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beitgeberverbände hatte eine schärfere, jede bezirkliche Abweichung ausschließende Fassung einzelner Bestimmungen be= antragt. In der Vollversammlung des Reichsverbandes, die am 18. April ds. Js. in Koblenz stattfand, wurden in längerer Aussprache die vorgebrachten Bedenken erörtert. In der Erwartung unbedingter Vertragstreue auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite wurde jedoch schließlich der von der Tarifkommission des Reichsarbeitgeberverbandes unter dem Vorsiz des Senators Weber- Hannover abgeschlossenen Vereinbarung mit sagungsmäßiger Stimmenmehrheit zugestimmt, da der Vertrag ohne Beeinträchtigung der sozialpolitischen Belange der Arbeiterschaft den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Betriebe und Verwaltungen Rechnung trägt. Selbstverständliche Voraussetzung ist, daß die Vertragsbestimmungen sachlich und unbeeinflußt durch parteipolitische Erwägungen, die bei der Lösung von Wirtschaftsfragen unter allen Umständen ausgeschaltet werden müssen, loyal und genau durchgeführt werden. Denn der RMT. 1925 ist nicht nur ein Instrument des Wirtschafts- und sozialen Friedens, sondern soll vor allem den Bestrebungen rationellster Be= triebsführung und persönlicher Höchstleistung dienen. Auch in dieser Beziehung sollen und wollen die deutschen Kommunen gemeinsam mit der im öffentlichen Dienst stehenden Arbeiterschaft Vorbild sein.
Der neue Vertrag ist in freier Vereinbarung zustande gekommen, während im Vorjahre eine Reihe von Bestimmungen durch verbindlich erklärten Schiedsspruch eines vom Reichsarbeitsministerium bestellten Schlichters hatten festgesetzt werden
müssen.
Eine Baufachmesse im Rahmen der Kölner Herbstmesse.
In einer gemeinsamen Sigung der beim Messeamt Köln bestehenden Fachausschüsse für die wärmewirtschaftliche Messe und die Baumesse wurde beschlossen, die Sondergruppe„ Neuzeitliche Wärmewirtschaft", deren Erfolg von allen Fachleuten anerkannt worden ist, zur Frühjahrsmesse 1926 in erweiterter Form zu wiederholen. Zur Herbstmesse 1925( 23. September bis 2. Oktober) soll innerhalb der technischen Messe die Bau= messe in den Vordergrund gerückt werden. In dieser Son= dergruppe soll alles, was in das Gebiet moderner Bauwirtschaft fällt, zusammengefaßt werden. Sie wird sowohl Baustoffge= winnung und verarbeitung als auch die dazu gehörigen Hilfsindustrien, namentlich Baumaschinen, umschließen und eine Darstellung der verschiedenen Bauverfahren und des heutigen Standes der Bauwissenschaft geben. Die Gliederung der Baufachmesse, die in ihren Grundzügen festliegt, wird demnächst bekanntgegeben werden. Mit der Baufachmesse soll auch eine bauwissenschaftliche Tagung mit Vorträgen, Filmvorführungen, Besichtigungen bedeutender Baustellen usw. verbunden werden. Den Vorsitz des vorbereitenden Ausschusses für die Baufachmesse, an dem auch die technisch- wissenschaftliche Vereine Kölns wieder beteiligt sind, hat Oberbaurat Bock ( Köln) übernommen.
nicht das Hosianna"; erst nach fünf Tagen wird aus dem„ Ho= sianna" ein ,, Kreuziget ihn!"-
Unendliche Tragik, erschütternd Geschehen.
Heute jubelt dir die Menge noch zu, morgen gilt den Gleichen ein Barrabbas mehr. So heben und senken sich die Wogen der Volksgunſt.
Aber wie ein Fels im Meer bleibt der Heiland stehen in diesen brandenden Fluten. Er wußte schon, als er durch das jauchzende Volk ritt, daß er in die Stadt seiner Kreuzigung einzog. Aber er blieb ein Held, bis er den letzten Tropfen seines Leidensfelches getrunken hatte. Er blieb aufrecht, auch als der letzte seiner Junger ihn verleugnet hatte.-
Das ist die große Majestät, von der wir in dieser Woche unsere Knie beugen wollen. Wir wollen ihn begleiten hinauf nach Jerusalem und das Beispiel schauen, das uns ein Gottessohn gegeben. Und vor dem Kreuze endlich wollen wir emporblicken zum Erlöser der Welt.
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Drei Kreuze stehen auf Golgatha... Drei Kreuze stehen auch heute noch da. Und wessen Augen erblicken die drei, Den lassen sie nimmer und nimmermehr frei. Dem tritt entgegen ihr Bild, ihre Frage Auf jedem Weg' und an jedem Tage.
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Er schließe die Augen, er wende den Schritt Das Bild und die Frage der Kreuze geht mit: ,, Was ist dir das Kreuz in der Mitte, das eine? In welchem der andern erkennst du das deine?" Und schwankt er, die Frage bedrängt ihn beständig, Und schweigt er, die Frage bleibt wach und lebendig: ,, Was ist dir das eine? Sprich, welches von beiden, Erwählst du als deines? Du mußt dich entscheiden!" Waldfried.
Geschäftliches.
Kein Leidender versäume den Vertreter der Firma Hch. Siegmann, Weinheim( Baden), der am Sonnabend, den 4. April 1925, in Gießen im Eisenbahnhotel mit Mustern zu sprechen ist. Auskunft kostenlos. Näheres: die in heutiger Nummer enthaltende Anzeige über ,, Bruchleidende".
Anno 1219
Sonntagsgedanken.
Wir ziehen hinauf nach Jerusalem.
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Eine Woche voll trüber, düsterer Schmerzensbilder beginnt. Aber nicht mit Wehgeschrei und Tränen, sondern mit Jubel und Freude.
Jauchzend huldigt eine Menschenmenge dem Gottessohn, weiht ihm Blumen und Palmen, breitet Tücher und Teppiche aus, damit der König der Könige hinaufziehen kann nach Jerusalem. Jm goldenen Sonnenglanz liegt die heilige Stadt, und aus allen Straßen hört man das Hosiannarufen des Volkes. Wogend geht es durch die Menge:„ Hosiana!"„ Sei gegrüßt, du Sohn Davids!"
Das war der erste Akt des größten Dramas, das die Welt je gesehen.-
In rascher Aufeinanderfolge spielte es sich weiter ab. Hinter der jubelnden Menge lauert bereits voll Ingrimm und Haß die heuchlerische Schar der Feinde. Noch stören sie
FRANKFVRTER MESSE 19.- 22.APRIL 1925
TECHNISCHE MESSE
VND STÄNDE IM PREIEN
17-22.APRIL 1925


