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irften. Anderseits der pekuniären taltung für die zu sein, recht tief deutschen Turner empfangen. Die

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Gießener Zeitung

Bezugspreis 25 pfg. monatlich

( Neueste Nachrichten)

Blerteljährlich 75 Ph., vorauszahlbar, frei ins Haus. abgeholt in unferer Expedition oder in den Zweig. ausgabeftellen werkeljährlich 60 Pig. Erscheint Redaktion: Selters. Rittwoche und Samstags. weg 88,

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Für Aufbewahrung oder Müdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag der, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Nr. 101.

Telephon: Nr. 362.

Ueber Kronprinzenerziehung

wird jetzt aus Anlaß der Rückkehr des Kronprin en nach Berlin in den Zeitungen viel geschrieben. Wenn die pädagogischen Betrachtungen sich auf eine timmte Persönlichkeit zuspitzen oder gar das Verhält­is zwischen Vater und Sohn in Behandlung nehmen, wird leicht die Grenze überschritten, die Takt und lugheit ziehen sollten. Wir möchten uns nicht unberu en in Familienangelegenheiten einmischen. Aber in eini­jan Berliner Blättern finden sich Einseitigkeiten Webertreibungen, die der Entgegnung bedürfen. Es ird da so geredet, als ob Danzig ein ganz schrecklicher Berbannungsort gewesen und Berlin der einzig richtige Blatz für einen heranwachsenden Anwärter auf die Krone

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und

Nach unserer Ansicht muß der künftige Monarch möglichst alles fennen lernen. Nicht bloß den Kopf er Monarchie( man hat ihn schon einmal Wasserkopf janannt), sondern auch die Glieder des Staatswe­ets. Der Aufenthalt in Danzig hat freilich mit zwei Jahren ziemlich lange gedauert; aber im allgemeinen ist gut und heilsam, wenn der Kronprinz auch in d'e'r Brovinz sich umsieht. Land und Leute in ihrer Dannigfaltigkeit kennen zu lernen, ist eine zweckmäßige Vorbereitung für die Wirksamkeit eines Herrschers, der Tlen alles sein soll. Der Thronerbe muß natürlich auch in den Geschäftsgang der 3entralbehörden in Berlin eingeweiht werden; doch das richtige Verständ­nis für die Aufgaben der Zentralverwaltung entwickelt fish am besten aus der Kenntnis der Geschichte bei den untern und mittleren Behörden, die dem prattt fen Leben näher stehen. Der Herrscher muß macht alles tönnen, aber er muß instande sein, alles zu bugreifen. Daher scheint uns die Vielseitigkeit der Kennt­nisse und Erfahrungen von höchstem Werte zu sein. Übrigens ist der Aufenthalt in einer Provinzialstadt an fivih nicht übel. Wir möchten sogar wünschen, daß der Ronprinz gelegentlich auch die Mitte und den We­sten der Monarchie aus eigener Anschauung näher fernen lernt.

Das Volksleben in seiner Gesamtheit muß derjenige le men lernen, der einst der Landesvater sein soll. Also Om man überhaupt Vorschiäge machen will, so darf man das gewerbliche Leben in seinen kleineren und grö­zoren Betrieben und die sozialen Verhältnisse nicht ergessen.

Als Dreißigjähriger wird der Kronprinz selbst schon Des rechten Weges zur Vorbereitung auf seine hohe Auf­che fich bewußt sein. Erfreulicherweise steht der Kai­e noch in voller Geistes- und Körperkraft, sodaß dem Ritonprinzen noch reichlich Zeit zur Sammlung von Er­a prmgen vor Antritt der Herrschaft übrig bleiben dürfte. Wir rufen Glück auf" und wollen nur den Wunsch der eitigkeit bescheiden geltend machen. Nach dem L.-A." ist die Versetzung auf einen besonderen Wunsch der Kaiserin zurückzuführen. Die Rormandierung ist völlig unerwartet und über­o schend gekommen. Selbst das kronprinzliche Paar at nichts davon gewußt. Wie erinnerlich, hatte das robinzliche Paar vor nicht zu langer Zeit den Kaiser ekranlaßt, das Danziger Kommando des Kronpringen ir Herbst 1914 zu verlängern und als Folgeer­deing hiervon sind erst Mitte August d. Js.

die

lieverträge für die kronprinzliche Villa, sowie für die brigen Mietswohnungen des Gefolges und der Ve mtschaft bis zum Oktober nächsten Jahres erweitert

borden.

almona auf den Tisch Besonders frisch! spart. Und Gluck Frieder ich wieder ein bei Rieten!) RGARINE

Den Kronprinzen soll die Versetzung durchaus nicht genehm berührt haben. ritt der Danzig, 15. Dez. Heute vormittag ironprinz zum letzenmale an der Spitze der ersten

Expedition: Seltersweg 83.

Mittwoch, den 17. Dezember 1913. Leibhusaren nach dem großen Exerzierplaze, wo Re­giments exerzieren stattfand. Auch die Kronprin­3 essin wohnte zu Pferde den verschiedenen Uebungen des Regiments bei. Nach einer Attacke führte der Kron­prinz seiner Gemahlin sein Regiment noch einmal vor, und dann wurde nach der Kaserne zurückmarschiert. Auf dem Kasernenhof verabschiedete sich der Kron= prinz von seinem Regiment mit einer kurzen Ansprache und betonte, daß er die beiden Jahre an der Spitze der 1. Leibhusaren zu den schönsten Jahren seines zähle. Der nach dem Kronprinzen rangälteste Offizier des Regiments, Major von Borcke, dankte dem Kron­prinzen und brachte ein Hoch auf ihn aus. Der Kron­prinz winkte dann den Standartenre ter heran, ergriff das seidene Fahnenband des Feldzeichens und drückte einen Kuß darauf. Sodann sprengte er, ohne sich umzuschauen, im Galopp davon.

Politische Rundschau.

Deutschland.

Lebens

Das Kaiserpa ar traf am Montag vor mittag in München ein. Als der Zug hielt und der Kaiser am Wagentritt erschien, eilte König Ludwig auf den Kais! r zu, der rasch abstieg und den König herzlich umarmte. Dann schüttelten sich die beiden Monarchen die Hände. Während der Kaiser mit dem König auf den Kronprinzen Ruprecht und die anderen Prinzen zu schritt, begrüßten sich die Kaiserin und die Königin eben­falls auf das herzlichste. Nachdem der Kaiser den Mi­nisterpräsidenten und die übrigen Würdenträger begrüßt hatte, schritt er mit dem König und den Prinzen die Front der Ehrentompagnie ab. Als der König mit dem Kaiser am Tor des Bahnhofes sichtbar wurden, brach das Publikum in stürmische Hochrufe aus, und unter Hochrufen fuhr der glänzende Zug nach der Reſidenz, wo das Kaiserpaar vom Königspaar in seine Gemächer geleitet wurde. Um 1 Uhr fand große Frühstückstafel statt. Nachmittags 3 Uhr besichtigten der Kaiser und die Kaiserin das Deutsche Museum. Das Essen sand beim Kronprinzen und am Abend Festvorstellung im Hof theater statt. Das Wetter war leider ungünstig. Nachts hatte ein Sturm die Dekorationen zerzaust, und beim Einzuge des Kaiserpaares regnete und schneite es durch­einander. Die Majestäten ließen sich indessen dadurch die gute Stimmung nicht verderben. Der Kaiser hat eine große Anzahl von Auszeichnungen verliehen. Der Vorsitzende im Ministerrat, Dr. Freiherr v. Hertling, erhielt z. B. die Büſte in Bronze. Auch der König

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hat eine große Reihe von Ordensauszeichnungen und Geschenken verliehen und diese den Damen und Herren des kaiserlichen Gefolges selbst überreicht.- Beim Mi­nisterpräsidenten Frhrn. v. Hertling fand zu Ehren des Staatssekretärs v. Jagow eine Frühstückstafel statt.

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Der Kronprinz ist von der Stellung des Kommandeurs des Leibhusaren- Regiments Nr. 1 Langfuhr- Danzig enthoben und in den Generalstab der Armee nach Berlin versetzt. Die Versetzung entspricht einer schon im Frühjahre ausgesprochenen Bitte des Kronprinzen an seinen Kaiserlichen Vater. Seit längerer Zeit hielten Generalstabs- Offiziere der Garnison Danzig dem Kronprinzen taktische und kriegswissenschaftliche Vor­träge. Ebenso hat der Kronprinz die Schlußarbeiten des ältesten Kriegsakademie- Jahrganges mitgearbeitet und sich hierdurch, sowie durch eigenes Studium auf das

neue Kommando vorbereitet.

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Herr von Schleinitz wird nicht mehr als Kommandeur der Schutztruppen nach Deutsch- Ostafrika zurückkehren. Er ist seiner Stellung enthoben und wird durch Oberstleutnant v. Lettow Forbed,

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Telephon Nr. 362.

25. Jahrg.

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bisherigen Kommandeur des 2. Seebataillons ersetzt werden, der seit Monaten für die Führung der Kame­runer Schutztruppe bestimmt war, seine Ausreise noch nicht angetreten hat. Der neue Kommandeur steht im 43. Lebensjahre und hat 1904 an dem Feldzuge ge­gen die Hereros in Deutsch- Südwestafrika teilgenommen.

* Die deutsche Regierung hat den Botschafter der Vereinigten Staaten davon in Kenntnis gesetzt, daß die deutsche Flotte der Einladung der Vereinigten Staa­ten Folge leisten und an der internationalen Flotten- revue in Hampton Roads gelegentlich der Eröff= nung des Panamalkan als im Frühling 1915 teilnehmen werde. Die deutschen Kriegsschiffe werden bei dieser Gelegenheit den Panamakanal durchfahren.

Abänderungen zur Wehrordnung, die demnächst ausgegeben werden sollen, betreffen den Fortfall der Losung beim Ersatzgeschäft und die Ein­teilung der zum Militärdienst sich Stellenden nach ver­schiedenen Tauglichkeitsklassen.

Die deutsche Militär- Mission traf am Sonntag über Belgrad und Sofia in Konstantinopel ein. Der Empfang war rein militärisch. Die Botschafter von England, Frankreich und Rußland überreichten bei ihrem Besuche auf der Pforte die geplante Note über die deutsche Militärmission. Dem Schritt liegt, wie die Botschafter gegenüber dem Großwesir ausdrücklich be­tonen, mur ein informatorischer Charakter zu Grunde. Der Ministerrat setzte bereits die Antwort fest, die der Großwesir den Botschaftern erteilen soll. Es heißt da, der deutschen Militärmission liegt keinerlei politischer Zweck zugrunde. Sie ist beauftragt, sich mit der Re­organisation der militärischen Bildungsanstalten und des ersten Armeekorps, das eine Art Modellkorps wer­den soll, zu befassen. Die Obhut über die Meerenge werde in die Aufgaben der Mission nicht einbezogen. * Berlin. Der Ständige Ausschuß der Lan­desversicherungsanstalten hat mit der Reichsversicherungs­anstalt für Angestelle Grundsätze über die Heilbe­handlung der doppelf Versicherten ver­einbart, welche die schleunige Einleitung erforderlicher Heilverfahren so weit als möglich sichern. Es besteht die bestimmte Erwartung, daß die einzelnen Landesversich­erungsanstalten dem Abkommen beitreten werden.

Tabaktrustes zur deutschen Bigaretten Indu= * Ueber die Beziehungen des englisch- amerikanisch. strie werden vom Reichsamt des Innern demnächst Er­mittelungen eingeleitet werden. Außer den Interessen sollen auch Mitglieder des Reichstages zu den alsdann stattfindenden Erörterungen zugezogen werden.

* Der Abschluß der kriegsgerichtlichen Untersuchung der Zaberner Affäre steht nahe bevor. Das 99. Infan­terie- Regiment, bisher in Zabern, wird nach Kassel ver­setzt und nach 3abern das 167. Regiment, jetzt in Kassel, versetzt werden. Oberst von Reutter behält sein Regiment, Leutnant Freiherr von Forstner wird in ein anderes Re­giment versetzt werden.

* Zum Krantentassen- Konflikt. In einer in Berlin abgehaltenen Versammlung der Ver­treter der vereinigten Krankenkassenverbände über den bevorstehenden Aerztestreik wurde festgestellt, daß Einig­ungsverhandlungen zwischen den zentralen Verbänden der Aerzte und Kassen nach Lage der Sache völlig aus­ſichtslos seien, zumal der Leipziger Verband wiederholt betoni habe, von seinen Hauptforderungen nicht abgehen zu können. Im übrigen seien an vielen Orten die Kas­sen und Aerzte völlig einig; der Friesen wäre auf der ganzen Linie gesichert, wenn der Leipziger Verband den Vertragsabschluß freigäbe. Tatsächlich würden vielfach Verträge von Aerzten trotz des Verbotes geschlossen. Ge­genüber der angedrohten völligen Einstellung der Be­handlung der Versicherten bei den Kassen, die von den ihnen nach dem Gesetze, nach den Beschlüssen des Bun­desrates und der preußischen Minister zustehenden Schutz­

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