Ausgabe 
4.10.1913 Erstes Blatt
 
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11.

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Geschäftliches.

:: Bei den zahlreichen Oedland- Neu­ulturen, die jetzt überall im Deutschen Reiche nicht ur auf Moor- und Heideböden, sondern auch auf vie­in anderen, bisher mehr oder weniger ertraglosen Flä­den ausgeführt werden, hat sich überall eine kräftige Thomasmehldüngung geradezu als unentbehrlich erwie­m. Alle anderen noch so tostspieligen Meliorationen erlohnen sich nur bei einer sachgemäßen fräftigen Düng­

ung.

:( 3000 terzige Glühlampen. Seit eini­

Allgemeiner Deutscher Frauenverein

( zugleich Verband für Frauenarbeit und Frauenrechte in der Gemeinde).

Tagesordnung

der 27. Generalversammlung vom 6.- 8. Oktober 1913 zu Gießen a. 2. Situngen der Generalversammlung.

( Die Sitzungen finden in dem großen Hörsaal der Universität statt und sind sämtlich öffentlich) Montag, den 6. Oktober, vormittags: 10 Uhr:

1. Eröffnung der Generalversammlung. Begrüßungen.

2. Geschäftsbericht über die zweijährige Wirksamkeit des Verbandes, erstattet durch die Vorsitzende Fräulein Helene Lange.

3. Die Probleme der städtischen Wohnungspflege und die Wohnungsinspektorin. Dr. Marie Elisabeth Lüders- Berlin. 4. Antrag des Vorstandes: Der Allgemeine Deutsche Frauenverein möge Schritte tun für die Beseitigung derjenigen Bestimmungen in den bundesstaatlichen Beamtengesetzen bezw. Verordnungen, die der Ehefrau des Beamten die Ausübung einer Erwerbstätigkeit verbieten.

Nichen Jugend gen Jahren haben hochterzige Glühlampen von 200 bis 8 Uhr, die der 1000 Kerzen Leuchtkraft mit einem Stromverbrauch von Htober, abends ungefähr 0,8 Watt für die Kerze die Reinkohlebogen= 5. Antrag der Ortsgruppe salle a. S., begründet durch Frau Irma Wolff: Der Allgemeine Deutsche Frauenverein wolle den

Teutonirmierten

hmittags 4 Uhr,

die erste Dereinsh ngeladen.

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annesgemein Ausfeld.

lampen von ähnlichen Kerzenstärken fast verdrängt, und nur noch die Bogenlampen mit Effektkohlen fonnten ihnen im Wettbewerb standhalten, da die Lichtstärke dieser Lampen fast ausschließlich oberhalb der ange= gebenen Werte liegt. Neuerdings steht eine weitere Um­wälzung in der elektrischen Starflichtbeleuchtung bevor. Die Auergesellschaft bringt jetzt neue Osram- Halbwatt­Lampen von 600 bis 3000 Rerzen Leuchtkraft auf den Martt, die nur noch einen Stromverbrauch von ½ Watt für die Kerze haben. Hiermit tritt die Osram- Lampe auch in das Gebiet der eigentlichen Starflichtbeleuchtung 2. an, und sie dürfte, falls nicht seitens der Bogenlam­

1.

sozialen Konsumtionsproblemen der Gegenwart erhöhte Aufmerksamkeit schenken und die Behandlung der betreffenden Probleme ( solche der Wohnung, Wohnungseinrichtung, Kleidung, Nahrung) in den einzelnen Vereinen anregen, gegebenenfalls in besonderen Gruppen, welche vornehmlich auch die Hausfrauen zur Mitarbeit heranziehen.

Begründung: Unsere Zeit ist heute wesentlich gekennzeichnet durch soziale Konsumtionsprobleme, wie Wohnungs­not, Schundproduktion, willkürliche Modeherrschaft. Deshalb ist eine Ausbildung der Frau als Stonsumentin anzustreben, um ihre Einwirkung in der Oeffentlichkeit zur Veredlung unserer nationalen gewerblichen Produktion auch für breite soziale Schichten unserer Bevölkerung zu ermöglichen. Hierzu würde sich innerhalb der Frauenbewegung ein Zusammenschluß der Konsumentinnen als nützlich erweisen. Es wären einzelne Probleme der Konsumtion zu behandeln, wozu auch die Organisation und die Form des Haushalts selbst gehört. Dienstag, den 7. Oktober, vormittags 9 Uhr:

Geschäftsbericht und Kaſſenbericht des Verwaltungsrats der Ferdinand und Luise Lenz Stiftung" des Allgemeinen Deut­schen Frauenvereins, erstattet durch die Vorsitzende Frau Pauline Voigtländer. Bericht der Kassenrévisorinnen und Ent­lastung der Stassiererin. Bericht über die Zentralstelle für Gemeindeämter der Frau" des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, erstattet durch die Leiterin Frau Jenny Apolant- Frankfurt a. M.

elbesprechung in penindustrie ganz außerordentliche Verbesserungen erzielt 3. Die Ausbildung für die sozialen Frauenberufe. Frau Dr. Elisabeth Altmann Gottheiner- Mannheim.

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männlichen Ju e findet Gonn statt.

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4. Antrag der Ortspruppe Hamburg: Die Zahl der auf Leipzig festgelegten Vorstandsmitglieder des Allgem. deutschen Frauen­vereins möge auf zwei herabgemindert werden. Mittwoch, den 8. Oktober, vormittags 9 Uhr:

1. Sassenbericht des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, erstattet durch Frau Gertrud Dumstrey- Freytag Bericht der Kas­senrevisorinnen und Entlastung der Kassiererin. Wahl der Kaffenrevisorinnen für beide Kassen für die Geschäftsperiode 1913-15. 2. Vorstandswahl

3. Die Notwendigkeit des weiblichen Einflusses in der Mädchenbildung. Fräulein Dr. Agnes Gosche.

4. Aussprache über die Reform der privaten Wohltätigkeit. Fräulein Helene Bonfort Hamburg.

Helene Lange. Antonie Traun.

Dr. Agnes Gosche.

Der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins:

Dr. Käthe Windscheid.

Gertrud Dumstrey Freytag

=

Pauline Voigtländer.

Dr. Elisabeth Altmann Gottheiner. Helene von Forster.

Jenny Apolant. Linna Langerhannß.

Oeffentliche Abendversammlungen.

Besteht ein ursächlicher Bernays- Heidelberg.

( Neue Aula der Universität.)

Montag, den 6. Oktober abends 8 1hr:

Zusammenhang zwischen der Frauenbewegung und dem Geburtenrückgang. Fräulein Dr. Marie

Dienstag, den 7. Oktober, abends 8 Uhr:

1. Wirtschaftliche Tatsachen und Kulturforderungen in der Frauenfrage. Fräulein Dr. Gertrud Bäumer. 2. Der Weg zum Frauenstimmrecht. Fräulein Helene Lange.

Mittwoch, den 8. Oktober, nachmittags 4 Uhr:

Jugendversammlung. Ansprachen: Frau Helene von Forster, Fräulein Dr. Agnes Gosche, Frau Emma Ender. Helene Lange,

Minna Naumann, Vorsivende der Ortsgruppe Gießen des Allg. D. Frauenvereins. Marie Schmidt,

Vorsitzende des Allgem. Deutschen Frauenvereins. Vorsitzende des Kaufmänn. Vereins für weibliche Angestellte, Gießen.

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