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Sonnabend, den 3. April 1926.

Die verschärfte Wirtschaftskrisis beeinflußte aber besonders den Abjagmarkt in den legten Monaten. Die Kreditmittel sind aufgebraucht und können Ansprüche nur nach Maßgabe der rüd­fließenden Gelder befriedigt werden.

Bei den stets eingehenden Beratungen der Kreditkommission tommt die Rot weiter Kreise frag zum Ausdrud, es wird aber auch die Erjahrung gemacht, daß öfters in recht leichtfertiger Weise fremdes Geld aufgenommen wird, welcher Erscheinung wir nach Möglichkeit entgegenwirten. Go wertvoll fremde Gel­der zur Wiederaufrichtung jino, besonders wenn erträgliche Zins bedingungen möglich, so müssen wir doch dringend vor allzu großer Inanspruchnahme warnen.

In gleicher Weise scheint uns auch von der Berhängung der Geschäftsaufsicht in etwas leichtherziger Weise Gebrauch gemacht zu werden, ohne zu bedenten, daß auch hierdurch der geschäftliche Ruf empfindlich Schaden leiden fann. Wir fonnten mehrfach beobachten, daß Handwerksbetriebe die Geschäftsaufsicht fordern, obwohl die Belastung nach Höhe und Zeit der Entstehung im Bergleich zu den Aktiven nicht als besonders auffällig bezeichnet werden muß. Dazu werden 1. H. Gebühren von 250-300 M an das Gericht bezahlt, von welcher Summe öfters ein fleiner Teil der Gläubiger hätte befriedigt werden tönnen.

Wir wirken auf die Handwerker ein, zur Vermeidung_ge­jchäftlicher Schädigung sich zunächst mit uns oder unseren Reben­stellen in Verbindung zu jetzen, um ein außergerichtliches Arrangement zu erzielen.

Andererseits benutzen aber auch andere Kreise, die als Schuldner für das Handwert in Frage kommen, die Geschäfts­aufsicht, um ein Moratorium zu erlangen, ohne im geringsten in ihrer Lebensführung fich irgendwie beschränken zu wollen.

3u all diejen Mighelligkeiten, die heute das Gewerbe be­brücken, die Tattraft lähmen und einen immer mehr um sich greifenden Bessimismus erzeugen, lasten die hohen steuerlichen und sozialen Abgaben auf den Betrieben.

Der Unmut über die Steuerlasten macht sich in zahlreichen Protest kundgebungen und Massenversammlungen Luft, die teils von dem gewerblichen Mittelstand allein, teils in Gemeinschaft mit den bäuerlichen Organisationen in allen Teilen unseres Kammerbezirks abgehalten werden. Spielen in diesen Vor­gängen auch politische Gründe eine große Rolle, jo entbehren sie doch nicht des inneren nur allzu wahren Kerns.

Die Etats des Landes und der größeren Gemeinden zeigen statt des erwarteten Rüdganges eine weitere Anschwellung des öffentlichen Bedarfs, jodaß befürchtet werden muß, daß die an­gekündigten Erleichterungen in den Reichssteuern aufgewogen werden durch die erhöhten Staats- und Gemeindesteuern. Es sei hierbei bemerkt, daß wir bezgl. der Einkommenssteuerver­anlagung Verhandlungen mit den Landesfachverbänden und dem Landesfinanzamt führen, die die Ermittlung zutreffender Reinverdienstsäge zum Ziel haben. Wir hoffen, daß durch die Mitwirkung des Gewerbes bei der Feststellung des steuerpflich tigen Einkommens nichtbuchführender Betriebe die früheren Fehlschätzungen und die unerquidlichen Reklamationsverhand­lungen eingeschränkt werden. Namentlich besteht für die ganz tleinen Betriebe die Aussicht auf Steuerfreiheit und Rückempfang der Borauszahlungen.

Die Krankenkassen und Invalidenversicherungsanstalten sind fortdauernd am Werf, ihre Beiträge zu erhöhen, oder wie der Antrag der Landesversicherungsanstalten beweist, durch Auf­hebung des§ 1227 der R. V. O. sich neue Einnahmequellen zu erschließen.

Die Beiträge zur Erwerbslosenfürsorge lasten ausschließlich auf den noch arbeitenden Betrieben, ihren Angestellten und Ar­beitern und nehmen naturgemäß kaum noch tragbare Formen an. Hier wirft sich u. E. die Frage auf, ob nicht in Zeiten wirt­schaftlicher Not, wie den heutigen, die doch nicht durch die Schuld der Wirtschaftszweige entstanden, sondern auf andere Gründe tells allgemeiner Natur zurückzuführen sind, nicht auch alle schaffenden Stände an den Kosten der Aufbringung für die E:- werbslosenfürsorge mitwirken müssen. Man sollte im Interesse Der Entlastung der Wirtschaft nicht davor zurückschrecken, die Beamten und festangestellten Personen zur Beitragsleistung, wenn auch nur vorübergehend bis zur Konsolidierung der Wirt schaft heranzuziehen. Die ungeheure Erwerbslosigkeit zeitigt zudem noch weitere handwerksschädliche Erscheinungen. Gar viele ehemalige abgebaute Beamte und entlassene Arbeiter ver suchen sich auf dem gelernten Berufe zu betätigen, sie stellen eine scharfe Konkurrenz des selbständigen Handwerks dar. Vielfach muß auch mit Gemeinden der Kampf aufgenommen werden, die diese Unterhaltungsarbeiten durch Arbeitslose herstellen las­sen. Dieserhalb hatten wir letthin 6-8 Fälle zu behandeln

Schäßung das Finanzamt unter Anwendung des vom Landes­jachverband empfohlenen Reinverdienstsatz vornehmen soll. Liegen in dem Betrieb annormale Verhältnisse vor, so dürften diese zu schildern sein.

Bezüglich des Einkommens aus Vermietung und Verpach tung sei bemerkt, daß vermutlich ein Werbungskostenpauschsatz von 50 Prozent zugelassen wird, zu dem die Grund- und Sonder­Steuern hinzutreten.

Handwerker mit Einkommen von vermutlich über 8000 M haben in allen Fällen die große Einkommenserklärung aus zufüllen und werden zweckmäßig ebenfalls, wie vorstehend ge­schildert, verfahren. Vorschläge über den für den Betrieb zu= treffenden Reinverdienstjag fönnten dem Finanzamt nach Er­fundigung bei dem Landesfachverband gemacht werden.

2. Handwerker, die Aufzeichnungen lediglich über die Einnahmen und Ausgaben führen.

Es tommt oft vor, daß über die Einnahmen und Ausgaben wohl genau Buch geführt wird, daß aller( vielleicht mangels Juventaraufnahme) teine Bilanz aufgestellt werden kann. In diesen Fällen wäre der Ueberschuß der Einnahmen über die Geschäftsausgaben( zuzüglich Abschreibungen) festzustellen. Zu diesem Ueberschuß tritt der Mehrwert, bezw. der Minderwert des Betriebsvermögens( der Erzeugnisse, Warenvorräte, der dem Betrieb dienenden Gebäude sowie des beweglichen Anlage= tapitals) am Schluß des Geschäftsjahres gegenüber dem Stand zu Beginn des Geschäftsjahres. Dieser Mehr oder Minderwert wäre zu schätzen. Wo nach Art des Betriebs das Betriebsver mögen wesentlichen Schwankungen nicht ausgesezt ist und am Schlusse eine Warenanhäufung über das übliche Maß hinaus

Gießener Zeitung"

Mit Rücksicht auf die scharfen Angriffe des Parlaments wegen der Finanzgebahrung und des Beamtenapparates des hessischen Staates schränken die Behörden ihre Aufträge auf das allernotwendigste Maß ein, versuchen in diesen Dingen zu sparen, was wieder nur auf Kosten der Wirtschaft möglich ist.

Wohin wir jehen, überall dasselbe trübe Bild, Stodung des Abjaymarktes, schärffter Rüdgang der Produktion, Geldmangel

an allen Enden.

Gleichmäßig von diesen Erscheinungen werden alle Gewerbe berührt und können wir über einzelne Gewerbezweige dielleicht noch turz berichten.

Jm Baugewerbe liegen die Berhältnisse wohl am schlimm ften. Die Bautätigkeit ruht 3. 3t. fajt vollkommen, soweit nicht, wie im besetzten Rheinhessen, das Reich, Post und Eisenbahn noch einige Gebäude errichten lassen. Die fleinen Aufträge, die von Behörden und Privaten noch heraustommen, zeitigen die un glaublichsten Submissionsblüten. Die Jagd auch nach der kleinsten Arbeit läßt das Gewerbe die Direktion vollständig verlieren, es tann von ordnungsmäßig errechneten Angeboten nicht mehr ge­sprochen werden, was auch von den Führern des Baugewerbes nicht in Abrede gestellt wird.

Dazu sind weite Kreise des Baugewerbes schwer geschädigt durch die unbezahlten rüdjtändigen Arbeitsentschädigungen aus dem Vorjahre, wo in den meisten Gemeinden auf Grund der Baukostenzuschusverordnung eine starte Bautätigkeit hervor gerufen wurde. Die Staatszuschüsse mußten gekürzt werden, Begleichung erfolgt nur sehr zögernd, die Gemeinden erhielten nicht die in Aussicht gestellten Darlehen, die Bauliebhaber selbst fonnten zum größten Teil ihre Anteile ebenfalls nicht auf. bringen. Die ganze Schwere der hierdurch geschaffenen Ver­hältnisse ruht auf dem Handwerk, das mit Arbeitslöhnen und teilweise Material in den schon lange fertiggestellten Häusern stedt. Wir schätzen die hierauf zurückzuführenden Außenstände für das Bauhandwert auf etwa 1,2-1,5 Millionen Mart. Be­mühungen, durch Bereitstellung von Staatskrediten zu Lasten der Gemeinden die Schäden zu lindern, blieben bis jetzt ergeb­nislos. Wohl faßte der Landtag auf Antrag eines handwerk­lichen Abgeordneten einen Beschluß auf Bereitstellung von Mit­teln, ob die Regierung diesen Beschluß aber angesichts der trost­lojen Finanzlage des Staates ausführen kann, erscheint fraglich, die einzige Hoffnung bleibt danach Abdeckung aus der Sonder­steuer 1926, wozu anläßlich der Beratung eines Bauprogrammes entsprechende Anträge eingebracht wurden.

Die Nahrungsmittelgewerbe, ihrer Natur nach von der Ab­jayjtodung nicht so erheblich wie andere Handwerkszweige be­troffen, flagen aber sehr über Rückgang der Geschäfte. Besonders in den Städten mit größerer oder mittlerer Industrie wird der Konsum an Bad- und Fleischwaren erheblich eingeschränkt. Auch macht sich hier das Borgunwesen besonders bemerkbar, dem in Orten mit gutgeleiteten Organisationen durch die Gewerbetrei benden entgegengewirkt wird, indem die Waren nur gegen Bar zahlung abgegeben werden.

Die holzverarbeitenden Handwertszweige, Glaser, Schreiner, Zimmerer und Wagner, sind durch das Darniederliegen der Bautätigkeit und die Krise der Landwirtschaft sehr betroffen, Betriebseinschränkungen erheblichen Umfanges, Etillegung der Betriebe mehren sich unausgesetzt. Das gleiche gilt für die metallverarbeitenden Handwertszweige.

Die Möbelfabrikation, in gewissem Zusammenhang mit der Bauwirtschaft stehend, ist fast völlig zum Erliegen gekommen. Hiervon werden auch die größten Fabriken betroffen, die in den legten Wochen ihre Betriebe bedeutend einschränkten oder ganz stillegten.

Beeinflußt hiervon werden die Holzbildhauer, für die sozu jagen teine Beschäftigungsmöglichkeit besteht, die Tapezierer und Bolsterer, welch lettere ebenso wie die Maler, Lackierer und Weißbinder fast nur noch mit Reparaturen in den Haushaltungen beschäftigt sind. Die sog. schmückenden Gewerbe und solcher kunst­gewerblicher Art, Buchbinder, Juweliere, Bortefeuiller, Elfenbein schniger usw., werden naturgemäß von der Geldknappheit in Mitleidenschaft gezogen. Die früher wohlhabenden Kreise sind nicht mehr in der Lage, derartige Gegenstände zu erwerben oder Aufträge zu erteilen. Erjazz aus anderen Schichten der Bevölke rung fehlt.

Portefeuiller und Elfenbeinschniger, die in großem Um jange für das Ausland arbeiteten, sind hierzu infolge zu hoher Produktionskosten nicht mehr in der Lage.

Wenn nicht bald eine Aenderung in den gesamten wirt­schaftlichen Verhältnissen eintritt, dann werden auch die bis jetzt noch tätigen Betriebe zum Erliegen kommen.

nicht vorhanden ist, tommt ein derartiger Mehr- oder Minder­wert nicht in Frage. Das Einkommensteuergesetz sagt ausdrüc lich, daß in solchen Fällen der Gewinn sich lediglich als Ueber­schuß der Geschäftseinnahmen über die Geschäftsausgaben sich darzustellen hat. Haushalts und sonstige private Ausgaben dürfen hierbei unter den Geschäftsausgaben nicht geführt werden.

Es empfiehlt sich für die unter Nr. 2 genannten Handwer fer, daß sie die hellgrüne Einkommenserklärung ausfüllen und die Art der Gewinnermittlung aus dem Geschäftsbetrieb dem Finanzamt erläutern. Sie werden hierdurch gerechter besteuert werden, als wenn ihr Gewinn aus dem Umsatz geschätzt wird. Die Ausfüllung der Einkommenserklärung tommt hierbei auch in Frage, wenn der Gewinn 8000 Mart nicht erreicht.

3. Bilanzierende Handwerker.

Für die Bewertung des Anfangsvermögens( Eröffnungs­bilanz) sind besondere Vorschriften gegeben, die aus der amt­lichen Erläuterung im Erklärungsformular zu ersehen sind. Die Anfangsbilanz ist dem Finanzamt durch die Vermögenssteuer bekannt. Eine höhere Bewertung des Anfangsvermögens als in der Vermögenssteuerbilanz ist in der Regel nicht gestattet. In­dessen hat eine abweichende Bewertung zwedmäßiger Weise zu et folgen bei den der Aufwertung unterliegenden Forderungen ( statt 15 Prozent 25 Prozent oder den Betrag, der gerichtlich oder durch private Vereinbarung festgesetzt ist) und die Wert­papiere oder G. m. b. 5.- Anteile statt mit dem halben mit dem vollen Wert.

In der Endbilanz sollen die Vermögensgegenstände mit dem gemeinen Wert bewertet werden, können jedoch auch bewertet werden mit dem Anschaffungs- oder Herstellungspreis abzüglich zulässiger

Nr. 14.

Delegiertentagung des Landesverbandes Hessischer Hausbesitzer- Vereine am 20. März in Friedberg.

Somabend, den 3. Apr

Redner ging dann noch die persönlichen Rücksprachen der Ver

Staatsbehörden durch, behande Zentralverbandes, über welche die unterrichtet würden und schloß m Tätigkeit in den einzelnen Verein liche Zusammenarbeit könnte die In der Ausprache wies Se Gefahr hin, die dem Hausbesit vieler Gemeinden auf Erhöhung figende fonnte darauf erwidern, banden seien, daß aber zunächst kei seitens der Aufsichtsbehörde der Grundsteuern zwangsläufig ei bringe

83. Der Borjizende, Herr Landtagsabgeordneter Haury, eröff nete Punkt 2% Uhr die von etwa 40 Vertretern besuchte Tagung. Herr Schmidberger, der Vorsitzende des gastgebenden Vereins, hieß die Bereinsvertreter in Friedberg herzlich willkommen und wünschte der Tagung besten Verlauf.

Der Vorsigende erstattete darauf Bericht über die Ereig­misse seit der letzten Tagung in Bad Nauheim. Er bespricht die Tätigkeit des Verbandes auf den verschiedenen Gebieten. Erfolge und Mizerfolge. Einen breiten Raum widmete er der Behandlung der Sondersteuer. Der Verband habe hierzu eine ganze Reihe von Forderungen gestellt. Die Regierung habe sich indes auf Debatten nicht eingelassen; sie habe die Sonder­steuer einfach auf dem Verordnungswege dittiert. Es soll unter allen Umständen versucht werden, die Frage vor den Landtag zu bringen. Es werde fich dann herausstellen, ob sich bürgerliche Parteien dazu bereit finden, eine solche, den Tat­bestand der Konfistation erfüllende Steuerpolitik der Regie­rung dem Hausbejiz gegenüber zu deden. Diese Steuerpolitik, einem einzelnen Stande gegenüber, werde bis weit in die Reiben der Linksparteien hinein verurteilt. Es werde Zeit, daß sich die Hausbej er der Parteien, die zur Regierungsfoalition ge hören, regen und ihre Abgeordneten aufklären. Ganz besonders geijelte der Redner die Schlechterstellung des gering belasteten oder unbelasteten Hausbesik in Hessen gegenüber dem Reichs­gejek Die hessische Regierung habe diese Vergünstigungen der art beschnitten, dag von ihnen nicht mehr viel übrig bleibe. Demgegenüber bleibe der Betrag, der nach dem Reichsgeseh für Neubauzwede Verwendung finden müsse. unter der reichsgeſch­lichen Borschrift. Das alles geschehe, um das Erträgnis aus der Steuer f die allgemeinen Verwaltungszwede so günstig wie möglich zu gestalten. Diese beiden Tatsachen fanden die einmütige Mißbilligung der Bersammlung, und in der nach folgenden Aussprache wurde die rüdsichtslose Art der steuer­lichen Ausbeutung des Hausbesitzes und die Vernachlässigung des Baumarktes ganz besonders unterstrichen. Redner ging dann auf die Aktion gegen den Bodenreformgefehentwurf ein, behandelte kurz die Realkreditfrage, die Veranlagung zur Ber mögenssteuer und die Bildung der Grundbewertungsausschüsse. Hierzu bemerkte er, daß die Vereine dem Finanzamt auf An­fordern geeignete Sachverständige für die Grundstücksbewertung angeben müßten. Es könne dem Hausbesitz nicht gleichgültig jein, von wem und wie sein Grundbesitz eingeschätzt werde. Der Vorsitzende behandelte dann die Mietfestsetzung der letzten Mo­nate, besonders die ungesetzliche Mietherabsetzung im Januar. Die damals fur die Mieterschaft untragbare Mieterhöhung werde jetzt am 1. April tragbar, weil der Staat die Mehrmiete erhalte. Die Mietenregelung erfolge nach rein parteipolitischen Gesichtspunkten. Heute, nach mehr als zwei Monaten, habe der Redner noch keine Antwort auf seine bekannte Anfrage an die bejj. Regierung. Die Antwort scheine der Regierung einige Ver legenheit zu bereiten. Was die Loderung der Zwangswirtschaft angehe, so jei in Hessen noch kein Fortschritt zu verzeichnen. Obwohl für gewerbliche Räume und große Wohnungen ein Mieterschuß sicht mehr notwendig sei, ziehe man daraus nicht die Konsequenz. Daraus fönne man schließen, daß die Regie­rung die 3wangswirtschaft brauche, einerseits, um ein Kompen­jationsobjeft für die Linksparteien zu haben, andererseits, um den Hausbesig steuerlich ausnugen zu fönnen. Die Erfahrungen, die man seither mit der 3wangswirtschaft gemacht habe, wären Anlaß genug, an den Abbau ernstlich heranzugehen. Jedes weitere Jahr Zwangswirtschaft bebeute weitere Berschlechterung auf dem Wohnungsmarkt. Wolle man die Zwangswirtschaft so lange fortführen, bis jie durch den Zwang der Verhältnisse zusammenbreche? Bis selbst in die höchsten Regierungsstellen hinein jei man von der Schädlichkeit der Zwangswirtschaft über­zeugt. Es finde aber niemand den Mut, das Odium der Auf­hebung auf sich zu nehmen. So lasse man die Sache treiben zum Schaden unserer ganzen Wirtschaft. Es sei gar nicht daran zu denken, daß bei Fortdauer dieser Verhältnisse jemals normale Berhältnisse auf dem Wohnungsmartt eintreten fönnten. Man scheue sich nicht, mit falschen Zahlen gegenüber dem Hausbefig zu operieren, dem man jogar eine wesentliche Besserstellung gegenüber der Vortriegszeit andichte. Wo derartige Behaup tungen aufgetaucht seien, habe man sie mit Leichtigkeit wider legen fönnen. Eine Sache aber, die man mit derartigen Mitteln verteidigen müsse, müsse faul sein.

Abschreibungen. Besondere Beachtung muß darauf verwandt werden, daß nicht durch unzulässige oder unbegründet verschieden. artige Bewertungen in der Anfangs oder Schlußbilanz ein un zutreffender Gewinn oder Verlust für dieses oder tommende Ge schäftsjahre tonstruiert wird.

Als Vorauszahlung am 10. April fann ein Viertel der nach der Erklärung zu berechnenden Steuer gezahlt werden. Wer im vergangenen Jahre Ueberzahlungen geleistet hat, kann gleichzeitig Antrag stellen auf Anrechnung dieser Ueberzahlung auf die Vorauszahlung; der überzahlte Betrag fann dann in Abzug gebracht werden. Die Steuer beträgt für die ersten 8000 Mart 10 Prozent; für Ehefrau und minderjährige Kinder, die nicht über 18 Jahre alt sind und nicht selbständiges Arbeitseinkommen haben, wird je 1 Prozent weniger berechnet. Das 8000 Mart überschießende Einkommen wird für die weiteren 4000 Mart voll mit 12% Pro zent, für die nächsten 4000 Mart voll mit 15 Prozent besteuert. Am Einkommen werden in Abzug gebracht 550 Mart, sofern das Jahreseinkommen 10 000 Mart nicht übersteigt. Als Sonder leistungen werden ohne jeden Rachweis 180 Mart vom Ein tommen abgesetzt. Sind höhere Sonderleistungen entstanden, so dürfen für Versicherungs- und Sterbefasse beiträge, Lebensver sicherungsprämien und Ausgaben für Berufsfortbildung Abzüge nur bis 480 Mart( für Ehefrau und Kinder je 100 Mart mehr) gemacht werden, während die vollen Beträge für Kirchensteuern, Innungs und Handwerkskammerbeitrag abgezogen werden dür. fen. Beim Vorliegen besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse ( durch Unterhalt und Erziehung der Kinder und Entel, Untez­haltung mittelloser Angehöriger, Krankheit, Verschuldung) kann Antrag auf Steuerermäßigung gestellt werden.

Herr Obmann- Oberramstadt rigen Berein gestellten Antrag, a gangen wird.

Herr Weiser- Offenbach bringt in Offenbach dazu übergegangen

Mieter durch die Polizeibehörde einzuweisen. Einem solchen Borg entgegengewirkt werden. Die P auf einer Geheimverfügung des he Der Borsigende macht auf die ge merljam, insbesondere auf die G und darauf, daß dem Mieter nicht räumen sei, sondern höchſtens ein dieses nur auf tur; begrenzte Zeit um Zurverfügungstellung der Un

Bolizei habe ein Vorgehen obiger Herr Wrich- Friedberg regt an daß die Sondersteuer nicht höher se triegszeit bezahlten Zinsen! Er ungerechte Auswirkung der Sonder weiteren Rednern machte allgemein right des Vorsitzenden und andere Zu Punkt 2 berichtet Herr G bach über den Bodenreformgefeher durch den Hausbesitz. Er unterstr Jammenwirten von Hausbesik und gleichmäßig an dieser Frage inter Gefahr, die von der bodenreformer

unterschätzen. Die Bodenreform v Ziele, als öffentlich zugegeben wer Zu Punkt 3 behandelt Herr Le Kasführungen die Realtreditfrager des Zentralverbandes. Wohl sel leiht jaßlich behandelt wie von wurde nach Beendigung des Ref rungen zum Abdrud in der Ha fagung zu stellen. Zu der Frage dem Beginn der Werbearbeit in He bis die noch bestehenden Zweifels Dann solle aber mit einem dem Digen Eifer an die Werbearbeit he Bon allen Rednern wurde di die Zukunft des deutschen Haust Zu Punkt 4 berichtet Herr Einkommensteuergesetz und die be erklärung. Die Ausführungen b von uns in der vorigen Numme Redner wies besonders darauf h Bauschalierung der unständigen

Der Beranlagungsarbeiten für de bestehe teinerlei Veranlassung, d Steuerveranlagung anders behand jeffehung. Wenn man dem Haus dem Haus zubillige, könne man

von ihm verlangen.

Zu Punkt 5 stellt Bingen der nächsten Verbandstages dortselbs 141oen.

Nach turzer Aussprache schließ Hinsicht befriedigend verlaufene

Sturmnacht Bon Friedrich We

Da halte ich sie wieder einmal scheinbare Kapsel mit dem gesch Rabel, die zitternd nach dem ein anruhig wie das menschliche Herz. Den Unteroffizier Karl Schmidt, vember im ersten Kriegsjahr rüden in die vorderste Linie- pag übergab. Nehmen Sie ihn nicht, aber Ihnen fann er nüglich lehnte, drang er in mich: ,, Sollt's

Sie ein Andenten an mich." Der besonderen Wert für ihn und ihn mag ihn wohl eine innere Ahnung lebt hat. Sobald ging sie nicht in jener Ragt, als wir nach dem Jaridgingen, russisches Maschineng nach, und einmal ilog, wie wit a dicht nebeneinander gingen, zwisch og hindurch und fiel flatschend zu es. Erit viele Wochen danach jhwerer Erfrantung die Front v an der Piliga eine verirrte Kugel ber hatte er zur Erholung in der s Bruk gesandt. Als ich die Nachr habe ich zum ersten Male den K ith sinnend betrachtete, geda eines ganz feltsamen Naturereign Ichlimmen Nacht erlebte, in der ich Seit Wochen schon standen Benzenlos dehnte sich im Düſter de

Den flache Wellen ganz dahinten By Des Himmels in eins verschm 3gen webten die Wolfen dan