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Gießener Zeitung

e und Ausflugsort Frankfurter Hof", de Wald, schön möbl, I tr. Licht, Zentralhe

Anerk. gute Kücke,

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Besitzer W. Leist vierteljährlich 75 Pfg., vorauszahlbar, frei ins Haus.

Pension rens- Hufnag

end am Fuße bes

-

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agel.

Telef

nholzhausen Telephon 95 oss. Spielplatz. Her per Tag von 3 Tag kurort u. Stahl ension Reichar Raubfrete Lage,

Berlag der Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Nr. 53.

"

Telephon: Nr. 362.

Die Webrvorlage angenommen.

* Der Reichstag nahm den Antrag auf Wie­Benfion b. 8.20 perherstellung der Regierungsvorlage betr. Schaffung von neuen Kavallerie- Regimentern gegen bie Stimmen der Polen, Elsässer, Sozialdemokraten und Jetschrittler und sodann die Wehr vorlage end­Jültig an.

heim

m: a Juli 1913.

.

Der Reichstag nahm ferner in allen drei Le= ungen einen Antrag auf Einführung mildernder Um­tände in dem Militärstrafgesebuch an, nachdem der Reichskanzler erklärt hatte, im Bundesrat

onzert in der Tafür eintreten zu wollen.

Berlin, 30. Juni. Jm Reichstag wurde die

6, Uhr, abends bstimmung betreffend die Steuerpflicht der Bundesfür­nzert des Musikkten mit 195 gegen 161 Stimmen bei 8 Stimmenent= Nr. 21 aus Brugaltungen abgelehnt. ültig). Abends 81

101

enböcke, Schwank Die Nordd. Allgem. 3tg." schreibt:

Perasini.

Nach vollständiger Erledigung der großen Aufgabe abends 8-10 ad er Wehrvorlage ging der Reichstag am Montag in Abends 8 Ferien. Von dem Augenblick an, wo die Reichsregier­

lhändler, Opere

ung mit der Wehrvorlage hervortrat, bekannte sich das deutsche Volk mit fester Entschlossenheit zu der Vorlage. " Noch niemals war eine große Heeresforderung von einer Der tag, 3. Juli: o starten einmütigen Volfsstimmung getragen. Reichstag sah deshalb seinen Weg klar vor jich und er hrigen Gedenkier at ihn in mühevoller Arbeit namentlich in langwieri­r im Konzerthaus gen Verhandlungen der Budgetkommission bis zum er Kurkapelle- Ende verfolgt. Die Reichsregierung hat die Freude, zig unter Mit- die Wehrvorlage in vollem Umfange gesetzwerdend zu ingerin Ellen Beck, chen. Wir begrüßen es besonders im Interesse der rofessor Hans Win- Grenzprovinzen, daß es gelungen ist, auch die Bewil­ssen- Konzert von ägung der umstrittenen Kavallerie- Regimenter durchzu­

asse Rosenfest zu Besten hilfsbedürf mitags von 4-6, oppel- Konzert de de- Dragoner- Regi und der Militär auf von Blumen g Illumination der

egen.

Weit schwieriger als die Erledigung der Wehrvor­age war die Feststeilung der Kostendeckung. Auch hier­bei hatte der Reichstag eine feste Stütze in der Opfer= willigkeit des Volkes, die sich ohne Ueberschwang aber lar und kraftvoll bekundete. Der Gedanke der Wehr­beiträge wurde sofort mit fast einstimmiger Zustimmung ufgenommen, und nicht umsonst sind die Erinnerungen nserer Geschichte aufgerufen. Sie fräftigen überall den Entschluß, auch in der Hergabe materieller Güter es den Uhr im Konzert- Bätern nachzutun. ert der Kurkapelle Wenn der Reichstag bei der Deckung der laufenden Leipziguntes gaben sich von den Vorschlägen der Regierung ent­mersängerin Elle jernte, wuchs doch das Kernstück eines Besitzsteuerkom­mersängers Walther promisses aus dem Regierungsentwurf hervor. Gewiß per, Berlin; Leitung stein. Nachmittags

hr.

Aber

Die Nachbarn vom Heideland. Roman von Ludwig Blümde. ( Schluß) ( Nachdruck verboten.) Die heißen Erniemonate sind vergangen, das flam­er: Charley's Tamen de Rot der blühenden Heide ist verglüht, und über das dürre Land brausen des Herbstes Stürme. Da ist Jhr auf der Term

ehe oben.

Thomas.

8 Uhr anlässlich nalfestes Konzert eutsch- Amerikanis Witterung gegen

9

Seit der langer Abende, die der alte Holm so liebt,

wieder gefommen, und im traulichen Wohnzimmer des Ehulhauses sizzt die Familie in emsiger Arbeit um den runden Tisch.

Da poch: es an die Türe. Wer kommt noch so spät? Der Lehrer öffnet und ein bärtiger Mann mit dunkel­

bengalische Bele braunem Antlitz, groß, stark und in fremder Tracht tritt Schlag auf Dauer- ein. Die alten Holins schauen ihn erschreckt an, aber - Kurkarten ungu Inge erkennt ihn und sinkt mit einem Jubelruf in seine Ball mit Blumenwa Arme. Ewald ist es ja, Ewald, der Verschollene, der

Gehrock, Frack oder Grosse Kurkarten!

Eintritt in den un

Totgeglaubte.

In diesem Moment spricht ganz allein das Herz, ba tritt alles andere schweigend zurück. Ja, verändert sieht er aus, der junge Bauer vom

M. Zuschlag. Nume Moorhof. Auch ohne den Vollbart und den Lederanzug Sore 50 Pfg. Zuschlag mit den hohen Stiefeln würde gar mancher Arendruper

e Theater: Der

eo Fall

thn nicht auf den ersten Blick erkannt haben. Er scheint gewachsen zu sein, sein Körper hat so etwas Stählernes, Festes: das schwere Geschick hat es geschmiedet mit

-6 Uhr, abends feinem mächtigen Hammer, der das Schwache zerschmet­nzert der Kurkap tert und das Starke festmacht.--

des Königl. Profess

Erst als Inge, ohne zu fragen, trotz Sturm und

Uhr im Kurhauss Better hinausgestürzt war, um die auf dem Eichhof in 3 Akten von aus dem Schlaf zu wecken und ihnen die Freudenbot=

Shaft zu bringen, kam Ewald dazu, den alten Holms Furzen Zügen zu berichten, wie sich in den zwet Jah­ren sein Leben gestaltet und wie er wieder heimge­Lommen.

Von Thorös Tod fest überzeugt, sich nicht frei von Bheld fühlend, und von dem Gedanken, als Mörder

Expedition: Seltersweg 83.

Mittwoch, den 2. Juli 1913.

bestanden vom Standpunkte der Einzelstaaten schwere Bedenken gegen die Beschlüsse des Reichstages, aber an­gesichts der Größe der Aufgabe wurden sie zurückge= stellt. Das Ziel für die Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht finanzielle Vorsorgen zu treffen, ist erreicht Wehrpflicht finanzielle Vorsorgen zu treffen, ist erreicht und so darf man auf das Gesamtergebnis der schwieri­gen Verhandlungen über das Wehrgesetz und die Deck­ung seiner Kosten mit Befriedigung blicken. Es ist ein gutes Stück Arbeit getan, möge es dem Vaterlande zum Segen sein."

Ein neuer Balkankrieg.

Belgrad, 1. Juli. Der Minister des Aeußern gab namens der Regierung in der Stupschtina die Er­flärung ab, daß auf Grund der amtlichen Berichte die bulgarische Angriffe sich auf die gesamte serbische Front

erstrecken und einen großen Umfang annahmen. Es handle sich demnach nicht mehr um lokale Plänkeleien, sondern um die Eröffnung friegerischer Feindseligkeiten seitens Bulgariens ohne eine Kriegserklärung. Die weitere Entwickelung der Ereig nisse werde zeigen, ob diese Auffassung der der zivili­sierten Welt hohnsprechenden Art und Weise ihnen grö­ere Erfolge einbringe als den Serben, die die Politik

verfolgen, die auf die Erhaltung des Friedens und der Sympathien der zivilisierten Menschheit abzielt und sich auf Rechtsgründe stützt.( Beifall.) Angesichts der ernst­lichen Bedrohung des serbischen Territoriums durch die do, mit aller Kraft für die Wahrung des serbischen Ter­Bulgaren beauftragte die Regierung das Armeekomman­ritoriums einzutreten.( Stürmischer Beifall.)

Die Stupschtina nahm schließlich mit 82 gegen 39 Stimmen eine Tagesordnung an, in der die gestrige Antwort der Regierung gebilligt und die Ueberzeugung ausgedrückt wird, die Regierung werde die vitalen In­teressen Serbiens bis an das Ende verteidigen. Jm Prinzip billigte die Skupschtina gleichzeitig die Zusam­menkunft in Petersburg und das Schiedsgericht des menkunft in Petersburg und das Schiedsgericht des Zaren.

Athen, 30. Juni. Die bulgarische Armee begann einen allgemeinen Angriff gegen die griechischen und ser­bischen Streitkräfte. In der durch die Serben besetzten Region überschritt sie die durch das Protokoll festgesetzte Grenzlinie und rückte gegen Mezikove, Begdanza und Gewgheli. Drei bulgarische Regimenter aus Deirance griffen auf dem linken Ufer des Wardar bei Mezikove die serbischen Vorposten an.

Der Kampf wird mit großer Heftigkeit auf der ganzen Front geführt. Die serbischen Truppen, die von den angreifenden bulgarischen Truppen aus der Defen­

bestraft zu werden und bei allen für einen solchen zu gelten, fast wahnsinnig gemacht, war er nach jener Un­terredung mit Hans Hinrichsen noch in derselben Nacht über die dänische Grenze geflüchtet.

In Kopenhagen nahm er den Dienst als Matrose auf einem alten Segelschiff und gegen das nächste Früh­jahr landete er in Nordamerita, wo er ein neues Le­ben beginnen wollte. Man sollte ihn in der Heimat für tot halten, darum schrieb er nicht. Nach unzähligen Abenteuern verdang er sich dann als Knecht bei einem alten Farmer, rettete diesem gelegentlich eines Wald­brandes das Leben und alles Vieh und wurde dadurch des Greises treuester Freund. Als derselbe dann nach einiger Zeit start, da erbte Ewald die ganze Farm und einige tausend Doliar Bargeld. Nun war er ein gemachter Mann, und das Glück bot ihm die Hand. Er hätte der Gatte einer steinreichen, jungen Witwe werden können. Aber sein Herz gehörte Inge, wie er jetzt offen heraussagte. Das Heimweh nagte daran, und seine Sehnsucht, sein ganzes Denken und Trachten hing an dem Stückchen Heideland dort in des deutschen Va­terlandes Norden, von dem er verbannt war. Nur sel­ten ließ der junge Farmer sich unter Menschen sehen. In lezter Zeit aber, wo sich in der nächsten Stadt ein Klub deutscher Männer gebildet, dessen Mitglied er auch geworden, bekam er öfter Besuch von Landsleuten. Und da überbrachte ihm im Juli ein geborener Ham­burger eines Tages eine Zeitung, in der ein fett ge= druckter Artikel aus Lehrer Holms Feder stand. Es wurde jener, der irgend welche Angaben über den ver­schollenen Ewald Lorenzen aus Arendrup machen könnte, gegen hohe Belohnung aufgefordert, der Re­gierung zu Schleswig unverzüglich Mitteilung zu machen. Dann waren die näheren Umstände, die Aus­sagen Hendriks und das Geständnis des verstorbenen Thorb genau beschrieben. Ewald konnte dieses Wun­

( Gießener Tageblatt)

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Telephon Nr. 362.

25. Jahrg.

sive gedrängt wurden, rückten in der Richtung Jstip und Kotschana vor. Eine bulgarische Kompagnie wurde bei einem Angriff der serbischen Truppen bei Trogerod von der serbischen Infanterie mit dem Bajonett zurückgeschla­gen und umzingelt, worauf sie sich ergab.

Jn Saloniki umzingelten und entwaffne ten die Griechen die in der Stadt befindlichen b u l- garischen Truppen in ihren Quartieren. Die Be­völkerung ist sehr beunruhigt. Da die bulgarischen Trup­pen der Aufforderung, die Waffen freiwillig abzugeben, nicht nachkamen, wurden sie gewaltsam entwaffnet. Da jeder der von ihnen besetzten Punkte einzeln genommen werden mußte, war man gezwungen, die schärfsten Mit­tel anzuwenden. Die Entwaffnung begann Montag abend und endete Dienstag morgen. Die Zahl der Opfer ist unbekannt, doch scheinen nach den späteren Meldungen die Kämpfe sehr heftig gewesen zu sein.

Die Straßen, wo der nächtliche Kampf tobte, bie­ten ein trauriges Bild dar. Um 6 Uhr früh wurde auf der bisher von Bulgaren besetzten Hagia Sophia die griechische Flagge gehißt.

esküb, 30. Juni. Nach einer offiziellen Mel­dung haben die Bulgaren heute nacht einen Ueberfall auf die serbischen Truppen in der Richtung auf Jstip und in den ersten Morgenstunden einen Angriff auf

Retka und Sletowo ausgeführt. Außerdem griffen die Bulgaren die Serben bei Walandowa an, was auf fer­bischer Seite als Beweis dafür angesehen wird, daß die Bulgaren ohne Kriegserklärung die Feindseiligkeiten be­gonnen haben.

Sofia. Die Regierung übersandte ihren Vertre­tern bei den Großmächten eine Depesche, wonach sie das Schiedsgericht anerkennt und bereit sei, sogleich einen Vertreter nach Petersburg zu senden.

Athen, 30. Juni. Die Polizei in Saloniki ver­haftete einen Bulgaren, der ein Fläschchen mit Cho= lera bazillen bei sich trug, um die Stadt zu ver­seuchen. Der Anschlag rief eine tiefgehende Erregung her­

vor.

U esküb. Die Erregung, in der sich die Bevöl­ferung befindet, ist kaum noch einer Steigerung fähig. Die allgemeine Ansicht geht dahin, daß ein Krieg un­vermeidlich sei. Käme trotz allem jetzt eine Verständig­ung mit Bulgarien zustande, so würde dies doch nur ein fauler Friede sein, und es würde über kurz oder lang doch noch zum Kriege kommen. Es wäre ratsamer, wenn eine friegerische Auseinandersetzung gleich jetzt, wo sich die beiden Armeen in voller Rüstung einander gegenüberstehen, erfolgen würde.

der lange nicht fassen. Aber schon nach kurzem vertaufte er seine Besitzung und wenige Wochen später trat er überglücklich die Heimreise an.

Nun war er wieder da an der trauten Stätte, von der er so manche Nacht geträumt. Wunderdinge hörte er von dem wahren Gottesgericht über Thorö und Hendrik. Alle Lieben durfte er umarmen. Man feierte ihn wie einen Helden und verehrte ihn in der Gemeinde wie einen Märtyrer.

Ewald Lorenzen war nach Arendruper Begriffen jetzt ein wohthabender Mann. Er konnte Hinrichsens Schuld auf Heller und Pfennig mit Zins und Zinses­zinsen zurückzahlen und vermochte dem alten Eichhofer ohne Bedenken so viel Geld zu leihen, daß er den Hof zurückkaufen konnte, was ja dessen sehnlichster Wunsch war. Natürlich gab Ewald sich nicht früher zufrieden, als bis auch der Moorhof wieder in den Händen set­ner rechtmäßigen Besizer war. Von neuem begann jetzt die Arbeit auf der eigenen Scholle. Aber man tat sie leichteren Herzens, denn man durfte ihres Segens gewiß sein. Fröhliche Gesichter strahlten auf den Heide­höfen und das Band der Freundschaft tettete die ge­treuen Nachbarn fester noch als vordem zusammen, denn auch das hatte das Schicksal mit seinem Hammer zu hartem Stahl geschmiedet, so daß es ewig halten mußte.

Als die Lerchen wiederkamen und des Lenzes be lebender Hauch über die Heide wehte, da wurde auf de Eichhof ein Freudenfest gefeiert, wie derselbe noch fet­nes erlebt, eine Doppelhochzeit nämlich. Hans führte Stine und Ewald setne Inge zum Altar.

Wer hätte das vor einem Jahr gedacht! Ja, ja, der Mensch denkt und Gott lenkt!" sagte der alte Holm, während ihm eine Träne über der gefurchten Wange perlte, und Vater Lorenzen nickte stumm mit dem Kopfe.