Einzelbild herunterladen

aftung der Ehefrau

Str. 25.

Schulden ihres Mannes.

Jen Wirtschaftsverhältnissen wird der

h seinen steuerlichen Berpflichtungen nicht

achen.

Sonnabend, den 19. Juni 1926.

gaben, die nur an Hand von Aufzeichnungen nachgewiesen wer den fönnen. Das Finanzamt behauptet, der Steuerpflichtige müsse beweisen, wenn er mit den Angaben des Finanzamts nicht einverstanden ist. Aber abgesehen von diesen steuertechnischen Gründen ist eine Buchführungspflicht in einer ordnungsmäßigen

ährend seine Ehefrau noch Bermögen be Betriebsführung notwendig. Nur an Hand einer Buchführung wieweit das Finanzamt berechtigt ist, die lann eine einwandfreie Kaltulation erfolgen und fann der Nach­

ten des Einkommensteuergejeges wie auch

seges wird das Einkommen und Ber

Deis einer richtigen Preisgestaltung geführt werden. Dieser Beweis einer richtigen Ralfulation ist gerade in der gegenwär­ligen Zeit, in der man das Handwerk für die Preisgestaltung perantwortlich zu machen sucht, sehr oft zu führen.

die nicht dauernd von einander getrennt agt. Beide Ehegatten haften dann als ie Steuer, so daß das Finanzamt Ein enssteuer in voller Höhe nach seiner Wahl Ehegatten fordern tann. Dies gilt selbst

bt hat.

Ehegatten Vermögen nicht besessen oder

Lokales. Sonntagsgedanken.

Das Leben des Menschenherzens ist ein beständiges Spinnen con Wünschen und Sorgen. Heute mehr als je. Es gibt Men

eine formelle Borausjegung für die Jn. hen, welche aufgehen in Gorgen um die Dinge der Außenwelt isjen Vermögensteilen der Ehefrau. Im ad feine Ruhe finden und feine Zeit, an sich selbst zu denken.

mlich üblich, daß das Finanzamt den

Ehemann zustellt. Geschieht dies, so tann

Ehefrau nur insoweit vollstrect werden, des Ehemannes unterliegt. Will das ge Vermögen der Ehefrau( Borbehalts­Süterstande, bei der allgemeinen Güter­rrungenschaftsgemeinschaft und bei der

e das ganze Vermögen der Ehefrau bei

en, so hat es auch dieser einen Steuer­

den sie noch innerhalb der seit der Zu­tsmittelfrist von einem Monat Ein Derfahren( zunächst Einspruch) geltend

Mache, du hastender Mensch, wenigstens am Sonntag eine furze Raft und laß die Welt liegen und fehre ein bei Dir. Beschäftige dich mit dir selbst! In diese Mahnung faßte ein Weiser des Altertums alle Lehren der Weisheit zusammen.

Es gibt in diesem Leben kein geschaffenes Ding, um das sich

ter verständige Mensch soviel Sorge machen soll, wie um seine Seele, feinen inneren Lebensgrund. Im Innern des Menschen liegt ein Kleinod verborgen, das von vielen so sorglos getragen, von so wenigen treu bemacht wird. Kostbarer, als die Welt um uns, ist die in unserem Innern. Wie heute vor den irdischen Gütern lauernd eine Meute habgieriger Menschen wartet, um des nächsten Gut an sich zu reißen, so umschleichen böse Geister heute deines Herzens Kammer, um das Kleinod zu rauben, das dorthin der Himmel legte. Der Wächter bist du allein. Wenn du sorglos bist, wenn du schläfft, tönnen höllische Räuber den himmlischen Schatz dir rauben.

Das sei die Sorge, die dir der Sonntag bringt. Doch wisse,

Geschäftsmann sich immermehr einer daß dein Herr und Schöpfer dir eine Schuhwehr gab, um streiten

e Buchführung ist nötig. Entwicklung zwingt dazu, daß auch der ihrung bedient. Eine ordnungsmäßige ein bestimmtes System gebunden; Vor­

und fechten zu können, daß er dir die Kraft der Riesen gab, um eine ganze Hölle zu besiegen. Rette deine Seele! Der Sonntag

ie Auf zeichnungen lückenlos und richtig gibt dir Zeit zum Waffengang. Mögen der Feinde noch so viele

Buchführung nach dem besten System dnungsmäßig gelten, wenn die Ein­genommen worden sind. Eine gewisse rd bereits durch das Umsatzsteuergeset Umsatzsteuer genügt es, wenn die ver

vor deiner Seele Walstatt fechten, denk an deine Himmelstraft

und an den, der sie dir gab. Nicht den Tod hat er für dich be­stimmt, sondern den Sieg und deiner Seele Leben. Wenn

der Sonntag dich zum Sieger über dich und deiner Seele Feinde gemacht hat, dann werden die Kämpfe und Sorgen des Wochen­

ezeichnet werden. Aber darüber hinaus tags dir klein erscheinen und du wirst stark genug sein, auch diese hen Gründen es unbedingt notwendig Mühen und Plagen standhaft zu tragen. Alle Mühe und Arbeit

Hndwerker auch seine Ausgaben fort­

as neue Einkommensteuergesetz verlangt Steuererklärung Angaben über die Aus­

KARV

MÜNCHE

SER

Schatz, laß ich erbitten, Serz ist gleich gesund."

e auf, neigte sich über den Kranken und it auf den Mund. Daß dabei eine fichts fiel, das merkte sie nicht.

wird dir dann vergänglich erscheinen, du hast gefiegt, das schein­bar Unmögliche des Lebens hier ist's getan.-

Waldfried.

daß

* Bolizeiamt. Das Polizeiamt weist darauf hin, öffentliche Sammlungen behördlicher Genehmigung bedürfen. Dem Publikum wird daher empfohlen, sich von vorsprechenden Sammlern stets den polizeilichen Ausweis vorzeigen zu lassen.

Gießener Zeitung"

1. Schottstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße, 2. Schottstraße zwischen Steinstraße und legten Haus Ende, 3. Afterweg zwischen Nordanlage und Steinstraße,

4. Afterweg zwischen Steinstraße und legten Haus Ende, 5. Ederstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße,

6. Weserstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße, 7. Weserstraße zwischen Steinstraße und letztes Haus Ende, 8. Schillerstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße, 9. Schillerstraße zwischen Steinstraße und letztes Haus Ende, 10. Dammstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße, 11. Dammstraße zwischen Steinstraße und letztes Haus Ende, 12. Bismardstraße zwischen Ludwigßraße und Löberstraße. * Aufgehoben ist die vom Polizeiamt am 17. Mai 1926 an­geordnete Sperrung der Frankfurterstraße von der Straße Am Steg bis zur Eisenbahnüberführung Klein- Linden, da die Walz­arbeiten beendet sind.

** Das Genehmigungsverfahren zu den von der Stadt­verordnetenversamlung am 11. Mai beschlossenen Umlagen für das Rechnungsjahr 1926, ist noch nicht erledigt. Die Steuerbe­scheide können deshalb noch nicht erteilt werden. Um den Zahlungspflichtigen die Entrichtung durch diese Verzögerung nicht zu erschweren, hat der Oberbürgermeister die Stadtkasse angewiesen, Abschlagszahlungen auf das Ende Mai zu erhebende 1. Ziel der Grund- und Gewerbesteuer, sowie der Sondersteuer Dom bebauten Grundbesitz entgegenzunehmen. Die Abschlags­zahlungen können in Höhe der auf den entsprechenden Steuer­jettel für 1925 für das 1. Ziel festgesetzten Beträge erfolgen.

von diesem Augenblick an wurde der er hie und da im Schlafe leise vor sich von Homburg war viele Tage hin­Die Wage schwankte bedenklich nach der Doch endlich bekam das Leben das r wich, der eiterige Ausfluß der Wunde n sie sich zu schließen. Von da an aber ner und nur auf einen kurzen Augen­nd nicht, wie Hans mit flehenden Blit weilen bettelte.

onntag nachmittag; Hans saß im Gor­der war über Feld gegangen, Mutter

in ihrer Kammer ein Schläfchen; sie et haben, hatte sie doch das offene Ge iegen und die Brille vor den geschlos

te sich leise die Türe, und Sybille trat

g zurüd, als ſie Hans allein vor sich Hände nach ihr aus, da mußte sie wohl ihn begrüßen. Und als sie nun vor

* Große Straßensperrung. Folgende Straßen sind vom 12. Juni ab für die Dauer der darauf vorzunehmenden Arbeiten, welche der Reihe nach vorgenommen werden, wie die Straßen aufgeführt sind, bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerksver­fehr gesperrt:

* Kraftpost Gießen- Krosdorf- Fellingshausen. Von Mor­gen, Sonntag, den 20. Juni tritt eine Fahrzeitänderung der Kraftpostlinie ein. Ab Bahnhof Gießen 6.20( nur Werktags),

Sybille sant neben ihm in die Knie und legte ihr Haupt in seinen Schoß; er aber streichelte der Schluchzenden über das haar und gab ihr Kosenamen, einen zärtlicher als den andern. ,, Nun sich mich doch endlich einmal an, Liebling, bist du denn wirklich mein?"

Da schaute sie auf, Auge tauchte in Auge,- lange, und dann nahm sie sein Gesicht mit einer rührenden Gebärde zarter Singebung zwischen ihre Hände und füßte ihn auf den Mund. Darnach erhob sie sich, rüdte einen Stuhl heran und setzte sich neben ihn.

Was sie sprachen? Du hättest nicht viel vernommen. Ueber Hans war eine selige Müdigkeit gekommen, er lehnte sich in den Sessel zurück, das Haupt so geneigt, daß er ihr liebliches Antlig vor sich hatte. Die Augen hielten Zwiesprache, Hand ruhte in hand, sie waren beisammen, sie hatten sich lieb. Das war genug.

Hans Heeger wollte einmal von der Werbung bei ihren Eltern sprechen. Doch sie wehrte ihm. Heute bist du noch zu schwach und mußt dich schonen. Diese Woche behalten wir unser Geheimnis für uns, am nächsten Sonntag tomme ich wieder um diese Zeit, dann wollen wir alle notwendigen Dinge ordentlich besprechen. Horch, ich höre hier die Mutter Vogelsberger im Hausflur husten. Noch ein Kuß, Herzallerliebster, dann gehe ich heim."

jrte Gestalt und das bleiche Antlitz und tigen Hände sah,- alles das war ihr, gar nicht so aufgefallen, und dann bleibt am Leben, er wird wieder ge­ihrer Fassung vorbei; aus Leid und der Tränenquell überzuſtrömen. Die Augen nak. Er war in jenem wun­enesung: man hört fern die Schritte des die Türen des Lebens sind wieder weit

en ein wie warme Wogen, wie gerne

is weinende Mädchen zu sich nieder:

d getan, wenn ich gestorben wäre, hast

bille?"

Dent.

Mutter Vogelsberger aber war damit gar nicht einverstan­,, Warte doch wenigstens, bis der Pätter( Pate) heim­

tommt."

,, Nein," sagte Sybille, ich habe es meinem Vater verspro­chen, daß ich nicht lange bleibe. Und er ist ja eben ohnedies immer in böser Laune und ärgert sich über die Fliege an der Wand."

Oetker Pudding.

Jetzt, wo die Hausfrau sparen muß Und dennoch einen Hochgenuẞ Dem kleinen Liebling bringen möchte- Ein Oetker- Pudding ist das Rechte! Mit wenig Mitteln zu bestreiten, Schnell und höchst einfach zu bereiten. Nach frohem Schmause ruft ihr Kleines: ,, Herzmütterlein!- das ist was Feines!"

Wie glücklich ist die Mutter, die ihre Kinder recht satt und zufrieden sieht. Weiß sie doch bestimmt, daß der gute Oetker- Pudding, den sie mit Milch, Butter, Zucker und wenn möglich mit einem Ei zubereitet, immer gern und restlos verzehrt wird. Auch die Erwachsenen schätzen die feine Nachspeise bei Tisch, mit der eine praktische Hausfrau leicht an anderer Stelle sparen kann.

In allen einschlägigen Geschäften zu haben. Verlangen Sie ebendaselbst die neuen farbig illustr. Oetker- Rezeptbücher zum Preise von 15 Pfg., wenn nicht zu haben, gegen Einsendung von Marken von

Dr. A. Oetker, Bielefeld

8,23( täglich), 12,30( täglich), 1,30( täglich), 2,45( täglich), 3,25 ( nur Samstags und Sonntags), 4,35( täglich), 5,35( täglich), 6,25( täglich), 7,50( täglich) und 10,40( täglich). Vom Oswalds­garten außerdem noch um 6,40( nur Werktags), 1,30( nur Sams­tags), 2,30( nur Samstags) und 7,10( täglich).

Ich glaube es, Herzchen, ich glaube es gern, wo er jetzt die Schererei hat mit der neuen Kirche," erwiderte die alte Frau.

aser im et med d

Für Pilzsammler. der Zeit der Pilzernie, werden alljährlich zahlreiche Erkrankungen un surembleue ser Todesfalle durch den Defaul

пос

JWB

Genuß giftiger Pilze verursacht. Dabei handelt es fig in dep meisten Fällen um den Genuß selbstgesuchter Bilzsammler tann nicht dringend genug empfohlen werden, nur Pilzarten zu verwenden, die ihm zweifelt als cb8 find. Einen Ueberblick über die wichtigsten egodben und lichen Pilze gibt das im Reichsgesundheitsdint Pilzmerkblatt, das im Jahre 1924 in neuer, erweiterte gabe im Verlage von Julius Springer, Berlin W9, g straße 23-24, erschienen ist und von dort im Wege des Bilhaft- ul dels bezogen werden kann.

* Inventurausverläufe. Nach der Bekanntmachung des Hessischen Kreisamts Gießen vom 8. 6. 1925 dürfen Saison- und Inventurausverkäufe nur in der Zeit vom 2. Januar bis 31. Januar und vom 1. Juli bis 31. Juli jeden Jahres jedoch nur auf die Dauer von je 14 Tagen, abgehalten werden. Im Zu­widerhandlungsfalle müssen Strafanzeigen erhoben werden.

Nicht lange nach Sybillens Weggang erschienen Hans Georg Vogelsberger und Peter Kitz. Dieser gedachte vor allem, Hans zu besuchen, und war voller Freud, den Patienten außer Bett anzutreffen.

попадн

* Der Vogelschutzverein für Hessen hielt am 5. ds. Mts. infu13 Fürstensaal zu Darmstadt eine Mitgliederversammlung ab, die von Oberforstrat Dr. Urstadt geleitet wurde und aus allen Tei len des Landes zahlreich besucht war. Der Verein hat jetzt schon wieder zwei Drittel seines Vorkriegs Mitgliederstandes erreicht. In der Mitgliederversammlung wurden außer anderen wirt­jamen Maßregeln für den Vogelschutz erörtert. Um 4 Uhr fand ein öffentlicher Vortrag von Dr. Mansfeld- Seebach statt. Nach Beendigung des Vortrags besichtigte ein kleiner Kreis von Interessenten unter Führung des Geh. Forstrat Kullmann Vogel­schutzanlagen in Darmstädter Gärten.

* Von der Landesuniversität. Der ordentliche Professor für Mineralogie und Petrographie an unserer Universität Dr. Karl Hermann Scheumann hat einen Ruf als Ordinarius für Mineralogie an die Technische Hochschule Charlottenburg er­halten.

Vogelsberger aber, unterstützt von seiner Mutter, ruhte nicht, Hans sei lange genug aufgewesen, ein Kranker dürfe leinen Willen haben, der müsse sich kommandieren lassen wie ein fleines Kindchen- also er ruhte nicht, bis Hans nachgab. Und

* Personalien. Universitätsgarteninspektor Friedr. Rehnelt ist mit Wirkung vom 1. Juli 1926 ab in den Ruhestand versetzt worden.

wirklich, als Hans wieder in seinen Federn lag, da meinte er, m Paradies zu sein, so wohlig war seine Müdigkeit, so herrlich das Lager.

* Beamtenversicherungsverein des deutschen Bank- und Bankiergewerbes. Am vergangenen Sonntag hielt in Frankfurt a. M. die neutrale Pensionskasse für das Bankgewerbe ihre diesjährige ordentliche Generalversammlung unter dem Vorsitz von Geh. Oberfinanzrat Dr. Springer ab. Der Geschäftsbericht und der Rechnungsabschluß für das Jahr 1925 fanden ein­stimmige Annahme. Die Zahl der versicherten Beamten betrug Ende 1925 57,310. Das Vermögen beträgt rund 40 Millionen Mark.

Peter Kitz und Meister Vogelsberger spannen nun den Fa­den weiter, den die alte Mutter beim Abschied Sybillens be­gonnen hatte, von dem Neubau der katholischen Kirche rede­ten sie.

* Deutsche Volkspartei. Im Hindenburg" morgen, Sonn­tag abend 8% Uhr gemütliches Beisammensein.

Hannjer, du kannst lachen," sagte Peter Kiz, du legst deinen Arm, wenn er auch gesund ist, in die Schlinge und sagst, ich kann nicht fronen, und meinen Gesell kann ich als Ersatzmann euch nicht schicken. Aber ich, schon zwei Fuhren Steine habe ich leisten müssen. Wer mir das einmal gesagt hätte, daß ich als lutherischer Christ hier in dem rein evangelischen Holzhausen wegen etlicher hergelaufener Fremdlinge eine römische Kirche müßte bauen helfen, den hätte ich für übergeschnappt tagiert. Aber die Herrlichkeit dauert nicht mehr lange. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht."

-

* Nationale Jugendwettkämpfe auf dem Trieb. Die Spiel. vereinigung 1900 veranstaltet am Sonntag, den 20. Juni auf ihrem neuen Sportplatz die diesjährigen nationalen Jugend­wettkämpfe. Die Meldungen hierzu lassen schärfste Kämpfe er­

warten.

* Bürgergesellschaft. Sonntag, den 20. Juni, nachmittags Uhr, Familienausflug nach der Karlsruhe.

Aus Nah und Fern.

Londorf. Das Bundesfest des Lahntalsängerbundes findet hier am 4. und 5. Juli statt. Es haben sich etwa 40 Bundes­und Gastvereine mit rund 2500 Sängern angemeldet. Auch ein Wertungssingen ist mit dem Feste verbunden.

Schlitz Die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest an­läßlich des 70jährigen Bestehens des hiesigen Männergesang vereins Harmonisches Kränzchen", verbunden mit einem natio nalen Gesangswettstreit, lassen auf eine würdige Ausgestal tung schließen. Seitens der Behörden und Privatpersonen sind namhafte Geldbeträge und schöne Wertpreise gestiftet worden, sodaß es dem Verein einen wertvollen Ehrenpreis zu über­reichen. Der Festzug selbst soll ganz Besonderes bringen. Fest­wagen, Trachtengruppen, Reiterabteilungen usw. demselben ein buntes, sehenswürdiges und abwechslungsreiches Aussehen ver­leihen. Für die auswärtigen Gäste ist für gute Bahnverbin dung durch eingelegte Extrazüge gesorgt. Allen soll dieses Fest, das am 3.- 5. Juli stattfindet, ein Erlebnis werden.

Was meinst du denn Peter?" fragte Vogelsberger. ,, Ei nun, Hannjer, du weißt doch, wie por etlicher Zeit der hochfirst! che Darmstädtische Rat Schulz mit dem Notar hier war Gestern nach­und hat feierlich gegen den Bau protestiert. mittag nun, da ist eine Kutsche von Homburg her gekommen, da hat ein Herr drin gesessen; am Bau ist er ausgestiegen und hat sich die Geschichte betrachtet und gesagt ,,, das gibt ja ein hübsches Häuslein." Dabei hat er ganz eigentümlich gelacht. Dann ist er den Haingraben hinauf, zum Obertor wieder herein und durch den Flecken zurüd nach Homburg gefahren. Und weißt du, wer das war?"

,, Na, wer denn?"

,, Der Rat Schulz, ich habe ihn genau erkannt, denn wie er selbiges Mal zuerst hier war, habe ich gerade Steine gefahren, da hat er mich gefragt, ob ich das gern tue. Da habe ich tüchtig losgelegt und gesagt, daß wir alle zähneknirschend und befoh­lenermaßen solches machen müßten. Am liebsten täten wir den ganz Bau auseinanderreißen, daß fein Stein auf dem anderen bliebe. Da hat er gerade so gelacht, wie ich ihn gestern habe lachen sehen."

Ja nun, was soll denn das bedeuten? Was meinst du denn?" fragte Meister Vogelsberger gespannt. Peter Kiz zudte vieljagend mit den Schultern und schwieg.

Neu- Isenburg. Hier trieben in der Nähe der Offenbacher Chaussee zwei Vogelfänger mit Leimruten ihr schändliches Hand­werk. Einem Feldschütz gelang es, die Täter festzustellen, die sich nun wegen Vergehen gegen die Vogelschutzgesetze zu ver­antworten haben.

Maizena Flammeris,

Puddings das Kraftmehl und Gebäck

" Sans", fragte darauf der Meister seinen Gesellen ,,, kannst du dir das zusammenreimen?"

,, Was denn? Wovon schwätzt ihr denn?" fuhr Hans aus seinem seligen Sinnen auf. Was scherte ihn der Freiherr von Ingelheim und sein Kirchenbau, er baute in Gedanken an einer neuen Heimat, einem Haus, darin Liebe und Friede und alle guten Geister des Lebens wohnen sollten.

Und nicht anders war es die folgenden Tage, da ein Ereig­nis eintrat, das die Willkür jener Zeiten tennzeichnet, das ganz Holzhausen perturbierte"( in Bestürzung brachte), einen Schwanz von Prozession hinter sich nachzog und die händereiben­den Advokaten in Nahrung setzte: die neue Kirche wurde zer­stört.

Doch, ich will einmal den Notar Joan Michael Sans vom Rammergericht zu Wetzlar reden lassen, damit der Leser eine Vorstellung davon bekommt, wie man damals die liebe, deutsche Sprache verhunzte und mißhandelte, indem man ihr fremde Lap­pen auf das schöne Kleid nähte, noch mehr, als dies heute in ,, deutschen" Zeitungen Brauch ist.( Ich gebrauche auch die Will­fürrechtschreibung jener Zeit):

,, Der hochfrenherrl. Ingelheimische Schultheiß Peter Michel referierte den Verlauf folgender gestalt, wie daß Dienstags als den 22. Junius frühe gegen 3 Uhr drey Compagnien hochfürstl. Darmstädtischer Soldaten( welche ein Obrist- Lieutenant Nah­mens Clemann commandieret) zu Burgholzhausen angerüdet, so gleich bende Thore occupirt, alle Ein- und Außgänge des Flet­tens mit Wachen bejezet, das Amt- Hauß umstellet, wie ingleichen vor sein des Schultheißen forder und hinter Thor Wachten poftiert, seiner Person aller dargegen gethaner Remonstration und Protestation ohngeachtet, insoweit versichert und arretirt, weder ihn noch die seinige aus dem Hauß gehen und mit nie­manden reden, vielweniger Schreiben außschiden lassen, und hätte der commandirende Offizier ihme Schultheißen ins Gesicht gesagt, es wäre gut, daß man ihn in Verwahr hätte, dann er eben der Rechte wäre. Hätte auch eine Wacht vor das Kirchen­Thor, wie ingleichen sehr viele im Fleden hin und wieder postiert gehabt, und nicht zugegeben, daß nur ein Unterthan mit dem an­dern hätte reden mögen.

( Fortsegung folgt.)