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sterteljährlich 76, vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in ferer Expedition oder in den Zweig. ausgabestellen sterielfährlich 60 fg. Erscheint Mittwoche und Samotage. Redaktion: Selters. weg 88. Jär Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag ber.. Gießener Zeitung" G. m. b. H.

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Nr. 103, Telephon: Nr. 362.

Politische Rundschau.

Deutschland.

Kapitänleutnant Adalbert Prinz von Preußen, Reviations offizier des großen Kreuzers Köln", ist um Stabe der Hochseeflotte kommandiert worden.

Der König von Württemberg hat dem Staats­dretär des Auswärtigen Amtes von Jagow das Stoßkreuz des Friedrichsordens verliehen. Herr v. Ja jom ist nach Karlsruhe weitergereist.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat zur Unter­tigung der Deutschen in Mexiko einen Kredit von 3000 Dollar eröffnet.

Der Staatssekretär des Auswärtigen mts ist von Darmstadt weitergereist.

Expedition: Seltersweg 83.

Mittwoch, den 24. Dezember 1913.

Plus von nahezu 5,2 Millionen Mark gegen den glei­chen Monat des Vorjahres erbrachte, hat der Güterver­fehr mit 176,8 Millionen Mt. eine Mindereinnahme von über 2 Millionen Mark zu verzeichnen.

Türkei.

Konstantinopel, 22. Dez. Bei dem heu­die russische Entschädigungsforderung für die deutsche tigen Botschafterempfang beantwortete der Großwesir Militärmission in ablehnendem Sinne.

war

Australien.

Aus Kewieng auf Neumecklenburg eingetroffene Nachrichten besagen, daß der deutsche Forschungsrei­Der zukünftige Fürst Albaniens, Prinz Wil- Innern von Neumecklenburg von der eingeborenen Be­sende Deininger mit 14 eingeborenen Trägern im el m 3 it Wied, weilt mit seiner Gemahlin in sei- völkerung erschlagen worden ist. Die Expedition em Heim zu Potsdam und reist Dienstag früh nach leuwied, wo das Prinzenpaar die Weihnachtstage der Familie bei dem ältesten Bruder verbringen wird. Prinz zur Wied wird dort die Nachricht von dem Eintreffen der albanesischen Abordnung abwarten, die m die Proklamierung zum Fürsten von Albanien notifizieren" foll. Er wird die albanesische Sonderge­andifchaft voraussichtlich in Potsdam empfangen. m prinzlichen Palais bezeichnet man Mitte Januar als frühesten Termin für den Einzug in Albanien. Die Borbereitungen dazu sind im Gange. Der ganze Haus­alt des Prinzen geht mit. Als Residenzstadt ist Dw= 330 gewählt worden.

worden. Er stammte aus Bayern und war früher auch zur Erforschung der Forstwirtschaft ausgesandt im bayrischen Forstdienste tätig. Vor einiger Zeit wurde er kommissarisch auf ein Jahr nach Neu- Guinea ent­sendet, um dort an der Organisatton der Forstverwalt­ung mitzuwirken.

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Tele

Durch Verfügung des Großherzogs ist der

le mburgische Landtag verabschiedet worden.

Wie von gut unterrichteter Seite verlautet, wird e friegsgerichtliche Verhandlung gegen Oberst v. Reut­wegen der Vorgänge in Zabern zwischen Weihnach­und Neujahr stattfinden.

In den Landtagsersatzwahlen im Oberamt uttlingen in Württemberg siegte die Volkspartei Plocktr. 2 Bismar einer Mehrheit von 543 Stimmen.

be mich in Giessen

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als

brakt. Arzt

stunden

Der Entschluß des Staatssekretärs des Innern, where Aerzten und Krankenkassen zu vermitteln, kommt ziemlich überraschend. Noch bei der Beratung der vativen Interpellation über die Krankenversicher Vermittelung für nicht geboten, er hege aber im­noch die Hoffnung, daß bis zum 1. Januar 1914 e Ginigung zustandekomme. Das flang ganz so, als lie Reichsregterung vor dem 1. Januar an fein ugreifen denke. Wenn jetzt der Staatssekretär den

Die Bluttat von Dakowy mokre.

Der polnische Reichstagsabgeordnete Graf Miel­zynski hat in der Nacht auf den 20. Dezember seine Crau und deren Neffen im Schlosse Datowy Mo­fre erschossen. Der Mörder wurde in das Amts­gerichts gefängnis Gräz eingeliefert. Er bleibt dort, bis die erste Untersuchung abgeschlossen ist, und wird dann nach dem Landgerichts gefängnis in Meseritz übergeführt werden. Vor dem dortigen Schwurgericht wird er sich zu verantworten haben.

am

Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreis 15 Pfg.

bte 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg. Die 90 mm breite Reklame 3eile 50 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs­zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bri Konkurs in Wegfall. Plagvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein.

Telephon Nr. 362. 25. Jahrg.

Er ließ sich, sobald es Morgen geworden war, mit dem Gute Jwno verbinden, das sein Bruder besitzt, und benachrichtigte diesen von dem Geschehenen. Hier­auf telephonierte er seinem Gräzzer Anwalt Justizrat Motty und benachrichtigte schließlich das Amtsgericht Gräz. Gegen 10 Uhr traf der Untersuchungsrichter Ha­gen nebst dem Staatsanwaltsvertreter aus Meseritz in Datown Mokre ein. Bei der Untersuchung erklärte Graf Mielzynski, der dabei erstaunliche Ruhe bewahrte, es sei an dem Abend der Tat nicht zu einem Ehebruch ge= kommen. Die Leiche des Grafen Miaczynski wird nach Bendewo, der Herrschaft seiner Mutter gebracht wer­den. Die Leiche der Gräfin Mielzynski wird im Erb­begräbnis der gräflich Potockischen Familie in Macznik bei Dakowy Mokre beigesetzt.

Graf Mielzynski hat drei Kinder, zwei Töchter im Alter von 13 und 16 Jahren, die in einem galizischen Kloster erzogen werden, und einen 7jährigen Sohn, der Frühjahr dieses Jahres versöhnten sich die beiden Ehe­sich bei des Grafen Bruder auf Jwno befindet. Erst im gatten, nachdem die Gräfin durch den Tod ihrer bei­den Brüder die Herrschaft Dakowy Mokre geerbt hatte. Trotzdem hielt sich Graf Mielzynski von seiner Gattin fern, da deren Umgebung es verstand, die charakter= schwache Dame systematisch gegen ihren Mann afzus hetzen. Es heißt, Graf Mielzynski sei es bis vor fur­zem nicht einmal gelungen, Zutritt in Dafown zu er­langen. Erst vor 8 Wochen siedelte der Graf ganz nach dem Schlosse seiner Gattin über. Während der Abwe­

senheit des Grafen scheint die Gräfin in nähere Bezieh­ungen zu ihrem um 10 Jahre jüngeren und unverhei­rateten Neffen, dem Grafen Miaczynski getreten zu sein. Der junge Graf war fast täglich in Datowy Mokre. Es Gräfin hätte ihm im Laufe der Zeit große Summen, heißt, er wäre sehr verschuldet gewesen, und die reiche auch wiederholt Juwelen und Pelze geschenkt. Man er­zählt sich, daß Graf Miaczinsky, der dem Alkoholgenuß ergeben war, sich oft total betrunken hat. Er war in den Tanzlokalen und Weinrestaurants Posens ein sehr bekannter Gast.

Hus Stadt und Land.

vorm. 8- er Medizinprofessoren, die sich für ihre Kollegen Mitternacht begab man sich zur Ruhe. Die Schlafzim in Oberhessen: Schneider Gg. Christ zu Buzz­

pachm. 3-4 Praxis verwandten, seine Bereitwilligkeit fund­

ed. Otto W

zu vermitteln und, um Zeit zu gewinnen, ein drei­Wiges Interimiſtifum vorschlug, in dem alles beim in bleiben sollte, so war danach wohl die Rücksicht lie allgemeine Erregung, welche der Streik in der lichkeit erregt hatte, maßgebend. Ueber den Er­

Ueber die blutigen Vorgänge im Schloß Datown Mokre sind verschiedene sich widersprechende Darstellun gen in der Presse verbreitet worden. Nach zuverlässi­gen Informationen, die wir soeben erhalten, dürfte sich Mielzynski war am Freitag in Posen und kehrte die Ehetragödie folgendermaßen abgespielt haben: Graf Nachmittag desselben Tages ins Schloß zurück. Die dort Weihnachtseinkäufe zu machen; sie traf am Abend Gräfin hatte sich ebenfalls in Posen aufgehalten, um gegen Uhr in Dakowy Mokre ein. Gleich danach fuhr auch der junge Graf Alfred Miaczynski, der Neffe der Gräfin mit seinem Leibjäger vor. Das gräfliche Paar und Graf Miaczynski ſoupierten zusammen. Nach­her wurde, anscheinend sehr fröhlich gemeinsam musiziert. Der junge Graf trank sehr viel. Nach mer des Schloßherrn und seines Gastes befanden sich im ersten Stock; sie lagen fast nebeneinander. Es heißt nun, daß Graf Mielzynski, durch ein Geräusch im Kor­ridor wachsam geworden, sich gegen 4 Uhr morgens in das untere Geschoß begeben habe und, als er an der Tür des dort gelegenen Schlafzimmers der Gräfin lau­zeugt hatte, sein Jagdgewehr geholt habe. Fräulein v. Koczorowska, der Gräfin übrigens unverletzte Gesell beiden Ehegatten heftig aneinandergeraten wären. Den ersten Schuß feuerte Graf Mielzynski auf seine unge­treue Gattin ab, die eine Schrotladung in die Brust erhielt. Dann erschoß der Graf seinen Gast. Dieser war infolge der Schrotladung, die ihm den Hals vollkom­men zerriß, sofort tot. Die Gräfin starb einige Minuten nach ihm. Die Schüsse alarmierten die Dienerschaft, die Graf Mielzynski wegschickte, nachdem er ihnen mit ein paar Worten seine Tat mitgeteilt hatte. Der Graf Miel­zynski traf dann in voller Ruhe seine Anordnungen.

schlossen hat, an unſelbſtändige Personen des Hand= Nachdem die Handwerkskammer zu Darmstadt be­werkerstandes, welche 25 Jahre in ein und demselben Betriebe ununterbrochen tätig gewesen sind, als Aner= fennung für die treue Arbeit, Ehren- Urkunden zu ver­leihen, haben auf eingereichte Anträge und nach Erfül­lung der fazungsgemäßen Verleihungsbestimmungen 67 gelernte Handwerker Ehren- Urkunden erhalten, darunter bach bei Braubach u. Fischer, Färberei zu Butzbach; Gerber Georg Ruppel zu Butzbach bei Lederfabrikant Gg. Sparwasser 1 zu Buzbach); Maurerpolier Peter J. Scheibel zu Ober- Mörlen bei Th. Morschel, Bau­geschäft zu Friedberg; G. Lapero e, G. Lang, 5. Hanitsch, Michael Geisel, Aug. Bauer, W. Dresler zu Alsfeld bei Pfeifenfabrikant A. E. Waldeck zu Alsfeld; Zimmerer Hch. Frik 2. zu Frainfeld bei

aschine, Original, Schnellgan nerfrüht. Immerhin lassen die Erfolge, welche schend, sich von der Anwesenheit des jungen Grafen über- Marten, H. Müller 2., L. Winter, W. Hill, For Uebertenerung! Verlangen Sie dieser Vermittelungsaktion etwas zu sagen, das ist

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Reichsamt des Innern schon wiederholt in der tellung großer wirtschaftlicher Streitfragen errungen

Grosirma M. Jacobsohne begründete Hoffnung auf einen günstigen Aus- fchafterin, hat ausgesagt, daß in ihrer Gegenwart die J. Frit jetzt Seb. Frizz 2., Zimmermeister zu Crainfeld;

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Der Leipziger Verband und der Aerztevereins­haben sich bereit erklärt, an etwaigen Einigungs­andlungen mit den Krankenkassen im Reichsamt des Der Rüdgang der wirtschaftlichen en Eisenbahnen. Während der Personenverkehr im mben d. Js. mit 62,6 Millionen Mark noch ein

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ach für Sie, denn auch Sie haben erechtigung ist ebenso gross, wie iliengeschichte. Daher verfall. unib Der Stammbaum- Verlag NO. 55, Wins- Strasse 6 oder umfangreicher in einem eleg hnahme dasjenige Material, wel engeschichte und der damit ver berechtigung Aufklärung erteilt.

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