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deutschen Einheitsfrage im Kartenbild( 1806, 1815, 3ollverein 1866, 1871) veranschaulicht.

So kurz diese in Hauptstrichen gezeichnete Skizzierung ist, sie zeigt doch, welche Fülle von geschichtlichem Stoff die an ge­deutete Zeit birgt. Gelingt die Ausstellung so, wie sie guter Wille schaffen möchte, dann wird sie eine einzigartige Schau heimischer Geschichte nicht nur wegen der Geschlossenheit des Dargebotenen, sondern weit mehr wegen der Ehrwürdigkeit der gezeigten historischen Zeugen werden, die auf den Beschauer stets ihren Zauber mehr ausüben, als ihre späteren Nachbildungen. Daß aber das Ziel erreicht werden kann, ist dann gewiß, wenn allerwärts die Mithilfe bereit ist. Es gilt unter den Augen einer kritischen Welt nicht bloß Deutschlands etwas zu schaffen, das unsere Geschichte in würdigem Bilde erscheinen läßt.

Die Miete für den Monat April.

so wird uns vom Presseamt des Staatsministerium ge­schrieben, ist von der Landesregierung für sämtlGemein­den des Landes auf 80 v. H. der Friedensmiete festgesetzt worden. In diesem Satz ist auch die Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz enthalten, die bisher auf die Nuzungsberechtigten umgelegt werden konnte, sodaß der Mieter keinerlei Steuern und Abgaben an den Ver­mieter zu entrichten hat. Lediglich für den Wasserver­brauch bleibt es bei der seitherigen Regelung, sodaß also der Vermieter einen Verbrauch, der an Unkosten v. H. der Friedensmiete übersteigt, auf die Mieter in einem angemessenen Verhältnis umlegen kann. Eben­so sind die Vorschriften über die Tragung der Kosten einer Abortgrubenentlehrung, die ja nur für einzelne Gemeinden des Landes in Betracht kommt, unverändert geblieben. Von einer Spezialisierung der einzelnen

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Posten, aus denen sich die gesetzliche Miete zusammen­setzt, wurde abgesehen. Mit Rücksicht darauf, daß die meisten Mieten für gewerbliche Räume in freier Ver­einbarung zwischen Vermieter und Mieter bereits die Friedenshöhe erreicht haben und auch aus anderen Ge­sichtspunkten hat sich die Landesregierung veranlaßt gesehen, zu der gesetzlichen Miete für gewerbliche Räume mit einer Friedensmiete von 601-1800 R.-Mt. ein­schließlich einen Zuschlag von 10 v. S., über 1800 hinaus von 15 v. H. der Friedensmiete zu gewähren. Für ge­werbliche Räume mit einer Friedensmiete unter 600 R.-Mt. einschließlich darf ein Zuschlag nicht verlangt werden. Wird für gewerbliche Räume und Wohnräume eine einheitliche Friedensmiete geschuldet, so hat im Streitfalle das Mieteinigungsamt den auf den gewerb­lichen Raum entfallenden Teilbetrag der Friedensmiete auf Antrag festzustellen.

Literarisches.

In dem Verlage Oskar Müller, Köln, erschien soeben: ,, Der Diplom- Handelslehrer" von Johannes Oberbach. Preis 80 Pfg. Ein Buch, das die gesamte Handels- und Kaufmanns­welt interessieren dürfte.

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Das amtliche Fernsprechbuch für den Oberpostdirektions­bezirk Darmstadt wird demnächst neu aufgelegt. Die Vor­arbeiten hierzu werden am 10. April ds. Js. abgeschlossen. Bis dahin sind Aenderungen der Eintragungen bei der zuständigen Fernsprech- Vermittlungsstelle anzumelden. Die Gebühren für die kostenpflichtigen Entragungen in das Fernsprechbuch sind vom 1. Mai ab fällig. Sollen gebührenpflichtige Eintragungen der jetzigen Auflage nicht in das neue Buch übergehen, so ist ihr Wegfall oder ihre Aenderung spätestens zum 10. April zu beantragen. Andernfalls werden sie in die neue Auflage gegen übernommen. Erhebung der bestimmungsmäßigen Gebühr ( Vergl.§ 14 der Fernsprechordnung vom 21. Juni 1924.)

Geschäftliches.

Eigner Herd ist Goldes wert!

Praktische Familienhäuser auf dem Lande und in den Vor­orten schon für 3500 Goldmark an. Ein Wegweiser für alle die­jenigen, die auf dem Lande und in den Vororten im eigenen Hause gesund und billig wohnen wollen. Herausgegeben vom Amtsbaumeister a. D. M. Spindler mit 102 Seiten und 225 Abbildungen. Preis 3 M, gebunden 4,50 M. Ein dankens= werter Ratgeber für die, die mit dem Gedanken umgehen, sich eine eigene Scholle zu errichten. Ein Fachmann zeigt hier, wie es den Minderbemittelten möglich ist, zinsfrei im eigenen Hause zu wohnen, ja unter Umständen sogar noch Gewinn daraus zu erzielen, wie man im eigenen Heim zu einer besseren Lebens­haltung kommt und eine Familie gesund und glücklich lebt. Dieses Buch ist ein wahrer deutscher Gedanke und es wurden bereits 30 000 Exemplare verbreitet.

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