Einzelbild herunterladen

auf den Friedhof fill. ngegang'nen Rubeftätte Sonntag von uns will.

Nr. 47.

In Wehmut denken wir

der feuren Seimge­gang'nen.

Wir sehen wieder vor

uns steh'n ihr liebes Bild,

Wir denken ihrer Borte,

ihrer Zafen.

Un banges Sehnen un ser trauernd Herz er füllt.-

Da ballen von den Tür­

men fiefe Glocken­klänge;

Machtvoll und fröffend dringen sie an unfer Ohr.

Es hat der Sonntag wie­der unsere Hand Ae­

nommen;

Zum Gotteshaus führt er die Stufen uns empor. Da fühlen wir, der To­tensonntag will uns weisen

ahre Heimat inferer lieben Lofen nun,

ng zu neuem Leben,

im Schoß der Erde ruh'n.

Tolensonntag, du. Irdischen dem Ew'gen zu!

vatdozent f. Veterinärchirurgie an der Westhues, ist nach Amerika abgereift, der Cornell University in Ithaea Professor Dr. Wilhelm Groh von sität hat den von der Univerquät nen Ruf zum 1. April nächsten Jah­

Stadt Gießen liegt noch bis einschl. November, im Stadthaus, Bergstraße, am 5. Dezember mitabstimmen will, ter den Wahlberechtigten mit einge Gießen wird demnächst in das neu m Gelterstor verlegt. eutsche Reichsangehörige bedürfen zum s Reichsgebiets grundsätzlich nach wie Diese Bestimmung ist durch die in­ng des Sichtvermerkszwangs im Ver­Schweiz, mit Liechtenſtein, den Nieder­nart, Luxemburg, Portugal, Schweden, ama, Island und der Dominikanischen

Stwa 100 Einzelgräber befanden sich gebrannten und gut leserlichen Namen geln blühten sauber gehaltene Garten­

Der Straße nach Gawin, bestand das die 25. hessische Reserve- Division ge schweren Kampf. Die Toten sind auf va gebettet und von überall hierher n. Der Friedhof liegt unmittelbar meiner aufrichtigen Freude kann ich hof Czulczyce einer der schönsten und betreten durfte. Er ist umgeben von mehrere Meter tiefer liegenden Kunst­nmauer, die gerade ausgebessert wurde. weit über die Felder als Wahrzeichen m Kampf. Die Gefallenen sind größ

In gebettet. Mit Ausnahme von zwei

e Grabkreuze, die deutlich lesbare, ein­gen.

Sonnabend, den 20. November 1926.

Republik nicht aufgehoben worden. Deutsche Reisende, die ohne Reisepak an der deutschen Grenze eintreffen, müssen gewärtigen, am Grenzübertritt gehindert zu werden.

* Aufgehoben ist die angeordnete Sperrung der Bahnhof­straße zwischen Schanzenstraße und Westanlage, da die Pflaster­arbeiten beendet sind.

* Gesperrt ist bis auf weiteres wegen Bornahme von In standsetzungsarbeiten an dem Bahngeleise der Frankfurterstraße Dom 15. November ab die rechte Seite dieses Geleisüberganges auf der Frankfurterſtraße, Richtung Gießen- Klein- Linden für jeglichen Verkehr.

Auswertung von solchen Sparguthaben, welche von einer Sparkasse zu einer anderen überwiesen worden sind.

Es sei dazu bemerkt, daß nicht alle Sparguthaben zur Auf­wertung anzumelden sind, sondern daß es sich nur um solche Ansprüche handelt, welche ein Sparkaffengläubiger gegen eine öffentliche Spartasse im Sinne der Berordnung geltend machen will, wenn Spartaffenguthaben von einer öffentlichen Spar­faffe zur anderen Spartasse innerhalb des Deutschen Reiches überwiesen worden sind. Diese Ansprüche sind bei der zweiten Spartase, an welche die Ueberweisung des Sparguthabens er= folgt ist und bei welcher das fragliche Guthaben noch geführt wird, geltend zu machen.

* D. T. Der Gau Hessen der Deutschen Turnerschaft bringt für den am 28. November in Wiesbaden stattfindenden Kreis­tag des Mittelrheinkreises( über 1400 Turnvereine umfassend) als Kreisvertreter an Stelle des verstorbenen Schulrats Schmud den 1. Gauvertreter des Gaues Heffen, Fabrikanten Pfeiffer aus Wetzlar, in Vorschlag. Pfeiffer ist ein in Turntreisen be­fannter und angesehener Vertreter der deutschen Turnsache.

Deutschnationale Bolkspartei. Am vorigen Dienstag hielt die hiesige Ortsgruppe der Deutschnationalen Volkspartei ihren 5. Bortragsabend ab, der recht gut besucht war. Stadtverord­neter Amtsgerichtsdirektor Schmahl sprach über Städtische Angelegenheiten". In seinen über zweistündigen Ausführungen gab er einen Rückblick über die legten Stadtverordnetenwahlen, ging auf die damals erhobenen Angriffe der Gegner ein und zeigte, daß sich auch bei ihnen manches nach den Wahlen ge= ändert hat. Eingehend besprach er die Zusammenarbeit mit den übrigen Parteien und dem Magistrat. An der Hand des Voranschlags gab er dann den Anwesenden einen Ueberblic über die laufenden Einnahmen und Ausgaben. In ausführ­licher Weise behandelte er u. a. den Bau der Wieseder Straßen­bahn, elektrischer Strompreis, Straßenunterhaltung, Reinig­ung und Beleuchtung, Ankauf der verschiedensten Grundstüde ( Hotel Einhorn), den Bau der Boltshalle und das Wohnungs­bauprogramm der Stadt. Hier war er der Ansicht, daß auch weiterhin alles getan werden müsse, um die Wohnungsnot zu beseitigen, um den Uebergang zur freien Wirtschaft zu ermög­lichen. Großzer Unwille erregte feine Mitteilung über den sozialdemokratischen Antrag auf Entfernung des Kriegerdent­mals auf dem Marktplay. Zuletzt besprach er die städtische Wohlfahrtspflege und die Auswertung der städtischen Anleihen. In der darauffolgenden Aussprache stellten mehrere Redner die verschiedensten Anfragen, andere brachten Wünsche vor oder übten oft Kritik an den verschiedensten städtischen Einrichtungen ( Straßenbeleuchtung. Fertigstellung des Torhäuschens Selterstor usw.) Eine vorgeschlagene Resolution, die eine bal­dige Eröffnung der Volkslesehalle am Selterstor fordert, fand Annahme. Eine äußerst lebhafte Aussprache, die sich bis gegen Mitternacht hinzog, brachte die Aufwertung der städtischen An­leihen. Verschiedene Redner übten scharfe Kritik an der gan­zen Behandlung dieser, für manche Familie so einschneidenden Aufwertungsfrage. Alle waren sich einig, daß es auch der Stadt Gießen mit Rücksicht auf ihre gute Vermögenslage möglich sei, angemessen aufzuwerten. Bedauerlicherweise hätte die Abfin­dung der Newanleihen in ben Sommerferien der Stadtverord netenversammlung von der Feriendeputation erledigt werden müssen. Eine, im evangelischen Missionsdienst eifrig tätige bat in herzlich gehaltenen Worten um eine gerechte Aufwertung, besonders für die alten Leute. Unter lebhaftem Beifall der

der dortigen Gegend kam zu mir auf thm meinen Dant ab für die ganz e. Der Volksbund" hatte dem Ver­ir Instandsetzung des Friedhofes über­Das Geld war offenbar zwedent­tlich hieß der Friedhof Nr. 3 Czul­her fuhr ich dann in die Gegend von lichen Unterlagen ist die ganze Gegend Hessische und brandenburgiſche Trup­elangem Ringen den Ruſſen gegenüber

nd ich viel Angehörige folgender Trup bezw. R. J. R. 83, R. J. R. 116, 118, czew lag unmittelbar hinter den ruſſi hat im Kriege furchtbar gelitten. Noch

in Trümmern, andere sind notdürftig omut überall!

1 Gammelfriedhof nördlich des Gutes,

am

auf dem in Einzel- und Massengräbern etwa 200 Gefallene fiegen. Ein Holzhochkreuz steht; sonst alle Kreuze verschwunden. Grabhügel stark verfallen. Als Schutz dient eine Weißdorn­hede. In der Mitte ein von jungen Eichen flantierter Weg.

Auf dem Wege von R. nach Gawlow ein völlig verwahr­loster Friedhof. Kein Kreuz erinnert daran, daß hier ein Fried­hof deutscher Helden ist. Man findet die Ruhestätten nur auf Grund amtlicher Unterlagen, und dann erkennt man notdürftig noch die Grabhügel. Vich weidet dort, wo des Krieges blutige Ernte dem Schoß der Mutter Erde übergeben wurde. Von drei Seiten Weißdornheden; den Eingang verwehrt fein Tor und fein Draht.

Die oben genannten Regimenter haben im Walde zwischen Gawlow und Helenka noch zwei Friedhöfe angelegt, die leidlich beschaffen sind.

Der eine zählt 96 sehr gut erhaltene, mit Gras bewachsene Einzelhügel! die Weißzdornhecke ist fast ganz verschwunden; ein Hochkreuz steht; alle Grabkreuze fehlen. Zaun nicht vorhanden. Der andere Waldfriedhof ist durch einen Erdwall und tiefen Graben geschützt. Das Tor ist verschwunden. Auch hier steht nur noch ein Hochkreuz. Der Friedhof liegt abseits des Weges, von Wald und freundlichen Wiesen umgeben. Die hier schlafen, ruhen in Frieden.

Ganz unglaublich niederdrüdend wirkt dann die in der Mitte des Dorfes von Adamowa- Gora geschaffene Anlage. Un­mittelbar neben einem Bauerngehöft. Weber irgend ein Kreuz noch ein Zaun erinnert an die Stätte, die deutschen Kämpfern im Tode gewidmet ist. Die Hügel fast völlig von Vich und Menschen zertreten. Wenn der benachbarte Befizer nur eine Spur von Gemüt und Achtung vor dem Tode hätte, könnte der fleine Friedhof mit ewa 40 Einzel- und Massengräbern anders aussehen. Er muß aufs schnellste in einen würdigen Zustand versetzt werden.

An der Straßenkreuzung bei Ruzli betraten wir wieder eine sehr gut erhaltene Friedhofsanlage. Ein großes Holzkreuz stand; auf dem darunter befindlichen Granitstein war zu lesen: Hier ruhen 144 deutsche Krieger und 5 Russen." Außer 2 Massen­

"

Gießener Zeitung"

d

ARNAUD

halpaus

M

Kennen Sie

,, Halpaus Mocca"?

Halpaus Ogarethe Fabrik Breslown

Unsere Halpaus Mocca" ist nichts ,, Neues".

Die Cigarette sieht aus wie andere auch. Sie ist aber etwas ,, Besonderes".

>>

Wir haben unsere Halpaus Mocca" vor einigen Monaten in Rheinland und Westfalen eingeführt. Man hat dort sehr rasch herausgefunden, daß unsere ,, Halpaus Mocca" auf Grund ihrer ganz besonderen Qualität erheblich mehr wert ist, als sie kostet.

Dürfen wir Ihnen diese Cigarette vorenthalten? Machen Sie einen Versuch, Sie werden zufrieden sein.

Unsere Halpaus Rarität Nr. 200" kennen Sie schon lange. Es wird allgemein anerkannt, daß es die weitaus beste 4- Pfg.­Cigarette Deutschlands ist.

HALPAUS- CIGARETTEN- FABRIK G. M. B. H. KÖLN UND BRESLAU

HA

gräbern sah ich nur noch Einzelhügel, die alle vorzüglich erhal ten waren und eine gewisse Pflege erkennen ließen. Auf den durchweg stehenden, niedrigen aber festen Holzkreuzen standen die eingebrannten Inschriften. Neben den deutschen Kameraden lag auch ein Türke.

Der ganze Friedhof ist durch einen Zaun und eng gepflanzte Tannen geschützt. Das Tor ist gut erhalten.

An der Westseite des Gutes Don Cmiszew liegt neben dem Guisteich und einer Gruppe von prächtigen Pappeln in Form eines großen aufgeschütteten Grabhügels, zu dem Steintreppen heraufführen, ein deutscher Friedhof. Eine schöne Stelle und stimmungsvolle Anlage! Aber das war einmal! 2 Grabtreuze schauten aus meterhohen Disteln und anderem Untraut weh­mütig hevor. Neben Brandenburgern lagen hier auch Hessen Dom J. R. 83. Die Anlage verdient schleunigst wieder herge­stellt zu werden. Der unmittelbar daneben liegende Gutspark mit sauber verschmittenen Heden, farbenfrohen und gepflegten Blumenbeeten zeugt von dem Ordnungssinn und Kunstverständ­nis des Befizzers. Schade, daß der Mann nicht soviel Sinn für Totenehrung hat und die Ruhestätte der gefallenen Kämpfer aus fremdem Lande in einem würdigen Zustand erhält. Es würde dem Herrn teine Schande machen!

Am Kreuz der Weggabelung des unweit gelegenen Lubiczew befindet sich ein größerer Friedhof von den eben genannten Re­gimentern. Die Umwehrung besteht aus Weißdorn. Ein schad­haftes Tor ist vorhanden; viele Grabkreuze und Gebentiteine itchen. Namen leferlich, soweit sie nicht aufgemalt waren. Durch hohes Untraut bahnten wir uns einen Weg zur massiven Ka­pelle. Etwa 250 Einzel- und Massengräber zählte ich. Westlich des Gutes von Konty liegt ein wenig gejagugter Fried­hof mit etwa 60 Einzel- und Massengräbern. Zwei Drittel Kreuze fehlen; die eingebrannten Inschriften der noch stehenden find gut zu lesen. Ich sprach den Sohn des Gutsbesizers, auf dessen Grundstüd der Friedhof liegt und machte ihn darauf auf­merksam, daß der Friedhof als Viehweide benutzt war. Er sagte unbedingte Abstellung zu.

Jenseits der Bzura besichtigte ich noch den Friedhof Kozlows

Nr. 47.

| Biskupi, der an der Südwestede des Waldes liegt. Eine schöne Anlage und gut erhalten. Birken, Kiefern in lichter Bepflan zung geben dem Friedhof ein sauberes Aussehen. Grabhügel sehr gut erhalten. Nur Einzel- und Reihenhügel. Eichene Holz­treuze standen mit einer Ausnahme durchweg. Die eingebrann­ten Namen waren zu lesen. Hier lagen viele Kriegsfreiwillige des J. R. 83.

Von allen Friedhöfen um Sochazem befinden sich Belegungs­pläne bei der deutschen Gesandtschaft in Warschau, sodaß die vollständige Wiederherstellung wieder möglich ist. Auf der Ge­sandtschaft erstattete ich Bericht und machte Vorschläge über Jn­standsetzungsarbeiten.

Der

Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge" wird sich mit den maßgebenden Behörden in Verbindung setzen und die Wiederherstellung der vernachlässigten Friedhöfe veranlassen.

Ich muß-

ich will.

-

Weißt du, wie man ein hartes Mug leichter machen fann? Man muß es machen wie jenes Büblein. Dem sagte die Mut­ter: Hansli, du mußt mir jetzt noch Wasser holen." ,, Nein", sagte der Hansli ,,, bas muß ich nicht.". ,, Doch, bu mußt." ,, Nein, ich muß nicht." Und so ging's eine Weile hin und her, bis endlich die Mutter nach der Rute langte und sagte: Ich will dir jetzt zeigen, Hansli, ob du mußt oder nicht." Da sagte der Hansli mit verschmittem Gesicht: Aber Mutterli, wenn ich doch will, so muß ich nicht." Ja das ist das große Geheim­nis: sobald man will, muß man nicht mehr. Das: Ich will" bricht dem Ich muß die scharfe verwundende Spige ab, macht das Bittere süß und das Schwere leicht. Lern doch auch diese feine Kunst, aus jedem Du mußt" ein Ich will" zu machen. Du glaubst nicht, wieviel leichter bir dann alles wird und wie froh du dabei wirft und wie deine Geele dabei erstarkt.

Leibesübung ist Bürgerpflicht;

fie fichert uns die Gesunderhaltung des Bolles und fördert Tat­traft, Gemeinfinn, Manneszucht und Mut Eigenschaften, welche die Grundlage jedes gefunden Staatswesens bilden! D. Hindenburg.