men
a.
M. 2917.
ettkäse
- franko efabrik
g 209.
ten
glichen An= Ichhaltigen
Don
S
sbüchern
( 3 Bände) ten( 3Bde.) ür Kinder
n- Stickerel
d Celnen
et- Arbeiten
hen- Spitzen
eißftickerel Ausschnitte He)/ Bunt / Kreuzftich ardanger inde) ufw. erzeichniffe
ft.
2. 1.50 ich, oder ome Dom
o Beyer
= T.
J
und llen.
r die.
fach
nur
of"
66
keit,
Cung
lich.
em.
"
Giessener Zeitung
( neueste Nachrichten)
mit
( Giessener Cageblatt)
Amts- u. Vereinsnachrichten
Bezugspreis:
60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf.
Telephon Nr. 1362.
38. Jahrg.
Expedition: Südanlage 21.
Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen. Berlagsbruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783.
Anzeigenpreise:
30 mm brette Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg
Lokal
"
"
"
90
"
11
Reklamezeile
Dienstag, den 31. März 1925.
Eine Vorschau
zur Jahrtausendausstellung in Köln.
Von Studienrat Dr. Keller in Düsseldorf.
Die große Schaustellung deutscher Kultur und Geschichte am Rhein, die von Mai bis August in Köln stattfindet, will mit besonderer Betonung den Gang der allgemeinen Entwicklung herausstellen. Dies ist der tiefere Sinn gerade der Kölner Ausstellung im Gegensatz zu anderen rheinischen Sonderausstellungen. Hier gilt es also nicht, etwas zu schaffen, was außerhalb der Bannmeile von Köln schon an Interesse verlöre, vielmehr soll namentlich in Geschichte und Politik der große Anteil des Rheingebietes von Speyer bis Cleve, von der Saar bis zur Sieg an der deutschen Schicksalsgemeinschaft herausgeholt werden. Die großen historischen Ereignisse seit der französischen Revolution liegen örtlich über das ganze Rheingebiet hin in schönem Geichmaß verteilt. Entsprechend diesem von der Geschichte geschaffenen Ausgleich wird die Ausstellung auch den historischen Städten gerecht werden. Und nur in harmonischem Zusammenarbeiten aller dieser Orte wird jener Eindruck erzielt werden können, daß an einer Stelle wenigstens in, diesem Jahr die deutsche Geschichte am Rhein gewissermaßen wie in reicher Illustration in ihrer Gesamtentwicklung geschaut werden kann. Nirgendwo weiß man dies besser als hier in Köln, und kein Wunsch ist hier sehnlicher als dieser. Es wird sich vornehmlich darum handeln, die wichtigsten Ereignisse in irgend einer Form darstellerisch zu erfassen. Einfach ist dies unter williger Mitarbeit bei jenen Geschehnissen, die am meisten den Stift des Künstlers von jeher gezeigt haben, den Szenen des Kriegslebens und den Bildnissen der Persönlichkeiten, die an diesen Ereignissen besonders beteiligt waren. Man denke an die reichen Bilder von der Eroberung rheinischer Städte durch die französischen Heere in der Zeit von 1794-1813, an die zerstörten Schlösser jener Zeit, an die Bilder aus den Befreiungskriegen, bei denen als Vorläufer schon die kleinen örtlichen Aufstände Bedeutung haben, so im Bergischen. Die Versuche, auch im Rheinland die Ideen der französischen Revolution heimisch zu machen, Errichtung von Freiheitsbäumen, Revolutionsflubs und propagandistisch eingestellte politische Vereine werden nicht übersehen werden. Männer wie Forster und Böhmer um nur zwei vom Mittelrhein zu nennen vergegenwärtigen jene Strömung besonders gut. Das politische Schicksal des Linksrheins zeigt die Linie der Friedensschlüsse von 1795( Basel) 1797( Rastatt) -1801( Lüneville)- 1803( Reichsdeputation)- 1806( Rheinbund) 1815( Wiener Kongreß), die wir hoffen, zeigen zu fönnen, deren Auswirkung aber auch an wirksamen Karten abgelesen werden kann. Die Rheinübergänge der Verbündeten, Szenen aus den befreiten Gebieten, die Männer der Verwaltung bis zum Uebergange an Preußen schließen für lange Zeit, man tönnte sagen, bis in unsere Tage die Zeit des grausamen Krieges ab.
-
-
10
"
120""
Nr. 38.
Die neue Zeit fündet sich an in den Besizergreifungspatenten für die verschiedenen Landesteile in den Huldigungsfeiern und den Bildern der neuen Landesherren, wie der leitenden Verwaltungsbeamten. Die Schwere des Annäherungsprozesses besonders in der Rheinprovinz, wir charakterisiert durch einige Kreise jener Uebergangszeit, die man ihres starken Einflusses wegen als die öffentliche Meinung wird erfassen können( Gneisenau, Görres, Koppe, Zum Bach, Benzenberg u. a.) Königsund Ministerbesuche in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts sind keineswegs bloße Höflichkeitsakte gewesen, sondern hatten nachhaltige politische Bedeutung( 1815 Friedrich Wilhelm III. Aachen, Köln; 1817 Hardenberg( Engers) und Altenstein, 1818 Fürstenkongreß Aachen usw.); es ist die Zeit, da in Adressen das rheinische Volk seine Wünsche deutlich zum Ausdruck brachte. Der Rückschlag setzt ein, der den Verschmelzungsprozeß um Jahrzehnte hintangehalten hat( Mainzer Zentral- Untersuchungskommission), Demagogenverfolgungen folgen, zuletzt veranlaßt durch die bekannten beiden Attentate auf Kotzebue( Mannheim) und den nassauischen Präsidenten Jbell. Der Kölner Kirchenstreit kommt hinzu und aus beiden Quellen entspringt eine starke Publizistik, die sich jetzt nicht nur in Broschüren ergeht, sondern nun auch die Presse zu einem politischen Machtfaktor erhebt. Ihre Bedeutung wächst noch, als auch die sozialen Strömungen anschwellen und in einigen Köpfen( Marx, Engels u. a.) entschlossene Verfechter findet.
Die innere Unruhe der Menschen macht sich zunächst in leichten Aufständen Luft( Aachen, Wuppertal, Moselgebiet), in Festen nationaler Kundgebungen( Heimbach), die Mißstimmung schwillt an, die politischen Forderungen werden immer lauter und gipfeln schließlich in dem Frankfurter Parlament und der Revolution von 1848-49( Niederrhein, Pfalz, Baden). Daß für diese Zeit der ausstellbare Stoff sehr reich ist, erklärt sich leicht, es wird vonnöten sein, markante Szenen auszuwählen, um in der Fülle nicht verwirrend zu wirken, die rheinischen Parlamentarier sollen im Bilde so reich wie möglich erfaßt werden. Karikaturen werden gerade diese Abteilung besonders reich beleben, Bürgerwehrfahnen, rote Revolutionsfahnen, schwarz- rotgoldene Embleme u. dergl. mehr sollen dem Raume die Note der Zeit geben. Auch die an einzelnen Orte gefeierten Feste der ,, Deutschen Einheit" nach der Wahl des Erzherzogs Johann zum Reichsverweser, die noch wenig bekannt geworden sind, gehören unbedingt in das Bild hinein. Es würde mit herzlichem Danke begrüßt werden, wenn durch diese Zeilen Hinweise auf solche Feiern zur Kenntnis der Ausstellungsleitung Köln, Rathausplat 5, gebracht würden.
-
Die Entwickelung und Bedeutung der Provinziallandtage, der politischen Parteien der Frühzeit wie der letzten Jahrzehnte, die Kriege von 1866( Nassau, Frankfurt) und 1870-71( Ems, Saarbrücken, Zeppelins Ritt u. ä.), der Kulturkampf, werden je nach Möglichkeit in historischen Bildern, Porträts, Statistiken, graphischen Darstellungen, Broschüren und der Abschluß der


