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In der Freitag- Sitzung des Reichstages erklärte Schatjekretär Rühn, daß die 25- Pfennigftüde jetzt in die Reichstasse zurüdfließen und aus praktischen Gründen nicht mehr ausgegeben werden.

Attentat auf den Großherzog von Baden. Mannheim, 4. Mai. Auf den Großherzog von Baden wurde heute ein Attentat versucht. Als das Großherzogliche Baar um 3 Uhr nachmittags von Karls­ruhe auf dem Mannheimer Bahnhofe eingetroffen war und sich zum Besuch der Rennen begeben wollte, sprang bei der Ausfahrt vom Bahnhof in der Nähe der Post der 40 Jahre alte Arbeiter Anton Jung auf das Trittbrett des Wagens und st ach mit einem Ta­schenmesser auf den Großherzog ein. Dem Großherzog gelang es, den Angreifer vom Trittbrett des Wagens auf die Straße zu schleudern, wo er vom Bub­lifum festgehalten wurde. Die Polizei fonnte bei der Abführung den Verbrecher laum vor der begreiflichen Wut des Publikums schützen.

Holland.

* Haag, 6. Mai. Die Kammer nahm mit 54 gegen 35 Stimmen den Gesetzentwurf über die Küsten­verteidigung einschließlich des Baues eines& orts in Vlissingen an.

Griechenland.

Athen. Die Königin Sophie, die Schwester des deutschen Kaisers, ist von einer Toch ter glücklich entbunden worden.

Saloniti, 6. Mai. Der Mörder des Königs von Griechenland, Schinas, beging Selbstmord, in­dem er sich heute morgen aus dem Fenster stürzte.

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Aus Stadt und Land.

Vom Prinz Heinrich- Flug. Der Großherzog und Prinz Heinrich fahren am ersten Pfingstfeiertag mit Automobil um 5 Uhr früh von Frankfurt nach Gießen ab. Die beteiligten Flieger nehmen da ihnen ein Ueberfliegen der Ortschaften verboten ihren Flug über den Johannisberg oder fliegen zwischen Bad Nauheim- Wisselsheim ihre Strecke. Der neue Truppenübungsplatz des 18. Armeekorps bei Bad Orb wurde gestern seiner Bestimmung übergeben. Unter flingendem Spiele zog das Gießener Infanterie- Regiment Nr. 116,, Kaiser Wilhelm" als erstes auf den Platz.

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Vogelschutz. Alle Freunde der Natur sind entzückt von dem reichen Vogelleben, das seit der Rück­kunft unserer gefiederten Sänger in allen Teilen un­serer Heimat sich entfaltet hat. Insbesondere werden auch unsere Obstbaumzüchter, Gärtner, Forstleute und Landwirte die Hilfe dieser freiwilligen Feldpolizei" sich gern gefallen lassen und es dankbar begrüßen, wenn die Vögel den Kampf gegen die Schädlinge in Wald und Feld mit emsigen Fleiß aufnehmen. Daß man aber auch nicht vergesse, die treuen Bundesgenossen zu hegen und zu schützen, soweit es irgend möglich ist! Der furcht­barste Feind unserer Vogelwelt ist die wildernde Haus­I a ze. Sie hat nach dem Stand der heutigen Gesetz- gebung noch das Recht, auch auf fremdes Gebiet sidy zu begeben und dort nach Belieben zu jagen und zu wildern, ein Recht, das jedem anderen Haustier be­fanntlich versagt ist. Umsomehr sollten alle einſichtigen Katzenbesitzer es sich zur Pflicht machen, wenigstens während der Brutzeit der Vögel, das ist von April bis Ende Juli, ihre Kazen doch zum Mindesten nachts einzusperren. Die soge­nannten aushäufigen" Katzen, die lieber dem Vogelfang außer dem Hause nachgehen als dem Mäusefang in dem Hause, haben ja doch ihren Beruf verfehlt. Es ist aber auch eine Pflicht gegen die Allgemeinheit, die am Vo­gelschutz ein ganz hervorragendes ästhetisches und wirt­schaftliches Interesse hat, die Hauskaße vom Vogelfang

Kathreiners Malzloffun schmalt gut, ist gesund und billig.

wenigstens während der kritischen Zeit der Brut zurüd-| ser Wilhelms- Heim führt und im Kriegsfalle der Mil zuhalten. tärverwaltung als Lazarett und Genesungsheim zur Verfügung gestellt ist, eröffnen. Dem Einweihungsarte wohnte u. a. der Handelsminister v. Sydow, der Ober präsident Hengstenberg, Regierungspräsident v. Meiste bei. Dem Präsidenten der Gesellschaft für Kauf als Kommerzienrat verliehen. An den Einweihungsa schloß sich eine Besichtigung des zweckmäßig und

o Ober- Mörlen. Vor kurzem wurde ein Ober- Mörler Einwohner verhaftet, der sich an zwei Bad Nauheimer Schulmädchen vergehen wollte. Bei der Un­tersuchung ist jetzt der Beweis erbracht worden, daß sich der Mann an seinem ältesten Mädchen seit dem 12. Jahre vergangen hat, das gleiche soll anscheinend auch bei zwei seiner weiteren Kinder erfolgt sein.

o Alsfeld. In der Generalversammlung der Oberhessischen Kornhaus- Genossenschaft wurde mitgeteilt, daß die schlechte Witterung der Jahre 1911 und 1912 eine sehr ungünstige Wirkung auf die Geschäfte ausge­übt habe. Die Bilanz zeigt einen Fehlbetrag von 6000 Mark. Der Stand der Genossenschaft ist jedoch dadurch nicht gefährdet, da der reelle Wert der Gebäude und Maschinen größer ist, als er durch Abschreibungen zu Buch steht.

s Darmstadt, 6. Mai. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer hielt heute eine Sitzung ab und be­sprach in der Hauptsache das Gesetz über die Aufbring­ung der Kosten für die höheren Schulen. Dabei wurde

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Athen. Der

mannserholungsheime J. Baum wurde der Charaf haft feierlich e schmackvoll eingerichteten, auf einer malerischen Anhör aus Jena gefa immitten des Waldes mit großartigem Fernblid erri orden. Lolios

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! Ingelheim. Der Rhein- Main- Gastwirtebe Vertretern aus dem ganzen Großherzogtum gut befud

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band hielt hier seinen 30. Delegiertentag ab, der vs unicher gema war. Der Vorsitzende Haust- Darmstadt begrüßte die Valencia. schienenen, darunter auch die beiden Landtagsabgeor ein verwundet Reihe Anträge über die Erteilung von Wirtschaftskonze ab, daß der neten RoreI 1-3ngelheim und Wolf- Stadecken. Ein rero in den Hal sionen an Vereine, Gesellschaften und Brauereien wudnem Mann die

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den beraten und angenommen. Auch ein Antrag Vereins Mainz auf Besteuerung der Klaviere wurde gu geheißen, ebenso ein Antrag Worms gegen die Konze

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ganz besonders auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die ionsstempelsteuer. Als Ort des nächsten Delegiertem ge getraut.

entstehen, wenn die Städte weitere Lasten zu tragen hätten. Besonders, empfindlich würden diese Kosten für

die mittleren und die kleineren Städte werden.

s Darmstadt. Die Großherzogin wohnte gestern einer von dem Alice- Frauenverein für Kranten pflege veranstalteten Feier bei, in der 2 Krantenschwe­stern, Margarete Haster und Anna Knaf, die vor Monaten nach dem Kriegsschauplatz entsandt worden waren und wohlbehalten wieder zurüdfehrten, entsprech= end geehrt wurden. Pfarrer Bogel hielt hierbei eine warmempfundene Ansprache.

):( Wetzlar. Herr Dr. Ernst Leitz sen., der Begründer der Optischen Werke, feierte in seltener Frische seinen 70. Geburtstag. Gleichzeitig blicken seine hiesigen Werke auf ein 50jähriges Bestehen, sie haben einen Welt­ruf erlangt.

):( Wolzhausen. Kürzlich wurde eine origi­nelle Wette hier abgeschlossen. Der betreffende Mann, welcher vor 2 Jahren durch eine Wette den Erntewagen gewann, den er allein von Laasphe nach hier zog, hat sich weiter bereit erklärt, gegen 100 Mark Belohnung denselben Erntewagen komplett gerüstet, mit zwei Per­sonen mit einem Gewicht von 3entner, ohne jeg­liche Hilfe von der Wallauer Brücke bis Breidenstein zu ziehen.

):( Marburg. Für die Maschinengewehr- Abtei lung, die hier errichtet werden soll, wird auf dem Kämpf­rafen eine neue Kaserne erbaut werden.

):( Von der Eddertalsperre. Es steht jetzt ziemlich fest, daß die Eddertalsperre schon zum 1. Oktober dieses Jahres fertiggestellt wird. Das Sammel­becken dürfte das größte Europas werden, da es den Inhalt sämtlicher, bis zum Jahre 1912 erbauten Staubecken( zusammen 25 in Schlesien, Rheinland und Westfalen) in sich aufnehmen kann. Der Beckeninhalt ist auf nicht weniger als 202,4 Mill. Kubikmeter festge= stellt worden und bei diesem Inhalt wird das Becken mit wenigen Ausnahmen in jedem Jahre vollständig ge­füllt werden können. Der Stausee wird beim höchsten Wasserstande etwa doppelt so groß sein, als der König­see in Bayern. Seine Länge beträgt 25 Kilometer, und die Fläche, die von dem Seewasser bedeckt wird, besitzt eine Ausdehnung von 120 Hektar. Die Kosten der gan­zen Anlage werden auf 19,75 Millionen Mark ange­

nommen.

):( Frankfurt a. M. Ms am 26. Juni in der Alemannia" die Ziehung der Frankfurter Luftschiffahrts Lotterie stattgefunden hatte, begann ein leises Munkeln, es sei dabei nicht mit rech­ten Dingen zugegangen. Unternehmer dieser Lotterie waren der Bankier und Losehändler Ferdinand Schä= fer aus Düsseldorf und Louis Hederich- Frankfurt. Ein stellenloser junger Kaufmann wollte in dem Ver­halten Schäfers, der die Gewinn- Nummern ausrief, al­lerlei Verdächtiges bemerkt haben. Als dann noch durch­

fickerte, daß Schäfer den ersten Hauptgewinn von Mart

50 000 selbst gewonnen habe, da zweifelte kaum noch

jemand, daß hier Schiebungen gemacht waren. Schäfer wurde bekanntlich unter Anklage gestellt und seit einigen

Tagen finden die Verhandlungen statt.

):( Frankfurt a. M. Am Montag sollte in San Remo der 20 Jahre alte Banklehrling Karl Steuernagel verhaftet werden, der in Frank:

furt 80 000 Mark unterschlagen hatte. Steuernagel schoß sich aus einem Revolver eine Kugel in den Kopf. Er wurde sterbend ins Hospital gebracht. Die Polizei

fand bei ihm noch 65 000 Mark.

):( Frankfurt. Kriminalinspektor v. Salo­mon verhörte eine Anzahl Zeugen über das Verhalten Hopfs seinen beiden ersten Frauen gegenüber. Ausführ liche Bernehmungen fanden namentlich über den Tod seiner ersten Frau statt, ebenso über die Erscheinungen und Vorfälle, die die zweite Frau zur Scheidung ver­

wder Gehalt macht's! anlaßt haben.

ges wurde Büdingen gewählt.

! Ober Ingelheim. Der Weinhändler Lederhos ist hier im Alter von 63 Jahren gestorbe Er hat 100 000 Mart, d. i. fast die Hälfte seines Ve mögens, der Gemeinde Ober- Ingelheim hinterlassen.

! St. Goarshausen. Am 8. Mai ſte Danny Gürtler wegen Beleidigung und Wide erregten Auftritte, die entstanden, als Gürtler mit stand vor dem Schöffengericht. Es handelt sich um laubnis des Bürgermeisters eine Fahne an seinem S

ne- Denkmal entfalten wollte, von den Gendarmen ab den Zutritt zu dem Grundstüd verwehrt bekam. Gürt wollte sich das nicht gefallen lassen und geriet mit d Beamten heftig aneinander. Er erstattete dann auch zeige gegen sie, wurde jedoch abgewiesen und selbst den Anklagezustand versetzt.

Aus aller Welt.

::: Karlsruhe, 6. Mai. In den höheren gen des Schwarzwaldes und der Vogesen haben sta Schnee fälle stattgefunden, die bis auf 1000 Met herunterreichen. Der neue Schnee liegt auf den ober Lagen, also auf dem Feldberg, Belchen und den un Thermometer steht ständig unter dem Gefrierpunft. liegenden Höhenzügen, etwa 10 Zentimeter hoch. Da

):( Frankenberg. Auf entsetzliche Weise ha im Dorfe Rengershausen bei Frantenberg de 14jährige Sohn der Familie Oberlies einen plötzliche Tod gefunden. Er hatte bei einem Ausflug im Wald eine Roburit Patrone, die bei Sprengungen nicht fr piert war, gefunden, er spielte damit und versuchte, zu öffnen. Plötzlich explodierte die Patrone, riß i beide Hände und einen Teil des Gesichtes fort, so da der bald eingetretene Tod eine wahre Erlösung war.

::: Leipzig, 6. Mai. Das Reichsgericht verfü dete heute Mittag im Prozeß gegen die preußischen Lan tagsabgeordneten Borchardt und Leinert da Urteil. Das Gericht erkannte auf Verwerfung von beiden Angeklagten eingelegten Revision.

::: Würzburg. Der Defonom Schmidt wett in seinem Uebermut, eine Zigarre am elektrischen L anzuzünden. Er fletterte am Leitungsmast der Ueba landzentrale empor und wurde vom Startstrom getöte

::: Czenst och a u. Dem Berliner Tageblatt folge ist ein österreichischer Generalstabs oberst durch Gendarmerie unter dem Verdacht der Spionage verh

Mangel an Energie.

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Schwächezustände, Unlust zu Arbeit, beruhen auf einem ma gelhaft ernährten Körper, dessen Blut die nötigen Bestand teile fehlen, nämlich rote Blut förperchen, welche unbedingt no wendig sind, um sich fräftig un frisch zu fühlen. Ein hervor ragendes Mittel besitzt der Ar neischatz in Leciferrin( Ovolecithineise welches die Hauptbestandteil des Blutes und der Nerven b ist und dadurch den Körp in einen gesunden, normale

):( Hana u. Beim Eisenbahnregiment sind noch Zustand versett.

9 Soldaten an Typhus erkrankt.

! Wiesbaden, 1. Mai. Die deutsche Gesell-

schaft für Kaufmannserholungsheime Wiesbaden konnte heute mittag im Taunus an der Station Chauffeehaus

in unmittelbarer Nähe von Wiesbaden, ihr viertes Ferienheim für Kaufleute, das den Namen Kai­

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