Aerzten aus Berlin und dem ganzen Reiche als 3u 3u hörer eingefunden.
hat jomit 45, die Linke 47 Size in der Zweiten Kam
mer.
• Der Zentrala usschuß der Fortschrittlichen Volkspartei tritt am Samstag, 6., und Sonntag, 7. Dezember in Berlin zusammen. Mit der Tagung des Zentralausschusses soll eine Konferenz der Barteisekretäre sowie eine Sitzung der Agrar- Kommiffion verbunden werden.
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Schwerin. Die kommissarisch- deputatischen Verhandlungen zur Verfassungsfrage in Gegenwart des Staatsministers Grafen Bassewik wurden beendet. Die Beratungen waren vertraulich. Der ordentliche lenburgische Landtag wird für dieses Jahr auf den 20. November einberufen. Er wird sich voraussichtlich auch mit einer Vorlage über innere Kolonisation zu beschäf tigen haben.
Oesterreich.
Wien, 27. Oft. In maßgebenden Kreisen äuBert man sich, ohne auf nähere Einzelheiten einzugehen, sehr befriedigt über den Verlauf der gestrigen Unterred ung Kaiser Wilhelms mit dem Grafen Berchtold. Der Kaiser habe während seines kurzen Besuches in Wien den Grafen Berchtold in der auszeichnendsten Weise behandelt.
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Wien, 25. Oft. Die katholisch- de ut sche Studentenschaft veranstaltete anläßlich der Leipziger Feier vor dem Schwarzenberg- Denkmal und vor dem Radetzky- Denkmal patriotische Rundgebungen, denen Vertreter der reichs deutschen Studentenverbindungen teilnahmen. Ferner waren Vertreter des Kriegs= ministeriums zugegen.
Der Borjizende des Aerztevereinsbundes, Sanitätsrat Dr. Dippe- Leipzig gab eine Darstellung der Verhandlungen mit dem Vorstand des Essener Betriebs= trantentasjenverbandes und dessen Ablehnung der Vorschläge der Aerzte. Er war der Meinung, daß es von vornherein die Absicht war, die dargebotene Friedens hand zurückzuweisen. Die Forderungen der Aerzte seien bis an die Grenze des Möglichen magvoll gewesen im Interesse des Friedens, die Kajsenvorstände hätten aber aus Machttigel und vom Herrenstandpunkt aus die Unterjochung der Aerzte gewünscht. Jetzt müsse der Kampf bis zum Siege durchgefochten werden, um dem deutschen Vaterland einen freien, stolzen Aerztestand zu bewahren. ( Stürmischer Beifall.) Hierauf begründete der Vorsitzende des Leipziger Verbandes, Dr. Hartmann- Leipzig, einen Antrag, in dem ebenfalls dargelegt wird, daß die verbündeten 5 Krantentassenverbände es abgelehnt hätten, den bis an die Grenze des Möglichen gehenden bleibe Friedensvorschlag der Aerzte anzunehmen. Es daher den vereinigten Aerzten nichts übrig, als mit dem Tage des Inkrafttretens der neuen Krankenversicherung den ihnen aufgezwungenen Kampf gegen die Kassenvorstände aufzunehmen. Sie täten das in voller Einmütigkeit und mit dem Bewußtsein, nichts unversucht gelassen zu haben, um die Träger der Sozialversicherung vor einer zweifellos schweren Erschütterung zu bewahren. Die Schuld an dem Schei tern der ehrlichen Bemühungen der Aerzte sei dem Starrsinn und Hochmut der Führer der Krantenfassen zu geben. Den örtlichen Aerzte vertretungen wird es zur heiligen Pflicht gemacht, von jetzt ab mit feiner Krankenkasse einen Vertrag abzuschließen und die kassenärztliche Versorgung aller früheren wie auch der neu hinzutretenden Versicherten unbedingt abzulehnen; nur die ärztliche Vertragstätigkeit soll aufhören, das gesundheitliche Interesse der Versicherten in feiner Weise beeinträchtigt werden. Die Krankenkassen mögen von den Aufsichtsbehörden das Recht erhalten, den Versicherten an Stelle der freien ärztlichen Behandlung eine Barentschädigung zu gewähren, bis den ärztlichen Organisationen die sichere Gewähr gegeben ist, daß die Kassenärzte ihrem Berufe wieder unabhängig, frei von unsachlichen Beeinflussungen und unter angemessenen Bedingungen, nachgehen können. Wann dieser Zeitpunkt gekommen sein wird, wird der Geschäftsausschuß des deutschen Aerztevereins bundes festsetzen. Das wird aber nicht eher geschehen, als bis die kassenärztlichen Verhältnisse selbst im fleinsten Ort und im entlegensten Winkel zur vollsten Zufriedenheit der organtsierten Aerzte geordnet sind. Den Führern der Kassenverbände wird die Verantwortung zugeschoben, wenn der Gedanke, der sozialen Versicherung und die Kran= fenversicherung selbst durch diesen Kampf Schaden erleiden und vielleicht die Selbstverwaltung der Versicher ungsträger in Gefahr gerät. Dr. Hartmann gab der Erwartung Ausdruck, daß die Aerzte geschlossen und einig in den Kampf treten werden und daß ihnen der Sieg sicher sei. Die Warnungstafel des Leipziger Verbandes müsse fünftig lauten: Cavete, collegae, alle Krankenkassen im Deutschen Reich!( Stürmischer Beifall.)
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Mit lebhafter Genugtuung wurden die telegraphischen Zustimmungserflärungen der medizinischen Fakultäten zahlreicher Universitäten gegengenommen. Auch in der Debatte sprachen sich sämtliche Redner für den Kampf und für das einmütige Vorgehen aus. Bol- Stuttgart erklärte die Sympathie der württembergischen Aerzte, die jedoch durch eine Abmachung mit der Regierung und den Krankenkassen verpflichtet seien, alle Streitigkeiten staatlichen Schiedsgerichten zu unterbreiten.
Der Antrag des Leipziger Verbandes wurde gegen vier Delegierte mit 164 Stimmen unter stürmischem Beifall angenommen. Mit der Aufforderung, einmütig und geschlossen den Kampf zu führen, bis ein dauernder, ge= sicherter Friede erzielt sei, schloß Dr. Dippe die Tagung.
Italien.
* Der vergangene Sonntag, an dem die ersten allgemeinen Wahlen auf Grund des außer= ordentlich erweiterten Wahlrechts stattfanden, nahm im ganzen Lande, besonders aber in Rom, wo durch das neue Gesetz die Zahl der Wahlberechtigten von 29 000 auf 108 000 gestiegen ist, einen außerordentlich ruhigen Verlauf.
flossenen Jahre dem Verein durch den Tod Entrissener zu dessen ehrendem Andenken sich die Anwesenden vo den Plätzen erhoben. Hierauf wurde vom Rechn Treufe der Rechenschaftsbericht bekannt gegeben, der de Finanzen des Vereins nicht gerade im rosigsten Liche erscheinen ließ. Es war zwar möglich, dieses Mal not einen fleinen Ueberschuß zu erzielen, der aber für d Folge ganz zu verschwinden droht, da ein größerer Aus fall an Hallenmiete zu erwarten ist. Das Gleichgewic der Finanzen könne nur durch größtmöglichste Sparfan feit erhalten werden. Die Rechnungen wurden als ma
Rom, 28. Oft. Bis 5 Uhr nachmittags lagen 436 Ergebnisse aus 508 Wahlkreisen vor. Bis jetzt sind 205 Ministerielle, 46 Radikale, 16 verfassungstreue Opposi tionelle, 25 Katholiken, 12 Republikaner, 30 Sozialisten und 18 reformierte Sozialisten gewählt. In 84 Wahlkreisen sind Stichwahlen erforderlich.
Im Anschluß an den außerordentlichen Aerztetag traten am Sonntag etwa 200 Vertrauensmänner des Verbandes der Aerzte Deutschlands unter Vorsitz von Dr. Hartmann zu einer vertraulichen Sitzung zusam men, in der die einzelnen notwendigen Maßnahmen, insbesondere die, die ein vertragloser Zustand erfordern würde, besprochen wurden. Ueber diese Verhandlungen, die sich bis in die späten Abendstunden hinzogen, wird Stillschweigen bewahrt; nur so viel steht fest, daß unter den Aerzten aller Richtungen Einmütigkeit herrscht und die Organisation des Verbandes nunmehr als genügend ausgebaut angesehen wird.
Politische Rundschau.
Deutschland.
Belgien.
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stergültig geführt und richtig befunden und dem Rech Gr. Krei ner durch die Versammlung Entlastung erteilt. Der eritage geld Turnwart Erb fonnte mit Befriedigung feststellen, dem wurden der turnerische Betrieb zur Zeit außerordentlich start sei was besonders durch die vielen errungenen Preise durc die Turner in diesem Jahre, u. a. auch in Leipzig, zum Ausdruch gebracht wird. Die sodann vorgenommenen Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Als Em wird faz für den seitherigen 1. Sprecher Heß wurde einstimmungsmat mig der bisherige 2. Sprecher Erle gewählt. 3umie Luftsch 2. Sprecher wurde Lenz, zum 1. Turnwart Erb 2000 für den freigewordenen Posten des 2. Turnwarts A derartige Los, als Schriftführer wurde Hoffmann und als wird nad Rechner wieder I reute gewählt. Die Wahl des Getaben genschreibers fiel auf Bell of; als Turnälteste die Mitch 100 W glieder Wah I und Hammel und als Beisitzer Noll getragen und Philippi. Mit einigen martigen Worten forderungsförper Berl der 1. Sprecher Erle alsdann die Anwesenden auf, da deutschen Turnsache sowie dem Verein auch fernerhin bei insges treu beizustehen und schloß hiermit die anregend veruf russische laufene Versammlung mit einem frisch aufgenommenen „ Gut Heil!"
* Der König von Belgien wird Anfang November auf einige Tage nach Deutschland kommen und das Hannoversche Dragoner- Regiment Nr. 16 in Lüneburg, dessen Chef er ist, besichtigen. Der Besuch in Lüneburg ist auf den 5. November festgesetzt. Da nach wird der König das Kaiserpaar in Potsdam besuchen und wahrscheinlich auch an der Hofjagd am 6. und 7. November in Königswusterhausen teilnehmen.
* Brüssel, 27. Dkt. Jm deutschen Hause der Genter Weltausstellung, die am 3. November geschlossen wird, vereinigten sich gestern Abend die deutschen Aussteller zu einer Abschiedsfeier. Ministerialdirekfor Verhese vom Arbeitsministerium erklärte in deutscher Sprache, daß Deutschland auch 1912 der größte Abnehmer Belgiens gewesen sei, und daß nach seiner Meinung die deutsche und die angelsächsische Kultur in Belgien einen ebenso großen Einfluß ausüben müßten, wie die französische. Professor Becker gab bekannt, daß 96 deutsche Aussteller den großen Preis und 93 die gol dene Medaille erhielten.
• Bei der Ersatzwahl zum württembergi schen Landtag wurde am Sonnabend in Stutt gart Amt der sozialdemokratische Kandidat, Redakteur Pflueger- Stuttgart mit 5646 Stimmen gegen den nationalliberalen Stadtpfarrer Lamparter gewählt, der 4162 Stimmen erhielt. Pflueger gehört als einziger der Redakteure der„ Schwäbischen Tagwacht" der gemäßigten Richtung in der sozialdemokratischen Partei an. Die Stärke der Fraktionen in der Zweiten Kammer ist nunmehr endgültig folgende: Zentrum 25, Bund d. Landwirte und Konservative 20, Vollspartei 19, Sozialde mokratie 17, Nationalliberale 11 Mitglieder. Die Rechte
Vom Balkan.
* Konstantinopel, 27. Okt. Dschavid Bei wird sich demnächst nach Berlin begeben, ohne sich in Sofia aufzuhalten. Dschavid Bei wird sich bemühen, die Verhandlungen über das deutsch- französisch- türkische Eisenbahn Uebereinkommen zu fördern und bezüglich einer Zollerhöhung von vier Prozent zu einem Einvernehmen zu gelangen.
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Aus Stadt und Land.
o Bleichenbach. Verbrannt ist das Dienst mädchen des hiesigen Pfarrers. Das Mädchen faß bei der, Petroleumlampe und las, die Lampe explodierte und das Mädchen stand im Nu in Flammen. Wahr scheinlich hat das Mädchen einen Herzschlag durch den Schrecken erlitten, denn die Brandwunden waren nicht tödlich.
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s Darmstadt, 28. Oft. Auf dem Truppenüb Die ungsplatz Griesheim stürzte heute abend gegen 6 Uhr England. der zur Fliegerstation tommandierte Leutnant Ihm aus 15 Meter Höhe ab, erlitt aber feine wesentliche Verle ungen. Die Maschine wurde stark beschädigt. Anscheis nend hat der Motor nicht richtig gearbeitet.
s Darmstadt. Hier wurde der Bürgermeister Kohl von Heppenheim verhaftet, der vor einigen Tagen aus Heppenheim verschwunden war, nachdem in der Gemeinde große Unregelmäßigkeiten entdeckt wor den waren. Kohl wollte nach der Schweiz entfliehen. ):( Lampertheim. Wegen der zur Zeit hier herrschenden Scharlach Epidemie werden auf Anordnung
• Der Großherzog von Hessen stattete in der letzten Woche den Opelwerken in Rüsselsheim einen mehrstündigen Besuch ab, um den neuen für ihn bestimmten 100 PS.- Wagen zu besichtigen. Der Landesherr nahm dabei auch die großen Neubauten in Au genschein. Besonderes Interesse zeigte er auch gegen= über dem neuesten Opelschen Fabrikations zweig, dem Löschgerätebau. Eine 25 Meter hohe Automobildrehleiter wurde im Betrieb vorgeführt. Die Uebung fand den besonderen Beifall des Großherzogs, der nach mehrstündigem Aufenthalt nach Wolfsgarten zurückkehrte.
n Gießen. Der Plan über die Herstellung unt= terirdischer Telegraphenlinien in Gießen liegt bei dem Kaiserlichen Telegraphenamt in Gießen 4 Wochen aus.
-h Gießen, 27. Oktober. Zu der am Samstag Abend im Gasthaus zum„ Gambrinus" stattgehabten diesjährigen Generalversammlung des Turnvereins Gießen 1846 hatten sich die aktiven wie passiven Mitglieder sehr zahlreich eingefunden. Nach kurzer Begrüßung der Erschienenen durch den 2. Sprecher Erle erstattete dieser in Vertretung des leider durch schwere Krankheit verhinderten 1. Sprechers Heß den Geschäftsbericht. Daraus war zu ersehen, daß der Verein auch im verflossenen Jahre eine eifrige Tätigkeit entfaltet hatte. Er konnte feststellen, daß der Verein gegenüber dem Vorjahre wiederum eine Mitgliederzunahme verzeichnen kann und gedachte auch in warmen Worten der im ver
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