Str. 46.
in Gießen. Wegen Neubefestigung
e und Westanlage ist die Weitanlage
D die Bahnhofstraße von der West
traße bis auf weiteres für jeglichen Wegen Vornahme von Bauarbeiten wischen Weser- und Schillerstraße bis Fahrverkehr gesperrt.
Sperrung der Klinitsbrüde am BahnDieder aufgehoben, daß die Hälfte der geben ist.
widerhandlungen durch Fahrzeugführer hrer gegen verkehrspolizeiliche Bor Beit vom 1. bis 31. Oktober 1926 er en Fahrens zur Nachtzeit ohne hellen Fahrens auf Bürgersteigen, 1 Anübermäßiger Geschwindigkeit, 4 Ante die rechte Straßenseite einzuhalten, s durch gesperrte Straßen, 7 Anzeigen andlungen in verkehrspolizeilicher Hin
Onstarten. Das Polizeiamt Gießen ie in Betracht kommenden Gewerbe te Anträge auf Neuausstellung von
en für das Jahr 1927 alsbald bei den n zu stellen haben.
Wandergewerbescheinen. Das Poli
hin, daß die Anträge auf Ausstellung n für das Jahr 1927 alsbald bei den
betreffenden Antragsteller zuständigen sind.
rftäglichen Schalterdienstes beim Bost Das Postamt schreibt uns: Bom Mon st der Briefausgabeschalter bereits von sher 8 Uhr vormittag) geöffnet. Bom chalterschluß für den Brief- und Paletabends verlegt.
hsicher, mit glüdlichem Empfinden für ürfnis, erringt sich die SWD. ihren nn sagen führenden Platz in der tschriften. Das beweist auch die neue usikalischen Begabung ist ein Gebiet, ch noch nicht einig sind. Eine interveröffentlicht Dr. W. Schweisheimer estermanns Monatsheften". Wiederum ischer Zug lebendigen Geistes geht! Der Verband turzschriftkundiger chen Reichsbahn hat auf seinem 1. BerM. beschlossen, sich auch dem Deutschen Dresden( Vorsitzender Regierungsrat en. Der Eisenbahnerverband hat etwa
en Verkehr in letzter Zeit Verwechse weist die deutsche Saasenstein& Bog in, daß sie und ihre sämtlichen BerReich mit der österreichischen Haasenn nicht identisch sind.
ch Blutübertragung. Eine seltene Le dieser Tage der Unterprimaner Karl Knabe war an der Blutflecentrant
nabend
a
vergessen: Haarwaschen mit warzkopf Schaumpon" n Sonntag sieht Ihr Haar noch so reizend aus! Also besorgen ch morgen früh ein Päckchen
Schaumpon
dem schwarzen Kopt
haben willst, denn ohne Dich kann ich („ Sehrohr")
rechtgewiejen.
ich in einer Straße des Westens Ber rwagen, darin lag ein Kindlein von en ging ein süßes fleines Mädelchen zen. Ich beugte mich zu der Kleinen
ſehr gefreut, als dir der Klapperftorch Storchenteich brachte?"
ſah mich das Mädchen verwundert an wunderschöne Kinderantwort:
doch an Mutti's Herzen. Beschämt einer Wege, aber das Kinderwort be taunende Blid der unschuldigen klaren men gedankenlosen Frage.
n war unter Muttis Herzen, fleiner
achsene sollte sich schämen, dir die holde, alten oder zu entſtellen,
die Kinderfrage:
n der Storch fich geirrt hätte und hätte
ei Lehmanns in den Schornstein ge
icht dein Kind?"
logischerweise die dumme Antwort er Frau Lehmanns Kind geworden." id, so will ich dir nicht gegenübertreten, eit und Warheit herrschen. Unter Mut fen, winzig, winzig flein, und bist ge und aus ihrem Blut. Kein Zufall i Rind und Liebling bist. Du trägst för Gepräge deiner Eltern.
e Mutter bei den Fragen des Kindes and hoffe, immer mehr Mütter werden dern auch so sprechen! Es mag wohl e ganz nette, liebe Mär erscheinen, daß
bringt, aber wie seicht und oberflächli
er heiligen Wahrheit!
Sonnabend, den 13. November 1926.
heit erkrankt, die zum sicheren Tode geführt hätte, wenn dem Kleinen nicht frisches Blut zugeführt worden wäre. Zu dieser Blutübertragung erklärte sich der junge Mann bereit, die dann aud) mehrmals in bestimmten Mengen vorgenommen wurde. Das Ergebnis dieser selbstlosen Hilfeleistung war, daß der kleine Junge gerettet werden konnte und jetzt wieder genesen ist. Dem waderen jungen Mann wurde Dom Lehrförper des Gymnasiums Daut und Anerkennung ausgesprochen und ihm zum bleibenden Andenten an seine wadere Tat ein wertvolles Buch mit ent sprechender Widmung überreicht.
Aufreizung zur Steuerverweigerung. In dem Strafper fahren, das Oberbürgermeister Granzien gegen den Lokalredakteur der„ Offenbacher Zeitung", Edhröter, wegen Aufreizung zur Steuerverweigerung angestrengt hatte, wurde gestern mittag von Großen Schöffengericht als Berufungsinstanz das Urteil verkündet. Schröter wurde freigesprochen und die Kosten des Verfahrens der Staatstaffe auferlegt. Aus der etwa 40 Seiten umfassenden Begründung ging hervor, daß die Getränkesteuer der Stadt Offenbach rechtsungültig ist, weil verschiedene rechtliche Berstöße vorliegen und der Oberbürgermeister sich Befugnisse beim Zustandekommen der Berordnung beilegte, die ihm rechtlich nicht zuständen. Ebensowenig treffe den Beklagten subjektiv nicht eine Schuld, da er nach den verschiedenen in der Frage etgangenen Urteilen des Provinzialausschusses und Verwaltungsgerichtshofes glauben mußte, daß die Steuer nicht rechtskräftig
sei.
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Funkverbindung Deutschland Japan. Am 10. November wird eine unmittelbare Funkverbindung zwischen Deutschland und Japan( Berlin- Osaka) dem öffentlichen Verkehr übergeben. Ueber diese Verbindung können gewöhnliche, LC, Presse- und Regierungstelegramme aus Deutschland und seinen Hinterländern nach Japan befördert werden. Nicht zugelassen sind: 1. bringende Telegramme; 2. Telegrammé mit bezahlter Antwort; 3. Telegramme mit Empfangsanzeige; 4. zu vergleichende Telegramme; 5. nachzusendende Telegramme; 6. gebührenpflicht. Dienstnotizen, die Auskünfte von Bestimmungs- oder von Unterwegsanstalten verlangen; 7. telegraphische Postanweisungen. Anzugebende gebührenfreie Wegangabe ,, via Transradio- Osaka".
Aus Nah und Fern.
Darmstadt. Der Landesverband Hessischer Bürgermeister hält am Montag, 22. November, in Darmstadt im Fürstensaal seine 20. Hauptversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht 11. a. ein Vortrag von Regierungsrat Dr. Krebs im Ministerium des Innern über die Probleme der modernen Verkehrswirtschaft. Sprendlingen( Rheinhessen), Jm Beisein geladener Gäste erfolgte am 8. November die Einweihung der hier neuerbauten Landwirtschaftlichen Schule. Direktor dieser Schule ist Dr.
Spahr.
Frankfurt a. M. Die vereinigten Fachausschüsse beim Meßamt Frankfurt a. M. haben in einer am 4. November abgehaltenen, stark besuchten Versammlung die Messetermine für das Jahr 1927 festgelegt. Danach findet die Frühjahrsmesse vom 27. bis 30. März, die Herbstmesse vom 18. bis 21. September ſtatt.
Marburg. Die Kinderlähmung tritt nun auch im Kreise Marburg auf. In Beltershausen sind allein sechs Kinder daran erkrankt, auch in die hiesige Kinderklinik find verschiedene an Kinderlähmung erkrankte Kinder eingeliefert worden.
Eberbach a. N. In seltener Rüstigkeit konnte am 8. November die Frau Marie Uhrig von ier ihren 100. Geburtstag begehen. Es dürfte wohl in der weitesten Umgebung die älteste Frau sein.
Ein Schmugglerschiff auf dem Rhein.
Wie die Neue Badische Landeszeitung" meldet, hat die deutsche Zollbehörde auf dem Dampfer ,, Stinnes 73", der auf dem Rhein zwischen Straßburg und Deutschland verkehrt, bei einer Untersuchung in Magau große Mengen Sett und Likör entdeckt, die nach Deutschland eingeschmuggelt werden sollten. Das Schiff und die Schmuggelwaren wurden beschlagnahmt. Die Besatzung des Schiffes soll schon seit 1921 den Schmuggel be= trieben haben.
Wie zart und lieb aber wird das Verhältnis des Kindes zur Mutter durch diese Wahrheit! Eine junge Mutter erzählte mir:
,, Nachdem wir unserm dreijährigen Jungen erzählt hatten, daß unter Muttis Herzen wohl ein kleines Schwesterchen schlummere und bald erwachen würde, sah er mich mit fast ehrfürchtiger Liebe an. Er streichelte mir leise die Hand.„ Ei, du liebes Herzchen", und wo ich saß, schleppte er mir eine Fußbant nach, damit ich es bequemer hätte. Da er von seinem Vater beobachtet hatte, daß dieser die Mutti nichts tragen ließ, wachte auch er wie ein Cerberus darüber. Mutti, das sollst du nicht!" Voll Seligkeit ließ er sich erzählen, daß er auch so klein einmal unter Muttis Herzen gewesen.
,, Und als dann das Schwesterchen endlich da war, wie lieb war es ihm, denn es war ihm ja schon vorher so vertraut gemacht und ihm durch innigste Bande verknüpft worden.
,, Mutti", fragte er eines Tages mit leuchtenden Augen, ,, haben Bübchen und Schwesterchen, als sie noch ganz flein unter Muttis Herzen saßen, sich die Aermchen um den Hals gelegt und Küßchen gegeben?"
Ich aber streichelte leise über seine blonden Locken. Darum fort mit Storchenteich und Klapperstorch, ihr Mütter. Dort, wo sie noch nicht von selbst verschwunden sind, da greift mit fester Hand und warmen Herzen ein.( ,, Sehrohr")
Die Unbefriedigten.
Es hat immer unbefriedigte junge Mädchen gegeben, in der früheren Zeit vielleicht noch mehr als heute, wo alle mit= helfen müssen und die meisten ihr vollwertiges Tagewerk leisten. Aber die Frage: Wozu bin ich denn eigentlich auf der Welt? Welches ist das Gebiet, auf dem ich schaffen und wirken, auf dem ich mein Bestes geben kann?" gab es früher und auch heute, und wenn auf diese Frage des Lebens einem Mädchen keine Antwort gibt, dann bleibt sie innerlich unbefriedigt und wird früh verblühen. Doch nun in unserer modernen Zeit hat ein hartes Muß,
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das doch ein großer Segen ist, an die Tür der allermeisten geflopft, das junge Mädchen ist fast ausnahmslos in den Kampf des Lebens eingetreten. Sie weiß, fie muß schaffen, verdienen, einen Beruf haben, sie hat Verantwortung, man rechnet mit ihr und an irgend einer Stelle würde etwas aus den Fugen gehen, wenn sie nicht da wäre. Vielleicht gibt's erst ein Stüdlein steilen Aufstiegs auf den Lebensweg, aber dann geht man mutig vorwärts im Bewußtsein: Jch werde gebraucht hier bin ich!... Dann gehen die Jahre dahin, die Straße wird staubig und öde, das Einerlei der Pflicht macht müde und für viele im Beruf Stehende kommt dann doch eine Zeit erneuten Unbefriedigtseins. Man hat nicht den recht en Beruf erwählt, so meint man. Gaben, Kenntnisse, Neigung berechtigten zu etwas anderem. Die Hausgehilfin möchte gern Kontoristin sein, denn da würde sie mehr verdienen, mehr freie Zeit haben, die faufmännische Angestellte tlagt über die Trodenheit ihrer zahlenmäßigen Arbeit, die so wenig Weibliches und Mütterliches hat. Schneiderin sein, meint eine, wie entseglich! Dieses ewige Gehaste bis in die Nacht hinein, dies sich Befassen mt Aeußerlich
feiten sie wäre gern Lehrerin geworden, aber dazu hatten Mittel und Gesundheit nicht gereicht. So tut man sein Tagewert mit Seufzen und graue Regenwolten ziehen drüber hin. Es ist wahr, manche stehen an Orten, für die ihre Eigenart night paßt und wir wollen es ihnen nicht übel nehmen, wenn fie einen Berufswechsel erstreben. Aber daneben gibt's auch solche, bei denen es nirgends flappt, neue Enttäuschungen bringt auch der veränderte Beruf! Nein, die Freude der Arbeit liegt viel weniger in dem, was man tut, als wie man's tut. Für solche, die ihrer göttlichen Lebensführung gewiß geworden sind, liegt auch im ungeliebten Beruf eine Stufe, die höher führt, eine Schulung fürs Ewige. Das sich Einsetzen mit ganzer Kraft befriedigt trotz allem, was man anders wünschte und schließlich kann doch in jeden Beruf, oder wenigstens in die Freistunden, die der Familie oder Freundschaft gehören, ein Stüdlein Liebe und Mütterlichkeit hineingelegt werden, das froh macht.
Aber wie viele sind auch aus einem anderen Grund unde
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friedigt. Das Weib regt sich in ihnen. Vielleicht haben ste geliebt, edel und rein geliebt, sind verschmäht worden, und gerade bei tiefer Angelegten heilen diese Wunden nicht schnell. Andern hat überhaupt jede Aussicht auf häusliches Glück gefehlt, da zudt's manchmal wie ein großes Weh in ihnen auf, wenn sie eine liebliche Freundin sehen, wenn eine junge Mutter ihr Kindlein im Arm wiegt. Und das soll mir versagt sein, dies schönste Glüd? Darauf ganz verzichten zu müssen, das bricht mir fast das Herz!" Wie gut fann man solch Unbefriedigtsein verstehen! Die bittere Herzenseinsamkeit der Alleinstehenden ist oft der tiefste Kummer eines alternden Mädchenlebens. Manchen wird ja die hingebende Pflege einer alten Mutter, die nichts Höheres tennt als ihre Tochter, anderen treue Freundschaft ein gewisser Ersatz sein. Voll und ganz weicht dieser Zustand des schmerzlichen Sehnens und Entbehrens erst dann, wenn Jesus Christus und seine große Liebe Einzug in ihr Mädchenleben genommen hat und man alle Fähigkeiten, zu lieben und sich hinzugeben, in seinen Dienst gestellt hat. Da stirbt das Unbefriedigtsein, Friede und Freude ziehen ein.
Unbefriedigt sein es gibt auch tief Unbefriedigte in ben allergünstigsten Lagen. Man tann im Beruf Erfolg haben und mit Leib und Seele dabei sein, man fann als Braut am Arm eines trefflichen jungen Mannes gehen im tiefsten Grund ist das Herz dann unbefriedigt, wenn ihm Gottes heiliger Friede fehlt. Gott ruft und man hört nicht, man lehnt sich auf gegen Seine führende Hand, man will in allem sich selber durchsetzen nichts macht so unbefriedigt, als eigene Wege gehen. Nichts zerreibt und zermürbt mehr, als dieser jahrelange Kampf, dieses sich Auflehnen gegen Gott: Ich will nun einmal nicht! Der Friede wird dann in einem Herzen einziehen, wenn es sich in Gottes Arme fallen läßt und nicht willenlos, aber willig seiner Führung folgt. Er ist unser Friede, Jesus Christus, der Gefreuzigte." Wer zu Ihm mit wundem, müdem Herzen gefornmen ist und nachdem er sich ganz von Ihm führen lassen will, der redet nicht mehr von Unbefriedigtsein, ihm ist wohl in dem Herrn! F. U. im Gehrohr".
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