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inführung der Reformation in Hessen. ndeskirchenamtes findet am 30. Otto­vor dem Reformationsfest, in allen en Schüler und Lehrer eine Schulfeier Wiederkehr des Jahres gewidmet ist, rmation eingeführt wurde. Nach der vangelischen Schüler und Lehrer der

Sonnabend, den 25. September 1926.

nung sowohl für die Reichs- und Staatsbehörden wie auch für bie Kommunen allgemeine Gültigkeit erlange. Für Qualitäts­Zum arbeit müsse auch ein Qualitätspreis bezahlt werden. Schlusse wies der Redner auf die Organisation im Handwert hin, die noch viel zu wünschen übrig lasse, und bedauert, daß die Handwertsordnung nicht zustande gekommen ist. An der Diskussion beteiligten sich u. a. Herr Stord Rendel, der über Jugenderziehung sprach, Weißbindermeister Grasenid- Bad lauheim, der sich über das Vergebungswesen verbreitete, und der Vorsitzende des Ortsgewerbevereins Lich, der gegen die will­fürliche Veranlagung bei der Einkommensteuer Stellung nahm. Es referierten ferner noch Landtagsabgeordneter Schreinermitr. Lauterbacher- Dieburg über die Organisation im Handwerk und Direktor Schüttler über allgemeine Steuerfragen, insbe fondere über die Neuregelung der Gewerbesteuer, er erwähnte babei den neuen Steuegejegentwurf für Heffen. Die Ausführun gen sämtlicher Redner fanden den Beifall der gutbesuchten Ver­Jammlung.

he Verkehrsfragen. Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. nabend zu Gießen eine Besprechung an der u. a. Vertreter des Hessischen erhessischen staatlichen und städtischen und Handelskammern Friedberg und fationen, an ihrer Spitze der Hessische dt) sowie oberhessische Landtags n. Nach einer mehrstündigen Aus

en oberhessischen Verkehrswünsche von 1 eingehend dargelegt wurden, stellte Reichsbahndirektion Frankfurt a. M.

Lokales. Sonntagsgedanken.

Der Sommer hat Abschied genommen Ueber Wald und Fluren zieht der Hauch des Herbstes und färbt das Grün des Sommers; Rebel wallen über die Täler hin und steigen an Matten und Bergen aufwärts, sonnig ist zwar der Tag noc, aber falt die Nacht; die Blätter sind gelb geworden und fallen nieder, eines nach dem andern. Durch die Welt zittert ein Hauch vom großen Sterben.

Jen gegenüber dem den oberhessischen Js ausreichend gerecht werdenden Ent­in Aussicht. Vor allem sollen die rankfurt a. M.- Gießen- Dortmund 1. Außer den dringenden Wünschen Strecke Frankfurt a. M.- Gießen ge unzureichende Verkehrsverhältnisse Feiertagen auf den anderen ober­den Hauptbahnen Gießen- Fulda und den oberhessischen Nebenbahnen zur wurde allerseits betont, daß es leines: verkehr in Oberheisen in einer Weise erkehrsaustausch zwischen Stadt und nntag in Frage fomme, außerordent len aber geradezu unmöglich mache. es, daß der maßgebende Fahrplan: noberrat Pie zz- Frankfurt a. M.,

n auch für den Sonntagsverkehr in Die ansehnliche Versammlung, die gem Meinungsaustausch bis in den

r sich darüber klar, daß die grund­seinschränkungen für den Sonntags allen Umständen fallen müssen, wenn Oberhessen gegenüber anderen Ge­ligt werden soll. Man erwartet in pätestens im Sommer 1927 mit der ersonenverkehr an Sonn- und Feier­

gültig gebrochen wird.

ist die soeben erscheinende Ausgabe

g eingestellt und zeigt in einem inter­

u im Rampenlicht" letzte Neuheiten. Artikel über elegante und praltische sein. Preis 1 Mart.

er Handwerkertag.

unserer Stadt stattgefundene Garten­llung fand eine Jungmeisterfeier an von Meisterbriefen an 200 Meister­Der Ueberreichung der Meisterbriefe voraus. Gegen 11 Uhr wurde durch be- Vereins Gießen Prof. Dr. Kraus­ndwerkertag eröffnet. Reichstagsabg. us Hildesheim sprach über Die ie brennendsten Tagesfragen". Er für eine vernünftige Einkommen­it der Kommunen, Zuschläge zu den Den, allerdings mit gewissen Sicher e Zuſchläge in einem gewissen Ver­

uern stehen und diese Regelung keine

er mit sich bringt. Hinsichtlich der r Redner, daß diese keine dauernde und vor allen Dingen ihrem eigent sbau, zugeführt werden müsse. Be­te der Redner, daß man das Hand­ſehr ſtiefmütterlich behandelt habe, ite ab, verweist auf die Selbsthilfe. egrüßt er die Arbeit des Reichsver­fft, daß die Reichsverdingungsord

de das Generatorgas für die Feue ich die gleichen Vorzüge, die in der auf Gasfeuerung emp ig von Kohle a

Das macht den Menschen sinnend, weil in seinem Herzen ein Glaube und ein Sehnen nach Undergänglichkeit, nach ewigem Leben wohnt. Dieses Welten und Sterben stimmt ihn zur Trauer, wo er doch noch vor kurzem ein Knospen, ein Blühen und Grünen sah, wohin auch sein Auge über Berg und Tal Streifte. Goll all die Pracht und Schönheit, aller Sonnenglanz, alles Leben dahin sein, verblüht, verweltt, gestorben?

Herbstnebel wallen auf und nieder. Auch um die Seele des Menschen. Sie schaut im Sterben der Natur, was ihrem Leben auf Erden naht. Auch bei dir, o Mensch, wird ein Herbsttag tommen, früher oder später, und wie über Wald und Fiuren in glühender Farbenpracht noch einmal die Sonne leuchtet, so schaut dein Auge in Erinnerung zurüd nach der Jugend und all der Frische des Lebensmai und nach dem garbentragenden Sommer, an dem du deine Früchte reifen sahst.

Go tommt auch einst der Herbst zu dir. Wie die Blätter gelben, so bleicht dein Haar. Eines nach dem andern fällt zar Erde, bis ein rauher Windstoß das letzte pflückt, das auch schon längst gefodert war. Und alle Sommerpracht, alles Leben ist dahin. Das ist das große Sterben.

Doch über die fahlen Felder geht der Landmann und streut schon neue Saat für neues Leben aus. Auf den herbstlichen Gefilden begegnen sich der Tod und das Leben. Und das alte Gottesgesetz verkünden beide: ohne Sterben fein Leben.

Aus der Stadtverordnetenversammlung.

Die Stadtverordneten haben in der letzten Gigung ein­stimmig beschlossen, ein neues Volksschulhaus und ein Fortbil dungsschulgebäude zu errichten. Die finanzielle Seite der Be­schlüsse soll später geregelt werden. Das diesjährige Wohnungs­bauprogramm wurde durch ein Zusatzprogramm, das 50 neue Wohnungen vorsicht, ergänzt. Hervorhebung verdient auch ein Beschluß, der eine Senkung der Elektrizitätspreise vornimmt.

* Straßensperrung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten werden die nachbenannten Straßen bis auf weiteres für jeglichen Fahrverkehr gesperrt: die Ludwigstraße zwischen Wilhelm- und Liebigstraße; ab 23. 9. 1926 die Wilhelmstraße zwischen Ebel­straße und Aulweg; ab 30. 9. 1926 die Alicestraße Ludwigstraße und Frankfurterstraße.

zwischen

* Kreisamt. Wegen Kanalarbeiten ist vom 23. ds. Mis. ab bis auf weiteres die Kreisstraße Grünberg Qued born gesperrt. Der Berkehr wird über die Straße Quedborn- Gießen geleitet.

* Von der Universität. Außer der Universität Marburg wird bei dem am 21. und 22. Oftober in Homberg( Bez. Kassel) stattfindenden Hessischen Reformationsjubiläum auch die Teil­nahme der hiesigen theologischen Fakultät erwartet

*

Schwurgericht. Für die nächste Schwurgerichtsperiode sind nur zwei Fälle zur Aburteilung angesetzt. Es fommen zur Ver­handlung am 27. September Wilh. Fazbinder von Ober- Seemen wegen Totschlagsversuch und Wilderei und am 28. September Albert Heftrich von Ober- Eschbach wegen Mordversuchs.

ift man meist gezwungen, sich der lateinischen Schrift zu be­dienen. Im Schriftwechsel zwischen Deutschen untereinader aber niemals!

Wenn Deutsche untereinander es nicht nötig haben, sich ausländischer Schriftzeichen zu bedienen, so ist es direkt falsch, wenn alte Soldaten unter sich in ihren Vereinen Stempel und Drucksachen mit lateinischen Buchstaben anfertigen lassen. Lei­der geschieht das seit vielen Jahren, meist wohl aus Gedanken­losigkeit, und wir sind heute gezwungen aus Ersparnisgründen diese Sachen noch aufzubrauchen. Kein Verein sollte aber bei Reubestellungen wieder in den alten Fehler zurüdkommen. Unsere Geschäftsstelle in Darmstadt ist gerne bereit, Firmen zu empfehlen, die verhältnismäßig billig Stempel und Drucksachen in erstklassiger deutscher Schriftausführung anfertigen.

in viel stärkerem Maße bei der In­sondere von der Motorfabrik Deut­durchgebildeten Heizgasanlagen fan­isen, Stahl und Metall verarbeiten­en, Härten, Vergüten, Schmieden, ische Industrie, Ladfabriken, Farben­Bleichereien, Appreturen, Email­Ja, auch Bädereien arbeiten sehr sbacköfen. Die Bedienung der Gas­wird bei größeren Anlagen größten­gerade in Deutschland, das auf wirt­in der Industrie besonders eing ne weitgehende Ausbildung erfahren venigſten dazu bei, die Wettbewerb gegenüber den Anstrengungen des

erhöhen.

fiche Schrift!

gehört die deutsche Schrift. Die

angepaßt und bringt die Buchstaben, gt. Wird also die deutsche Sprache eschrieben, so wirkt das fremd, weil alle die der deutschen Sprache eige Schriftwechsel mit dem Auslande

Eine nachdenkliche Geschichte.

Eine Geschichte, die, wenn sie nicht wahr, doch gut erfunden ist, wird in der Pariser Zeitung Comoedia" erzählt. Ein ehr­samer Handwerker war wohlhabend geworden und wollte sich modern einrichten. Da man ihm sagte, daß ein reicher Mann heutzutage auch eine Gemäldegalerie befizzen müsse, so tat er sich bei den modernsten Kunsthändlern um, besichtigte eingehend die Bilder, bedankte sich und ging fort, ohne zu kaufen. Er erwarb vielmehr Leinwand und Farben und wandte sich dann an seinen achtjährigen Enkel, indem er ihn ermunterte, mit den Farben auf der Leinewand hinzumalen, was er sehe und was ihm einfiele. Er gab ihm auch einige bunte Bilder zum Kopieren. Das Kind beschmierte sich erst tüchtig mit den Delfarben, beschmutzte Tische und Möbel, machte sich dann aber

Gießener Zeitung"

Nr. 39.

Nachsendung von Postfachen. Wer in die Lage kommt, fis| in Stellung, der Junge befindet sich zur Kur in Bad Nauheim. feine Vostfachen nachsenden lassen zu müssen, tut gut daran, zu dem Nachsendungsantrag an das seitherige Zustellpostamt die amtlichen Vordrude zu benutzen, die an den Postschaltern und von den Briefträgern abgegeben werden.

* Lebensretter. Der Gerichtsreferendar Kurt Neuenhagen von hier, ein Sohn des oberhessischen Landgerichtspräsidenten, rettete am 18. ds. Mts. den Arbeiter Ridert aus Gießen, der in der freien Lahn badete, trotzdem er des Schwimmens unfundig war, im letzten Augenblid unter eigener Lebensgefahr vom Tode des Ertrintens.

* Adrehbuch der hessischen Kraftwagenbesiger. Der Hessische Verkehrsverband gibt im Auftrage des Ministeriums ein Adres­buch der Hessischen Kraftwagenbesitzer nach Nummern und Orten, mit einem Verzeichnis der Gasthöfe mit Garagen, der Reparatur­werkstätten, der Tankstellen usw. heraus und wollen sich Inter essenten an den Verkehrsverband in Darmstadt, Elisabethstr. 14,

wenden.

* Photographischer Wettbewerb. Der Hessische Verkehrsver= band will für einen illustrierten Abreißkalender und für seine Propaganda gute werbekräftige Aufnahmen vom Hessischen Lande erwerben. Es sind außer schönen Landschafts- und Städtebilder gute Aufnahmen von Kunstdenkmälern, Vollstrachten, Heim­industrie usw. erwünscht. Die Aufnahmen müssen für eine Repro­duktion technisch sehr gut ausgeführt sein, der Verkehrsverband setzt Preise zu 300.-, 200.-, 100.-, 50-, 20.- und 10 Mark aus. Die Einsendungen sind bis 15. Oftober an den Verkehrsver­band Elisabethstraße 14 Darmstadt, mit dem Titel des Bildes und Kennwort versehen ist, zu richten.

* Verein der Kolonialfreunde für das Hessenland. In un­serer Stadt tagte dieser Tage der Verein der Kolonialfreunde für das Hessenland, dessen Vorstandssitzung von Durmstadt nach Gic­Ben verlegt wurde. Jm Winterhalbjahr soll in ganz Hessen eine starte Werbetätigkeit für die koloniale Sache durch Vorführung von Licht- und Filmbildern mit aufklärenden Vorträgen er­folgen. In einzelnen Städten soll auch die Aufführung eines Kolonialschauspiels stattfinden.

* Die Spargroschen werden abgeholt. Dem Beispiele an­derer Sparkassen folgend, hat die Städtische Sparkasse zu Frank furt a. M. vom 1. September ds. Js. ab den Spareinlagen- Ab= holungsverkehr eingeführt. Diese Einrichtung soll eine Anregung zu regelmäßiger Spartätigkeit geben. Die Abholung der Spar­einlagen aus dem Hause findet durch Spargelderheber, die mit einer Ausweiskarte versehen sind, auf Wunsch wöchentlich oder monatlich statt, und zwar in Beträgen schon von 1 Mart an.

Aus Nah und Fern.

Klein- Linden, 23. September. Zwei in Gießen wohnende Schreibgehilfen der hiesigen Bürgermeisterei haben sich seit län­gerer Zeit Unterschlagungen und Urkundenfälschungen zuschulden kommen lassen, die jetzt entdekt wurden. Die unterschlagenen Beträge sollen nicht unbeträchtlich sein. Die beiden Schreibge­hilfen wurden festgenommen.

Hungen. Die Maul- und Klauenseuche ist hier festgestellt und ein Sperrbezirk bestehend aus dem Ort und der Gemarkung gebildet worden.

Laubach. Vom 4. Otober ds. Js. ab ist auf sein Nach­suchen unser evangelischer Pfarrer Theodor Nebel unter An­erkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt worden.

Das Drama von Freienseen.

Nach den Ergebnissen der Untersuchung der furchtbaren Blut­tat von Freienseen bei Laubach steht nunmehr unzweifelhaft fest, daß der 23jährige Karl Schreiner das entsetzliche Verbrechen selbst begangen hat, daß er erst seine Mutter ermordete, den Brand anlegte und darauf sich selbst durch zwei tiefe Schnitte mit seinem Rasiermesser den Hals durchschnitt. Seiner Mutter Hat er mit dem Beile den Schädel eingeschlagen. Die Mordwaffe wurde in einer Truhe im Haus vorgefunden. Das Rasiermesser mit dem der Täter sich selbst entleibte, fand sich unter seinem Leichnam. Es tann mit Bestimmtheit gesagt werden, daß eine fremde Täterschaft nicht in Frage kommt. Das Haus war von innen verschlossen, es fehlten teinerlei Gegenstände, und es zeig ten sich auch keine Spuren, die irgendwie auf eine fremde Person hingedeutet hätten. Das Verhältnis in der Familie Schreiner war stets auf Verträglichkeit und Harmonie gestimmt. Streitig Leiten sind nie bemerkt worden. Die Familie lebte in geordneter wirtschaftlichen Verhältnissen. Frau Schreiner stand im 44. Lebensjahr und war Mutter dreier Kinder, des Täters, einer Tochter und eines 13jährigen Jungen. Die Tochter ist in Alsfeld

Der Täter führte einen ordentlichen soliden Lebenswandel und erfreute sich so im Ort allgemeinen Ansehens. In der letzten Zeit zeigte er öfters grundlos ein etwas niedergeschlagenes Gebaren. Dieser gedrückten Stimmung war es wohl auch zuzuschreiben, daß er am Samstag mehrere Einladungen zu geselligen Veranstal tungen nicht befolgte. In der Nacht hat er dann die furchtbare Tat verübt, für die man nur die Erklärung hat, daß sie die Folge eines plöglichen Wahnsinnausbruchs gewesen sein muß. Die Tct wurde erst bemerkt, als die Scheune auf dem Grundstück und die danebenliegenden weiteren Scheunen in Flammen aufgingen. Der Täter hat zur Verbergung seines Verbrechens die eigene Scheune angesteckt und von da aus find die Flammen auf die übrigen Gebäude übergesprungen. Als die Feuerwehr zuin Löschen herankam, blieb auf dem Schreinerschen Grundstüd alles still. Man drang ein und fand hier das schredliche Geschehnic. Die gerichtliche Sektion der Leichen ergab den oben berichteten Tatbestand. Die Staatsanwaltschaft hat die Leichen zur Be­stattung freigegeben.

Büdingen, 13. September. Herr Major a. D. Felix Wichert, der langjährige Komtur der Balei Oberhessen des Jungdeutschen Ordens, verläßt in diesen Tagen unsere Stadt. Mit lebhaftem Bedauern sieht man ihn von hier scheiden. Zum Nachfolger Wicherts im Amt des Komturs der Ballei Oberhessen wurde Herr Studienrat Wilhelm Schmidt von der Weidig Oberreal­schule Butzbach gewählt und fürzlich in Wetzlar verpflichtet worden.

Bad Nauheim. In Gegenwart zahlreicher Vertreter der Be­hörden, des Taununsklubs, der Universität Gießen fand am Sonntag die feierliche Einweihung des in den letzten Monaten rekonstruierten Römerturms auf dem Gaulskopf bei Bad Nau heim statt. Der Turm ist auf den Trümmern eines alten Zimes­turmes erbaut worden. Stifter ist der aus Hessen stammence Deutsch- Amerikaner Gustav Oberländer. Die Pläne hat Prof. Helmke Gießen entworfen, Erbauer ist Oberbaurat Friedberg.

nag­

Darmstadt. Bei den nunmehr zum Abschluß gekommenen Koblenzer Amnestieverhandlungen haben die Regierungen von Frankreich, England und Belgien zugesagt, daß sie völlige Straf freiheit gewähren für alle Straftaten, die in den besetzten Ge­bieten seit Beginn der Besetzung bis zum 1. Februar 1926 degan­gen sind, und, soweit angängig, auch für solche, die in die Zeit vom 1. Februar 1926 bis zum 17. September 1926 fallen. Aus­genommen sind die Straftaten des gemeinen Rechts( z. B. Eigens tumsdelikte) und der Spionage. Bezahlte Geldstrafen und Ge­richtskosten werden nicht zurückerstattet. Die Rheinlandkommis sion hat ferner in Aussicht gestellt, daß in besonderen Fällen Ur­teile, die nicht unter die Amnestie fallen, gemildert werden können. Hessische Interessenten, insbesondere auch solche, die in Abwesenheit verurteilt worden sind, wenden sich in Zweifelsfällen schriftlich an das Hessische Staatsministerium, Darmstadt, Nedar­straße 7.

Nieder- Ingelheim. Der Obst- und Gartenbau- Verein Nie­der Ingelheim hat unter der Mitwirkung des Landwirtschafts.. kammer Ausschusses und des Verbandes der Obst- und Garten bauvereine eine Fachausstellung veranstaltet, mit der auch gleich­zeitig die Jahresversammlung des Landesverbandes der Obst­und Gartenbauvereine für Hessen abgehalten wurde. Die Ta­gung stand unter der Leitung des Vorsitzenden des Obst- und Gartenbau- Verbandes für Hessen, v. Hahn. Landwirtschafts­rat Stutzmann Speyer von der pfälzischen Regierung hielt einen Vortrag über ,, Erfahrungen im Steinobstbau im Gebiet der Pfalz". Es erfolgte sodann durch den Vorsitzenden des Kreisabstverbandes Herrn Kreisdirektor Schön- Bingen die Er­öffnung der Jubiläums- Ausstellung. In der Ausstellung jah der Beschauer die verschiedenen Obstsorten und es war bewunderns­wert, was hier in mustergültiger Ordnung zusammengetragen worden war.

Wetzlar. Der Bezirksverband der Haus- und Grundbesitzer­vereine Hessen- Nassau Süd, Siz Frankfurt, hielt am 18. und 19. September seinen ordentlichen Verbandstag in Weglar ab, zu dem auch eine größere Anzahl auswärtiger Vertreter cr schienen war. Sonntagsnachmittag 3 Uhr war eine öffentliche Kundgebung, die von Mitgliedern und Freunden der Vereine gut besucht war. In ihr referierte u. a. Dr. W. Schulran furt über die neuesten Errungenschaften der Real- Kredit- Organis fation, sowie über die Gefahren der Bodenreformbewegung für den Hausbesitz. Eine Entschließung, die sich gegen das neue Bodenreformgesetz mit seinen vielen Gefahren für den Grund­besitz richtet, wurde einstimmig angenommen.

an die Arbeit und brachte ein Dutzend schrecklicher Pinselleien| sich für ihre jeweilige Geschmadsrichtung ein Buch auswählen zustande. Der Großvater war durchaus nicht enttäuscht. Auf die entrüsteten Rufe der Seinen erwiderte er: Ich habe schon Schlimmeres gesehen!" Er ließ die Aledjereien prachtvoll rahmen, hielt den Kleinen dazu an, wader weiter zu malen, und schuf sich so auf billige Weise eine Galerie moderner Kunjt. Ein Amerikaner soll ihm schon 100 000 Franten geboten haben!

Ein neuer Weg zum guten Buch. Eigene Bücher find Freunde. Geliehene Bücher gleichen dagegen flüchtigen Bekann ten, die wir genossen, uns im Augenblid reizten und uns besten­falls Begeisterung abnötigten, dann sind sie in irgendeiner unbe­tannten Ferne unseres Gedächtnisses entschwunden, und wenn in einer frohen und ernsten Stunde einmal Sehnsucht nach ihnen wintt, so macht sie uns traurig und bekümmert, weil wir sie nicht stillen können. Anders das eigene Buch! Das Bewußtsein des Besizes ist mit ihnen verknüpft, das den Menschen jenes wunder­volle Heimatgefühl gibt, aus dem er seine beste Kraft schöpft. Um hier eine Lüde auszufüllen, ist seit etwa zwei Jahren die Deutsche Buchgemeinschaft auf den Plan getreten. Diese Organi­sation hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens es bereits auf über 400 000 Mitglieder gebracht; eine erstaunliche Leistung in der Zeit solcher wirtschaftlichen Not. Der Zusammenschluß zu dieser Gemeinschaft entsprang lediglich aus der Freude am guten, schönen und billigen Buch. Nicht genug fann hervorgehoben wer­den, daß die Mitglieder der Deutschep Buch- Gemeinschaft nicht zur Abnahme eines bestimmten Jahresbandes verpflichtet sind, wie dies besonders bei Unternehmen ähnlicher Art gefordert wird, sondern in der Auswahlreihe von weit über 150 Sände

fönnen. Dazu wird die Auswahlreihe jährlich um mindestens 50 Bände erweitert. Für den gringen Mitgliedsbeitrag von 3,90 Mart pro Vierteljahr erhält das Mitglied nicht nur einen prächtigen Halblederband nach eigener Wahl, sondern außerdem vollständig kostenfrei die illustrierte Zeitschrift Die Lesestunde" zweimal im Monat zugestellt. Eine weitere Empfehlung bietet die ausführliche Werbeschrift, welche durch die DBG. Berlin, Teltowerstraße 29, fostenlos versandt wird. Roe.

Herbstabend.

( Nachdruck verboten.)

Die dunklen Schatten neigen, Sich hin zur Erde sacht, Bald naht das große Schweigen. Es tommt die stille Nacht. Nun wogt der weichen Lüfte Geheimnisvolles Meer, Trägt füße Blumendüfte, Auf zarten Schwingen her, Go selig und versonnen Liegt da der grüne Baum, Als hielt ihn sacht umsponnen Ein holder Märchentraum. Der Hoffnung milde Triebe Umschmeicheln Seel und Ginn, Komm holde Nacht der Liebe, O nimm auch du mich hin. Adolf Dreßler, Radolfzell.