Einzelbild herunterladen

des deutschen Sceres und der österreich- ungarischen, rus sischen und schwedischen Armee erscheinen. Weitere Ein­ladungen sind in Aussicht genommen an den Reichs= tanzler, den Bundesrat, den deutschen Reichstag und die beiden Rammern des sächsischen Landtages.

Desterreich.

Der österreichische Generalstabschef Freiherr von Hözzendorf nimmt mit seinem Flügeladjutanten an den deutschen Kaisermanövern teil.

Amerika.

* Marineminister Daniel bereitet eine neue Vor­lage über die Verstärkung der amerikanischen Flotte zor. Obgleich Daniel geheim hält, wie viel neue Schiffe er verlangt, glauben gut unterrichtete Kreise, daß für das laufende Jahr mindestens zwei Dreadnoughts gefordert werden.

Aus Stadt und Land.

Minister des Innern von Homberg ist von seinem Urlaub zurückgekehrt und hat seine Dienstge­schäfte wieder übernommen.

hier eingetroffen und hat im Sanatorium Dr. Sámidt Wohnung genommen.

o Friedberg, 5. Sept. Gestern Abend verum­glückte ein Automobil zwischen Obermörlen und Ziegen berg. Es wurde von dem Besitzer, Moritz Bender von Buzzbach, gesteuert. Durch Versagen der Bremse über­schlug sich das Automobil zweimal, wodurch drei Damen aus Buzzbach schwer verletzt wurden.

o Friedberg. Bei einem Pachtpreis von 7200 Mark pro Jahr haben sich um die Kantine für das neu zu errichtende dritte Bataillon der 168er in Friedberg annähernd 100 Bewerber gemeldet.

o Butzbach, 5. Sept. Der Zentner Zwetschen wird hier zurzeit mit 4 Mt. bezahlt.

o Lich, 3. Sept. Unsere Stadt hatte heute Halb­mast geflaggt, denn am Nachmittage fand die Beerdig­ung des am 30. Juni in Pagan in der Südsee ver­storbenen Prinzen Maximilian von Solms­Hohensolms- Lich statt. Der Verstorbene, ein Sohn des hiesigen Prinzen Ludwig und ein Vetter des Fürsten Karl und der Großherzogin Eleonore, war Leutnant zur See und stand im 23. Lebensjahre. Zur Beerdigung hatten sich zahlreiche hohe Offiziere und Verwandte, da­runter auch die Großherzogin und der Großherzog ein­gefunden. Unter den Trauerklängen der Gießener Re­gimentskapelle bewegte sich der stattliche Trauerzug vom Bahnhofe, wo die Leiche heute erst eingetroffen war, durch die Stadt nach dem Friedhof der fürstlichen Fa­milie, wo Stiftsdechant Klingelhöffer die Grabrede im Anschluß an den Text Joh. 13, 7 hielt. Der Gesang­verein Cäcilia" trug einige Choräle vor, während der Kriegerverein das Ehrenfeuer am Grabe abgab. Am Bahnhofe, an der Begräbnisstätte und in den Straßen, durch die der Trauerzug ging, hatten sich tausende von Zuschauern angesammelt, von denen viele auch von aus­wärts nach unserer Stadt gekommen waren.

p= Durch ausländische Lotterie- Un ternehmer werden auch jetzt noch tausende geschä­digt. Trotz aller Warnungen, die kürzlich auch von uns wiederholt sind, trauen noch immer viele den ausländi schen Versicherungen, daß die Beteiligung an Spiel- Ge­sellschaften und der Erwerb von Lospapieren gegen Mo­natszahlungen besonders günstige Gewinnaussichten bö­ten. Dies ist unrichtig. Die Spieler müssen, wenn sie auf Monatszahlungen faufen, wucherisch hohe Preise zahlen; spielen sie als Mitglieder von Losgesellschaften, so erhalten sie, was faum einer von ihnen aus den ge­schickt gefaßten Prospekten ersehen hat, von Gewinnen nur den hundertsten( oder fünfzigsten) Teil. Sie jetzen sich aber auch der Strafverfolgung aus, sofern durch Bil­dung von Losgesellschaften usw. unerlaubter Weise eine Lotterie veranstaltet wird. Bei der Staatsanwaltschaft Cassel laufen Verfahren besonders gegen die in der Presse schon oft genannten Commerce- und Creditbank( auch Effekten Abteilung oder Inkasso- Abteilung), weiter gegen die Allgemeine Centralbant, Allgemeine Volksbank,( auch Institut Merkur), Deutsche Effektengesellschaft, Interna­tionale Wechsel- und Effettenbank, Spar- und Vorschuß­verein( auch Holländische Kredit- und Obligatiebant), alle in Amsterdam; ebenso gegen die Centralbank Arnheim und Firmen in Kopenhagen. Wer mit sol­chen Firmen schlechte Erfahrung gemacht hat, würde im Interesse der Allgemeinheit handeln, wenn er hiervon der Staatsanwaltschaft Cassel Mitteilung machen wollte. Zur Aufklärung etwa hervorgetretener Mißverständnisse sei hierbei darauf hingewiesen, daß die dänische Kolo­nial- und die Ungarische Klassenlotterie nichts mit aus­ländischen Schwindelunternehmungen zu tun haben. Das Spielen ihrer Lose ist aber in Deutschland, abgesehen von Hamburg, überall strafbar; schon viele Spieler ha­ben zum Teil recht erhebliche Strafen zahlen müssen.

in

ung der Vorlage 1. 3. einige Versehen unterlaufen sind, auf die in den mündlichen Verhandlungen schon hinge­wiesen wurde. Der Nachtrag enthält 32 verschiedene Be­richtigungen 2c.

o Hirschhorn, 3. Sept. Ein Bubenstück wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag hier verübt. Am Montag morgen sah der Pächter der Fischjagd in Uffenbach, Herr Fabrikant Gernandt, hier, ungefähr 500 Fische, meistenteils Forellen, tot auf dem Wasser treiben. Die Fische waren durch in den Bach geworfenes Klee­falz vergiftet worden.

* Vorsicht beim Abschluß von Auto= maten Lieferungs- Verträgen. Gleichwie in dem kürzlich vor der Koblenzer Strafkammer zur Ver­handlung gekommenen großen Betrugsprozeß gegen die Inhaber und eine große Zahl von Reisenden mehrerer Automaten- Vertriebsfirmen in Fürth in Bayern hatte auch ein Reisender der Berliner Neuheiten- Vertriebsge­sellschaft Germania" sich fürzlich vor dem Schöffenge= richt Alzen wegen Betrugs zu verantworten. Es muß daher vor dem Geschäftsbetrieb derartiger Reisender drin­gend gewarnt werden. Sie pflegen durchgängig fleinere und fleinste Geschäftsleute aufzusuchen, die nicht imstande sind, den Inhalt der mit ihnen abgeschlossenen Verträge zu übersehen und die deshalb Verpflichtungen auf sich nehmen, die ihre finanzielle Leistungsfähigkeit weit über­steigen. Da die Absatzmöglichkeit für die ihnen aufge= drängten Waren meist eine recht beschränkte ist, so besteht in der Regel kaum Aussicht, die ungeheuren Massen von Waren los zu werden, welche sie infolge des Ver­trags beziehen müssen.

):( Dieburg, 3. Sept. Ein Dummerjungenstreich wurde dem im nahen Langstadt wohnenden Landwirt Christoph Selzer gespielt. Derselbe hatte die Dreschma­schine in seiner Hofreite, um seine Ernte zu dreschen. Plötzlich ertönten im Dreschwagen mächtige Schüsse, so daß sich die Arbeiter weigerten, noch weiter Hand anzu rühren. Im selben Augenblid stand auch schon der Dreschwagen in Flammen, die jedoch bald erstickt wur­den. Man suchte nach der Ursache und fand, daß ein Unhold ein Patet, etwa 20 Stüd scharfe Patronen zu­jammengebunden, mit einem Stüd Zunder versehen, in die Garben gelegt hatte. Man vermutet, daß es auf das Anwesen des Selzer abgesehen war, denn es kommte ja niemand wissen, ob und auf welcher Maschine S. dreschen ließ. Die Patronen müssen also schon auf dem Acer in die Garben gesteckt worden sein. Anzeige ist er. stattet.

s Darmstadt, 4. Sept. Der zweiten Kammer der Landstände sind zugegangen: Ein Antrag der Abgg. Henrich und Genossen betr. die Aufhebung des Reichs­wertzuwachssteuergesetzes. In dem Antrag wird darauf hingewiesen, daß das Reichsgesetz vom Juli 1913 ge genüber dem bisherigen hessischen Gesetz entschieden von Nachteil sei, soll die Regierung ersucht werden, einen Gesetzentwurf vorzulegen, wonach es den Gemeinden allgemein freigestellt wird, die Besteuerung des Wert­zuwachses von Grundstücken nach dem Gesetz vom De­3ember 1907 zu bewirken. Die Abg. Dr. Borhei­mer und Best beantragen, die Regierung zu ersuchen, die Verwaltung und den Betrieb der Rhein- Gierfähre zwischen Nordheim und Rheindürkheim auf den Staat zu übernehmen. In der Begründung wird besonders darauf hingewiesen, daß die in Frage kommenden Ge­meinden einen jährlichen Zuschuß zu leisten haben, die damit besonders belastet sind, während die Fähre haupt­sächlich dem Verkehr der Kreisstraßen Worms u. Bens­heim dient.

n Gießen. Der Großherzog hat dem Bureau vorsteher der Rechtsanwälte Geheimen Justizrats Dr. Gutfleisch, Arnold und Engisch in Gießen Wilh. E id= mann daselbst aus Anlaß seines 40jährigen Dienst jubiläums das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Dem stellvertre= tenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Landeshypo­thefenbank Geh. Regierungsrat Karl Planz wurde der Charakter als Geheimer Oberfinanzrat" erteilt.

o Bad Nauheim, 4. Sept. Herzog Paul Friedrich zu Mecklenburg ist wieder zum Kurgebrauche

mod

):( Frankfurt. Hier geriet in der Trunkenheit der mit seiner Familie, Glauburstraße 75, wohnende Weißbinder Mar Schremmel mit seiner Frau in Streit und erschlug sie mit einem Schemel. Der Frau wurde der Schädel zertrümmert. Der Tod trat auf der Stelle ein. Der Mann wurde verhaftet. Das Ehepaar hat 3 unmündige Kinder.

s Darmstadt, 5. Seut. Ein seltsamer Anblick bot sich gestern mittag dem Darmstädter Publikum. Ma­jor Siegert von der Fliegertruppe, der von Metz hier eintraf, wurde auf dem Bahnhofsplatz durch ein Flug­zeug abgeholt und nach der Fliegerstation gebracht. Der bekannte Flieger, Leutnant v. Hiddessen steuerte die Eu­lermaschine trotz aller Sonnenböen sicher über die Häu­ser und Straßen hinweg zum Ziel.

):( Wiesbaden, 4. Sept. Generalmajor 3. D. Tecklenburg, einer der ältesten nassauischen Offiziere, ist im Alter von 66 Jahren hier gestorben. Er war zuletzt Brigadefommandeur in Mainz.

Zur Volkswohlfahrt im Ruhrgebiet.

FABRIK­ANSICHT

EE

Salem Salem Elavas

Ciga

Freis NP 314 5 3/45 Orient Tabaku

Jm 1912er Jahresbericht des Vereins für die berg­baulichen Interessen ist auch des im Ruhrgebiet besteh enden und segensreich wirkenden Verein zur Bekämpfung der Vollskrankheiten im Ruhrkohlengebiet in folgender Yenidze, Dresde

Weise erwähnt worden:

tämpfung der Volkskrankheiten im Ruhr­Nach dem Jahres- Bericht des Vereins zur Be tohlengebiet für das Jahr 1910-11 hat der Verein an seinen Anstalten, dem Institut für Hygiene und Batte riologie in Gelsenkirchen und den bakteriologi schen Laboratorien in Bochum, Duisburg, Es­sen und Hagen eine umfassende, segensreiche Tätig feit entfaltet. Der Jahresbericht zeigt die Fortschritte in dem Kampf zwischen Hygiene und Vorbeugung und den die Volksgesundheit besonders im Industriegebiet bedrohenden Seuchen. Größere Epidemien sind im Be­richtsjahre ausgeblieben. 34 455 bakteriologische Unter suchungen wurden ausgeführt, gegen 27 277 im Vor­jahr. Gegen das erste Jahr der Tätigkeit des Vereins, 1902-1903, ist die Zahl der Untersuchungen um das 40fache gestiegen. Der Zahl nach stehen jetzt in allen Laboratorien die Typhus- Untersuchungen im Vordergrund, während bis vor etwa 2 Jahren die Zahl der Genichstarre- Untersuchungen bei weitem überwog. Der hohen Zahl von 16 650 Typhus- Untersuchungen stehen nur 1090 Inphusfälle gegenüber.

Auch auf dem Gebiete der Wasserversorg­ung hat der Verein durch das Gelsenkirchener Institut seit einer Reihe von Jahren durch die bakteriologische Untersuchung und Kontrolle der Wasserwerke an der Ruhr segensreich gewirkt. 27 Wasserwerke sind jetzt dem Verein angeschlossen, gleichzeitig unterstehen 15 Keimzähler der Beobachtung. Die Gesamtzahl der Waf­feruntersuchungen beträgt etwa 45 000. Seit 3 Jahren kontrolliert der Verein die der Ruhr zufließenden Schmutz bäche und sonstigen Abflüsse von industriellen Werfen, Zechen, Städten und Gemeinden. Diese Untersuchungen sind jetzt auf die Strecke von Hagen bis zur Mündung der Ruhr ausgedehnt. Im Berichtsjahre hat sich we gen des günstigen Wasserstandes die Verschmutzung der wurde mit Rücksicht auf die schweren Prüfungen in sei- Ruhr nicht so bemerkbar gemacht, wie noch vor zwei Jahren, doch wird darauf hingewiesen, daß nach Fer tigstellung der Talsperren die Frage der Reinhaltung der Ruhr noch größere Bedeutung annehmen wird, da die reinigende Wirkung der großen Hochwasser dann in Fort fall kommt.

s Darmstadt. Das 50jährige Dienstjubiläum des Chefs der Forst- und Kameralabteilung im Fi nanzministerium, Herrn Geheimerat Wilhelm Wilbrand,

ner Familie nur in einfachster Weise begangen. Mor­gens um 9 Uhr versammelten sich im Amtszimmer des Jubilars die Mitglieder der Ministerialabteilung und an ihrer Spitze erschien Herr Finanzminister Dr. Braun, der dem Jubilar in herzlichen Worten die besten Glück wünsche der Großh. Regierung und der Beamten seines Ressorts ausdrückte und ihm als besonderes Zeichen des Dankes und der Anerkennung im Auftrage des Groß­herzogs die Krone zum Kompturkreuz 1. Klasse des Ver­dienstordens Philipps des Großmütigen überreichte.

s Darmstadt, 4. Sept. Zur Beamtenbe soldungsordnung hat die Regierung eine Reihe von Nachträgen und Berichtigungen zu der Regierungs­vorlage vom Dezember 1912 dem Präsidenten des Er sten Ausschusses der Zweiten Kammer vorgelegt, wobei darauf hingewiesen wird, daß bei der eiligen Bearbeit­

... Kornfranck

66

Hooflieferant S

Den Leitern der beiden Laboratorien in Hagen und Essen sind gleichzeitig Fürsorgestellen für Lun gentrante unterstellt. In Hagen wurden 226 und in Essen 866 Personen auf Tuberkulose untersucht.

im

Die Tuberkulose ist nach dem Bericht Industriegebiet keineswegs verbreiteter als in anderen Bezirken Preußens. Die Zahl der gemeldeten Todes fälle an Lungentuberkulose ist zwar für den Ruhrbezid nicht unerheblich in die Höhe gegangen, nämlich von 3698 auf 4327 oder von 11,56 Fällen auf je 10 000 Einwohner auf 13,11 Fälle. Diese Zunahme wird aber

das neuzeitliche Kaffeegetränk( kein Bohnenkaffee) ift wirklich billig, eine Taffe nicht ganz 1Pfennig.

5B

Tru

fridgeführt, de e eingeben. Die Genidsta $ Berichtsjahre sehr

en nur noch 72 Die Gefahr dies oz der Abna thaßen, da das A en meteorologische The Rinderläh 1400 Fällen auftrat, umben.

Bemerkenswert ist,

sahre eine große"

portamen, tris Dortmund. die Arbeit des Luer Bericht zeigt,

ten Gemeinden des

Aus

Mühlhause

Lehrer Wag Stellen Feu Straße ſehen li

den ihren Tod,

hatte Wagener Frau und

et. Bei seiner daß an ſeinem 250 Batronen

einquartierte Sol

Kochen

Kn

Knorr- Su

fd

Anorr- Su

Knorr- Sut find darur 46 Sorter

Tomaten,

1 Würfel

Ebenso Anorr- Haf