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f und Hauszinssteuer.

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Sonnabend, den 4. September 1926.

Die Einkommensteuerveranlagung für 1925. Allenthalben im Deutschen Reich hat die Einkommensteuer­seranlagung für das Jahr 1925 lebhafte Unruhe insbesondere unter den Angehörigen des Mittel- und Kleingewerbes erregt, und in Bersammlungen wie in der Fachpresse werden stürmische Klagen laut, die sich nicht selten in schrofffter Form gegen die Handlungsweise der Veranlagungsbeamten und der Steueraus­schüsse wenden,

g des Reichsverbandes des deutschen persönliche Anfrage des preußischen niest über die preußische Hanszinssteuer dem Preußischen Handwerkskammer sen gerichtet, worin die Notwendigkeit betont wird. Wörtlich heißt es dann: rleichterungen sind ja auch im neuen orgeſehen und unseres Erachtens ge zu mildern. Für das Handwerk find ingen von Bedeutung, die Steuererlag bei eigenen Wohnungen und bei ge äuden ermöglichen. Es dürfte für den che sein, in dieser Richtung sich weiter eilen durchaus Ihre Ansicht, daß Staat Ohne weiteres auf die Einnahmen aus ichten können."

hat der Abgeordnete Kniest dem Demo

zur Veröffentlichung weitergereicht.

e Bemerkung, daß diese Aeußerung der

anisation das Verhalten der Demo­eußen rechtfertigt und fügt wörtlich

esem Zusammenhang daran erinnert,

tei und Wirtschaftspartei, die sich so Handwerks aufspielen, das Hauszins­racht haben, so ergeben sich die not­ngen von selbst."

es deutschen Handwerks bedauert auf­

che Beantwortung dem Demokratischen

g gestellt wurde. Er bedauert lebhaft

ffentlichung, da wesentliche Teile des

sdrud gelangten. Einer solchen poli

niemals zugestimmt werden. Einstellung des Handwerks zur Haus­chreiben des Reichsverbandes nämlich

man die Hauszinssteuer nicht als chten können und rechtzeitig an eine Denten müssen. Die Frage wird sich

bei der Neuregelung des Finanzaus

n Aussicht steht. Es wird dabei darauf issteuer, solange man sie nicht ganz be­glichkeit abzubauen, und vor allem wie­ichen Charakter zurückzuführen; sie darf Wohnungsbau liefern, muß aber als mahme möglichst bald völlig ver

*

g der Fernsprechgebühren.

es deutschen Handwerks hatte bereits lassung genommen, in einer Eingabe entschieden gegen eine beabsichtigte chgebühren Verwahrung einzulegen. sprecher" geht nach wie vor darauf Gebühr von 15 Pfg. für ein Gespräch r und daneben eine geringere Ge Nach den Aeußerungen in der ersten tte Mai d. J. würde diese beabsichtigte pelung, ja, sogar eine Verdreifachung deuten. Zweifellos würde die beab­arke Belastung der Wenigsprecher mit starken Aufgabe der Anschlüsse führen. n Vielsprechern wenig gedient. Dazu crufe, wie Aerzte und Geschäftsleute, gende Notwendigkeit. Benutzt z. B. lbst wenig seinen Anschluß, so be­n den Bestellungen seiner Kundschaft

s deutschen Handwerks hat sich daher Verwaltungsrat der Deutschen Reichs­inweis auf die schwere wirtschaftliche dringend gebeten, die Bestrebungen ehaltung der jetzigen Fernsprechge Sollte eine Wenderung der Gebühren ssen auch die Belange der Wenig­

11.

ller Art bezieht man am billigsten

von Albin Klein, Giessen.

ein würdiges und anständiges Be­er Kampf des Touristen gegen Wellen en, aber wir können vorbei! Welche m Flusse türmen sich die zerklüfteten leuchten unter der grellen Sonne, un­

Es war die erste Veranlagung seit vielen Jahren. Die Fol gen des Krieges, die Inflationsperiode und die Verhältnisse nach der Inflation hatten vielerorts eine Verschiebung der wirtschaft­lichen Verhältnisse der Steuerpflichtigen von Grund auf ver­ursacht und den Beamten und Steuerausschußmitgliedern fehlt häufig die Erfahrung in diesen veränderten Verhältnissen. Zu= dem mußte die Veranlagung wegen der fortgeschrittenen Zeit nach einer Anweisung des Reichsfinanzministers in fürzester Frist durchgeführt werden, sodaß sogar größten Teils die vorge schriebenen Rüdfragen an den Steuerpflichtigen nicht gehalten werden konnten. Wer alle diese Momente mit in Rechnung zog. tonnte einen besseren Ausfall der Veranlagung faum erwarten. Es wurde namentlich im Kleingewerbe in Bausch und Bogen geschätzt, nach äußeren Merkmalen und ohne tieferees Eindringen in die tatsächlichen Ertragsverhältnisse.

Die Klagen bewegen sich insbesondere nach folgenden Rich­tungen:

1. Schätzung war mangels Buchführungsausweis erforderlich, es wurde aber zu hoch geschätzt.

2. Die auf Buchaufzeichnungen sich stützende Einkommenser­tlärung wurde verworfen und das Einkommen anderweitig geschätzt.

3. Die Abschlußzahlung ist wohl entsprechend dem tatsächlichen Einkommen berechnet, tann aber in der festgesetzten Höhe wegen der mißlichen Lage des Pflichtigen nicht geleistet werden.

4. Die nach dem Einkommen für 1925 zu leistenden Vorauszah­lungen für 1926 entsprechen nicht mehr den rüdläufigen wirt schaftlichen Verhältnissen.

Welche Möglichkeiten bestehen nun für den Steuerpflichtigen, um Härten von sich abzuwenden oder zu mildern? Die verschie= denen Möglichkeiten seien nebst erläuternden Ausführungen in der Reihenfolge der vorstehenden Beanstandungen wieder ge­geben.

Schägung mangels Buchführung. Gewerbetreibende ohne Buchführung und mit Einkommen bis zu 800 M haben s. 3t. eine besondere Einkommenserklärung nicht abzugeben gehabt, sondern brauchten nur die kleine Um­jazzerklärung auszufüllen. Der Geschäftsgewinn ist hierbei nicht angegeben worden; er war also zu schätzen. Gegen die Höhe dieser Schägung kann Beschwerde an das Finanzgericht verfolgt werden. Diese Beschwerde ist durch das zuständige Finanzamt zu leiten.

it uns weiter, ein paar Stunden in traulich wie zu Altöſterreichs Zeiten. n wir die Feste Kufstein. Bayern enheim, der Wiege des Klepperboots lepperbootsindustrie geht es vorbei. Basserburg?! Kaum die Bayern sel­leinod für den Kunstfreund mit den und seinen verhuzelten Gäßchen. hrt der Strom, unzählige Glimmer­

,, Gießener Zeitung"

bezw. den tatsächlichen Umsatz des Steuerpflichtigen zu ermit­teln und es sollen deshalb alle feststellbaren Umstände herange zogen werden, damit die Schägung die größte Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit für sich hat.

Jit der Umsatz nachweislich bekannt, so wird die zutreffende Schäzung des Einkommens leichter.

Zum Abbau der Zinssäge.

Das Reichsbankdirektorium hat anfangs Mai d. J., veranlaßt durch eine entsprechende Entschließung des 8. Volkswirtschaft­lichen Ausschusses des Reichstages, die Reichsbankanstalten be auftragt, burch Rückfragen bei den örtlichen Bankvereinigungen so­wie allen außerhalb solcher Vereinigungen stehenden Banken, Ban= fiers, Girozentralen, Spar- und Girolassen, Kreditgenossenschaf ten und sonstigen Kreditinstituten festzustellen, wie hoch sich in erster Linie die Zins und Provisionssätze im Ausleihungs- und Diskontgeschäft, in zweiter Linie aber auch die Zinsvergütungen für fremde Gelder belaufen. Ueber das Ergebnis teilt nunmehr die Reichsbank mit, daß im allgemeinen ein angemessener Ab­bau des Zinsniveaus entsprechend der eingetretenen Erleichte rung des Geldmarktes und der vorgenommenen Distontermägi­gungen der Reichsbank bei den Banken und sonstigen Geld­instituten erfolgt sei. Auch in der Berechnung von Provisionen und sonstigen Nebenspesen seien Erleichterungen eingetreten. Die Reichsbant stellt fest, daß im wesentlichen nur fleinere, meist in sehr entlegenen Gegenden befindliche Geldinstitute anzutref= sen sind, bei denen noch mehr oder weniger Mißstände in der 3insgebarung bemerkt wurden.

Bei den auf diese Weise zu schätzenden Gewerbetreibenden sind zwei Fälle möglich, nämlich, es fehlt zur Errechnung des Ein­tommens nur die Aufzeichnung der Geschäftsausgaben, oder es sind entgegen der Verpflichtung nach dem Umsatzsteuergesetz noch nicht einmal die laufenden Geschäftseinnahmen( der Umsatz) in ein Buch eingetragen. Im letzteren Falle, wenn also weder die laufenden Einnahmen, noch die laufenden Ausgaben voll­ständig aufgeschrieben sind, bestand für das Finanzamt bezw. den Steuerausschuß lediglich die Möglichkeit ein Einkommen nach äußeren Merkmalen etwa entsprechend dem Gewinn in anderen gleichartigen Geschäften, den mutmaßlichen Kosten der Lebens­haltung des Inhabers und seiner Familie etc.. zu schätzen. Dem Betroffenen wird es in diesem Falle sehr schwer halten, irgend welche Beweismittel gegen die Höhe dieser Schätzung einzu­wenden, umsomehr. als er ja sein tatsächliches Einkommen selbst nicht fennt, sondern auch selbst nur annähernd zu schätzen ver mag. Es ist unter Umständen möglich, die etwa vorhandenen vollständigen Rechnungen über das bezogene Material, die ge­dem etc. zahlten Löhne, Wertstattmiete, Geschäftssteuern Finanzamt vorzulegen, damit von den Geschäftsausgaben auf den vermutlichen Umsatz und daraus auf das vermutliche Ein­fommen geschlossen werden kann. Erfahrungsgemäß sind auf so schwache Beweismittel gestützte Reklamationen selten von Erfolg begleitet. Ferner fann daran gedacht werden, dem Finanzamt vorzuschlagen, einen Sachverständigen aus der gleichen Gewerbe­gruppe( etwa den Innungsobermeister) über die Richtigkeit der Schätzung zu befragen. Nach der Reichsabgabenordnug müssen bei einer Schätzung alle Umstände berücksichtigt werden, die für die Schätzung von Bedeutung sind. Ziel der Schäßung soll nach einem Reichsfinanzhofsurteil sein, das wirkliche Einkommen

Gletscherbäche zugeführt, die leihen mit leisem Zischen an der Boothülle Die Sonne, wir figen auf dem äußersten und Gepäck in guter Hut. Hinter uns m, die mächtige Donau schießt zu un­weithin färbt sie der graue Inn mit 3er es nur eine kurze Flußfahrt?! ein starkes Ringen mit den Naturge­ug in der göttlichen Natur.

all die Eindrüde einer Jjartour, einer der Salzach?- Vorsicht, nur für Ge­kommen wetterharte Turiſten. Bleiben ung lieber im Donautale, da geht es

Sonntagsgedanken.

Einem jeden Menschen gab sein Schöpfer ein feines Instru ment mit hellen Silbersaiten. Vielen sind die Saiten schon ge­brochen, dumpf flingt ihnen die Harfe. Nur wenige vermögen die hellen Saiten anzuschlagen.

Von der Freude will ich heute reden.

Nr. 36.

keiten dieser gedankenlosen Welt vorübergeht und das nicht sieht, was die Alltagsmenschen begaffen und worüber sie stun denlang reben können.

Unsere Sehnsucht verlangt nach ihr. Aber nur selten kommt sie, denn unsere Tage bringen soviel Traurigkeit mit Sorgen um das tägliche Brot, Elend im Lande, Unglüd auf allen Stra= ßen und Wegen. Und wenn die Freude wirklich kommt, dann ist sie selten ganz rein. Weil wir ängstlich umschauen, ob nicht hinter ihr schon wieder die Traurigkeit steht. Das tägliche Leben lehrt es uns doch, daß reine Freude kurz und selten ist. Die Freude ist ein Gottesgeschent. Wer es war und echt in sich trägt, der weiß, daß die Freude von Gott geschenkt nicht trughaft ist, sondern den Besitzer wahrhaft glücklich macht. Aber nur der wird diesen Besitzstand wahren, der so groß und start ist, daß ihm all das, was der menschliche Alltag bringt, gering und klein erscheint, der seinen Blick über diesen Tag hinaus in die Fernen der Ewigkeit lenkt, der aufrecht an den Kleinig­

schnell und gefahrlos durch die waldigen Berge von Oberöster­reich, durch die weingesegnete Wachau, gegen die Bundeshaupt­stadt Wien. Und jetzt können wir aufs neue unser Fahrzeug loben und preisen, feine langwierigen Transporte und Verla­dungen, ein paar Minuten und wir fahren mit dem Boote in der Hand" nach der Bahn. Nordwärts geht die Reise, bis wir die Wasserscheide Donau- Elbe überwunden haben und in Bud­weis, auf böhmischem Boden, unser Boot der Moldau anver­trauen. Ueppiges, reiches Böhmerland, tiefgrüne Wiesen und rauschendes Waldesdunkel, stolze Schlösser und verschlafene Dör­fer säumen die Ufer. Manch eine Mühle sperrt uns die flotte Fahrt, doch rasch umtragen wir die Wehre, wenn der Sturz für unser gepädgesegnetes Boot zu steil ist. Und fast immer hat der Aufenthalt bei Mühlen auch noch eine andere vortreffliche Eigen­schaft: er lockt den neugierigen Müller vors Haus, bald folgt eine Einladung zu Kaffee und Kuchen und so freuen wir uns schon auf das nächste Wehr, anstatt über das Zeitversäumnis zu mur ren. So hat uns der Strom in drei Tagen von Budweis nach Prag gebracht, wir begrüßen die Hunderttürmige" und bleiben ein wenig vor Anker. Doch nut, um unsere Elbefahrt zu eror­tern und einzurichten. Durch Schleusen und Stauwasser, nicht immer in der schönsten Gegend, haben wir die Moldaumündung erreicht. Das rasche Elbewasser trägt uns durch ein Paradies von blühenden Obstgärten gegen Sachsens Grenze. Jm Elbsand­steingebirge lassen wir uns dahintreiben und leben den wunder­baren Natureindrücken.

Die Kuppeln von Dresden, die schwingenden Brüdenbogen!

STRLE

Der Oeticer's Beckpulver

Bachin Kafekuchen

Gebacken mit Dr. Oetker's Backpulver ,, Backin" Vollmundig, von vorzüglichem Geschmack, außerordentlich nahrhaft Zutaten: Telg: 65 g Butter, 60 g Zucker, 150 g Weizenmehl, 1 Ei, Päckchen von Dr. Oetker's Backpulver, Backin" Belagi 1 Pfund Quark, 200 g Zucker. 1 Päckchen Dr Oetker's Saucenpulver Vanille- Geschmack, 2 Eier, das Weiße zu Schnee geschlagen, 60 g Dr. Oetker's Gustin", 150 g Korinthen, etwas sauren Rahm,

Die Freude als Gottesgeschenk wird uns nicht in den Schoß gelegt; ohne unser Zutun verschenkt ein Herrgott nicht seine Gaben. Wer aber seine Herzenstammer von allem Staub des Alltags reinigt, wer seine Gewissensuhr stets pünktlich aufzieht und nie den Wahrnungsschlag überhört, wer sein Wegziel über diese Erde hinaus stedt, dem stellt auch sein Gott in seine Herzenstammer die Freude als Geschenk und er ist reich. Seine Augen leuchten, weil sie nun mehr das Schöne sehen.

Waldfried.

* Die Reichsrichtszahl für die Lebenhaltungskosten( Er­nährung, Wohnung. Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und son= stigen Bedarf) sind nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats August mit 142,5 gegen 142,4 im Vormonat nahezu unverändert geblieben.

Zubereitung: Zuerst bereitet man den Mürbeteig. Ei und Zucker werden mit einem Teil des mit dem Backin gemischten Mehles verrührt. Dann arbeitet man die kaltgestellte und in Stückchen zerpflückte Butter mit dem Rest des Mehles unter die Masse und fügt nötigenfalls soviel Mehl hinzu, daß sich der Teig aus­rollen läßt. Mit dem fertigen Teig belegt man den Boden einer Springform. Den Quark hat man währenddessen auf einem Sieb gut ablaufen lassen, reibt ihn durch ein feines Sieb und verrührt ihn sorgfältig mit etwas saurem Rahm zu einer glatten Masse. Dann gibt man nach und nach Zucker, Eldotter, Vanille­Saucenpulver, Qustin und Korinthen hinzu und verrührt nochmals gut. hebt man vorsichtig den Eiweißschnee unter die steife Quarkniasse, streicht diese auf den Teig und backt den Kuchen bei guter Mittelhitze ca. 50 Minuten. Verlangen Sie in den einschl. Geschäften die neuen farbig Illustr. Rezept­

Zuletzt

bücher, Ausgabe F für 15 Pfg, wen nicht Dr. A. Oetker, Bielefeld.

zu haben, gegen Einsendung von Marken von

* Werizuwachssteuer in Hessen. Gemäß Art. 13 Abs. 2 des Hessischen Ausführungsgesetzes zum Finanzausgleich vom 25. 3. 1924 in der Fassung des Abänderungsgesetzes vom 19. Dezember 1925 hat der Minister des Innern im Ein­vernehmen mit dem Finanzminister dem Landtag eine Mustersagung über die Erhebung einer Wertzuwachssteuer zur Kenntnisnahme eingereicht.

* In den Ruhestand versezt. Polizeioberassistent Karl Sommerkorn ist mit Wirkung vom 1. September ds. Js. auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Am 24. August 1888 trat er als Hilfsschuhmann beim Polizeiami Gießen ein und wurde am 1. Februar 1894 daselbst zum Schuhmann er nannt. Bis zum 1. Oktober 1923, an welchem Tage Herr Som merkorn zum Polizeioberassistenten ernannt worden ist, hat er den schweren, aufopfernden Dienst eines Polizeiaußendienst­beamten versehen und hat es während der Zeit seiner Tätigkeit verstanden, sich die Wertschätzung weiter Kreise der hiesigen Einwohnerschaft zu erwerben. Auch bei seinen Vorgesetzten und Kollegen erfreute er sich des besten Ansehens und größter Be­liebtheit. Möge ihm nach so arbeitsreicher und arbeitsfreudiger Tätigkeit ein angenehmer Lebensabend beschieden sein.

Leise tauchen sie am Morgenhimml empor; ein Rafttag unter ewigen Kunstwerken...

Weiter auf dem breiten Elbst rome, in tüchtiger Arbeit gegen Wind und Wellen nach Magdeburg, durch Deichland­schaften und Heidebilder nach Norden zum Meere! Tierwelt und Pflanzendede haben völlig gewechselt, Himmelsfarbe und fräftiger Seewind mahnen uns an die Nähe des großen Wassers.

* Sperrung der Kaiserallee zwischen Alter Rödgerweg und der Verbindungsstraße zum Sportplatz der Spielvereinigung 1900 Zur Vornahme von Walzarbeiten ist die obere Kaiser­allee zwischen Alter Rödgerweg und der Verbindungsstraße zum Sportplatz der Spielvereinigung 1900 vom 1 September ab bis auf weiteres für jeglichen Fahrverkehr gesperrt.

Von Lauenberg, mit der Ebbe, zwischen mächtigen Fracht­dampfern und schwerbeladenen Kohlentähnen, ins nahe Ham­burg. Weit, weit dehnt sich der braune Strom, Wind und Welle furchen seine Fläche, bis er in unfaßlicher Größe seine Wasser dahin ergißt, wo tein Ufer mehr unseren Blid festhält, in die rollende, gewaltige Nordsee.. Schwache Worte, unvoll­lommene Wiedergabe des Gefühlten! Nur wer eine Wasser­wanderung ausführt, lann den inneren Wert einer Klepper­bootreise und somit des ganzen Sportzweiges ermessen. Nur Vorsicht wer sich einmal dem Klepperboot verschrieben hat, der läßt es niemehr sein!!

Auch Frau Bierkötter will den Kanal durchqueren.

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Hess. Amtsgericht. Das Konkursverfahren über das Ver­mögen des Inhabers der Schuhwarenhandlung Christian Magnus ist eingestellt, da eine entsprechende Konkursmasse nicht vorhanden ist.

Wie wir erfahren, will der Relordschwimmer Ernst Vier­tötter die Kanaldurchquerung im nächsten Jahre zusammen mit seiner Frau, der bekannten Meisterschwimmerin Else Döbler, der deutschen Strommeisterin der Jahre 1923 und 1924, wieder­holen. Frau Vierkötter soll dabei den Versuch machen, den Re­ford der Gertrud Ederle zu schlagen.

* Von der Universität. Oberbibliothekar Prof. Dr. Emil Heuser ist auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten am 1. August ds. Js. in den dauernden Ruhe­stand getreten

* Von der Landes- Universität. Die Philosophische Fakul tät unserer Landes- Universität hat den Lehrer an der Kunit akademie Dresden, Professor Ludwig von Hofmann, ehren halber zum Doktor promoviert.

* Maul- und Klauenseuche in Gießen. Infolge Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in dem Gehöft des Josef Stern in Gießen, Rodheimerstraße 42, wird Gießen rechts der Lahn zum Sperrgebiet und links der Lahn sowie die Gemarkung Heuchel­heim zum Beobachtungsgebiet erklärt.

* Wegen Arbeitslosigkeit in den Tod. Ein Arbeiter im Asterweg war seit Wochen arbeitslos und hatte außerdem das Unglück, daß seine Frau schon ein halbes Jahr schwer erkrankt in der Klinik liegt. Aus Verzweiflung beging er Selbstmord. Er hinterläßt außer der franken Frau unmündige Kinder.

* Aufruf und die Einziehung der Rentenbautscheine zu 1 und 2 Rentenmark mit dem Ausfertigungsdatum des 1. November 1923. Die Deutsche Rentenbank ruft gemäß§ 21 der Durch führungsbestimmungen vom 31. Januar 1925 zum Gesetz über die Liquidierung des Umlaufs an Rentenbantſcheinen die Ren­tenbankscheine zu 1 und 2 Rentenmark mit dem Ausfertigungs­datum 1. November 1923 zur Einziehung auf. Die Scheine tön­nen bei den öffentlichen Kassen noch bis zum 30. September 1926 in Zahlung gegeben, bei den Kassen der Reichsbant aber bis 15. Dezember 1926 gegen andere Rentenbentscheine oder gegen gesetzliche Zahlungsmittel umgetauscht werden. Mit Ab­lauf des 15. Dezember 1926 werden die aufgerufenen Renten­bankscheine kraftlos, und es erlischt damit auch die Umtausch- und Einlösungspflicht der Deutschen Rentenbank.

Freiheit.

( Nachdrud verboten.) Recht ohne Pflicht erniedrigt uns zum Knechte Der eigenen eingeborenen Leidenschaft. Die Pflicht allein gibt uns der Menschheit Rechte, Leiht uns zu sicherem Tun des Geistes Kraft. Der Eigendüntel weht gar bald die Rezze In denen sich das Wollen leicht verstrict. Die Freiheit ohne waltende Gesetze

Jst eine Macht, die nichts als sich erblidt. Frei ist allein, wer über die Gewalten Des eigenen Willens wägend herrschen fann, Wo Recht und Pflicht sich wohl die Wage halten Entweicht gewiß des Jrrtums finsterer Bann. Frei ist ein Bolt, das sich im starken Wollen Gesezze schafft nach seiner eigenen Art, Damit sich all sein müssen und sein Sollen Auch mit den selbstgewählten Rechten paart. Nur so erwächst ein bleibendes Verständnis Für Fortschritt und Entwidlung allezeit Da sich im Banne sittlicher Erkenntnis Ein jeder durch die eigene Tat befreit. Nicht Jdeale, die am Licht erblassen, Den Weg uns zeigen, der nach oben weist, Erhaben über Neid und alles Hassen Die Freiheit schafft allein der starte Geist! Adolf Dreßler, Radolfzell.