Sonnabend, den 22. Mai 1926.
Länder an der Umsatzsteuer. Der hessische Staat wird vom Reich| an Einkommen, Rörperschafts-, Umjak, Grunderwerb-, Kraftfahrzeug- und Rennwettsteuer mit zusammen rund 28 Millionen dotierte, ein Betrag, der die früheren, hier in Frage fommenden hessischen Landessteuern( 1914/15) jogar mit 7 Millionen Mart überschreitet. Außer dieser aus Steuermitteln fließenden Reichsdotation von 28 Millionen erhebt Hessen noch an Grund-, Gewerbe-, Sondergebäude- pp Steuern zusammen 51 Millionen, darunter an Sondersteuer( Hauszinssteuer) die unglaubliche Gumme von 31 Millionen. Neben dem Staat sind auch die Gemeinden, Kreise und Provinzen berechtigt, Vermögenssteuer vom bebauten Grundbesitz( Sondersteuer) zu erheben. Gegenwärtig betragen bei einer Friedensmiete von 95 Prozent die Ausschlags= jätze für den Staat 127,5 Pfg. und für die Gemeinden usw. 68,7 fg. auf 100 Mart Steuerwert. Nach Erhöhung der Frie densmiete von 95 auf 100 Prozent fönnen diese Säge nach der auf dem Schleichwege erlassenen Verordnung vom 10. März d. 3s. auf 130 und 70 Pfg., zusammen auf 2 Mart, erhöht werden. Die staatliche und Gemeindegrundsteuer belastet den Hausbesitz außerdem noch mit 0,3 bis 0,5 Prozent, so daß eine Gesamtbelaftung allein an Grund- und Sondersteuern von 2,3 bis 2,5 Prozent heraustommt. Es ist durchaus begründet, daß der Haus: besitzer, da nach der Natur der Sache sein Vermögen durch die Inflation glücklicherweise nicht vernichtet werden konnte, fräftig besteuert wird, denn die Erhaltung seiner Vermögenssubstanz tann ihm nicht opferlos zugestanden werden, aber die Steuer muß tragbar sein. Die jetzige Sondersteuer ist für die Mehrzahl der Hausbesitzer indessen nicht tragbar und zwingt sie, entweder ihre Häuser verfallen zu lassen, oder sie zu Schleuderpreisen zu verkaufen. Mit Recht wird gejagt, daß diese enorme Besteuerung die falte Sozialisierung des Hausbesizes bedeute. Die Regierung rechnet selbst damit, daß 15 Prozent der Sondersteuer nicht eingehen, und auch die Gemeinden rechnen mit dem gleichen Ausfall.
,, Gießener Zeitung"
An Steuern hat der Hausbefizer in Wirklichkeit aufzubringen 1311 Mart, hinzu die vorstehend unter 2-5 genannten Beträge mit 1338 Mart, ergibt zusammen 2648 Mart oder 368 Mart mehr als die eingehende Miete beträgt. Bei Häusern, die eine Friedensrente( Berzinsung) von 4 Prozent und weniger abwerfen, wirkt sich die hohe Sondersteuer noch viel unerträglicher aus.
Die
Eine Mieterhöhung über den Sah der vollen Friedensmiete ift bis zum 1. Juli 1927 gejehlich ausgeschlossen worden. Sondersteuer, die den Rettungsanfer der durchaus trostlosen hessischen Finanzlage bilden soll, muß eine tatastrophale Wirkung nach zwei Seiten ausüben, nämlich einmal, indem sie einen großen Teil der Hausbesitzer zur Verzweiflung treibt und zum anderen, indem sie durch enorme Ausfälle eine große Lüde in den Etat der Städte und des Staates hervorrufen wird. Wie unter all diesen Umständen Herr Finanzminister Henrich das Defizit von 9 Millionen ausgleichen will, ist für ihn wie für alle, die nicht in den Tag hineinleben, eine sehr schwierige und ernste Angelegenheit. Der Herr Finanzminister wird mit seinen Getreuen recht bald darüber zu Rate gehen müssen, wie er Hessens Gelbständigkeit erhalten kann. Dabei hat er in allererster Linie fich zu fragen, wodurch ist die finanzielle Kalamität entstanden, welches sind die Gründe dafür, worin bestehen die ungeheueren Mehrausgaben, worin lag es, daß der auch schon in der Vorfriegszeit nicht fleine Behördenapparat von dem kleinen Lande ohne steuerliche Ueberlastung getragen werden konnte? Auch wird er darüber nachdenken müssen, ob es richtig ist, daß man in einem Lande, das seiner Größe nach nur eine Provinz eines großen Landes ausmacht, den Verwaltungsapparat in den Mini
Die die Hausfrauen über
Es ist aber zu befürchten, daß der zweifache Betrag erlassen wer- Dr.Oetker's Backpulver Backin
den muß, wenn nicht eine allgemeine zwangsweise Häuserversteigerung einsehen soll. Von der Sondersteuer sind außerdem 10 Prozent den Fürsorgeverbänden zur Unterstützung von Perjonen, die die durch die Steuer erhöhte Miete nicht bezahlen fönnen, zu überweisen. Ganz enorm ist der Schaden, der durch den Verfall der Häuser entsteht und mithilft, den Wohnungsmarkt zu verschlechtern. Es ist ganz natürlich, daß der Hausbesitzer sein Haus lieber verfallen läßt, weil er sonst die Steuern nicht aufbringen fann, als daß er es zum Schleuderpreise verkauft. Bei einer Friedensmiete von 95 Prozent soll die Sonderstener 39% Prozent nicht übersteigen, diese Berechnung trifft jedoch nur zu, wenn das Haus sich mit 5 Prozent und mehr verzinst, andernfalls übersteigt die Sondersteuer den Satz von 39% Prozent der Friedensmiete. Beweis: Für ein Haus im Werte von 50 000 Mart Steuerwert beträgt z. B. die Friedensmiete 2400 Mart, hierfür sind zu zahlen: a) an staatlicher Sondersteuer 127,5X500 637,50; b) an städtischer pp. Sondersteuer 687/10 mal 500-343,50, zusammen 981 Mart oder 41 Prozent der vollen Friedensmiete. Die steuerliche Gesamtbelastung dieses Hauses Deträgt an Sondersteuern 981 Mart, an städtischer und staatlicher Grundsteuer 220 Mart und an Reichsvermögenssteuer 110 Mart, zusammen 1311 Mart oder 58 Prozent der 95prozentigen Friedensmiete. Bei der letzten Erhöhung der Friedensmiete auf 95 Prozent hat dem Vernehmen nach das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft bestimmt, daß hiervon entfallen auf:
1) Sondersteuer 39% Prozent, das macht bei einer Jahresmiete von 2400 Mart..
942.- Mart
2) Laufende Unterhaltung 14 Proz. von 2400 Mt. 336.
3) Betriebskosten( Brandversicherung, Kanalgebüh ren, Wassergeld, Schornsteinfegergebühren usw.) 28 Prozent
4) Große Instandseßungskosten 8 Prozent
5) Verzinsung 10% Prozent( etwa ½ Prozent des Hauswertes)
552.192.
11
258,- aufammen 2280.- Mart
Pfingsten 1926.
Nachdrud verboten.
Nun sind sie wieder da, die lieben Sonntage, wo frisches Birkengrün an den Toren leuchtet und der feine Duft der Maien die Zimmer erfüllt.
Die Fenster auf, die Herzen aufgeschwinde, geschwinde! Jetzt bade die Seele von den letzten Schladen und Sorgen rein, die der Winter zurückgelassen hat; sieghaft in seinem Prangen steht der Sommer vor der Tür!
Das sonnige Pfingstfest ist dasjenige der Feste, das uns am mächtigsten ins Freie hinauszieht. Die linden Lüfte sind erwacht aber noch fehlt die sengende Glut des Hochsommers, die das Wandern oft so beschwerlich macht. Nadel- und Laubbäume haben ihr entzückendstes Kleid angetan; die Sträucher in den Gärten blühen und durften, und die Wiesen leuchten in allen Farben. Die ersten Rosen haben sich entfaltet, die Kastanien sich mit reizenden Leuchtern bestedt. Und am Bache wuchert das Vergiẞmeinnicht. Lerchen jubilieren in den Lüften, und der Kudud im Gebüsch wird nicht müde, zu sagen, wie er heiße. Ist sie nicht eine herrliche Zeit, die Pfingstzeit!
Lieblich ist's für den Naturfreund, am taufrischen Pfingstmorgen hinaus zu wandern übers Wiesengelände, während der Schall der Feiertagsgloden mit den Gesängen der Vögel in eins zusammenfließt.
Schön aber ist's auch, am Nachmittag in den mild erwärmten Wald zu pilgern, um sich in einer Klause niederzulassen und bei Kaffee und Kuchen in fröhlicher Feststimmung harmlos heitere Unterhaltung zu pflegen.
Zwischen den Tannen- und Birkenstämmen sieht man die leuchtenden Sommerkleider und Hutbänder flattern. Und da zwischen taucht auch eine Schülermütze und ein frisches Knaben= gesicht auf. Im Echo schallt der Klang der Lieder, und die leise rauschenden Bäume scheinen mit einstimmen zu wollen in all den Jubel der schönen Feier.
Aber Pfingsten soll auch ernste Gedanken in uns wachrufen. Das Fest der Aausgießung des heiligen Geistes soll uns neuen Idealen entgegenführen. Wir sind nicht nur da, um zu ge nießen; diesem Rechte steht die Nächstenpflicht entgegen, auch unseren Mitmenschen Genuß zu verschaffen. Wo Haß und Streit geschlichtet werden können, da sollen wir einsetzen, wo ein ver
urteilen:
Habe Ihr Rezept in der Zeitung über die Zubereitung von Windbeuteln gelesen und dasselbe sogleich ausprobier die Windbeutel und großartig geworden. De ich nun sch viel Kuchen backe und zwar ausschlieblich nur mil Oetker Backpulver, so bitte ich Sie, mir ihre vollständigen Rezep bucher gratis und franko zu senden" Frau M. O, Berlin N. 6
.... Ich darf meinem Mann, der für Jeine Kuchen" sozusagen sein Leben gibt, nur Oeker- Kuchen auf den Tiach bringen, die in der Tal wirklich vorzüglich munden und was die Mauptsache is der jetzigen Zeil ist, da sie für wenig Geld herzustellen sind, so daß rine Beamenfamilie doch zum allermindesten I bis 2 mal wöchentlich- Fleisch kostet auch Oeld- Kuchen essen kann Frau CL H, Mannheim
.... In der Zeilung las ich Ihr Rezept zur Bereitung einer Mocca- Schokoladen- Cremeorie und bed es in meinem Haushalte sofort zubereiten. Zur fr Ugslen Ueberraschung aller fiel das Back werk wundervoll aus, daß wir uns den Genuß solcher beredungen gern öfter verschaffen möchten." Dr. med. O. Arzt, Deutsch- Rasselwitz O- 5
Sie durfen von meinem Uriel- Ihre Rezeple und Waren sind ersessig- mil Namen Gebrauch machen."
Frow Generaloberarti Horretzky, Berg a. Starnbergersee
machen zu können, daß Ihre sámilichen ProIch freue mich, Ihnen die Mitteilung dukle von hervorragender Qualität sind.- Baber überließ ich meiner Köchin alles Becken elc, bin aber seidem ich zum ersten Male Ihre Fabrikate benutzle- zum eigenhändigen Backen übergegangen, da es wirklich ein Vergnügen and keine Arbeil ist, mit Ihrer Ware zu arbeiles." Fr. R. C, Hamburg.
Durch Ihre Rezeplangaben in der Zeiling verleitel gibt es jetzt bei uns jeden Sonning Leckerbissen, die wirklich billig, dabei hervorragend nahrhall und gutschmeckend sind.- Und von Ihrem Angebol Gebrauch machend, möchte ich höflichal um Zusendung eines Rezeptbuches billen" Frau E. M. Berlin C. 2.
Ich habe jetzt für jeden Sonntag einen Kuchen Solche lobenden nach Ihren Rezeplen, die Sie in der Zeilung veröffen- Anerkennungen( ind
lichen, gebacken. Sie sind alle vortrefflich geralen und von köstlichem Wohlgeschmack.
Frau WK, Elberfeld
mir zu Taufenden zugegangen
Schon die wenigen Zeilen dieser unverlangten Zuschriften drücken eine Fülle von Zufriedenheit und Freude aus. Wirklich praktische Hausfrauen werden daher belm Backen stets ,, Backin" verwenden und sich Ihrer Erfolge freuen dürfen. Besondere Vorteile beim Backen bietet ein neuer Backapparat mit dem Namen Küchenwunder- in meinem Rezeptbuch abgebildet der es gestattet, auf kleiner Oaskocherflamme bei sparsamstem Verbrauch viele Kuchen backen zu können. Er ist da am besten geelgnet, wo ein Backofen nicht zur Verfügung steht oder wenn auf größte Sparsamkeit Wert gelegt wird. Dieser Apparat ist in meiner Versuchsküche ausprobiert und für gut befunden. Er ist in allen besseren Haushaltungsgeschäften zu haben, wenn nicht, wende man sich an: Delvag- Handelsgesellschaft, Berlin SW. 48, Friedrichstraße 21. allen einschlägigen Geschäften, wenn vergriffen, portofrei von
In
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sterien so aufzieht, als sei es 20mal so groß, als es wirklich ist. Gerade in diesem Punkte ist Herrn Finanzminister Henrich Gelegenheit gegeben, sich als großer, unerschrodener, bahnbrechender Staatsmann zu zeigen. Qui vivra verra!
lassenes Menschenkind erheitert und beglückt werden kann, dort sollen wir unseren Pfingstgeist betätigen.
Im übrigen aber herrsche eitel Freude und Fröhlichkeit. ,, Und wenn das Herz hundert Tore hätte wie Theben, so lasset die Freude herein zu allen hundert Toren."
Pfingsten
von Paul Warnde.
In dieser Zeiten Plage, Deutsche, verzweifelt nicht, Daß nicht der harten Tage Dunkel euch ganz zerbricht; Ob arm auch und geringe wir fast im Sturm zerschellt, Es gibt noch große Dinge, erhabene, nicht von dieser Welt! Ihr dürft nicht müde werden, nicht stumpf im Alltagsgrau Hoch überm Dunst der Erden glänzt ja des Himmels Blau. Und was das Herz gelitten in Frost und Winternacht, Der Lenz tommt doch geschritten, da ihm die Sonne weckend lacht. Da steigt der Himmel nieder, da jauchzt in Jugend das All, Da tönen sehnende Lieder, der Liebenden Liederschall.
Da ist zu Ende das Schweigen in Wald und Flur und Feld, Ein Flöten ist und Geigen, ein Singen und Klingen in aller Welt. O Mensch, wach' auf und höre das Jauchzen in Feld und Wald! Das sind des Himmels Chöre in tausendfacher Gestalt.
Es geht wie Flügelschwingen durch Menschenseelen der Klang, Denn jubelnde Engel singen dem Leben Lob und Preis u. Dant. Ja, Leben singen sie, Leben! Wolle leben auch du! Wolle die Schwingen heben, Seele, aus träger Ruh'! Vom Sonnenlicht umflossen, nimm auf den flammenden Schein Der Geist ist ausgegossen! Spürt ihn, o Menschen! Laßt ihn ein! Ob dumpf auch alle Sinne noch Gram umfangen hält, O werdet wieder inne des Hohen auf der Welt! Spüret den Hauch der Jugend! Seid wie die Erde jung! In blaue Weiten lugend, glüht wieder in Begeisterung! Sie gibt uns Kraft zu schaffen! Nichts sind wir ohne sie! Sie ist die stärkste der Waffen, die uns ein Gott verlieh. Sie ist so götlich, wißt es, daß himmelan fie reißt- Geist der Pfingen, sie ist es! Sie ist des Lebens Heiliger Geist!
Nr. 21.
3. Todesgedächtnis am 26. Mai 1926 zu Schlageters Erschießung.
Am 25. Mai schloß Poincare seine Rammerrede mit einem großen Coup, als er sich zu seinem Gegner Tardien wandte:
und das wagen Sie mir zu sagen in der Stunde, da ich gerade den Befehl zur Erschießung Schlageters nach Düsseldorf gesandt habe!" Die Meinung der französischen Kammer war befriedigt. Boincare erhielt sein Vertrauensvotum. Das war die französische Politik des Ruhrkampjes. Als wahrhaft deutscher Mensch ging Schlageter den Weg zu seiner letten Stunde.
Lokales. Sonntagsgedanken.
Zwei Seelen wohnen in jedes Menschen Brust. Die kennen leine Harmonie, die haben sich befehdet und gequält, seit der erste Mensch sein Antlik zum Lichte erhob. Der Ausdruck dieses Ringens ist die Kulturgeschichte der Menschheit, war das stän dige Auf und Nieder dieses Kampjes. Und diese zwei nie zusammenkommenden Pole, die immer auseinander streben, die sich nie vertragen werden fönnen, aber doch beisammen bleiben müssen, find Seele und Stoff.
Samstag, Sen 22. Mai 191
6. Ebenso sind die Kosten der padang usw. fteuerfrei, wenn sie von men werden und der Rechnungsbetrag
wirk
7. Weiter sind steuerfrei durchlauf Steuerpflichtige für seinen Auftragge ür dessen Rechnung vereinnahmt hat
Straßensperrung. Wegen Vorn wird hiermit die Frankfurterstraße bis zur Eisenbahnüberführung Klein auf weiteres für jeglichen Fuhrwert Betr.: Vermeidung von Stauben weisen erneut darauf hin, daß nach Bestimmungen(§ 366 3iffer 8 des 2 112 und 292 des Polizeiſstrafgesetes) gewärtigen haben, welche es unterlas bei Abbruch von Gebäuden und bei puses, alle Vorkehrungen zu treffen jahren für Vorübergehende und ef pidlung zu verhindern. Insbesond gen, daß: 1. dere Verputz und das N gen und während dieser Arbeiten 2. Bauschutt nicht auf die Erde abge oder in Gefäßen abgelassen und hierb aben auf Wagen und Abfahren- 1 derartige Bauarbeiten, bei welch night ganz zu vermeiden ist, nur in orgenommen werden dürfen. leberwachung beauftragt. Der Kanzleigehilfe Adam U hung vom 1. Mai 1926 an zum Kanz Berwaltung der hiesigen mediz. Alin für fanttrante ernannt. Amtsgericht. Ueber das Ve Saer Nachfolger in Gießen und Sensinger ist das Konkursverf Konkursforderungen sind bis zum 8. anzumelden. An den Gemeinschuldne oder zu leisten.
Zwei Rollen hat der Schöpfer an sie verteilt. Die Rolle des Herrn und die des Sklaven. Und dieses Spiel ist es, das noch jedem Jahrhundert und jedem Menschenleben vor dem Auge des Geschichtsschreibers sein Gepräge und vor dem Auge des Ewigen seinen Wert und seinen Richterspruch gab.
So war es zu allem Anfang, so war es in grauer Vorzeit und so ist es noch heute. Aber noch nie hat dieser Kampf dieser beiden Seelen in der Menschheit so wild getobt, wie in der Jezztzeit. Nach dem Krieg, der alles Hohe und Sittliche vers nichtet hatte, gewann die dunkle Seele an Macht und verge waltigte in abscheulicher Rohheit die reine Menschseele. Und Jahre tobte der Kampf, und immer wilder wurde er, und ge= meiner und brutaler.
Erst nach und nach ermattete der schwarze Feind. Allmählich blieb hier und dort der gute Geist doch Sieger. Aber noch ist es kein Sieg auf der ganzen Linie. Des Teufels einziger Schrei nach Geld, nach Genuß, nach Ausleben der Sinne gellt noch im mer über die Erde. Darum, lieber Kamerad:
Wollen wir Wache stehen, daß der Feind uns nicht von Neuem überrumpelt, daß das Gute wieder flegt und die Menschheit wieder ihren Wert erhält. Wirke so, daß am Ende deiner Tage dein Richter dir sagen kann: Du hast deinen Platz gut ausgefüllt! Du hast der Menschheit genützt!" Waldfried. Was unterliegt nicht der Umsatzsteuer? Die Umsatzsteuer errechnet sich im allgemeinen nach dem Ent gelt, das für Lieferungen und Leistungen vereinnahmt wird. Die Einnahmen, die nicht oder nur bedingt umsatzsteuerpflichtig sind, seien hier turz aufgeführt.
1. Nicht umsatzsteuerpflichtig sind Eingänge aus Verzugszinsen und Prozeßzinsen, weil sie nicht Gegenleistung zu einer Leistung darstellen.
2. Desgleichen nicht Preisnachlässe, Stonti, Rabatte, und zwar deshalb nicht, weil sie das Entgelt mindern.
3. Wechsel sind nicht bereits mit dem Empfang, sondern erst bei Distontierung oder Weitergabe steuerpflichtig. Dasselbe gilt für Schecks.
4. Vergütet der Abnehmer dem Lieferanten die Diskont spesen, so stellen sie Beträge dar, die der Leistungsberechtigte aufwenden muß, um seine Schuld gegenüber dem Leistungs pflichtigen in vollem Umfange abzutragen. Sie sind daher steuer pflichtig.
5. Nicht umsatzsteuerpflichtig sind die Kosten, die von dein Lieferanten dem Abnehmer für die Beförderung der Waren gesondert in Rechnung gestellt werden.
Unfallsichere Kuppelungsvorrichtungen an Lastkraftwagen.
Jn Nr. 2 vom 15. Januar 1926 unseres Blattes berichteten wir bereits über ein Preisausschreiben des Verbandes der Deutschen Berufsgenossenschaften. Berlin, W. 9, über eine unfall. fichere Kuppelungsvorrichtung an Lafttraftwagen. Wir sind nunmehr in der Lage, einige Abbildungen zweckmäßiger Kuppe lungsvorrichtungen zu bringen.
Die Abbildungen 1 und 2 zeigen eine Flächenkuppelung der Firma Friedr. Krupp A.-G., Essen. Zum Kuppeln braucht der an den Anhänger heranjahrende Kraftwagen nicht auf bestimmte
Abbildung 1.
Abbildung 2.
"
Die
Gegen die Lungenfeuche. Da der Lungenseuche besonders in Lich
TEUER RAUC HEISST NOCH LA NICHT GUT" RA
OA O
ZIGARET NUR 4 P
UND GANZ VO
ADLER- COMPAG
Entfernung vom Anhänger gebrad sahme des Kuppelns durch den zw Mann überhaupt nicht bewegt zu we versehene Kuppelungsgabel es gesto dinrichtung eine horizontale Fläche fahren nach dem Kuppeln werden gestellt, wodurch eine starre Gabel
Abbildung
Abbildung
Die in Abbildung 3 und 4 ge Beist die gleichen Vorteile auf. Si Ruppelungsfläche durch ein schwenk langsstüd erreicht.
Im Interesse der Unfallverhütu
führungen der Kuppelungen verzi Auswertung ihrer Patentansprüche.


