Sonnabend, den 20. Februar 1926.
slohn gezahlt wurde und Steuerabzugsbetrapder Wohlfahrtsamt der Städte) des Wohnorts des Gläubigers
Borzugsrenten find nur an die Bezirksfürsorgestellen( Kreisamt
waren, so sind von jeder dieser Betriebsstättqu richten.
hnsteuer- Ueberweisungslisten besonders aus
mer, die während der Dauer der Beschäftigurstonfursverfahren eröffnet. Alle Personen, welche eine zur 1 Reich weder einen Wohnsitz noch ihren kontursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konlufenthalt hatten, sind für sich in einer gemeintursmasse etwas schuldig find, haben dem Konfutsverwalter teuer- Ueberweisungsliste zusammen aufzuführe bis zum 7. März 1926 Anzeige zu machen.
* Hessisches Amtsgericht. Ueber das Vermögen der Firma Bascoe, Aktiengesellschaft hier, ist am 17. Februar 1926, das
von den Arbeitgebern, die Ueberweisung
chen haben.
fcheinigungen nach 3iffer 1 nicht auszuschreibe
Falls Marken geklebt wurden:
und Einlagebogen, die zum Einkleben un
on Steuermarken verwendet worden sind vo hmern, deren Steuerabzug vom Arbeitslohn in
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Konjular- Nachrichten. Der zum Großherzoglich Luremburgischen Konjul in Wiesbaden ernannte Dr. Josef Jüttel ist anerkannt und zur Ausübung tonfularischer Verrichtungen im Der zum Estnischen Volksstaat Hessen zugelassen worden. Honorartonjul in Frankfurt a. M. ernannte Eduard Schwarzjchild ist anerkannt und zur Ausübung tonfularischer Verrich Der zum tungen im Voltsstaat Hessen zugelassen worden. Honorartonjul von Griechenland in Mainz ernannte Fritz Gold= schmidt ist vorläufig anerkannt und zur Vornahme konsularischer Verrichtungen im Voltsstaat Hessen zugelassen worden.
1925 im Martenverfahren durchgeführt wurd die Ablieferung ist das Finanzamt, in defie rbeitnehmer zur Zeit der Ablieferung seine Aufenthalt hat. flichtung zur Einsendung oder Uebergabe de
* Kirchenrat Strad, ein um die hessische Landeskirche hoch=
und Einlagebogen haben die Arbeitgeber verdienter Geistlicher, fonnte Donnerstag in voller geistiger und in den Arbeits- und Geschäftsräumen hin törperlicher Rüftigteit seinen 80. Geburtstag begehen. Der alte es Arbeitnehmers tann der Arbeitgeber die Gießen, jahrelang Mitglied der Kreisschultommission und viele er Uebergabe der Steuertarten und Einlage Jahre Rechner des oberhessischen Vereins für innere Mission. gen dem für den Arbeitgeber zuständigen B. 3" verbreitete Meldung über die beabsichtigte Auflösung
Herr war unter anderem 12 Jahre lang Dekan vom Dekanat
nen. In diesem Falle sind die Steuerkarten
übersenden.
e für die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten und ( 3iffer 1) sowie für die Fehlanzeigen bei den Finanzämtern tostenlos erhältlich diesen jede weitere Auskunft erteilt.
Ort und Datum.
Finanzamt.
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Februar- Miete.
von Interessentenvertretungen und Sach
Keine Auflösung der Universität Gießen. Die von der
Gießener Zeitung"
Stadtverordnetenversammlung Gießen.
Die nächste öffentliche Sigung findet kommenden Donners tag, den 25. Februar, nachmittags 5 Uhr, in dem Sigungsjaal des Stadthauses, Bergstraße, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Geschäftsführenden Ausschusses der Gießener Turnerschaft um Uebernahme von Forderungen der Stadt auf die Stadtkasse.
der hessischen Universität Gießen trifft in feiner Weise zu. Vielleicht liegt jener Meldung der ,, B. 3." eine irreführende Auffassung irgendeines Berichterstatters zugrunde, der einen im Hessischen Landtag abgelehnten fommunistischen Antrag in diejere Richtung in durchaus unzutreffender Weise übermittelt hat. Richtig ist lediglich, daß aus Gründen der Kostenersparnis mit einem Eingehen des pharmazeutischen Instituts in Darmstadt und seiner Verschmelzung mit ähnlichen Einrichtungen an der Universität Gießen zu rechnen ist.
* Die Ein- und Berkaufsgenossenschaft der Bäder von Gie
uf Grund des Artikels 9 der hessischen Aus gen und Umgegend e. 6. m. b. 5. hält am tommenden Mittwoch, 20. August 1923( R. G. B1. S. 276) und der ihre diesjährige Generalversammlung ab. zum Reichsmietengesetz in der Fassung der den 24. Februar, nachmittags 3 Uhr in dem Gasthof Hindenburg
Steuernotverordnung vom 24. Februar 1924 ■ der Fassung des§ 11 des Gesetzes vom G. Bl. S. 254) für die Berechnung der Miete
ruar 1926 folgendes bestimmt: Monat Januar durch Bekanntmachung des
tministeriums vom 11. Januar 1926 getrof der gesetzlichen Miete bleibt auch für den bestehen. Danach beträgt die Miete sür ruar 1926 88 Prozent der Friedensmiete.
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ng der Lohnsteuernachweise. Eine vom Verfügung des Reichsfinanzministeriums ng der Frist für Einreichung der Belege, .d. Mts. lief, auf 1. März ds. Js. an.
* Hessischen Staatsschuldbuchforderungen. hessische Staatsschuldbuch sind auf Grund gesezes dem Reichsschuldbuchbüro in Ber Anleiheablösungsschuld in das Reichsworden. Der Gläubiger einer vor dem hessische Staatsschuldbuch eingetragenen ther". Seine Schuldbuchforderung wird ein Zutun in Anleiheablösungsschuld um. ichen Auslosungsrechte werden gewahr trag in das Reichsschuldbuch bewirkt ist, hierüber Nachricht. Bei der großen Zahl die Mitteilung dieser Benachrichtigungen er Umständen bis in die Sommermonate Ein Schuldbuchgläubiger kann aber auch eine Forderung erst nach dem 1. Juli 1920 dann, wenn er die eingetragenen Stüde in Besitz hatte. In diesem Fall muß er weise( Zeichnungsschein, Bankausweis, ng usw.) der Hessischen Staatsschulder ens 28. Februar vorlegen. Anträge auf
nd gekennzeichnet, ein dauerndes Ruhmes ben. Nach der Besignahme der Chinesen r Küste freigemacht werden. Dies gelang der Takuforts, bei der sich wieder die en Kanonenboots„ Jltis" unsterblichen ach der Einnahme der Peitangforts, bei deutschen Vorkorps beteiligt waren, war n Sicherheit..
* Der Hessische Landeslehrerverein hält seine Hauptverjammlung am 9. und 10. April in Worms ab. Auf der Tagesordnung steht als Hauptthema„ Staat und Kirche in ihrem Verhältnis zur Erziehung". Ferner soll die Wahl des neuen Schriftleiters für den ,, Schulboten" erledigt werden.
2. Gesuch des Berbandes ehem. 116er um Gewährung eines weiteren Zuschusses von 6000 Mart und eines Darlehens von 5000 Mart zu den Kosten des Dentmals für die ge fallenen 116er.
3. Gesuch des Arbeiter- Samariterbundes e. V. Ortsgruppe Gießen, um Gewährung einer Beihilfe.
4. Die Rechnung des Wohlfahrtsamtes der Stadt Gießen für Rj. 1924.
5. Die Rechnung der Plod'schen Siftung zu Gießen für Rj. 1924. 6. Beschaffung eines Motorwagens für das Stadtbauamt.
7. Geschäftsanteil des Eisenbahn- Heimstättenvereins e.6.m.b.H.
Nr. 8.
Darmstadt. Die Landtagsfraktion der Deutschen Bolts: partei hat im Hessischen Landtag einen Antrag eingebracht, wo nach die Regierung ersucht wird, die Einführung der neuen Lehrpläne für die höheren Schulen Hessens so lange aufzu schieben, bis den fachlich und fachlich beteiligten Kreisen Gelegen= heit gegeben war, sich mit den geplanten Neuerungen eingehend zu beschäftigen und sich darüber zu äußern.
Ein Denkmal für die Toten des Großherzoglichen Artillerieforps, 1. Großherzoglich Hessisches FeldartillerieRegiment Nr. 25 in Darmstadt.
Der Offizier und Regimentsverein ruft alle ehemaligen Regimentsangehörigen auf, den gefallenen Kameraden und dem lieben alten Artillerieforps ein würdiges Denkmal zu setzen. Der zur Ausführung gelangende Entwurf stellt einen auf den Trümmern seines zusammengeschossenen Geschüzes stehenden Kanonier des Regiments dar, der sich mit der Handgranate in der Hand bis zum letzten Atemzuge verteidigt. Das Dentmal soll also den ehrenvollen Kampf versinnbildlichen, den das stolze Regiment geführt hat, die ungebrochene Kraft und den Mut zum Durchhalten. In dieser Darstellung liegt zugleich die 8. Entlüftungsanlage der Leichenkammer des Krematoriums. Kameraden. Dem 9. Baugesuch schönste Totenehrung unserer getreuen Hermann Schäfer, Wilhelmstr. 22. des Friedrich Möller, Licher= Großherzoglichen Artillerietorps und seinen Toten 1460- 1790 1920. Wenn die Mittel zusammenkommen, soll das Denkmal bereits im Sommer 1926 enthüllt werden. Spenden werden erbeten an die Denkmalskasse des Feldartillerie- Regiments 25, Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 20444. Wenn jeder alte 25er und die Kameraden der Reserve Formationen ihr Scherf lein beitragen, ist nicht daran zu zweifeln, daß der Plan ausge= führt werden kann und daß den toten Kameraden des ältesten Feldartillerie- Regiments der Armee ein unvergängliches Dent mal ersteht. Bausteine in Gestalt von verschiedenen Abbildun gen des Entwurfes zu Mt. 1, 2, 3, und 5 Mart sind erhältlich beim Denkmalsausschuß Darmstadt, Hermannstraße 41.
10. Baugesuch straße.
* Der Kreis- Krieger- Verband Biedenkopf, der in diesem Jahre auf ein 30jähriges Bestehen zurüdblidt, veranstaltet aus diesem Anlaß am 19., 20. und 21. Juni d. J. sein erstes Verbandsfest nach dem Kriege. Mit dem Fest wird die Tagung der Reg.Bez.- Gruppe der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen und des Kriegerverbandes des Reg.- Bez. Wiesbaden verbunden sein. Man beabsichtigt, das Fest zu einem Heimatfest zu gestalten. Sämtliche Nachbarverbände sind zu dem Fest bereits eingeladen und haben zum Teil schon große Beteiligung zuge= sichert.
Neubau Einfriedigung
R- Mt. an den 11. Gewährung eines Zuschusses von 1500 Gießener Sportklub von 1900 zu den Kosten der Errichtung
einer Sportanlage auf dem Trieb.
12. Beitritt der Stadt zum Verband Deutscher Einigungsämter; hier: Erhöhung des Jahresbeitrags.
13. Arbeitszeit der städtischen Arbeiter an den Werktagen vor Ostern, Pfingsten, Weihnachten und Neujahr.
14. Ausbau der Studienanstalt; hier: Errichtung der Unterprima.
15. Beitritt der Stadt Gießen für das Stadttheater Gießen zur Versorgungsanstalt deutscher Bühnen.
* Die Gesellschaft„ Liebig- Museum", die 1911 ge= gründet wurde und die damalige Arbeitsstätte Liebigs wieder herstellte und als Museum umgestaltete, wendet sich in einem Aufruf an die deutsche Oeffentlichkeit zur Aufbringung von Mitteln zur Erhaltung und Erneuerung dieses„ Nationalmuseums deutscher Wissenschaft und Kultur". Die alte ehrwürdige Stätte, an der einst Justus von Liebig wirkte, wo zum ersten Male in Deutschland Chemie gelehrt wurde und von der aus eine Reihe unserer bedeutendsten Chemiter hervorgegangen ist, dieses Denkmal für Liebig und die chemische Wissenschaft muß erhalten bleiben. Die erforderlichen Baukosten werden auf 12 000 bis 15 000 Mart geschätzt.
16. Mitteilungen der Stadtverwaltung.
Ans Nah und Fern.
Lang- Göns( Oberhessen). Am 5., 6. und 7. Juni dieses Jahres findet hier wieder ein großer Gesangswettstreit statt. Es stehen namhafte Stiftungen, hohe Geldpreise, wertvolle Ehren- und Hauptehrenpreise zur Verfügung. Der Delegiertentag findet nächsten Sonntag, 21. Februar, statt.
* Der erste weibliche Bädermeister im Dillkreis.( Meisterprüfung.) Vor dem Prüfungsausschuß der Kreise Dill und Biedenkopf für das Bäckergewerbe bestand die Meisterprüfung Frau Berta Hoffmann aus Herborn mit der Note„, sehr gut" im Praktischen und„ gut“ im Theoretischen.
Bad Nauheim. 7. Bundestag des Hessischen Beamtenbundes. Der Hessische Beamtenbund wird am 9. Mai hier im Kurhause jeinen 7. Bundestag abhalten.
ihnen nicht ein so vorzügliches Menschenmaterial zur Verfügung gestanden hätte, dem es auch unter den ungünstigsten Verhältnissen gelang, den deutschen Waffen zum Siege zu verhelfen.
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Neugestaltung des Kurhauses Bad Nauheim.
ADB. Einen erneuten Beweis für die ständige Vervolltommnung von Bad Nauheim bieten die Erneuerungsmaßnahmen, die nach Genehmigung der hessischen Regierung und des Landtages in diesem Winter im Kurhaus vorgenommen werden. Der reizvolle Renaissancebau selbst bleibt als besonderer Schmud des Bades natürlich unangetastet. Die Erneuerungen betreffen zunächst äußere und innere Verbesserungen auf Grund der moder= hygienischen Anforderungen. Besondere Sorgfalt wird auf eine geschmadvolle und behagliche Neugestaltung des großen und kleinen Speisesaales gelegt, dessen Böden und Wände mit Teppichen und Wandbespannungen neu ausgestattet werden. Auch das Opern- und Konzerthaus wird durch neue Bestuhlung einen Fortschritt erfahren. Für die Neuausmalung dieses Saales und die Anlage eines Foyers ist unter einem Kreis namhafter Künstler, zu denen Prof. Linnemann( Frankfurt a. M.), Prof. Kempin( Darmstadt) und Kunstmaler Troll( Offenbach a. M.) gehören, ein beschränkter Wettbewerb veranstaltet worden.
Wie bei den kriegerischen Expeditionen war aber auch in friedlicher Beziehung das Verhalten des deutschen Soldaten über jedes Lob erhaben. Im Gegensatz zu manchen Kriegsteilnehmern anderer Nationen wurde die unglüdliche Bevölkerung von den Deutschen mit Schonung behandelt, hielten sie sich von Plünderungen fern, war vor allem aber auch ihr Verhalten den. Soldaten der verbündeten Nationen gegenüber im kameradschaftlichen Verkehr tadellos, so daß sie sich hilfsbereit und freundlich die Herzen aller gewannen. Dem deutschen Soldaten gebührt auch hier in allen Lagen uneingeschränktes Lob und noch heute der Dank des Vaterlandes für den guten Ruf, den er damals für das alte deutsche Herr erneuerte und befestigte.
Die zur Bestrafung Chinas unternommene Expedition hatte, nicht für dieses Land, wohl aber für die daran beteiligten Nationen, schwere blutige Folgen. Es folgte der russisch- japanische Krieg und in den Akten des Yangtse- Vertrages findet man schon die Spuren eines verhängnisvollen Mißverständnisses zwischen England und Deutschland, das aufzuklären oder dessen Folgen vorzubeugen den Diplomaten nicht gelang.
ie ganze zivilisierte Welt gerüstet, das peditionskorps zählte etwa 20 000 Mann. e zum Oberbefehlshaber der gesamten Is er Ende September in China eintras, entgegenkommendes, alle Zwistigkeiten keineswegs durchweg miteinander har uppen vor gefährlichem Gegeneinanderefing war inzwischen von dem englischen Aber die Aufgabe Waldersees bestand vinz Tschili von den Boxern und reguen zu säubern, sondern auch in der Beder Christen. Dies führte zu größeren tung auf Kalgan und Paotingfu, gegen iber diese hinaus bis in die Mongolei. en erwiesen sich die deutschen Soldaten 1 bei allen Kriegsteilnehmern Anerkenhervor. Neben den Deutschen beteilig en Expeditionen Engländer( diese auch Franzosen, aber auch Japaner, Italiener tellten fich gelegentlich der deutschen Füh Engländer dem deutschen Oberkommando nmen bewiesen, verhielten sich die Frandzuges an der Grenze von Schansi aufDies hätte der chinesischen Uebermacht
hen gefährlich werden können, wenn
Oberstleutnant a. D. Meister.
Zeitgedanken.
Der Frühling zog in's Land mit Prangen,
Der Sommer folgte schnell ihm nach;
Dann kam der Herbst dahergegangen
Und leise sah ich allgemach
In ihm der Erde Schmud verfallen;
Dann wandt auch er zum Geh'n den Blid Und von den Jahreszeiten allen
Blieb nur der Winter noch zurüd.
Darmstadt, 19. Febr. In der vergangenen Woche tagte hier eine von der Kirchenregierung mit der Herausgabe einer hessischen Kirchengeschichte beauftragte Kommission, um über Stoffauswahl und Form dieser von den Religionslehren der hessischen Volksschulen seit langem erwarteten Veröffent lichung zu beraten. Es wurde beschlossen, zunächst ein von dem Prälaten Dr. Diehl zusammengestelltes Quellenbuch zur Kirchengeschichte" herauszugeben, das zunächst als firchengeschicht= liches Heimatbuch für die Hand des Lehrers gedacht ist. Spä ter soll dann auch ein entsprechendes Buch für die Schüler geschaffen werden.
Friedberg. Der letzte Pferdemarkt am 16. Febr. war gut befahren. Auf dem Marktplatz standen etwa 150 Pferde, meist Mittelware, während die besseren, namentlich belgische und niederrheinische Pferde, etwa 40-50 Stüd, in Stallungen untergebracht waren. Der Handel war sehr langsam, die Tendenz flau. Trotz einer Anzahl von Interessenten wurden nur wenige Käufe abgeschlossen, da die Forderungen hoch, die Angebote niedrig waren. Es macht sich eben überall die Geldknappheit bemerkbar.
Den Blätterschmuck, den noch vor Wochen Im Wald mein Herz so hoch erfreut! Hat nun der Sturmwind abgebrochen, In Wald und Feld umher gestreut. Nun ragen tahl zur Luft die Aeste Vom Winde hin und her gebeugt; Kein Vöglein singet mehr vom Neste Sein Lied, der Winter hat's verscheucht. Doch, daß die Erd' nicht öde bliebe. Ich sehe nur des Winters Graun! Läßt Gott in seiner Vaterliebe Mich auch des Winters Freuden schau'n. Nach einer Nacht dann mit Entzüden Sieht froh mein Ang' ein herrlich Bild. Soweit dasselbe nur fann bliden, Hat Gott die Welt in Schnee gehüllt.
So traut! umglänzt von Gottesfrieden Winkt mir die Mutter Erde zu: ..zu deiner Freud hat Gott beschieden, Mir dieses Kleid, zur Winterruh; Darunter tann die Saat still feimen. Er hat sie warm mit Schnee bededt. Und kann nun schlafen, ruh'n und träumen Bis Gott sie neu zum Leben wedt.
Das rührt mich tief! In ernsten Sinnen Wend' ist den Blid nun himmelwärts. Aus meiner Brust, so tief da drinnen, Ruft mich zur Andacht leis mein Herz. Ich dankte Gott für seine Güte, Die immerdar und ewig währt. Und bitte ihn:„ Wär solcher Friede, Der hier ruht, meinem Volt beschert."
Darmstadt, 19. Febr. Der Verkehrsverein hat sich jetzt entschlossen, von der geplanten Errichtung eines Datterich- Dentmals Abstand zu nehmen und zu Ehren des Dichters ,, Datte rich ein Niebergall- Denkmal zu errichten. Prof. Jobst hat be reits einen Entwurf fertiggestellt. Das Denkmal, das als 3,80 Meter hoher Brunnen gedacht ist, soll auf dem Schillerplay aufgestellt werden.
Kassel. Der Verband der Arbeitgeber für das Töpfer- u. Ofen setzergewerbe Deutschland e. V.( Siz Berlin), hat nach einer soeben dem Stadtverkehrsamt zugegangenen Mitteilung beschlossen, die Hauptverbandstagung, zu der mehrere hunderte Teilnehmer erwartet werden, vom 18. bis 21. Juni d. Js. in Kassel abzuhalten.
Wiesbaden. Die Stärke der britischen Garnisonen im rechtsrheinischen Brüdentopf Mainz und der Garnisonstadt Bingen im linksrheinischen Gebiet beziffert sich einschließlich Offiziere und Stäbe in Wiesbaden- Biebrich auf 4700 Mann, in Dokheim auf 300, in Schierstein auf 300, in Langenschwalbach auf 530, in Jostein auf 500, in Königstein auf 900 und in der hessischen Stadt Bingen auf 450 Mann.
Koblenz, 19. Febr. Infolge starter Regenfälle im Quell. gebiet der Mosel stiegen gestern morgen die Mosel und die Saar recht schnell. Letztere hat in Saarbrüden mit 6,24 m ihren Höchst stand erreicht. Die Mosel wird in Trier heute voraussichtlich zum Stillstand kommen.( Heute vormittag 8 Uhr betrug der Wasserstand 4,70 Meter gegen 2,94 Meter gestern.) Die Nahe fällt wieder. Der Wasserstand des Rheins in Koblenz beträgt 3,79 Meter, gestern 2,77 Meter. Morgen wird voraussichtlich der Höchststand unter 5 Meter eintreten.
O, daß es den doch lieben würde; In ihm sich wolle doch verein'n. Und, daß des Vaterlands Verirrte Doch tehrten wieder um und heim. Daß es nach Kampf doch endlich fände Den Frieden nun zur Winterszeit.
Und einst durch ihn versöhnt erstände Zum Volk der Kraft und Einigkeit. Philipp Trautmann, Landw. Reichenbach i/ Obw.
Einst.
Wie war es es doch einst so märchengleich, Als man ein Wohnungsamt nicht kannte, Wo jeder Bürger, ob arm oder reich, Sein eigen noch eine Wohnung nannte. Wo's mit Vermieten noch keine Not, Hauswirt und Mieter lebten in Frieden, Und man ohne Sorge ums tägliche Brot Zahlen konnte die Friedensmieten.
Die Zeit ist entschwunden, eine neue entstand, Einträchtig wandern durch Deutschlands Gauen Wohnungsnot, Habgier Hand in Hand, Zertrümmertes wieder aufzubauen. Und vom wuchernden Untraut zertrümmert, Nächstenliebe verborrt und verfümmert.
Deutsche trinft
A. Aften.
deutschen Wein und deutsches Bier!


