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Der Handels- und Industrieausschuß der fran­zösischen Kammer nahm auf Anregung des nationalisti­schen Abgeordneten Denais einen Gesezantrag an, wonadh jene Unternehmungen, Firmen oder Handelsge sellschaften, an deren Spize Ausländer stehen, oder deren Verwaltungsrat über ein Drittel Ausländer ent­hält, die Bezeichnung fra nfzösisch" nicht führen dürfen. Ebensowenig dürfen Waren, die nicht in Frank reich oder in den Kolonien erzeugt wurden, die Bezeich nung französisch" führen. Wir brauchen wohl nicht zu betonen, daß sich dieser Gesetzesantrag in erster Linie gegen deutsche Industrie und Gewerbefleiß richtet.

Schweiz.

::: Genf. Auf Anweisung der schweizerischen Be­hörden wurde am Samstag abend in Genf unter der Beschuldigung der Spionage der Ingenieurhauptmann im französischen Kriegsministerium, Larjuier, ver­haftet. Auch steht die Festnahme von Beamten in Genf

bevor.

Rußland.

Nach einer Meldung aus Petersburg betreibt Rußland die Absetzung des Königs Ferdinand von Bul­garien. Der König werde sich bald auf seine Güter in Ungarn zurüdziehen.

Die Reichs dum a nahm die Regierungs vorlage über die Militärpflicht der Fahr

zeuge an.

Vom Balkan.

Prinz Wilhelm zu Wie d verläßt morgen Sinaja und reist nach Potsdam ab. Sobald die Un­terhandlungen mit den Mächten beendet sind, werden diese dem Prinzen formell den albanischen Thron an­tragen. Es steht fest, daß der Prinz annimmt.

um

* Sofia. Das Geheimnis, das um das Schid­sal der beim Austausch der beiderseitigen Gefangenen fehlenden bulgarischen Soldaten schwebte, lüftet sich allmählich. Es ist jetzt festgestellt worden, daß 80 gefesselte Soldaten, die auf dem griechischen Dampfer Pelope nach Saloniki eingeschifft worden waren, angeblich in Quarantäne gelegt zu werden, während der Fahrt auf Befehl des Kapitäns ins Meer ge= worfen worden sind. Elf andere Soldaten, eben­falls Gefangene, die sich an Bord des gleichen Dam­pfers befanden, sind nach den schrecklichsten Martern g e- tötet worden. Dies ist vor den Augen einiger Pas­sagiere geschehen.

Konstantinopel. Der frühere Großwesir, der Abgott der Opposition, Kia mil Bascha, ist in seiner Heimat in Larnaka auf der Insel Cypern im Alter von 85 Jahren an Altersschwäche gestorben.

Amerika.

Aus Mexiko wird gemeldet, daß ein Staats­streich für unmittelbar bevorstehend gehalten werde. Man mache sich darauf gefaßt, daß General Blanquet, der die Unterstützung aller habe, die Verhaftung Huer­tas anordnen werde, um die Ordnung wieder herzu­stellen. Nach einem anderen Telegramm aus Meri­to sei dort die Nachricht eingegangen, daß General Hu erta zurückzutreten beabsichtige, sobald der Kongreß in regelmäßiger Session am Donnerstag zusammengetreten ist. General Blanquet beabsichtige die Diktatur an sich zu reißen.

Aus aller Welt.

Der Kaiser gegen den Tango. Neu­erdings tanzt man in Berlin in gewissen Gesellschafts= freisen allerhand moderne, mehr oder weniger bedenk­liche Tänze, unter denen der aus argentinischen Spelun= fen importierte Tango der bekannteste ist. Vor einigen Tagen hat nun der Kaiser, wie dem Berliner Salon" mitgeteilt wird, seiner Abneigung gegen die modernen Tänze durch eine Kabinetisorder an die Regimentstom­mandeure und Schiffskommandanten energisch Ausdruck gegeben. In dieser Kabinettsorder heißt es u. a.: Die Herren von der Armee und der Marine werden hierdurch ersucht, in Uniform weder, Tango noch Que oder Twostep zu tanzen und Familien zu meiden, in denen diese Tänze ausgeführt werden." Ein Zuwider handeln gegen die Bestimmung dieses Erlasses wird mit Strafe sofortiger Dienstentlassung bedroht. Diese Ka­binetts order des Kaisers wird in allen vernünftig und anständig denkenden Kreisen lebhaft begrüßt werden.

-

Das Hochwasser richtete im Bergischen Lande große Verwüstungen an. Die Wupper überflu­tet weite Strecken und zwingt zahlreiche leinere Fabri­len, den Betrieb einzustellen. In Duisburg mußte

die Schlenverladung am Rhein und an der Ruhr schon eingeschränkt werden.

::: Gelsenkirchen. Eine gefährliche Schar la chepidemie ist in den benachbarten Orten Stop­penberg und Schonnebed ausgebrochen. Die Zahl der erfrankten Rinder beträgt 110, von denen bereits 25 gestorben sind.

::: Antwerpen, 18. Nov. In einer hiesigen Diamantschleiferei fesselten zwei Individuen während der Mittagspause den Wächter und raubten eine größere Menge Diamanten, die einen Wert von 300 000 Frcs. haben sollen. Von den Dieben fehlt jede Spurt

Hus Stadt und Land.

n Gießen. Zum ersten Male ging am Sonn­tag abend in unserem Stadttheater die reizende Posse Filmzauber" von Rudolf Bernauer und R. Schanzer in Szene. Noch selten ist es gelungen, das Publikum für das Gebotene so zu begeistern wie hier. Das Stück gelangte unter der Regie des Herrn Rudolf Goll zu einem glänzenden Erfolge. Besonders die herrlichen Tanz- Duette, arrangiert von Balletmeisterin Lina Oldini, lösten bei den Zuschauern einen so stürmi­schen Beifall aus, daß Frl. Hansi Martini und Herr Ludwig Grosser, die auch sonst ihre Rollen sicher be­herrschten, sich dazu verstanden, sie jedesmal zu wieder­holen. Die Musik hierzu wurde von der Kapelle des hiesigen Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm" Nr.116, unter dem bewährten Dirigenten Herrn Franz Adam gegeben. So wäre es nur zu wünschen, daß die Be­mühungen des Herrn Direktors Steingoetter, immer nur das Beste zu bie, en, von dem Publikum bei den näch­sten Wiederholungen durch ein vollbesetztes Haus un terstützt werden.

* Bekanntlich sollte das nächstjährige Kaiser= Manöver im nächsten Sommer auch das 18. Ar­meekorps in seinen Bereich ziehen. Dies scheint nach neueren halbamtlichen Mitteilungen nicht der Fall zu sein. Es heißt nämlich darin: Für die Kaisermanöver

1914 ist der Termin vom 7. bis 11. September ange­

setzt worden. Die Manöver finden zwischen dem 7. und

8. Armeekorps statt,

::: Das große Los der preußischen Klassen Lotterie ist bekanntlich in der einen Abteilung nach Köln gefallen. Die glücklichen Gewinner sind meistens kleine Handwerker und Arbeiter, sodaß die halbe Million dies­mal an die rechte Stelle gekommen sein dürfte.

o Friedberg, 17. Nov. Jm hiesigen Stadt­verordnetenkollegium befinden sich unter den 15 Stadt­vätern bereits drei Schreinermeister. Für die am Dienstag angesetzte Stadtverordnetenwahl hat nun der Ortsgewerbeverein weitere drei Schreiner als Kandidaten aufgestellt, die auch von anderen Körper= schaften unterstützt werden. Wenn die Liste durchgeht, nermeister, und die Garnisonstadt Friedberg hat die dann ſizen künftig unter den 15 Stadtvätern 6 Schrei­sicherste Gewähr, daß in ihr nichts mehr aus dem Leim" geht.

o Friedberg. Bei den gestrigen Stadtverord­netenwahlen wurden sämtliche Stadtväter mit großer Mehrheit wiedergewählt.

o Schotten. Am Samstag abend verschied hier der langjährige erste Vorsitzende des Vogelsberger Hö­henklubs( Gesamtverein), Oberamtsrichter Nispel, der seit über 20 Jahren dem Vorstande angehörte und als geborener Vogelsberger mit großem Geschick und Erfolg für seine Heimat gewirkt hat.

):( Frankfurt a. M., 17. Nov. Während die Straßenbahn und die Eisenbahn durch die beiden Flug­tage Pegouds glänzende Einnahmen erzielten, schließt die Veranstaltung für die Unternehmer mit einem an­scheinend gewaltigen Fehlbetrage ab. Nach vorläufigen Berechnungen wurden an beiden Tagen zu­

Jammen rund 30 000 Mt. eingenommen, am Freitag

14.000 und am Sonntag 16 000 Mart. Diesen Ein­nahmen stehen Ausgaben von 90 000 Mark gegenüber, und zwar an den Flieger 80 000 Mark und für man­cherlei Nebensachen 10 000 Mart. Bleibt also ein De­fizit von 60 000 Mart, das die Garantiezeichner zu dek­ten haben. Nach diesem betrübenden Ergebnis, das in einen Reford darstellt, wird sich vielleicht manche Stadt der Chronik der Pegoud- Fehlbeträge zweifellos bis jetzt es jetzt mehreremale gründlich überlegen, ehe sie den Flieger zu sich lädt. Der 25jährige Diener des Groß­britannischen Botschaftsrats Francis Oppenheimer, Gu stav Schaller aus Osthofen bei Worms, stürzte heute mittag beim Fensterpugen vom ersten Stod ab und war sofort to i. Jm Stadtteil Oberrad wurde ein aus freiwilligen Beiträgen gestiftetes evangeli= ich es Gemeindehaus eingeweiht.

):( Weilburg, 18. Nov. 11 3öglinge der zwei­ten Kompagnie der Unteroffizier- Borschule sind an Diphtheritis schwer erkrankt. Man befürchtet eine größere Epidemie und hat umfassende Abwehr- Maßre­geln getroffen.

):( Nassau, 17. Nov. Beim Brüdenbau Bal­duinstein wurden zwei Arbeiter von der hochgehenden Lahn fortgerissen. Ein Arbeiter konnte gerettet werden; der andere, ein verheirateter Mann namens Bonzner aus Köln, ist ertrunken.

Das Hochwasser, der Fulda hat im Laufe des gestrigen Tages seinen Höhepunkt erreicht. Der Regen hat nachgelassen, und außerdem hat, was sehr bemer­lenswert ist, die Eddertalsperre bereits gearbei tet. Die Talsperre hat große Mengen Wasser zurüdge­halten. Die Lahn führt ebenfalls Hochwasser. Die Wie­sentäler südlich von Marburg sind teilweise über. schwemmt. Auch im Ohmtal bei Kirchhain herrscht Hochwasser.

):( Hanau, 18. Nov. Vor dem Schwurgericht müssen sich heute und in den nächsten Tagen 14 junge Leute verantworten, die sich wegen einer Kleinigkeit ins Unglüd gestürzt haben. Bei einer Schlägerei wurde der

necht Josef Schönmayer übel zugerichtet. Als Täter erhielt der Tagelöhner Anton Doppenschmidt aus Bad Orb drei Monate Gefängnis; mehrere andere Burschen wurden dagegen freigesprochen, denn ihre Freunde bat ten sie herausgeschworen. Als Döppenschmidt Berufung einlegen wollte, bekamen die Zeugen Angst und boten ihm Geld, damit er sich mit der Strafe zufrieden geben solle. Inzwischen hatte aber die Staatsanwaltschaft da von Kenntnis erlangt und erhob Anklage wegen Mein eid gegen die 14 jungen Leute. Die Angeklagten stehen im Alter von 17-22 Jahren. Die Verhandlungen wer den voraussichtlich erst am Montag nächster Woche zu Ende gehen.

):( Bad Orb, 18. Nov. Der neue Orber Trup penübungsplatz wird der fünftgrößte im Deutschen Reiche sein; er umfaßt 4500 Hektar. Größere find folgende lebungsplätze: Grafenwöhr bei Regensburg 9000, Po­sen 5197, Münster 4805 und Altengrabow 4802 htt.

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Kathreiners Malzfa

billiges und gefur aben. So ift Kath 5 Jahren zu einem Ranges geworden.

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ein bei jeder Gelegenhe Sablets mit deinem A venn dir im Verein

! Mainz. Oberbürgermeister Dr. Göttelmann feiert heute mit seiner Gattin, geb. Callmann aus zey, das Fest der silbernen Hochzeit. Göttelmann wat früher Kreisrat in Heppenheim und Büdingen.- Die 160 Mainzer Schutzleute haben beschlossen, bei den bee nicht, jedermann h vorstehenden Stadtverordnetenwahlen ihre Stimme einem Manne zu geben, der für ihre Diensterleichterung ein treten wird.

):( Marburg. Das Eisenbahnunglüd, das sich am 22. Oktober v. J., abends gegen 9 Uhr, auf der Werrabrücke bei Kirchbeim ereignete, und bei dem die Schrankenwärterin Michaelis ihren Tod sand, beschäß tigte gestern das Gericht. Als Angeklagter erschien der Lokomotivführer L. aus Gießen, der beschuldigt wird, das Unglück herbeigeführt zu haben. Geladen waren 18 Zeugen und 3 Sachverständige. Der Angeklagte be hauptete, daß ihn feine Schuld treffe und er an die fem Tage überbürdet gewesen sei. Die Straffammer ver urteilte ihn zu 2 Monaten Gefängnis.

):( Kassel. Die Eröffnung des Flugstützpunis

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5. Unterstell verrichten, daß sie soetes willen oder w ich aber sorgfältig, e mit du nicht selbst wirft. Schwänze 6. Erfläre einem es eigentlich zu ſei Serein felbft zu sagen. bferung deiner Verhä die Gewählten deiner emas gescheiter als die aus der Vorstandsch

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ungen Opposition zu Der Berlammlunger

Kassel findet erst im Frühjahr nächsten Jahres ſtatt. Arnis begeht, dann dem großen Forst wird eine Stelle mit Schuppen fit Der nächstjährige Bris Benzin und Del bebaut. Seinrich- Flug 1914 wird bekanntlich über Kaf sel geführt. Kassel wird Kontrollstelle. Die Vorbereitun gen hat der turhessische Verein für Luftfahrt übernom men. Kassel bewirbt sich für den Prinz Heinrich Flug 1915 um eine Hauptetappe, wie es schon in diesen Jahre der Fall war.

):( Kassel. Ein hier dienender Soldat gewant

ambaum- Verlag

in der Darmstädter Schloßfreiheits- Lotterie 20 000 mentafel u. Vordruck

Der glückliche Gewinner wurde sofort davon in Renm nis gesetzt.

Vermischtes.

Das 12 Deutsche Turnfest in Leip hat einen Fehlbetrag von etwa 46 000. bracht. Dieser ungünstige Abschluß ist hauptsächlich rauf zurückzuführen, daß die Bauten nicht genügend a genutzt werden konnten. Eine Turnertribüne, die 25

NO 55, Wins- Strasse 681 ambogen( gesetzl gesch. lengeschichte 50 PL., An Register, Bild 1.- M 75 Pl, 4 Stammb., Anl Lappe 3.50 M., 20 Stammb b. mit Goldschnitt 10 geg. Nachnahme, vo an portofrei. Vornehm arte Geschenkartikel.

Bar Geld

an jede mann a

Freell, diskret u. sch geg. Rat

Mark einbringen sollte, wurde den Turnern imenig Carl Winkler, Be

lich überlassen; ihre Herstellung hat 50 000 Mark foſtet. Weiter sind 8000 Festkarten weniger gelöſt den als veranschlagt war. Der Fehlbetrag wird der Garantiesumme gedeckt werden, die die Stadt L 3ig an erster Stelle zeichnete. Die übrigen Garanti fonds zeichner werden nicht in Anspruch genomm

werden.

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