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sie wie ihre Länder in guten und bösen Tagen treu zu Raiser und Reich stehen werden. Der Monarch schloß seine Rede, indem er an die vor einigen Wochen ge­feierte Vermählung der Kaisertochter erinnerte und dem Wunsche Ausdrud gab, daß das Familienfest, das die­jen Lebens- und Regierungsabschnitt des Kaisers so glüchaft überstrahlt, von günstiger Vorbedeutung dafür sein, daß über der Politik des Friedens, die sich Wil­helm 2. zum Ziele gesetzt habe, auch fernerhin die Sonne des göttlichen Gegens scheinen werde.- Da­rauf antwortete der Kaiser, er freue sich aller der ihm erwiesenen Ehrungen nicht allein für seine Person; er erblicke darin in noch höherem Maße ein neues Unter­pfand für den Segen der Entwidelung, die das Reich, das starke einige Deutschland, allen beschert. Diese Ge­meinschaft in einem unauflöslichen Bunde, der das Ein­zelleben seiner Glieder nicht beeinträchtigte, sei allen Bundesfürsten in Fleisch und Blut übergegangen. Da­zu mitgewirkt zu haben und für dieses Bestreben die An­erkennung der Bundesfürsten zu finden, gebe ihm das Bewußtsein, daß er sein faiserliches Amt in dem Geiste der Verträge zu führen bestrebt sei, auf denen die Un­antastbarkeit des Reiches und aller seiner Teile beruht. Aus dem Bekenntnis deutscher Bundestreue, das Prinzregent von Bayern und der König von Sachsen namens der Verbündeten abgelegt hätten, entnehme er die Bestätigung dafür, wie mächtig bei den Fürsten, den Regierungen und den Stämmen des deutschen Vol­les der Wille zu der nationalen Einheit lebe, in der die deutschen Fürsten das Heil für alle Zukunft erblicken.

der

Den Schluß bildete der Fackelzug der Stu=

denten.

Unter den an Truppenteile verliehenen Auszeich mungen sei hier an erster Stelle hervorgehoben, daß das Bommersche Jägerbataillon Nr. 2 anstatt dieses Na­mens fortan die Bezeichnung, Jägerbataillon Fürst Bismard( Pommersches) Nr. 2" zu führen hat; die taiserliche Kabinetts ordre bezeichnet die Verleihung die­ses Namens als unvergleichliche Auszeichnung Truppe".

Politische Rundschau.

Deutschland.

einer

Der Einzug der Kaisertochter und ihres Gemahls, des Prinzen Ernst August von Braunschweig und Lüneburg, in Rathenow soll am 3. Juli erfolgen. München. Der frühere Minister Frhr. von Feilitzsch ist gestern nachmittag in München im 79. Le­bensjahre gestorben.

Spanien.

Madrid, 21. Juni. Die Königin ist heute von einem Prinzen glüdlich entbunden worden.

Aus Stadt und Land.

trägt der Ziegel eine Unterschrift, welche aber kaum u lesen ist.

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intendent und Oberpfarrer a. D. Gustav Schoeler seine Gemahlin ihre goldene Hochzeit.

):( Wetzlar. Am 18. Juni feierte Herr Supeling der

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):( Wetzlar. Fünf Gemeinden des Kreises d

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in diesem Jahre in der beneidenswerten Lage, we usu erheben zu brauchen. Die Orte Oberwetz, Neukirchen auptmann

Zuschläge zur Stadtseinkommensteuer, noch Realsteues teilnah

Holzhausen, Griedelbach und Greifenthal.

):( Dransfeld. Der ehemalige Zimmerman Bühre feierte in verhältnismäßig großer Rüftigl seinen 100. Geburtstag.

n Gießen. Bei dem am 17. und 18. Juni ab­):( Frankfurt. Der zum Besten aller Säug gehaltenen Viehmarkt waren 1242 Stüd Großlings- und Kinderheime, Krippen, Vollsfindergärten un vieh und 66 Schweine aufgetrieben. Der nächste Markt Kleinkinderschulen Groß- Frankfurts arrangierte Volls findet am 8. und 9. Juli ſtatt; am letzten Tage auch dertag nahm unter großer Beteiligung des Publikum einen guten Verlauf.

Krämermarkt.

n Gießen. Das Schwurgericht verurteilte den 19 Jahre alte Steinbrucharbeiter Döll von Unter= Schmitten wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu 1 Jahr 6 Monate Gefängnis.

n Gießen. Mit einem Kostenaufwand von un­gefähr 60 000 Mark wird unsere Stadt das Feuer­löschwesen wesentlich verbessern.

Friedberg, 19. Juni. Gestern und heute hielt der Verband mitteldeutscher Wasserkraftbesitzer hier und in Schlüchtern gut besuchte Versammlungen ab, um wegen der Wasserentziehung und-Verunreinigung, die bei dem herrschenden trockenen Wetter wieder mehr und mehr in die Erscheinung tritt, den benachteiligten Be­trieben Verhaltungsmaßregeln zu geben und die In­tereffen derselben wahrzunehmen. In der Versammlung zu Friedberg kam die Wasserentziehung am Beunbach b. Niederwöllstadt zur Erörterung, die der Wasserver­sorgung des unteren Niddatales dient, und durch wel­che die Wasserkräfte der Niederwöllstadter und Roßba­cher Mühlen im Sommer vollständig aufgebraucht wer­den, sodaß die Mühlen ausnahmslos zur Anlage Wolf­scher Patentheißdampflokomobilen gezwungen sind, wie sie neuerdings speziell für kleine Kraftleistungen von der Maschinenfabrik R. Wolf zu Magdeburg- Budau gebaut werden. Es wurde von Redakteur L. Koch- Duderstadt vom Verbandsvorstand an Hand wiederholter im Ver­

=

* Die Fahrt des Kaisers nach Kloster Loccum ging über Nenndorf nach Rehburg. Ueberall auf dem Wege zeigte sich reichen Flaggenschmud. In Anwesen- bandsorgan Die Wasserkraft" enthaltener Wertberech- heit des Kaisers sand sodann die Feier des 750jährigen Jubiläums des protestantischen Klosters Loccum statt.

Bad Nauheim

Programm vom 22. Juni bis 28. Juni 1913. Täglich vormittags 7 Uhr Frühkonzert in der Trink­furanlage.

-

Sonntag, 22. Juni, nachm. von 4-6 Uhr, abds. von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert des Mus sifforps des K. B. Jägerbataillons, Aschaffenburg. Abends bei günstiger Witterung Illumination des Kurhauses.( Kleine gelbe Kurtarten ungül­tig). Abends 8 Uhr im Kurhaus saale Theater: Goldfische", Lustspiel in 4 Alten von Franz von Schönthan und Gustav Kadelburg. Montag, 23. Juni, nachm. von 4%-6 Uhr, abds.

von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kur­kapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: Die schöne Helena", tomische Oper in 3 Abteilun­

gen von Jaques Offenbach. Dienstag, 24. Juni, nachm. von- 6 Uhr, und abends von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Das Nachmittagskonzert unter Lei­tung des Kgl. Professors Hans Winderstein. 2c. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale: Lustiger Abend von Max Hofpauer, K. B. Hofschauspieler, Mün­chen. Nachmittags von 4-6 Uhr an Teichhaus Konzert der Kapelle des Leib dragoner- Regiments Nr. 24, Darmstadt.

Mittwoch, 25. Juni, nachmittags von- 6 Uhr, abends von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert

ent

nungen für entzogenes Betriebswasser die Notwendig= feit vollständiger Schadloshaltung eingehend dargelegt, und noch besonders auf die Entwertung des ganzen An­wesens hingewiesen, wenn im Sommer und Herbst die notwendig gebrauchte Wasserkraft fehlt. Deren Ersatz durch den Betrieb einer Wolf'schen Heißdampflokomo­tive setze notwendig die volle Entschädigung der zogenen Kraft voraus. Mühlenbesitzer Georg Hahn von der ebenfalls zu entschädigenden Schlagmühle b. Nie­derwölftadt ergänzte diese Mitteilungen noch durch die Schilderung seiner mit dem Friedberger Kreisamt ge­führten Verhandlungen. Weiterhin betonte Genannter die zunehmende Bedeutung des Landwirtschaftsbetriebes für die Erhaltung der kleinen Mühlen, bei denen der Mühlenbetrieb mehr und mehr ein Nebenzweig der Landwirtschaft wird. Günstig sei für die Mühlen der durchschnittlich gute Stand der Schweinepreise, der eine Erweiterung der Schweinemast bei den Mühlen begün­stige und denselben bei Mitverwendung von M. Brock­manns Futtertalk aus der chemischen Fabrik von M. Brodmann- Leipzig- Eutritzsch, der sich in der Wetterau als anerkanntes Futterpräparat zur regelmäßigen Bei­aus der fütterung bewährt habe, gute Einnahmen Schweinemast sichere. Redakteur Koch ging sodann noch auf die Bestrebungen zur Herbeiführung eines Ueber= landzentralengeſetzes ein, wodurch den infolge zuneh mender Ausbreitung des Leitungsnetzes frei werdenden Wasserkräften andere Verwendung geschaffen werden solle. In Schlüchtern standen die Verhandlungen ebenfalls im Zeichen der Wasserentziehung, dakteur Koch die Rechtslage nach dem neuen preußischen Wassergesetze darlegte. Dasselbe erfordere zwar nicht mehr den Nachweis des Rechtes am Wasser, dagegen sei die Schadenregelung noch ebenso schwierig wie früher, eine weil auf Grund von§ 200 des neuen Gesetzes Entschädigung nur zu leisten sei, wenn sich solche nach billigem Ermessen als gerechtfertigt erweise. Die Herren Schneider Neuergrona, Kultan- Altenhaßlaut und Klüh­Ellers gaben hierzu ihre Erfahrungen bei den Entschä­

wozu Re­

! Mainz. Hier wurde im ersten Stod der Sta bibliothek das Gutenbergmuseum eröffnet. In mehren Sälen wird der Buchdruck bis zu seinen letzten Erra genschaften vorgeführt.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde in Girhen. Sonntag, den 22. Juni, 5. nach Trinitatis. Gottesdienst.

In der Stadtkirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Zugleich Christenlehre für die Neulonfirmierten a der Markusgemeinde. Vorm. 9% Uhr: Pfarrer Adolph. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeind Pfarrassistent Hoffmann. In der Johannesfirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Zugleich Christenlehre für die Neulonfirmierten au der Johannesgemeinde. Vormittags Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Katholische Gemeinde in Gießen.

Samstag, den 21. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gel genheit zur hl. Beicht.

Sonntag, den 22. Juni. 6. Sonntag nach Pfingsten. Vorm. Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachm. 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Abends um 8% Uhr: Konstantin- Feier mit Bortra des H. P. Lippert aus München und Festspid Konstantin der Große.

Gottesdienst in der Diaspora.

In Hungen um Uhr. Jn Grünberg um 9% Uhr.

Aus aller Welt.

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::: Friedefeld( Kr. Hersfeld). Auf dem Kalb, idone, lu Bergwerk Herscha ereignete sich eine Dynamit- Explochmitt durch die zwei Bergleute auf der Stelle getötet wurde Weitere 20 Mann wurden betäubt und schwebten

entsprech lezimmer, v

großer Lebensgefahr, konnten aber schließlich doch not on

gerettet werden.

Preise.

::: Pohliz( Thür.). Hier zerriß bei der Be stellung einer Seiltänzertruppe auf dem Schützenpi Das Gast das 15 Meter hohe Turmseil. Der Seiltänzer stür Stadt Kre herab und fiel auf einen 7jährigen Knaben, der töd felt fic verletzt wurde. Der Artist trug lebensgefährliche Be letzungen am Rückgrat davon.

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::: Leipzig. Der für die Weltausstellung Buchgewerbe und Graphif in Leipzig 1914 gezeichnäle( bor Garantiefonds hat bereits die Höhe von andertha tine, la t Millionen Mark erreicht.

der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaus saaledigungsverhandlungen bekannt, worauf Redakteur Kochite I, ein geborener Offenbacher, mit seinem Begleit

Theater: Mein Freund Teddy", Lustspiel in drei Aften von Andre Rivoire und Lucien Besnard. Donnerstag, 26. Juni, nachmittags von 4-5% Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Konzerthaus 3. Künstlerfon­zert der Kurkapelle unter Mitwirkung des Herrn Wilhelm Badhaus( Klavier) und unter Leitung des Kgl. Professors Hans Winderstein.( Näheres die Plakate.) Freitag, 27. Juni, nachmittags von 4-6 Uhr, abends von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: Der Graf von Luxemburg", Operette in 3 Alten von Franz Lehar. Samstag, 28. Juni, nachmittags von 4%-6 Uhr, abender von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Das Nachmittagskonzert unter Lei­tung des Kgl. Professors Hans Winderstein. Bei günstiger Witterung Lampionbeleuchtung auf der Surfarten ungültig.) Terrasse.( Kleine- gelbe

-

über die durch die Kaliindustrie verursachte Flußverun reinigung sprach und das Verhalten der Behörden hier­bei erörterte. Von Interesse war dabei die Feststellung, daß Preußen im allgemeinen strenger gegen die Ver­unreinigung der Flüsse vorgeht als die Kleinſtaaten, für deren Finanzwirtschaft die Kaliindustrie eine gewisse Rolle spielt.

s Darmstadt, 19. Juni. Die Erste Kammer der Landstände erledigte heute früh in einer turzen Sikung ohne wesentliche Debatte 20 Anträge, Regierungs- Vor­lagen und Vorstellungen, darunter den dringlichen An trag betr. die Besoldungsordnung und den dringlichen Antrag betr. die Unterstützung der Zentralkasse der hess. landw. Genossenschaften nach den Beschlüssen der Zwei­ten Kammer.

s Darmstadt. Im Nieder- Modauer Prozeßz haben nunmehr die drei Angeklagten Jhrig, Beck und Jjaal gegen ihre Bestrafung Berufung eingelegt, wäh rend bekanntlich Adam seine Strafen anerkannt hat.

):( Krofdorf. Beim Abbruch einer Scheune wurde ein äußerst interessanter Ziegel gefunden. Der­selbe trägt die Jahreszahl 1700 und ein Wappen be­stehend aus Doppeladler, Löwen und Hahn. Dazu

::: Berlin. Auf dem Flugplatz Johannist ist Donnerstag früh der Pilot Ingenieur Hans Kr Werkmeister Gerbitz aus Untertürkheim, bei eine Flug um einen Preis der Nationalspende abgetu Beide Flieger waren auf der Stelle tot.

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