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vornahm. Sie wurden von der Tribüne aus durch Flaggenfignale geleitet. Dann tam Geräteturnen von 98 Riegen, Hantelübungen der älteren Herren und schließ licy Pyramidenbildungen. Ganz vorzügliche Leistungen wurden auch im letzten Aft des Programms, im Sprin­gen geboten. Der Kaiser wohnte allen Vorführ­ungen von Anfang bis zu Ende interessiert bei und ließ sich wiederholt von den Herren des Ehrenausschusses Erläuterungen geben.

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Politische Rundschau.

Deutschland.

Aus Anlaß des bevorstehenden Regierungsjubi­läums des Kaisers richtete der Pabst ein Handschrei­ben an den Kaiser, um seine Glückwünsche zu übermit­teln. Der Brief wird dem Kaiser durch den Kardinal Fürstbischof Kopp überreicht werden.

Oesterreich.

Mit der Uebernahme des Kabinettspräsidiums in Ungarn durch den bisherigen Abgeordnetenhaus­präsidenten, Grafen Tisza, wird der Regierungskurs im Magnarenlande nicht geändert, denn gerade Tisza war es, der den Krebsschaden des ungarischen Parlamenta­rismus, die Obstruktionstaftit, durch Einführung einer neuen scharfen Geschäftsordnung fast unmöglich machte.

Die Hundertjabrteier der 116 er. Unsere Stadt hatte sich zur Jahrhundertfeier des Inf. Reg. Kaiser Wilhelm( 2. Gr. hess.) Nr. 116, das nun schon 45 Jahre hier steht, ganz besonders ge­schmückt, um sich den rund 12 000 Gästen in schönster 3ier zu präsentieren.

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Samstag nachmittag und Sonntag früh wurden die auswärtigen Gäste am Bahnhof empfan­gen. Samstag Abend fand in Steins Garten der Em­pfang der ehemaligen Offiziere, Sanitätsoffiziere und Be­amten durch das Offizierskorps statt, wozu sich auch die Vertreter des Staates, der Universität und der Stadt eingefunden hatten. Oberst von Trotta, gen. Trenden, entbot der Erschienenen herzlichen Willkommensgruß und brachte ein dreifaches Hurra auf die alten Regi­mentsfameraden aus, das lebhaft aufgenommen wurde. Im Namen der Provinz überbrachte Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Usinger, begleitet von mehreren Herren der Provinzialverwaltung, den Glückwunsch der Pro vinz berhessen, indem er gleichzeitig folgende Stiftungsurkunde überreichte:

Auf einstimmigen Beschluß des Provinzialtages werden dem Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm( 2. Großh. hess.) Nr. 116 zu Gießen aus Anlaß seines 100jährigen Bestehens als Ehrengabe der Provinz Oberhessen 7000 Mark überwiesen, wovon bestimmt sind: 5000 Mark als Beitrag zu einem Fonds für Unterstützung von im Dienst zu Schaden gekommenen Unteroffizieren und Mannschaften des Regiments, 2000 Mart zur Einrichtung und Ausstattung eines 3immers für wissenschaftliche Vorträge in der Zeug­hausfaserne".

Die Universität ließ durch Rektor Professor Dr. Ed einen silbernen Teller, der außer der Widmung das Wappen der Universität und den Namenszug des Re­giments in funstvoller Ausführung enthält, überreichen. Namens der Stadt überreichte Oberbürgermeister Me­cnm folgende Stiftungsurlunde:

1. Die Stadt Gießen wird dem Regiment, so­lange dasselbe seinen Standort in Gießen behält, am 1. Oktober jeden Jahres die Summe von 500 Mark, in Worten 500 Mart, überweisen, woraus der zeitige und ehemalige bedprftige Angehörige des Re­giments vom Feldwebel abwärts eine Unterstützung erhalten sollen.

2. In der Stadt Gießen Geborene sind in erster Linie zu berücksichtigen. 3. Die Gesuche sind an den Regiments- Kom= mandeur zu richten.

4. Ueber die Gewährung von Unterstützungen be= beschließt eine Verwaltungs- Kommission, welche steht aus: dem Oberstleutnant beim Stabe, dem älte­sten Hauptmann, dem ältesten Oberleutnant, dem äl­testen Feldwebel des Regiments.

5. Die gefaßten Beschlüsse bedürfen der Geneh migung des Regiments Kommandeurs.

6. Es ist nicht erforderlich, daß in jedem Jahre der gesamte Betrag zur Unterstützung verwendet wird; vielmehr darf ein etwaiger Rest auf das folgende Jahr übertragen werden.

Gießen, den 7. Juni 1913. Der Oberbürgermeister. Mecum.

Bathreiners Malzhoffen Öhrztlich empfohlen.

der Gehalt mocht's!

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Darauf verlas Oberst 3. D. Weimer- Nidda eine von Exzellenz Generalleutnant v. Menges verfaßte Adresse der ehemaligen Offiziere des Regiments, die dem Offiziersforps 3650 Mart zum Umbau des Ka­finos zur Verfügung stellten. Im Namen der Reserve­Offiziere überreichte Geheimrat v. Rittgen eine funstvoll ausgeführte Adresse der ehemaligen und jetzigen Reserve­offiziere, die die Stiftung des bereits eingerichteten Jagd­zimmers enthält.

Im Anschluß an einen furzen Jmbiß begaben sich die Offiziere um 9.30 Uhr nach dem Festplatz, wo der Gießener Verein ehemaliger 116er seine Fahnenweihe vollzog, zu der zahlreiche Vereine Abordnungen ent= sandt hatten.

Der Hauptfesttag wurde am Sonntag einge­leitet durch das Weden, worauf zunächst die Festgottes­dienste abgehalten wurden. Danach wurden vor der Stadtkirche folgende vom Großherzog verliehene Orden ausgegeben:

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Rompturkreuz 2. Kl.: Oberst v. Trotta gen. Tren­ben. Ritterfreuz des Ludewigsordens: Maj. Groß­mann. Ritterkreuz 1. Kl. des Verdienstordens Phi­lipps des Großmütigen: Hauptmann Schröder u. Haupt­mann der Reserve Cellarius in Frankfurt. Ritter= freuz 2. Kl. desselben Ordens: die Oberleutnant Wolf und Mattel; Oberzahlmeister Welsch. Die Krone zum silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps d. Groß­mütigen: Waffenmeister Syben. Das silberne Kreuz desselben Ordens: Obermusikmeister Löber, Unterzahl= meister Kipfer. Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift Für Verdienſte": dem Vizefeldwebeln Den Charak Schaube, Gerbig, Weis und Hansult. ter als Generalmajor dem Oberst a. D. Cullmann- Gie­ken. Das Kompturkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Oberl. 3. D. Balser. Das Ehrenkreuz desselben Ordens dem Oberleut nant a. D. Rtch. Hessig zu Eisenach. Das Ritter= freuz 1. Kl. mit der Krone desselben Ordens dem Ma­jor a. D. H. Schäfer und dem Major a. D. K. Lang, beide in Darmstadt. Die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Major 3. D. Hoos, Lennep, dem Gr. Medizinal­L. rat Haberkorn, Gießen und dem Kommerzienrat Emmelius zu Gießen. Das Ritterkreuz 1. Kl. des­selben Ordens dem Hauptmann der Landwehr Vogt zu Mannheim, dem Leutnant a. D. G. Körner zu Lud­

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fand, an dem auch der Großherzog mit seinem Gefolge teilnahm. Die Festrede hielt Generalleutnant v. Men ges. Um 4 Uhr fand dann im Hofe der Zeug haustaserne die Vorführung einer historisch- uniformier ten und exerzierten Garde- Füfilier- Halbtompagnie statt wobei die Truppen Uniformen aus dem Jahre 181: Groß trugen. Die Exerzitien fanden den Beifall des herzogs, der nach Beendigung der heute recht schwer fällig anmutenden Uebungen sofort das Automobil Um 5 Uhr wurde das Exerzieren stieg und abreiste. Bataillone in den auf dem Festplatz aufgeschlagene riesigen Zelten.

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auf dem Festplatze wiederholt, und abends feierten dir, zur Ab

Der Kaiser verlieh folgende Orden und Aus zeichnungen:

ben. Auf de Finanzaus Regierung Dr. Diann Milli

Den Kgl. Kronenorden 2. Kl. dem Obersten 3. D. Genosser v. Graevenit in Dessau, zuletzt Kommandeur des Inf Regiments 116.

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Die Kgl. Krone zum Roten Adler- Orden 3. Klassen Deutschlan mit der Schleife dem Obersten v. Trotta gen. Trenden Den Roten Adler- Orden 4. Kl. dem Hauptmann Bollen, und Hauptmann a. D. Kramer.

Den Stern zum Königl. Kronenorden 2. Kl. dem Generalleutnant 3. D. Klingelhöffer in Gießen, zulek General- Major und Kommandeur der 59. Jnf.- Brig. Den Königl. Kronenorden 3. Kl. dem Obersten D. Weimer in Nidda, zuletzt Inspizient der Waffen be den Truppen.

Der Königl. Kronenorden 3. Kl. dem Oberstleut nant von Jordan beim Stabe.

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Den Königl. Kronenorden 4. Kl. dem Oberleut freiwilliges nant Mattel, dem Oberzahlmeister Welsch.

Das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens de urnzwang, Kasernenwärter Hilgen. ung Abhold Das Allgem. Ehrenzeichen in Silber dem Unter pisses Maß fi zahlmeister Wolf.

nur durch Das Allgem. Ehrenzeichen in Bronze den Feld des Tur webeln Metz, Steinmetz, Görnert, Schwarz, dem Vizegen wird feldwebel beim Generalkommando Müller, den Zah überlassen, meister- Aspiranten Fessenbecker, Vogel, Horst. fteigern wi Der Hauptmann v. Thümen, beim Stabe des Requf eine giments, wurde zum Kompagniechef ernannt und be. Eines h Oberleutnant Wolf tritt unter Beförderung zum Haupten, darauf Kraft gehe mann zum Stabe des Regiments über.

Der Montag begann mit dem Weden um sturnen nad Uhr. Um 10 Uhr fand unter reger Beteiligung Den, und da Führung

Veteranen, Offizieren u. a. die Gedenkfeier für die ge zu

wigshafen, dem Garnisonverwaltungsdirektor a. D. Dörr zu Darmstadt, dem Rechtsanwalt Kurt Kaufmann Gießen, dem Apotheker Gustav Hempel zu Köln, dem ev. Pfarrer B. Schwabe und dem kath. Dekan Bayer.

Das Ritterkreuz 2. Kl. desselben Ordens dem Mu­sikdirektor a. D. Krause, Gießen, dem Bureauvorsteher Bruchhäuser, Gießen, dem A. Schallas zu Friedberg. Die Krone zum silbernen Kreuz desselben Ordens dem Hoboisten a. D. König und dem Oberbahnassistenten Das jilberne Kreuz desselben Seinstadt in Gießen. Ordens dem Kanzleirat Jäger, dem Obertelegr.- Assisten­ten Reitz und dem Bankbeamten Burger, sämtlich - Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Jn­Gießen. schrift Für Verdienste" dem Kasernenwärter Schupp in Gießen.

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Kurz nach 10 Uhr traf der Vertreter des Kaisers, der Generaladjutant General der Ka­vallerie von Scho II, ein. Gleichzeitig kamen die Kommandeure der übrigen hessischen Regimenter an. Um 10% Uhr trat das Regiment in Parade auf st e I I- ung an. Am rechten Flügel standen die Vorgesetzten des Regiments, daneben, im rechten Winkel abgebro­chen, die Spitzen der Behörden, die Kommandeure der Regimenter der 25. Devision, die Offiziere des Land= wehrbezirks und die ehemaligen aktiven Offiziere. Vom linken Flügel umsäumten die Veteranen, die Vereine ehemaliger 116er und die Jugendwehr den Paradeplatz. Vor dem Eingang zum Paradefeld waren eine Anzahl von Vereinen des Hassia- Verbandes versammelt.

Um 11% Uhr begann die Para de. Der Groß­herzog traf furz vorher im Automobil in der Neuen Kaserne ein und stieg sofort zu Pferde. Der Großher­30g ritt, gefolgt von den neuen Fahnen, nach dem Ex­zerzierplatz vor die Mitte des Regiments, während die Fahnen hinter dem Großherzog Ausstellung nahmen. Beim Herannahen des Großherzogs präsentierte das Re­giment. Hierauf wurde der Tagesbefehl des Großherzogs wegen Verleihung der neuen Fah­nen verlesen. Hierauf befahl der Großherzog das Ein­treten der Fahnen. Die Kabinetts ordre des Kaisers verlas der Kommandierende General des 18. Armeekorps, Exzellenz v. S ch end, in der der Kaiser folgendes ausführte:

S. M. der Kaiser, durch die Gnade Sr. Königl. Hoheit des verstorbenen Großherzogs und Sr. Kgl. Hoheit des regierenden Großherzogs seit nunmehr fast 22 Jahren Chef dieses ausgezeichneten Regiments, hat mich beauftragt, dem Regiment folgende aller= höchste Ordre bekanntzugeben:

Ich entbiete dem Regiment zu seinem Jubeltag meinen Glückwunsch und spreche ihm gleichzeitig mei­nen föniglichen Dank aus für die hervorragenden Ver­dienste, die es während seines hundertjährigen Be stehens im Krieg wie im Frieden geleistet hat."

Der Großherzog brachte dann ein dreimaliges Hurra auf den Kaiser aus, die Regiments musit spielte die Na­tionalhymne und dann folgte der Parademarsch. Nach

storbenen Kameraden auf dem alten Friedhofe stanteilhaftere Eingeleitet wurde die Feier durch einen Choral der zu 9 Ja gimentskapelle. Oberst von Trotta hielt eine Ansprade 12 und di in der er u. a. den gefallenen und gestorbenen Kam in Riege raden gedachte. Daran schloß sich die Niederlegung vorke nach i Kränzen an den Gräbern der gefallenen und gestorb Geeignett bilfegeben an nen Offiziere.

Um 11 Uhr fand das Frühstück der Veteranen lied bestimmt Festhalle 3 statt. Nachmittags wiederholte fich das Eremen Geräte zieren der Garde- Füsilier- Halbkompagnie. Den Schlus jie ohne bildete abends ein großes militärisches Konzert mbrend des Feuerwerk.

Aus Stadt und Land.

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o Bad Nauheim.( Großes Konzert im neuebird am beste Konzerthaus.) Am Donnerstag, den 19. Juni, De dieser Zeit einigen sich die Mitglieder der Hof- resp. städtischen genturnen chester von Baden- Baden, Darmstadt, Frankfurt a. den letzten Freiburg i. Br., Bad Homburg v. d. H., Mannher es wird Mainz, Straßburg i. Els., Wiesbaden und das Grinderturnen herzogliche Kurorchester Bad Nauheim anläßlich des vierungsjubiläums Sr. Majestät des Deutschen Kailas zu einem großen Konzert zum Besten der Wohlfah tassen für Musiker unter dem Protektorat Seiner Rong lichen Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig von sen und bei Rhein. Der bedeutende Geigentünſtler H Hofkonzertmeister Havemann aus Leipzig hat in u eigenmüßiger Weise seine Mitwirkung zugesagt und wi

Erstklassig!

Unsere Marine

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CIGARETTE

dem Vorbeimarsch stellte sich die Leibkompagnie mit den Georg A.Jasmatzi Akt.Ges.

Fahnen am Ausgang des Exzerzierplatzes an der Kir­schenallee auf. Der Großherzog setzte sich an die Spitze der Fahnenkompagnie und ritt mit ihr durch die Kai­ser- Allee, Moltkestraße und Sendenbergstraße zur Zeug­haustaserne, wo um 2 Uhr ein großes Festessen statt­

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