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ranz Diener Paolino unentschieden.

39. Jahrg.

12. Febr. Die großen Berliner Borfämpfe am brachten dem deutschen Boxsport einen großen G e Meisterschaftsanwärter Franz Diener fämpit em hervorragenden spanischen Boxer, über jeb hieden. Namentlich in der letzten Runde tomme

egen war.

Gegner stark bedrängen, nachdem vorher der

Eingesandt.

Samstag, den 20. Februar 1926.

Nr. 8.

Gießener Zeitung

Zustand im Wartejaal 4. Klasse, Bahnhof Gi Morgenstunden laufen die Züge ein, die die Ed Schulklassen aus allen Richtungen herbringen,

Erscheint: Samstags.

( Neueste Nachrichten)

- Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus.

n so schnell wie möglich alle verfügbaren Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd­4. Klasse zu belegen. Die antommenden Reifelendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

tehen, weil tein Platz zur Verfügung ist

n es den Schülern nicht verdenten, das fie hres Aufenthalts von 1 bis 2 Stunden einen en, aber man kann es auch nicht von den Re

tehen sollen.

Der Schöpfer der Welten hat den Menschen ein Buch ge

, daß sie 1 bis 2 Stunden, wo sie auf Anfgeben, darin sie lesen sollen von seiner Allmacht und Größe. em doch sehr leicht abgeholfen werden, wenn jten sich offenbart. Darin sollen wir immer und immer wie lassen einer Schule in der Nähe des Bahnhofsber lejen, denn es ist ein lebendiges Buch und redet die deut­Schülern bis zum Beginn ihrer Schulstunden ichste Sprache. Heute zum Sonntag wollen wir einmal nach­er Ausweg ist der, für mehrere Sitzpläge Ruhetag gegeben hat. Und da lesen wir, daß der Herbst

Es ist das Gesetzbuch der Natur, wo das Göttliche am deutlich­

gewiesen wird.

lasse Sorge zu tragen.

der auf Anschlußzüge im Wartejaal warten

Neue Bücher.

blättern, ob der Schöpfer auch der Natur einen Sonntag und

der Feierabend der Natur ist. Da ist es, als hielte sie Rückblic auf ihre getane Arbeit und Ausblick auf das fünftig werdende. Und dann tommt der Winter der lange Ruhetag. Da sam neit die Natur sich Kräfte, um dann plötzlich in jubelnder Ueber­chwänglichkeit mit ihren gestauten Trieben hervorzubrechen. Bom Herbst bis zum Frühling währt die Ruhe.

r Vaterland" Monatsschrift für alle Deutsch Hefte für Dezember und Januar des 2. Jahrg

Aber dann, wenn zu Beginn des Frühlings und im Som­

ichtig die Heimatzeitschrift für engbegrenzte( mmer die Sonne gleich einer Himmelsuhr die Tage der Arbeit so notwendig sind auch Schriften, die auf G. anzeigt, dann beginnt ein unaushaltsames Arbeiten in Feld ild der großen deutschen Heimat in uns flar und Wald, Tag und Nacht, ohne Aufhören, und doch voll Ruhe ssen und uns dafür erwärmen, wie das Un und Feierlichkeit, groß, reich und sonntäglich.

tur 4,20 Mt.

Probeheft unentgeltlich durch

Laßleben in Kallmünz b. Regensburg. 6. Sonntag lesen. Und lernen wollen wir von den Werken Gottes,

Hier auf dieser Seite des Gottesbuches wollen wir heute zum

rtlich: Christian Klein in Gießen.

Nusholzverkauf.

neinden- und Interessentenwaldungen de rgermeisterei Daaden gelangen am Monta 6, vormittags 11 Uhr, im Wege des schrift erfolgtem Einschlage zum Verkauf:

nerzhausen:

damit wir nicht fortjagen im ewig gleichen Alltag, fortjagen um Mammon und Gold und mit unserer Unrast all die Stim­mungen erschlagen, aus denen heraus allein das Bedeutende erwächst und das Wertvolle gelingt. Nicht Menschen sollen wir jein ohne Sonntagsstimmung, nicht in den Geschäften eines ewigen Alltags langsam unsere Seele ertrinken lassen. Wie die Natur in ihrer Ruhezeit sich Kräfte sammelt und mit ihnen dann Großes zeugt, so müssen wir uns am Sonntag losreißen Don der Kette der Gewohnheit. Der Sonntag gehört der Ar­beit der Seele. Knechtearbeit ist Raub am Tage des Herrn. Waldfried.

Wochenschau.

Gespannt war in vergangener Woche alle Auf­merksamkeit auf die Außenpolitit gerichtet. Zwei sich scharf entgegengesetzte Vorgänge ereigneten sich. Von seiten des Auswärtigen Ausschusses wurde am 3. Fe­bruar mit 18 gegen 8 Stimmen beschlossen, keine Be­denken gegen den Eintritt Deutschlands in den Völker­bund zu haben. Am 10. Februar wurde durch den deutschen Generalkonsul in Genf, Aschmann, dem Ge= neralsekretär des Völkerbundes, Sir Evris Drummond, 637,8 folgendes Aufnahmegesuch der deutschen Regierung aus­gehändigt:

-rsdorf:

tämme 1.- 6. klasse

36,91

den:

ämme 1.- 6. Klasse

71,51

tämme 2.- 3. Klasse

4,61

amm 4. Klasse

2,17

tämme 1.- 3. klasse

4,9%

chen:

Cämme 1.- 6. klasse

14,

ämme 3.- 5. klasse

1

tämme 4.- 5. klasse

5,0

tämme, Klasse 1a- 4a,

erdreisbach:

ämme 1.- 5. klasse

29.0

erberg:

ämme 2.- 5. Klasse

63,3

Schutzbach:

ämme 1.- 5. klasse

9,78

tämme 3.- 5. klasse

2.42

tefeld:

ämme 2.- 3. Klasse

10,61

dewald:

die vom Bürgermeisteramt Daaden erhältl und Verkaufsbedingungen gegen Erstat en. Eröffnung der Angebote, die äußerli en sind, am 2. 2. 1926, vormittags 11 irgermeisteramtes.

10. Februar 1926.

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ort.

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I

1.

Der Bürgermeiste

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,, Serr Generalsekretär!

Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postighedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M.

Völkerbund. Es wird wohl noch recht viele in Deutsch­land geben, welche sich fragen: Haben wir da eine Klugheit oder eine Dummheit gemacht?" Die nächsten Jahre werden es schou lehren.

Der gegenwärtige Stand der Sozialpolitik.

Nach dem völligen Zusammenbruch der deutschen Sozialversicherung durch die Inflationszeit ist seit dem Juli 1925 ein Wiederaufbau eingetreten. Die Un= fallversicherung umfaßt 780 000 gewerbliche Betriebe mit 9,4 Millionen Versicherten und 4,5 Mil­lionen landwirtschaftliche Betriebe mit 14 Millionen Versicherten sowie 900 000 Versicherte der Reichs-, Staats- und Gemeindebetriebe. Zur Zeit sind im Lauf rund 600 000 Renten für Verletzte und rund 120 000 für Hinterbliebene.

In der Invalidenversicherung sind 16 bis 17 Millionen Arbeiter gegen Invalidität und für den Todesfall versichert. Besonders durch Aufnahme der Witwen und Waisen von Kriegsteilnehmern und infolge früheren Eintritts der Invalidität ist die Zahl der Rentenempfänger von 1082 000 in 1913 auf 3 100 000 gestiegen. Davon sind 1 600 000 Invaliden, 200 000 Witwen und 1300 000 Waisen.

In der Angestelltenversicherung sind rung 2 Millionen Angestellte( d. h. alle mit einem Jahresgehalt bis 6000 R.-Mt.) gegen Berufsunfähig= keit und für den Todesfall versichert. Am 1. Oktober 1925 empfingen rund 33 000 Ruhegeld, Renten: 24 000 Witwen und 20 000 Waisen.

Für die Arbeiter und Angestellten des Bergbaues besteht eine besondere knapp­schaftliche Versicherung, die neben den sonstigen Versicherungen auch eine Pensionsversicherung mit 700 000 Mitgliedern umfaßt. Sie hatte 1925 rund 95 000 invalide Bergleute und 30 000 Alterspensionäre zu versorgen, wozu noch 95 000 Witwen- und 100 000 Watsenrenten kommen.

Die Krankenversicherung umfaßt heute annähernd 20 Millionen Versicherte gegen 14,4 Millio­nen 1913. Neu angegliedert ist ihr die Wochenhilfe. Von 1,2 Millionen Geburten in Deutschland stehen 800 000 unter dem Schutz der Krankenkassen.

Die Erwerbslosenfürsorge harrt des Ausbaus, der zurzeit vorbereitet wird. Der Wieder­ausbau der deutschen Sozialversicherung hat sich nach drei großen Gesichtspunkten vollzogen: 1. Vorbeugende Maßnahmen, 2. höhere Bewertung der Arbeitskraft und 3. Förderung der Solidarität und des Gemein­schaftsgedankens. Grundsäge, wie sie schon im Juni 1924 in der sozialen Kundgebung des deutschen Evan­gelischen Kirchentages in Bethel ausgesprochen sind und wie sie nun die Botschaft der Stockholmer Konferenz für praktisches Christentum sich auch für die nicht deut­schen Länder zu eigen gemacht hat.

Unter Hinweis auf das deutsche Memorandum an die Regierungen der Ratsmächte vom Septem­ber 1924, auf die Ihnen, Herr Generalsekretär, über­sandte deutsche Note vom 12. Dezember 1924 und auf die Antwort des Völkerbundsrates darauf vom März 1925, sowie unter Bezugnahme auf die in Ab­schrift hier beigefünte Note der übrigen an den Ver­trägen von Locarno beteiligten Regierungen vom 1. Dezember 1925 beehre ich mich, gemäß Artikel 1 der Völkerbundssatzung namens der deutschen Re­gierung hiermit die Aufnahme Deutschlands in den ein Deutscher noch nach Italien reisen. Völkerbund zu beantragen. Ich bitte Sie, diesen Antrag baldmöglichst auf die Tagesordnung der Bundesversammlung setzen zu wollen.

Genehmigen Sie usw. gez. Stresemann." Im März soll die Aufnahme Deutschlands erfol= gen. Indessen geht es in Südtirol sehr wenig völker­bundsmäßig zu. Es ist zu verstehen, wenn Minister­präsident Held im Bayerischen Landtage Worte gegen die futurelle Vergewaltigung der deutschen Stammes­brüder fand. Am 6. Februar ließ dann Italiens despotischer Alleinherrscher Mussolini eine Revolver­rede gegen Deutschland von Stapel, in der er Repressa­lien in der dritten Potenz androhte und über die Süd­tiroler Frage folgende Ausführungen machte:

,, Auf alle Fälle lege ich Wert darauf, zu er= flären, daß die italienische Politik in der Südtiroler Frage nicht um eine Linie nachgeben wird."

Einen guten Eindruck scheint diese Revolverrede in feinem Volte gemacht zu haben. Sie stellt eine Schmähung und Bedrohung Deutschlands dar, das Säbelgerassel eines politischen Parvenu. Vor 1918 wäre auf eine solche Rede die Kriegserklärung selbst­verständliche Folge gewesen. Heute hat niemand in der Welt uns mehr zu fürchten. So mußte der Außen­minister Stresemann sich damit begnügen, am 9. Je­bruar im Reichstage eine sehr gemäßigte Antwort zu geben. Der Wochenschauer billigt nicht alle politischen Handlungen Stresemanns, aber diese vornehme Mäki­gung muß er gegenüber den Ungezogenheiten Musso­linis gut heißen. Der ganze Streit ist jedenfalls fein schöner Auftakt für den Eintritt Deutschlands in den

Darf

ADB. Für Italien hat die Fremdenindustrie eine lebens­wichtige Bedeutung. Allgemein bekannt ist der große Anteil der deutschen Gäste an dieser hervorragenden Einnahmequelle für das Land.

( Gießener Tageblatt)

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Was tut Italien, um sich die Freundschaft der Deutschen zu erwerben, um ihnen Italien lieb und wert zu machen? Man höre den Notschrei, der immer wieder aus Südtirol an un­ser Ohr schlägt! Schließung der deutschen Schulen, Einziehung deutscher Gebet- und Lehrbücher, Entlassung deutscher Beamten, Unterdrüdung der deutschen Presse sowohl der einheimischen wie der reichsdeutschen und österreichischen, brutale Mißhandlun gen Deutschsprechender, Erhöhung der Steuern für die deutsche Bevölkerung sind in dem deutschen Südtirol an der Tages­ordnung. Alles zielt hier auf die Ausrottung des Deutschtums hin. Und da gibt es noch Deutsche, die nach Italien reisen, die Italien noch als das Land der Sehnsucht preisen; Deutsche, deren Muttersprache bei den italienischen Behörden Südtirols ..gerechte Empörung erregt".

Wohnungspolitik

Parteipolitik.

Von Stadtrat Howe Kiel, Mitglied des preußischen Land. tages, ist uns ein längerer Artikel zugegangen, in dem es u. a. heißt:

Wenn Parteipolitik in Wirtschaftsfragen den Ausschlag gibt, wird die Wirtschaft zerschlagen!

Die Tendenz der nachrevolutionären Wohnungspolitik ist, daß sie- obwohl sie reine Wirtschaftsfragen betrifft- nicht nach den wirtschaftlichen Bedürfnissen geregelt, sondern durch politische Gesichtspunkte bestimmt wird und zeitweilig sogar durch die Straße dittiert wurde.

Die preußische Höchstmietenverordnung vom 20. 12. 19 war ein Diktat der Straße, ein Diktat der Mieterdemonstranten, die allsonntäglich im Berliner Lustgarten mit Musikkapellen und anderen Friedensinstrumenten lustwandelten und durch ihren Wortführer Dr. Korn den Erlaß der Verordnung ultimativ bis zum 31. Dezember forderten. Die Mietspreisregelung war so unzulänglich, daß von Reichs wegen durch Schaffung des Reichs­mietengesetzes eingegriffen werden mußte.

Wir Deutsche sollten die Sentimentalität nicht auf die Epige treiben und uns mehr auf den Boden der Wirklichkeit stellen. Wir sind in unserem Vaterlande mit wundervollen Landschaften reich genug gesegnet und können Ruhe und Er­holung in Deutschland finden und manchen schönen Fleden Erde in unserem eigenen Lande kennen lernen. Uns sollte ein Land anwidern, das systematisch Keulenjchläge gegen die deutsche Kul­tur führt, das in graujam berechneter Peinigung des deutschen Teiles seiner Bevölkerung einen besonderen Genuß zu empfinden scheint. Mag sein Himmel noch so blau und sein Land noch so sonnendurchglüht sein, der Deutsche darf nicht nach Italien rei­sen; er darf sich nicht von einer so tulturfeindlichen Bevölkerung das Geld aus der Tasche loden lassen!

Das Reichsmietengesetz übertrug die Mietpreisregelung den Gemeinden und machte damit den Bod zum Gärtner. Die Mieten wurden infolge parteipolitischer Einflüsse noch unzuläng­licher bemessen, sodaß die Mietpreisregelung den Gemeinden wieder entzogen werden mußte und in der Begründung zur 3. Steuernotverordnung ausdrücklich hervorgehoben wurde:

Die Entwicklung des Wohnungswesens in den letzten Jah­ren hat bewiesen daß es nicht möglich ist, auf dem bisher beschrittenen Wege der Wohnungsnot Herr zu werden.

In den Gemeinden war die Festsetzung der Miete häufig start von politischen Einflüssen abhängig. Zu meistens wurden die Zuschläge ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Bedürfnisse zu niedrig festgesetzt.

Die Miete, die im Frieden etwa 15 bis 20 Prozent des Einkommens ausmachte, machte einschl. der Wohnungsbau­abgabe durchschnittlich nur 1 Prozent des Einkommens aus.

Die den Ländern erneut übertragene Mietpreistegelung hat dahin geführt, daß die Höhe der Miete heute sich danach richtet, ob die Länder eine Links: oder Rechtsregierung haben. In den linksregierten Ländern geht die Tendenz dahin, die Steuern ( und auch die gemeindlichen Abgaben) weitgehendst zu erhöhen. die Mittel für Instandsetzung aber weitgehendst zu drücken.

Daneben wurde das Mieterschutzgesetz von den Linksparteien des Reichstags geschaffen, das in der Pragis zu einem Geseg zum Schutz der Mietsprellerei" geworden ist und Mietern Ge legenheit gegeben hat, sich bis zu 18 Monaten jeder Mietszahlung zu entziehen.

Diese Rechtsverhältnisse" haben zu folgenden Ergebnissen geführt:

1. Ein furchtbarer Raubbau am Wohnungswesen ist getrieben worden. Durch die unzulänglichen Mieten wird der vor­zeitige Verfall der Althäuser systematisch herbeigeführt.

2. Der wertvollste Teil des deutschen Hausbefiges ist für Spott preise an Ausländer verloren gegangen.( Allein in Berlin gingen in der Zeit vom 1. 9. 22 bis 31. 1. 23, also in 5 Monaten, 9061 Häuser in ausländische Hände über; insge samt sind rund 20000 Berliner Häuser, d. i. etwa 25 Prozent aller Berliner Grundstüde in den Besitz von Personen über­gegangen, die im Auslande wohnen.)

3. Das deutsche Volksvermögen ist durch die Wertminderung der Grundstüce um etwa 60 bis 80 Goldmilliarden gemindert worden

4. Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit steigen fortlaufend weiter. a) Hunderttausende Wohnungen fehlen.

b) Bei einem laufenden Bedarf von jährlich 120 000 neuen Wohnungen in Preußen werden nach den Erklärungen des Wohlfahrtsministeriums im Jahre 1926 höchstens 40 000 geschaffen werden können.

c) Mehr als 1000 Wohnungen stehen in Berlin trotz der großen Wohnungsnot leer, weil die Regierung es nicht verstanden hat, die Neubaumieten zu senten und die Mie­ter die hohen Neubaumieten nicht bezahlen können. d) Die Arbeitslosigkeit steigt ins Unermeßliche.( In Ber­lin allein sind ohne die Kurzarbeiter mehr als 120 000, in Kiel 11 000 Erwerbslose.) Obwohl uns der Außenmarkt abgeschnitten ist und nur durch Belebung des Innen­marktes eine Linderung der Arbeitslosigkeit möglich ist, macht die Regierung die Aufnahme der Neubautätigkeit unmöglich, weil ihre Wohnungspolitit ,, Rentabilität und Vertrauen" völlig unterbindet.

Diese latastrophalen Verhältnisse haben die deutschnationale Boltspartei veranlaßt, im preußischen Landtage den Antrag einzubringen, ein Wohnungsbauprogramm aufzustellen und die gesamten wohnungswirtschaftlichen Fragen einer eingehenden Prüfung durch den Wohnungsausschuß zu unterziehen.

Nach eingehenden Beratungen, bei denen der Wohnungs­ausschuß sich anerkennenswerterweise von rein sachlichen, volts: wirtschaftlichen Gesichtspunkten leiten ließ, tam er zu einem einstimmigen Beschluß, der geeignet ist, die Reubautätigkeit in Gang zu sehen und die Neubaumieten so zu senten, daß sie von