und unsereiner soll in den Weiberrock kriechen. Dann lagt euch doch auch gleich die Haare turz schneiden nach Art der Mannsleute, damit euer Verstand länger wird."
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Gießener Zeitung"
D. Schlosser, früher lange Pfarrer in Gießen, wo er auch in der gleichen Stunde beerdigt wurde, und des Miss- Insp. D. Würz Bedeutung geworden waren, des Herrn Geheimen Kirchenrates Don Basel, der als ein anerkannter Missionsführer vor 10 Tagen plöglich in Heilbronn auf einem Bibelkursus gestorben ist. Geh. Rat D. Schlosser war der Begründer des Oberhessischen Vereins für die Baseler Mission und gehörte lange Zeit dem Vorstand der Heff. Missionskonferenz an. Das Andenken beider Männer wurde von der Versammlung in der üblichen Weise geehrt. Nach Verlesung des Jahresberichtes und der Rechnungsablage, die einen günstigen Stand aufwies, wurde das Wort dem Hauptredner erteilt. Herr Prof. D. Dr. Heiler von Marburg sprach über„ Die Mission des Christentums in Indien." Nach einer vorzüglichen Einführung in das philosophische und religiöse Geistesleben Indiens, dessen ungeheuere Literatur erst zu einem fleinen Teil erforscht sei, formuliert er das Verhältnis des Christentums zu den indischen( höchst vielgestaltigen) Religionen etwa so, daß die christliche Religion als der flärende, vertiefende und vollendende Abschluß für die besten Elemente des Hinduis mus und Buddhismus aufgefaßt werden könnte. Dem entspre chend sei die christliche Missionstätigteit zu gestalten. Wie zu erwarten, erfolgte am Nachmittag in der Besprechung dieses Vortrages ein starker Widerspruch durch einen wissenschaftlich und praktisch erfahrenen Missionar, den Prof. D. Heiler, abzuschwächen oder zu berichtigen suchte. Auch beantwortete er zwei Fragen von Prof. D. Dr. Frid- Gießen, daß nämlich die indisch religiöse Literatur das Alte Testament nicht verdrängen sollte, und daß das indische Christentum die Gläubigen zu einer persön= lich aktiven Entscheidung( statt zu einer bloßen Akkomodation) führen müsse. Vor dieser Aussprache gab Herr Miss.- Insp. Sted einen fesselnden Bericht über die Gemeindemissionen unter den heidnischen Völkerſtämmen seitens christlicher Gehilfen auf NeuGuina, im ehemaligen Gebiet der Neuendettelsauer Mission. Herr Pfarrer Fischer von Groß- Bieberau sprach das Schlußwort
Das 42. hessische Landeskirchengesangsfest in Friedberg nahm einen erfreulichen Verlauf. Im Festgottesdienst sangen die 500 Sänger und Sängerinnen in dem Chorraum der herrlichen alten Stadtkirche ihre z. T. nicht leichten Chorgesänge unter der sicheren Leitung von Studienrat Borngässer- Darmstadt kraftvoll und wohlklingend, das Orgelspiel hatte Oberreallehrer Reinheimer, die Festpredigt Dekan Schäfer- Büdingen übernommen. Der Grundton der Feier wurde das Gedächtnis an Paul Gerhardt angeschlagen. Bei der Nachfeier, die in Ermangelung eines anderen großen Raumes wieder in der Stadtkirche abge= halten wurde, sangen die einzelnen Chöre je ein Lied. Ansprachen wurden von dem Vorsitzenden des Kirchenvorstands. Pfarrer Lic. Gengnagel, von Prälat D. Dr. Diehl und Geheimrat D. Dr. Flöring gehalten. Bei der Hauptversammlung, die gleichfalls sehr anregend verlief, wurde von dem Schriftführer, Oberreallehrer Weide, mitgeteilt, daß der Verein jetzt 217 Ortsvereine umfaßt, nämlich 105 in Starkenburg, 46 in Oberhessen, 66 in Rheinhessen.
* Verbandstag. Der Verband südwestdeutscher Schulgeographen hält vom 26 bis 29. Juni in Freiburg i. Br. seine Verbandstagung ab.
* Deutsche Photographische Ausstellung in Frankfurt a. M. 1926. Die erste Deutsche Photographische Ausstellung größeren Stils nach Kriegsende findet vom 14. August bis 1. September 1926 in Frankfurt a. M. statt. Während der Ausstellung finden Tagungen der Zentralverbände Deutscher PhotographenVereine und Jnnungen und des Deutschen Amateurverbandes statt, sowie ein Internationaler Photographentag. Diese Aus= stellung dürfte für die weitere Entwidlung der Photographie von großer Bedeutung sein.
Ans Nah und Fern.
Lollar. In den Buderusschen Eisenwerken, Abtlg. Lollar, ist jetzt in einigen Spezialbetrieben eine weitere Feierschicht eingelegt worden, die zunächst auf zwei Montage dieses und des nächsten Monats bestimmt worden ist. Mit den bisher schon
Sprach's und verließ die Stube, indem er dröhnend die Tür ins Schloß warf.
Die Mutter aber sagte zur Tochter:„ Sybille, laß den Kopf nicht hängen, ich halte zu dir, und ich kriege den Vater schon noch herum, daß du deinen Hans heiraten darfst. Wenn er sein Werk in der Heimat verkauft hat, und man erfährt, daß er einen Scheffel voll Gulden hat, dann sollst du einmal sehen, wie rasch der Wind aus einer besseren Ede pfeift. Ich kenne doch deinen Vater."
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Und sie seufzte tief auf bei den letzten Worten.
Natürlich wußte bereits am Abend dieses Sonntags das ganze Dorf, daß Hans Heeger um die Schultheißen Tochter ange= halten, dieser aber dem Freier die Türe gewiesen habe. Die einen fanden das Verhalten des Schultheißen selbstverständlich, ,, einen Habenichts, und wenn er ein noch so tüchtiger Handwerksmann ist, gibt ein Hofbeständer doch nicht die Tochter, zumal wenn es die einzige ist."
Die andern aber meinten:„ Der Heegerhans soll ja gar nicht arm sein, er ist doch nur vor den vermaledeiten Wälschen ausgerüdt. Er soll so viel Geld haben, daß er dem Michel seinen Hof zweimal laufen kann."
Darauf die Gegenseite: Was Gewisses weiß man nicht, und auf Leutegeschwät tann man teine Freierei aufbauen."
Auch der Herr Amtmann Johann Nikolaus Stubenrauch erfuhr von dieser Begebenheit; die Magd brachte die Neuigkeit wie eine frische Semmel vom Brunnen heim, und die Frau Amtmännin zögerte nicht, ihren gestrengen Eheherrn zu benachrichtigen. Dieser hörte mit großer Aufmerksamkeit zu und stellte dann als Ergebnis fest:„ Der Schultheiß ist ein ausgewachsener Esel; er muß einmal zitieret werden."
solle
,, Was willst du denn mit ihm verhandeln? Meinst du, er
Doch der Amtmann schnitt seiner Gattin die Rede mitten durch: Wie oft muß ich dir sagen, daß Amtsgeheimnisse Amtsgeheimnisse sind."
Darüber war die Frau sehr ungehalten: ,, Nun denn, wenn ich nur die Frau Stubenrauch und nicht die Frau Amtmännin
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bestehenden Feierschichten sind es jetzt sechs Arbeitstage im Monat, an denen in diesen Betrieben die Arbeit ruht.
Lollar. Sein. 65. Stiftungsfest verbunden mit einem Jugendsest begeht am 26., 27. und 28. Juni der hiesige Turn und Gesangverein.
Lich. Zu der Jubelfeier der hiesigen Freiwilligen Feuer wehr anläßlich des 50. Stiftungsfestes haben mehr als 20 Weh ren von Auswärts ihre Beteiligung zugesagt.
Bellersheim. Der hiesige Gesangverein„ Germania" begeht heute und morgen( 26. und 27. Juni) das Fest seines 50jährigen Bestehens, mit dem zugleich das diesjährige Bundesfest des Weiterauer Sängerbundes abgehalten wird.
* Aus dem Vogelsberg. Seit längerer Zeit bereits wird seitens der interessierten Stellen und Körperschaften eindringlichst das Projekt erwogen, zur Erschließung des höheren Vogels. berges von Birstein aus durch das Tal der Seemen und im Anschluß an die Wächtersbach- Birsteiner Kleinbahn eine eingleißige Bahnverbindung mit dem inneren Vogelsberg zu schaffen. Da die Reichsbahngesellschaft sich für unabsehbare Zeit jeglichem Bahnneubau abhold zeigt, steht man, um das Projekt, dessen Verwirklichung für die Hebung der Bodenschätze des Vogels. berges von größter Bedeutung ist, ausführen zu können, vor der Notwendigkeit, auf privatem Wege vorzugehen. Ein größeres Unternehmen hat bereits für den Bau der Bahn 200 000 Mart gezeichnet und außerdem haben eine ganze Reihe von Anliegern der projektierten Strede sich zur unentgeltlichen Hergabe des Geländes bis nach Kefenrod( O. H.) bereit erklärt.
Bingen. Eine Erfindung von großer Tragweite für den gesamten Eisenbahnbetrieb wurde vorgestern in Bingen ausgeprobt. Es handelt sich darum, einen Zug im bezw. vor dem geschlossenen Signal selbsttätig zum Salten zu bringen. Es ist selbstverständ lich, daß dieser Erfindung große Bedeutung beizulegen ist. Die Versuche mit verschiedenen Geschwindigkeiten, ansteigend bis zur Filzugsgeschwindigkeit, endigten mit ausgezeichnetem Erfolg. Es handelt sich um einen ganz einfachen Apparat. Der Erfinder ist ein Eisenbahnschlosser aus Biebrich. In den nächsten Tagen sollen in Berlin die Versuche wiederholt werden.
Kassel. Anläßlich des Hessischen Reformationsjubiläums, das am 21. und 22. Oktober d. J. in Homberg( Bez. Kassel) durch eine Feier der gesamten Landeskirche begangen werden soll, be absichtigt die Landesbibliothek zu Kassel eine Ausstellung ihrer wertvollen Schäße aus der Frühzeit der Evangelischen Kirche in Sessen.
Aschaffenburg. Am Montag ist bei Ruppertshütten im Spessart auf freiem Felde ein ausländischer Freiballon niedergegangen, der in Brüssel aufgestiegen war. Die Insassen wollen die Ballonfahrt zu Forschungszweden unternommen haben.
Neue Bücher.
Ein Buch zum Lust und Planmachen! Wie wohnt man im Eigenhause. Wie beschafft man sich Baukapital und Hypotheken! Praktische Winke für Baulustige. Herausgegeben von Bauinspektor F. Flur und Architekt Ph. Ka hm. Mit 225 Abbildungen geb. R.-Mr. 3,60( Porto 20 Pfg.) Heimkultur- Verlag, G. m. b. H., Detzsch- Leipzig, Schließfach 20. Postschedkonto Frankfurt a. M. Nr. 7279. Allen Bauinteressenten bietet dieses Buch nützliche Aufklärung.
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Geschäftliches.
Persil, das Wollwaschmittel! Die weißen und farbigen wollenen Kleidungs- und Wäschestüde dürfen beim Waschen nicht gerieben werden. Darum ist Perfil zur Wollwäsche das gegebene Waschmittel, denn es nimmt den Schmutz und die Flecke selbst= tätig, ohne Reiben, weg und verhindert das Einschrumpfen der empfindlichen Wollfaser. Man wäscht farbig empfindliche Sachen am besten in falter Lauge. Bemerkenswert ist, daß schon in handwarmer Persillauge eine zuverlässige Desinfektion erfolgt, weshalb Persil für wollene Kranten- und Gäuglingswäsche unentbehrlich ist.
Verantwortlich: Christian Klein in Gießen.
sein soll, so brauche ich dir ja nichts mehr aus dem Flecken zu er zählen; und dann erfährst du noch nicht die Hälfte von dem, war vorgeht, und was für dich wichtig ist."
Der Amtmann wehrte voll Lebhaftigkeit ab:„ Ich werde es dir später offenbaren."
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,, Go, so," fuhr die Frau erbost auf ,,, wenn's die Spatzen schon von den Dächern pfeifen! Du meinst wohl, ich könnte nicht silence( Schweigen) bewahren. Hältst du mich vielleicht für eine Gassenläuferin oder Gemeindeklatschbase? So, das ist der Dant dafür, daß ich dem Obristleutnant Clemann Wiederstand geleistet habe, und habe so start protestiert und ihm zugesetzt, daß er froh war, als er endlich aus dem Hause weichen fonnte!"
Der Amtmann dachte, innerlich seufzend ,,, wäre ich doch auch draußen!" ,, Liebe Frau, ich habe ja deine Tapferkeit bereits Geiner Exzellenz gemeldet, auch ist sie in allen amtlichen Berichten gebührend eleviert( erhoben) worden."
Doch die Frau Amtmann ließ sich auch durch diesen wohlriechenden Köder nicht von der Fährte abbringen:„ Und willst du dich nicht gefälligst auch daran erinnern, daß du sehr oft übel beraten warst, wenn du allein entschieden hast, daß du aber nicht ein einziges Mal schlecht gefahren bist, wenn ich dir meinen Rat gegeben hatte."
Amtmann Stubenrauch gab nach und weihte die Gattin endlich in seinen Plan ein. Natürlich behauptete sie sofort, daß er ihr damit gar nichts Neues jage, das habe sie von vernherein gewußt; den Weg aber, den er einschlagen wollte, hieß sie verlehrt und undiplomatisch. Er, der Amtmann müsse alle Fäden in der Hand behalten und das Net so fest spannen, daß es ein Entrinnen unter gar teinen Umständen gäbe. Lange wurde her und hin, und hin und her geredet, endlich trat der Amtmann der Meinung seiner Frau bei.
So wurde nun zunächst der Schultheiß in das Amtshaus entboten.
,, Warum habt ihr den Hans Heeger eigentlich so schroff abgewiesen? fragte der Amtmann. ,, Weil er ein Habenichts ist!"
( Fortjehung folgt.)


