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tragen dürfe, würde durch die Gewährung eines unbegrenzten Zuschlagrechts an die Gemeinden zu Fall gebracht. Außerdem geben niedrige Grundtarife und hohe Zuschläge dem Auslande ein falsches Bild von den Steuerleistungen des deutschen Volkes. Auch ist zu fördern, daß reichsgesetzliche Höchstsätze für die Be= steuerung durch die Länder und Gemeinden fortgesetzt werden.
Reichsabgabenordnung.
Eine Wiederherstellung des durch die Notverordnung stark geschmälerten Rechtsschutzes ist unerläßlich. Der im Reichsbewertungsausschuß vorgesehene Oberbewertungsausschuß ist mit Finanzgerichten zu verschmelzen. Die Finanzgerichte sind, ähnlich wie die ordentlichen Gerichte, unabhängig zu machen.
Inkrafttreten.
Es ist zu der Uebung der Vorkriegszeit zurückzukehren, wonach die Gesetze erst dann in Kraft gesetzt werden, wenn auch die Ausführungsbestimmungen vorliegen.
Das Präsidium des Hansa- Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie ruft alle Erwerbsstände auf, mit allen Mitteln auf die gesetzgebenden Körperschaften einzuwirken, um noch in letzter Stunde die Durchsetzung der wichtigsten Forderungen des Wirtschaftslebens herbeizuführen. Die gegenwärtige Steuerreform ist für die nächste Zukunft des deutschen Wirtschaftslebens von ausschlaggebender Bedeutung. Nur wenn es jetzt gelingt, die Grundlagen für ein erträgliches Verhältnis zwischen Volkswirtschaft und Steuern zu schaffen, wird es möglich sein, daß die Wirtschaft praktisch auf die Dauer die großen nationalen Aufgaben für das Staatsganze zu erfüllen vermag, die sie in Erkenntnis ihrer Verpflichtung vor Gegenwart und Zukunft des deutschen Volkes trot schwerster Bedenken auf sich genommen hat.
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Das Fahrrad als Resolutionär.
Im Zeitalter des Autos mutet die Behauptung, das Fahrrad sei chedem ein Revolutionär im Verkehrsleben gewesen, wie cine Ueberhebung an. Man braucht nicht zu den Aeltesten der Alten zu gehören, um sich der Revolutionszeit des Fahrrades zu erinnern. Es sind, rund gerechnet, etwa 30 Jahre verflossen, seit das Fahrrad den Verkehr revolutionierte und mit seinem Erscheinen alles das hervorgerufen hat, was wir in der Nachkriegszeit auf dem Gebiete der Revolutionen erlebt haben. Das harmlose Rad scheuchte die Behörden auf, setzte die Zeitungen in Bewegung, furbelte die Gesezmaschine an und rief mit seinem Erscheinen einen Kampf aller gegen alle hervor. Es bildeten sich regelrechte Parteien, rechts standen die Anhänger der alten Richtung, links die Anhänger der neuen Zeit und in der Mitte standen die Liberalen, um beiden Teilen gerecht zu werden. Die Behörden neigten nach rechts. Man sah in dem Fahrrade einen Störenfried. Die Reiter beklagten sich über das Scheuen der Pferde vor dem Teufelsding, die Droschkenkutscher sahen in ihm eine Konkurrenz, die Fußgänger fühlten sich durch das geräuschlose Rad geängstigt und durch das Glockensignal erschreckt, kurzum, man begann auf der ganzen Linie den Kampf gegen das Fahrrad und seine Anhänger.
Man ahnte damals noch nicht, daß ein stärkerer kommen, und die Revolutionszeit des Fahrrades als Verkehrsgroteske erscheinen lassen werde. Man wußte nichts vom Motor und seinen Entwicklungsmöglichkeiten, von seinem Geräusch, von seiner Geschwindigkeit und seinen Ansprüchen an die Aufmerksamkeit. der Fußgänger. Das Revolutiönchen würde sehr ernst genommen. Sein Niederwerfen erschien vielen als ein Gebot der Stunde, aber das kleine Fahrrad war stärker als seine Widersacher.
Wenn wir diese Zeit des Kampfes gegen das Vorurteil als Ursprung der Verkehrsfrage bezeichnen, wird man vielleicht darüber lächeln, aber die Sachkundigen wissen, welche Umwälzungen das Fahrrad allein durch seine, das Tempo des Verkehrs beschleunigenden Fähigkeiten hervorgerufen hat. Zu dieser Geschwindigkeitserhöhung kam die Beweglichkeit des Fahrrades das Geräuschlose des Dahingleitens und sein Hinauswachsen
über das Sportwerkzeug. Auf die Dauer konnte man sich diesen Erscheinungen nicht verschließen, aber der Kampf gegen den Fortschritt war vielen zu sehr in Fleisch und Blut übergegangen, als daß sie dem Rade kampflos den Weg frei gegeben hätte.
In diesen Tagen des Kampfes stand das Pferd in der Gunst der Menge. Man sah in den vierbeinigen Kameraden des Menschen die Zukunft, sowohl als Träger des Reiters, als auch als Antrieb des Wagens und man leugnete lächelnd einen Sieg des Fahrrades über das Pferd. Schneller als man es geahnt hatte, feierte das Fahrrad diesen Sieg. Es übertraf in der Radfern= fahrt Wien- Berlin 1893 die Zeit des österreichischen Reiters, Graf Starhemberg, um mehr als vierzig Stunden und diese Leistung öffnete auch den Zweiflern die Augen.
Nach der denkwürdigen Fahrt zwischen der Donau und der Spree eilten viele zu den Fahnen des Radsports, aber noch mehr schworen zur Fahne des Radfahrens. Die Zahl der Radler in den Straßen der Städte wuchs und das Verkehrsproblem be= schäftigte die Behörden damals ebenso lebhaft, wie heute, wo die Trompetenstöße der Kraftwagen die Luft erzittern machen. In diesem Kampfe wurden nicht nur die Zeitungen, sondern auch die Aerzte und die Statistiker mobil gemacht. Die Zeitungen glaubten das Publikum vor dem Teufelswerkzeug in Schutz nehmen zu müssen, die Aerzte befaßten sich mit den gesundheitlichen Folgen des Radfahrens und die Statistiker be= mühten sich, die Unfallziffern zu ungunsten der Radfahrer zu frisieren. Alles blieb ohne Erfolg. Die von den Fabriken mit Hilfe der Rennfahrer erbrachten Beweise für die Leistungsfähigkeit des Fahrrades wiederlegten alles und der die Radfahrer beherrschende mens sana trug den Sieg davon.
Das Fahrrad wirkte indessen nicht nur bahnbrechend für den Verkehr, sondern auch für die Industrie. Der Gedanke, die Menschenkraft durch Maschinenkraft zu ersetzen, lag nahe und die Techniker arbeiteten an einem Fahrradmotor ebenso eifrig, wie die Behörden an der Ausgestaltung der Gesezmaschine beim Erscheinen des Fahrrades gearbeitet hatten. Man löste dieses Motorenproblem, schuf zuerst Motorräder und alsdann Motorwagen, lehrte den Menschen mit Hilfe der Motorkraft fliegen und vergaß über diese Errungenschaften den kleinen Revolutionär, das Fahrrad, den wir im Strudel des Verkehrs kaum noch beachten.
( Fortsetzung folgt.)
Die
erste Bedingung
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in der einfachen sowie feinen Küche allgemein beliebt. Der Gebrauch von Dr. Oetker's Gustin ist ausserordentlich vielseitig. Man nimmt Gustin um Milch, Früchte, Suppen, Saucen, Gemüse, Fette usw. sämig zu machen od. zu verdicken. Ausserdem bereitet man mit Gustin Puddings, Cremes, Suppen, Kuchen, Torten, Milch- u. Fruchtflammeris, ideale Kinderspeisen und Krankenspeisen aller Art. Ein Versuch wird jede Hausfrau befriedigen. Sie kaufen Dr. Oetker's Gustin in ,, Originalpäckchen" mit der Schutzmarke ,, Oetker's Hellkopf" zum Preise von 33 Pfg., in allen einschlägigen Geschäften. Besondere ,, Gustin- Rezepte" erhalten Sie kostenlos ebendaselbst oder, wenn vergriffen, gratis und franko von
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