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Für sich

Reisepläne.

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Jmmer und immer wieder wacht mit dem Frühling die Reiselust in uns auf. Es gibt freilich eine kleine Zahl vom Schicksal Bevorzugter, die zu jeder Zeit und uverall hinreisen können, die im Januar zum Wintersport ins Engadin und im März an die Riviera reisen. Aber entbehren sie nicht gerade das Beste vom Reisen, jenes Vorfreuen und Pläne schmieden, das uns andern, die wir mit Beruf und Geldbeutel, mit Haus­halt und Sommerferien zu rechnen haben, schon die Monate vor­her verklärt? Wie verschieden an Kraft und Umfang, an Zeit und Sehnsucht diese Reisepläne auch sein mögen sie sind durch den Druck der Zeit noch gewachsen. Nur daß die wenigsten von uns wissen, was sie eigentlich in den Ferien brauchen. Wir sprechen hier natürlich nicht von denen, deren Reisewege vom Arzt bestimmt werden müssen. Wir meinen die Hunderttausende, die immer den weitaus größten Teil des Reisepublikums aus­machen alle, die eine Erholung und Ausspannung notwendig brauchen, weil unsere intensive und schnelle Art zu leben, Ner­ven und Kräfte rascher wie die der Generationen vor uns ver­braucht. Was soll uns allen die Sommerreise sein? Ein Aus­spannen aus dem gewohnten Joch, ein Gegengewicht zu dem er­müdenden Einerlei der Arbeit im Beruf, Haushalt und Fa milie. Je besser wir uns und unsere Umgebung verstehen, umso bewußter werden wir das richtige Reiseziel für uns und die unseren suchen.

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Recht schwierig und kritisch steht es mit den Reiseplänen in einer Familie mit vielen Köpfen und vielen Sinnen, deren Ansprüche mit dem Budget in Einklang gebracht werden sollen. Hier muß die Hausfrau und Mutter mit Takt und Weisheit ver­suchen, das Beste für sich und die Ihrigen herauszufinden. Vor allen Dingen gilt's, den Mut der Wahrheit zu haben. Man soll nichts Kostspieligeres wollen, wie die Verhältnisse erlauben, und sich nicht von anderer Leute renommistischen Reiseplänen anstecken lassen. Man sei aber auch ehrlich den inneren Ver­hältnissen und Beziehungen gegenüber und reise nur miteinan= den, wenn wirkliche Erfrischung und Freiheit für die Einzelnen dabei zu hoffen ist. Gar oft schleppt man bei solchen Familien­reisen die täglichen Sorgen und Schwierigkeiten mit und kommt darüber nicht zum Genuß der neuen Eindrücke.

Für Kinder ist ein wirkliches ,, Reisen", d. h. ein Wechsel von schönen und großartigen Natureindrücken überhaupt ein Unding. Sie haben gar kein Verständnis dafür und keinen Ge­winn für Leib und Seele. Sie gehören in ein einfaches Stück­chen Natur, das sie mit allem, was da kreucht und fleucht und blüht, zu ihrem Spielplatz machen können. Für kleinere Kinder bleibt ein Aufenthalt an der See oder auf dem Lande das schönste. Glücklich die Mutter, die dort ihre Kinder nach Her­zenslust spielen lassen und kann und es versteht, alle Haus­halts- und Kleidersorgen in dieser Ferienzeit von sich und ihnen fern zu halten.

Mit der heranwachsenden Jugend ist's schwieriger. Es gibt da Zeitpunkte, wo allerlei Unruhe und Eigenwille in ihnen steckt und die Harmonie des Familienlebens auch während der Ferien bedroht. Wohl dem, der ,, dann im Dorfe oder der Stadt einen Onkel wohnen hat", dem das betreffende Familienglied für einige Zeit anvertraut werden kann. Oder man suche irgend eine billige, vernünftige Pension in einem Landhaushalte. Es tut gut, wenn man in diesen Werdejahren seine Füße einmal unter fremder Leute Tisch strecken muß. Vor allen Dingen ge=

hören diese Halbwüchsigen auch zu Ihresgleichen; auch von

diesem Gesichtspunkte aus sind Schüler- und Wandervogel­

fahrten, solange sie Maß und Ziel halten, durchaus empfehlens=

wert. Die Eltern haben den Vorteil, ein paar Wochen nicht erziehen zu brauchen und ein Weilchen ruhig miteinander leben und reisen zu können, um dann mit neuer Kraft daheim die alten Pflichten wieder aufzunehmen.

Literarisches.

Feriensonderzüge Sommer 1925.

Am 12. Mai beginnt in Baden- Baden die alljährlich statt­findende Ferienzugskonferenz der deutschen Reichsbahndirektio= nen, wobei die Verkehrstage und Fahrpläne der diesjährigen Sonderzüge festgelegt werden. Ueber die nach Busen, dem Schwarzwald und dem Bodensee verkehrenden Feriensonderzüge wird der Badische Verkehrsverband, Karlsruhe, eine gedruckte Uebersicht herausgeben, die alsdann kostenlos bezogen werden fann.

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,, Die Frau und ihr Haus". Herausgegeben von der Werbe­stelle für Deutsche Frauen- Kultur, Köln. Verlag: G. Braun, G. m. b. H., Karlsruhe i. B. Erscheint monatlich einmal. Be­zugspreis halbjährlich( 6 Hefte) 3 M. jährlich( 12 Hefte) 5 M, Einzelheft 60 Pfg. Seft 8( Mai) 5. Jahrgang 1924-25.

Das Deutsche Reichsheer. Organisation und Laufbahnen nebst Anlagen, von Hauptmann Ludwig von der Leyen. Verlag von Zuckschwerdt u. Co., Berlin- Stegliz, Schloßstraße 41. Preis 1,50 M. Das Buch enthält u. a.: Aus den Bestimmungen des Friedensvertrages, Laufbahnen im Reichsheere

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31. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft Stuttgart 1925, vom 18. bis 23. Juni, Reihe 32, Stand 249