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en. Die Abhaltung von Vortrags- und ichert. Anfragen werden durch die Aus­Offenbach) bereitwilligit beantwortet.

5. Es gibt wohl taum eine Strede, Güterverkehr in gleich großem Umfang der auf die Landstraße abgewandert ist, ntfurt- Bad Homburg. Freilich hat sich uen Anforderungen des Kraftwagenver Weise angepaßt. Nun hat Homburg den die städtischen Körperschaften beschlossen Der Stadt( am Rondell) an eine Um burgchaussee anzulegen.

afe wegen Steuerhinterziehung. jaz- und Einkommensteuerhinterziehung

e Kolonialwarenhändler Kurt W. aus iesigen Schöffengericht zu verantworten. insgesamt 18 925 Mark an Steuern zu Nachzahlung er verpflichtet wurde. Das egen vorfäglicher Steuerhinterziehung ju

nangriffnahme der Bauarbeiten für die chst für die Staustufe Kleinwallstadt, stätigteit in die Steinindustrie des Un sche Staatsregierung erwägt die Zu

6. Kassel mit dem O- L- G. Frankfurt, isgründen seinen Ursprung hat und von efämpft wird.

roßen Schöffengericht in Kassel enthüllte furchtbare Martyrium eines armen Kin Ehefrau Christine Böhling aus Welle Mißhandlung ihres schwächlichen Gjäh Durch Zeugenaussage wurde festgestellt, Kind so schlug, daß es aus dem Munde dlungen sich wiederholten und im Dorfe en, forderte man den Landjäger zu einer

t fand das Kind in einem bejammerns

- und Beine waren schwarz angelaufen, en auf dem ganzen Körper legten schlichen Behandlung ab. Der Sachper­untersuchte, war erschüttert von dem alische Tat wurde die Angeklagte zu

t.

Geschäftliches.

eine schwierige und meist nicht gern ge­diese täglich notwendige Arbeit leicht Jen, nimmt man das bekannte Putz- und ilfe und hat in überraschend kurzer Zeit

Christian Klein in Gießen.

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T. 16

bheilung

onen nachgeprüfte und bestätigte glän Operation ohne Berufsstörung, sodaß sich und ihre Angehörigen nach unserer

en.

bierter Arzt, schreibt:

nügen, Ihnen mitteilen zu können, daß n Brüchen durch Ihre Behandlungs­habe, die ich selbst früher nie für mög einen Kollegen erregten diese Erfolge ht zu widerlegen.

hen Institut für orthopädische Bruc bestätige ich, daß mein Bruchleiden

t fünf Jahren vollständig geheilt ist. eit ohne Beschwerden verrichten. Christian Venik, Konstanz.

h nicht mehr. I chkann Ihre Methode Bruch behaftet ist, nur empfehlen. 6. Bertram, Oschersleben.

bin jetzt vollständig geheilt.

M. B. Wettelbrunn.

it, daß der Bruch meines Sohnes seit heilt ist. August. Popp, Cadenberge. beglaubigte Zeugnisse Geheilter lie­approbierten, speziell ausgebildeten en, Bahnhofs- Hotel Lenz, Donnerstag,

2 Uhr vormittags.

stitut für orthopädische Bruchleiden, 6, vorm. Dr. med. H. 2. Meyer.

chern, die uns nachzumachen versuchen, Sache überhaupt zu kennen. Erſt prüfen,

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Scheuermitte

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Rechle!

39. Jahrg.

Samstag, den 4. September 1926.

Nr. 36.

Gießener Zeitung

Erscheint: Samstags.

( Neueste Nachrichten)

Bezugspreis 40 Pig. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

Der Nürnberger Tag

Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschecktonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M.

wirtschaftlichem Gebiet dadurch zu fördern, daß gleich­zeitig eine Verſtändigung über das fünftige Schicksal der der deutschen Armee und Marine. Kreise Eupen und Malmedy herbeigeführt würde. Es Mit größter Spannung wurde von allen Bevölkerungskreisen in Nürnberg der Verlauf des für den 28. und 29. Auguft ange­jetzten Ehrentages für die alte deutsche Wehrmacht erwartet Während des Gonnabends war das Treiben in der Stadt durch den fast ununterbrochenen

Einzug der von auswärts eintressenden Festteilnehmer gekennzeichnet. Bunt war das Stadtbild. Besonders durch die zahlreichen aus dem Hochland erschienenen Teilnehmer in ihrer Heimattracht und mit ihren Musikkapellen.

Am Sonnabendabend wurden in sämtlichen Sälen der Stadt Begrüßungsfeiern gehalten. Die Versammlung in der Festhalle im Luitpoldhain, wo Stahlhelm, Reichsflagge und Nationalverband deutscher Offiziere sich versammelt hatten, be= juchte auch Kronprinz Rupprecht von Bayern mit sämtlichen Ehrengästen; man sah u. a. Prinz Oskar von Preußen, Feld­marschall Madensen, die Generalobersten von Bothmer und von Einem, die Generale von Francois, von Hutier, die Admi­rale von Schröder und Scheer. Kronprinz Rupprecht gedachte des alten Heeres und gab dem Wunsche Ausdrud, daß der Geist der alten Armee und der Geist der Selbstzucht und des Pflicht­gefühls auch die deutsche Jugend durchdringen möge, auf der die Zukunft des deutschen Volkes ruhe. In gleichem Sinne sprachen noch Prinz Oskar von Preußen zugleich im Namen seiner Brü­der, Generalfeldmarschall von Madensen, ferner der Führer der vaterländischen Verbände in Bayern, Dr. Bauer und General­major von der Golz. Als Generalfeldmarschall von Madensen gesprochen hatte, stimmte die Festversammlung das Deutschland­lied an.

Das Hauptereignis des Ehrentages bildete der große Festzug am Sonntag

vormittag. Die Anteilnahme und die Begeisterung der Be= völkerung war großartig. Seit langem waren solche Massen auf den Straßen Nürnbergs nicht mehr gesehen worden. 55 Sonderzüge aus dem Norden und 10 Sonderzüge aus dem Sü­den waren notwendig gewesen, um die Gäste von auswärts nach Nürnberg zu befördern. Der Festschmud der Straßen, Plätze und Häuser und die Haltung der Bevölkerung stellten selbst das in den Schatten, was in Nürnberg anläßlich des Deutschen Tages vor drei Jahren an Ovationen für die alte deutsche Armee und Marine erlebt worden war. Auf dem Hauptmarkt war für den Kronprinzen und die übrigen hohen Ehrengäste ein Ehrenzelt errichtet, an dem der Festzug über Stunden lang vorbeizog, während in der sonnenklaren Luft weckte der Kampfflieger Udet

wie am Tage vorher durch die kühnsten Sturzflüge die Erinnerung an die Ruhmestaten der deutschen Flieger im Weltkriege.

Eine genaue Zählung ergab

rund 22 000 Festzugsteilnehmer,

rund 1100 Fahnen und Banner, 30 große Musikkapellen und etwa 20 Trommlerforps, 92 Autos und 78 Berittene. In ge­hobener Stimmung zerstreute sich nach dem prächtigen Anblic dieses Festzuges die vaterländische Bevölkerung Nürnbergs, um mit den auswärtigen Gästen zusammen den schönen Sonntag­nachmittag in Erinnerung an die alte Armee und Marine, an Sedan und an Tannenberg, noch in frohester Festlaune zu ver= leben. Eine Festvorstellung im Stadttheater mit Szenen aus den Meistersingern von Nürnberg und einer Festaufführung von Schillers Wilhelm Tell" beschloß den erhebenden Armeege= denktag Nürnbergs 1926.

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Große Anfrage der Deutschnationalen im preußischen Landtag.

Die deutschnationale Fraktion hat im preuß. Land­tag folgende Große Anfrage eingebracht: ,, Angesicht der fast täglich vorkommenden tätlichen Ausschreitungen tommunistischer Anhänger fragen wir die Staatsregie­rung, was sie zu tun gedenkt, um den Landfrieden in Preußen wieder herzustellen."

Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft in Bayern. In Durchführung eines Landtagsbeschlusses sowie dem Vorgehen einzelner Länder entsprechend, ist in Bayern durch eine erschienene Regierungsverordnung über Maßnahmen gegen den Wohnungsmangel, über Mieterschutz und Mietzinsbildung auch in Bayern eine Reform der Wohnungszwangswirtschaft angeordnet worden.

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Um Eupen und Malmedy.

Ueber die Rückgabe von Eupen- Malmedy wurde in letzter Zeit viel in den Zeitungen geschrieben. Eine amtliche Erklärung der deutschen Regierung hat jetzt den wirklichen Tatbestand an das Licht gebracht. Zwi­schen deutschen und belgischen Finanzmännern sind schon vor längerer Zeit Besprechungen in Gang gekommen, die sich auf eine deutsche Mitwirkung bei den inter­nationalen Plänen zur Sicherung der belgischen Wäh­rung bezogen. Ohne daß es einer besonderen deutschen Initiative bedurft hätte, ist dabei auch der Gedanke er­örtert worden, ob nicht die Möglichkeit bestände, ein deutsch- belgisches Zusammengehen auf finanziellem und

handelt sich demnach hierbei nicht um offizielle Verhand­lungen zwischen den beiden Regierungen. Doch ist zu wünschen, daß es über dieses Gebiet noch zu einer für Deutschland befriedigenden Uebereinstimmung kommt.

der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft.

Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft hat es trotz der schwierigen Verhältnisse der Gegenwart auch in diesem Jahre nicht verabsäumt, ihre Herbsttagung in großzügiger Weise durch­zuführen. Die Tage vom 24. bis 29. September werden in der Stadthalle von Kassel eine ungewöhnliche Fülle zeitgemäßer Fragen zur Beratung bringen und den Beweis liefern, daß die D.L.G. in ihrer führenden Stellung auf landwirtschaftlich- tech­nischem Gebiete nach wie vor unangetastet dasteht. Sie wendet sich mit ihrer Tagung in Mitteldeutschland besonders auch an den bäuerlichen Landwirt, der bei ihren nach Besitzgröße abge­stuften Jahresbeiträgen in ihrer Mitgliederschaft keineswegs cine geringe Rolle spielt.

Auch in den 18 öffentlichen Versammlungen, zu denen Gäste gern Zutritt haben, steht unter den geschäftlichen Angelegen heiten verschiedentlich die Beratung der Schauordnung für die Wanderausstellung Dortmund 1927 an erster Stelle. Jm Ein­verständnis mit der Industrie ist diese Ausstellung endgültig festgesetzt und wird, sei es auch unter erheblichen Opfern, plan= mäßig durchgeführt werden. Ein großer Teil der fachlichen Vorträge dieser öffentlichen Versammlungen gilt dem Regie: rungsbezirk Kassel und seinen landwirtschaftlichen Verhältnissen. Daneben befaßt sich die Hauptversammlung mit der Grünland­bewegung. Noch mancherlei andere Fragen stehen zur Behand lung auf der Tagesordnung. Interessenten, die sich an die Deutsche Landwirtschafts- Gesellschaft, Berlin, S. W. 11, Dessauer Straße 14, wenden, erhalten das ausführliche Programm tosten los zugesandt.

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lokal 12 Pfg., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Platz­vorschriften ohne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.

Wohnungsnot,

Bautätigkeit und Mietzinssteuer.

Der Kampf um die Beseitigung des lekten Restes der 3wangswirtschaft Mieterschutz und Reichsmietengesetz wird seit Jahren nicht nur von den betroffenen Organisationen, sondern auch in den Parlamenten mit großer Zähigkeit geführt. In letzter Zeit hat sich die Erkenntnis Bahn gebrochen, daß eine Berewigung des bestehenden Zustandes die schwersten wirtschaft­lichen Nachteile für die gesamte Volkswirtschaft zur Folge haben muz. Daß diese Erkenntnis auch schon in den Mieterkreisen Platz gegriffen hat, die infolge ihrer Parteieinstellung in der Beibehaltung der Zwangswirtschaft das alleinige Heil suchen, ist nicht zuletzt auf die Auswirkungen des Mietzinssteuerge setzes zurüdzuführen. Die Anhänger der Zwangswirtschaft hatten gehofft, durch die Erhebung der Mietzinssteuer, die doch beträchtliche Mittel abwirft, würde die Bautätigkeit so geför dert werden, daß die Beseitigung der Wohnungsnot in abseh barer Zeit erreicht würde. Diese Hoffnung mußte trügerisch sein, da ja nur ein Teil der Steuer für den Wohnungsbau ver­wendet wird.

Die verschiedenen Fragen, die den Komplex des Wohnungs problems umfassen, haben auf der Tagung des Verbandes Deutscher Haus- und Grundbesitzer in Düsseldorf einen breiten Raum eingenommen. Wenn man rückblickend die Verhand­lungen überschaut, so muß anerkennenswerterweise festgestellt werden, daß diese große Organisation das Bestreben hat, das Wohnungsproblem nicht etwa- wie dies fälschlicherweise immer behauptet wird allein vom Standpunkt des Haus­besizers, sondern unter dem Gesichtswinkel der staatspolitischen und volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten zu erfassen. Von den verschiedenen Referenten wurden Ursachen und Wirkung aufge­zeigt, die sich aus den mannigfachen Zwangsmaßnahmen für die Wohnwirtschaft ergeben, und die zu den Zuständen geführt haben, unter denen Vermieter und Mieter in gleichem Maße

Wie die französischen Truppen in Syrien Hausen. leiden. Nachdem mit der etappenweise erfolgten Heraussetzung

Was bringt die Herbsttagung

Nach arabischen Meldungen sind bei den Kämpfen der letzten Wochen im Gebiete von Damaskus 25 Drusendörfer ver­brannt oder durch das französische Geschützfeuer vollkommen zer­stört worden. Hunderte von Plantagen an der Jstris- Dase sind ohne Wasser. Die Franzosen gingen überall äußerst rigoros vor und beschossen auch ein mit 70 Verwundeten belegtes Feld­hospital der Drusen. Zurzeit herrscht im Kampfgebiet größten­teils Ruhe. Die französischen Truppen haben in einigen er­oberten Dörfern Befestigungen angelegt. Die Aufständischen haben sich mit angeblich nur geringen Verlusten in die bewalde­ten Gebiete östlich von Damastus zurüdgezogen, von wo sie ge legentlich Ausfälle auf die französischen Posten unternehmen. Rüsselsheim. Beim Schweißen von Kellereiartikeln erfolgte am Dienstag bei einer hiesigen Firma eine Explosion, wobei der 25 Jahre alte Schlosser Jean Blunn aus Mainz so schwer ver­legt wurde. daß er alsbald an den Brandwunden starb. Ein zweiter Arbeiter wurde sehr schwer verletzt.

Vorboten des Reichsschulgesetzes.

Aus dem Reichsministerium des Innern geht der Presse eine Information über eine Reihe schwebender Gesetzesarbeiten zu. Dabei erfährt man über den an gekündigten Regierungsentwurf zur Ausführung von § 146, 2:

Die früheren Reichstagsverhandlungen über das Reichsschulgesetz gingen besonders um drei Streitfragen:

1. Welches ist verfassungsmäßig die primäre Schul­form? Im neuen Reichsschulgesetz soll die Entschei­dung dahin lauten, daß die Gemeinschaftsschule als die Grundlage anzusehen ist, daß aber anders geartete Schulen, soweit sie auf den Wunsch der Eltern oder der Erziehungsberechtigten eingerichtet werden, die gleichen Rechte haben. Man ist der Auffassung, daß dieses Er­gebnis sich in dem praktischen Nebeneinander von Ge­meinschaftsschulen, religionslosen Schulen und konfessio­nellen Schulen ohnehin ergeben würde, so daß es zwed­los ist, jetzt über die Einzelheiten einer grundsätzlichen Regelung zu streiten.

2. Was ist, geordneter Schulbetrieb"? Diese Frage soll nach dem neuen Gesetze der lokalen Regelung überlassen bleiben, da die Verhältnisse auf dem Lande und in den Städten ganz verschiedenartig sind und selbst eine landesgesetzliche Regelung feine allgemeine Gleich­gültigkeit erlangen könnte.

3. Soll vor der Einführung des Reichsschulgesetzes eine allgemeine Vorabstimmung der Eltern über die Schulform in den Einzelbezirken stattfinden? Diese Frage wird vollständig ausgeschaltet werden.

Die bestehenden Schulen behalten volle Gültigkeit, und die Bestimmungen des Reichsimulgesetzes werden dann nur bei fünftigen Neuerungen oder Aenderungen der Schulform in Kraft zu treten haben. Ueberhaupt sollen aus dem neuen Entwurf des Reichsschulgesetes viele Bestimmungen herausgelassen werden, die frühere Veranlassung zu Kompetenzstreitigkeiten mit den Län­dern gegeben haben."

der Mieten am 1. Juli auf 100 Prozent der Kampf um die Mietfestsetzung einen vorläufigen Abschluß gefunden hat, wurden gleichzeitig die beiden vielumstrittenen Gesetze Mie terschutz und Reichsmietengesetz mit einigen Aenderungen bis zum 30. Juni 1927 verlängert. Bis zu diesem Zeitpunkt ist also die Auseinandersetzung über die Loderung oder Auf­hebung der Zwangswirtschaft im Wohnwesen vertagt.

Daß die beteiligten Organisationen in der Zwischenzeit aber nicht ruhen, bewies die Düsseldorfer Hausbesitzertagung. Durch sachliche Aufklärung will man die irrtümlichen Meinungen daß die künstliche Niederhaltung der Mieten ein Vorteil für die Mieter sei, zerstreuen. Wie ungesund die ganze Zwangswirt­schaft ist, ergibt sich aus den drei Hauptproblemen, die die Oeffentlichkeit in hohem Maße beschäftigen: Wohnungsnot, Bautätigkeit und Mietzinssteuer. Die Ursachen der Wohnungs­not sind an dieser Stelle schon so oft behandelt worden, daß es sich erübrigt, näher darauf einzugehen. Welche Auswirkungen sie aber gezeitigt hat, ist in der Hauptsache nur den Wohnungs­Iosen bekannt, nicht aber allen Staatsbürgern, die im glüd­lichen Besitz einer Wohnung sind. Zu den größten volkswirt­schaftlichen Schäden, die durch sie hervorgerufen worden sind, gehört die Beengung der wirtschaftlichen Freiheit des einzelnen. Wieviele sind seit Jahren an ihrem Fortkommen behindert, weil sie durch die Wohnungsgesetzgebung vom Wettbewerb zur Er­langung einer besseren Position einfach ausgeschlossen sind. Man denke nur an Ingenieure, Techniker und sonstige geistige Berufe, für die ein Wechsel der Stellung zur Weiterbildung und Ent­wicklung ihrer Persönlichkeit eine Lebensnotwendigkeit ist. Wie­oicle Werte gehen durch die enormen Schwierigkeiten des Woh nungswechsels der Nation verloren, wieviel tüchtige Männer müssen infolge dieser ungesunden Berhältnisse in Bofitionen aushalten, über die sie durch Begabung längst hinausgewachsen find? Wertvolle geistige Kräfte werden dadurch brachgelegt und der Schaden, der dem Bolte damit zugefügt wird, ist un­endlich groß, weil der notwendige Austausch der Kräfte nicht nur innerhalb der großen Gemeinden, sondern in weit größerem Maße innerhalb des Reiches seit Jahren unterbunden worden ist. Diese Beispiele lassen sich noch erheblich vermehren.

Das mit der Wohnungsnot im engsten Zusammenhang stehende Problem der

Förderung der Bautätigkeit beschäftigt ja nicht nur die Hausbesizertreise. Handwerk und Industrie, überhaupt die gesamte Wirtschaft, versuchen seit Jah­ren die Lösung dieser brennenden Frage. Es soll nicht ver­fannt werden, daß man versucht, mit den Mitteln der Miet­zinssteuern die ärgste Wohnungsnot zu beseitigen. Der Erfolg ist aber, wie schon betont, nicht in dem Umfange eingetreten, wie er von vielen Seiten erhofft wurde. Und woran liegt das? Einmal ist der Teil, der von der Mietzinssteuer dem Wohnungs­bau zufließt, zu flein, um wirklich durchgreifend helfen zu fön­nen, zum andern hat man die wirtschaftlichen Einzelfräfte zu Gunsten der öffentlichen Gewalt ausgeschaltet, d. h. Staat oder Gemeinden als Bauherren eingesezt. Während vor dem Kriege etwa 5 Millionen Menschen auf dem Baumarkt Beschäftigung fanden, find es heute nur einige hunderttausend. Auf die Un­gerechtigkeit dieser Kopffteuer, die die Mietzinssteuer darstellt, haben wir schon oft durch Aufsäge in unserer Zeitung hinge­