Einzelbild herunterladen

machen. Zuname, den frü­d, Dienst­5. Staats­Mutter­

5 vor dem

ruf( mög erhändler

Arbeiter Betriebes, auerngut,

os wegen beruf.

steht zu Anforde

die Bitte oder eine

Šeder ein­n, die sich größtem durch ge= piere die Es wird atistischen verwendet

nit allem ten Zähl­

Landes­

dt zu, wo Istelle hat gehenden

s zu wah im Lande Auskünfte obald die pernichtet. gaben zu­völkerung hoffen, B sich aus wärtigen nen läßt.

d- Verlag ch 3,-M, der illu­sich durch r Waren­ntlich ge er Freund Se Freude ten Halb­Durch den

rdienst

retungen Nebenamt)

nd häusl. sw. Verlg.

ng. N. 187

Winter -Neum. 2 szustände, hte Herz­üre über Hauskuren

n W 30.

Giessener Zeitung

( neueste Nachrichten)

mit

( Giessener Cageblatt)

Amts- u. Vereinsnachrichten

Bezugspreis:

60 Goldpfennig monatlich fret Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf.

Telephon Nr. 1362.

38. Jahrg.

Expedition: Südanlage 21.

Redaktion, Druck und Verlag:

Albin Klein in Gießen, Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783.

Anzeigenpreise:

30 mm brette Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg

Lokal

" 1

"

" 1

" 1

90

"

"

Reklamezeile

Donnerstag, den 19. Mai 1925.

Der Iltis" vor Taku.

Zur 25jährigen Wiederkehr des Tages von Taku.

17. Juni.

Es war im Frühling des Jahres 1900, als beunruhigende Nachrichten aus China nach Europa drangen. Aus allen Teilen des Reiches brachte der Telegraph Kunde von Aufruhr und Blutvergießen. Aus der Ferne gesehen, konnte man sich zuerst kein rechtes Bild von diesen Greueltaten machen, und man blieb in Europa im Unklaren darüber, ob die sogenannten Boxer gegen das eigene Fleisch oder gegen die Fremden wüteten. Selbst die nach und nach einlaufenden Nachrichten über die Er­mordung christlicher Missionare störte selbst die Europäer im Osten noch nicht allzu sehr in ihrem Gleichgewicht. Aber die Kunde abscheulicher Grausamkeiten, die auch an weiblichen Glaubensboten begangen wurden, mehrten sich, und da begann es den Fremden unheimlich zu werden.

Es lag plöglich wie eine schwere Gewitterwolke über diesem Lande der Rätsel, dem großen China, dessen Denkungsart uns immer ein Buch mit sieben Siegeln bleiben wird. Was hatte der gelbe Moloch vor?

-

Diese Frage fing an, alle Gemüter zu beunruhigen. In den Hauptstädten tauchten die ersten bezopften Weißen auf, in blauen Jacken wie die Chinesen; es waren die aus dem Innern vor der Wut der Eingeborenen fliehenden Missionare. Endlich gingen auch dem stolzesten Fremden, der sich bisher für unan­tastbar hielt in diesem Lande der Kulis, die Augen auf. Die Ereignisse überstürzten sich jetzt. Vor Peking zerstörten die Aufständischen die Bahnen. Belgische Beamte und Ingenieure wurden verjagt und getötet. Also der Europäer war es allein, gegen den sich der Haß der gelben Rasse richtete. Man predigte in China offen den Mord der Fremden, und aus Pefing fam der Notschrei: Die Gesandtschaften sind in Gefahr! Hilfe"

Auf der Reede von Taku waren damals Geschwader fast aller Großmächte versammelt. Mehr aus Eifersucht der Mächte untereinander, als aus Gründen der Gefahrsmöglichkeit für die eigenen Angehörigen. Von dort wurde in der Nacht vom 9. Juni, als Antwort auf den Angstruf Pekings, eine Truppe an Land gesandt, die unter dem Namen ,, Seymour Expedition" den bedrohten Gesandtschaften Hilfe bringen sollte. Zugleich wurden hinter Taku die ersten Schüsse gewechselt, und mit einem Male stand riesengroß vor der ganzen Welt das Gespenst der gelben Gefahr" auf.

Kein Verlaß war auf die Kaiserin von China, auf ihre Vizekönige. Im Gegenteil, das gelbe Militär entfaltete plötz­lich eine fieberhafte Tätigkeit, und es hieß allgemein, der Hof mache gemeinsame Sache mit den Boxern" gegen die Fremden.

Schon am 15. Juni verbreitete sich das Gerücht von der Ermordung des deutschen Gesandten, von Ketteler, in Peking, der in der Tat am 20. Juni das Opfer eines chinesischen An­schlags wurde.

10 120

17

17

Nr. 59.

Dies alles war so gut wie eine Kriegserklärung, und höchste Besorgnis vor den feindlichen Gewalten drängte zur entscheiden­den Tat.

In Taku lagen am 15. Juni, 9 Meilen von der Küste ent­fernt, 20 der grimmigsten eisernen Kriegsmaschinen vor Anker. Schiffe aller Klassen und aller Nationen. Vizeadmiral Bende­mann war der Chef des Deutschen Ostasiatischen Geschwaders: Herta, Hansa, Gefion, Kaiserin Augusta. An der Flußmündung lagen die Kanonenboote und Torpedojäger der feindlichen Mächte. Auf den Forts von Taku starrten die Kruppschen Ge­schütze der Chinesen. In der Luft lag die Schwüle der kom­menden Ereignisse.

Die chinesischen Soldaten trafen kriegerische Vorbereitungen, indem aus rückwärts liegenden Magazinen große Mengen Mu­nition in die Festung gebracht wurden. Außerdem begann man, Minen in die Fahrwasser zu versenken. Zur Kenntnis des Korvettenkapitäns Lans, Kommandant des Deutschen Kanonen­bootes Jltis", gelangte es, daß der chinesische General beim Stadionsvorstand in Tongku Waggons und Lokomotiven bestellt habe, um sich mit Hilfe der durch die Bahn beförderten Trup­pen des Bahnhofs zu bemächtigen. Kurz entschlossen griff der Kommandant der Jltis" ein, indem er selbst ohne großes Auf­sehen den Bahnhof besetzte und alles rollende Material mit Be­schlag belegte. Es konnte kein Zweifel mehr über die feindlichen Absichten des Gegners bestehen, und dennoch zögerten die Ad­mirale, den Befehl zum sofortigen Angriff zu geben. In ernster Beratung beschlossen vielmehr die Befehlshaber der internationa­len Flotte, dem Kommandanten der chinesischen Forts ein Ulti­matum zu überreichen, wonach diese vor 2 Uhr morgens am 17. Juni den Verbändeten auszuliefern seien, widrigenfalls man sie mit Gewalt nähme.

Inzwischen wurde auf den Schiffen alles ,, klar zum Gefecht" gemacht; allen voran das deutsche Kanonenboot Iltis" unter seinem Kommandanten Lans. Es sollten sich außer demselben noch 1 englisches, 1 französisches und 3 russische Schiffe am Kampfe beteiligen. So standen die Dinge am Vorabend des 17. Juni 1900.

Um 12 Uhr 50 Minuten wurde die Stille der Nacht jäh unterbrochen durch das Feuer aus den Forts. Es war die Antwort Chinas und zugleich eine Kriegserklärung an die

MONNA VANNA

imgelben Gewande DIE SZIGARETTE

ADLER- COMPAGNIE A.G.DRESDEN