pidar. 29.
Sonnabend, den 17. Juli 1926.
Des Speyerer Reichstags ist von der verschieden beurteilt worden. Die ie gesetzliche Grundlage der Ausbil Landeskirchen, die anderen einen g, der über die Schwierigkeiten der ge hinweghelfen sollte. Gewig ichstag die Entscheidung einstweilen Ser weder die Gesandtschaft an den nzil, noch die Nationalversammlung hren zustande tamen, so wurde aus ung eine endgültige, un
tten ein Recht, lichte evan
fen, wenn jie nunmehr weitere men, die zur Gründung und Orga den Reichs irchen führten. Sie taten es in der Pflicht zu erfüllen und damit jeder aiser gegenüber zur Verantwortung
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Lotales.
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nntagsgedanken, nid d..
des Lebens, der den Menschen langsam
os gehen wir täglich an ihm vorüber beachtet, de den hat er schon mit seinen
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Zeit ist es, oder die Schuld der Arbeit
ge um das tägliche, Brot, daß wir dem
Tag und jede Zeit wartet wie ein leeres sfüllen.
thing and thi spd as steht zu leben, dem scheint am Sonntag
d sie dann Freudenspenderin.
hart und schwer und rauh dieser Alltag. eit. Er macht oft den Menschen zur chtakt überſtimmt oft alle Regungen der
zu deinem bittersten Feinde und eine
is an dein Ende schleppen mußt. Durch потире Leben 34
Trauer und Trübfinn.
reuen will, der muß tiefer in den Atag
und Wertvolles in ihm entdeden fön
sich die Größe und die Kraft des Irbeit, mit S
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muß
mit Schmerz
wer durch
mer und den Lärm der Maschinen noch erzensſaiten hört, für den kann der All
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e lacht, wenn Glüd und Freude dir be Freunde dir den Halt verleihen- dann dieser Zeit... tim nststural nammis en mußt, dich wehren, wenn der Alltag rt, wenn du Sieger bleibt über ihn
nd Gute entdeckt und der Triumph wird stein.
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ziehen die langen, grauen Alltage an
Wenn wir sie zum wahren Werktag orgen beklagen, der Müh' und Arbeit sechs harten Alltagen wahrhaftig ver ammogul redno gnist Waldfried. που όλως απολιπαρού απodink που abend in der Stadt menni 190190 anmijoeide grijalo rad gignit mmerung des Abends in der Sommerpäter fast, als die Sorgfamkeit der BeBeleuchtung, als geschäftliche Werbches id künstliche Lichtquellen aufleuchten in der Stadt wehren. Der Straßenver B dem Auge Erholung von der Helligwird. Doch aber, verlangsamt der finGeschwindschritt des städtischen Lebens. hes Aufatmen, wenn die ersten Lichter
aufleuchten und eher noch, als die Nacht es tut, an den volIn wohlige sendeten Umschwung eines Tages mahnen. Wärme, in erfrischende Lauheit mildert sich die Hige des Tages im abendlichen Lufthauch. Der Pflichten entspannt, wird das Gemüt empfindsam und aufnahmefähig für die entlastende Abendstimmung. Ueberall, wo die Straßen, die Plätze mit dichtblätterigem Baumschmud geziert sind, mildert das dunkle Grün des Laubes den grellen Glanz des fünftlichen Lichtes und ver wandelt seine wehtuende Aufdringlichkeit in schattenreichen, freundlichen Schimmer, burch den die ganze Stadt wie in den Genußreich Zauber eines Wunderlandes gebettet erscheint.
wandelt sichs in dieser dämmernden Abendwelt. Zu geruhsamem Verweilen fädt fie ein mit den grünumhegten Bänken der Anfagen. Berwehte Klänge fingen durch die Abendstille. Sie tönen herüber uns den Konzertcafes, vor denen die Jugend sich ergötzt. Sie machen den Feierabend der Stadt den Gäften in ihren weitgeöffneten Hallen, in ihren in Dämmerung gebetteten Gärten zu einer bedachtjam- genießerischen Feierstunde. Kaum je sonst gönnt die Stadt inmitten des Getriebes ihres bunten Lebens einen wohltuenderen Genuß als den eines lichtdurchschimmerten Sommerabend bummels unter dem straßensäumenden Laubdach. Da walten Stimmungen, wie sie die unberührte, stadtferne Natur nicht hat, Stimmungen, die freilich nur von einer Stadtmenschen- Seele ganz erfaßt und gewürdigt werden können. ( at* also
* Bersonalien. Institutsgehilfe Heinrich Müller am 300logischen Juftitut unserer Landesuniversität ist auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. September ds. Js. ab in den Ruhestand verjetzt worden. modiod noisid sim sis
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Dienstjubiläum. Am 11. Juli 1926 tonnte Herr Polizeitommissar Wilhelm Schmidt auf eine 25jährige Tätigkeit im Polizeidienst zurückblicken. Während diefer Zeit gehörte er un unterbrochen dem hiesigen Polizeiamt an und hat sich in dieser Zeit durch seine Kenntnisse, seine Pflichttreue und sein entgegentommendes Wesen das Bertrauen seiner Vorgesetzten und seiner Untergebenen sowie des Publikums erworben.d
mis Bon der Landes- Universität. Der a. o. Prof. an unserer Universität, Dr. R. Roffta, hat für 1926/27 bon der Universität of Wisconsin( U...) eine Berufung als Profesor der Pschologie erhalten und wird diesem Ruf Folge leisten. Prof. Roffta war schon während des Jahres 1924/25 an der CornellUniversity of Chicago als Gast- Profeſſor tätig. Zum Rektor der Landesuniversität wurde für die Zeit vom 1. Oktober 1926 bis 30. September 1927 der ordentliche Professor Dr. med. vet. 3 wid gewählt.
Nun, so ersuche ich ihn, morgen um Messe im Rathaus beizuwohnen. Ob es Raum ist, so wird er doch merken, daß Was will da das Geplärre eines prote esagen! Also, er wird kommen!" zustimmend, ärgerte sich aber sofort über chgegeben. Zugleich auch verabschiedete ielen unterwürfigen Krazfüßend endstille Dorfstraße gingen raunte der zu: Daß du kein Einzugsgeld zu be elbstverständlich. Aber ich will dir noch geht, und
E: Wenn du mell, rüde
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tubenrauch, der
ber wirst Schultheiß. Darauf hat mir uch Wort und Handschlag gegeben. Also Was sollen da allerhand dumme Be
ter Michels war dicht neben dem Antwillkürlich dachte dieser:„ Man begreift dieſem Schleier abſtammen soll. Es ist utter ähnlich fieht!"-
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räumte ihm ein merkwürdiger Traum. mer an, und der Schultheiß kam herein.
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Gießener Zeitung"
Der hessische Pfarrverein nimmt in seiner Tagung vom 8. Juni ds. Js. nach einem Bericht des Herrn Oberkirchenrates Wagner Kenntnis von der schwierigen, den Bestand der evangelischen Landeskirche und der Einzelgemeinden gefährdenden finanziellen Lage der Landeskirche und erkennt einen Hauptgrund dieser Lage darin, daß der hessische Staat allein von allen anderen Ländern des Reiches seinen Verpflichtungen gegenüber der Landeskirche dauernd nicht nachkommt. Der hessische PfarrDerein spricht seine einmütige Zustimmung aus zu den Forderun gen, welche der hessische Landeskirchentag in seiner letzten Tagung an den Staat erhoben hat und erwartet vom hessischen Staat, daß er seinen Verpflichtungen gegenüber der Landeskirche rest= los nachtommt, und er bittet die Kirchenregierung um energischstes Vorgehen.
* Aufgehoben. Die vom Polizeiamt Gießen unterm 24. Juni 1926 angeordnete Sperrung der Durchgangsstraße Burggraben wird hiermit wieder aufgehoben, da die betreffenden Weißbinderarbeiten beendet sind. tapi otti
* Straßensperrung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird hiermit der Schiffenbergerweg zwischen dem Erdkauterweg und der Privatstraße zwischen den Fabriken von Bänninger und Gail von Dienstag, den 13. Juli 1926, ab auf die Dauer von zehn Tagen für jeglichen Fahrverkehr gesperrt.
Keine Autoverbindung Offenbach Fechenheim Bergen-Bilbel. Im Offenbacher Kreishaus fand eine Sigung in der Frage der seit längerer Zeit geplanten Autoverbindung von Offenbach über Fechenheim- Bergen nach Vilbel statt. Zur allgemeinen Ueberraschung erklärten die Vertreter von Fechenheim und Bergen Entheim, daß sie an der geplanten Postautolinie tein Interesse mehr hätten, da sie sich in der Zwischenzeit nach Frankfurt orientiert hätten. Bergen habe jetzt eine beträcht liche bessere Straßenbahnverbindung mit Frankfurt und Fechenheim würde bereits in einigen Tagen die angestrebte Autoverbindung erhalten. Unter diesen Umständen dürfte es fraglich sein, ob die angestrebte Autoverbindung Offenbach- Vilbel je= mals verwirklicht wird.
* Bolizeiamt. Sett neuerer Zeit ist wieder die Unfitte eingerijjen, Papier, Obstschalen, insbesondere Apfelsinenschalen und sonstige Abfälle, auf Bürgersteige und Fahrbahnen zu werfen. Hierdurch werden nicht nur die Straßen verunreinigt, sondern auch Gefahren für Passanten hervorgerufen, die durch Ausbren für Baſſanten hervor gleiten auf Obst resten und dergleichen zu Falle tommen und sich erheblich verletzen können. Wir erwarten, daß es nur dieses widrigenfalls
Sinweiſes bedarf, um den Uebelſtand abegeert müßten.
die Polizeibeamten mit Strafanzeigen
Die vom Polizeiami Gießen unterteiligen Mai 1926 angeordnete
Sperrung der Straße ,, An der Warte" zwischen Leihgesternerweg und Friedrichstraße lift wieder aufgehoben, da die Gas- und Wasserrohrperlegungsarbeiten beendet find: Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten im Aulweg entlang der Oberist der Aulweg em Schiffenbergerjeglichen Fahrverkehr
hellbab bis auf weiteres
weg und gesperrt.
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ib. bans
* Stenographische Höchstleistung. Bei dem legten Stenographentag in Darmstadt hat der Direktionsstenograph Opfermann aus Darmstadt die höchste Geschwindigkeit von 440 Sil. ben nach dem System Gabelsberger erreicht, ein Ergebnis, das
Hans aber Jag im Bett aufrecht; und auf der Schwelle zwischent Traum und Wachen hörte er noch ganz nahe ein höhnisches Gelächter, dem aus weiter Ferne eine feierliche Stimme antwortete: Wer mich bekennet vor den Menschen, den will ich auch belennen vor meinem himmlischen Vater."
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Hans Heeger war am ganzen Körper in Schweiß gebadet; die Zunge flebte ihm am Gaumen. Er tastete in der Dunkelheit nach dem Gefäß mit Wasser, das er allabendlich auf seine Kammer mitnahm, und tran trant es in fangen Zügen leer. Dann
legte er sich wieder in die Kissen, doch der Schlaf floh ihn, denn die Gedanken ließen ihm keine Ruhe. Wie eine wilde Meute ein Wild umstellt, daß es nicht ausbrechen fann, so umringten ihn die Gedanken anten und zerrien ihn hin und her.
Erst gegen Morgen fand er noch eine turze Stunde der Ruhe und des Vergessens.
Mutter Bogelsberger war bei der Morgensuppe gar nicht mit ihm zufrieden; auch der Meister meinte: ,, Wenn man mal soviel Blut verloren hat, muß man nachher doppelt essen. Wenn ihr aber so auf dem Teller herumstochert, wie die letzten Tage, dann kann der Wind euch bald durch die Baden blasen." ,, Es geht wieder vorüber, man hat jetzt so allerhand in sich zu verwürgen!"
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Zeppelin- Eckener Spende
Da begann der gute Meister Bogelsberger, unterstützt von jeiner Mutter, auf den Schultheißen loszudreſchen; es war nur gut, daß der Bescholtene nicht anwesend war, er hätte sich sicher vor sich selber gefchämt und wäre in ein Maujeloch gekrochen. Lächelnd hörte Hans den zwei Femrichtern zu, schmerzlich lächelnd:„ Ach, ihr seid ja auf einer falschen Fährte. Nicht der Schultheiß, ich selbst bereite mir die bittere Pein."
Gewandung und Vermummung hatte Haupt hatte er ein spizes, schwarzes Hahnenfeder. Das spöttische Angesicht en weißen Halstrause. Was er weiter Nur das Haupt war von zu erkennen. et, ſonſt alles von rabenschwarzer Nacht eimliche Haupt öffnete den Mund und ich dir geben, wenn du niederfällt und uf einmal war es nicht mehr das Gesicht in das hämische Antlig des Satans. Da tödlichen Schreden befallen. Er wollte Slied regen, er wollte eine Abwehrformel ne verjagte. Endlich brachte er mit letter Beiche von mir, Gatan, in Jesu Namen
en gewaltigen Donnerschlag. Der Satan
Gegen, zehn Uhr schlich er wie einer, der auf bösen Pfaden wandelt, zum Rathaus. Einen scheuen Blid warf er nach eer gegenüberliegenden lutherischen Kirche; dann stieg er eilig die Stufen hinan. Im Hintergrund des fleinen Betsaales, dem Eingang gegenüber, war ein Hochaltar aufgebaut, der in seinem bunten Prunk mit dem fahlen, nüchternen Raum in seltsamem Gegensaze stand.
Hans Heeger setzte sich unmittelbar neben den Eingang. Es waren ungefähr zwanzig erwachsene Personen anwesend und
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Weil sonst das Erbe Zeppelins dem deutschen Volfe für immer verloren geht. Will du das verhüten, dann zahle deinen Beitrag dem Drtsausschuß. Wo ein solcher nicht vorhan en ist, bei den öffentlichen Kaffen, Banken oder auf Poßsched- Konto Stuttgart 5845
Reichsfammelwoche vom 11. bis 18. Juli
Und darum sollen meine Worte mein Testament bedeuten, mit dem ich dem deutschen Volke vermache, was ich bis dahin schaffen durfte, auf daß es sich die Segnungen herausholen möge, die ihm darin noch schlummern." Graf Zeppelin
OL.
Nr. 29.
bis jetzt, soweit uns bekannt ist, in Deutschland bisher noch nicht erzielt wurde. Als Ehrenpreis wurde Opfermann eine funstvoll gearbeitete Plafette der Stadt Darmstadt, die nur für besondere Leistungen vergeben wird, ausgehändigt. Wenn man bedenkt, daß die meisten Geschäftsstenographen 200 Silben erreichen und der Reichstag für seine Parlamentsstenographen nur 300 Gilben bei der Aufnahmeprüfung fordert und daß es nur wenige Menschen gibt, die ein Diktat von 440 Silben zu geben im Stande sind, so muß man diese außerordentliche Leistung nach einem unbekannten Stoff für den Schreiber um so höher veranschlagen.
Aus Nah und Fern.
Bad Nauheim. Die Wertschätzung, die Bad Nauheim bei dem Stamm seiner Gäste genießt, wird auch in dieser Kurzeit durch die erfreuliche Tatsache bewiesen, daß bis jetzt sieben Gäste ein Kurjubiläum feiern fonnten. Sechs Besucher waren zum 25. Male und einer zum 30. Male nach Bad Nauheim gekommen. Die Besucherkurve ist befriedigend und zeigt einen noch stärkeren internationalen Einschlag wie im Vorjahre.
Lauterbach. Mit Wirkung vom 1. August ds. Js. ab ist der Landwirtschaftsrat an dem Landwirtschaftsamt zu Mainz Dr. Richard Görlach zum Landwirtschaftsrat an dem Landwirtschaftsamt zu Lauterbach ernannt worden.
Aus dem Vogelsberg. Die Heuernte ist im südlichen Vogelsberg in der Hauptsache beendet. Bei dem prächtigen Wetter ging sie schnell von statten. Güte und Menge des Heus lassen nichts zu wünschen übrig. Wunderbar ist auch der Stand des Getreides. Wenn die Witterung günstig bleibt, ist mit einer sehr guten Ernte zu rechnen. Auch im oberen Vogelsberg ist in der ersten Juliwoche viel gutes Heu eingebracht worden. Zur Zeit ist die Ernte in vollem Gang.
gegen zehn Kinder. Der katholische Schulmeister, der bereits im Meßnergewand stedte, wollte Hans nötigen, auf den vorderen Bänken Platz zu nehmen, dieser aber weigerte sich entschieden.
Oberlais. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten hier kürzlich die Eheleute Erhard Schauermann und Katharine Schauermann geb. Becht sowie Heinrich König und Emilie König geb Bechthold. Beide Jubelpaare sind geistig und körperlich noch wohlauf.
Bahnbauprojekt Hanau Büdingen
Jetzt erschien der Priester, eine ehrwürdige Erscheinung, hinter ihm der Freiherr von Ingelheim, der Amtmann und seine Frau, zuletzt der Schultheiß Peter Michel. Alle nidten Hans Heeger zu. Der Freiherr nahm auf einem bereitgestellten Sessel Play, die andern drei auf der vordersten Bank.
Der Gottesdienst begann, der Weihrauch zog durch den Raum, in feierlichem Zuge wallten die Gesänge des Priesters und der Gemeinde daher.
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über Marköbel.
Büdingen. In Langenbergheim( Oberhessen) fand eine Sigung statt, in der es sich um das Projekt des Baues einer Banh handelt, die von Hanau über Martöbel nach Büdingen führen soll. An der Sitzung nahmen teil der Kreisdirektor von Büdingen, der Oberbürgermeister von Hanau, der Landrat des Kreises Hanau, die Bürgermeister der an dem Bahnbau inter essierten Kreise, sowie ein Vertreter der Jsenburg- Büdingschen Standesherrschaft. Außerdem hatte man zwei Ingenieure als Sachverständige zu den Beratungen hinzugezogen. Das Ergeb nis der Beratungen war ein Uebereinkommen, den interessier ten Kommunalverwaltungen die Ausbringung der Mittel zur Bestreitung der Kosten für die notwendigen Vorarbeiten naher zulegen.
Hans Heeger lauschte. Das Gemessene und Würdevolle der ganzen Handlung schlug ihn in Bann. Dann aber mühte er sich, in das Verständnis einzudringen. Doch eine fremde Sprache war es, die da gesprochen wurde, tlangvolle Worte, aber sinnlos erschienen sie ihm und sagten ihm nichts. Was sollte das alles bedeuten? Verwirrt und bedrückt saß er da. „ Sierher gehöre ich nicht!" sprach es in ihm.
Darmstadt. Die hessischen Gerichtsferien begannen mit dem 15. Juli und dauern bis zum 15. September. Das Strafpera fahren nimmt seinen ungestörten Fortgang, nur die Sigungs tage werden verringert.
Und als der Priester die Monstranz emporhob, das Glödlein des Ministranten ertönte, und alle tief zur Erde sich neigten, da tlinkte Hans Heeger ganz leise die Tür auf und verschwand. Als er auf der Straße stand, atmete er tief auf. Er rief einen fleinen Jungen herbei und gab ihm den Auftrag:„ Gehe zu Meister Vogelsberger und sage, ich, der Hans Heeger, täme nicht zum Mittagessen. Ich ginge ein bißchen über Feld und täme gegen Abend heim!"
Der Junge lief spornstreichs davon. Hans aber ging langsam hinter ihm drein, ließ das Dorf hinter sich und schlug den Weg nach Rodheim ein, den er einst gekommen war. Er wollte mit sich selbst allein sein.
Darmstadt, 16. Juli. Während gestern um die Mittagszeit im Schatten noch 32 Grad Celsius festgestellt wurden und glü hende Sonnenhize den Aufenthalt im Freien fast unmöglich machte, ging eine Stunde später über der Stadt und Umgegend ein schweres Unwetter nieder, wie es seit langen Jahren nicht zu verzeichnen war. Ganz überraschend setzte furz nach 2 Uhr ein Gewitter ein, das ebenso rasch von wolfenbruchartigem Regen, untermischt von starkem Hagel, begleitet war. Eine Stunde lang waren die Straßen in der Stadt nicht passierbar. Säuglinge
Nach dem Gottesdienst begleiteten der Amtmann und der Schultheiß den Freiherrn von Ingelheim in das Amtshaus. Die Frau Stubenrauch aber begab sich in das Haus des Schultheißen. Sie wollte mit Sybille verhandeln und Schwierigkeiten, die etwa von deren Seite erstehen tönnten, hinwegräumen. Denn Peter Michel selbst hatte am Morgen die Frau Amtmännin um diesen Dienst gebeten! Er traute den eignen, staatsmännischen Fähigkeiten in dieser Sache nicht viel zu; sie würden ihn im Stic
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Kranke
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lassen und sich verflüchtigen, wenn seine Frau mit den Augen, tiefer Wahrhaftigkeit voll, ihn anschaute.
Die Frau Amtmännin hielt ihre Sendung nicht eben für schwer. Sie war der festen Zuversicht, daß Sybille die Nachricht, die sie ihr zu bringen hatte, mit Jauchzen aufnehmen werde. Bedentlicher erschien ihr, daß Hans Heeger nicht bis zum Ende des Gottesdienstes geblieben war. Sollte er doch von der gewiesenen Bahn abspringen wollen? Doch auch darüber beruhigte sie sich; in dem Jugendalter, darin Hans und Sybille standen, ist der Zug des Herzens und der Sturm des Blutes, der Mann und Weib zueinander reißt, stärker als alle Hindernisse und Be denken. Darauf vertraute die fluge Frau Stubenrauch.
Sybille und ihre Mutter waren höchst erstaunt über den ,, fremden Besuch". Was konnte die Frau wollen? ,, Mein Mann ist nicht zu Hause," sagte Frau Margarete nach den Worten der Begrüßung.
Ich will nicht zum Schultheißen, ich will zu euch, vorab 30017 zu eurer Tochter," antwortete Frau Stubenrauch.
Man setzte sich, Sybille voller Neugier, Frau Margarete voller Zurüdhaltung. Denn sie ahnte, ja, sie wußte, diese Frau fann meinem Kinde nichts Willkommenes u. Freudiges bringen.
Frau Stubenrauch begann nun ihre Rede; weit von hinten herum holte sie aus. Gie pries die Schönheit und Tugend Sybillens, daß das Mädchen ganz rot wurde. Dann lobte sie Sans Heeger, daß Sybille noch röter wurde. Sie sprach von der allgemeinen Teilnahme des Dorfes an dem Bund der jungen Leute. Auch sie und der Amtmann hätten von Anfang an, als fie von dem Widerstand des Schultheißen gehört hätten, überlegt, wie man ihnen helfen könne. Darauf hätten sie den Schultheißen tommen lassen; der wäre zuerst zäh gewesen wie Sohlenleder, dann aber habe er nachgegeben und willige in die Heirat, freilich unter der Bedingung, daß der Eidam katholisch Eine tiefe Stille folgte diesen Worten.
werde.
Ja, freut sie sich denn nicht, Jungfer Sybille?" jagte bie Frau Amtmännin. Sybille schaute mit großen, verstörten Augen auf die Fra ( Fortsetzung folgt.)
gerin.


