1.550 Watt
Nr. 3.
70 Ston. jährlich, 1.2% Ston. täglich, Watt
270 Ston. jährlich,
% Std. täglich,
Kochplatten, große je 550 Watt
70 Ston. jährlich,
1.2% Ston. täglich,
Satt
200 Ston. jährlich,
1.8% Ston. täglich.
60 Ston. jährlich
½ Ston. täglich.
000 Watt und 100 Watt
0 und 480 Ston. jährlich,
% Std. u. 1½ Std. täglich.
365 Tagen angenommen. lbst bei Raumheizung mit brauch, der etwa ausreichen Rauminhalt um 25 Grad zu m Höhe) die erforderliche e, wenn der Ofen in den nuar und Februar täglich ürde. Wenn solch ein Be
n würde man zwedmäßig en und mit dem Aufwande nate nicht nur täglich zwei izen können.
( lekterer gewährt während also in den meisten Fällen ttspreises für die KilowattPreis von 10 Pfennigen gt, wird sich eine ganz ge= man nicht Enttäuschungen sonders darauf achten, daß beginnen und spät endigen. uf diese Zeit erstredt, was t, dann wird er durch den
parnis erzielen, die aber, und Haushaltungen, unter gebühr wieder aufgehoben
en.
n, so ein paar echt eingeenheiten der Stadt sprechen solche, die Kassel nur vom Bahnhof, aber nicht da
e den heiligen Grund ihrer
in einem Lokal sizen kann, rnt wieder lachen nach all
er„ Froschperspektive" sehr jeder Sache das aus, was oder natürliche Menschenfür Richtigkeit und Wichtigehr vorsichtig sein muß, daß befangenheit verlieren.
zmien prominenter PersönDa hört man Unwahrheiten man verwundert ausschaut,
Sie haben es aus so vielen 1 ist aber verbreiten es
e Kritik die Waffen ſtredt.
en, wenn er wüßte, wie er snimmt. Aber glücklicheriert„ seelenruhig“ zwischen
ügel über dem Massengrab der Inschrift:„ Sier ruhen nd in den Boden gesteďte
wo auch Wehrmann G. A.
es deutsches Weib seiner
nd des 24. 12. 1914 erhielt
ebten Gatten, er teilte ihr nd er für sie beten würde,
he und Glücksgefühl sah sie ch gute Nachricht von ihm Glück und ihre Liebe einSchlachtfeld.
t die treue Gattin und das
t schüze meinen Mann und
hein. Ohne, daß sie vom.
ein fort mit den Gedanken: elt vom Grabe eines lieben
ten Gott und feine Aufer
ig Kruse
E. A.
nt in Frost und Schnee.
triebe der Jugend, die sich tummelte, ist längst ver
Samstag, den 16. Januar 1926.
Wenn man ihnen beim Abschied die Hand geschüttelt hat, dann fragt man fich, warum sich unsereins das Leben als Zeitungsmensch nur so schwer machen muß, es ist ja alles so entJeglich einfach.
Das hessische Gesamt* Zurüdjegung der Januarmiete. minifterium gibt bekannt: Mit Rüdsicht auf einen dem Reichstag vorliegenden Antrag, wonach die 100prozentige Friedens miete statt am 1. April 1926 erst zum 1. April 1927 erreicht wer= den soll, wird die Bekanntmachung der Landesregierung vom 28. Dezember zunächst bis zum 1. Februar dieses Jahres außer Kraft gesetzt. Die gesetzliche Miete für den Monat Januar 1926 bleibt demnach dieselbe, wie sie für den Monat Dezember 1925 festgesetzt war.(( 88 Prozent der Friedensmiete.)
* 6prozentige Hessische Braunkohlenroggenanleihe. Bei Anwendung der Anleihebedingungen für die 6prozentige Hessische Braunkohlen- Roggenanleihe hat die Hessische Staatsschuldenverwaltung die am 1. Februar 1926 fälligen Zinsen, unter Zugrundelegung der Durchschnittspreise für 1 Tonne geliebte För berbraunkohle und einen Zentner Roggen in den Monaten Ottober 1924 bis einschließlich März 1925, auf 0,45 R.-Mt. nach Abzug der Kapitalertragssteuer für eine Einheit festgesetzt. Da die Schuldverschreibungen der Anleihe auf ¼, ½, 1, 2 und 5 Einheiten lauten, so entfallen auf die jest fällig werdenden Zinsscheine Beträge von 0,12, 0,23, 0,45, 0,90 und 2,25 R.-Mt.
* Der Gong im D.- Zug. Um zu vermeiden, daß die Kellner beim Abrufen zu den Mahlzeiten jede Abteiltür öffnen und schließen müssen und dadurch die Reisenden unnötig stören, erhält jeder Speisewagen von jetzt ab einen Gong. Kurz vor Beginn der Mahlzeiten ruft ein Kellner nach einigen Gongschlägen am Anfang, in der Mitte und Ende des Seitenganges den Beginn der Mahlzeiten aus. Die Abteiltüren werden hierbei nicht geöffnet.
* Darlehen für akademische Kriegsteilnehmer. Der Reichsverband akademischer Kriegsteilnehmer teilt uns mit: Die Not in den Kreisen der akademischen Kriegsteilnehmer sowohl der noch studierenden als auch die Altakademiker, welche die Hochschule bereits verlassen haben, wächst immer mehr. Hiervon geben die zahlreichen Unterstützungsgesuche, welche der Hilfsabteilung des Verbandes, der Nothilfe für friegsgeschädigte Atademiker zugehen, beredtes Zeugnis. Dank der opferfreudigen Hilfe zahlreicher unterstützender Mitglieder aus dem ganzen Reiche konnte die Rothilfe wenigstens in den schlimmsten Fällen immer wieder helfen. Die Zahl der insgesamt noch studierenden Kriegsteilnehmer wurde durch den 8. deutschen Studententag in Berlin im Juli 1925 auf ca. 5000 festgestellt, in den meisten Fällen Kommilitonen, die durch den Krieg und seine Folgen besonders schwer getroffen sind. Durch ein Abkommen mit der Kreditgemeinschaft gemeinnüßiger Selbsthilfeorganisationen Deutschlands Berlin ist der Reichsverband akademischer Kriegsteilnehmer in der Lage, gegen Sicherheit und mäßigen Zinsfuß in Fällen, wo eine besonders schwere Schädigung durch den Krieg nachgewiesen werden kann, Produktivdarlehen an akademische Kriegsteilnehmer zu vermitteln. Es fommen aber nur solche Akademiker in Frage, die in den beiden letzten Semestern vor den Prüfungen stehen oder die nach Abschluß der Prüfungen die Mittel zur Anschaffung der erforderlichen Berufsausrüstung be= nötigen. In jedem Falle muß die Produktivität nachgewiesen werden. Die Raten der Rüdzahlung, die u. a. monatlich erfolgt, werden individuell festgesetzt. Die näheren Bedingungen sind bei der Geschäftsstelle des Reichsverbandes akademischer Kriegsteilnehmer, München, Neureutherstraße 13/0, zu erhalten. nächste Termin für die Einreichung ist der 15. Januar 1926.
Der
* Eine internationale Kunstgewerbeausstellung in Deutschland. Kürzlich traten Vorstand und Ausschuß des Deutschen Werkbundes in Hannover zusammen und den Hauptpunkt der Beratungen bildete die Berliner Ausstellung, ein Plan, der auf der Werkbundtagung im Jahre 1925 zum ersten Male erörtert worden war. Wie die Anwesenden einmütig feststellten, soll das Unternehmen sich nicht auf Deutschland beschränken, sondern internationalen Charakter tragen. Als Ort denkt man zunächst
Gießener Zeitung"
Einen Winterlehrgang für Jungbauern veranstaltet vom 25. Januar bis 14. Februar die Deutsche Heimatschule in Bad Berka bei Weimar, die durch ihre Heimatlehrgänge weithin bekannt ist. Näheres erjährt man von der Kanzlei der Heimatschule in Bad Berta bei Weimar.
* Große oder Kleine Gläser für edle Weine? Jm„ Figaro" wirft ein Weinkenner die Frage auf, ob der weitverbreitete und auch für vornehm gehaltene Brauch, für die edelsten Weine mög= lichst kleine Gläser zu wählen, den wahren Genuß des Weines wirklich steigere, oder nicht vielmehr seine wahren Vorzüge und Feinheiten nicht zur Geltung tommen lasse. Zunächst, so sagt der Kenner einleitend, muß die Flasche möglichst ruhig getragen und niedergesetzt, vor allem aber sorgsam entkorkt werden, da mit die äußeree Luft nicht plöglich und schroff in die Flasche und auf den Wein einstoße, sondern sich ihm gewissermaßen lieb tosend und zärtlich nähere. Und dann nur große Gläser- keine Liförgläser, wie ja auch die Winzer in den gesegnetsten Lagen des Landes ihre feinsten Marfen nicht in Fingerhüten vorzusetzen pflegen. Die Annahme, daß sich das Aroma des Weines in einem großen Glase zu schnell verflüchtige, ist völlig irrig; im Gegenteil: in einem kleinen Glase fann es niemals voll zur Geltung fommen, und doch ist der Duft des Weines eben so edel wie sein Geschmad. Wenn der Wein aus einer Flasche fließt, in der er Jahre, vielleicht Jahrzehnte, gelagert hat, so fühlt er ge= wissermaßen das Bedürfnis, aufzuatmen, sich zu reden und zu dehnen, und dieses Bedürfnis des Aufatmens und Dehnens läßt erst den Duft so recht hervortreten. Freilich wird es einige Sekunden dauern, ehe er sich verbreitet, dann aber entfaltet sich die Blume in reichster Fülle, und Duft wie Geschmad belohnen den Kenner für die Sorge, die er einem edlen Weine gewidmet hat.
Aus
Nah und Fern.
Darmstadt. Nach einer Veröffentlichung der Hessischen Zentralstelle für die Landesstatistik ist nach der Volkszählung Dom 16. Januar 1925 im Freistaat Hessen die Zahl der Gemeinden mit 2000 und mehr Einwohnern seit 1910 in elf Kreisen mit 56 Gemeinden gleich geblieben. In sechs Kreisen hat sie von 50 auf 62 zugenommen, während im Kreis Erbach eine Abnahme von 6 auf 5 zu verzeichnen ist. Insgesamt stieg ihre Zahl von 112 auf 123. Ueber ein Viertel der gesamten Bevölkerung( 26,6 Prozent) wohnt in den fünf größten Städten Mainz, Darmstadt, Offenbach, Worms und Gießen. In den Gemeinden über 10 000 Einwohnern wohnen 31½ Prozent, in den Gemeinden über 5000 43% Prozent, in Startenburg und Rheinhessen sogar etwas mehr als die Hälfte. In den Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern ist die Bevölkerung von 506 275 im Jahre 1910 auf 502 690 im Jahre 1925 zurüdgegangen, während sie in den Gemeinden von 2000 bis 100 000 Einwohnern von 667 669 auf 735 783 gestiegen ist. In der einzigen Gemeinde über 100 000 Einwohner( Mainz) ist eine Abnahme von 118 107 auf 108 537 zu verzeichnen, was auf den Wegfall der Garnison zurückzufüh= ren ist.
Darmstadt. Oberst a. D. von Neidhardt ist Montag nachmittag an den Folgen der schweren Verwundung, die er während des Weltkrieges erlitten hat, gestorben. Neidhardt, ein Sohn des früheren hessischen Gesandten in Berlin, war weithin bekannt als Vorsitzender der ,, Hassia". 1913 wurde er Kommandeur des hiesigen Gardefüsilier- Regiments, an dessen Spitze er im August 1914 schwer verwundet wurde.
Die Hochwasserschäden im Lahngebiet.
In Niederlahnstein tagte eine von der Limburgi Industrieund Handelskammer einberufene Versammlung der vom Hochwasser geschädigten Firmen des Lahngebiets. In der ausgedehnten Aussprache war man sich darin einig, daß die jetzigen Hochwasserschäden derart schlimm seien, daß sie nur mit Hilfe der Regierung überwunden werden können.
Diez a. d. 2. In seiner letzten Kreistagssigung hat der Unterlahnkreis die Beteiligung an der ,, Lahnkraftwerk- Attien
ferner carüber einig, bag bie zieles gummig beſchloſſen. Die- wird die Schen
ferner darüber einig, daß die Durchführung dieses Unternehmens Untern im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage vor 1929 oder 1930 taum möglich ist. In der nächsten Sigung wird man sich weiterhin mit der Angelegenheit beschäftigen.
Ruhig steht der Mond am Himmel. Sein magisches Licht macht die Welt zu einem Märchen.
Eilig tickt das Schwarzälder Uhrchen an der Wand: tid, tad, tid, tad So hastig so ungemein hastig! Ob die und grübelt. Schen, vorsichtig, tastend, stiehlt sich der Mondschein in die Stube des Traurigen, leuchtet hier, leuchtet da; als ob er etwas suche. Wie von einer Vission gebannt, starrt Kunzelmann vor sich hin, während sich mancher Seufzer seiner Bruft entringt.
Am Küchentische sitzt der Arbeiter Kunzelmann im Dunkeln Uhr immer so laut und hastig getidt hat, oder ob mir das jetzt nur so vorkommt, jetzt, wo jeder neue Tag nur neue Sorgen bringt, muß Kunzelmann unwillkürlich denken. Oder macht die Not so empfindlich?
Jm ganzen Hause eine gespenstige Stille, alles wie ausgestorben. Jm ausgebrannten Küchenherde winselt der Wind ununterbrochen, und leise, wunderbar fein dringt irgendwoher die schlichte Melodie eines Weihnachtsliedes herüber..
Kunzelmann erhebt sich schwer und wandert im Zimmer auf und ab, ruhelos, immer umschärmt von einem Heer sorgenvoller Gedanken: Was soll geschehen, was willst du morgen tun? Immer dasselbe, immer dasselbe... und das Gesicht des Gehetzten verzerrt sich.. Und Frau Sorge raunt, flüstert und zischelt weiter. Wie eine riesige Spinne ist sie, die den Armen einspinnen will in lauter feine, graue Fäden.
ten. Wie ein
Kunzelmann ist arbeitslos. Schon seit Monaten. Hund ist er hinter allen ,, offenen Stellen" hergewesen. Und oft mußte er erfahren, daß die Bosheit der Menschen auch vor der Not eines Arbeitslosen nicht Halt macht. Nun ist er mürbe geworden, morsch an Leib und Seele. Hoffnungslos erscheint ihm die Zukunft.
nuzung der Lahn- Wasserkräfte im Interesse der heimischen Elektrizitätsversorgung sicherstellen und zunächst das Werk Cramberg zur Durchführung bringen. Durch eine Auslandsanleihe wird das Projekt finanziert.
Auf und ab, immer auf und ab wandert der Gequälte im engen, dunklen Zimmer, wie ein Tier, das in seinem Käfig herumläuft und nach einem Weg zur Freiheit sucht.
Wie war das doch heute abend mit der kleinen Gertrud gewesen? Er konnte die großen, fragenden Augen seines Kindes nicht mehr loswerden. Wie Kinder doch fragen, und vor allem wie sie schauen können! Kunzelmann beschleunigt seinen Schritt unwillkürlich.
Nr. 3.
Wiesbaden. Der Männergesangverein„ Eintracht" in Wiesbaden feiert vom 10.- bis 12. Juli 1926 sein 25jähriges Bestehen und verbindet damit am 11. Juli einen Deutschen Volksliedertag mit Preisverteilung. Dem Verein sind bereits wertvolle Preise zugesichert. Sämtliche am Wettingen teilnehmenden Vereine werden preisgekrönt. Eine Beteiligung an diesem Sängerfest ist zu empfehlen. Zu Auskünften ist der Verein gerne bereit. Die Vereine werden gebeten, ihre Anmeldung schon jest, spätestens aber bis zum 15. Januar 1926 zu bewerkstelligen, damit die Vorarbeiten zum Delegiertentag, welcher am 7. Februar 1926 im Eaal..3u den 3 Königen", Marktstraße 26, stattfindet, in Angriff genommen werden können.
Ja, so war es: Die kleine Gertrud erzählte ihm, als sie zu Bett gebracht wurde, was die Nachbarskinder vom Christkindchen alles bekämen, und darauf folgte in überstürzten Worten, was belämen, und Gertrud sich alles wünsche. Und er vergaß sich und sagte halb in Gedanken:„ Gertrud, Christkindchen hat kein Geld". Da sah das Kind ihn und seine Frau groß an und sagte mit einem ganz verzagten Stimmchen: ,, Kein Geld?" und das kleine Mündchen zudte und die großen, fragenden Augen wurden nun.
Da wußten sie beide vor Verlegenheit nicht, was sie sagen sollten, und die Augen seiner Frau wurden ebenfalls naß und eigentümlich hustete fie. Dann raffte er sich zusammen und dersprach seinem Rinde Himmel und Erde und lachte, und lachte so sehr dabei, daß ihm die Tränen in die Augen tamen.
Heiß überläuft es Kunzelmann bei diesen Gedanken. Es schüttelt ihn. Er muß sich sehen. In heller Verzweiflung vergräbt er sein Gesicht in die mager gewordenen Hände.
Kein Geld, fein Geld! Das ist der entsegliche Schrei, der heute durch die Welt hallt. Wie ein Gericht, wie ein Fluchist es! Der Mammon würgt fie alle ab. Kampf ums Dasein! Rampf aller gegen alle: um Geld! Kein Geld, kein Geld! O, dieses Kind!
Aus aller Welt.
= Nach Madeira und Teneriffa. Der Spediteur- Verein Hermann u. Theilnehmer, Hamburg. veranstaltet mit dem Doppeschrauben Passagierdampfer„ Rijndam" der HollandAmerika Linie vom 16. Februar bis zum 6. März eine 19tägige Reise nach Madeira und Teneriffa zum Preise von 300 bis 700 M. Es ist das erstemal, daß nach den wegen ihrer Schön heit berühmten Canarischen Inseln eine so billige Reisegelegen heit geboten wird, die früher nur einem bevorzugten Kreis des internationalen Reisepublikums vorbehalten war. Der über 12 000 Tonnen große Dampfer weist alle Einrichtungen auf, die man auf einem erstklassigen Passagierdampfer zu finden ge= wohnt ist. In Madeira und Teneriffa ist ein Aufenthalt von je zwei Tagen vorgesehen, der den Reisenden Gelegenheit gibt, diese zauberhauft schönen Inseln mit der Eigenart ihrer Bewohner fennenzulernen. Auf der Rüdreise wird Lissabon zu 12stündigem Aufenthalt angelaufen. Prospekte und Buchungen durch die Passage- Abteilungen der Halland Amerika Linie und der Spediteur- Verein Hermann u. Theilnehmer, Reise Abteilung Hamburg, Ballinhaus.
Eine Kommission zur Bestimmung der Trunkenheit. Die Britische Medizinische Gesellschaft hat eine Kommission von 18 hervorragenden Gelehrten eingesetzt, die durch eingehende Prüfungen untersuchen sollen, bei welchem Grad des Alkoholgenusses Trunkenheit festgestellt werden kann. Da ja in Großbritan nien Betrunkene bestraft werden und nach einem neuen Gesetz Kraftwagenfahrern der Erlaubnisschein entzogen wird, wenn sic betrunken sind, ist diese Feststellung von Wichtigkeit. Bisher aber gehen die Kennzeichen, nach denen Polizeiärzte und Gerichtsbeamte Trunkenheit feststellen, sehr weit auseinander, und man will nun eine einwandfreie Methode ausarbeiten, durch die sofort erkannt werden kann, ob jemand wirklich betrunken ist.
Hunderttausend Dollar für einen wissenschaftlichen Aufsatz. Die südamerikanische Gesellschaft zur Förderung der Wissen schaften zeichnete den Vorsitzenden der amerikanischen Gesellschaft für Physik, Dr. Dayton C. Miller, mit einem Preise von 100 000 Dollar für den hervorragendsten wissenschaftlichen Aufsatz im Jahre 1925" aus. Miller hat Entdedungen gemacht, die nach seiner Behauptung die Einsteinsche Relativitätstheorie in manchen Puntten widerlegen; er hat herausgefunden, daß eine Aetherströmung tatsächlich existiert, und auf Grund dieser Strö mung ist es ihm möglich gewesen, die Geschwindigkeit des Universums abzuschätzen. Miller hat die sensationelle Behauptung aufgestellt, daß die Sonne sich mit einer Geschwindigkeit von 120 Meilen in der Sekunde bewege, also entgegen der bestehenden Theorie nicht stillstehe.
Der Sarkophag Tutenchames ist, nach einer Meldung aus Kairo, von Lugor dorthin gebracht worden und befindet sich nunmehr im dortigen Museum. Acht Mann waren erforderlich, um den Sarfophag zu tragen. Der Wert des Sarkophags und sein Inhalt werden auf 40 000 Pfund Sterling geschätzt.
Eusadena( Kalifornien). Bei der großen Rosenfeftparade, stürzte eine Trübine ein. 135 Zuschauer wurden verletzt, darunter 30 schwer.
Neue Bücher.
Schätze des Meeres. Von jeher hat es den Menschen gereizt, dem Meere von seinen ungeheuren Schäßen etwas abzutrotzen. Es ist darum sehr zu begrüßen, daß die neueste Nummer der illustrierten Zeitung„ 3.- 3", Stuttgart, einen vorzüglichen Einblid in die Perlenfischerei und die Gewinne von Sardinen gewährt. Auch sonst enthält das vielseitige und geschmadvolle
Kunzelmann sagt es unter Tränen vor sich hin. Stoßweise kommen die Sätze heraus. Sein Körper zudt, als ob ein Ungeheuer ihn in seinen Krallen hätte
Haftig tidt die kleine Wanduhr Jm ausgebrannten Herd winselt der Wind und von ferne dringt leise, verschwommen die schlichte Melodie eines Weihnachtsliedes herüber.
Sinngedichte Friedrich von Logaus ( 1605-1655)
Ein Mühlstein und ein Menschenherz wird stets herumgetrieben Wo beides nichts zu reiben hat, wird beides selbst zerrieben.
Guter Wein verberbt den Beutel, böser schadet sehr dem Magen; Besser aber ist, den Beutel, als den guten Magen plagen.
Wetg
gar zu bieder ist, bleibt zwar ein reblich Mann, Bleibt aber, wo er ist, tommt selten höher an.
*
Wenn so oft an Gott man bächte, als man an die Steuer dent, Wär' uns, glaub' ich, längst zurechte Fried' und Ruh von Gott geschenkt.
Anders sein und anders scheinen; anders reden, anders meinen; Alles loben, alles tragen; allen heucheln, stets behagen; Allem Winde Segel geben; Bösen, Guten dienstbar leben; Alles Tun und alles Dichten bloß auf eignen Nutzen richten: Wer sich dessen will befleißen, fann politisch heuer heißen.
( Aus Deutscher Jahrweiser 1926 mit Sprüchen von Friedrich v. Logau", Verlag von Wilh. Gerstung, Offenbach a. M., Preis 1,50.


