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Dortmunder Lehrergesangverein bei Fürst Bülow.

Der in Norderney anwesende Dortmun= der Lehrergesangverein hatte um die Erlaub­nis gebeten, vor der Villa des Fürsten Bülow zu fin­gen, und sie auch erhalten. Nachdem der Gesang been­det war, hielt der Vereinsvorsitzende eine Ansprache, die mit einem Hoch auf den Fürsten und seine Gemahlin schloß. Sichtlich erfreut ergriff Fürst Bülow Wort, um der B. 3." zufolge, etwa folgendes zu er­widern:

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Meine Herren! Sie haben mir mit Ihrem schönen, zu Herzen gehenden Gesange eine große Freude berei­fet. Ich danke Ihnen dafür. Sie sind aus Dortmund, und, wenn ich nicht irre, gehörte Dortmund zu den Hansestädten. Was ist da natürlicher, als daß Sie nach der Nordsee kommen, dem eigentlichen Element der Hansestädte. Dortmund liegt in einem Bezirk', wo die Industrie unseres deutschen Vaterlandes gewal­tige Fortschritte gemacht hat. Ich begrüße es daher mit Freude, daß auch innerhalb ragender Fabrikschlote, im Herzen der schweren förperlichen Arbeit der Sinn für die Kunst, für die Musik erhalten wird. Und eine ganz besondere Freude macht es mir, meine Herren, daß gerade deutsche Lehrer diese schöne Blume, das deutsche Lied, hegen und pflegen. Ich bin ja nicht recht musik­verständig; das werden Sie wohl schon gehört haben. Denn die schlechten Eigenschaften eines Mannes werden viel eher bekannt, als die guten, die so ein Kerl vielleicht hat. Und doch ist mir Ihr Gesang zu Herzen gegangen. Meine Frau ne­ben mir, die versteht aber etwas von Musik. So ist es vielfach, daß die Frau den Mann an Tugenden weit

rd gefprum überflügelt. Und das ist bei mir ganz besonders der Konfuls Fall. In ihrem Namen danke ich dem Präsidenten des Vereins ganz besonders für die Freude, die Sie uns germacht haben.

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Briefe in se

Fürst Bülow leitete nun seine Rede auf die Ver­fon des Kaisers hinüber und schloß mit einem Kaiser­hoch, in das allseitig eingestimmt wurde.

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Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde in Gießen. Sonntag, 17. August, 13. n. Trinitatis. In der Stadtkirche.

Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde.

Vorm. 9% Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Vorm. 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfr. Schwabe.

Nächstkünftigen Sonntag, den 24. August, findet im Hauptgottesdienst Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam statt. An­meldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde beten.

In der Johanneskirche.

Vorm. 8 Uhr: Pfarrassistent Hoffmann.

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Zugleich Christebilehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde.

Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Johannessaal.

Katholische Gemeinde in Gießen.

Samstag, den 16. August.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele­genheit zur hl. Beicht.

Sonntag, den 17. August.

14. Sonntag nach Pfingsten.

Vorm. 6% Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.

Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe.

Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottes­dienst.

Nachmittags um 2 Uhr: Sakramentalische Bruderschafts­Andacht.

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Der Landmann sprach: Ich säe Geld" und streute Thomas­mehl aufs Feld.

Wie hat er später froh gemähter hatte wirklich Geld gesät. Wie richtig dieser Vers aus dem bekannten Tho maskalender*) ist, erfuhr Herr Gutspächter Prilipp in Roßbacherhof, der einem Teile seines gleich- mäßig mit Stallmist, Thomasmehl, Kainit und schwe= felsaurem Ammoniak gedüngten Roggenschlages noch eine besondere Zusakdüngung mit 200 Kg. Thomas= mehl pro Hektar gab. Lediglich durch die verstärkte Tho­masmehlgabe, die pro Hektar nur rund 9 Mt. Mehr= kosten verursachte, wurden pro Hektar über 400 Kilogr. Roggenkörner im Werte von rund 72 Mt. mehr geern= tet. Ohne Berücksichtigung des außerdem auch noch mehr geernteten Strohes verzinste sich hier also das für die stärkere Thomasmehldüngung ausgegebene Geld mit 700 Prozent.

*) Der neue Thomaskalender 1914 von Mitte Oktober an vom Verein der Thomasphosphatfabriken, Berlin W 9, Potsdamer Straße 20, kostenlos zu beziehen.

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